Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

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imp
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon imp » Do 25. Jul 2019, 06:37

watisdatdenn? hat geschrieben:(25 Jul 2019, 03:02)

In einem Welt Artikel wird beschrieben, dass sich für ein Flüchtlingsprogramm mit Patenschaft kaum Paten finden lassen:

https://www.welt.de/politik/deutschland ... etten.html

Persönlich verstehe ich das nicht.
Woran liegt das?

Wenn ich überzeugt davon wäre, dass es gut wäre Flüchtlinge aufzunehmen, würde ich mich ganz selbstverständlich auch privat z.B. durch eine Patenschaft darum kümmern, eben gerade auch um mit meinem privaten Interesse/Überzeugung nicht die Allgemeinheit zu belasten.

Nun bin ich gerade vom Gegenteil überzeugt und sehe große vielfältige Probleme bei der Aufnahme kulturfremder Flüchtlinge.

Es gibt aber ja auch sehr viele Menschen (auch hier im Forum) die überzeugt davon sind, dass das eine gute Sache ist.
Bei der enormen Masse an Befürwortern müssten sich doch mehr als nur 25 Paten Deutschlandweit finden lassen?
Warum ist das nicht der Fall?
Bei 87% nicht-AfD Wählern ist das Potential doch riesig?

Wie gesagt: ich wäre selbst einer, wenn ich es für eine gute Idee halten würde (was ich aber absolut nicht tue).

Steht im Artikel
- Es riecht nach Kirche
- Es gibt kaum Werbung für das Programm
- Es gibt hohe Auflagen
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon Bremer » Do 25. Jul 2019, 06:38

watisdatdenn? hat geschrieben:(25 Jul 2019, 06:28)

Achso. Da hatte ich sie bisher falsch verstanden.
Ok. Dann haben sie aus meiner Sicht natürlich auch keine dementsprechende moralische Verpflichtung.

(p.s: Warum haben sie kein Geld? Sind Sie noch jung oder ungebildet? Oder beides? Sie müssen nicht antworten. Oder per PN)

Ich bin ein kleiner Kaufmann mit nicht einmal 2000 Euro netto. Wie um Himmels willen soll ich einem Flüchtling Wohnung und Unterhalt finanzieren? Sie dürfen mich aber gern finanziell unterstützen, wenn es Ihnen finanziell besser geht. Ich bin auch garantiert kein Moslem. :)
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon Senexx » Do 25. Jul 2019, 06:40

watisdatdenn? hat geschrieben:(25 Jul 2019, 03:02)

In einem Welt Artikel wird beschrieben, dass sich für ein Flüchtlingsprogramm mit Patenschaft kaum Paten finden lassen:

https://www.welt.de/politik/deutschland ... etten.html

Persönlich verstehe ich das nicht.
Woran liegt das?

Wenn ich überzeugt davon wäre, dass es gut wäre Flüchtlinge aufzunehmen, würde ich mich ganz selbstverständlich auch privat z.B. durch eine Patenschaft darum kümmern, eben gerade auch um mit meinem privaten Interesse/Überzeugung nicht die Allgemeinheit zu belasten.


Eine Sache gut finden, bedeutet doch längst nicht, dafür Opfer zu bringen.

Es ist doch viel besser, dafür zu plädieren, dass andere diese Opfer erbringen.

Was umso leichter fällt, je besser es gelingt, die vertretene Sache als höchst moralisch erscheinen zu lassen. Dann finden sich eher Freiwillige oder man kann die anderen auferlegten Opfer einfacher rechtfertigen und Widerstand oder uneinsichtiges Gemaule im Keim ersticken.
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon watisdatdenn? » Do 25. Jul 2019, 06:45

Bremer hat geschrieben:(25 Jul 2019, 06:31)
Sehen Sie, ich ärgere mich auch darüber, dass der Staat seit Jahren regelmäßig meine Steuergelder verschwendet, um dämliche Pedida-Demos samt ihres kulturfremden Anhanges mit riesigen Polizeiaufgebot zu schützen.

Ja da ärgere ich mich auch darüber.
In einer zivilisierten Gesellschaft bräuchte es da keine Polizei, sondern man könnte auch ohne Polizei angemeldet friedlich demonstrieren.

Ich war mal bei einer Pegida Demo in München. Die Polizei war teilweise leider bitter nötig.. Und zwar nicht wegen den Pegida Anhängern..
Zuletzt geändert von watisdatdenn? am Do 25. Jul 2019, 06:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon Senexx » Do 25. Jul 2019, 06:46

Bremer hat geschrieben:(25 Jul 2019, 06:38)

Ich bin ein kleiner Kaufmann mit nicht einmal 2000 Euro netto. Wie um Himmels willen soll ich einem Flüchtling Wohnung und Unterhalt finanzieren? Sie dürfen mich aber gern finanziell unterstützen, wenn es Ihnen finanziell besser geht. Ich bin auch garantiert kein Moslem. :)

Dieses traurige Schicksal rührt mich zu Tränen.

