Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

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Realist2014
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Realist2014 » So 30. Sep 2018, 14:03

Kölner1302 hat geschrieben:(30 Sep 2018, 14:00)

'

D

Lösungen wurden schon angesprochen:

1.Einzahlungen aus Steuermitteln in die Rentenversicherung


haben wir bereits. Ein "Mehr" wäre Generationenungerechtigkeit

2. Lebenshaltungskosten der Rentner, insbesondere Unterkunftskosten begrenzen


Wie soll das gehen? Der Mietspiegel begrenzt das ja schon


2.1 durch Umzug aufs Land / Zuzug vom Land in die Großstädte unatrraktiver machen
Letzteres war glaube ich Ihr eigenr Vorschlag


dazu kann man aber niemand zwingen
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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JJazzGold
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon JJazzGold » So 30. Sep 2018, 14:06

hallelujah hat geschrieben:(30 Sep 2018, 13:06)

Möglichkeiten gibt es viele. Zuerst sollten sich die selbsternannten Deutschlandretter aber mal schleunigst vom Gedanken verabschieden, man bräuchte nun DIE EINE Lösung. Die gibt es nicht. Jeder Mensch ist anders und hat andere Bedürfnisse. Da scheint der eigene Tellerrand einiger "Denker" hier aber einige Galaxien weit entfernt zu sein.
Was eine andere Möglichkeit unter vielen ist, sind Wohngemeinschaften älterer Menschen. Dann braucht die 4-Zimmer-Wohnung nicht aufgegeben zu werden, sondern füllt sie mit neuem Leben. Gibt inzwischen sogar Projekte, wo z.B. Studenten dort günstig wohnen können und ein wenig Alltagsunterstützung leisten. Finde ich großartig.

Ich bin sogar der Meinung, wir haben einen großartigen und sehr leistungsfähigen Staat. Wenn ich überlege, in welchem Umfang und auf welchem Niveau Forderungen an ihn gestellt werden... Die würden an einen schwachen Staat nicht gestellt... ;)


Wo du recht hast......
:thumbup:

Ich habe einen Pakt mit zwei Freundinnen geschlossen. Sollten wir zu einem Zeitpunkt x, hoffentlich in ferner Zukunft alle im Alter, wir betrachten uns jetzt noch nicht als alt ;), alleinstehend sein, dann ziehen sie hier zu mir ins Haus. Aus dem einfachen Grund, dass es das größte ist und altersgerecht am besten liegt, sozusagen Golden Girls 2.0. Nicht, dass die Männer widersprochen hätten, ganz im Gegeteil bekundete einer, das würde ihn der Sorge entheben, wie und wo seine Frau mit ihrer Rente prima über die Runden kommen würde. Denn das derzeit gemietete Haus kann sie sich dann nicht mehr leisten und Kinder, zu denen sie ziehen könnte, haben sie nicht.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon hallelujah » So 30. Sep 2018, 14:11

Kölner1302 hat geschrieben:(30 Sep 2018, 14:00)

'

Die angemessene Höhe der durchschnittlichen Rente muss deutlich über dem Sozialhilfeniveau liegen.
Der flaschensammelnde Rentner ist ein Indikator für Armut. Gerade der 100.000ste sollte nicht ignoriert werden...

Lösungen wurden schon angesprochen:

1.Einzahlungen aus Steuermitteln in die Rentenversicherung

2. Lebenshaltungskosten der Rentner, insbesondere Unterkunftskosten begrenzen

2.1 durch Umzug aufs Land / Zuzug vom Land in die Großstädte unatrraktiver machen
Letzteres war glaube ich Ihr eigenr Vorschlag




Ich antworte anders herum. Natürlich gönne und wünsche ich jedem Rentner ein zufriedenes und sorgenloses Leben.
Aber: mich erschleicht der konkrete Verdacht, Du forderst oder wünschst Dir eine Politik des Rundum-sorglos-Paket.
Wird aber nicht funktionieren. Je mehr Du jeden einzelnen Bürger aus der Selbstverantwortung entlässt und versuchst, für ihn ein angenehmes und entspanntes Leben zu organisieren, desto höher wird er für Dich die Messlatte legen. Du wirst der Sache nicht nachkommen KÖNNEN.

