Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

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Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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Klopfer
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Klopfer » Fr 15. Feb 2019, 09:29

Gruwe hat geschrieben:(13 Feb 2019, 12:47)

Du scheinst es ja durchaus mit dem Interpretieren zu haben?

Nein, ich bin auch nicht dafür, das Geld vom Soli in die Rentenkasse zu stecken. Meine Aussage war in der Hinsicht zu verstehen, dass ich nicht unbedingt auf die Abschaffung des Soli poche. Von mir aus kann dieser gerne erhalten bleiben, so lange er sinnvoll eingesetzt wird. Hierunter verstehe ich nicht, dies an irgendwelche Rentner zu verteilen, sondern lieber in Investitionen zu stecken, etwa in die Bildung, Forschung, o.ä.

Dann also doch vieleicht eine FTA-Steuer oder eine Erbschaftssteuer die den Namen verdient oder eine Vermögenssteuer um die Kosten zu decken. Auch gut. :)
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franktoast
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon franktoast » Fr 15. Feb 2019, 09:32

Klopfer hat geschrieben:(14 Feb 2019, 18:40)

So so, kann das jeder? Worauf gründet deine Aussage? Hast du dafür Belege, Studien, Berichte? Oder ist das nur deine vollkommen unerhebliche und unmassgebliche Meinung.
Letzteres darfst du zwar äusser entbehrt aber anscheinend jeglicher glaubwürdigen Grundlage. Von daher....vollkommen für den Arsch. :cool:

Wäre es dir lieber, wenn man die Rentenbeiträge um 100€ erhöht?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Klopfer
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Klopfer » Fr 15. Feb 2019, 09:33

Gruwe hat geschrieben:(13 Feb 2019, 14:27)

Kann man ja durchaus machen, bringt halt eben nix zusätzlich für die Rentner, solange das Äquivalenzprinzip gilt.

Beim Schweizer Modell muss einem aber auch ganz klar bewusst sein, dass dort eben über das Rentensystem umverteilt wird. Bei uns geschieht dies über das Steuersystem und etwa die Krankenversicherung. Nur die Vorteile raussuchen, sprich Rosinenpickerei, is nicht!

Ähh wo genau wird über die Krankenversicherung umverteilt? Ausser man nennt alle Versicherungsleistungen Umverteilung. Wo genau haben privat Versicherte mit einer versicherungsfremden Umverteilung zu tun?
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Klopfer » Fr 15. Feb 2019, 09:36

franktoast hat geschrieben:(15 Feb 2019, 09:32)

Wäre es dir lieber, wenn man die Rentenbeiträge um 100€ erhöht?

Die Frage ist nicht was mir lieber wäre sondern woher du die dreiste Behauptung nimmst jeder könne monatlich 100€ für seinen Ruhestand absparen?
Man bekommt von dir einfach keine Antworten. Nur Ausweichfragen, äusserst schwach, keine Diskussionsgrundlage.
An einer weitergehenden Diskussion mit dir habe ich übrigens kein Interesse, aber vielleicht kannst du ganz einfach mal meine Frage beantworten.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Gruwe » Fr 15. Feb 2019, 10:19

Klopfer hat geschrieben:(15 Feb 2019, 09:33)

Ähh wo genau wird über die Krankenversicherung umverteilt? Ausser man nennt alle Versicherungsleistungen Umverteilung. Wo genau haben privat Versicherte mit einer versicherungsfremden Umverteilung zu tun?


Natürlich!
Die Krankenversicherung in Deutschland funktioniert nach dem Solidarprinzip, d.h. jeder zahlt die Beiträge nach seiner Leistungsfähigkeit und es findet etwa keine Risikobewertung (wie es z.B. dann passiert, wenn du bspw. eine Berufsunfähigkeits- oder Kfz-Haftpflicht-Versicherung abschließen möchtest) statt. Sowas ist nichts anderes
als eine Umverteilung. In der Schweiz ist das anders: https://www.ess-europe.de/krankenversicherung-schweiz/
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Gruwe » Fr 15. Feb 2019, 10:22

Klopfer hat geschrieben:(15 Feb 2019, 09:29)

Dann also doch vieleicht eine FTA-Steuer oder eine Erbschaftssteuer die den Namen verdient oder eine Vermögenssteuer um die Kosten zu decken. Auch gut. :)


Nö und nö!

Mir konnte immer noch Niemand erklären, wieso eine Vermögenssteuer gerecht sein sollte?