Tränenblind bin ich derzeit nicht in der Lage, in meine Tasche zu greifen und Geld herauszufischen.

Sie dürfen mir aber einstweilen schon einmal Ihre Kontodaten schicken, damit ich, sobald ich die Contenance wiedergefunden habe, geschwind mit einer der Höhe nach angemessenen Überweisung aushelfen kann.
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon Adam Smith » Do 25. Jul 2019, 06:48

watisdatdenn? hat geschrieben:(25 Jul 2019, 03:20)

Liegt es vielleicht daran, dass an die Überzeugung dass es gut sei Flüchtlinge aufzunehmen fast immer auch die Überzeugung gekoppelt ist, dass das die Aufgabe des Staates (also anderer Menschen) ist?

Ich verstehe es nicht.

Der Staat ist in deren Augen allmächtig. Leider nicht der Staat in den Herkunftsländern oder in anderen Ländern ausserhalb der EU. Abgesehen von den USA. Dieser Staat kann ja auch alles.
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon Wähler » Do 25. Jul 2019, 06:50

watisdatdenn? hat geschrieben:(25 Jul 2019, 05:59)
Wenn es sie beruhigt ich habe tatsächlich vor kurzem jemanden in einer akuten (Wohnungs-)Notsituation geholfen und bei mir für eine begrenzte Zeit wohnen lassen. Unentgeltlich.
Und der Mann hatte sogar noch einen nicht-europäischen Migrationshintergrund (war aber gebildet und kein Moslem).

Bin als Sozialpate in einem Kinderheim engagiert, allerdings nicht bei einem Flüchtling, sondern bei einem hier in Deutschland geborenen Waisen mit ägyptischen Migrationshintergrund. Hat sich einfach so zufällig ergeben.
Meine Motive sind eher persönlicher Art und daher halte ich die Vermengung der individuellen Bereitschaft zum Ehrenamt mit der politischen Frage der Integration von Flüchtlingen für nicht sinnvoll.
Wenn die Mehrheit Flüchtlinge integrieren will und das im politischen Willensbildungsprozess zum Ausdruck bringt, ist das eine Aufgabe für Profis, die in der Regel in öffentlichen Einrichtungen arbeiten. Ein Streit um die dabei entstehenden Kosten gehört dann wieder auf die politische Tagesordnung.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon imp » Do 25. Jul 2019, 06:53

Bremer hat geschrieben:(25 Jul 2019, 06:38)

Ich bin ein kleiner Kaufmann mit nicht einmal 2000 Euro netto. Wie um Himmels willen soll ich einem Flüchtling Wohnung und Unterhalt finanzieren? Sie dürfen mich aber gern finanziell unterstützen, wenn es Ihnen finanziell besser geht. Ich bin auch garantiert kein Moslem. :)

Ich sehe das eigentlich als Staatsaufgabe an, Wohnraum für Hilfsbedürftige im Land bereitzustellen oder zu bezahlen. Ob nun Obdachlose, Kleinrentner, kinderreiche Familien mit geringem Einkommen, Chronisch Kranke ... oder auch Flüchtlinge, die keine eigenen Mittel vorweisen können. Hier wurde wieder mal ein Programm möglichst nachteilig ausgestaltet.
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon Bremer » Do 25. Jul 2019, 07:01

imp hat geschrieben:(25 Jul 2019, 06:53)

Ich sehe das eigentlich als Staatsaufgabe an, Wohnraum für Hilfsbedürftige im Land bereitzustellen oder zu bezahlen. Ob nun Obdachlose, Kleinrentner, kinderreiche Familien mit geringem Einkommen, Chronisch Kranke ... oder auch Flüchtlinge, die keine eigenen Mittel vorweisen können. Hier wurde wieder mal ein Programm möglichst nachteilig ausgestaltet.

Erstens sehe ich die Versorgung von Bedürftigen auch als Staatsaufgabe an und zweitens können wir uns alle nicht aussuchen, wofür wir Steuern zahlen. Ich finanziere zum Beispiel eine rechtsradikale Partei samt ihrer Schreihälse im Bundestag mit, da wird mir ganz übel. Aber kann ich es ändern? Nein.
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon watisdatdenn? » Do 25. Jul 2019, 07:08

imp hat geschrieben:(25 Jul 2019, 06:53)
Ich sehe das eigentlich als Staatsaufgabe an, Wohnraum für Hilfsbedürftige im Land bereitzustellen oder zu bezahlen. Ob nun Obdachlose, Kleinrentner, kinderreiche Familien mit geringem Einkommen, Chronisch Kranke ... oder auch Flüchtlinge, die keine eigenen Mittel vorweisen können.

Ich sehe es als Staatsaufgabe für einheimische (wobei eine Lockerung der Bauvorschriften und Ausweisung von Bauland deutlich effektiver für günstigeren Wohnraum sorgen würde).
Und zwar mit Hilfe von Instrumenten wie der abgeschafften "Eigenheimzulage" etc..

Ich sehe es nicht als Staatsaufgabe für Menschen aus aller Welt Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Zuletzt geändert von watisdatdenn? am Do 25. Jul 2019, 07:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon Senexx » Do 25. Jul 2019, 07:08

Erste Staatsaufgabe ist es "den Nutzen des deutschen Volkes zu mehren..", wie es in der Eidesformel so schön heißt.

Die Versorgung von Flüchtlingen mehrt diesen Nutzen nicht. Sie ist häufig eine unausweichliche Sache. Aber aus der Verpflichtung der Amtsträger, den Nutzen des deutschen Volkes zu mehren, ergibt sich deren Aufgabe, die Zahl der Flüchtlinge zu beschränken und als alsbaldig zu reduzieren.
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon Billie Holiday » Do 25. Jul 2019, 07:08

Nun, ich sehe den Staat in der Verpflichtung, meine Steuergelder gut einzusetzen.
Mir fehlen Energie und die Muße, mich um die Voraussetzungen zu kümmern. Mein Gehalt erlaubt auch keinen zweiten kompletten Lebensunterhalt.
Ab und zu sehe ich beim Einkaufen eine Flüchtlingsfrau mit einem sehr plietschen, niedlichen kleinen Jungen. Sie spricht kein Deutsch, der Junge -vielleicht 5 oder 6- hilft seiner Mutter und spricht fremde Menschen an. So mich im Bus, ob dieser zum Bahnhof fährt. Dieser Junge wäre für mich ein echter Kandidat für eine Unterstützung, wenigstens Taschengeld oder Bezahlen des Sportvereins oder so. Der Junge strahlt die Leute an, ich mag ihn sehr.

Will sagen, eine Patenschaft für Fremde ist für mich unattraktiv, ich müßte die Person kennen und sympathisch finden. Ist so, ich bin kein Engel. Dass ich nichts tue, ist Trägheit geschuldet, mangelndem finanziellen Spielraum und tausend anderen Dingen im Kopf, die mir wichtiger sind.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon Selina » Do 25. Jul 2019, 07:20

Bremer hat geschrieben:(25 Jul 2019, 07:01)

Erstens sehe ich die Versorgung von Bedürftigen auch als Staatsaufgabe an und zweitens können wir uns alle nicht aussuchen, wofür wir Steuern zahlen. Ich finanziere zum Beispiel eine rechtsradikale Partei samt ihrer Schreihälse im Bundestag mit, da wird mir ganz übel. Aber kann ich es ändern? Nein.


So ist es. Und das sind beträchtliche Summen, die wir Steuerzahler denen in den Rachen schmeißen. Und das dafür, dass die Typen weiter öffentlich solche Dinge sagen können wie das hier.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon Senexx » Do 25. Jul 2019, 07:26

Selina hat geschrieben:(25 Jul 2019, 07:20)

So ist es. Und das sind beträchtliche Summen, die wir Steuerzahler denen in den Rachen schmeißen. Und das dafür, dass die Typen weiter öffentlich solche Dinge sagen können wie das hier.


Die Abgeordneten kosten gerade mal 80 Millionen, das sind also 8 Millionen für die AfD. Das ist garnichts, verglichen mit den 55 Milliarden, die jedes Jahr den Flüchtlingen "in den Rachen geworfen" (Selina (C)) werden.

Immer schön bei der Wahrheit und der Verhältnismäßigkeit beiben. Keine weiteren alteernativen Fakten, bitte.
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon watisdatdenn? » Do 25. Jul 2019, 07:30

Auch hier scheint es eine überraschende direkte Korrelation (bis auf "Wähler") zwischen der Position "mehr Flüchtlinge" und "der Staat soll sich um vieles kümmern" zu geben.

Ich kann das sogar bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Wenn ich der Meinung wäre dass der Staat für vieles zuständig und verantwortlich wäre, würde es mir auch leichter fallen Forderungen zu stellen, die ich selbst nicht zu erfüllen bereit wäre..

