Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

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Orbiter1
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Orbiter1 » Mi 25. Jul 2018, 11:53

ThorsHamar hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:46)

Bei den "etlichen Ossis" liegt die Problematik anders, denn es sind ja offenbar nicht alle freiwillig hier.
Warum gehen die dann nicht einfach woanders hin?
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 25. Jul 2018, 11:54

JFK hat geschrieben:(24 Jul 2018, 18:37)

Würzburg, Augsburg, München, Nürnberg, Rosenheim also das
Gesmmte Urbane Leben in Bayerm ist Liberal und Weltoffen.


Augsburg :? Das bezweifele ich. Habe dort 12 Jahre gelebt!
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Orbiter1
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Orbiter1 » Mi 25. Jul 2018, 12:00

ThorsHamar hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:46)

"NUR" ist mir zuviel. Natürlich liegt es auch, meinetwegen zu grossen Teilen, an der aufnehmenden Gesellschaft. Das kannst Du in jedem Bergdorf beobachten.
Aber die grundsätzliche "Bringepflicht", nämlich das Signalisieren der Bereitschaft, sich in die bestehende Gesellschaft integrieren zu wollen, sehe ich immer bei den Neuankömmlingen.
Da sind wir uns ja einig, das sehe ich auch so.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Keoma » Mi 25. Jul 2018, 12:07

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:51)

Das waere schlimm wenn es stimmt :D


Allerdings.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 25. Jul 2018, 12:17

JJazzGold hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:52)

Auch wenn ich Seehofer wählen würde? Oder wäre ich dann “gebashte Bayerin“? ;)

Eigentlich wollte ich auf die Frage hinaus, “Wer bin ich und wenn ja, wieviele?“

Anders herum gefragt, kann und darf ich nicht nur ich sein, sondern werde gezwungen für eine Gruppe zu stehen, mich für eine Gruppe zu entscheiden? Und das nicht aus mir heraus, sondern weil mich der externe Beobachter katalogisieren, etikettieren will, oder aus einem dubiosen Zwang heraus, den ich nicht nachvollziehen kann, muss?


Du wirst nicht mehr oder weniger "gezwungen", ertragen zu müssen, dass Gesellschaften eben nur mit Kategorisierungen und Katalogisierungen in und aus allen Richtungen funktionieren.
Du kannst dazu beitragen, in Deine Wunschkategorie eingetütet zu werden, abhängig von Deinen gesendeten Infos und abhängig von der Situation der Rezipienten. Ausserdem bist Du selbst auch ständig gezwungen, Andere zu kategorisieren und zu katalogisieren und weisst deshalb, wie emotional komplex und /oder rational kaltblütig Dein eigener Katalog über Andere entstand und entsteht, nicht? :cool:
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 25. Jul 2018, 12:18

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Jul 2018, 12:00)

Da sind wir uns ja einig, das sehe ich auch so.


Klingt vernünftig .... ;)
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 25. Jul 2018, 12:20

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:53)

Warum gehen die dann nicht einfach woanders hin?


Das ist ja jetzt so'ne Art Humor, oder? :dead:
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon JFK » Mi 25. Jul 2018, 12:28

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:54)

Augsburg :? Das bezweifele ich. Habe dort 12 Jahre gelebt!


Gerade Augsburg, ja unbedingt Augsburg.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon JJazzGold » Mi 25. Jul 2018, 12:40

[quote="ThorsHamar"](25 Jul 2018, 12:17)

Du wirst nicht mehr oder weniger "gezwungen", ertragen zu müssen, dass Gesellschaften eben nur mit Kategorisierungen und Katalogisierungen in und aus allen Richtungen funktionieren.
Du kannst dazu beitragen, in Deine Wunschkategorie eingetütet zu werden, abhängig von Deinen gesendeten Infos und abhängig von der Situation der Rezipienten. Ausserdem bist Du selbst auch ständig gezwungen, Andere zu kategorisieren und zu katalogisieren und weisst deshalb, wie emotional komplex und /oder rational kaltblütig Dein eigener Katalog über Andere entstand und entsteht, nicht? :cool:

Ich werde doch aber pausenlos von anderen eingetütet, ohne eigenes Zutun.

Für Blume bin ich Religionshasserin.
Für Think Twice schändliche Bewohnerin eines CSU regierten Bundeslandes.
Für irgendeinen User, den Namen habe ich vergessen, ein Weibchen, das politisch/gesellschaftlich seiner naturgegebenen gesteigerten Emotionalität ausgeliefert ist.
Für Keoma bedingt durch Weltoffenheit eine Verräterin am Vaterland.

Alles Stereotype, die mal eben so an mir festgemacht werden, weil ich deren Norm nicht entspreche und mich dieser z.B. im Fall Blume auch nicht unterordne.

Ich kann unsere Zuwanderer durchaus verstehen, wenn sie sich diesen diversen Tüten verweigern und weder als Deutsch-Türken, noch Türkisch-Deutsche, noch als Türken verstehen sollen müssen. Dass sich deutsche Auswanderer auch nicht zwangsläufig als Thailand-Deutsche, Deutsch-Thailänder oder nur Deutsche eintüten lassen wollen.

Ich war im Ausland die Bayerin, nicht die Deutsche, aber auch nur weil ich zu entsprechenden Festivitäten, ausgenommen Saudi Arabien und Iran, in einem der mitgenommenen Dirndl auftrat. Ansonsten war ich schlicht und ergreifend die Konzernvertreterin und/oder Bekannte, Freundin, mit der mamn offensichtlich gerne Umgang hatte. Das machte mich weder zur Omani, oder Äthiopierin, aber auch nicht explizit zur Deutschen.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Orbiter1 » Mi 25. Jul 2018, 12:45

ThorsHamar hat geschrieben:(25 Jul 2018, 12:20)

Das ist ja jetzt so'ne Art Humor, oder? :dead:
Na bevor die hier unfreiwillig ihr Dasein als Deutsche 2. Klasse (so fühlen sie sich ja wenn ich das richtig verstanden habe) fristen müssen wäre es doch sinnvoller das Land zu verlassen und woanders sein Glück zu suchen.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 25. Jul 2018, 13:04

JFK hat geschrieben:(25 Jul 2018, 12:28)

Gerade Augsburg, ja unbedingt Augsburg.


Spiessige und introvertierte Datschiburger :cool:
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Raul71 » Mi 25. Jul 2018, 13:19

Das passt in diesen Thread, aber sicher die Ausnahme. Wenn, dann aber richtig.
https://www.youtube.com/watch?v=KdYg_gwlUxI
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Keoma » Mi 25. Jul 2018, 13:26

JJazzGold hat geschrieben:(25 Jul 2018, 12:40)



Also, wie kommst du denn darauf, dass ich dich für eine Vaterlandsverräterin halte?
Ich wollt nur wissen, was du unter Weltoffenheit verstehst und was daran so toll ist.
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon JFK » Mi 25. Jul 2018, 13:29

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(25 Jul 2018, 13:04)

Spiessige und introvertierte Datschiburger :cool:


Und sogar diese finden in Augsburg eine Heimat, so weltoffen ist des :D
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 25. Jul 2018, 16:09

JJazzGold hat geschrieben:[url=http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=4259272#p4259272] (25 Jul 2018, 12:40)

Ich werde doch aber pausenlos von anderen eingetütet, ohne eigenes Zutun.


Ja, eben, Jazz. Das meinst ich doch mit " dass Gesellschaften eben nur mit Kategorisierungen und Katalogisierungen in und aus allen Richtungen funktionieren."

Du bist Frau, Bayerin, Europäerin, Weisse, Mutter, Tochter, Chefin, Untergebene usw....


Für Blume bin ich Religionshasserin.
Für Think Twice schändliche Bewohnerin eines CSU regierten Bundeslandes.
Für irgendeinen User, den Namen habe ich vergessen, ein Weibchen, das politisch/gesellschaftlich seiner naturgegebenen gesteigerten Emotionalität ausgeliefert ist.
Für Keoma bedingt durch Weltoffenheit eine Verräterin am Vaterland.


So what .... wer sich in Gesellschaft begibt, wird bewertet. Das IST SO ! :cool:
Sogar Eremiten beginnen irgendwann, wahrscheinlich schon grundlegend vorher, sich zu bewerten ....

Alles Stereotype, die mal eben so an mir festgemacht werden, weil ich deren Norm nicht entspreche und mich dieser z.B. im Fall Blume auch nicht unterordne.


Isso ....

Ich kann unsere Zuwanderer durchaus verstehen, wenn sie sich diesen diversen Tüten verweigern und weder als Deutsch-Türken, noch Türkisch-Deutsche, noch als Türken verstehen sollen müssen.


Das ist eben keine Einbahnstrasse! Man hört hier bei mir nie "'schbin Deutscha, Alda" ....

Dass sich deutsche Auswanderer auch nicht zwangsläufig als Thailand-Deutsche, Deutsch-Thailänder oder nur Deutsche eintüten lassen wollen.


Müssen sie ja auch nicht. Offenbar gibt es keine Probleme, die vergleichbar der Türkenproblematik in D sind ...

Ich war im Ausland die Bayerin, nicht die Deutsche, aber auch nur weil ich zu entsprechenden Festivitäten, ausgenommen Saudi Arabien und Iran, in einem der mitgenommenen Dirndl auftrat.


Logisch, Du hast Deine Tüte selbst dekoriert angeboten.
Genau so funktioniert das auch mit den Angeboten der Türken in Deutschland.

Ansonsten war ich schlicht und ergreifend die Konzernvertreterin und/oder Bekannte, Freundin, mit der mamn offensichtlich gerne Umgang hatte. Das machte mich weder zur Omani, oder Äthiopierin, aber auch nicht explizit zur Deutschen.


Ja, so ist das eben, wenn man sich auf das Menschsein konzentriert. In unserem momentanen Team sind eine Japanerin, je ein Kollege aus Benin, aus Mosambik, Serbien, Neuseeland, Russland und Finnland plus 3 Deutsche.
Unsere Not-Sprache ist english, aber alle versuchen, gut Deutsch zu sprechen, auch wir Deutschen.
Es gibt keine Sekunde, in welcher unsere Herkünfte überhaupt wichtig wären. Warum? Weil wir alle den gleichen Spirit haben, unsere Aufgaben zu lösen. Wir alle WOLLEN Gemeinsamkeit und stellen Ansprüche erst nach Check und Abgleich mit dem Gemeinwohl ...
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 25. Jul 2018, 17:09

Marmelada hat geschrieben:(25 Jul 2018, 09:15)

Ich bin nicht sicher, ob think twice die Sprecherin der Deutschtürken ist.

Auch wenn sie oft so tut, als ob, ist sie es natürlich nicht. Meine Replik gründete auf purer Aussagenlogik, da stand auch nichts davon, dass Deutschtürken mit dem Geweine aufhören sollen.

Eine Debatte, die sich nicht auf "Die sollen aufhören zu weinen und sich integrieren" beschränkt, sondern auch anerkennt, dass es Ausgrenzungstendenzen seitens der nicht-migrantischen Gesellschaft gibt.

Wird ja auch gemacht, zB, hier:
Tom Bombadil hat geschrieben:(23 Jul 2018, 18:24) Die Mehrheit können "kulturfremde Menschen" ja nur deswegen stellen, weil die Autochthonen wegziehen.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon think twice » Mi 25. Jul 2018, 17:25

ThorsHamar hat geschrieben:(25 Jul 2018, 16:09)

Offenbar gibt es keine Probleme, die vergleichbar der Türkenproblematik in D sind ...
.