Beispiel:

Zwei Menschen verdienen über ihr Leben hinweg stets das gleiche Einkommen. Der eine gibt einen großen Teil seines Einkommens aus, der andere spart dagegen deutlich mehr bzw. legt sein Geld an. Der zweite hat am Ende ein deutlich höheres Vermögen als der andere, obwohl beide genau gleiche Voraussetzungen hatten. Wieso sollte ich den einen bestrafen und ihm dann von seinem Vermögen wieder was wegholen?
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon franktoast » Fr 15. Feb 2019, 10:33

Wähler hat geschrieben:(15 Feb 2019, 07:34)
Mir scheint es wichtig festzuhalten, dass 10% der Arbeitnehmer in Vollzeit zu Niedriglöhnen arbeiten

Steht wo?

und mit großer Wahrscheinlichkeit eine Rente unterhalb der Grundsicherung erwirtschaften werden.

Also ich hab auch mal einen Niedriglohn erhalten, bekomme aber sicherlich eine Rente über der Grundsicherung. Meine Frau hat aktuell einen Niedriglohn und bekommt auch eine Grundsicherung (wegen mir). Beantworte mir doch eine einfache Frage: Ist die Rente von einem der 45 erwerbsfähigen Jahre abhängig, oder von allen 45?

Deine Statistiken beziehen sich immer auf einen Zeitpunkt und auf die Person. Ob es im Alter Grundsicherung gibt, hängt ab von einen Zeitraum und Haushalt.

Man kann das übrigens auch anders herum sehen. Jemand, der zB. im Kohlewerk aktuell einen guten Job hat, der könnte im Alter eventuell trotzdem nur Grundsicherung bekommen, wenn die bald die Langzeitarbeitslosigkeit droht.

So so, kann das jeder? Worauf gründet deine Aussage? Hast du dafür Belege, Studien, Berichte? Oder ist das nur deine vollkommen unerhebliche und unmassgebliche Meinung.
Letzteres darfst du zwar äusser entbehrt aber anscheinend jeglicher glaubwürdigen Grundlage. Von daher....vollkommen für den Arsch. :cool:

Ok, es gründet daher, dass es Menschen auf der Welt gibt, die nur einen Bruchteil von Hartz4 haben und trotzdem zurecht kommen. Also relativ zu unsren Preisen. Wie kann jemand in Afrika mit 100€ im Monat Geld auf die Seite legen, aber in Deutschland jemand mit 1000€ nicht? Und ja, in Afrika sind Dinge günstiger, aber recht viel günstiger als bei unsren Aldis ist es dort auch nicht.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Wähler » Fr 15. Feb 2019, 10:49

Wähler hat geschrieben:(15 Feb 2019, 07:34)
Mir scheint es wichtig festzuhalten, dass 10% der Arbeitnehmer in Vollzeit zu Niedriglöhnen arbeiten und mit großer Wahrscheinlichkeit eine Rente unterhalb der Grundsicherung erwirtschaften werden. Es gibt nun 3 Möglichkeiten: Private Altersvorsorge zusätzlich, aus dem Nettolohn des Niedriglöhners finanziert, deutlch höhere Mindestlöhne oder Aufstockung aus Steuermitteln mit oder ohne Bedarfsprüfung.
Schau Dir einmal die Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland an:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/servic ... 31931.html
(Auf Button Einkommen klicken)
Das müssen dann schon mindestens 2 oder 3 Minijobs pro Person sein. Die Vermögenswerte beziehen sich auf den Haushalt, der auch aus mehr als einer Person bestehen kann. 40% aller Haushalte sind übrigens Single-Haushalte. Die Angaben stammen aus dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes, das dafür bei einer repräsentativen Personengruppe diese Zahlen abgefragt hat. Bessere Daten als den Mikrozensus wirst Du für Deutschland nicht finden.
https://www.miese-jobs.de/chroniken/2018/15-08-18/
"4,17 Mio. Vollzeitkräfte haben 2017 zu Niedriglöhnen gearbeitet "
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 58777.html
Die 18,5% zwischen 900 und 1300 Euro Nettolohn bezieht sich auf Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigte. Aus der Grafik über Vollzeitarbeitnehmer im April 2014 kannst Du ersehen und abschätzen, wieviel Vollzeitbeschäftigte sich über die Niedriglöhner bis zu einem Bruttoeinkommen von 2100 Euro verteilen. Man muss es sich ein bißchen zusammenbasteln, weil es maßgeschneiderte Statistiken nicht gibt.

franktoast hat geschrieben:(15 Feb 2019, 10:33)
Steht wo?
Deine Statistiken beziehen sich immer auf einen Zeitpunkt und auf die Person. Ob es im Alter Grundsicherung gibt, hängt ab von einen Zeitraum und Haushalt.