So stelle ich mir bei einer Forderung an den Staat immer die Frage "wärst du bereit auch persönlich etwas dafür zu leisten" und wenn sie Antwort "ja" ist (wie bei Bildung, Infrastruktur, Militär, Museen, keine obdachlose etc.) stelle ich diese Forderung.

Wenn die Antwort "nein" ist, käme ich gar nicht auf die Idee vom Staat etwas zu fordern zu dessen Leistung ich selbst nicht bereit wäre..
Denn der Staat sind in einer Demokratie wir alle!
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon Keoma » Do 25. Jul 2019, 07:30

Selina hat geschrieben:(25 Jul 2019, 07:20)

So ist es. Und das sind beträchtliche Summen, die wir Steuerzahler denen in den Rachen schmeißen. Und das dafür, dass die Typen weiter öffentlich solche Dinge sagen können wie das hier.


Hm.
Parteienfinanzierung gehört zur Demokratie, die anscheinend dann aufhört, wenn die Wähler "falsch" wählen.
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
Daniel Patrick Moynihan
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon VaterMutterKind » Do 25. Jul 2019, 07:31

Wer bindet sich schon so einen Klotz ans Bein?
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon imp » Do 25. Jul 2019, 07:36

watisdatdenn? hat geschrieben:(25 Jul 2019, 07:08)

Ich sehe es als Staatsaufgabe für einheimische (wobei eine Lockerung der Bauvorschriften und Ausweisung von Bauland deutlich effektiver für günstigeren Wohnraum sorgen würde).

Das wäre kontraproduktiv. In vielen Großstädten hat man schon die Flutrinnen und Ufer als Bauland ausgewiesen. Da wohnen zwar keine vorher wohnungslosen Geringverdiener, dafür kommt alle paar Jahre mal das Wasser zu Besuch. In den Kleinstädten fehlt dagegen teilweise durch übermäßig ausgewiesene Neubauflächen der Anreiz zur Modernisierung und Pflege des Bestandes. Der Stadtkern veraltet und verödet so. Nicht mehr zeitgemäße Zuschnitte, veraltete und fehlende Komfortmerkmale, häufig sogar durch schlechte Wartung echte Mängel. Das führt aber etwas vom Thema Unterbringung von Flüchtlingen weg - grundsätzlich ist es so, dass jeder mit legitimem Aufenthalt in Deutschland auch an der Grundsicherung partizipiert. Die Ausnahme sind Arbeitsvisa sowie Tourismus, weil hier die Einreise aus Nicht-EU-Ländern in der Regel voraussetzt, dass man glaubhaft den eigenen Unterhalt für die Zeit des Aufenthaltes darlegt.

Ich sehe es nicht als Staatsaufgabe für Menschen aus aller Welt Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Es geht beim Resettlement um 500 Personen im Jahr. Gemessen daran, dass zuletzt 1,2 Millionen Deutschland verließen (darunter nur 250.000 Deutsche) und 1,6 Millionen - darunter auch 200.000 ausgewanderte Deutsche - neu ins Land kamen, ein sehr geringer Faktor. Es wäre billiger gewesen, für das Resettlement kein spezielles Programm aufzulegen und die Leute einfach aufzunehmen unter analogen Bedingungen zu anderen einkommenden Gruppen.
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon Bremer » Do 25. Jul 2019, 08:00

Senexx hat geschrieben:(25 Jul 2019, 07:26)

Die Abgeordneten kosten gerade mal 80 Millionen, das sind also 8 Millionen für die AfD. Das ist garnichts, verglichen mit den 55 Milliarden, die jedes Jahr den Flüchtlingen "in den Rachen geworfen" (Selina (C)) werden.

Immer schön bei der Wahrheit und der Verhältnismäßigkeit beiben. Keine weiteren alteernativen Fakten, bitte.

Jeder Cent, der rechtsradikalen Dumpfbacken in den Rachen geworfen wird, ist ein Cent zuviel. Ich möchte Ihnen jetzt auch nicht unterstellen, dass Sie rechtsradikale Dumpfbacken mit Flüchtlingen auf eine Stufe stellen, ich weise Sie allerdings darauf hin, dass es für manchen Mitbürger so aussehen könnte.
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Re: Kaum Paten für neue Flüchtlinge

Beitragvon Bremer » Do 25. Jul 2019, 08:01

Keoma hat geschrieben:(25 Jul 2019, 07:30)

Hm.
Parteienfinanzierung gehört zur Demokratie, die anscheinend dann aufhört, wenn die Wähler "falsch" wählen.

Ich darf ja wohl auch mal mitjammern!

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