Also gilt es, irgendwo einen Kompromiss zu finden, mit dem alle Beteiligten leben können. Wobei die Wahrscheinlichkeit, daß ALLE mit dem Ergebnis zufrieden sind, recht gering sein wird.

Steuern wachsen auch nicht auf den Bäumen, auch die müssen erarbeitet werden.

Da jeder Bürger TEIL dieses Staates ist, sehe ich es somit auch als Mitwirkungspflicht jedes Einzelnen, nach seinen Möglichkeiten zu suchen, wie er sich das für ihn bestmögliche Lebensniveau erhalten kann. Dieser Aspekt kommt mir in allen diesen Diskussionen viel zu kurz. Der Staat kann nicht alles machen und er soll auch nicht alles machen. Natürlich hat er Verantwortung und muss auch politische Rahmenbedingungen setzen. Nur bin ich wieder an dem Punkt: es werden Forderungen von allen Seiten an den Staat gestellt, die dieser nicht erfüllen kann.
Gäbe es einen Gott, hätte er keine Religionen erschaffen.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon hallelujah » So 30. Sep 2018, 14:14

JJazzGold hat geschrieben:(30 Sep 2018, 14:06)

Wo du recht hast......
:thumbup:

Ich habe einen Pakt mit zwei Freundinnen geschlossen. Sollten wir zu einem Zeitpunkt x, hoffentlich in ferner Zukunft alle im Alter, wir betrachten uns jetzt noch nicht als alt ;), alleinstehend sein, dann ziehen sie hier zu mir ins Haus. Aus dem einfachen Grund, dass es das größte ist und altersgerecht am besten liegt, sozusagen Golden Girls 2.0. Nicht, dass die Männer widersprochen hätten, ganz im Gegeteil bekundete einer, das würde ihn der Sorge entheben, wie und wo seine Frau mit ihrer Rente prima über die Runden kommen würde. Denn das derzeit gemietete Haus kann sie sich dann nicht mehr leisten und Kinder, zu denen sie ziehen könnte, haben sie nicht.



Finde ich großartig, daß ihr euch rechtzeitig darüber Gedanken macht und einen Plan in der Schublade habt. Wie Dein Beispiel eindrucksvoll zeigt, es gibt Möglichkeiten, für die man den Staat gar nicht braucht :thumbup:
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon JJazzGold » So 30. Sep 2018, 14:19

Realist2014 hat geschrieben:(30 Sep 2018, 14:00)

Naja.

Schauen wir uns mal die Realität zum Beispiel in München an.

Da besteht natürlich bei den Vermietern der 4-Zimmer Wohnungen in der City bei Auszug der "Altmieter" mit den alten Mietverträgen das "große Interesse", diese Wohnung nun wesentlich teurer zu vermieten.....

Welche "Optionen" hat nun "die Politik" , dieses mit meinem Tauschbörsenvorschlag unter einen Hut zu bekommen?


Wenn ich vom Fall alleinstehende ältere Dame im vier Zimmer Altbau gegen vierköpfige Familie in zweieinhalb Zimmer Wohnung ausgehe, dann ist zumindest der Vermieter der zweiten Wohnung berechtigt mehr zu verlangen. Es müsste ergo keine verschärfte Mietpreisbremse her, sondern eine zeitlich limitierte Unterstützung à la E Auto oder eine anteilige Steuerbefreiung, egal ob bei Miete oder Grundsteuer, oder wir befreien die Rente generell von Steuern?
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Kölner1302 » So 30. Sep 2018, 14:26

hallelujah hat geschrieben:(30 Sep 2018, 14:11)

Ich antworte anders herum. Natürlich gönne und wünsche ich jedem Rentner ein zufriedenes und sorgenloses Leben.
Aber: mich erschleicht der konkrete Verdacht, Du forderst oder wünschst Dir eine Politik des Rundum-sorglos-Paket.
Wird aber nicht funktionieren. Je mehr Du jeden einzelnen Bürger aus der Selbstverantwortung entlässt und versuchst, für ihn ein angenehmes und entspanntes Leben zu organisieren, desto höher wird er für Dich die Messlatte legen. Du wirst der Sache nicht nachkommen KÖNNEN.

Also gilt es, irgendwo einen Kompromiss zu finden, mit dem alle Beteiligten leben können. Wobei die Wahrscheinlichkeit, daß ALLE mit dem Ergebnis zufrieden sind, recht gering sein wird.

Steuern wachsen auch nicht auf den Bäumen, auch die müssen erarbeitet werden.

Da jeder Bürger TEIL dieses Staates ist, sehe ich es somit auch als Mitwirkungspflicht jedes Einzelnen, nach seinen Möglichkeiten zu suchen, wie er sich das für ihn bestmögliche Lebensniveau erhalten kann. Dieser Aspekt kommt mir in allen diesen Diskussionen viel zu kurz. Der Staat kann nicht alles machen und er soll auch nicht alles machen. Natürlich hat er Verantwortung und muss auch politische Rahmenbedingungen setzen. Nur bin ich wieder an dem Punkt: es werden Forderungen von allen Seiten an den Staat gestellt, die dieser nicht erfüllen kann.


Ums kurz zu machen:
Die Oberschicht braucht den Staat nicht, denn sie hat eigene Mittel.
Nur die unteren Einkommensgruppen brauchen den Staat.
Daher kommt es zu dem Konflikt Arm gegen Reich: Steuereinsparen gegen staatliche Sozialvorsorge.

Ihr Ansatz geht jetzt in die Richtung, den Staat von seiner Verantwortung für die Daseinsvorsorge für die unteren Einkommensschichten zu befreien.

Dies ist also die Argumentation aus der Sicht der Besserverdienenden / der FDP- und teilweise der CDU - Wähler.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon hallelujah » So 30. Sep 2018, 14:35

Kölner1302 hat geschrieben:(30 Sep 2018, 14:26)



Ihr Ansatz geht jetzt in die Richtung, den Staat von seiner Verantwortung für die Daseinsvorsorge für die unteren Einkommensschichten zu befreien.

Dies ist also die Argumentation aus der Sicht der Besserverdienenden / der FDP- und teilweise der CDU - Wähler.




Völliger Käse. Auch die unteren Einkommensschichten haben Möglichkeiten und auch die Pflicht dazu, ihrer eigenen Verantwortung gerecht zu werden.
Ich bin dagegen, einen Rundum-sorglos-Vorsorgestaat zu erschaffen, in dem sich niemand mehr Gedanken über sein eigenes Leben und seine Zukunft machen muss.
Das hat mit "den Reichen" schon mal gar nichts zu tun.

Gerne kann und SOLL!! der Staat die Eigenverantwortung bzw. -initiative fördern. Ich könnte mir z.B. vorstellen, daß Bezieher niedriger Einkommen staatliche Förderung bekommen, wenn sie z.B. in ländlichen Gebieten brachliegenden Wohnraum kaufen und renovieren (mit Anteil Eigenleistung z.B.) möchten.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon H2O » So 30. Sep 2018, 18:26

Kölner1302 hat geschrieben:(30 Sep 2018, 10:52)

Na dann versuchen Sie mal in einer deutschen Großstadt eine Genossenschaftswohnung zu bekommen! Da können Sie aber warten bis sie schwarz werden, wenn es überhaupt Wartelisten gibt!


Wieder könnte ich mir vorstellen, daß das Genossenschaftswesen regional unterentwickelt ist oder mißbraucht wird. Vor 50 Jahren bin ich als junger Familienvater auch bitter enttäuscht worden. Da mußte man eine ganze Menge Geld einzahlen, und kam und kam nicht voran. Am Ende erfuhr ich, daß "die Politik" darüber entschied, wer endlich zum Zuge kommen sollte... vermutlich als einflußreicher Miteigentümer. Ich kam mir vor wie der Esel mit der Karotte vor der Nase. Dann habe ich diese Stadt endgültig verlassen... und das auch nie bereut!
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon H2O » So 30. Sep 2018, 19:11

JJazzGold hat geschrieben:(30 Sep 2018, 13:56)


Auch ein guter Gedankenansatz!
Es erstaunt mich immer wieder, wie viele sinnvolle, lösungsorientierte Gedanken hier im Forum bei sachlicher Diskussion zu finden sind und wie wenig davon in der jeweiligen Regierung zu finden ist.


