LeistungsGedanke

Moderator: Moderatoren Forum 7

lili
Beiträge: 4226
Registriert: Mi 5. Nov 2014, 20:51

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon lili » Di 16. Jul 2019, 21:37

Misterfritz hat geschrieben:(16 Jul 2019, 21:28)

Ach, Miete und Strom wollen die auch nicht zahlen, oder wie soll ich Deinen Post verstehen?


Die müssen das zahlen, auch wenn sie am Ende kaum etwas übrig haben.
,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

Max Stirner
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 9753
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Misterfritz » Di 16. Jul 2019, 21:40

lili hat geschrieben:(16 Jul 2019, 21:36)

Es kommt auf die Steuerklasse und auf die Lohntabelle an und du kannst nicht einfach pauschalisieren. Es gibt doch ein guten Grund warum sich Leute wegen Steuererhöhungen aufregen. :rolleyes:
Ja, sicherlich,
wenn man Klasse 5 hat, dann geht da schon was weg. Das bedeutet aber auch, dass es einen Ehepartner gibt, der im Zweifel viel besser verdient und die bessere Lohnsteuerklasse hat - was unter dem Strich insgesamt mehr netto bringt.
Und die Lohnsteuer für untere Einkommen ist nicht gestiegen.
lili
Beiträge: 4226
Registriert: Mi 5. Nov 2014, 20:51

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon lili » Di 16. Jul 2019, 21:42

Misterfritz hat geschrieben:(16 Jul 2019, 21:40)

Ja, sicherlich,
wenn man Klasse 5 hat, dann geht da schon was weg. Das bedeutet aber auch, dass es einen Ehepartner gibt, der im Zweifel viel besser verdient und die bessere Lohnsteuerklasse hat - was unter dem Strich insgesamt mehr netto bringt.
Und die Lohnsteuer für untere Einkommen ist nicht gestiegen.



Guck dir mal diesen Link an: https://blogs.faz.net/fazit/2018/03/01/arme-zahlen-zu-viel-steuern-9714/
,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

Max Stirner
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16635
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Dark Angel » Di 16. Jul 2019, 21:43

Selina hat geschrieben:(16 Jul 2019, 21:14)

Leistungsträger = Steuerzahler ist eben zu kurz gesprungen. Viele "Arbeitnehmer", die keine oder nur wenige Steuern zahlen, leisten oftmals mehr als die, die mehr Steuern zahlen. Sie bringen Leistung im wahrsten Sinne des Wortes, manchmal in zwei Jobs, sie ackern, sie arbeiten bis zum Umfallen, sie pflegen die Alten und Kranken, sie räumen unseren Dreck weg. Das sind sie wirklichen Leistungsträger, ohne die nichts laufen würde.

Nein, sie leisten NICHT mehr!
Extra für DICH:

"In der BWL wird Leistung als Ergebnis eines zielgerichteten produktiven Einsatzes von personalen, materiellen und/oder immateriellen Produktionsfaktoren definiert.

Desweiteren bedeutet Leistung in der BWL in Geld bewertete, aus dem betrieblichen Produktionsprozeß hervorgegangene Güter einer Abrechnungsperiode."


Und auch nochmal extra für DICH - Pflegeberufe sind KEINE Niedriglohnberufe und sie werden NICHT schlecht bezahlt!
Ein/e Krankenpfleger/Krankenschwester verdient zwischen 2400 und 3200€ brutto, das Durchschnittgehalt eines Altenpflegers/Altenpflegerin beträgt 2700€.
Das sind KEINE schlecht bezahlten Jobs! Ich weiß ja nicht, was Du für Vorstellungen hast, auf alle Fälle hast du jeglichen Bezug zur Realität verloren!
Nur weil Pflegekräfte - krass ausgedrückt anderer Leute Scheiße wegräumen, erbringen sie nicht mehr Leistung als ein Elektriker oder Müllmann. Die verdienen inetwa das Gleiche.
Seltsamerweise jammern und klagen diejenigen über die angeblich so schlechte Bezahlung im Pflegebereich, die a) NICHT im diesem Bereich arbeiten, nie in diesem Bereich gearbeitet haben und b) Null Ahnung von wirtschaftlichen Belangen haben, diejenigen die im Pflegebereich arbeiten, jammern und beklagen sich seltsamerweise nicht, im Gegenteil sie lieben ihren Beruf.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 16635
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Dark Angel » Di 16. Jul 2019, 21:47

lili hat geschrieben:(16 Jul 2019, 21:16)

Was Quatsch...Nochmal: Wenn du über eine bestimmte Summe verdienst dann musst du Steuern zahlen. Für Leute unter diese Summe die müssen keine Steuern zahlen. Das meine ich mit Grauzone.