Der war gut! :D

Seit 3 Jahren hört und liest man nur Flüchtlingskrise , Fluechtlingsproblematik, Fluechtlinge hier und Fluechtlinge da.

Nun hat Mesut Oezil mit einem Foto die Türken wieder auf Platz 1 katapultiert und es gibt kein größeres Problem als Türken! :D
Duldsamkeit heißt nicht, dass ich auch billige, was ich dulde.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon H2O » Mi 25. Jul 2018, 17:37

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Jul 2018, 12:45)

Na bevor die hier unfreiwillig ihr Dasein als Deutsche 2. Klasse (so fühlen sie sich ja wenn ich das richtig verstanden habe) fristen müssen wäre es doch sinnvoller das Land zu verlassen und woanders sein Glück zu suchen.


Das geschieht doch schon seit Jahren; im wesentlichen schon, weil türkischstämmige Deutsche in der aufstrebenden Wirtschaft der Türkei bessere Aufstiegsmöglichkeiten sehen... oder gesehen haben. Auf jeden Fall ging eine ganze Zeitlang die Zahl der Türken in D zurück, weil gut ausgebildete Fachkräfte "zu Hause" bessere Aufstiegsmöglichkeiten sahen. Ob das jetzt noch so ist, nachdem die türkische Wirtschaft weniger Investitionen anlocken kann, viele gebildete Türken als Verräter beschimpft das Land verlassen... schwer zu sagen. Unser "Flüchtlingsproblem" überlagert dieses Thema.

Man könnte der Türkei anbieten, daß sie ihre "Verräter" gegen darüber erhabene Deutschtürken austauscht. Dann haben beide Seiten etwas davon.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon sünnerklaas » Mi 25. Jul 2018, 17:39

Marmelada hat geschrieben:(25 Jul 2018, 09:15)

Das trifft die Lage sehr gut. Eine Debatte, die sich nicht auf "Die sollen aufhören zu weinen und sich integrieren" beschränkt, sondern auch anerkennt, dass es Ausgrenzungstendenzen seitens der nicht-migrantischen Gesellschaft gibt.


Interessanterweise gibt es ähnlich starke Vorbehalte gegen Russlanddeutsche und im Westen auch gegen Ostdeutsche (in dem Fall auch umgekehrt). Es gibt sehr viele Bruchstellen in der Gesellschaft...
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon sünnerklaas » Mi 25. Jul 2018, 17:43

H2O hat geschrieben:(25 Jul 2018, 17:37)

Das geschieht doch schon seit Jahren; im wesentlichen schon, weil türkischstämmige Deutsche in der aufstrebenden Wirtschaft der Türkei bessere Aufstiegsmöglichkeiten sehen... oder gesehen haben. Auf jeden Fall ging eine ganze Zeitlang die Zahl der Türken in D zurück, weil gut ausgebildete Fachkräfte "zu Hause" bessere Aufstiegsmöglichkeiten sahen. Ob das jetzt noch so ist, nachdem die türkische Wirtschaft weniger Investitionen anlocken kann, viele gebildete Türken als Verräter beschimpft das Land verlassen... schwer zu sagen. Unser "Flüchtlingsproblem" überlagert dieses Thema.

Man könnte der Türkei anbieten, daß sie ihre "Verräter" gegen darüber erhabene Deutschtürken austauscht. Dann haben beide Seiten etwas davon.


Wer als türkischstämmiger in die Türkei geht, wird dort als "Deutschländer" beschimpft.
Dass Fachkräfte und Akademiker die Türkei verlassen, ist angesichts der sich abzeichnenden schweren Wirtschaftskrise in der Türkei durchaus im Sinne der türkischen Regierung. Die kann dann hoffen, dass diese Leute regelmässig hohe Beträge in harter Valuta an die Verwandten in die Türkei überweisen. Dadurch ist die türkische Regierung einigermaßen flüssig, gleichzeit fließt das in die Außenhandelsbilanz ein.

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