Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

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frems
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Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon frems » Mo 12. Aug 2013, 17:05

Niedergang vieler deutscher Regionen nicht zu stoppen

Die Alterung der Bevölkerung trifft ländliche Gebiete extra hart, während etliche Städte weiter prosperieren. Wissenschaftler fordern, das Dogma von der Gleichheit der Lebensbedingungen aufzugeben.

...

Unter dem Titel "Anleitung zum Wenigersein" hat die unabhängige Denkfabrik eine Demografiestrategie entwickelt. Nur wenn Deutschland aktiv den Wandel gestalte, könnten die Folgen weniger dramatisch verlaufen, mahnen die Experten. Vor allem müsste sich die Politik von dem im Grundgesetz verankerten Dogma verabschieden, dass der Staat bundesweit für gleichwertige Lebensverhältnisse zu sorgen habe. Denn der Niedergang vieler ländlicher Regionen sei nicht zu stoppen.

Viele Städte würden dagegen entgegen dem Trend auch künftig prosperieren. Neben weit reichenden Sozialreformen fordert das Institut deshalb einen geordneten Rückbau von solchen absterbenden Kommunen und die Bereitschaft, wachsende regionale Unterschiede in der Lebensqualität zu akzeptieren.

http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... oppen.html

Eine Entwicklung, die viele Menschen in diesem Land betrifft, aber vorwiegenden in Gemeinden diskutiert wird -- sei es aufgrund schließender Infrastrukturen durch Bevölkerungsabnahme, oder einen "Wohnungsmangel" in relativ schnell wachsenden Städten, wodurch vor allem für sozial schwache Einkommen die Miete problematisch wird. Im Wahlkampf geht dieses Thema aber ziemlich unter.

Wie sollte man Eurer Meinung nach damit umgehen? Sich, wie gefordert, vom genannten Dogma verabschieden und der Entwicklung einfach freien Lauf lassen statt weitere Milliarden reduzieren? Oder sollte dort noch mehr Geld seitens der öffentlichen Hand mobilisiert werden, um möglichst ähnliche Lebensbedingungen in allen Gebieten Deutschlands zu gewährleisten?

(der Vollständigkeit halber: Natürlich gibt es ländliche Gemeinden, die wachsen, genau wie Städte, die schrumpfen. Dies sind aber bundesweit betrachtet eher die Ausnahmen. Daher die eher "einseitige" Frage in der Überschrift, um die Diskussion anzuregen)
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Thomas I
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon Thomas I » Mo 12. Aug 2013, 17:16

Es macht ökologisch wie ökonomisch mehr Sinn die Menschen in den Ballungsräumen zu konzentrieren. Außer bei Landwirten natürlich...
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'Infi
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon 'Infi » Mo 12. Aug 2013, 17:46

Thomas I » Mo 12. Aug 2013, 17:16 hat geschrieben:Es macht ökologisch wie ökonomisch mehr Sinn die Menschen in den Ballungsräumen zu konzentrieren. Außer bei Landwirten natürlich...

Natürlich macht es überspitzt gesagt ökologisch mehr Sinn, die Menschen so eng wie möglich zusammenzupferchen. (auch wenn du das nicht direkt meintest).

Ich möchte nicht in einer Großstadt wohnen, nur weil das ökologisch mehr Sinn macht oder ökonomisch besser für alle ist. Wohnen und Leben ist irgendwie auch mehr als Berechnung und Kosten/Nutzenkalkulation.
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Liegestuhl
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon Liegestuhl » Mo 12. Aug 2013, 17:49

Ich habe beides ausprobiert. Ich habe bereits in einem Dorf und in einer Ortschaft gewohnt. Beides hat seine Vor- und Nachteile.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon pikant » Mo 12. Aug 2013, 18:05

das ist ja eine alte Diskussion
am Ende entscheiden die Buerger mit ihrer Wohnortwahl und seit Jahren haelt der Trend hin zu den Grossstaedten an!

aus oekonomischer und oekologischer Sicht ist das sicherlich zu begruessen!

die Arbeitsplaetze sind eben in oder am Rande der Staat vielerorts angesiedelt und viele Unternehmen siedeln sich dort an, wo es eine sehr gute Infrastruktur gibt!
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon Antisozialist » Mo 12. Aug 2013, 19:48

pikant » Mo 12. Aug 2013, 18:05 hat geschrieben:das ist ja eine alte Diskussion
am Ende entscheiden die Buerger mit ihrer Wohnortwahl und seit Jahren haelt der Trend hin zu den Grossstaedten an!

aus oekonomischer und oekologischer Sicht ist das sicherlich zu begruessen!

die Arbeitsplaetze sind eben in oder am Rande der Staat vielerorts angesiedelt und viele Unternehmen siedeln sich dort an, wo es eine sehr gute Infrastruktur gibt!


In Großstädten müssen viele Bürger in kleinen, lauten und trotzdem teuren Wohnungen leben, während draußen Verwahrlosigkeit und Anarchie toben. Und die Grünen wollen den Sprit so teuer machen, dass dort kaum noch jemand zum Arbeiten einpendeln kann und stattdessen im Moloch in der Nähe seines Arbeitsplatzes leben muss.
Pudding: "Sollte ein Sklavenhalter versuchen bei uns in der Ferttigung Werbung für seine Sklavenhaltung zu machen würde er einen Unfall haben."
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon Antisozialist » Mo 12. Aug 2013, 19:54

frems » Mo 12. Aug 2013, 17:05 hat geschrieben:http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... oppen.html

Eine Entwicklung, die viele Menschen in diesem Land betrifft, aber vorwiegenden in Gemeinden diskutiert wird -- sei es aufgrund schließender Infrastrukturen durch Bevölkerungsabnahme, oder einen "Wohnungsmangel" in relativ schnell wachsenden Städten, wodurch vor allem für sozial schwache Einkommen die Miete problematisch wird. Im Wahlkampf geht dieses Thema aber ziemlich unter.

Wie sollte man Eurer Meinung nach damit umgehen? Sich, wie gefordert, vom genannten Dogma verabschieden und der Entwicklung einfach freien Lauf lassen statt weitere Milliarden reduzieren? Oder sollte dort noch mehr Geld seitens der öffentlichen Hand mobilisiert werden, um möglichst ähnliche Lebensbedingungen in allen Gebieten Deutschlands zu gewährleisten?

(der Vollständigkeit halber: Natürlich gibt es ländliche Gemeinden, die wachsen, genau wie Städte, die schrumpfen. Dies sind aber bundesweit betrachtet eher die Ausnahmen. Daher die eher "einseitige" Frage in der Überschrift, um die Diskussion anzuregen)


In Deutschland wird der Pendler von den Grünen beschimpft und vom Staat abgezockt, obwohl dieser den Wohnungsmarkt in den Ballungszentren und den Arbeitsmarkt in der Peripherie entlastet.
Pudding: "Sollte ein Sklavenhalter versuchen bei uns in der Ferttigung Werbung für seine Sklavenhaltung zu machen würde er einen Unfall haben."
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon Zeta » Mo 12. Aug 2013, 19:56

frems » Mo 12. Aug 2013, 17:05 hat geschrieben:http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... oppen.html

Eine Entwicklung, die viele Menschen in diesem Land betrifft, aber vorwiegenden in Gemeinden diskutiert wird -- sei es aufgrund schließender Infrastrukturen durch Bevölkerungsabnahme, oder einen "Wohnungsmangel" in relativ schnell wachsenden Städten, wodurch vor allem für sozial schwache Einkommen die Miete problematisch wird. Im Wahlkampf geht dieses Thema aber ziemlich unter.

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Auf jeden Fall unterstützen!
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Zudem: nur in Städten entsteht Kultur. Erstarken diese wieder, kommt das der deutschen Kultur zugute.
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon Adam Smith » Mo 12. Aug 2013, 20:04

Zeta » Mo 12. Aug 2013, 19:56 hat geschrieben:Auf jeden Fall unterstützen!
Wir können größere Gebiete renaturieren, sparen an Straßenbau und Fahrtzeiten.
Zudem: nur in Städten entsteht Kultur. Erstarken diese wieder, kommt das der deutschen Kultur zugute.


Bist du denn auch für Hochhäuser?
HugoBettauer

Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon HugoBettauer » Mo 12. Aug 2013, 21:07

Wissenschaftler, die Politiker spielen, sollte man abwählen.

Eine politische Entscheidung wie die, ob man auf Kosten der deutschen Normalität Pleiteprojekte wie Berlin oder das unsägliche Hannover weiter fördern will, ist eine Willensentscheidung und keine Frage von Gutachtern.
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Quatschki
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon Quatschki » Mo 12. Aug 2013, 21:40

Zeta » Mo 12. Aug 2013, 19:56 hat geschrieben:Zudem: nur in Städten entsteht Kultur. Erstarken diese wieder, kommt das der deutschen Kultur zugute.

Der deutschen wohl kaum...
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon NMA » Mo 12. Aug 2013, 21:41

frems » Mo 12. Aug 2013, 17:05 hat geschrieben:Oder sollte dort noch mehr Geld seitens der öffentlichen Hand mobilisiert werden,


Weißt du denn, wieviel Geld es ist, das in den angeblich zwecklosen Erhalt ländlicher Räume fließt?

Und ist es überhaupt deutsches Geld? Es gibt EU-Förderprogramme wie LEADER, die für deutsche ländliche Räume mehr zur Verfügung hätten, wenn nur der Leidensdruck hoch genug wäre, dass die Gemeindevertreter diese Gelder maximal ausschöpfen. Man schimpft immer über EU-Förderung für Tunnelbau auf Madeira o. Ä., holt sich aber nicht, was einem zusteht.

Es geht nicht immer nur um Effizienz im Leben. Für viele Menschen bedeutet eben das "Landleben" (anhand früherer Andeutungen in der Weinstube würdest du ja glatt Mittelzentren leerfegen wollen) weitaus mehr Lebensqualität. Und Kulturlandschaftspflege geht nicht von der Stadt aus. Die ist aber wichtig, wenn wir gesunde, nutzbare, ertragreiche Naturräume haben wollen.
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon NMA » Mo 12. Aug 2013, 21:43

Zeta » Mo 12. Aug 2013, 19:56 hat geschrieben:

Zudem: nur in Städten entsteht Kultur.


:rolleyes: Was ist das denn für ein Dummfug? Kannst du diese Ansicht einmal begründen bitte?
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon jack000 » Mo 12. Aug 2013, 21:49

Stellt sich denn überhaupt die Frage was man will? Es passiert doch so wie es passiert. In vielen ländlichen Regionen entstehen keine Arbeitsplätze mehr und die arbeitsfähigen Menschen zieht es in die Städte, bzw. es siedeln sich keine Firmen mehr an, da entsprechende Arbeitskräfte fehlen.

Aus meiner Sicht sind manche Regionen so oder so nicht mehr zu retten (Sei es in Ost oder West), damit werden wir uns abfinden müssen.
Aber ist denn das überhaupt so schlimm? Dann ist da halt das eine oder andere Kaff in der Pampa menschenleer.
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon Quatschki » Mo 12. Aug 2013, 22:19

Der Staat will halt gern sparen bei Schulen, ärztlicher Versorgung, Straßenbau, Wasser- und Abwasser, Öffentlichem Nahverkehr etc.
obwohl es in viel, viel dünner besiedelten Ländern wie in Skandinavien oder Nordamerika ja auch kein Problem ist, diese Dinge in ausreichendem Umfang zu gewährleisten.
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon Adam Smith » Mo 12. Aug 2013, 22:21

New Model Army » Mo 12. Aug 2013, 21:41 hat geschrieben:
Weißt du denn, wieviel Geld es ist, das in den angeblich zwecklosen Erhalt ländlicher Räume fließt?

Und ist es überhaupt deutsches Geld? Es gibt EU-Förderprogramme wie LEADER, die für deutsche ländliche Räume mehr zur Verfügung hätten, wenn nur der Leidensdruck hoch genug wäre, dass die Gemeindevertreter diese Gelder maximal ausschöpfen. Man schimpft immer über EU-Förderung für Tunnelbau auf Madeira o. Ä., holt sich aber nicht, was einem zusteht.


Auch hierbei handelt es sich teilweise um deutsches Geld.
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon jack000 » Mo 12. Aug 2013, 22:39

Quatschki » Mo 12. Aug 2013, 22:19 hat geschrieben:Der Staat will halt gern sparen bei Schulen, ärztlicher Versorgung, Straßenbau, Wasser- und Abwasser, Öffentlichem Nahverkehr etc.

Was würden denn Investitionen in diese Bereiche ind den Abwanderungsregionen denn an der grundsätzlichen Problematik ändern?

obwohl es in viel, viel dünner besiedelten Ländern wie in Skandinavien oder Nordamerika ja auch kein Problem ist, diese Dinge in ausreichendem Umfang zu gewährleisten.

Hast du dazu eine Quelle? M.E. gibt es doch dort genau die gleiche Problematik. Weder in den USA noch in Skandinavien ist die Geburtenrate bemerkenswert höher als in Deutschland und wenn, dann nicht in Käffern in der Pampa.
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon HugoBettauer » Mo 12. Aug 2013, 22:42

jack000 » Mo 12. Aug 2013, 20:49 hat geschrieben:Stellt sich denn überhaupt die Frage was man will? Es passiert doch so wie es passiert. In vielen ländlichen Regionen entstehen keine Arbeitsplätze mehr


Weil Baden-Württemberg das morbide Berlin finanzieren muss. Umgekehrt wäre es richtig: Statt irgendwelchen Hedgefonds-Wohnungskonzernen die Taschen zur Aufbewahrung von Sozialmietern zu stopfen sollte man sie preiswert aufs Land deportieren, wo sie intakte Wirtschaft und einen ausgefüllten Arbeitstag kennenlernen - bei preiswerten Mieten, meist von kleinen Einzeleigentümern, die man persönlich kennt.
pudding

Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon pudding » Di 13. Aug 2013, 06:24

Zeta » Mo 12. Aug 2013, 19:56 hat geschrieben:Auf jeden Fall unterstützen!
Wir können größere Gebiete renaturieren, sparen an Straßenbau und Fahrtzeiten.
Zudem: nur in Städten entsteht Kultur. Erstarken diese wieder, kommt das der deutschen Kultur zugute.

So wie in Berlin? Dem Kulturzentrum der Republik? :p
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon Antisozialist » Di 13. Aug 2013, 07:09

SoleSurvivor » Mo 12. Aug 2013, 22:42 hat geschrieben:
Weil Baden-Württemberg das morbide Berlin finanzieren muss. Umgekehrt wäre es richtig: Statt irgendwelchen Hedgefonds-Wohnungskonzernen die Taschen zur Aufbewahrung von Sozialmietern zu stopfen sollte man sie preiswert aufs Land deportieren, wo sie intakte Wirtschaft und einen ausgefüllten Arbeitstag kennenlernen - bei preiswerten Mieten, meist von kleinen Einzeleigentümern, die man persönlich kennt.


Auch Kleinvermieter auf dem Land haben kein Interesse daran, an Risikomieter zu vermieten, wenn keine entsprechend hohen Gewinnchancen bestehen.
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