Neue, linke "Sammlungsbewegung".

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Realist2014
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Realist2014 » So 19. Aug 2018, 13:39

KarlRanseier hat geschrieben:(19 Aug 2018, 13:37)

Auch die FDP ist nicht stabil, weil deren Wohltaten für reiche Gammler .

.


wie wird man denn "reicher Gammler"??????
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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DarkLightbringer
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » So 19. Aug 2018, 13:44

KarlRanseier hat geschrieben:(19 Aug 2018, 13:37)

Denen bleibt auch gar nichts anderes übrig, da die SPD auf absehbare Zeit völlig verdient in der politischen Bedeutungslosigkeit versinkt. Auch die FDP ist nicht stabil, weil deren Wohltaten für reiche Gammler und freundliche Parteispender eben nicht vom Himmel fallen, sondern von Systemunrelevanten zu finanzieren sind.

Ohne die Linken blieben der CDU also nur die Grünen als mögliche Koalitionspartner, was sie erpressbar macht.

Von einer Demontage demokratischer Volksparteien ist wenig zu halten, das liefe dann auf italienische Verhältnisse hinaus.

Aber es ist ja nicht das Problem von Union und SPD, wie sich die Linke sammeln bzw. den Konflikt mit Sahra gestalten will.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon KarlRanseier » So 19. Aug 2018, 13:47

Realist2014 hat geschrieben:(19 Aug 2018, 13:39)

wie wird man denn "reicher Gammler"??????



Durch Erben. Dadurch wird man übrigens auch automatisch Liebling von CDU und FDP, ohne dafür ein paar Millionen spenden zu müssen... Die haben nämlich ein großes Herz für Menschen, die leistungslos zu Geld kommen.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon zollagent » So 19. Aug 2018, 13:49

KarlRanseier hat geschrieben:(19 Aug 2018, 13:47)

Durch Erben. Dadurch wird man übrigens auch automatisch Liebling von CDU und FDP, ohne dafür ein paar Millionen spenden zu müssen... Die haben nämlich ein großes Herz für Menschen, die leistungslos zu Geld kommen.

Auch vererbtes Geld wurde mal durch Leistung erworben.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon KarlRanseier » So 19. Aug 2018, 13:51

zollagent hat geschrieben:(19 Aug 2018, 13:49)

Auch vererbtes Geld wurde mal durch Leistung erworben.



Wenn es um Millionen geht, dann wurde es allerdings durch die Leistung Anderer erworben, die wesentlich höhere Steuern zahlen mussten als der Erbe, der überhaupt keine Leistung erbracht hat.
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zollagent
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon zollagent » So 19. Aug 2018, 14:01

KarlRanseier hat geschrieben:(19 Aug 2018, 13:51)

Wenn es um Millionen geht, dann wurde es allerdings durch die Leistung Anderer erworben, die wesentlich höhere Steuern zahlen mussten als der Erbe, der überhaupt keine Leistung erbracht hat.

Und dieser Andere will halt, daß der Erbe was bekommt und nicht andere, die gar nichts auf die Beines stellen konnten, außer vielleicht großen Ansprüchen.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon KarlRanseier » So 19. Aug 2018, 14:17

zollagent hat geschrieben:(19 Aug 2018, 14:01)

Und dieser Andere will halt, daß der Erbe was bekommt und nicht andere, die gar nichts auf die Beines stellen konnten, außer vielleicht großen Ansprüchen.



Woher weißt Du das? :?:
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon twilight » So 19. Aug 2018, 14:21

KarlRanseier hat geschrieben:(19 Aug 2018, 13:47)

Die haben nämlich ein großes Herz für Menschen, die leistungslos zu Geld kommen.

Also fuer Hartzer :D :D :D
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon unity in diversity » So 19. Aug 2018, 14:25

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Aug 2018, 13:44)

Von einer Demontage demokratischer Volksparteien ist wenig zu halten, das liefe dann auf italienische Verhältnisse hinaus.

Aber es ist ja nicht das Problem von Union und SPD, wie sich die Linke sammeln bzw. den Konflikt mit Sahra gestalten will.

Die Populisten der extremen Mitte, lassen Ermüdungserscheinungen und Argumentationsschwächen erkennen.
Dafür kann man weder linke, noch rechte Populisten verantwortlich machen.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon MäckIntaier » So 19. Aug 2018, 14:32

Zu den Kritikern der Bewegung zählt auch Colin Crouch ("Postdemkratie"):

https://www.zeit.de/2018/34/sahra-wagenknecht-die-linke-sammlungsbewegung-aufstehen

Der Hauptunterschied zu Frau Wagenknecht ließe sich vermutlich in seiner Idee sehen, "den Kapitalismus intelligent einzuhegen" und dies innerhalb bestehender oder zu reanimierender Institutionen zu erreichen. Hier trennen sich die Wege zwischen ihm und Wagenknecht.
Die Herrschaft vollendet sich in dem Moment, in dem sie sich als Freiheit ausgibt. (Byung-Chul Han)
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon KarlRanseier » So 19. Aug 2018, 14:32

"Leistung muss sich lohnen", darin sind sich die Parteien einig.

Allerdings sagen sie nicht, dass sich Leistung für die Leute lohnen soll, die sie erbringen. Sonst würden sie ja ein Leistungsprinzip fordern, welches dem kapitalistischen System völlig widerspricht. Woher sollten die Profite der Geldsäcke kommen, wenn sie ihre Angestellten adäquat und nach dem Wert ihrer Arbeit bezahlen müssten?

Einig dürften wir uns wohl auch sein, dass extrem hohe Einkommen nicht der Leistung entsprechen. Manager "verdienen" häufig mehrhere Millionen Euro/Jahr und wissen überhaupt nicht, was in ihren Unternehmen passiert. Wer wollte behaupten, dass sie ein Vielfaches eines Angestellten leisten, der vielleicht mit 3.000 Euro/Monat abgespeist wird?

Natürlich braucht der Staat Geld. Die Frage ist nur, woher es kommen soll. Mittelmäßige (CDU, CSU. SPD, FDP, Grüne, wirtschaftspolitisch auch AfD) sagen, dass man es auf keinen Fall den Leuten wegnehmen darf, die dafür gar nichts leisten (z.B. Erben), oder die zu den Spitzenverdienern gehören. Das ist ja auch nachvollziehbar, und es wäre eine Katastrophe, wenn nichtsleistende Manager aus Deutschland ins Ausland gehen würden, um dann dort nichts zu leisten. Und ihre Angst, dass Multimillionäre verhungern müssen, wenn sie Steuern zahlen, ist durchaus berechtigt, da Reiche überproportional oft nicht mit Geld umgehen können.

Linke sind dagegen der Meinung, dass die arbeitende Bevölkerung etwas entlastet werden müsse, also in den Augen der Mittelmäßigen absolute Nichtsleister, die weniger als 10.000 Euro/Monat verdienen...
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Realist2014 » So 19. Aug 2018, 14:35

KarlRanseier hat geschrieben:(19 Aug 2018, 13:51)

Wenn es um Millionen geht, dann wurde es allerdings durch die Leistung Anderer erworben, die wesentlich höhere Steuern zahlen mussten als der Erbe, der überhaupt keine Leistung erbracht hat.



und?

möchtest du hier die Verfassung ändern?
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Realist2014 » So 19. Aug 2018, 14:38

KarlRanseier hat geschrieben:(19 Aug 2018, 14:32)

" Woher sollten die Profite der Geldsäcke kommen, wenn sie ihre Angestellten adäquat und nach dem Wert ihrer Arbeit bezahlen müssten?


WER sind die "Geldsäcke"?

Inwiefern sind Tariflöhne nicht adäquat?


Einig dürften wir uns wohl auch sein, dass extrem hohe Einkommen nicht der Leistung entsprechen.


Fussballer?


, und es wäre eine Katastrophe, wenn nichtsleistende Manager aus Deutschland ins Ausland gehen würden, um dann dort nichts zu leisten.


Woran misst DU die Leistung der Manager von zum Beispiel BMW?
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Realist2014 » So 19. Aug 2018, 14:39

KarlRanseier hat geschrieben:(19 Aug 2018, 13:47)

Durch Erben. Dadurch wird man übrigens auch automatisch Liebling von CDU und FDP, .



wieso werden "Erben" zu den "Lieblingen"?

Auf Basis von welcher "These"?
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » So 19. Aug 2018, 14:45

unity in diversity hat geschrieben:(19 Aug 2018, 14:25)

Die Populisten der extremen Mitte, lassen Ermüdungserscheinungen und Argumentationsschwächen erkennen.
Dafür kann man weder linke, noch rechte Populisten verantwortlich machen.

Aber "En Marche" ist deutlich erfolgreicher als der Zweitakter-Bewegungsmotor von Wagontaine.

Die liberalprogressive Popular-Mitte hat Zukunft.

;)
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Selina » So 19. Aug 2018, 15:52

DarkLightbringer hat geschrieben:(18 Aug 2018, 22:16)

Führende Linke gehen auf Distanz zu Sahras Sammlung.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 23864.html

Ob sie nun die Konsequenzen ziehen wird und sich aus dem Machtkampf zurück zieht ?


Musst nicht traurig sein, der offizielle Start von "aufstehen" ist erst am 4. September :D
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Misterfritz » So 19. Aug 2018, 16:08

Selina hat geschrieben:(19 Aug 2018, 15:52)

Musst nicht traurig sein, der offizielle Start von "aufstehen" ist erst am 4. September :D
Aha,
bis dahin dürfte das Interesse noch weiter zurückgegangen sein und die Massen auf dem Sofa verblieben sein
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon twilight » So 19. Aug 2018, 16:18

Selina hat geschrieben:(19 Aug 2018, 15:52)

Musst nicht traurig sein, der offizielle Start von "aufstehen" ist erst am 4. September :D

https://www.tagesschau.de/inland/linkspartei-179.html :D :D :D
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » So 19. Aug 2018, 17:07

Selina hat geschrieben:(19 Aug 2018, 15:52)

Musst nicht traurig sein, der offizielle Start von "aufstehen" ist erst am 4. September :D

Sofern Sahra nicht zuvor zurück tritt.
Denke, die Vorab-Distanzierung durch führende Linke ist jetzt nicht gerade ein Garant für eine glückliche PR-Kampagne.

Wie du vielleicht weißt, können sich Politiker auch beschädigen. Manchmal ziehen sie dann die Konsequenzen daraus.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Selina » So 19. Aug 2018, 18:15

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Aug 2018, 17:07)

Sofern Sahra nicht zuvor zurück tritt.
Denke, die Vorab-Distanzierung durch führende Linke ist jetzt nicht gerade ein Garant für eine glückliche PR-Kampagne.

Wie du vielleicht weißt, können sich Politiker auch beschädigen. Manchmal ziehen sie dann die Konsequenzen daraus.


Klingt fast so, als hättest du Mitleid :D Übrigens wollen ja paar liberale Wissenschaftler auch ne "Sammelbewegung" gründen. Wär vielleicht eher was für dich ;)

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