Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

Moderator: Moderatoren Forum 1

Benutzeravatar
Bielefeld09
Beiträge: 8773
Registriert: Mo 19. Jan 2015, 19:48

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Bielefeld09 » So 4. Jun 2017, 21:48

frems hat geschrieben:(04 Jun 2017, 21:27)

Ich hab mich undeutlich ausgedrückt. Ob man das Ding nun unter Grundsicherung, Rente oder Pension laufen lässt, ist da ein Nebenkriegsschauplatz. Mir ging's um eine angemessene Höhe der ausgezahlten Beträge.

Was ist denn nun eine angemessene Höhe?
Nur rumschwurrbeln bring ja nix,
ist allerdings unterhaltsam.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 45758
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 15:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » So 4. Jun 2017, 21:55

frems hat geschrieben:(04 Jun 2017, 21:37)

Welchen Teil von "Höhe" hast Du jetzt nicht verstanden? :?:



welchen Teil von Verfassung hast DU nicht verstanden?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 45086
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 14:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » So 4. Jun 2017, 21:58

Realist2014 hat geschrieben:(04 Jun 2017, 21:55)

welchen Teil von Verfassung hast DU nicht verstanden?

Es ging um die Frage der Höhe. Ich habe Dir ein Beispiel genannt, an dem man sich grob orientieren könne. Hinter der Verfassung brauchst Du Dich nicht verstecken. Die wird erst in diesen Tagen wieder an mehreren Stellen geändert.
Bielefeld09 hat geschrieben:Was ist denn nun eine angemessene Höhe?
Nur rumschwurrbeln bring ja nix,
ist allerdings unterhaltsam.

Über 800 Euro sollte es nicht sein, mal zukünftige Inflationsanpassungen abgesehen.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 45758
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 15:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » So 4. Jun 2017, 22:16

frems hat geschrieben:(04 Jun 2017, 21:58)

Es ging um die Frage der Höhe. Ich habe Dir ein Beispiel genannt, an dem man sich grob orientieren könne. Hinter der Verfassung brauchst Du Dich nicht verstecken. Die wird erst in diesen Tagen wieder an mehreren Stellen geändert.

Über 800 Euro sollte es nicht sein, mal zukünftige Inflationsanpassungen abgesehen.


die Höhe der Existenzsicherung wird sicher nicht "reduziert" ( ALG II, Sozialhilfe, Grundsicherung im Alter)

nur hat das NICHTS mit dem Rentensystem zu tun. Hier ist eine Rentenanwartschaft erworben worden basierend auf den jeweils bezahlten Beiträgen.

Daher ergibt das bei 45 Jahren Höchstbeiträgen eine Rente von 2500 Euro...

der "Eckrentner" bekommt 1250 Euro...
Zuletzt geändert von Realist2014 am So 4. Jun 2017, 22:19, insgesamt 1-mal geändert.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 45086
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 14:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » So 4. Jun 2017, 22:17

Realist2014 hat geschrieben:(04 Jun 2017, 22:16)

die Höhe der Existenzsicherung wird sicher nicht "reduziert" ( ALG II, Sozialhilfe, Grundsicherung im Alter)

nur hat das NICHTS mit dem Rentensystem zu tun. Hier ist eine Rentenanwartschaft erworben worden basierend auf den jeweils bezahlten Beiträgen.

Daher ergibt das bei 45 Jahren Höchstbeiträgen eine Rente von 2500 Euro...

Es ging nicht darum, dass jeder Grundsicherung erhalten soll, Du Nasenbär. Und Du brauchst mir nicht ein fünftes Mal das heutige Rentensystem erklären, wenn ich Dir mitgeteilt habe, dass es Müll ist.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
prime-pippo
Beiträge: 16739
Registriert: Mo 23. Apr 2012, 13:03

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon prime-pippo » So 4. Jun 2017, 22:21

frems hat geschrieben:(04 Jun 2017, 21:58)
Über 800 Euro sollte es nicht sein, mal zukünftige Inflationsanpassungen abgesehen.


Deine Position ist ja nicht neu, aber mir ist weiterhin völlig schleierhaft, welchen positiven Effekt du dir davon erhoffst, Renten zu kürzen.

Wenn du meinst, den Jüngeren werde zu viel in Form von Sozialabgaben und/oder Steuern abgenommen, dann solltest du dich hier für Entlastungen aussprechen. Diese Entlastungen sind prinzipiell auch ohne Rentenkürzungen umsetzbar.

Ob ich Renten erhöhe/kürze und ob ich Sozialabgaben und Steuern erhöhe/kürze sind zwei (fast) unabhängige Themen, die (weitgehend) getrennt voneinander entschieden werden müssen.
"Banks do not, as too many textbooks still suggest, take deposits of existing money from savers and lend it out to borrowers: they create credit and money ex nihilo – extending a loan to the borrower and simultaneously crediting the borrower’s money account."
Lord Adair Turner
Benutzeravatar
Bielefeld09
Beiträge: 8773
Registriert: Mo 19. Jan 2015, 19:48

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Bielefeld09 » So 4. Jun 2017, 22:21

frems hat geschrieben:(04 Jun 2017, 21:58)

Es ging um die Frage der Höhe. Ich habe Dir ein Beispiel genannt, an dem man sich grob orientieren könne. Hinter der Verfassung brauchst Du Dich nicht verstecken. Die wird erst in diesen Tagen wieder an mehreren Stellen geändert.