Es gibt keine "Grauzone". Wer bis einschließlich 9168 € Jahreseinkommen hat, zahlt KEINE Steuern.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
lili
Beiträge: 4226
Registriert: Mi 5. Nov 2014, 20:51

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon lili » Di 16. Jul 2019, 21:50

Dark Angel hat geschrieben:(16 Jul 2019, 21:43)

Nein, sie leisten NICHT mehr!
Extra für DICH:

"In der BWL wird Leistung als Ergebnis eines zielgerichteten produktiven Einsatzes von personalen, materiellen und/oder immateriellen Produktionsfaktoren definiert.

Desweiteren bedeutet Leistung in der BWL in Geld bewertete, aus dem betrieblichen Produktionsprozeß hervorgegangene Güter einer Abrechnungsperiode."


Und auch nochmal extra für DICH - Pflegeberufe sind KEINE Niedriglohnberufe und sie werden NICHT schlecht bezahlt!
Ein/e Krankenpfleger/Krankenschwester verdient zwischen 2400 und 3200€ brutto, das Durchschnittgehalt eines Altenpflegers/Altenpflegerin beträgt 2700€.
Das sind KEINE schlecht bezahlten Jobs! Ich weiß ja nicht, was Du für Vorstellungen hast, auf alle Fälle hast du jeglichen Bezug zur Realität verloren!
Nur weil Pflegekräfte - krass ausgedrückt anderer Leute Scheiße wegräumen, erbringen sie nicht mehr Leistung als ein Elektriker oder Müllmann. Die verdienen inetwa das Gleiche.
Seltsamerweise jammern und klagen diejenigen über die angeblich so schlechte Bezahlung im Pflegebereich, die a) NICHT im diesem Bereich arbeiten, nie in diesem Bereich gearbeitet haben und b) Null Ahnung von wirtschaftlichen Belangen haben, diejenigen die im Pflegebereich arbeiten, jammern und beklagen sich seltsamerweise nicht, im Gegenteil sie lieben ihren Beruf.



Ich kenne privat Leute die in der Pflege arbeiten. Es sind aber nur Teilzeitverträge und es ist ein Knochenharter Job. Die Pflegehelfer machen die gleiche Arbeit wie die Altenpfleger. Dürfen sie normalerweise nicht, haben aber keine andere Wahl. Dazu haben sie noch ein schlechteren Lohn.

Dein Argument widerspricht sich. Wenn man die Leistungsgesellschaft kritisiert schreibst du alles ist Leistung und jetzt differenzierst du es. Was denn nun?
,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

Max Stirner
lili
Beiträge: 4226
Registriert: Mi 5. Nov 2014, 20:51

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon lili » Di 16. Jul 2019, 21:51

Dark Angel hat geschrieben:(16 Jul 2019, 21:47)

Es gibt keine "Grauzone". Wer bis einschließlich 9168 € Jahreseinkommen hat, zahlt KEINE Steuern.


Mit Grauzone meine ich, dass man mehr als die besagte Summe verdient, aber trotzdem wirtschaftlich zu den Armen gehört.
,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

Max Stirner
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 9753
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Misterfritz » Di 16. Jul 2019, 21:58

lili hat geschrieben:(16 Jul 2019, 21:51)

Mit Grauzone meine ich, dass man mehr als die besagte Summe verdient, aber trotzdem wirtschaftlich zu den Armen gehört.
Bei der besagten Summe arbeitest Du nicht Vollzeit - und ja, zu den Armen gehört man damit sicherlich - wenn man nicht verheiratet ist mit mitverdienedem Eheparrtner.
lili
Beiträge: 4226
Registriert: Mi 5. Nov 2014, 20:51

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon lili » Di 16. Jul 2019, 22:02

Misterfritz hat geschrieben:(16 Jul 2019, 21:58)

Bei der besagten Summe arbeitest Du nicht Vollzeit - und ja, zu den Armen gehört man damit sicherlich - wenn man nicht verheiratet ist mit mitverdienedem Eheparrtner.


Das meine ich ja.
,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

Max Stirner
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 9753
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Misterfritz » Di 16. Jul 2019, 22:19

lili hat geschrieben:(16 Jul 2019, 22:02)

Das meine ich ja.
Was meintest Du? Oder hast Du meinen Post nicht ganz gelesen?
lili
Beiträge: 4226
Registriert: Mi 5. Nov 2014, 20:51

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon lili » Di 16. Jul 2019, 22:22

Misterfritz hat geschrieben:(16 Jul 2019, 22:19)

Was meintest Du? Oder hast Du meinen Post nicht ganz gelesen?


Wenn diese besagte Person keinen Partner hat.
,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

Max Stirner
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 9753
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Misterfritz » Di 16. Jul 2019, 22:27

lili hat geschrieben:(16 Jul 2019, 22:22)

Wenn diese besagte Person keinen Partner hat.
Dann bezahlt sie auch keine Steuern, wenn sie denn, wie Du behauptest, nur 900€ netto verdient.
lili
Beiträge: 4226
Registriert: Mi 5. Nov 2014, 20:51

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon lili » Di 16. Jul 2019, 22:37

Misterfritz hat geschrieben:(16 Jul 2019, 22:27)

Dann bezahlt sie auch keine Steuern, wenn sie denn, wie Du behauptest, nur 900€ netto verdient.


Es ist ein bisschen drüber. Sie muss Steuern zahlen.
,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

Max Stirner
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 12214
Registriert: Do 29. Sep 2016, 15:33

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Selina » Di 16. Jul 2019, 23:21

Der Begriff "Leistungsgesellschaft" suggeriert, dass es jeder, der fleißig und strebsam ist, auch zu etwas bringen kann. Dem ist aber nicht so. Viele rackern sich ab fürn Äppel und fürn Ei und es kommt nichts rüber dabei. Schuften ohne Ende, ohne Aufstiegsmöglichkeiten, ungerecht entlohnt. Ein Hamsterrad, das krank macht. Das ist eine Schein-Leistungsgesellschaft, eine, die spaltet statt verbindet.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 14018
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 17. Jul 2019, 08:13

Dark Angel hat geschrieben:(16 Jul 2019, 14:53)

Nein, Leistung ist KEIN "ziemlich seltsamer Begriff", zumindest nicht für jemanden, der nicht so eindimensional, haarspalterisch unterwegs ist wie DU.
Jeder andere weiß nämlich, dass es neben der physikalischen Definition von Leistung auch eine betriebswirtschaftliche gibt.
In der BWL wird Leistung als Ergebnis eines zielgerichteten produktiven Einsatzes von personalen, materiellen und/oder immateriellen Produktionsfaktoren definiert.
Womit sich die betriebswirtschaftliche Definition gar nicht sooo sehr von der physikalischen unterscheidet.
Desweiteren bedeutet Leistung in der BWL in Geld bewertete, aus dem betrieblichen Produktionsprozeß hervorgegangene Güter einer Abrechnungsperiode.
Ein Maler, der ein Bild malt, erbringt Leistung - in Form eines Bildes = Ergebnis eines zielgerichteten produktiven Prozesses.

Keine Ahnung, wie Du auf den Schwachsinn kommst, Leistung könnte irgend etwas mit "kumulativ "verrichtete Arbeit" " zu tun haben oder es handele sich um irgendwelche Potenziale.
In diesem Zusammenhang ist auch Deine Bezugnahme auf Hannah Arendt völlig sinnbefreit, weil Leistung bzw Leistungsgesellschft immer noch nichts mit Deiner herbeiphantasierten "kumulativ "verrichtete Arbeit" " zu tun hat, sondern immer noch mit ergebnisorientierter zielgerichteten Arbeit.

Du kannst also getrost aufhören, auf Deinen selbst gebastelten Strohmann einzudreschen und das Thema zu schreddern! :mad2:


Wenn es sich nicht hundertprozentig um eine Bestätigung deiner Ansichten handelt, dann kann es sich nur um eine "Threadschredderung" handeln, klar.

Selbstverständlich stehen Leistung, Arbeit und Zeit in einerm Verhältnis, das dazu berechtigt, von Leistung als einem Potenzial zu sprechen, das sich von kumulativ verrichteter Arbeit unterscheidet. Die Leistungsangabe eines technischen Geräts in Kilowatt sagt etwas darüber aus, was dieses Gerät in einer gegebenen Zeitspanne an Arbeit verrichten, an summarischer Energie abgeben kann. Kilowatt, nicht Kilowattstunde.

Der Widersrpruch des soziologischen Begriffs "Leistungsgesellschaft" besteht darin, dass damit noch nicht die sozialen Aushandlungsprozesse benannt werden, in denen geklärt wird, welche Leistungen denn eigentlich wie sinnvoll und menschengerecht ausgeführt werden sollen.

Insofern handelt es sich tatsächlich nur um eine leere Worthülse.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 14018
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 17. Jul 2019, 08:34

Agesilaos Megas hat geschrieben:(16 Jul 2019, 18:36)

"Leistung" ist deshalb ein seltsamer Begriff, weil er, wie "Kultur", nicht einer sprachimmanenten Logik folgt, sondern heutzutage etwas ganz Konkretes bezeichnen will, dabei aber nicht über die Metapher hinauskommt. "leisten" stammt zunächst vom goth. Nomen laists, "Fußstapfen", und als Verbum ist das "fußstapfen" etwas wie "einer Spur folgen", "folgen".

Ah. Danke. Danach hatte ich gesucht. Die Etymologie, die Wortherkunft eines Begriffs fördert grundsätzlich immer Aufschlussreiches zutage. Aus dem zivilisatorischen Unterbewusstsein sozusagen. Leistungserbringung als reiner Nachvollzug blendet alle Sinndiskussionen aus. Protestantische Ethik? Max Weber?
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Alpha Centauri
Beiträge: 5502
Registriert: Mo 19. Jun 2017, 10:49

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 17. Jul 2019, 10:40

Selina hat geschrieben:(16 Jul 2019, 23:21)

Der Begriff "Leistungsgesellschaft" suggeriert, dass es jeder, der fleißig und strebsam ist, auch zu etwas bringen kann. Dem ist aber nicht so. Viele rackern sich ab fürn Äppel und fürn Ei und es kommt nichts rüber dabei. Schuften ohne Ende, ohne Aufstiegsmöglichkeiten, ungerecht entlohnt. Ein Hamsterrad, das krank macht. Das ist eine Schein-Leistungsgesellschaft, eine, die spaltet statt verbindet.


So ist es. " Leistung muss sich lohnen" der alte FDP Slogan hält dem Realitätstest nicht stand , für einen Pfleger, Paketzusteller, Wachmann, Friseur, Lageristen, Erzieher, Sozialarbeiter, Bäcker , Fleischer usw lohnt sich rein finanziell gesehen Leistung eben nicht dagegen für ganz leistungslos für Erben, Spekulanten, Lottogewinner.
Mendoza
Beiträge: 303
Registriert: Sa 14. Jul 2018, 06:28

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Mendoza » Mi 17. Jul 2019, 11:02

Alpha Centauri hat geschrieben:(17 Jul 2019, 10:40)

So ist es. " Leistung muss sich lohnen" der alte FDP Slogan hält dem Realitätstest nicht stand , für einen Pfleger, Paketzusteller, Wachmann, Friseur, Lageristen, Erzieher, Sozialarbeiter, Bäcker , Fleischer usw lohnt sich rein finanziell gesehen Leistung eben nicht dagegen für ganz leistungslos für Erben, Spekulanten, Lottogewinner.


In erster Linie muss man Glück haben von Eltern erzogen worden zu sein, die einem Intelligenz, Leistungsbereitschaft und Engagement mitgegeben haben, statt Selbstmitleid und Fatalismus.
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 12214
Registriert: Do 29. Sep 2016, 15:33

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Selina » Mi 17. Jul 2019, 11:37

Alpha Centauri hat geschrieben:(17 Jul 2019, 10:40)

So ist es. " Leistung muss sich lohnen" der alte FDP Slogan hält dem Realitätstest nicht stand , für einen Pfleger, Paketzusteller, Wachmann, Friseur, Lageristen, Erzieher, Sozialarbeiter, Bäcker , Fleischer usw lohnt sich rein finanziell gesehen Leistung eben nicht dagegen für ganz leistungslos für Erben, Spekulanten, Lottogewinner.


Genau. Der Begriff "Leistungsgesellschaft" erinnert mich auch ein wenig an den Spruch "Wir sitzen alle in einem Boot", also diejenigen, die die Werte schaffen und die Nutznießer davon, die ja nur einen Bruchteil des finanziellen Ergebnisses wieder in die Produktion investieren. Alle in einem Boot. Ja ja. Eine neue Version der früheren Konvergenztheorie.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
3x schwarzer Kater
Beiträge: 17394
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 16:25
Benutzertitel: Do legst di nieda
Wohnort: Schwaben

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 17. Jul 2019, 11:54

Selina hat geschrieben:(17 Jul 2019, 11:37)
, die ja nur einen Bruchteil des finanziellen Ergebnisses wieder in die Produktion investieren.


Und was ist jetzt ein Bruchteil genau? In Zahlen?
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)

Zurück zu „70. Philosophie“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast