Der Konflikt USA versus Iran

Moderator: Moderatoren Forum 3

Audi
Beiträge: 6487
Registriert: Di 22. Mär 2016, 11:57

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Audi » So 16. Jun 2019, 20:48

:D Wie ich sagte, dort sind alle Terroristen die sich austoben. Was meinst du was für ein guter Junge dieser Assad wäre, wäre er auf der saudischen Seite. :D
Prinz Knochensäge und der Vampir
Eulenwoelfchen
Beiträge: 1317
Registriert: Do 8. Feb 2018, 23:16

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 16. Jun 2019, 21:53

Troh.Klaus hat geschrieben:(16 Jun 2019, 17:44)

Tatsächlich? Wann war das? Vor oder nach der Aufkündigung des Atomvertrages? Belege?
Ich habe z.B. das hier zu bieten:
https://www.n-tv.de/politik/USA-wollen- ... 28377.html


Vor der Aufkündigung durch die USA.

Allerdings ist es eh zweitrangig. Der Iran zeigte zu keiner Zeit irgendeine Bereitschaft zu neuen (oder erweiterten) Verhandlungen
auf Basis des bestehenden Vertrages. Warum, dürfte auch klar sein...

Ebenso ändert es nichts an der Faktenlage, dass der bestehende Vertrag - ohne Änderungen - tatsächlich wirksame und wirklich umfassende Kontrollen nicht sicherstellen kann. Mit diesem Vertragswerk also auch keine Sicherheit zu erreichen ist, eine atomare Aufrüstung des Iran (früher oder später) zu verhindern. Selbstredend ist dieser "Atomdeal" auch mit der sehr realen Gefahr verbunden, dass Iran während dieser Zeit ballistische Trägersysteme nicht nur für Kurzstrecken, sondern auch für mittlere und interkontinentale Reichweiten entwickelt und baut, die man dann (nur noch) mit atomaren (Mehrfach)-Sprengköpfen oder sogenannten taktischen Nuklearsprengköpfen auszustatten braucht. An denen Iran - ebenso unkontrolliert - forschen und weiterentwickeln könnte, da man hier einfach Kontrollen für bestimmte Bereiche verweigern kann, indem Iran vorschützt, solche Kontrollen würden die nationale Sicherheit des Landes tangieren oder "gefährden".

Diese Zugangsverweigerung im bestehenden Vertrag hat man seitens des Westens einfach hingenommen, während sich Iran (schon damals) ins Fäustchen lachte. Es dürfte wohl jedermann klar sein, dass damit das gesamte Vertragswerk eine reine Alibiveranstaltung war und ist, die dem Iran einfach keine geheimen Machenschaften zutraut. Kontrollieren kann man es ohnehin nicht. Also erklärte man das Mullahregime für vertrauenswürdig. Und das ist einfach nur purer Leichtsinn und Ausblendung der wirklichen Mullahrealität. Iranischer Mullah zu sein heisst nicht automatisch doof zu sein. Im Gegenteil. Der Koran erlaubt ja ausdrücklich, Ungläubige - alle Feinde des wahren (hier schiitischen) Islam zu belügen, zu bescheissen und zu hintergehen. Sofern es der "gottgewollten" (schiitischen) Sache dient.

Wieso sollte man (=der Westen, die EU und all die anderen, die politisch noch halbwegs bei Trost sind) diesem Terrorunterstützungsstaat und Möchtegernhegemon des Nahen und Mittleren Ostens, der zudem aggressiv zur Vernichtung Israels aufruft resp. dies dringend wünscht also einen solchen Vertrauensvorschuss geben? - Und sich selbst dabei mit einem Vertrag ausbremsen, weil man bei den nur eingeschränkt möglichen Kontrollen nichts findet. Damit den Iran auch noch klammheimlich bestätigt, während dieser in aller Gemütsruhe mit deutlich erweiterten finanziellen Mitteln und Technologiezugängen in abgeschotteten militärischen Bereichen (der nationalen Sicherheit) seine ballistische und nukleare Kompetenz weiterentwickelt. Nicht kontrollierbar...

Ich habe dies alles schon 2015, als der Vertrag so zustande kam, kritisiert und als fatalen Fehler bezeichnet. Der Vertrag hätte so niemals zustande kommen dürfen. Fragen Sie mich bitte nicht, weshalb und wie blind da die jeweils politisch Verantwortlichen waren, dem Iran solche Freiheiten zuzugestehen. Mit rationaler Logik bei eingeschaltetem Hirn hatte es jedenfalls nichts zu tun. Schon eher mit vollkommener Blauäugigkeit gegenüber der Mullahdiktatur und dem, was dieser Staat des ständigen Terrors und der Friedensverhinderung gezielt und nachgewiesen veranstaltet(e).
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 40482
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon DarkLightbringer » So 16. Jun 2019, 22:00

Audi hat geschrieben:(16 Jun 2019, 20:48)

:D Wie ich sagte, dort sind alle Terroristen die sich austoben. Was meinst du was für ein guter Junge dieser Assad wäre, wäre er auf der saudischen Seite. :D
Prinz Knochensäge und der Vampir

Bashir al-Assad wird als Hauptkriegsverbrecher keinen Fuß mehr in die Tür der Zivilisation bekommen.

Der Punkt ist aber nicht Prinz X oder Priester Y, der Punkt ist die Problemlage im gesamten Raum vom Mittelmeer bis runter zum "Tor der Tränen".
Wenn man Stabilität will, wenn, wird man einen Lösungsweg anstreben müssen.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Troh.Klaus
Beiträge: 1906
Registriert: Sa 28. Okt 2017, 21:56

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Troh.Klaus » So 16. Jun 2019, 22:14

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(16 Jun 2019, 21:53)
Vor der Aufkündigung durch die USA.

Belege?
Allerdings ist es eh zweitrangig. Der Iran zeigte zu keiner Zeit irgendeine Bereitschaft zu neuen (oder erweiterten) Verhandlungen
auf Basis des bestehenden Vertrages. Warum, dürfte auch klar sein...

Verstehe. Ja es ist zweitrangig. Weil den USA unter Trump und einigen anderen Staaten der Region gar nicht an einem Ausgleich mit dem Iran gelegen ist. Sondern an seiner Unterwerfung.
In varietate concordia.
Eulenwoelfchen
Beiträge: 1317
Registriert: Do 8. Feb 2018, 23:16

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 16. Jun 2019, 22:20

Troh.Klaus hat geschrieben:(16 Jun 2019, 22:14)
Belege?
Verstehe. Ja es ist zweitrangig. Weil den USA unter Trump und einigen anderen Staaten der Region gar nicht an einem Ausgleich mit dem Iran gelegen ist. Sondern an seiner Unterwerfung.


Lesen Sie's einfach nach. So lange liegt das alles ja nicht zurück. Ausserdem ist es ein wenig mühselig, jemandem, der gewisse Themen und den realpolitischen Kontext nur oberflächlich oder lückenhaft
verfolgt und wahrnimmt, Wissenslücken zu schließen. Derlei ist mir einfach zu anstrengend. Vor allem, wenn jemand eine eindeutige Voreingenommenheit zeigt, wie Sie das mit dem zweiten Satz im oberstehenden Zitat eindeutig zeigen.

Guten Abend und angenehme Nachtruhe!
Troh.Klaus
Beiträge: 1906
Registriert: Sa 28. Okt 2017, 21:56

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Troh.Klaus » So 16. Jun 2019, 22:35

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(16 Jun 2019, 22:20)
Lesen Sie's einfach nach. So lange liegt das alles ja nicht zurück. Ausserdem ist es ein wenig mühselig, jemandem, der gewisse Themen und den realpolitischen Kontext nur oberflächlich oder lückenhaft verfolgt und wahrnimmt, Wissenslücken zu schließen. Derlei ist mir einfach zu anstrengend. Vor allem, wenn jemand eine eindeutige Voreingenommenheit zeigt, wie Sie das mit dem zweiten Satz im oberstehenden Zitat eindeutig zeigen.

Ja, Sie sollten sich diese Mühe wirklich sparen.
Ich werde wie gewohnt den realpolitischen Kontext verfolgen, mich soweit möglich über die Argumente beider Seiten informieren und mir so mein Urteil bilden. Für einseitige Erklärungen mit dem Anspruch der Unfehlbarkeit ist im Übrigen der Papst zuständig.
In varietate concordia.
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 40482
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon DarkLightbringer » So 16. Jun 2019, 22:43

Troh.Klaus hat geschrieben:(16 Jun 2019, 22:14)

Belege?

Verstehe. Ja es ist zweitrangig. Weil den USA unter Trump und einigen anderen Staaten der Region gar nicht an einem Ausgleich mit dem Iran gelegen ist. Sondern an seiner Unterwerfung.

Die Mullahs fordern Unterwerfung, von den Bürgern und überhaupt von allen.

Ist dir klar, was der Revolutionsvater Ajatollah Chomeini mit seinem Werke von 1971, "Der Islamische Staat", meinte?
Da geht es nicht um liturgische Fragen oder so. Und die ganzen Nasrallahs und sonstigen Schwarzröcke nehmen das auch sehr, sehr ernst.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Troh.Klaus
Beiträge: 1906
Registriert: Sa 28. Okt 2017, 21:56

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Troh.Klaus » So 16. Jun 2019, 23:21

DarkLightbringer hat geschrieben:(16 Jun 2019, 22:43)
Die Mullahs fordern Unterwerfung, von den Bürgern und überhaupt von allen.
Ist dir klar, was der Revolutionsvater Ajatollah Chomeini mit seinem Werke von 1971, "Der Islamische Staat", meinte?
Da geht es nicht um liturgische Fragen oder so. Und die ganzen Nasrallahs und sonstigen Schwarzröcke nehmen das auch sehr, sehr ernst.

Oh doch. Das ist mir sehr wohl klar. Und ich habe überhaupt keine Sympathien für die Schwarzröcke.
Ich habe aber nun mal auch überhaupt keine Sympathien für die Finanziers des sunnitischen Terrors, Saudi-Arabien, Katar, etc. Und ich empfinde es geradezu als obszön, dass der Westen, vor allem die Vormacht USA, sich mit diesen "Freunden" anscheinend vorbehaltslos einlässt. Ist 9/11 schon vergessen? Aber ok, 300 - 400 Milliarden Dollar Waffengeschäfte allein mit Saudi-Arabien, da kann man dann schon einmal ein Auge zudrücken. Schließlich ist das doch ein Mega-Deal, nicht wahr. Damit kann das Iran-Contra-Geschäft (noch zu Zeiten von Khomeinis) natürlich nicht mit halten.
In varietate concordia.
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 40482
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon DarkLightbringer » So 16. Jun 2019, 23:31

Troh.Klaus hat geschrieben:(16 Jun 2019, 23:21)

Oh doch. Das ist mir sehr wohl klar. Und ich habe überhaupt keine Sympathien für die Schwarzröcke.
Ich habe aber nun mal auch überhaupt keine Sympathien für die Finanziers des sunnitischen Terrors, Saudi-Arabien, Katar, etc. Und ich empfinde es geradezu als obszön, dass der Westen, vor allem die Vormacht USA, sich mit diesen "Freunden" anscheinend vorbehaltslos einlässt. Ist 9/11 schon vergessen? Aber ok, 300 - 400 Milliarden Dollar Waffengeschäfte allein mit Saudi-Arabien, da kann man dann schon einmal ein Auge zudrücken. Schließlich ist das doch ein Mega-Deal, nicht wahr. Damit kann das Iran-Contra-Geschäft (noch zu Zeiten von Khomeinis) natürlich nicht mit halten.

Wo ist denn der "sunnitische Terror" im Iran, Syrien, Libanon, Gaza, Irak, Jemen? Gut, die Hamas ist sunnitisch, wird aber vom Iran unterstützt.
IS und Al Kaida sind Todfeinde der Saudis. Die Herrschaft der Prinzeken gilt den Fundamentalisten als unislamisch.

Israel hat auch nichts gegen gemeinsame, strategische Interessen.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Eulenwoelfchen
Beiträge: 1317
Registriert: Do 8. Feb 2018, 23:16

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mo 17. Jun 2019, 02:59

Die ganze Terrorfreunde- und Terrorfeinde-Diskussion geht leider knapp am Kern der causa vorbei und dem einen wesentlichen Unterschied zwischen Iran einerseits und SA stellvertretend für das andere isalmische Lager:
Nur Iran strebt offen und aggressiv an, Atommacht werden zu wollen. Weder SA, noch Katar oder VAE usw. wollen oder strebten dies an. Genau das unterscheidet Iran vom Rest der arabischen Halbinsel/der Region Naher und mittlerer Osten.

Und man kann hier feststellen, das sich der noch halbwegs bei Besinnung befindliche Teil der restlichen Welt darin einig ist, dass Iran unter allen Umständen daran zu hindern ist, Atommacht zu werden.
Benutzeravatar
TheManFromDownUnder
Beiträge: 3210
Registriert: Do 8. Feb 2018, 04:54
Wohnort: Queensland Australien

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 17. Jun 2019, 03:13

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(17 Jun 2019, 02:59)

Die ganze Terrorfreunde- und Terrorfeinde-Diskussion geht leider knapp am Kern der causa vorbei und dem einen wesentlichen Unterschied zwischen Iran einerseits und SA stellvertretend für das andere isalmische Lager:
Nur Iran strebt offen und aggressiv an, Atommacht werden zu wollen. Weder SA, noch Katar oder VAE usw. wollen oder strebten dies an. Genau das unterscheidet Iran vom Rest der arabischen Halbinsel/der Region Naher und mittlerer Osten.

Und man kann hier feststellen, das sich der noch halbwegs bei Besinnung befindliche Teil der restlichen Welt darin einig ist, dass Iran unter allen Umständen daran zu hindern ist, Atommacht zu werden.


Ich bin nicht davon ueberzeugt das Saudi unter dem Killer Prinzling keine Atommacht werden will. Saudi hat eindeutig Machtansprueche auf die gesamte Region und Iran steht dem im Weg. Die Operetten Emirate wie U.A.E. sind lediglich Mitlauefer von Saudi's Gnaden. Was mit Abtruenningen wie Qatar passiert ist bekannt.

Ich bin nicht ueberzeugt davon das Iran fuer die Anschlaege auf die Oeltanker verantwortlich ist. Wo ist der Nutzen? Vielleicht waren es die Saudis selbst um einen Krieg gegen Iran zu provozieren. Der Zeitpunkt ist gut. Im Weissen Haus sitzt ein Vollidiot als Praesident den man in eine solche Situation hineinmaoevrieren kann
Support the Australian Republican Movement
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 40482
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 17. Jun 2019, 03:37

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(17 Jun 2019, 02:59)

Die ganze Terrorfreunde- und Terrorfeinde-Diskussion geht leider knapp am Kern der causa vorbei und dem einen wesentlichen Unterschied zwischen Iran einerseits und SA stellvertretend für das andere isalmische Lager:
Nur Iran strebt offen und aggressiv an, Atommacht werden zu wollen. Weder SA, noch Katar oder VAE usw. wollen oder strebten dies an. Genau das unterscheidet Iran vom Rest der arabischen Halbinsel/der Region Naher und mittlerer Osten.

Und man kann hier feststellen, das sich der noch halbwegs bei Besinnung befindliche Teil der restlichen Welt darin einig ist, dass Iran unter allen Umständen daran zu hindern ist, Atommacht zu werden.

Ja, das ist fraglos von herausragender Bedeutung.

Und zweitens ist eine Erschlaffung der Terroristenströme nur möglich, wenn die Finanzierung gekappt wird.

Letzten Endes geht es um die regionale und internationale Sicherheit und die Eindämmung des Mullah-Irans ist dabei wesentlichster Baustein.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 40482
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 17. Jun 2019, 03:41

Warum Israel und Saudi-Arabien gemeinsame Sache machen
https://www.tagesspiegel.de/politik/kam ... 19162.html
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
TheManFromDownUnder
Beiträge: 3210
Registriert: Do 8. Feb 2018, 04:54
Wohnort: Queensland Australien

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 17. Jun 2019, 03:54



Eine reine Zweckallianz nach dem Motto Dein Feind ist auch mein Feind! Das heist nicht das man sich mag, das man langfristig die gleichen Ziele verfolgt.

Ich bleibe dabei das Saudi Arabien ein feudaler Staat ist, der politische und religioese Minderheiten gnadenlos verfolgt, Menschen und Frauenrechte mit den Fuessen tritt und Machtansprueche auf die Region erhebt genauso wie Iran. Die beiden sind sich gegenseitig ein Dorn im Auge.
Support the Australian Republican Movement
Benutzeravatar
TheManFromDownUnder
Beiträge: 3210
Registriert: Do 8. Feb 2018, 04:54
Wohnort: Queensland Australien

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 17. Jun 2019, 03:57

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Jun 2019, 03:37)

Ja, das ist fraglos von herausragender Bedeutung.

Und zweitens ist eine Erschlaffung der Terroristenströme nur möglich, wenn die Finanzierung gekappt wird.

Letzten Endes geht es um die regionale und internationale Sicherheit und die Eindämmung des Mullah-Irans ist dabei wesentlichster Baustein.


Die Eindaemmung des Saudi arabischen Sunni Regime's ist ebenfalls dringend notwenidig. Der Killer Prinz spielt mit dem doofen Trump wie er will und wird die Region in einen Kriegsschauplatz verwandeln. Die Zeit ist guenstig solange der Idiot im Weissen Haus sitzt.
Support the Australian Republican Movement
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 40482
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 17. Jun 2019, 04:09

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(17 Jun 2019, 03:54)

Eine reine Zweckallianz nach dem Motto Dein Feind ist auch mein Feind! Das heist nicht das man sich mag, das man langfristig die gleichen Ziele verfolgt.

Ich bleibe dabei das Saudi Arabien ein feudaler Staat ist, der politische und religioese Minderheiten gnadenlos verfolgt, Menschen und Frauenrechte mit den Fuessen tritt und Machtansprueche auf die Region erhebt genauso wie Iran. Die beiden sind sich gegenseitig ein Dorn im Auge.

Es geht um die Befriedung der Region, das ist nicht nur im Interesse Israels, sondern im Interesse der gesamten Staatengemeinschaft.

Modell: Ägypten-Jordanien-Israel.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 40482
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 17. Jun 2019, 04:13

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(17 Jun 2019, 03:57)

Die Eindaemmung des Saudi arabischen Sunni Regime's ist ebenfalls dringend notwenidig. Der Killer Prinz spielt mit dem doofen Trump wie er will und wird die Region in einen Kriegsschauplatz verwandeln. Die Zeit ist guenstig solange der Idiot im Weissen Haus sitzt.

Die Saudis sind selbst bedroht - iranisch gesteuerte Huthis haben schon Raketen auf Riad abgefeuert.

Dort, wo der Iran nicht seine Finger drin hat, ist es ruhig. Alle anderen Länder aber sind problematisch: Libanon, Irak, Syrien, Jemen, Gaza.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 5289
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Orbiter1 » Mo 17. Jun 2019, 07:10

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Jun 2019, 04:13)

Dort, wo der Iran nicht seine Finger drin hat, ist es ruhig.
Ja, da wird der radikale Islam von Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten jedes Jahr in aller Ruhe mit Milliarden gefördert und das nächste Monster geschaffen. Al Kaida und der IS wären ohne Gelder aus dieser Region nicht möglich gewesen bzw nur sehr klein geblieben.
Benutzeravatar
Cobra9
Beiträge: 25706
Registriert: Mo 10. Okt 2011, 11:28

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Cobra9 » Mo 17. Jun 2019, 09:14

Orbiter1 hat geschrieben:(17 Jun 2019, 07:10)

Ja, da wird der radikale Islam von Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten jedes Jahr in aller Ruhe mit Milliarden gefördert und das nächste Monster geschaffen. Al Kaida und der IS wären ohne Gelder aus dieser Region nicht möglich gewesen bzw nur sehr klein geblieben.


Das ist in großen Teilen falsch dargestellt. Es ist richtig das sowohl Saudi-Arabien und der Iran ihre jeweiligen Religionsblöcke zum beherrschenden Faktor machen wollen. Natürlich sind beide Religionsblöcke bemüht darin sich expansiv zu entwickeln und bieten Gefahrenpoteniale. Es war aber der Iran wo den Konflikt vorantrieb. Er entblödete sich nicht die Gegenseite als illegal anzusehen und auch noch schiitische Umstürzler immer wieder in Saudi-Arabien zu fördern.

Nach dem Fall des Schah machte sich die junge islamische Republik das saudische Königshaus zum Feind, indem es die Forderungen der schiitischen Minderheit der Hasa in Saudi-Arabien unterstützte (Revolutionsexport) und den verkommenen islamischen Regimes die Legitimität absprach. Was natürlich super in Saudi-Arabien ankam. Die machten Freudensprünge :rolleyes:





Aber weder IS noch Al Kaida sind von Golfstaaten aus staatlichen Mitteln gefördert worden , noch vertreten diese Gruppen die Religion offiziell. Sekten mit christlichem Touch repräsentieren auch nicht den Papst.

Geld floss von privaten Personen, nicht vom Staat. Das Königshaus hat beispielsweise schnell erkannt welche Gefahren die Gruppen darstellen. Die offiziellen Religionsvertreter bekämpfen den Einfluss dieser Gruppen. Natürlich nicht ohne eigene Interessen den Machterhalt ist ein Interesse. Das einige Prediger sich nicht daran halten wollten und Menschen radikal auf ne Linie gebracht haben ist korrekt. Aber Saudi-Arabien usw. bemühen sich das zu bekämpfen.

Aber grundsätzlich sind AL Kaida oder der IS nicht Freunde von Saudi-Arabien usw. sondern das Gegenteil gilt. Saudi-Arabien wurde ab 2000 das Ziel schwerer Al Kaida Attentate und des IS. Das weckte Saudi-Arabien auf
https://www.swp-berlin.org/kurz-gesagt/ ... kaempfung/

So ruft der Anführer des Islamischen Staates, Abu Bakr al-Baghdadi, zum Sturz des Hauses Saud auf, weil dieses den Islam verrate.

.https://m.spiegel.de/politik/ausland/an ... 48433.html

https://www.nzz.ch/international/tote-b ... ld.1476713

Saudi-Arabien bekämpft die Al Kaida massiv und den IS.
Für die VAE gilt das gleiche. Vor allem weil diese Gruppen den eigenen Machterhalt bedrohen. Was natürlich richtig ist das vereinzelt private Spenden von Privatpersonen den Gruppen weiterhalfen. Aber dem schieben die Staaten langsam Riegel vor und es gab Verhaftungen plus Exekutionen.


Der Iran dagegen hatte direkt nicht besseres nach der Revolution zu tun als seine Idee der Revolution und Auslegung der Religion exportieren zu wollen. Ganz verwunderlich das es Staaten gab die das nicht begrüßen. Wer gab bitte dem Iran das Recht in Saudi-Arabien usw. zu zündeln und mit dem Ziel die jeweiligen Regierungen zu stürzen plus Erlangung der Dominanz in der Religion.

Es war der Iran wo die Lunte für den Konflikt gelegt hat. Der Iran scheiterte mit offener Expansion, wechselte dann zum Rezept mit Milizen und Terroristen das Wir kennen. Darunter leiden Staaten wie der Libanon, Jemen, Syrien, die pal. Gebiete usw.

Saudi-Arabien griff in Syrien erst ein als der Iran aktiv wurde. Dito Jemen. Und das der Iran die Hamas nutzt um sogar Keile in die pal. Bevölkerung zu treiben ist auch bekannt.

Ich bin jetzt kein Anhänger von Saudi-Arabien. Aber was Du geschrieben hattest konnte man nicht stehen lassen



Die autoritären Regime in Saudi-Arabien und Ägypten führen über ihre islamischen Gelehrten einen ideologischen Kampf gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS). Dieser Anti-IS-Diskurs erscheint jedoch keineswegs als Selbstzweck, sondern dient als politisches Instrument zur eigenen Herrschaftslegitimation und -festigung. So werden der IS als Feind des Islam bezeichnet, politische Gegner pauschal als mit dem IS identisch denunziert und das saudische sowie ägyptische Regime zu Verteidigern des Islams hochstilisiert.

http://www.verfassungsschutz-bw.de/,Lde ... d+Aegypten


Spenden

Bedeutung: früher hoch, inzwischen gering

Experten gehen davon aus, dass der IS in seinen Anfangsjahren von reichen Gönnern in den Golfstaaten wie Katar, Saudi-Arabien oder Kuwait Spenden erhielt. So bildete er einen großen Teil seines Startkapitals.

Inzwischen wird das Aufkommen daraus jedoch als eher gering eingeschätzt. Insbesondere Saudi-Arabien geht den OECD-Geldwäscheexperten zufolge inzwischen rigoros gegen Möglichkeiten des Spendens vor.


https://m.spiegel.de/wirtschaft/islamis ... 63522.html

https://m.spiegel.de/spiegel/print/d-131147808.html

https://m.faz.net/aktuell/politik/kampf ... 24885.html
Das Böse hat einen Namen. Schokolade !

User auf Ignore erhalten keine Antwort

Auf meiner Liste : Alter Stubentiger
Benutzeravatar
Cobra9
Beiträge: 25706
Registriert: Mo 10. Okt 2011, 11:28

Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Cobra9 » Mo 17. Jun 2019, 10:24

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(17 Jun 2019, 03:54)

Eine reine Zweckallianz nach dem Motto Dein Feind ist auch mein Feind! Das heist nicht das man sich mag, das man langfristig die gleichen Ziele verfolgt.

Ich bleibe dabei das Saudi Arabien ein feudaler Staat ist, der politische und religioese Minderheiten gnadenlos verfolgt, Menschen und Frauenrechte mit den Fuessen tritt und Machtansprueche auf die Region erhebt genauso wie Iran. Die beiden sind sich gegenseitig ein Dorn im Auge.


Saudi-Arabien ist tatsächlich ein Staat der teilweise im Mittelalter lebt. Menschenrechte, Frauen, Bildung, Religion. Auch richtig ist teilweise die Religion eine Triebfeder der Terrorismus ist und der whab. Islam verbreitet wird global. Aber im Prinzip trifft genau das gleiche auf den Iran zu.

Jetzt muss man mal einen Strich ziehen und betrachten mit wem dieser Regime klappt die Zusammenarbeit besser. Das ist eindeutig Saudi-Arabien. Es hält Absprachen verlässlich ein, ist was Zusammenarbeit betrifft sehr rational , lässt andere Staaten in Ruhe solange der Iran die Finger weglässt.

Ich sage nicht das Saudi-Arabien ein guter oder moderner Staat ist. Er ist vielmehr eben das vernünftigste kleine Übel.

In der Isreal Frage denke Ich offiziell werden diese Staaten nie gute Freunde. Aber solange man friedlich Wege der Zusammenarbeit findet ist das gar nicht notwendig. Es gibt ein interessantes Beispiel.

Im Mittelmeer gibts Erdgas und Ölvorkommen. Das hätte zu Konflikten führen können. Es formierte sich aber ein Verbund der Anrainer Staaten um die Ausbeutung der Vorkommen gemeinsam zu betreiben. Saudi-Arabien vermittelte zwischen den pal. Behörden und Israel.

Bis auf die Türkei machen alle mit
Das Böse hat einen Namen. Schokolade !

User auf Ignore erhalten keine Antwort

Auf meiner Liste : Alter Stubentiger

Zurück zu „36. Arabische Welt“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast