Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

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Tom Bombadil
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 13. Apr 2019, 13:30

Ziviler Ungehorsam ist im Grundgesetz verbrieft.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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unity in diversity
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon unity in diversity » Sa 13. Apr 2019, 13:36

Tom Bombadil hat geschrieben:(13 Apr 2019, 13:30)

Ziviler Ungehorsam ist im Grundgesetz verbrieft.

Dann darf jeder Mieter das Mieterhöhungsverlangen seines Vermieters kontern, in dem er auf die unwissenschaftlichen Grundlagen des Mietspiegels verweist?
https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag ... iegel.html
Weil alle mehr zahlen, muß jeder mehr zahlen?
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Ein Terraner
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Ein Terraner » Sa 13. Apr 2019, 14:35

Enteignung gibt es nur mit Kohle.

Wer eine nukleare Explosion verursacht wird nach StGB §328 mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe bestraft.
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon sünnerklaas » So 14. Apr 2019, 11:04

Tom Bombadil hat geschrieben:(13 Apr 2019, 12:03)

Keine Ahnung wo du lebst, aber hier in meiner Gegend stürzen keine Neubauten aus dieser Zeit ein.


Weli sie vorher wegen drohender Baufälligkeit abgebrochen wurden.
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Tom Bombadil
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Tom Bombadil » So 14. Apr 2019, 12:40

Auch das nicht. Gibt es für solche Aussagen auch Belege?
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon firlefanz11 » Di 16. Apr 2019, 16:41

sünnerklaas hat geschrieben:(13 Apr 2019, 11:55)

Die großen Rettungsaktionen werden kommen, wenn die Zinsen wieder steigen.

Das wird aber für mind. zehn Jahre nicht passieren (steigende Zinsen)...
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon sünnerklaas » Di 16. Apr 2019, 18:19

firlefanz11 hat geschrieben:(16 Apr 2019, 16:41)

Das wird aber für mind. zehn Jahre nicht passieren (steigende Zinsen)...


Eigentlich können die Zinsen überhaupt nicht mehr steigen, weil im Fall steigender Zinsen praktisch niemand mehr seine Schulden zurückzahlen kann. Weder Privatleute, noch einfache Firmen, noch große Konzerne.
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon firlefanz11 » Do 18. Apr 2019, 13:15

sünnerklaas hat geschrieben:(16 Apr 2019, 18:19)

Eigentlich können die Zinsen überhaupt nicht mehr steigen, weil im Fall steigender Zinsen praktisch niemand mehr seine Schulden zurückzahlen kann. Weder Privatleute, noch einfache Firmen, noch große Konzerne.

So isses...
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Orbiter1 » Fr 26. Apr 2019, 09:11

Besonders groß scheint der Bedarf an Neubauwohnungen ja nicht zu sein.

"Das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete die Anzahl der Baugenehmigungen von Wohnungen für den Monat Februar 2019. Im Februar 2019 sanken die Baugenehmigungen für Wohnimmobilien um -9,4% zum Vorjahresmonat, auf 22’251 Einheiten. Zuletzt im Gesamtjahr 2018 sanken die Baugenehmigungen um -0,2% zum Vorjahr, auf 347’392 Einheiten."

Wir hatten auch schon Jahre mit über 700.000 Baugenehmigungen.
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Kölner1302 » Fr 26. Apr 2019, 13:53

MoOderSo hat geschrieben:(08 Apr 2019, 09:11)

Man könnte auch mal die Grunderwerbssteuer renovieren. Die bezahlen größtenteils nur die dummen Kleinen. Die Großen packen ihre Immobilien in eine Objektgesellschaft und können die fröhlich hin und her schieben ohne dabei einen Pfennig Grunderwerbssteuer zu zahlen.


Ja und vor allem aber die Notarkosten und Umschreibungsgebühren.
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Kölner1302 » Fr 26. Apr 2019, 14:05

Orbiter1 hat geschrieben:(26 Apr 2019, 09:11)

Besonders groß scheint der Bedarf an Neubauwohnungen ja nicht zu sein.

"Das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete die Anzahl der Baugenehmigungen von Wohnungen für den Monat Februar 2019. Im Februar 2019 sanken die Baugenehmigungen für Wohnimmobilien um -9,4% zum Vorjahresmonat, auf 22’251 Einheiten. Zuletzt im Gesamtjahr 2018 sanken die Baugenehmigungen um -0,2% zum Vorjahr, auf 347’392 Einheiten."

Wir hatten auch schon Jahre mit über 700.000 Baugenehmigungen.


Doch. Definitiv steigend.

Aber jetzt sind die Preise für Neubauten so hoch, dss wahrscheinlich der gesamte Mittelstand sich schon nicht mehr dafür interessiert, weil er sich das sowieso nicht leisten kann.

PS: Ein Durchschnittsverdiener hat ungefähr 2500 € mtl. In 30 Berufsjahren sind das 900.000 €. 250.000 sind 100 volle Monatsgehälter (8 Jahre 4 Monate). Dafür bekommt man aber hier nichts. Leg noch 100.000 € (3,5 Jahre drauf) dann gehts, aber nun kommen noch die Zinsen und die Umschreibungskosten...
D.h. wenn ein Durchschnitsverdiensér ca. 45 - 50 % seiner Einkommens für s Wohnen ausgibt, kann er im Eigenheim wohnen. Dann hat er von seinen 2500 € noch 1250 €. Das ist aber ein Häuschen im Grünen, und so kostet das Auto nochmal ca 300 - 400 € mtl. Nun muss er aber im Winter noch heizen...
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Orbiter1 » Mi 1. Mai 2019, 15:52

Da kommen ja noch spannende Zeiten auf uns zu falls die SPD dauerhaft über der 5% Marke bleibt.

"Nach Meinung von Juso-Chef Kevin Kühnert sollte jeder nur die selbst genutzte Wohnung besitzen dürfen. Es sei kein legitimes Geschäftsmodell mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu verdienen." / Quelle: https://news.guidants.com
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon MoOderSo » Mi 1. Mai 2019, 15:56

Orbiter1 hat geschrieben:(01 May 2019, 15:52)

Da kommen ja noch spannende Zeiten auf uns zu falls die SPD dauerhaft über der 5% Marke bleibt.

"Nach Meinung von Juso-Chef Kevin Kühnert sollte jeder nur die selbst genutzte Wohnung besitzen dürfen. Es sei kein legitimes Geschäftsmodell mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu verdienen." / Quelle: https://news.guidants.com

Dann wäre es doch auch gerecht, wenn er seine eigenen Brötchen backt. Kann doch nicht sein, dass Bauern, Müller und Bäcker mit seinem Hunger Geld verdienen.
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 1. Mai 2019, 17:25

Orbiter1 hat geschrieben:(01 May 2019, 15:52)

Da kommen ja noch spannende Zeiten auf uns zu falls die SPD dauerhaft über der 5% Marke bleibt.

"Nach Meinung von Juso-Chef Kevin Kühnert sollte jeder nur die selbst genutzte Wohnung besitzen dürfen. Es sei kein legitimes Geschäftsmodell mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu verdienen." / Quelle: https://news.guidants.com

Wollt ich auch grad posten: Dieser ultralinke Pfeifenheini hat echt nimmer alle Latten am Zaun... :mad2:
Zum Glück wird auf unbestimmte Zeit keine SPD mehr an die Bundesregierung kommen...
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon jorikke » Mi 1. Mai 2019, 19:33

MoOderSo hat geschrieben:(01 May 2019, 15:56)

Dann wäre es doch auch gerecht, wenn er seine eigenen Brötchen backt. Kann doch nicht sein, dass Bauern, Müller und Bäcker mit seinem Hunger Geld verdienen.


Musst du dem Polit-Spinner auch noch Tipps geben?
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon aleph » Mi 1. Mai 2019, 19:38

So radikal war nicht mal Gysi oder jemand Anders der Linkspartei.
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein. Walter Jens
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon firlefanz11 » Do 2. Mai 2019, 10:08

Na ja, dafür hat er ja jetzt auch ordentlich aufn Sack bekommen... :D
Der soll mal aus der SPD austreten u. seine eigene SED gründen...
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Musterdemokrat » Do 2. Mai 2019, 10:18

Da Kühnert in der Zeit die Kollektivierung von Großkonzernen fordert, dann sind die Jusos ein Fall für den Verfassungsschutz, wenn das ihre Linie ist.
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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon frems » Do 2. Mai 2019, 10:20

jorikke hat geschrieben:(01 May 2019, 19:33)

Musst du dem Polit-Spinner auch noch Tipps geben?

Alternativ könnte man auch das Interview lesen und nicht nur das, was andere Medien an Stichwörtern herauspicken. Muss man aber natürlich nicht.
Labskaus!

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Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon aleph » Do 2. Mai 2019, 11:54

frems hat geschrieben:(02 May 2019, 10:20)

Alternativ könnte man auch das Interview lesen und nicht nur das, was andere Medien an Stichwörtern herauspicken. Muss man aber natürlich nicht.

Ich habe nur den Link gefunden. Ist für Abonnenten. Nun ja, jedenfalls sind Habeck und Teile der SPD ebenfalls irritiert und die haben das Interview wohl gelesen. Ich wäre ja offen für seine Ideen, aber es sind eher Science Fiction Geschichten, keine Aussagen, mit denen man bei den nächsten Wahlen antreten könnte.
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