LeistungsGedanke

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lili
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon lili » Di 30. Apr 2019, 14:40

Dark Angel hat geschrieben:(30 Apr 2019, 12:20)

Wo kommt denn unser "immer größer werdender Wohlstand" her?
Fällt der uns in den Schoß?
Lassen wir Sklaven für uns schuften?

NEIN - wir erarbeiten uns unseren Wohlstand und tun das seit bereits 150 Jahren. Nicht umsonst war Deutschland zu Beginn des 20. Jh. drittstärkste Industrienation der Welt - nach den USA und GB!
Das haben wir allerdings nicht geschafft, indem gejammert und gewartet haben, dass jemand kommt und uns jemand aus "unserem Elend" befreit, sondern indem hart gearbeitet wurde, "kluge Köpfe" Erfindungen machten, die zum Fortschritt beitrugen und Menschen Eigentinitiative entwickelten.
Alles Dinge, die im linken Denken keinen Platz haben.

Und nochmal NEIN, da muss die bürgerliche Mitte nicht über ihren Tellerand hinausschauen, weil die NICHT für das - von Linken - bejammerte Elend verantwortlich ist.
Wer seinem Elend entrinnen will, muss selbst etwas dafür tun, muss Korruption und Vetternwirtschaft selbst beseitigen.
Nennt sich Eigenverantwortung und Vertrauen in das eigene Können.
Das dies funktioniert, beweisen Korea, Taivan, Singapoore und beweist Ruanda in Afrika.



Entschuldige, da muss ich eingreifen. Das Leistungsdenken ist doch eine Lüge die man Kindern einpflanzt. Du kannst dich buckeln bis zum Tod und trotzdem nichts bekommen. Außerdem entscheidet doch der Markt ob jemand Erfolg hat oder nicht. Da braucht es Ideen, Kreativität und Glück.
,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Dark Angel » Di 30. Apr 2019, 15:01

lili hat geschrieben:(30 Apr 2019, 14:40)

Entschuldige, da muss ich eingreifen. Das Leistungsdenken ist doch eine Lüge die man Kindern einpflanzt. Du kannst dich buckeln bis zum Tod und trotzdem nichts bekommen. Außerdem entscheidet doch der Markt ob jemand Erfolg hat oder nicht. Da braucht es Ideen, Kreativität und Glück.

Dass der Leistungsgedanke in gewissen Kreisen verpönt ist, ist mir durchaus bekannt und bewusst. Die stehen und fordern halt Vollversorgung vom Staat und dafür aufkommen sollen die Leistungsträger.
Diese Leistungsträger finden sich allerdings in der bürgerlichen Mitte/ in der Mittelschicht und dort ist auch der Leistungsgedanke beheimatet.
Allerdings will sich die bürgerliche Mitte/die Mittelschicht nicht noch mehr schröpfen lassen und begehrt dagegen auf, was dann gerne als Rechtsruck bejammert wird.
Wenn der Leistungsgedanke etwas weiter verbreitet wäre, würde es manchem besser gehen!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon lili » Di 30. Apr 2019, 15:04

Dark Angel hat geschrieben:(30 Apr 2019, 15:01)

Dass der Leistungsgedanke in gewissen Kreisen verpönt ist, ist mir durchaus bekannt und bewusst. Die stehen und fordern halt Vollversorgung vom Staat und dafür aufkommen sollen die Leistungsträger.
Diese Leistungsträger finden sich allerdings in der bürgelichen Mitte/ in der Mittelschicht und dort ist auch der Leistungsgedanke beheimatet.
Allerdings will sich die bürgerliche Mitte/die Mittelschicht nicht noch mehr schröpfen lassen und begehrt dagegen auf, was dann gerne als Rechtsruck bejammert wird.
Wenn der Leistungsgedanke etwas weiter verbreitet wäre, würde es manchem besser gehen!



Nein das tue ich gewiss nicht. Aber Leistung alleine bedeutet nicht automatisch Erfolg.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon lili » Di 30. Apr 2019, 15:58

Dark Angel hat geschrieben:(30 Apr 2019, 15:52)

Wie soll sich denn die bürgeliche Mitte zu einem Rechtsruck verhalten, den es gar nicht gibt bzw der nur in den Köpfen bestimmter Zeitgenossen stattfindet?
Wie soll sich die bürgerliche Mitte denn verhalten, wenn alles als rechts eingeordnet wird, was nicht der eigenen linken Weltsicht entspricht?
Zur bürgerlichen Mitte gehört auch die politische Mitte und die definiert sich von linksliberal über liberal bis konservativ/rechtskonservativ und die ist sehr wohl demokratisch eingestellt bzw verteidigt die Demokratie.
Was man von den Rändern links und rechtsextrem nicht sagen kann.
Linksextreme und Linke sowie Rechtsextreme favorisieren Diktaturen, in denen das Kollektiv in der einen oder anderen Art im Mittelpunkt steht. Beide favorisieren Gleichmacherei auf die eine oder andere Art.
Die einen können ihre Absichten nur besser kaschieren.


Das Leistungsdenken ist rechts. Es ist zu einseitig es nur auf die Verteidigung der eigenen Kultur zu beschränken.

Linksliberal ist mitte-links und das ist an sich eher wenig an Leistung interessiert. Da geht es mehr um Selbstverwirklichung und das streben nach indivudueller Entfaltung (z.B. Künstler)
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Dark Angel » Di 30. Apr 2019, 16:20

lili hat geschrieben:(30 Apr 2019, 15:58)

Das Leistungsdenken ist rechts. Es ist zu einseitig es nur auf die Verteidigung der eigenen Kultur zu beschränken.

Linksliberal ist mitte-links und das ist an sich eher wenig an Leistung interessiert. Da geht es mehr um Selbstverwirklichung und das streben nach indivudueller Entfaltung (z.B. Künstler)

Aua - so viel Unsinn tut jetzt wirklich weh!
Leistungsdenken hat was damit zu tun selbst Leistungen zu erbringen, Leistungen die jedem selbst Nutzen bringen UND die der Gesamtgesellschaft Nutzen bringen, Leistungsdenken hat etwas mit Fortschritt zu tun und zwar in allen gesellschaftlichen Bereichen.
Mit auf die "eigene Kultur beschränken" hat der Leistungsgedanke herzlich wenig zu tun, wie gerade Länder wie Korea, Taivan, Singapoore und andere beweisen. Diese Staaten hat der Leistungsgedanke vom Armenhaus an die Weltspitze befördert.
Aber klar doch - der Leistungsgedanke ist rääächts.
Die eigene Kultur verteidigen - vor allem, wenn es die aufgeklärte westliche Kultur ist, ist das ganz schlimm rääächts.
Dass Humanismus, Völkerrecht, Menschrechte etc ihre Wurzeln in dieser Kultur haben, wird dabei gerne ignoriert.
Selbstverwirklichung ist eng mit dem Leistungsgedanken verflochten, funktioniert überhaupt nur über diesen.
Und ganz nebenbei Selbstverwirklichung IST individuelle Entfaltung, IST die Entwicklung der eigenen Fähigkeiten und Talente, die Entfaltung und Realisierung des inneren Potentials und das funktioniert NICHT ohne Leistung/den Leistungsgedanken.
Jeder Mensch strebt nach Selbstverwirklichung, nicht nur linke/linksliberale Künstler!
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Skull » Di 30. Apr 2019, 16:21

lili hat geschrieben:(30 Apr 2019, 15:58)

Das Leistungsdenken ist rechts. Es ist zu einseitig es nur auf die Verteidigung der eigenen Kultur zu beschränken.

Linksliberal ist mitte-links und das ist an sich eher wenig an Leistung interessiert.
Da geht es mehr um Selbstverwirklichung und das streben nach indivudueller Entfaltung (z.B. Künstler)

Das ist nun wirklich...Blödsinn vom Feinsten.

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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon lili » Di 30. Apr 2019, 16:45

Skull hat geschrieben:(30 Apr 2019, 16:21)

Das ist nun wirklich...Blödsinn vom Feinsten.

mfg


Kannst du dir gerne durchlesen.

https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/pocket-politik/16547/rechts-links-schema
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Selina » Di 30. Apr 2019, 16:48

lili hat geschrieben:(30 Apr 2019, 14:40)

Entschuldige, da muss ich eingreifen. Das Leistungsdenken ist doch eine Lüge die man Kindern einpflanzt. Du kannst dich buckeln bis zum Tod und trotzdem nichts bekommen. Außerdem entscheidet doch der Markt ob jemand Erfolg hat oder nicht. Da braucht es Ideen, Kreativität und Glück.


Dazu kannst du den untenstehenden Kommentar lesen, falls du magst. Da geht es um die "Lüge von der Leistungsgesellschaft". Das passt auch alles in diesen Strang hier, weil der "Leistungsgedanke" eines der Lieblingsthemen von Menschen aus der bürgerlichen Mitte ist. Sie glauben, alleine mit Leistung ließen sich alle Probleme der Gesellschaft aus der Welt räumen. Ein Irrtum. Im Gegenteil: Diese so genannte Leistungsgesellschaft schafft wieder eigene neue Probleme:

Zitat (ist nur ein Ausschnitt, der gesamte Kommentar, siehe Link, ist sehr zu empfehlen):

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Das ist, jeder weiß es, eine Lüge. Die einzigen, die ihr noch anzuhängen vorgeben, sind die, die so tun, als glaubten sie, sie würden so gut bezahlt, weil sie zu den Leistungsträgern gehören. Spätestens seit wir beobachten können, dass Manager, die ihre Firmen ruinieren, nicht nur ihre exorbitanten Gehälter, sondern auch weiter ihre Boni beziehen, glauben wir nicht mehr an die Leistungsgesellschaft. Der Dieselskandal hat jetzt auch dem letzten gläubigen Anhänger der Rede von der Leistungsgesellschaft gezeigt, dass zu den besonders gut vergüteten Leistungen der Betrug gehört.

https://www.fr.de/kultur/literatur/demo ... 62286.html
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon lili » Di 30. Apr 2019, 16:49

Dark Angel hat geschrieben:(30 Apr 2019, 16:20)

Aua - so viel Unsinn tut jetzt wirklich weh!
Leistungsdenken hat was damit zu tun selbst Leistungen zu erbringen, Leistungen die jedem selbst Nutzen bringen UND die der Gesamtgesellschaft Nutzen bringen, Leistungsdenken hat etwas mit Fortschritt zu tun und zwar in allen gesellschaftlichen Bereichen.
Mit auf die "eigene Kultur beschränken" hat der Leistungsgedanke herzlich wenig zu tun, wie gerade Länder wie Korea, Taivan, Singapoore und andere beweisen. Diese Staaten hat der Leistungsgedanke vom Armenhaus an die Weltspitze befördert.
Aber klar doch - der Leistungsgedanke ist rääächts.
Die eigene Kultur verteidigen - vor allem, wenn es die aufgeklärte westliche Kultur ist, ist das ganz schlimm rääächts.
Dass Humanismus, Völkerrecht, Menschrechte etc ihre Wurzeln in dieser Kultur haben, wird dabei gerne ignoriert.
Selbstverwirklichung ist eng mit dem Leistungsgedanken verflochten, funktioniert überhaupt nur über diesen.
Und ganz nebenbei Selbstverwirklichung IST individuelle Entfaltung, IST die Entwicklung der eigenen Fähigkeiten und Talente, die Entfaltung und Realisierung des inneren Potentials und das funktioniert NICHT ohne Leistung/den Leistungsgedanken.
Jeder Mensch strebt nach Selbstverwirklichung, nicht nur linke/linksliberale Künstler!



Ich habe doch gerade geschrieben, dass ich das mit der Kultur nicht so eng sehe. Wenn ich mich selber verwirkliche tue ich das was mir gefällt und diese Form vom Leistungsgedanke bezieht sich doch auf Fleiß in der Erwerbsarbeit und genau das meine ich damit.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Alexyessin » Di 30. Apr 2019, 16:52

Selina hat geschrieben:(30 Apr 2019, 16:48)

Dazu kannst du den untenstehenden Kommentar lesen, falls du magst. Da geht es um die "Lüge von der Leistungsgesellschaft". Das passt auch alles in diesen Strang hier, weil der "Leistungsgedanke" eines der Lieblingsthemen von Menschen aus der bürgerlichen Mitte ist. Sie glauben, alleine mit Leistung ließen sich alle Probleme der Gesellschaft aus der Welt räumen. Ein Irrtum. Im Gegenteil: Diese so genannte Leistungsgesellschaft schafft wieder eigene neue Probleme:


Einspruch. Der Leistungsgedanke ist fast sowas wie die natürliche Überlebensstrategie des Menschen. Nur wer Leistung bringt, bekommt zu Futtern ohne Muttern.
Aber das auf den Rechtsruck bzw. was es damit zu tun haben soll ist mir nicht klar. Außer das du das Leistungsdenken mit Rechts wahrnehmen möchtest.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Selina » Di 30. Apr 2019, 17:09

Alexyessin hat geschrieben:(30 Apr 2019, 16:52)

Einspruch. Der Leistungsgedanke ist fast sowas wie die natürliche Überlebensstrategie des Menschen. Nur wer Leistung bringt, bekommt zu Futtern ohne Muttern.
Aber das auf den Rechtsruck bzw. was es damit zu tun haben soll ist mir nicht klar. Außer das du das Leistungsdenken mit Rechts wahrnehmen möchtest.


Das Thema "Leistungsgedanke" wurde hier mit eingebracht in den Strang, weil die "Leistungsgesellschaft" von etlichen Leuten fast auf religiöse Art angebetet wird. Ja, mit Rechtsruck scheint das vordergründig nichts zu tun zu haben, höchstens mit einer zunächst gewollten Entpolitisierung der Gesellschaft, die in der Endkonsequenz dann wieder zu einem neuen Rechtsruck führte. Im Kern geht es darum, dass viele Leute aus der bürgerlichen Mitte (Herr Gauland zählt sich selbst ja auch dazu) glauben, man könne allein mit Leistung alles regeln. Und das ist Unfug. Man kann vieles mit Leistung regeln, aber nicht alles. Deshalb gibt es zum Beispiel das oben erwähnte Sozialstaatsprinzip. Und ich hab kurz auf lili reagiert, weil sie sehr schön darstellte, dass sich Leistung nicht immer gleichermaßen und nicht immer für jedermann lohnt, zumindest nicht so undifferenziert. Hast du den von mir verlinkten Kommentar gelesen? Dazu würde mich deine Meinung interessieren.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Dark Angel » Di 30. Apr 2019, 17:24

lili hat geschrieben:(30 Apr 2019, 16:49)

Ich habe doch gerade geschrieben, dass ich das mit der Kultur nicht so eng sehe. Wenn ich mich selber verwirkliche tue ich das was mir gefällt und diese Form vom Leistungsgedanke bezieht sich doch auf Fleiß in der Erwerbsarbeit und genau das meine ich damit.

Nein der Leistungsgedanke bezieht sich NICHT nur auf Fleiß und Erwerbsarbeit!
Aber da ihr Linken so gerne dem Umverteilungsgedanken frönt und "demokratisch" enteignen wollt, habe ich was passendes:

"Jeder soll Brot haben, alle sollen feste Schuhe und ordentliche Kleidung tragen, eine warme Wohnung haben, gewissenhaft arbeiten; kein einziger Gauner (auch keiner von denen, die sich vor der Arbeit drücken) darf frei herumspazieren, sondern muss im Gefängnis sitzen oder schwerste Zwangsarbeit verrichten; kein einziger Reicher, der die Regeln und Gesetze des Sozialismus verletzt, darf dem Schicksal des Gauners entgehen, das mit Recht das Schicksal des Reichen werden muss. Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen! – das ist das praktische Gebot des Sozialismus. Das ist es, was in der Praxis durchgeführt werden muss. Auf solche praktischen Erfolge sollen unsere Kommunen und unsere Organisationen aus den Reihen der Arbeiter und Bauern und um so mehr aus den Reihen der Intellektuellen stolz sein"

Wer das gesagt hat, dürft ihr selber herausfinden!
In dem Zitierten steckt übrigens auch der Leistungsgedanke, die Leistungsgesellschaft drin.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon lili » Di 30. Apr 2019, 17:26

Dark Angel hat geschrieben:(30 Apr 2019, 17:24)

Nein der Leistungsgedanke bezieht sich NICHT nur auf Fleiß und Erwerbsarbeit!
Aber da ihr Linken so gerne dem Umverteilungsgedanken frönt und "demokratisch" enteignen wollt, habe ich was passendes:

"Jeder soll Brot haben, alle sollen feste Schuhe und ordentliche Kleidung tragen, eine warme Wohnung haben, gewissenhaft arbeiten; kein einziger Gauner (auch keiner von denen, die sich vor der Arbeit drücken) darf frei herumspazieren, sondern muss im Gefängnis sitzen oder schwerste Zwangsarbeit verrichten; kein einziger Reicher, der die Regeln und Gesetze des Sozialismus verletzt, darf dem Schicksal des Gauners entgehen, das mit Recht das Schicksal des Reichen werden muss. Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen! – das ist das praktische Gebot des Sozialismus. Das ist es, was in der Praxis durchgeführt werden muss. Auf solche praktischen Erfolge sollen unsere Kommunen und unsere Organisationen aus den Reihen der Arbeiter und Bauern und um so mehr aus den Reihen der Intellektuellen stolz sein"

Wer das gesagt hat, dürft ihr selber herausfinden!



Entschuldige: Das war der Staatssozialismus. Das ist komplett das Gegenteil von dem was ich will. Ich kritisiere den Leistungsgedanke und will gleichzeitig den Arbeitszwang. Du musst doch merken, dass es komplett widersprüchlich ist oder? Gerade diese Leistungsgesellschaft ist diesem Sozialismus näher dran als ich. Mich interessiert nicht wie viel derjenige leistet jeder soll das bekommen damit niemand verhungern muss. Also die ersten Sätze deines Zitats stimme ich zu, aber der restliche Part ist genau das Gegenteil was ich will.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Dark Angel » Di 30. Apr 2019, 17:37

lili hat geschrieben:(30 Apr 2019, 17:26)

Ok Korrektur: Meine Kritik bezieht sich auf den Leistungsgedanke bezüglich dem Arbeitsethos. Der sich wiederum auf die Erwerbsarbeit bezieht.

Ich bin gegen Arbeitszwang.

Dein Beispiel ist komplett das Gegenteil. Ich bin sogar für das BGE und habe nichts gegen Reiche.

Es gibt keinen Arbeitszwang!
Wer nicht arbeiten, keine Leistung bringen will, darf sich allerdings auch nicht beschweren, wenn er mit Hartz4 klarkommen muss.
Ist mir so ziemlich klar, dass du für das BGE bist, das würde dich ja von "Arbeitszwang" befreien, dann könntest du dich auf Kosten Anderer selbstverwirklichen.
Allerdings ist es die bürgerliche Mitte/der Mittelstand, der das BGE über seine Steuern finanzieren müsste.
Die Steuerbelastung der bürgerlichen Mitte/des Mittelstandes ist heute schon - durch die kalte Progression - extrem hoch.(alle Steuern zusammen gerechnet, zahlen Deutsche weltweit die höchsten Steuern)
Wenn sich die bürgerliche Mitte/der Mittelstand solchem Ansinnen verweigert und das BGE ein feuchter Traum von Linken bleibt, wird wieder über einen Rechtsruck gejammert, dem die bürgerliche Mitte nicht entschieden genug entgegen tritt. gelle!
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Dark Angel » Di 30. Apr 2019, 17:38

lili hat geschrieben:(30 Apr 2019, 17:26)

Entschuldige: Das war der Staatssozialismus. Das ist komplett das Gegenteil von dem was ich will. Ich kritisiere den Leistungsgedanke und will gleichzeitig den Arbeitszwang. Du musst doch merken, dass es komplett widersprüchlich ist oder? Gerade diese Leistungsgesellschaft ist diesem Sozialismus näher dran als ich. Mich interessiert nicht wie viel derjenige leistet jeder soll das bekommen damit niemand verhungern muss. Also die ersten Sätze deines Zitats stimme ich zu, aber der restliche Part ist genau das Gegenteil was ich will.

Wer muss denn in Deutschland verhungern?
Jaja ich weiß, du möchtest gerne auf Kosten anderer leben und Geld für's Nichtstun bekommen, welches andere für dich erarbeiten/erwirtschaften.
Alles klar!
Zuletzt geändert von Dark Angel am Di 30. Apr 2019, 17:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon lili » Di 30. Apr 2019, 17:40

Dark Angel hat geschrieben:(30 Apr 2019, 17:37)

Es gibt keinen Arbeitszwang!
Wer nicht arbeiten, keine Leistung bringen will, darf sich allerdings auch nicht beschweren, wenn er mit Hartz4 klarkommen muss.
Ist mir so ziemlich klar, dass du für das BGE bist, das würde dich ja von "Arbeitszwang" befreien, dann könntest du dich auf Kosten Anderer selbstverwirklichen.
Allerdings ist es die bürgerliche Mitte/der Mittelstand, der das BGE über seine Steuern finanzieren müsste.
Die Steuerbelastung der bürgerlichen Mitte/des Mittelstandes ist heute schon - durch die kalte Progression - extrem hoch.(alle Steuern zusammen gerechnet, zahlen Deutsche weltweit die höchsten Steuern)
Wenn sich die bürgerliche Mitte/der Mittelstand solchem Ansinnen verweigert und das BGE ein feuchter Traum von Linken bleibt, wird wieder über einen Rechtsruck gejammert, dem die bürgerliche Mitte nicht entschieden genug entgegen tritt. gelle!


Ich verstehe jetzt dein Argument nicht. Du zitierst unter anderem ein Text bezüglich dem staatlichen Sozialismus. Dazu gehört der Satz: Wer nicht arbeitet soll auch nicht Essen und dann wirfst du mir wieder vor dass ich Arbeitsscheu und ein Freigeist bin. Was denn nun?
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Dark Angel » Di 30. Apr 2019, 17:43

lili hat geschrieben:(30 Apr 2019, 17:40)

Ich verstehe jetzt dein Argument nicht. Du zitierst unter anderem ein Text bezüglich dem staatlichen Sozialismus. Dazu gehört der Satz: Wer nicht arbeitet soll auch nicht Essen und dann wirfst du mir wieder vor dass ich Arbeitsscheu und ein Freigeist bin. Was denn nun?

Ich habe geschrieben ihr/du dürft selbst heraus finden, von WEM das Gesagte/Zitierte stammt.
Ich habe nirgendwo geschrieben, dass Du ein Freigeist bist.
Es ist mir ein Rätsel, wo du dergleichen gelesen haben willst!
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon lili » Di 30. Apr 2019, 17:48

Dark Angel hat geschrieben:(30 Apr 2019, 17:43)

Ich habe geschrieben ihr/du dürft selbst heraus finden, von WEM das Gesagte/Zitierte stammt.
Ich habe nirgendwo geschrieben, dass Du ein Freigeist bist.
Es ist mir ein Rätsel, wo du dergleichen gelesen haben willst!


Aber das heißt nicht dass ich diese Gedanken teile.

Das ist sicherlich jemand aus dem Staatssozialismus. Keine Ahnung...Stalin? Ich finde den Staatssozialismus auch bescheiden (schön formuliert)

Das war jetzt eine Interpretation: Da ich die Vermutung habe dass du denkst ich würde staatliche Zwangsarbeit gut heißen. Für mich wäre es das schrecklichste was auf diesem Planeten passieren könnte. Neben Krieg, Armut und Hunger.
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Re: Die bürgerliche Mitte - Wie verhält sie sich zum Rechtsruck?

Beitragvon Dark Angel » Di 30. Apr 2019, 17:54

lili hat geschrieben:(30 Apr 2019, 17:48)

Aber das heißt nicht dass ich diese Gedanken teile.

Das ist sicherlich jemand aus dem Staatssozialismus. Keine Ahnung...Stalin? Ich finde den Staatssozialismus auch bescheiden (schön formuliert)

Das war jetzt eine Interpretation: Da ich die Vermutung habe dass du denkst ich würde staatliche Zwangsarbeit gut heißen. Für mich wäre es das schrecklichste was auf diesem Planeten passieren könnte. Neben Krieg, Armut und Hunger.

Nein, das denke ich nicht, du hast ja deutlich genug zum Ausdruck gebracht, dass du dir gerne auf Kosten anderer "einen Lenz" machen möchtest, dass du nichts davon hältst etwas zu leisten/Leistung zu erbringen.
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Beitragvon Alexyessin » Di 30. Apr 2019, 23:43

Selina hat geschrieben:(30 Apr 2019, 17:09)

Das Thema "Leistungsgedanke" wurde hier mit eingebracht in den Strang, weil die "Leistungsgesellschaft" von etlichen Leuten fast auf religiöse Art angebetet wird. Ja, mit Rechtsruck scheint das vordergründig nichts zu tun zu haben, höchstens mit einer zunächst gewollten Entpolitisierung der Gesellschaft, die in der Endkonsequenz dann wieder zu einem neuen Rechtsruck führte. Im Kern geht es darum, dass viele Leute aus der bürgerlichen Mitte (Herr Gauland zählt sich selbst ja auch dazu) glauben, man könne allein mit Leistung alles regeln. Und das ist Unfug. Man kann vieles mit Leistung regeln, aber nicht alles. Deshalb gibt es zum Beispiel das oben erwähnte Sozialstaatsprinzip. Und ich hab kurz auf lili reagiert, weil sie sehr schön darstellte, dass sich Leistung nicht immer gleichermaßen und nicht immer für jedermann lohnt, zumindest nicht so undifferenziert. Hast du den von mir verlinkten Kommentar gelesen? Dazu würde mich deine Meinung interessieren.


Okay, es gab eine Phase der Entpolitisierung VOR der Entdeckung der Social Media als politisches Instrument. Ich kann mich daran erinnern das Fakkebukke noch ein lustiges Instrument mit den Freunden ein bisserl die Sachen zu Teilen oder über gefällt mir Freundschaften in Kontakt zu treten.
Der Sprung kam, so meine ich, kurz vor 2014. Dann kam die Flüchtlingskrise und hat auf einmal DAS Thema in dieser neuen Art der Kommunikation.
IUnd durch SoMeds konnte die Politik selbst jetzt auch mehr Menschen erreichen, die vorher nicht wirklich politisch waren. Vielleicht mehr oder weniger politisch Interessierte aber auch nichtpolitische. Zum Flüchtlingsthema konnte jeder was sagen und das ins Netz blasen.
Es ist halt Schade, das der erste SoMe Wahlkampf ein negatives Thema besetzt hat.
Und es wird auch innerhalb der FDGO und unserer Republik gerne darüber gestritten in wie weit ein Leistungsprinzip gelten soll - oder wo es halt solidargemeinschaftlich gelöst werden muss. Das ist die wirtschaftspolitische Grenzlinie der Bundesrepublik und an sich auf der ganzen demokratischen Welt. Und natürlich gibt es innerhalb der AfD - die als rechtskonservative - zum Teil extreme Partei - eine kleine Gruppe ( seit Lucke weniger ) die eben auch eine wirtschaftspolitsche Leistungsgesellschaft wollen. Aber die bürgerliche Mitte ist das weniger auch wenn ich gerne mal annehme, das dein Beginn von rechts aus meiner liberalen Sicht etwas weit vorne und du diese politische Linie wo wirtschaftspolitische Leistungsgesellschafter und wirklich rechts AfD, dicker aufzeichnen würdest.
Aber du musst für diese These diesen Zwischenschritt denken - es ist kein Automatismus, das eine radikal neoliberale Wirtschaftseinstellung - damit verbunden eine ebenso radikale Einschränkung des Sozialstaats - grundsätzlich zur AfD führen muss.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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