Wohnungspolitik

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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scc
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von scc »

Das Modell Miete ist ohnehin Schwachsinn, jedenfalls wenn man länger als max. 2 Jahre das gleiche Objekt nutzen möchte (und auch bei Kurzzeitbelegung muss man die Höhe des Mietzinses hinterfragen). Kann sich jeder leicht ausrechnen, dass man in etwa 10 Jahren das Objekt damit gekauft hat, ohne jede Gegenleistung. Und damit ist auch das Argument widerlegt, dass es Menschen gibt, die sich kein Eigentum leisten können.

Es dient einzig und allein dazu, bestimmten bevorzugten Personengruppen ein Einkommen ohne Arbeit auf Kosten anderer zu verschaffen, und andere in Abhängigkeit zu halten. Gerne auch auf Kosten des Steuerzahlers: Anstatt die Betroffenen direkt zu unterstützen, müssen Bedürftige bis heute Objekte von anderen teuer mieten, damit der andere sein Vermögen mehren kann. Dabei heißt es "Sozialleistungen sollen nicht der Vermögensbildung dienen".
Senexx

Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Senexx »

scc hat geschrieben:(04 Feb 2019, 22:51)

Das Modell Miete ist ohnehin Schwachsinn, jedenfalls wenn man länger als max. 2 Jahre das gleiche Objekt nutzen möchte (und auch bei Kurzzeitbelegung muss man die Höhe des Mietzinses hinterfragen). Kann sich jeder leicht ausrechnen, dass man in etwa 10 Jahren das Objekt damit gekauft hat,
Die Rechnung möchte ich gerne mal sehen.
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Ein Terraner
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Ein Terraner »

scc hat geschrieben:(04 Feb 2019, 22:51)

Das Modell Miete ist ohnehin Schwachsinn, jedenfalls wenn man länger als max. 2 Jahre das gleiche Objekt nutzen möchte (und auch bei Kurzzeitbelegung muss man die Höhe des Mietzinses hinterfragen). Kann sich jeder leicht ausrechnen, dass man in etwa 10 Jahren das Objekt damit gekauft hat, ohne jede Gegenleistung. Und damit ist auch das Argument widerlegt, dass es Menschen gibt, die sich kein Eigentum leisten können.
Wie alt ist dein Stand bei Immobilien Preisen?
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Teeernte
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Teeernte »

scc hat geschrieben:(04 Feb 2019, 22:51)

Das Modell Miete ist ohnehin Schwachsinn, jedenfalls wenn man länger als max. 2 Jahre das gleiche Objekt nutzen möchte (und auch bei Kurzzeitbelegung muss man die Höhe des Mietzinses hinterfragen). Kann sich jeder leicht ausrechnen, dass man in etwa 10 Jahren das Objekt damit gekauft hat, ohne jede Gegenleistung. Und damit ist auch das Argument widerlegt, dass es Menschen gibt, die sich kein Eigentum leisten können.

Es dient einzig und allein dazu, bestimmten bevorzugten Personengruppen ein Einkommen ohne Arbeit auf Kosten anderer zu verschaffen, und andere in Abhängigkeit zu halten. Gerne auch auf Kosten des Steuerzahlers: Anstatt die Betroffenen direkt zu unterstützen, müssen Bedürftige bis heute Objekte von anderen teuer mieten, damit der andere sein Vermögen mehren kann. Dabei heißt es "Sozialleistungen sollen nicht der Vermögensbildung dienen".
Das war mal die PI Daumen Standardrechnung.

Aber die Bekloppten haben Immopreise .....wo 600 Eu Miete den Kaufpreis von 280.000 eu und mehr bringen sollen.

Im Moment gibt es Marktverzerrung - der Staat "sponsert" Wohnungen - bereits kleine "Fehlbelegung" lässt Preise durch die Decke gehen.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von scc »

Senexx hat geschrieben:(05 Feb 2019, 00:36)

Die Rechnung möchte ich gerne mal sehen.
Ganz einfach: Man nimmt die Nettokaltmiete und berechnet, wie lange man benötigt, um damit den Marktpreis für eine solche Wohnung zum Kauf zu erreichen (wenn man den Banken ihr fragwürdiges Geschäftsmodell zubilligt, inkl. "marktüblicher" Zinsen, anderenfalls auf Basis einer zinslosen oder günstigen Ratenzahlung). Das dürften selten mehr als 10, max. 15 Jahre werden. Und selbst wenn es doppelt so lang dauert, die meisten Menschen haben ja das Bedürfnis sich fortzupflanzen, dann braucht der nächste sich die Mühe dank großzügigem Freibetrag bei der Erbschaftssteuer nicht mehr machen.

Und wenn nicht (gerade auch für Menschen die gerne Risiken eingehen oder Schulden haben, aufgrund der Unpfändbarkeit ideal) gibt es noch eine andere Möglichkeit: das lebenslange Wohnrecht. Man zahlt dafür einmal eine Summe X (diese müsste, da das Grundstück nach dem Tod des Nutzers wieder an den Eigentümer zurückfällt, deutlich niedriger sein als der Kaufpreis) und danach nur noch die Kosten die ein Eigentümer auch hat.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von scc »

Teeernte hat geschrieben:(05 Feb 2019, 00:48)

Das war mal die PI Daumen Standardrechnung.

Aber die Bekloppten haben Immopreise .....wo 600 Eu Miete den Kaufpreis von 280.000 eu und mehr bringen sollen.

Im Moment gibt es Marktverzerrung - der Staat "sponsert" Wohnungen - bereits kleine "Fehlbelegung" lässt Preise durch die Decke gehen.
Wo haben wir denn ein solches Preisniveau? Üblicherweise sind 280k der Kaufpreis für ein Einfamilienhaus im Neubau, in Regionen wo es sich zu leben lohnt gar ein größeres. Glaube kaum, dass man dort weniger als das Doppelte an Miete abruft. 400€ Miete zahlt ja quasi sogar schon jedes Jobcenter = unterstes Preissegment...selbst WG-Zimmer für Studenten (würde sowas nie zahlen, dann lieber die Eltern zwingen, einen wohnen zu lassen, aber eigenes Thema) kosten regelmäßig schon 300€...

Fehlbelegung?
Senexx

Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Senexx »

scc hat geschrieben:(05 Feb 2019, 11:00)

Ganz einfach: Man nimmt die Nettokaltmiete und berechnet, wie lange man benötigt, um damit den Marktpreis für eine solche Wohnung zum Kauf zu erreichen (wenn man den Banken ihr fragwürdiges Geschäftsmodell zubilligt, inkl. "marktüblicher" Zinsen, anderenfalls auf Basis einer zinslosen oder günstigen Ratenzahlung). Das dürften selten mehr als 10, max. 15 Jahre werden. Und selbst wenn es doppelt so lang dauert, die meisten Menschen haben ja das Bedürfnis sich fortzupflanzen, dann braucht der nächste sich die Mühe dank großzügigem Freibetrag bei der Erbschaftssteuer nicht mehr machen.

Und wenn nicht (gerade auch für Menschen die gerne Risiken eingehen oder Schulden haben, aufgrund der Unpfändbarkeit ideal) gibt es noch eine andere Möglichkeit: das lebenslange Wohnrecht. Man zahlt dafür einmal eine Summe X (diese müsste, da das Grundstück nach dem Tod des Nutzers wieder an den Eigentümer zurückfällt, deutlich niedriger sein als der Kaufpreis) und danach nur noch die Kosten die ein Eigentümer auch hat.
Rechnen Sie mir mal ein konkretes Beispiel vor. Mit realen Preisen.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Teeernte »

scc hat geschrieben:(05 Feb 2019, 11:13)

Wo haben wir denn ein solches Preisniveau? Üblicherweise sind 280k der Kaufpreis für ein Einfamilienhaus im Neubau, in Regionen wo es sich zu leben lohnt gar ein größeres. Glaube kaum, dass man dort weniger als das Doppelte an Miete abruft. 400€ Miete zahlt ja quasi sogar schon jedes Jobcenter = unterstes Preissegment...selbst WG-Zimmer für Studenten (würde sowas nie zahlen, dann lieber die Eltern zwingen, einen wohnen zu lassen, aber eigenes Thema) kosten regelmäßig schon 300€...

Fehlbelegung?
Nun ---Stuttgart Hochhaus - kleine Mietwohnung 68 qm. 70er Jahre.

Fehlbelegung:

Wohnen im Ballungszentrum - auf Staatskosten - ohne Arbeitsaufnahme (Langzeit).
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von scc »

Senexx hat geschrieben:(05 Feb 2019, 11:29)

Rechnen Sie mir mal ein konkretes Beispiel vor. Mit realen Preisen.
ETW in Köln-Sülz, 42qm, Kaufpreis 50.000€, Nettokalt 370€ (Bruttowarm 550€); 50.000€ / 370 * 12 = 11,26 Jahre
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von scc »

Teeernte hat geschrieben:(05 Feb 2019, 11:42)

Nun ---Stuttgart Hochhaus - kleine Mietwohnung 68 qm. 70er Jahre.

Fehlbelegung:

Wohnen im Ballungszentrum - auf Staatskosten - ohne Arbeitsaufnahme (Langzeit).
Bisher sollte das zumindest theoretisch noch durch die Sozialbehörden unterbunden werden, bald fällt auch dies weg (bedingungsloses Grundeinkommen). Das Gründen einer Hipster-Familie komplett ohne Eigenmittel dürfte dann absolut in Mode kommen. Zudem:

In Ballungszentren dürfte sich das schon sehr bald extrem verschärfen: Fahrverbote für PKW, mittelfristig Abschaffung der Pendlerpauschale zur Finanzierung der neuesten Ausgaben im Sozial/Familienbereich...die Wirtschaft wird weiterhin ihre Mindestlohn-Arbeitsplätze in Ballungszentren anbieten, da es dort schnelles Internet e.t.c. gibt, und die Leute werden dort hin ziehen müssen. 300€ für die Nutzung eines Bettes mit gemeinsamem Bad und Küche in einem 4-8 Bettzimmer dürften dann Realität sein...
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Ein Terraner »

scc hat geschrieben:(05 Feb 2019, 12:33)

ETW in Köln-Sülz, 42qm, Kaufpreis 50.000€, Nettokalt 370€ (Bruttowarm 550€); 50.000€ / 370 * 12 = 11,26 Jahre
In Köln gibt es noch Wohnungen zu dem Preis?

P.S. Bring mal deine Preise auf den aktuellen Stand. https://www.immobilienscout24.de/Suche/ ... alen/Koeln
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von scc »

Da ich dort gewohnt habe, bevor ich meinen Wohnsitz/Meldeadresse ersatzlos aufgab, um der Abzocke durch GEZ und GKV/PKV-Pflicht und diversem mehr zu entgehen, kann ich das 100% bestätigen. Das war vor genau 2 Jahren.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Skull »

Guten Tag,

und JETZT wenden wir uns bitte wieder dem Threadthema zu.

Und nicht individuellen Erfahrungsberichten. Die landen dann in der Ablage.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Ein Terraner »

scc hat geschrieben:(05 Feb 2019, 13:00)

Da ich dort gewohnt habe, bevor ich meinen Wohnsitz/Meldeadresse ersatzlos aufgab, um der Abzocke durch GEZ und GKV/PKV-Pflicht und diversem mehr zu entgehen, kann ich das 100% bestätigen. Das war vor genau 2 Jahren.
Dann hattest du Glück, aktuell darfst du für eine gute Wohnung um die 300K rechnen und bei Häusern um die 750K. Darunter gibt es natürlich immer etwas und es variiert natürlich durch Größe und Zustand, nur sollte man sich bei solchen Aussagen doch mehr am Durchschnitt orientieren und nicht am billigsten.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Kölner1302 »

Beim diskutieren über die Wohnungssituation kamen wir gestern auf eine seltsame Idee:

Jeder Bürger sollte von Anfang an in einen Fonds einzahlen, aus dem Genossenschaftswohnungen finanziert werden können - und sollte auch mit der Zahlung einen Anspruch auf eine Wohnung in einer Genossenschaft erhalten. Es sollten immer etwas mehr Genossenschaftswohnungen existieren als gebraucht werden - damit es beim Umzug keine Probleme gibt.

In der solidarischen gesetzlichen Krankenversicherung versichern sich alle vor allem für die ganz teueren Krankheitsfälle - z.B. Krebs, Wenn grds. jeder Krebs bekommen kann, aber nur jeder 5. tatsächlich daran erkrankt, reicht es, wenn jeder nur 20 % dieses Risikos absichert - und nicht mehr 100 %, wie wenn er alleine wäre.

Könnte man so nicht auch solidarisch das Risiko der Wohnungslosigkeit oder schlechter Wohnverhältnisse durch eine solidarische Vorsorge vermeiden?
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Misterfritz »

Kölner1302 hat geschrieben:(05 Feb 2019, 21:41)

Beim diskutieren über die Wohnungssituation kamen wir gestern auf eine seltsame Idee:

Jeder Bürger sollte von Anfang an in einen Fonds einzahlen, aus dem Genossenschaftswohnungen finanziert werden können - und sollte auch mit der Zahlung einen Anspruch auf eine Wohnung in einer Genossenschaft erhalten. Es sollten immer etwas mehr Genossenschaftswohnungen existieren als gebraucht werden - damit es beim Umzug keine Probleme gibt.

In der solidarischen gesetzlichen Krankenversicherung versichern sich alle vor allem für die ganz teueren Krankheitsfälle - z.B. Krebs, Wenn grds. jeder Krebs bekommen kann, aber nur jeder 5. tatsächlich daran erkrankt, reicht es, wenn jeder nur 20 % dieses Risikos absichert - und nicht mehr 100 %, wie wenn er alleine wäre.

Könnte man so nicht auch solidarisch das Risiko der Wohnungslosigkeit oder schlechter Wohnverhältnisse durch eine solidarische Vorsorge vermeiden?
Das ist ja im Prinzip keine schlechte Idee, hat aber gewisse Imponderabilien:
Es werden mehr Wohnungen in Ballungsgebieten benötigt, die dort eben auch teuer sind. Nun könnte man sagen, dass ist bei der Krankenversicherung ähnlich, einige sind sehr gesund, andere haben Krankheiten, die in Therapie ungemein teuer sind. Das kann nur geleistet werden, weil Krankenversicherung auf sehr viele Schultern verteilt wird. Bei Wohnungen ist es aber so, dass es ein teures Produkt ist, das jeder braucht.
Das Salz in der Suppe des Lebens ist nicht Selbstdisziplin, sondern kontrollierte Unvernunft ;)
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Skull »

Kölner1302 hat geschrieben:(05 Feb 2019, 21:41)

Beim diskutieren über die Wohnungssituation kamen wir gestern auf eine seltsame Idee:

Jeder Bürger sollte von Anfang an in einen Fonds einzahlen, aus dem Genossenschaftswohnungen finanziert werden können - und sollte auch mit der Zahlung einen Anspruch auf eine Wohnung in einer Genossenschaft erhalten.
Viele Fragen...

Was sollte das für ein Fonds sein ?
Du schreibst von können, nicht müssen, was soll denn dieser Fonds sonst so machen dürfen ?
Wenn jeder einzahlen sollte, wäre es somit eine Plicht (für jeden) ?
Wenn jeder einen Anspruch hätte, fehlen trotzdem noch für lange Dauer die Anzahl der Wohnungen für jeden,
was passiert dann, der Anspruch kann ja für die nächsten Jahrzehnte nicht erfüllt werden ?
Was passiert mit denen, die die Zahlung nicht leisten können ?

Hört sich für mich nach einer unausgegorenen Idee an. Letzendlich eine Sondersteuer mit fraglichem Nutzen.

mfg
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Dissident »

Skull hat geschrieben:(05 Feb 2019, 22:34)

Viele Fragen...

Was sollte das für ein Fonds sein ?
Du schreibst von können, nicht müssen, was soll denn dieser Fonds sonst so machen dürfen ?
Wenn jeder einzahlen sollte, wäre es somit eine Plicht (für jeden) ?
Wenn jeder einen Anspruch hätte, fehlen trotzdem noch für lange Dauer die Anzahl der Wohnungen für jeden,
was passiert dann, der Anspruch kann ja für die nächsten Jahrzehnte nicht erfüllt werden ?
Was passiert mit denen, die die Zahlung nicht leisten können ?

Hört sich für mich nach einer unausgegorenen Idee an. Letzendlich eine Sondersteuer mit fraglichem Nutzen.

mfg
ROFL!
Sowas gibts schon seit dem Krieg und es funktioniert wunderbar! :p
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Skull »

Dissident hat geschrieben:(05 Feb 2019, 23:34)

ROFL!
Sowas gibts schon seit dem Krieg und es funktioniert wunderbar! :p
???

mfg
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Bielefeld09 »

Skull hat geschrieben:(05 Feb 2019, 22:34)

Viele Fragen...

Was sollte das für ein Fonds sein ?
Du schreibst von können, nicht müssen, was soll denn dieser Fonds sonst so machen dürfen ?
Wenn jeder einzahlen sollte, wäre es somit eine Plicht (für jeden) ?
Wenn jeder einen Anspruch hätte, fehlen trotzdem noch für lange Dauer die Anzahl der Wohnungen für jeden,
was passiert dann, der Anspruch kann ja für die nächsten Jahrzehnte nicht erfüllt werden ?
Was passiert mit denen, die die Zahlung nicht leisten können ?

Hört sich für mich nach einer unausgegorenen Idee an. Letzendlich eine Sondersteuer mit fraglichem Nutzen.

mfg
Nun mal etwas entspannter auf die Idee blicken!
Wenn jeder einzahlt,
ist die Mieterwelt wieder gerettet.
Beim Soli hat das das auch geklappt.
Wo ist eigentlich ein mögliches persönliches Problem?
Sorry Mods, lasst diese Laden am laufen. Das ist eben Demokratie :( :p
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Dissident »

Skull hat geschrieben:(05 Feb 2019, 23:47)

???

mfg
https://www.immobilienscout24.at/ratgeb ... hnung.html

Wie werden Interessenten fündig?
In Österreich gibt es über 190 gemeinnützige Bauvereinigungen, die geförderte Wohnungen anbieten. Interessenten können sich beim GBV über Anbieter in ihrer Nähe informieren und diese direkt kontaktieren und sich für eine Wohnung vormerken lassen.



Wo liegen die Vorteile einer Genossenschaftswohnung?
Die gemeinnützigen Bauträger bieten häufig Wohnungen in Neubauten an, die über die aktuellen Standards und modernen Wohnkomfort verfügen. Gleichzeitig gestalten sich die Mieten im Vergleich zu privaten Wohnungen gering, weil die Genossenschaften staatlich gefördert werden. Besonders Wohnungssuchende mit einem kleineren Einkommen ziehen deshalb die Genossenschaftswohnung einer freifinanzierten Wohnung eines privaten Bauträgers vor./quote]

Eine Freundin von mir hat eine 90qm Wohnung kernsaniert mit 3 Zimmern im EG und 30 qm Garten im Zentrum von Wien für 550 € warm "geerbt".
Die wohnt da alleine drin, weil ihr letzter Haberer war ne faule Sau und ist ihr auf der Tasche gelegen.
:p
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Bielefeld09 »

Ach lassen Sie das.
Herzlose Spekulanten haben hier das sagen.
Aber was hat das mit Wohnungsbaupolitik zu tun?
Verstehen sie das?
Sorry Mods, lasst diese Laden am laufen. Das ist eben Demokratie :( :p
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Skull »

Dissident hat geschrieben:(06 Feb 2019, 00:07)

Wo liegen die Vorteile einer Genossenschaftswohnung?
Die gemeinnützigen Bauträger bieten häufig Wohnungen in Neubauten an, die über die aktuellen Standards und modernen Wohnkomfort verfügen. Gleichzeitig gestalten sich die Mieten im Vergleich zu privaten Wohnungen gering, weil die Genossenschaften staatlich gefördert werden. Besonders Wohnungssuchende mit einem kleineren Einkommen ziehen deshalb die Genossenschaftswohnung einer freifinanzierten Wohnung eines privaten Bauträgers vor.
Wie wäre es, wenn Du auf die Fragen zu seiner "Idee" eingehst ?

Die Existenz von Genossenschaftswohnungen ist bekannt.

mfg
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Kölner1302 »

Hier ein vergleichender Artikel zur Wohnraumsituation und -lösung in einigen der teuersten Städte der Welt:
https://www.zeit.de/2019/06/bezahlbarer ... te/seite-4
Besonders Zürich und Wien finde ich interessant. Sie liegen in derNähe und scheinen doch Städte auf einem anderen Planeten zu sein....

Wenn ich die Lösungsansätze in Wien und Zürich mit der aktuellen Situation und den politischen Debatten hier in Deutschland vergleiche, packt micht das kalte Grausen.

Hier in Deutschland ist für die Mieter in Zukunft das schlimmste zu befürchten.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Skull »

Kölner1302 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 09:19)

Besonders Zürich und Wien finde ich interessant.

Sie liegen in derNähe und scheinen doch Städte auf einem anderen Planeten zu sein....
Mhmm...

kannst Du mal erklären, inwieweit diese beiden Städte Lösungsansätze für Deutschland darstellen können ?

In Wien haben wir eine 50 jährige zurückliegende Geschichte und Entwicklung.
Daraus resultiert die heutige Situation dort.

In Zürich hat man eine 40 jährige vor sich liegende Hoffnung.
Womit heutige Probleme nicht ansatzweise gelöst werden.

Ich sehe da keinen Bezug zu HEUTE und keine aktuelle Problemlösungsmöglichkeiten.

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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von busse »

Skull hat geschrieben:(09 Feb 2019, 10:31)

Mhmm...

kannst Du mal erklären, inwieweit diese beiden Städte Lösungsansätze für Deutschland darstellen können ?

In Wien haben wir eine 50 jährige zurückliegende Geschichte und Entwicklung.
Daraus resultiert die heutige Situation dort.

In Zürich hat man eine 40 jährige vor sich liegende Hoffnung.
Womit heutige Probleme nicht ansatzweise gelöst werden.

Ich sehe da keinen Bezug zu HEUTE und keine aktuelle Problemlösungsmöglichkeiten.

mfg
Korrekt, anzuführen wäre das sie dort gebundene weitflächige Quartiere besitzen, die sie jetzt teilweise auch nachverdichten. Diese Geschäftspolitik ist sehr nachhaltig aber bestimmt keine Lösung aktueller Probleme hier in Deutschland.
Hier in Deutschland haben wir ein Problem, keiner (auch die Genossenschaften nicht) können unter 1800€/qm bauen , heutzutage. Das heißt ganz klar das Du einen Mix baust von 6,50-11,00 € wenn Du "sozial" bauen willst. 6,50 ist gerade das was einige Länder noch bezahlen bei Hartz IV.
Der Lösungsansatz kann nur sein billiger bauen durch herunterdrehen von den "wahnsinnigen ", auch ökologischen Auflagen.
Im Übrigen, auch Genossenschaften die ordentlich wirtschaften (gegenüber ihren Mitgliedern rechenschaftspflichtig) brauchen wenigstens 20 % Eigenkapital zur Realisierung eines Bauvorhabens, das können die Genossenschaften die hier in Deutschland sehr Kleinteilig sind nicht flächendeckend jedes Jahr leisten, deswegen scheiden diese Modelle zur Lösung des Wohnungsproblems aus. Sie können maximal ein bischen entlasten, mehr ist nicht drin.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Andreas50 »

Also, wenn ich reich wäre, mir würde es mir vielmehr geben Wohnungen für Arme zu bauen als für Reiche. Die Armen sind viel dankbarer und es gibt ihnen so viel mehr als den Reichen, während Wohnungen für Reiche nur dazu dienen ihr Ego zu befriedigen.
"E. normaler Staat ist, die Regierung hat ihre eigene Bank, die Regierungsbank, die das Geld druckt das unter der Bevölkerung verteilt wird. E. falsches System ist, die Regierung leiht das Geld bei Banken.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Misterfritz »

Andreas50 hat geschrieben:(03 Mar 2019, 20:55)Die Armen sind viel dankbarer
Das ist ja eine echt soziale Motivation,
dankbare Mieter! Am Besten noch mit gottgefälligem Lebenswandel ....
Da ist wie Almosen geben, einem Bettler ein paar Münzen hinwerfen.
Wenn Du wirklich sozial denken würdest, dann würdest Du Dich engagieren, dass die Kommune selbst mehr in sozialen Wohnungsbau investiert. Ok, das ist langwieig, kostet Zeit, die Mieter sind Dir persönlich nicht unbedingt dankbar.
Aber sein Nichtengagement so zu kaschieren, in dem man sagt, wenn ich reich wäre, DANN würde ich dieses oder jenes tun, das ist zynisch. Tun kann man immer was!
Aber Ihr Gläubige meint ja auch, dass man nur für andere beten braucht und dann ist ihnen geholfen.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Raskolnikof »

Andreas50 hat geschrieben:(03 Mar 2019, 20:55)

Also, wenn ich reich wäre, mir würde es mir vielmehr geben Wohnungen für Arme zu bauen als für Reiche. Die Armen sind viel dankbarer und es gibt ihnen so viel mehr als den Reichen, während Wohnungen für Reiche nur dazu dienen ihr Ego zu befriedigen.
Derartige "Gutmenschen" gibt es. Ich kenne selbst ein Ehepaar, die Eigentümer von zwei Mehrparteienhäuser sind (2x6 Einheiten, Neubau, gehobene Ausstattung) deren Wohnungen sie weit unterhalb der ortsüblichen Miete an allein erziehende Mütter und Väter vermietet. Wird eine Wohnung zur Vermietung frei müssen Bewerber für die Wohnung ihre Einkommensverhältnisse offen legen. Aber das ist heute ja ohnehin üblich.
Hilfsbereite Menschen engagieren sich sozial eben unterschiedlich. Die Einen engagieren sich in der Politik und machen sich da stark für bezahlbaren Wohnraum und andere machen es einfach selbst. ich finde das toll.
Bedingungslose Verbeamtung für alle...jetzt!
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Misterfritz »

Raskolnikof hat geschrieben:(03 Mar 2019, 22:24)

Derartige "Gutmenschen" gibt es. Ich kenne selbst ein Ehepaar, die Eigentümer von zwei Mehrparteienhäuser sind (2x6 Einheiten, Neubau, gehobene Ausstattung) deren Wohnungen sie weit unterhalb der ortsüblichen Miete an allein erziehende Mütter und Väter vermietet. Wird eine Wohnung zur Vermietung frei müssen Bewerber für die Wohnung ihre Einkommensverhältnisse offen legen. Aber das ist heute ja ohnehin üblich.
Hilfsbereite Menschen engagieren sich sozial eben unterschiedlich. Die Einen engagieren sich in der Politik und machen sich da stark für bezahlbaren Wohnraum und andere machen es einfach selbst. ich finde das toll.
Sicherlich,
aber wünschen sie Dankbarkeit?
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Raskolnikof »

Nicht Dankbarkeit in Form von "Füße küssen" oder dergl. Das Zeigen einer gewissen Dankbarkeit sollte aber doch für den zivilisierten Menschen eine Selbstverständlichkeit sein. Ich wurde so erzogen, dass ich mich für ein Geschenk oder Entgegenkommen eines anderen bedanke und dies nicht als einfach als Selbstverständlichkeit hinnehme. Wenn ich als Vermieter eine Wohnung an Bedürftige weit unter der ortsüblichen Miete vermiete und die Mieter dies als Selbstverständlichkeit hinnehmen und sich dann evtl. noch in der Wohnung wie Vandalen verhalten würde ich mich wahrsch. irgendwann fragen, warum ich das noch mache.
Sofern Hilfe nicht ein gesetzlicher Anspruch darstellt und behördlicherseits gewährt werden muss sondern von wildfremden Menschen aus freien Stücken gewährt wird ist m.E. das Zeigen einer gewissen Dankbarkeit doch wohl angemessen und wenn es nur ein ehrlich gemeintes Dankeschön mit einem Händedruck ist.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Frank_Stein »

Ich sehe gerade die Sendung Maischberger, wo es um eine Initiative in Berlin geht, Eigentümer von Wohnungen zu enteignen.

Sozialismus wird Berlin nicht retten und die SPD schon gar nicht.

Wer die Reichen enteignet, macht die Armen nicht reicher sondern verspielt Vertrauen und Vertrauen ist
das höchste Gut in der Marktwirtschaft.
Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Quatschki »

Frank_Stein hat geschrieben:(07 Mar 2019, 21:21)

Ich sehe gerade die Sendung Maischberger, wo es um eine Initiative in Berlin geht, Eigentümer von Wohnungen zu enteignen.

Sozialismus wird Berlin nicht retten und die SPD schon gar nicht.

Wer die Reichen enteignet, macht die Armen nicht reicher sondern verspielt Vertrauen und Vertrauen ist
das höchste Gut in der Marktwirtschaft.
Enteignet wird schon immer, wenn eine Lobby dahinter steht.
Zum Beispiel für die Erdgas-Ostseepipeline-Anschlußleitung, die im Handumdrehen durchgeboxt und im Schnellverfahren durch die Landschaft gezogen wird, während Stromtrassen komischerweise in jahrzehntelangen Rechtsstreitigkeiten versanden
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Dampflok94
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Dampflok94 »

Frank_Stein hat geschrieben:(07 Mar 2019, 21:21)

Ich sehe gerade die Sendung Maischberger, wo es um eine Initiative in Berlin geht, Eigentümer von Wohnungen zu enteignen.

Sozialismus wird Berlin nicht retten und die SPD schon gar nicht.

Wer die Reichen enteignet, macht die Armen nicht reicher sondern verspielt Vertrauen und Vertrauen ist
das höchste Gut in der Marktwirtschaft.
Und wenn Du mir noch verrätst, was denn diese Initiative mit Sozialismus zu tun hat, weiß ich vielleicht sogar worauf Du hinaus willst. Die Initiative beruht auf dem Grundhesetz. Ich habe ja auch mitbekommen, daß der eine Honk bei Maischberger ständig von Sozialismus faselte. War ja auch verständlich, inhaltlich viel ihm wenig ein, was dagegen spräche. Und wenn man sachlich keine Argumente hat, muß man mit Kampfbegriffen hantieren.
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Mendoza
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Mendoza »

Dampflok94 hat geschrieben:(08 Mar 2019, 11:13)

Und wenn Du mir noch verrätst, was denn diese Initiative mit Sozialismus zu tun hat, weiß ich vielleicht sogar worauf Du hinaus willst. Die Initiative beruht auf dem Grundhesetz. Ich habe ja auch mitbekommen, daß der eine Honk bei Maischberger ständig von Sozialismus faselte. War ja auch verständlich, inhaltlich viel ihm wenig ein, was dagegen spräche. Und wenn man sachlich keine Argumente hat, muß man mit Kampfbegriffen hantieren.
Na ja, Sozialismus ist unter anderem und verkürzt gesagt zwangsweise Überführung von Privat- in "Volkseigentum" - sprich Verstaatlichung. Und darum geht es doch wohl bei dem Volksbegehren. Ich verstehe jetzt nicht, warum du da keinen Zusammenhang siehst. Und das Grundgesetz sieht ja keine willkürliche Enteignungen vor. Es gibt auch noch ein Eigentumsrecht.
Churchill "Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die ungleichmäßige Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends."
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Frank_Stein
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Frank_Stein »

Mendoza hat geschrieben:(08 Mar 2019, 16:00)

Na ja, Sozialismus ist unter anderem und verkürzt gesagt zwangsweise Überführung von Privat- in "Volkseigentum" - sprich Verstaatlichung. Und darum geht es doch wohl bei dem Volksbegehren. Ich verstehe jetzt nicht, warum du da keinen Zusammenhang siehst. Und das Grundgesetz sieht ja keine willkürliche Enteignungen vor. Es gibt auch noch ein Eigentumsrecht.
Herzlichen Dank, besser hätte ich das auch nicht erklären können.
Sozialismus ist, wenn der Staat meint, dass er besser mit Kapital und Produktionsmitteln umgehen könne, als private Investoren.
Ich als ehemaliger Bürger der DDR glaube das nicht.
Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Dampflok94 »

Mendoza hat geschrieben:(08 Mar 2019, 16:00)

Na ja, Sozialismus ist unter anderem und verkürzt gesagt zwangsweise Überführung von Privat- in "Volkseigentum" - sprich Verstaatlichung. Und darum geht es doch wohl bei dem Volksbegehren. Ich verstehe jetzt nicht, warum du da keinen Zusammenhang siehst. Und das Grundgesetz sieht ja keine willkürliche Enteignungen vor. Es gibt auch noch ein Eigentumsrecht.
Unsere Verfassungsväter und Mütter haben auch den Artikel 15 in das Grundgesetz geschrieben.
Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden. Für die Entschädigung gilt Artikel 14 Abs. 3 Satz 3 und 4 entsprechend.
Steht da so drin. Hat mit Sozialismus erst mal sehr wenig zu tun. Man könnte also sogar (Du must jetzt sehr stark sein) Produktionsmittel vergesellschaften. :eek:

Ich will übrigens gar nicht behaupten, diese Initiative sei das Ei des Kolumbus. Da stellen sich viele Probleme. Darüber kann man auch gerne diskutieren. Aber wer gleich Sozialismus kreischt will gar nicht diskutieren. Der will das einfach nur abblocken ohne das sachlich zu bewerten.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Alter Stubentiger »

Mendoza hat geschrieben:(08 Mar 2019, 16:00)

Na ja, Sozialismus ist unter anderem und verkürzt gesagt zwangsweise Überführung von Privat- in "Volkseigentum" - sprich Verstaatlichung. Und darum geht es doch wohl bei dem Volksbegehren. Ich verstehe jetzt nicht, warum du da keinen Zusammenhang siehst. Und das Grundgesetz sieht ja keine willkürliche Enteignungen vor. Es gibt auch noch ein Eigentumsrecht.
Allerdings sollte man nicht übersehen dass Eigentum auch verpflichtet.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Misterfritz »

Alter Stubentiger hat geschrieben:(11 Mar 2019, 21:10)

Allerdings sollte man nicht übersehen dass Eigentum auch verpflichtet.
Eben, und zwar nicht dazu, Profit ohne Ende zu machen.
Das Salz in der Suppe des Lebens ist nicht Selbstdisziplin, sondern kontrollierte Unvernunft ;)
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Alter Stubentiger »

Misterfritz hat geschrieben:(11 Mar 2019, 21:39)

Eben, und zwar nicht dazu, Profit ohne Ende zu machen.
Die Gier nach immer mehr. Dabei macht dies nur ganz kurz glücklich. Schon im nächsten Moment muß wieder mehr her. Mehr Geld. Mehr Luxus. Um wieder diesen kurzen Moment des Glücks zu erleben wenn das Vermögen wieder größer geworden ist. Junkies eben. (Siehe "Der Dax" -Strang hier im Forum)
Mühsam es ist seine Menschlichkeit zu bewahren. Die dunkle Seite ist stark.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Skull »

Alter Stubentiger hat geschrieben:(11 Mar 2019, 21:51)

Junkies eben. (Siehe "Der Dax" -Strang hier im Forum)

Mühsam es ist seine Menschlichkeit zu bewahren. Die dunkle Seite ist stark.
Dem möchte ich widersprechen. In ALLEM.

mfg
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke
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Alter Stubentiger
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Alter Stubentiger »

Skull hat geschrieben:(11 Mar 2019, 23:49)

Dem möchte ich widersprechen. In ALLEM.

mfg
Das steht dir frei. Ist allerdings selbsterklärend wenn da Foristen über ihre Wetten mit Optionen und Aktien fabulieren und damit angeben wie hoch ihre Gewinne gerade sind.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Kölner1302 »

Also hier in der Stadt wird es schwierig, als Erwerbstätiger aus seinem Einkommen die Miete zu bezahlen. Irgendwann kommt die Altersgrenze und dann hat man plötzlich mtl. nur noch die Hâlfte Einkommen... Und dann?
Wohnmobile werden wohl auch teuer werden, am besten kauf ich mir schonmal eins
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Teeernte »

Kölner1302 hat geschrieben:(24 Nov 2019, 09:54)

Also hier in der Stadt wird es schwierig, als Erwerbstätiger aus seinem Einkommen die Miete zu bezahlen. Irgendwann kommt die Altersgrenze und dann hat man mtl. nur noch die Hâlfte Einkommen... Und dann?
Wohnmobile werden wohl auch teuer werden, am besten Kauf ich mir schonmal eins
In Anklam gibts Haus fürn appel und nem ei....wie auch in Aken.

Leerstand ist in den Citys nicht zu erwarten , da der Staat 15 % der Wohnungen alimentiert.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Kölner1302 »

Teeernte hat geschrieben:(24 Nov 2019, 09:59)

In Anklam gibts Haus fürn appel und nem ei....wie auch in Aken.

Leerstand ist in den Citys nicht zu erwarten , da der Staat 15 % der Wohnungen alimentiert.
Bevor ich in den Osten gehe wohne ich lieber unter der Brücke
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Teeernte »

Kölner1302 hat geschrieben:(24 Nov 2019, 10:01)

Bevor ich in den Osten gehe wohne ich lieber unter der Brücke
Hach immer diese Vorurteile....(gegen "Fremde") :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Realist2014 »

Kölner1302 hat geschrieben:(24 Nov 2019, 09:54)

Also hier in der Stadt wird es schwierig, als Erwerbstätiger aus seinem Einkommen die Miete zu bezahlen.
Warum? Sind die Bestandsmieten ( Mietspiegel) in den letzten 15 Jahren stärker gestiegen als die Löhne & Gehälter?
Irgendwann kommt die Altersgrenze und dann hat man plötzlich mtl. nur noch die Hâlfte Einkommen... Und dann?
Wieso ? Dann nutzt man seine zusätzliche Altersvorsorge ....
Zuletzt geändert von Realist2014 am So 24. Nov 2019, 11:40, insgesamt 1-mal geändert.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Billie Holiday »

Kölner1302 hat geschrieben:(24 Nov 2019, 10:01)

Bevor ich in den Osten gehe wohne ich lieber unter der Brücke
Damit werden die Ossis keinerlei Probleme haben.
Ich selbst finde Mecklenburg oder das Erzgebirge sehr schön,und in Meck.-Pomm. habe ich zwischenzeitig gelebt und mich sehr wohl gefühlt. Die Mecklenburger sind sehr freundlich, offen und hilfsbereit, die Landschaft wunderschön.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Kölner1302 »

... und das löst die Probleme des Wohnungsmarktes?
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Realist2014 »

Kölner1302 hat geschrieben:(24 Nov 2019, 11:53)

... und das löst die Probleme des Wohnungsmarktes?
da helfen nur Neubauten...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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