Kann doch auch gar nicht so sein! Unsere Parlamentarier sind nach menschlichem Ermessen recht gut versorgt und behaust... ohne Neidgefühle einmal angenommen. Da entgeht dieser Klasse natürlich, was die vielen jungen und älteren Menschen alltäglich umtreibt. Ich vermute, daß diese Politker baß erstaunt sind, wenn ihnen das Problem der vielen viel zu spät und nach Unmutsbekundungen bewußt wird.

Hier geht es ja auch um das Wohnen, obwohl "Rente" in der Überschrift steht.

Ähnlich wie Kölner 1302 sehe ich auch eine verfehlte Ansiedlungspolitik für Unternehmen und staatliche Institute und Dienststellen Pate stehen für beschleunigtes Wachstum der Ballungsgebiete und Entleerung der ländlichen Räume. Die neuen Bundesländer sind ein schlimmes Beispiel dafür: Einige wenige Leuchttürme und ansonsten viel Leerstand mit allen Begleiterscheinungen dieser Entwicklung. Mir ist das bewußt geworden, als die A20 abgesackt war und gesperrt werden mußte, und ich durch alte Hansestädte (!) fuhr, mit zugenagelten Schaufenstern und bröckelnden Giebeln.

In Rheinland-Pfalz ganz ähnliche Bilder: Im Landkreis Donnersberg viele Dörfer ohne jede Einkaufsmöglichkeit, kein Friseur, kein Arzt, keine Apotheke, kein Gasthaus, nichts. Erst bei Bad Kreuznach wieder rege Bautätigkeit und Gewerbeansiedlungen.

Für mich ein Fall völliger Einfallslosigkeit in der Flächenplanung. Der politische Einfluß sitzt in den Ballungsgebieten, und die ziehen mit ihrem Einfluß und ihren Vorteilen jeden neuen Betrieb an. Kurze Wege zu Ämtern und Zulieferern und Kunden... aber auch kein Wunder, die Wohnungen werden teuer und sogar Spekulationsobjekte.

Mir fällt auf Anhieb nichts ein, wie man diese Entwicklung aufhalten oder sogar umdrehen könnte. Gegen die politische Macht der Ballungsräume ist kein Kraut gewachsen! Vielleicht eine Kombination von erschwerter Neuansiedlung und geförderter Aussiedlung von Unternehmensteilen... aber so etwas riecht nach faulen Eiern und faulen Tomaten!
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Klopfer » Mo 1. Okt 2018, 08:04

hallelujah hat geschrieben:(30 Sep 2018, 14:35)

Völliger Käse. Auch die unteren Einkommensschichten haben Möglichkeiten und auch die Pflicht dazu, ihrer eigenen Verantwortung gerecht zu werden.
Ich bin dagegen, einen Rundum-sorglos-Vorsorgestaat zu erschaffen, in dem sich niemand mehr Gedanken über sein eigenes Leben und seine Zukunft machen muss.
Das hat mit "den Reichen" schon mal gar nichts zu tun.

Gerne kann und SOLL!! der Staat die Eigenverantwortung bzw. -initiative fördern. Ich könnte mir z.B. vorstellen, daß Bezieher niedriger Einkommen staatliche Förderung bekommen, wenn sie z.B. in ländlichen Gebieten brachliegenden Wohnraum kaufen und renovieren (mit Anteil Eigenleistung z.B.) möchten.

Genau, die Unvermögenden (der Begriff ist Programm!) sollen gefälligst im Sumpf oder in der Wüste siedeln, es genügt vollkommen wenn sie zwecks Ausbeutung durch die Wohlhabenden 24/7 für mindestens 2 prekäre Stellen a insgesamt mindestens 50 Wochenstunden zur Verfügung stehen. Ein Hoch auf die steigende Vermögensungleichheit. Mehr Eigenverantwortung! Freiheit für die Vermögenden und ihre Interessen!
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Skull » Mo 1. Okt 2018, 08:36

Klopfer hat geschrieben:(01 Oct 2018, 08:04)

Genau, die Unvermögenden (der Begriff ist Programm!) sollen gefälligst im Sumpf oder in der Wüste siedeln,
es genügt vollkommen wenn sie zwecks Ausbeutung durch die Wohlhabenden 24/7
für mindestens 2 prekäre Stellen a insgesamt mindestens 50 Wochenstunden zur Verfügung stehen.
Ein Hoch auf die steigende Vermögensungleichheit.
Mehr Eigenverantwortung! Freiheit für die Vermögenden und ihre Interessen!

Ich glaube...von Deinen Phantasien schreibt niemand. Noch wünscht sie irgendjemand.

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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon roadrunner » Mo 1. Okt 2018, 11:26

hallelujah hat geschrieben:(30 Sep 2018, 14:35)

Gerne kann und SOLL!! der Staat die Eigenverantwortung bzw. -initiative fördern. Ich könnte mir z.B. vorstellen, daß Bezieher niedriger Einkommen staatliche Förderung bekommen, wenn sie z.B. in ländlichen Gebieten brachliegenden Wohnraum kaufen und renovieren (mit Anteil Eigenleistung z.B.) möchten.

Die Stadt Görlitz bietet das ja schon in ähnlicher Form an. Eine weitere Alternative wäre der Umzug in das EU-Ausland (z.B. Bulgarien Schwarzmeerküste), wo die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger sind.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon roadrunner » Mo 1. Okt 2018, 14:18

Realist2014 hat geschrieben:(30 Sep 2018, 14:03)

haben wir bereits. Ein "Mehr" wäre Generationenungerechtigkeit



Wie soll das gehen? Der Mietspiegel begrenzt das ja schon




dazu kann man aber niemand zwingen



"Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?"
... gar nicht, denn was ist angemessen, Existenzminimum, Existenzminimum + x-Prozent? Wer sichert angemessen, Staat, private Gruppen, der Rentenberechtigte oder ein Mix aus allen? Fragen über Fragen :?
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Klopfer » Mo 1. Okt 2018, 16:12

Skull hat geschrieben:(01 Oct 2018, 08:36)

Ich glaube...von Deinen Phantasien schreibt niemand. Noch wünscht sie irgendjemand.

mfg

qed, siehe Post nach dir. Und da ist noch Luft...
Es ist ein fürchterlicher Fehler das Anspruchsdenken der Vermögenden und Mächtigen zu unterschätzen.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Skull » Mo 1. Okt 2018, 16:54

Klopfer hat geschrieben:(01 Oct 2018, 16:12)

Es ist ein fürchterlicher Fehler das Anspruchsdenken der Vermögenden und Mächtigen zu unterschätzen.

Aha...und DIE wollen keine angemessene Rente für die anderen ?

Oder wie hat man Dich zu verstehen ? :D

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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Realist2014 » Mo 1. Okt 2018, 18:00

Klopfer hat geschrieben:(01 Oct 2018, 16:12)

qed, siehe Post nach dir. Und da ist noch Luft...
Es ist ein fürchterlicher Fehler das Anspruchsdenken der Vermögenden und Mächtigen zu unterschätzen.


was genau haben die jetzt mit unserem umlagefinanzierten Rentensystem zu tun?
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 1. Okt 2018, 18:38

Realist2014 hat geschrieben:(01 Oct 2018, 18:00)

was genau haben die jetzt mit unserem umlagefinanzierten Rentensystem zu tun?

So einige zahlungskräftige Bevölkerungsgruppen sind nicht Teil des Systems. Das war schon früher ein Problem als viele Selbstständige im Alter merkten nicht genug vorgesorgt zu haben. Und heute ist es ebenfalls ein Problem weil es zu wenige Einzahler gibt. Da hilft nur eins: Pension für alle! Nach denselben Regeln wie für Beamte.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 1. Okt 2018, 18:44

hallelujah hat geschrieben:(30 Sep 2018, 14:35)

Völliger Käse. Auch die unteren Einkommensschichten haben Möglichkeiten und auch die Pflicht dazu, ihrer eigenen Verantwortung gerecht zu werden.
Ich bin dagegen, einen Rundum-sorglos-Vorsorgestaat zu erschaffen, in dem sich niemand mehr Gedanken über sein eigenes Leben und seine Zukunft machen muss.
Das hat mit "den Reichen" schon mal gar nichts zu tun.

Gerne kann und SOLL!! der Staat die Eigenverantwortung bzw. -initiative fördern. Ich könnte mir z.B. vorstellen, daß Bezieher niedriger Einkommen staatliche Förderung bekommen, wenn sie z.B. in ländlichen Gebieten brachliegenden Wohnraum kaufen und renovieren (mit Anteil Eigenleistung z.B.) möchten.


Die unteren Einkommensschichten haben keine Möglichkeiten weil sie am Ende des Monats nichts übrig haben um damit eine Vorsorge zu betreiben. Und dass mit der Eigeninitiative ist schon vor Jahrzehnten gescheitert. Damals konnte man sich als Selbstständiger die Rentenbeiträge die man schon geleistet hat auszahlen lassen. Und da dann kaum einer dieser Leute gedacht hat im Alter nicht genug zu haben sind die dann alle im sozialen Netz gelandet: Sozialhilfe. Oder sie mußten bis zum umfallen arbeiten, wie mein Onkel der noch mit 70 Fahrlehrer spielen mußte.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon hallelujah » Mo 1. Okt 2018, 19:01

Klopfer hat geschrieben:(01 Oct 2018, 08:04)

Genau, die Unvermögenden (der Begriff ist Programm!) sollen gefälligst im Sumpf oder in der Wüste siedeln, es genügt vollkommen wenn sie zwecks Ausbeutung durch die Wohlhabenden 24/7 für mindestens 2 prekäre Stellen a insgesamt mindestens 50 Wochenstunden zur Verfügung stehen. Ein Hoch auf die steigende Vermögensungleichheit. Mehr Eigenverantwortung! Freiheit für die Vermögenden und ihre Interessen!
Bizarre Vorstellung. Kein Wunder das Wohlhabende in unserem Land keinen guten Ruf haben.



Man sollte auf so viel hirnverbrannten Stuss eigentlich gar nicht reagieren, ich mache es trotzdem mal.

Ausser Rumgekotze finde ich keinen konstruktiven Diskussionsbeitrag. Habe ich was übersehen?

Es fällt mir schwer, bei solch schwacher Lesekompetenz auch nur ein Fünkchen Hoffnung aufkommen zu lassen, du wärest empfänglich für weitere Erläuterungen. Da man die Hoffnung aber nie aufgeben und auch "Neuanmeldungen" :D eine x-te Chance geben soll:
ländlicher Bereich fängt schon ein paar Kilometer zur Stadtgrenze an.
Der Vorschlag beinhaltet keinerlei Forderung zur Zwangsdurchführung. Es wäre ein Angebot (bitte googeln oder einen Grundschüler Deiner Wahl nach der Bedeutung des Begriff Angebot fragen)

Solltest Du aus diesem Beitrag ein klein wenig Arroganz Dir gegenüber herauslesen -> Bingo :D
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon hallelujah » Mo 1. Okt 2018, 19:09

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 Oct 2018, 18:44)

Die unteren Einkommensschichten haben keine Möglichkeiten weil sie am Ende des Monats nichts übrig haben um damit eine Vorsorge zu betreiben.


Weshalb? Zu anstrengend?
Es soll ja Bezieher niedriger Einkommen geben, die sich den Traum vom Eigenheim erfüllt haben, dazu noch ohne staatliche Förderung. Ok, die mussten Eigenleistung bringen. Eben nicht jedermanns Sache...
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