https://www.miese-jobs.de/chroniken/2018/15-08-18/
"4,17 Mio. Vollzeitkräfte haben 2017 zu Niedriglöhnen gearbeitet"
Die Vermögensstatistik bezieht sich auf den Haushalt.
Dass vollzeitarbeitende Niedriglöhner es schwer haben werden, eine Rente über der Grundsicherung zu erwirtschaften, dürfte einleuchtend sein.
Da die Statistiken, die Du verlangst, von niemandem erstellt werden können, erübrigt sich eine empirische Diskussion über dieses Thema mit Dir.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon franktoast » Fr 15. Feb 2019, 11:47

Wähler hat geschrieben:(15 Feb 2019, 10:49)

https://www.miese-jobs.de/chroniken/2018/15-08-18/
"4,17 Mio. Vollzeitkräfte haben 2017 zu Niedriglöhnen gearbeitet"
Die Vermögensstatistik bezieht sich auf den Haushalt.
Dass vollzeitarbeitende Niedriglöhner es schwer haben werden, eine Rente über der Grundsicherung zu erwirtschaften, dürfte einleuchtend sein.
Da die Statistiken, die Du verlangst, von niemandem erstellt werden können, erübrigt sich eine empirische Diskussion über dieses Thema mit Dir.

Also erstmal ging es darum, welche Einkommen die Menschen haben. 10% der Vollzeitkräfte haben aktuell einen Niedriglohn. Ob ein heute 25 Jähriger Niedriglöhner in 10 Jahren immer noch einen Niedriglohn hat, weiß keiner. Ist nicht aus der Statistik ersichtbar. Ob dessen Frau viel mehr verdient, keine Ahnung. Steht nicht in der Statistik. Wie viele Niedriglöhner haben einen Nicht-Niedriglohnpartner? Hm.

Zum Vermögen:
Nehmen wir an, es gibt Udo, der ist Postbote. Er ist 60. Er hat 10 000€ Vermögen, aber stattliche gesetzliche Rente und Betriebsrente ermöglichen ihm 2000€ Nettorente.
Und nehmen wir an, es gibt Rolf. Er ist selbstständig. Er ist auch 60 und hat 500 000€ angespart. Er hat keinen Anspruch auf Rente, aber durch das Vermögen kommt er auch auf 2000€ Nettorente.

Wer ist reicher? Rolf hat statistisch gesehen 50mal mehr Vermögen.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Andreas50 » Fr 15. Feb 2019, 12:48

Ein Rentensystem ist nicht mit anderen Sozialsystemen zu vergleichen. Jemand der 60 ist hat das Recht auf einen Lebensabend in Wohlstand. Deshalb sollte jeder Rentner eine Grundrente von 4000.- Euro haben, egal wie sein Leben davor aussah. Es gibt so viele Lebensbiografien die vom Glück in der Wirtschaft abhängen, dass auf keinen Fall eine Rente nach Einkommen im Beruf bewertet werden kann.
"E. normaler Staat ist, die Regierung hat ihre eigene Bank, die Regierungsbank, die das Geld druckt das unter der Bevölkerung verteilt wird. E. falsches System ist, die Regierung leiht das Geld bei Banken.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Billie Holiday » Fr 15. Feb 2019, 12:54

Andreas50 hat geschrieben:(15 Feb 2019, 12:48)

Ein Rentensystem ist nicht mit anderen Sozialsystemen zu vergleichen. Jemand der 60 ist hat das Recht auf einen Lebensabend in Wohlstand. Deshalb sollte jeder Rentner eine Grundrente von 4000.- Euro haben, egal wie sein Leben davor aussah. Es gibt so viele Lebensbiografien die vom Glück in der Wirtschaft abhängen, dass auf keinen Fall eine Rente nach Einkommen im Beruf bewertet werden kann.


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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon relativ » Fr 15. Feb 2019, 12:59

Gruwe hat geschrieben:(15 Feb 2019, 10:22)

Nö und nö!

Mir konnte immer noch Niemand erklären, wieso eine Vermögenssteuer gerecht sein sollte?
Hm was ist den gerecht in einem Staat, der sich den sozialen Zusammenhalt auf die Fahnen geschrieben hat? War die Absenkung des Spitzensteuersatzes gerecht?

Beispiel:
Zwei Menschen verdienen über ihr Leben hinweg stets das gleiche Einkommen. Der eine gibt einen großen Teil seines Einkommens aus, der andere spart dagegen deutlich mehr bzw. legt sein Geld an. Der zweite hat am Ende ein deutlich höheres Vermögen als der andere, obwohl beide genau gleiche Voraussetzungen hatten. Wieso sollte ich den einen bestrafen und ihm dann von seinem Vermögen wieder was wegholen?

Schöne Fallbeispiele, die sollen jetzt das Große und Ganze abbilden, oder die mehrheitliche Realität dieses Sachverhaltes?

Nochmal in einen Sozialstaat wie unseren geht es nicht ums Bestrafen, sondern darum wie man den Erfolg unseres Systems so verteilt, daß jeder etwas davon hat (der eine logischerweise mehr der andere weniger) und der soziale Zusammenhalt erhalten bleibt. Dafür braucht man aber die Akzeptanz und das Gerechtigkeitsempfinden von min. 2/3 der Bevölkerung für unser System.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Moses » Fr 15. Feb 2019, 12:59

Andreas50 hat geschrieben:(15 Feb 2019, 12:48)

Ein Rentensystem ist nicht mit anderen Sozialsystemen zu vergleichen. Jemand der 60 ist hat das Recht auf einen Lebensabend in Wohlstand. Deshalb sollte jeder Rentner eine Grundrente von 4000.- Euro haben, egal wie sein Leben davor aussah. Es gibt so viele Lebensbiografien die vom Glück in der Wirtschaft abhängen, dass auf keinen Fall eine Rente nach Einkommen im Beruf bewertet werden kann.

Wie soll man denn bitte von 4.000,00 € Jahresrente ein Leben in Wohlstand führen?
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon relativ » Fr 15. Feb 2019, 13:03

Andreas50 hat geschrieben:(15 Feb 2019, 12:48)

Ein Rentensystem ist nicht mit anderen Sozialsystemen zu vergleichen. Jemand der 60 ist hat das Recht auf einen Lebensabend in Wohlstand. Deshalb sollte jeder Rentner eine Grundrente von 4000.- Euro haben, egal wie sein Leben davor aussah. Es gibt so viele Lebensbiografien die vom Glück in der Wirtschaft abhängen, dass auf keinen Fall eine Rente nach Einkommen im Beruf bewertet werden kann.

Der Satire Strang ist die Weinstube. ;)
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Andreas50 » Fr 15. Feb 2019, 13:11

Moses hat geschrieben:(15 Feb 2019, 12:59)

Wie soll man denn bitte von 4.000,00 € Jahresrente ein Leben in Wohlstand führen?

Monatlich.
"E. normaler Staat ist, die Regierung hat ihre eigene Bank, die Regierungsbank, die das Geld druckt das unter der Bevölkerung verteilt wird. E. falsches System ist, die Regierung leiht das Geld bei Banken.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Moses » Fr 15. Feb 2019, 13:22

Andreas50 hat geschrieben:(15 Feb 2019, 13:11)

Monatlich.

Oh, nun dass deinem Beitrag der Realitäsbezug fehlt hatte ich bei 4.000,00 € Jahresrente schon vermutet, aber monatlich?
Du hast das als Satire gemeint, stimmt's?
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Andreas50 » Fr 15. Feb 2019, 13:25

Moses hat geschrieben:(15 Feb 2019, 13:22)

Oh, nun dass deinem Beitrag der Realitäsbezug fehlt hatte ich bei 4.000,00 € Jahresrente schon vermutet, aber monatlich?
Du hast das als Satire gemeint, stimmt's?

Das ist mein voller Ernst. Hast Du den Satz nicht verstanden, "Ein Rentensystem ist nicht mit anderen Sozialsystemen zu vergleichen". Das sind Rentner die vielleicht noch 20 Jahre zu leben haben. In dieser Zeit sollte das möglich sein.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Moses » Fr 15. Feb 2019, 13:28

Andreas50 hat geschrieben:(15 Feb 2019, 13:25)

Das ist mein voller Ernst. Hast Du den Satz nicht verstanden, "Ein Rentensystem ist nicht mit anderen Sozialsystemen zu vergleichen". Das sind Rentner die vielleicht noch 20 Jahre zu leben haben. In dieser Zeit sollte das möglich sein.

OK, dann bringen wir das schnell hinter uns.

Du schreibst hier im Strang: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD
Wenn Dein Beitrag nicht als auflockernde Satire gemeint war, dann ist er Spam.
Such Dir dafür einen anderen Strang - oder eröffne einen (gern in der Weinstube)
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Wähler » Fr 15. Feb 2019, 15:19

Wähler hat geschrieben:(15 Feb 2019, 10:49)
https://www.miese-jobs.de/chroniken/2018/15-08-18/
"4,17 Mio. Vollzeitkräfte haben 2017 zu Niedriglöhnen gearbeitet"
Die Vermögensstatistik bezieht sich auf den Haushalt.
Dass vollzeitarbeitende Niedriglöhner es schwer haben werden, eine Rente über der Grundsicherung zu erwirtschaften, dürfte einleuchtend sein.
Da die Statistiken, die Du verlangst, von niemandem erstellt werden können, erübrigt sich eine empirische Diskussion über dieses Thema mit Dir.

franktoast hat geschrieben:(15 Feb 2019, 11:47)
Also erstmal ging es darum, welche Einkommen die Menschen haben. 10% der Vollzeitkräfte haben aktuell einen Niedriglohn. Ob ein heute 25 Jähriger Niedriglöhner in 10 Jahren immer noch einen Niedriglohn hat, weiß keiner. Ist nicht aus der Statistik ersichtbar. Ob dessen Frau viel mehr verdient, keine Ahnung. Steht nicht in der Statistik. Wie viele Niedriglöhner haben einen Nicht-Niedriglohnpartner? Hm.
Zum Vermögen:
Nehmen wir an, es gibt Udo, der ist Postbote. Er ist 60. Er hat 10 000€ Vermögen, aber stattliche gesetzliche Rente und Betriebsrente ermöglichen ihm 2000€ Nettorente.
Und nehmen wir an, es gibt Rolf. Er ist selbstständig. Er ist auch 60 und hat 500 000€ angespart. Er hat keinen Anspruch auf Rente, aber durch das Vermögen kommt er auch auf 2000€ Nettorente.
Wer ist reicher? Rolf hat statistisch gesehen 50mal mehr Vermögen.

Deine Einzelbeispiele haben leider keinen gemeinsamen Nenner mit offiziell erhobenen sozialempirischen Daten, auf Grundlage derer politische Entscheidungsprozesse zu einer Grundrente gemäß Koalitionsvertrag organisiert werden können. Die Zahl der Geringverdiener in Vollzeit wäre eine hinreichend große Gruppe für das sozialpolitische Instrument einer Grundrente. Eine Bedarfsprüfung könnte im Einzelfall auch alle individuellen Fragen wie Vermögen und Einkommen des Lebenspartners klären. Lassen wir also beide Heransgehensweisen einfach so stehen. ;)
Zuletzt geändert von Wähler am Fr 15. Feb 2019, 15:43, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Gruwe » Fr 15. Feb 2019, 15:27

relativ hat geschrieben:(15 Feb 2019, 12:59)

Hm was ist den gerecht in einem Staat, der sich den sozialen Zusammenhalt auf die Fahnen geschrieben hat? War die Absenkung des Spitzensteuersatzes gerecht?


Darauf kann es logischerweise keine Antwort geben!


Schöne Fallbeispiele, die sollen jetzt das Große und Ganze abbilden, oder die mehrheitliche Realität dieses Sachverhaltes?

Nochmal in einen Sozialstaat wie unseren geht es nicht ums Bestrafen, sondern darum wie man den Erfolg unseres Systems so verteilt, daß jeder etwas davon hat (der eine logischerweise mehr der andere weniger) und der soziale Zusammenhalt erhalten bleibt. Dafür braucht man aber die Akzeptanz und das Gerechtigkeitsempfinden von min. 2/3 der Bevölkerung für unser System.


Doch, genau das ist es aber!

Angenommen, beide angesprochenen Personen in meinem Beispiel verdienen 10 Mio. €. Dann hab ich absolut kein Problem, dass beide entsprechend hoch besteuert werden bei der Einkommensteuer. Nur warum sollte der eine nochmal zahlen müssen, nur weil er weniger davon ausgibt als der andere? Inwiefern sollte das gerecht sein?

Natürlich sind das jetzt die Extrembeispiele um das aufzuzeigen, damit es deutlich wird, was gemeint ist. Letzten Endes ist dieser Sachverhalt aber auch auf Leute in sämtlichen Einkommensklassen übertragbar!

Es ist sogar ganz ähnlich eines Aspektes in einer aktuellen Thematik:

Es wird und wurde der Tage in Bezug zur Grundrente ja darüber diskutiert, ob es gerecht ist, dass Jemand der 35 Jahre in Teilzeit gearbeitet hat nun plötzlich ebenso viel Rente haben soll, wie Jemand, der 35 Jahre Vollzeit gearbeitet hat. Oder es wird bemängelt, dass Jemand der vielleicht noch was gespart hat dies angerechnet bekommt, wohingehen der andere komplett ausgestockt wird, weil er garkeine Rücklagen gebildet hat. Genau das gleiche Thema!

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