Über 800 Euro sollte es nicht sein, mal zukünftige Inflationsanpassungen abgesehen.

800 Euro Rente für alle und das beitragsunabhängig?
Das wäre allerdings eine progressive Rentenpolitik in die Armut vieler.
Und so stellst du dir Zukunft vor?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 45758
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 15:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » So 4. Jun 2017, 22:22

frems hat geschrieben:(04 Jun 2017, 22:17)

Es ging nicht darum, dass jeder Grundsicherung erhalten soll, Du Nasenbär. Und Du brauchst mir nicht ein fünftes Mal das heutige Rentensystem erklären, wenn ich Dir mitgeteilt habe, dass es Müll ist.


yoh

Die für bezahlte Beiträge erworbenen Anwartschaften sind "Müll"...

Sicher auch die für bezahlte Beiträge erworbene Ansprüche auf Übernahme von Kosten in der GKV..
oder die Leistungen im Schadensfall bei Versicherungen
oder die Auszahlungen der LV für die bezahlten Beiträge...

usw...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 45758
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 15:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » So 4. Jun 2017, 22:23

prime-pippo hat geschrieben:(04 Jun 2017, 22:21)

Deine Position ist ja nicht neu, aber mir ist weiterhin völlig schleierhaft, welchen positiven Effekt du dir davon erhoffst, Renten zu kürzen.

.



er möchte die Rentner BESTRAFEN


weil SIE für angeblich für die Staatsschulden verantwortlich sind...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 45086
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 14:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » So 4. Jun 2017, 22:30

Bielefeld09 hat geschrieben:(04 Jun 2017, 22:21)

800 Euro Rente für alle und das beitragsunabhängig?
Das wäre allerdings eine progressive Rentenpolitik in die Armut vieler.
Und so stellst du dir Zukunft vor?

Viele Länder kommen gut ohne diese Beitragsabhängigkeit aus. Wenn man unbedingt an ihr festhalten will, kann man ja eine Spanne von 750 bis 850 festsetzen. Wer viel eingezahlt hat, kriegt dann auch mehr.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 45086
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 14:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » So 4. Jun 2017, 22:30

prime-pippo hat geschrieben:(04 Jun 2017, 22:21)

Deine Position ist ja nicht neu, aber mir ist weiterhin völlig schleierhaft, welchen positiven Effekt du dir davon erhoffst, Renten zu kürzen.

Wenn du meinst, den Jüngeren werde zu viel in Form von Sozialabgaben und/oder Steuern abgenommen, dann solltest du dich hier für Entlastungen aussprechen. Diese Entlastungen sind prinzipiell auch ohne Rentenkürzungen umsetzbar.

Ob ich Renten erhöhe/kürze und ob ich Sozialabgaben und Steuern erhöhe/kürze sind zwei (fast) unabhängige Themen, die (weitgehend) getrennt voneinander entschieden werden müssen.

Jetzt sag doch bitte noch, dass der Staat sich einfach ins Unendliche verschulden sollte, damit das Paradies auf Erden ausbricht.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 45086
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 14:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » So 4. Jun 2017, 22:32

Realist2014 hat geschrieben:(04 Jun 2017, 22:23)

er möchte die Rentner BESTRAFEN


weil SIE für angeblich für die Staatsschulden verantwortlich sind...

Schnack nich.

Realist2014 hat geschrieben:(04 Jun 2017, 22:22)
Die für bezahlte Beiträge erworbenen Anwartschaften sind "Müll"...

Korrekt. Ist ja kein Sparschwein.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 45758
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 15:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » So 4. Jun 2017, 22:32

frems hat geschrieben:(04 Jun 2017, 22:30)

Viele Länder kommen gut ohne diese Beitragsabhängigkeit aus. Wenn man unbedingt an ihr festhalten will, kann man ja eine Spanne von 750 bis 850 festsetzen. Wer viel eingezahlt hat, kriegt dann auch mehr.


"man" wird in D am Äquivalenzprinzip festhalten- weil gerecht

und in welchen Länder innerhalb der EU ist die Rente unabhängig von den bezahlten Beiträgen?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 45758
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 15:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Realist2014 » So 4. Jun 2017, 22:33

frems hat geschrieben:(04 Jun 2017, 22:32)

Schnack nich.


Korrekt. Ist ja kein Sparschwein.



ich "schnak nicht"

ich wiederhole nur DEINE "Sichtweise"...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 45086
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 14:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » So 4. Jun 2017, 22:35

Realist2014 hat geschrieben:(04 Jun 2017, 22:33)

ich "schnak nicht"

ich wiederhole nur DEINE "Sichtweise"...

Wie soll man denn jene bestrafen, die gar nicht mehr leben? Die Frage ist ja viel mehr, warum Du die Jüngeren bestrafen willst. Gut, willst Du vielleicht ja gar nicht, aber man kann's ja auch einfach mal behaupten, oder? :p
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
prime-pippo
Beiträge: 16739
Registriert: Mo 23. Apr 2012, 13:03

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon prime-pippo » So 4. Jun 2017, 22:40

frems hat geschrieben:(04 Jun 2017, 22:30)

Jetzt sag doch bitte noch, dass der Staat sich einfach ins Unendliche verschulden sollte, damit das Paradies auf Erden ausbricht.


Vielleicht einfach mal den Kopf einschalten...

Glaubst du, dass Kürzungen des realen Lebensstandards der Alten notwendig sind, um den realen Lebensstandard der Jüngeren zu erhöhen? Glaubst du, es mangele diesbezüglich an Produktionspotentialen, die eine relativ komfortable Versorgung der Alten UND Jungen ermöglichen?

Wenn du das glaubst, dann kann man darüber nachdenken, was an deinem Vorschlag zur Kürzung der Renten bedenkenswert ist.

Wenn du dagegen mit der Staatsverschuldung argumentierst, dann ist das zwar eine beliebte aber trotzdem absurde Argumentation.
"Banks do not, as too many textbooks still suggest, take deposits of existing money from savers and lend it out to borrowers: they create credit and money ex nihilo – extending a loan to the borrower and simultaneously crediting the borrower’s money account."
Lord Adair Turner
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 45086
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 14:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » So 4. Jun 2017, 22:46

prime-pippo hat geschrieben:(04 Jun 2017, 22:40)Glaubst du, dass Kürzungen des realen Lebensstandards der Alten notwendig sind, um den realen Lebensstandard der Jüngeren zu erhöhen? Glaubst du, es mangele diesbezüglich an Produktionspotentialen, die eine relativ komfortable Versorgung der Alten UND Jungen ermöglichen?

Wer redet denn von der Erhöhung der Versorgung der Jungen? Es reicht völlig, wenn man einfach die Renten angemessen senkt. Ob man dann Steuern und Beiträge senkt, oder das Geld in die Zukunft investiert, kann man dann ja noch immer schauen.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Bielefeld09
Beiträge: 8773
Registriert: Mo 19. Jan 2015, 19:48

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon Bielefeld09 » So 4. Jun 2017, 22:50

frems hat geschrieben:(04 Jun 2017, 22:30)

Viele Länder kommen gut ohne diese Beitragsabhängigkeit aus. Wenn man unbedingt an ihr festhalten will, kann man ja eine Spanne von 750 bis 850 festsetzen. Wer viel eingezahlt hat, kriegt dann auch mehr.

Du schlägst also eine leistungsabhängige Rente / Grundsicherung bis 850 Euro für alle vor.
Wer mehr haben will im Alter, soll privat vorsorgen.
Kein schlechter Gedanke.
Nur wie möchtest du das Problem der jetzt schon erwirtschafteten Rentenanwartschaften lösen?
Und sinken bei deinem Modell die Rentenbeiträge?
Sorry, ich frage ja nur.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
Benutzeravatar
prime-pippo
Beiträge: 16739
Registriert: Mo 23. Apr 2012, 13:03

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon prime-pippo » So 4. Jun 2017, 22:53

frems hat geschrieben:(04 Jun 2017, 22:46)

Wer redet denn von der Erhöhung der Versorgung der Jungen?


Wenn du dir davon keine Verbesserung des realen Lebensstandards der Jungen erhoffst, wozu dann die Rentenkürzungen?

Das Mindeste, das mit der Rentenkürzung verbunden sein müsste, ist eine entsprechende Erhöhung der Kaufkraft der Jungen. Ansonsten schwächst du nur die Gesamtnachfrage, mit selbstverständlich negativen Folgen für die Wirtschaft.

Noch einmal gefragt: WOZU? Ich erkenne keinerlei Nutzen.
"Banks do not, as too many textbooks still suggest, take deposits of existing money from savers and lend it out to borrowers: they create credit and money ex nihilo – extending a loan to the borrower and simultaneously crediting the borrower’s money account."
Lord Adair Turner
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 45086
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 14:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Warum ist man bei der Rentenpolitik so konservativ?

Beitragvon frems » So 4. Jun 2017, 22:55

Bielefeld09 hat geschrieben:(04 Jun 2017, 22:50)

Du schlägst also eine leistungsabhängige Rente / Grundsicherung bis 850 Euro für alle vor.
Wer mehr haben will im Alter, soll privat vorsorgen.
Kein schlechter Gedanke.
Nur wie möchtest du das Problem der jetzt schon erwirtschafteten Rentenanwartschaften lösen?
Und sinken bei deinem Modell die Rentenbeiträge?
Sorry, ich frage ja nur.

Natürlich steht's jedem frei, privat vorzusorgen. Das stellt doch niemand in Frage. Die Anwartschaften werden im optimalen Falle gestrichen und im semioptimalen Falle (teilweise) ausgezahlt. Ob man die Beiträge senkt, ist mir ehrlich gesagt egal. Es reicht schon, wenn sie nicht durch die Decke schießen.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.

Zurück zu „10. Sozialpolitik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste