Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 9. Apr 2019, 09:09

H2O hat geschrieben:(08 Apr 2019, 21:31)
Nehme ich das aktuelle Beispiel "Enteignung von Wohnraum gegen Entschädigung". Der Vertreter dieser Meinung wird von Zorn über die ihm objektiv zu hoch erkannte Miete getrieben.

Schon darin sehe ich ein begriffliche Fehlinterpretation. "Enteignung von Wohnraum gegen Entschädigung" ist eine Forderung, die man als gerechtfertigt oder nicht ansehen kann, aber keine "Meinung".

Die empirische Meinungsforschung beschäftigt sich mit Stimmungen, Ansichten, Einstellungen in der Bevölkerung. Meinungen, meinen hat etwas mit "mein" zu tun. Sie wiederspiegeln entweder mehr oder auch weniger das Stimmungsbild. Und sind - im Gegensatz zu wissenschaftlichen Aussagen - nicht falsifizierbar.
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon H2O » Di 9. Apr 2019, 09:21

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Apr 2019, 09:09)

Schon darin sehe ich ein begriffliche Fehlinterpretation. "Enteignung von Wohnraum gegen Entschädigung" ist eine Forderung, die man als gerechtfertigt oder nicht ansehen kann, aber keine "Meinung".

Die empirische Meinungsforschung beschäftigt sich mit Stimmungen, Ansichten, Einstellungen in der Bevölkerung. Meinungen, meinen hat etwas mit "mein" zu tun. Sie wiederspiegeln entweder mehr oder auch weniger das Stimmungsbild. Und sind - im Gegensatz zu wissenschaftlichen Aussagen - nicht falsifizierbar.


Ich sagte ja schon: Glatteis! Warum drückt eine Forderung denn nun keine Meinung aus? Also, ich werde nie ein logisch denkender Mensch! :(
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 9. Apr 2019, 09:57

H2O hat geschrieben:(09 Apr 2019, 09:21)

Ich sagte ja schon: Glatteis! Warum drückt eine Forderung denn nun keine Meinung aus? Also, ich werde nie ein logisch denkender Mensch! :(

Eine Forderung drückt die Meinung aus, dass diese Forderung berechtigt und angemessen ist.

Ehrlich gesagt halte ich die Formulierung des Strangthemas selbst schon für einigermaßen verquast und verpeilt. "Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?" ... das klingt für mich irgendwie nach einem Glas Wein zuviel.
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon H2O » Di 9. Apr 2019, 10:12

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Apr 2019, 09:57)

Eine Forderung drückt die Meinung aus, dass diese Forderung berechtigt und angemessen ist.

Ehrlich gesagt halte ich die Formulierung des Strangthemas selbst schon für einigermaßen verquast und verpeilt. "Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?" ... das klingt für mich irgendwie nach einem Glas Wein zuviel.


Ja, einverstanden. Ich hatte mich nicht getraut, hier so hart zu urteilen und das Thema in die Weinstube zu verschieben. Der Vorschlag sollte von "gelernten Philosophen" ausgehen.
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 9. Apr 2019, 10:30

Der große Philosoph Dirty Harry sagte dazu: "Meinungen sind wie Arschlöcher, jeder hat eins"
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon Aldemarin » Di 9. Apr 2019, 12:30

Was heißt wertlose Meinung?

Wenn einer meint, man sollte einmal einen Atombombentest auf einem Kometen durchführen, würde man den bestimmt als doof klassifizieren. Wenn aber einmal ein Komet droht, auf der Erde einzuschlagen, wäre man bestimmt froh, wenn man das schon einmal durchgeführt hätte!
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon Paulus » Di 9. Apr 2019, 13:19

Aldemarin hat geschrieben:(09 Apr 2019, 12:30)

Was heißt wertlose Meinung?

Wenn einer meint, man sollte einmal einen Atombombentest auf einem Kometen durchführen, würde man den bestimmt als doof klassifizieren. Wenn aber einmal ein Komet droht, auf der Erde einzuschlagen, wäre man bestimmt froh, wenn man das schon einmal durchgeführt hätte!


Jede Nation wo Atombombentests durchführen will oder Atombomben baut ist doof. Dies ist schon keine subjektive Meinung mehr, sondern eine objektive Tatsache, sofern feststeht, dass Atombomben im Kriege niemals eingesetzt werden dürfen, was wiederum eine Tatsache ist. Somit ist die Meinung von Atombombenbefürwortern wertlos. Ein wenig weiter unten auf der Doofheitsskala ist die Leugnung des Klimawandels.

Hier ist die Meinung zwar nicht vollständig zu verwerfen, da es sich beim Klimawandel um keine 100 % ig sichere Sache handelt. Dennoch ist ziemlich erwiesen, dass ein Klimawandel stattfindet und umso schlimmer ausfällt je mehr Treibhausgase die Menschheit ausstößt.

Es gibt verschiedene Wertigkeiten von Meinungen. Je mehr philosophische und wissenschaftliche Erkenntnise für eine Meinung sprechen umso wertvoller ist diese. Das Problem ist, dass Philosophie und Wissenschaft nicht in jedermanns Kopfe geht. Manche beharren einfach auf ihren Meinungen, die diese durch ungünstige Lebensbedingungen und mangelnde Bildung erworben haben.
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon Brise » Di 9. Apr 2019, 20:18

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Apr 2019, 09:57)
Ehrlich gesagt halte ich die Formulierung des Strangthemas selbst schon für einigermaßen verquast und verpeilt. "Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?" ... das klingt für mich irgendwie nach einem Glas Wein zuviel.

Ja allerdings - das dachte ich auch erst. Aber dann fand ich’s lustig.

Warum soll es gerade im Philosophie-Bereich nicht auch mal ein bisschen schräge Formulierungen geben (ähm „open minded“?)?

Ist doch auch gut, wenn es nicht immer nur Bier-ernst zugeht.

(Na ja, nur meine vollkommen subjektive und wertlose Meinung. ;) )
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon Dampflok94 » Mi 10. Apr 2019, 11:02

Paulus hat geschrieben:(09 Apr 2019, 13:19)

Jede Nation wo Atombombentests durchführen will oder Atombomben baut ist doof. Dies ist schon keine subjektive Meinung mehr, sondern eine objektive Tatsache, ...

Nö, tut mir leid. Es ist eine Meinung. Eine mir sehr sympathische Meinung. Aber eben eine Meinung. Für diese Meinung gibt es Gründe, sogar gute Gründe. Aber das macht daraus noch keine Tatsache. Ob es Atomwaffenversuche gab, wann und wie viele sind eine Tatsache. Wie man diese Tatsache bewertet ist etwas anderes.

Aber das ist sehr häufig. Der Versuch eine Meinung zur Tatsache zu erklären. Damit kann man sie mit dem Prädikat "wahr" versehen, was mit einer Meinung nicht geht. Unglücklicherweise kann die Strategie auch ins Auge gehen. Denn damit kann die Meinung auch als unwahr bezeichnet werden.
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon Paulus » Mi 10. Apr 2019, 13:59

Dampflok94 hat geschrieben:(10 Apr 2019, 11:02)

Nö, tut mir leid. Es ist eine Meinung. Eine mir sehr sympathische Meinung. Aber eben eine Meinung. Für diese Meinung gibt es Gründe, sogar gute Gründe. Aber das macht daraus noch keine Tatsache. Ob es Atomwaffenversuche gab, wann und wie viele sind eine Tatsache. Wie man diese Tatsache bewertet ist etwas anderes.

Aber das ist sehr häufig. Der Versuch eine Meinung zur Tatsache zu erklären. Damit kann man sie mit dem Prädikat "wahr" versehen, was mit einer Meinung nicht geht. Unglücklicherweise kann die Strategie auch ins Auge gehen. Denn damit kann die Meinung auch als unwahr bezeichnet werden.


Was ist dir sympathisch ? Der Bau von Atombomben oder das Nicht bauen von Atombomben ? Ist ersteres der Fall, dann liegt diese Sympathie in deiner Prägung und diese wäre in diesem Punkt sowohl subjektiv wie auch objektiv betrachtet falsch. Eine Erde ohne Atombomben ist einfach besser Punkt Aus. Militarismus ist absurd und lohnt sich nur bei drohender Gefahr. Da Krieg aber keine Notwendigkeit darstellt, ist jede Form von militärischer Aufrüstung unnötige Geldausgabe.

An sich selbst erkennt man gelegentlich auch bei Vorhandensein größerer Weisheit, in welche Torheiten man einst verfallen war. Natürlich muss davon ausgegangen werden, dass bei zukünftiger Weisheit auch die gegenwärtige als kurzsichtig und wenig durchdacht erscheinen kann.

Aber eine " objektive " Weisheitsleiter steht dem zum klaren Denken geneigten Beobachter durchaus zur Verfügung. Und auf dieser Weisheitsleiter erkennt man, dass der Bau von Atombomben wie schon erwähnt absurd ist. Diejenigen wo dies nicht einsehen sind durch Militarismus beeinflusst. Es geht hier nicht um das Abwägen, ob Atombomben gebaut werden sollten, damit man anderen drohen oder wenn diese angreifen zurückschlagen kann. In meinem Gedankengang ging es um die Atombombe an sich und diese hat auf der Erde nichts verloren, da diese nur Schaden anrichten kann.
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon Dampflok94 » Fr 12. Apr 2019, 20:23

Paulus hat geschrieben:(10 Apr 2019, 13:59)

... Eine Erde ohne Atombomben ist einfach besser Punkt Aus. ...

Das mag ja deine Meinung sein. Aber dieses "Punkt. Aus" ist einfach daneben. Man kann das anders sehen. Man kann z. B. der Meinung sein, ohne Atomwaffen hätte es den dritten Weltkrieg längst gegeben. Da eben nur diese Waffen die beiden Blöcke im Zaun hielten. Nun kann man natürlich sagen ein dritter Weltkrieg ohne Atomwaffen sei einem Frieden mit Atomwaffen vorzuziehen. Aber das muß man eben nicht.
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon Paulus » Sa 13. Apr 2019, 10:50

Dampflok94 hat geschrieben:(12 Apr 2019, 20:23)

Das mag ja deine Meinung sein. Aber dieses "Punkt. Aus" ist einfach daneben. Man kann das anders sehen. Man kann z. B. der Meinung sein, ohne Atomwaffen hätte es den dritten Weltkrieg längst gegeben. Da eben nur diese Waffen die beiden Blöcke im Zaun hielten. Nun kann man natürlich sagen ein dritter Weltkrieg ohne Atomwaffen sei einem Frieden mit Atomwaffen vorzuziehen. Aber das muß man eben nicht.


Es ist einfach zu riskant Atombomben zu entwickeln. Möglich, dass Staaten mit der Atomdrohung im Zaun gehalten werden können. Aber Menschen sind zu irrational, um Atomwaffen zu verwalten. Würde in einem Land ein Typ a la " Amokläufer " regieren und hätte Vollmacht über den Abwurf von Atombomben, wäre die Existenz des Planeten Erde bedroht. Am BSP eines Landes gemessen fallen zwar Atomwaffen wenig in den Staatshaushalt. Aber dafür fehlt an wichtigen Stellen das Geld.

Kaufst du dir etwa für jährlich tausende von Euro Kaliber um deinen Nachbarn im Falle einer Bedrohung damit zu attackieren ? Nur weil du nicht weißt, ob dein Nachbar Kaliber hat mit denen er dir bei einem Nachbarschaftsstreit drohen kann, muss man es dem Fiesling nicht nachmachen. Man sah an Nordkorea und USA wie gefährlich zwei Atomnationen sind. Hätten die beiden keine Atomwaffen gehabt, wäre der Zustand der Welt nicht kurzfristig bedroht gewesen, sofern es keine Medienaktion war. Ob es einen Krieg gegeben hätte weiß man zwar nicht, aber den hätte es so oder so geben können-
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon Dampflok94 » Sa 13. Apr 2019, 19:32

Paulus hat geschrieben:(13 Apr 2019, 10:50)

Es ist einfach zu riskant Atombomben zu entwickeln. Möglich, dass Staaten mit der Atomdrohung im Zaun gehalten werden können. Aber Menschen sind zu irrational, um Atomwaffen zu verwalten. Würde in einem Land ein Typ a la " Amokläufer " regieren und hätte Vollmacht über den Abwurf von Atombomben, wäre die Existenz des Planeten Erde bedroht. Am BSP eines Landes gemessen fallen zwar Atomwaffen wenig in den Staatshaushalt. Aber dafür fehlt an wichtigen Stellen das Geld.

Kaufst du dir etwa für jährlich tausende von Euro Kaliber um deinen Nachbarn im Falle einer Bedrohung damit zu attackieren ? Nur weil du nicht weißt, ob dein Nachbar Kaliber hat mit denen er dir bei einem Nachbarschaftsstreit drohen kann, muss man es dem Fiesling nicht nachmachen. Man sah an Nordkorea und USA wie gefährlich zwei Atomnationen sind. Hätten die beiden keine Atomwaffen gehabt, wäre der Zustand der Welt nicht kurzfristig bedroht gewesen, sofern es keine Medienaktion war. Ob es einen Krieg gegeben hätte weiß man zwar nicht, aber den hätte es so oder so geben können-

Nochmal: Es geht hier nicht um eine Diskussion über Atomwaffen. (Dafür müßte man einen eigenen Strang eröffnen.) Da sind wir wohl nicht weit auseinander. Es geht um den Unterschied zwischen Meinung und Tatsache. Tatsache ist, daß die USA die Atombombe im 2. Weltkrieg entwickelt und zweimal eingesetzt haben. Tatsache ist, daß inzwischen mehrere Staaten über diese Waffe verfügen. Ob man das für gut oder schlecht hält oder ob es einem am Allerwertesten vorbei geht, ist eine Meinung. Nichts anderes. Ganz offensichtlich haben die Führer der Staaten (und teilweise sicherlich auch deren Bevölkerung) eine ganz andere Haltung zu dieser Frage als Du sie hast. Meinungen sind eben weder richtig noch falsch. Sie können hingegen unsäglich und abstoßend sein.
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon Paulus » Sa 13. Apr 2019, 20:16

Dampflok94 hat geschrieben:(13 Apr 2019, 19:32)

(Dafür müßte man einen eigenen Strang eröffnen.) Es geht um den Unterschied zwischen Meinung und Tatsache.


Eigentlich geht es um den Wert eines Menschen mit wertloser Meinung. Der Threaderöffner hat mit seinem Vorurteil es gebe wertlose Meinungen, der proklamierten Ansicht es gebe objektive Tatsachen Tür und Tor geöffnet.
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon Fliege » Fr 3. Mai 2019, 15:33

Brise hat geschrieben:(08 Apr 2019, 21:36)
Plus im „postfaktischen Zeitalter“ der Etikettenschwindel:
1. Dass rein subjektive Meinungen zu objektiven Fakten deklariert und somit aufgewertet werden.
2. Dass objektive Fakten als rein subjektive Meinungen deklariert und somit abgewertet werden.

Punkt 1 korrespondiert mit Identitarismus (wonach auch Mythen von Germanen, Sioux und Arabern wahr seien), während Punkt 2 auf Relativismus hinaus läuft (wonach Wissenschaft auch nur eine Meinung unter vielen sei).

Beides ist geeignet, die Aufklärung zu zerstören und die Moderne zu beenden.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon Fuerst_48 » So 26. Mai 2019, 11:34

Vongole hat geschrieben:(07 Apr 2019, 15:59)

Um dieses Thema im Außenbereich diskutieren zu können, solltest Du m.M.n. die Frage völlig neutral stellen, Skeptiker,
also ohne Hinweis auf einen User/eine Userin.

Stimmt. Dann ann die Diskussion automatisch sachlicher bleiben.
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon H2O » So 26. Mai 2019, 22:48

Fuerst_48 hat geschrieben:(26 May 2019, 11:34)

Stimmt. Dann ann die Diskussion automatisch sachlicher bleiben.


Diesem Vorschlag ist doch der Strangersteller gefolgt. In den mittlerweile 56 Stellungnahmen finde ich sehr beachtliche Beiträge darüber, wie weit sich Mensch und Meinung verbinden und wieder trennen lassen. Natürlich ist nicht jeder Beitrag gelungen... warum aber auch. Wir tauschen uns doch aus, mehr nicht.
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Re: Wieviel Wert ist ein Mensch mit wertloser Meinung?

Beitragvon Fuerst_48 » So 26. Mai 2019, 23:31

H2O hat geschrieben:(26 May 2019, 22:48)

Diesem Vorschlag ist doch der Strangersteller gefolgt. In den mittlerweile 56 Stellungnahmen finde ich sehr beachtliche Beiträge darüber, wie weit sich Mensch und Meinung verbinden und wieder trennen lassen. Natürlich ist nicht jeder Beitrag gelungen... warum aber auch. Wir tauschen uns doch aus, mehr nicht.

Ist richtig beobachtet. Und ein Moderator soll ja auch was zu tun haben, nicht wahr? :cool: :thumbup:

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