Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Option?

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Loki
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon Loki » Do 26. Nov 2015, 17:47

frems » Do 26. Nov 2015, 14:40 hat geschrieben:Die Luftwaffe ist schon einmal dabei:


http://www.tagesspiegel.de/politik/sond ... 42084.html

Da kann man nur hoffen, daß niemand die Flieger abschießt und deutsche Piloten in den Händen der Terroristen landen.

So was wird weniger kompliziert gemacht und mit vorhandenen Mitteln:

Man holt sie (die eventuellen zukünftigen Piloten) einfach hierzulande aus ihrem Bett raus.
Grenzen sind ja offen.


Ist weit weniger Aufwand, als sie dann erst aus den Flugzeugen im Einsatz zu holen.



Normalerweise sollten die Bundeswehrsoldaten sich gemeinsam gegen diese mitwirkende Kriegspolitik ihrer "Chefs" stellen und auf die direkte Verteidigung ihrer Heimat, ihrer Familie und ihrer eigenen Unversehrtheit pochen.

Verstehe gar nicht, warum die regierende Bundespolitik nun so scharf darauf ist, hierzulande Pazifisten und Kriegstreiber aufeinander los zu hetzen.
Zuletzt geändert von Loki am Do 26. Nov 2015, 20:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon H2O » Do 26. Nov 2015, 20:08

frems » 2015-11-26, 15:40 hat geschrieben:Die Luftwaffe ist schon einmal dabei:


http://www.tagesspiegel.de/politik/sond ... 42084.html

Da kann man nur hoffen, daß niemand die Flieger abschießt und deutsche Piloten in den Händen der Terroristen landen.


Meinen Sie, daß es amerikanischen, britischen, französischen
Piloten besser ergehen wird? In Paris ist es so ungefähr 120
Leuten nicht gut ergangen, und der IS schneidet in seinem
Herrschaftsgebiet Leuten vor laufender Kamera den Kopf ab,
wenn er sie nicht bei lebendigem Leibe verbrennt.

Das weiß doch nun jedermann, und deswegen muß man hoffen,
daß gar kein Pilot diesen Mördern in die Hände fällt, natürlich
auch keiner unserer Luftwaffe, die nun erst einmal mit 6 Tornados
Luftbildaufklärung betreibt.

Dann kommt noch eine Fregatte der Bundesmarine zum Einsatz,
um den französischen Flugzeugträger Charles de Gaulle gegen
böse Überraschungen ab zu sichern.

Ergänzend noch zu sagen, daß auch die Ausbilderzahl für die
Peshmerga um etwa 200 Soldaten vergrößert werden soll... was
hoffentlich den Druck auf den IS im Irak weiter erhöhen wird. Die
Kurden können wenigstens das von ihnen freigekämpfte Gebiet
auf Dauer besetzt halten.

Mit Blick auf den zugesagten Mali-Einsatz der Bundeswehr kann
Frankreich sich nun über einen Mangel an deutscher Solidarität
nicht beklagen... wenn der Bundestag den Einsätzen zustimmt.
Zuletzt geändert von H2O am Do 26. Nov 2015, 20:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon relativ » Fr 27. Nov 2015, 07:33

H2O » Do 26. Nov 2015, 20:08 hat geschrieben:
Meinen Sie, daß es amerikanischen, britischen, französischen
Piloten besser ergehen wird? In Paris ist es so ungefähr 120
Leuten nicht gut ergangen, und der IS schneidet in seinem
Herrschaftsgebiet Leuten vor laufender Kamera den Kopf ab,
wenn er sie nicht bei lebendigem Leibe verbrennt.

Das weiß doch nun jedermann, und deswegen muß man hoffen,
daß gar kein Pilot diesen Mördern in die Hände fällt, natürlich
auch keiner unserer Luftwaffe, die nun erst einmal mit 6 Tornados
Luftbildaufklärung betreibt.

Dann kommt noch eine Fregatte der Bundesmarine zum Einsatz,
um den französischen Flugzeugträger Charles de Gaulle gegen
böse Überraschungen ab zu sichern.

Ergänzend noch zu sagen, daß auch die Ausbilderzahl für die
Peshmerga um etwa 200 Soldaten vergrößert werden soll... was
hoffentlich den Druck auf den IS im Irak weiter erhöhen wird. Die
Kurden können wenigstens das von ihnen freigekämpfte Gebiet
auf Dauer besetzt halten.

Mit Blick auf den zugesagten Mali-Einsatz der Bundeswehr kann
Frankreich sich nun über einen Mangel an deutscher Solidarität
nicht beklagen... wenn der Bundestag den Einsätzen zustimmt.

Das man sich überhaupt so früh darüber beklagt hat, wundert mich ja schon. Mittlerweile dürfte es sich auch bis nach Frankreich rumgesprochen haben, daß es für ein Militäreinsatz in Deutschland mehr braucht, als eine Unterschrift einer Kanzlerin oder Kanzler.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 27. Nov 2015, 09:30

Frankreich kann sich vorstellen, daß die syrische Armee den Kampf auf dem Boden führt.

Frankreich: Syrische Regierungstruppen im Kampf gegen IS einsetzen

Außenminister Fabius kann sich vorstellen, dass Bodentruppen von der syrischen Regierung gestellt werden

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius hat erstmals eine Einbeziehung der syrischen Regierungstruppen in den Kampf gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ins Spiel gebracht. Bei der Bekämpfung der Extremisten gebe es "zwei Maßnahmen: Bombardierungen und Truppen am Boden", sagte Fabius am Freitag im Radiosender RTL. Die Bodentruppen könnten nicht von Frankreich gestellt werden, aber von Einheiten der oppositionellen Freien Syrischen Armee, von sunnitischen arabischen Truppen "und warum nicht auch von Regierungstruppen", sagte Fabius. (APA, 27.11.2015) - derstandard.at/2000026512077/Frankreich-erwaegt-Einbeziehung-syrischer-Streitkraefte-in-Anti-IS-Kampf
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon yogi61 » Fr 27. Nov 2015, 09:36

King Kong 2006 » Fr 27. Nov 2015, 09:30 hat geschrieben:Frankreich kann sich vorstellen, daß die syrische Armee den Kampf auf dem Boden führt.




Das ist nur vernünftig.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon pikant » Fr 27. Nov 2015, 09:58

ich verstehe die Sahra Wagenknecht nicht mehr, die jetzt davon spricht, dass die Terrorgefahr in Deutschland steigt und mit der Entsendung der Tornados es mehr Terroristen geben wird - sollen wir denn gar nichts machen?

mit dieser Begruendung muesste sich die Welt aus dem Syrienkonflik komplett zurueckziehen :rolleyes:

www.sahra-wagenknecht.de
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon H2O » Fr 27. Nov 2015, 09:58

yogi61 » 2015-11-27, 10:36 hat geschrieben:

Das ist nur vernünftig.


Nur auf den ersten Blick vernünftig! Was geschieht danach,
wenn diese Armee dann gegen syrische Kurden
und gegen wirklich gemäßigte Rebellen vorgeht? Darüber
ist doch mit Präsident Putin gar nicht zu reden. Der will
"seinen" Mittelmeerhafen und "seinen" Brückenkopf mit
Assad als Abhängigem mitsamt seiner Streitkräfte.

Präsident Hollande steht unter Handlungsdruck, ver-
ständlicherweise, weil seine Mitbürger eine wirksame
Gegenwehr erwarten, auch zu Recht. Was aber seit
sehr langer Zeit versäumt wurde, schon zu Zeiten
von Präsident Sarkozy, das ist ein umsetzbarer Plan,
wie die Brutstätten des Terrors in Frankreich und in der EU
ausgetrocknet werden können. Oder hat hier jemand jemals
davon etwas gehört?

Was jetzt versäumt wird, das ist das Ausarbeiten eines
durchsetzbaren Plans, wie es denn in der gesamten Region
Nahost weiter gehen soll, wenn es tatsächlich gelungen sein
sollte, den IS und andere islamistische Gruppen vorübergehend
aus zu schalten. Wie und wo lässt sich eine Ordnungsmacht
vor Ort einrichten... und, nicht laut auflachen, könnte die
Türkei diese Rolle übernehmen, ohne gleich eine neue
Bedrohung herauf zu beschwören?

So, wie das jetzt angelegt wird, entsteht in der Region zwischen
Libanon und Iran ein langer Abnutzungskrieg mit verelendender
Bevölkerung und weiteren Fluchtwellen, wie in Afghanistan, wo man
auch nicht mit einer staatlichen Ordnungsmacht voran kommt. Klar,
das ist in Afghanistan ein nahezu unlösbares Problem gewesen. und
man hatte keine umsetzbare Vorstellung, wie das Problem ent-
schärft werden könnte. Hilft nichts, man muß sich mit diesem
undankbaren Thema in der gesamten Region Nahost, Mittelasien und
Südasien befassen.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon H2O » Fr 27. Nov 2015, 10:19

pikant » 2015-11-27, 10:58 hat geschrieben:ich verstehe die Sahra Wagenknecht nicht mehr, die jetzt davon spricht, dass die Terrorgefahr in Deutschland steigt und mit der Entsendung der Tornados es mehr Terroristen geben wird - sollen wir denn gar nichts machen?

mit dieser Begruendung muesste sich die Welt aus dem Syrienkonflik komplett zurueckziehen :rolleyes:

http://www.sahra-wagenknecht.de


Na ja, genau genommen müssten wir uns auch aus
unserem Lande zurück ziehen, denn Drohungen des
IS hat es ja genügend viele gegeben, ganz unabhängig
von solchen Einsätzen. Die Rede ist inhaltslose Nachbeterei
sattsam bekannter Ängste, leider ganz ohne jeden Lösungs-
vorschlag, außer "gar nichts machen".

Hilft ja alles nichts, wir müssen im Inland die Samthandschuhe
ausziehen, wenn sich eine Bedrohung abzeichnet, ob noch
in Wort oder schon in Tat. Da ist eine Duldsamkeit gepflegt
worden, die völlig unverantwortlich war und ist. Unsere Gesetze
sind auf solche asymmetrische politische und gewaltsame
Bedrohung nicht angepasst... viel Raum für Reichsbedenkenträger,
bis es denn mehrfach mit zahlreichen Menschenopfern gekracht
hat. Und dann geht das wilde Gerenne los, wie jetzt in Frankreich.

Meine Kritik geht in beide Richtungen, gegen islamistischen Terror
und auch den wieder auflebenden braunen Terror. Beide Bedrohungen
haben doch ihren Nährboden, und den muß man entschlossen
austrocknen, Gesetze und Sicherheitskräfte entsprechend anlegen.

Ebenso gewiß ist aber auch, daß man den IS in Nahost nicht einfach
gewähren lassen kann. Da fand ich es ganz vernünftig, örtliche
Gegenkräfte zu fördern, die nach einem vorübergehenden Aus-
schalten des IS und anderer islamistischer Mörderbanden das
Gebiet halten könnten... hier also die Kurden, die nach einem eigenen
Staat streben, oder größtmöglicher Autonomie. Man muß die
Bombeneinsätze der vereinten westlichen Streitkräfte als Hilfe für diese
örtliche Macht verstehen... oder sie wenigstens systematisch so anlegen.
Das geht sicher nicht, wenn man nun wie ein gereizter Stier auf ein
Rotes Tuch losgeht.

Da müsste die EU als Gemeinschaft als beratender und solidarisch
handelnder Faktor langsam aber sicher gegensteuern, um Frankreich
von einer unendlichen Geschichte mit Staatspleite obendrein zu bewahren.
Zuletzt geändert von H2O am Fr 27. Nov 2015, 12:03, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon relativ » Fr 27. Nov 2015, 13:37

Die Argumenetation der Linken orientiert sich eher an die eines Jürgen Todenhöfers.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon Yossarian » Fr 27. Nov 2015, 13:43

yogi61 » Fr 27. Nov 2015, 10:36 hat geschrieben:

Das ist nur vernünftig.


Ja, das sagt Le Pen auch.
Die Partei ist auch der Grund für Hollandes Umschwung, Umfragen zeigen sie nämlich vorne. Deswegen wird jetzt Politik gemacht die rechter ist als das Original, traurig und besorgnis erregend.
Wenn ich einen Vogel sehe der wie eine Ente watschelt und wie eine Ente schwimmt und wie eine Ente quakt dann nenne ich ihn eine Ente. Und wenn der Vogel dementiert eine Ente zu sein ist es eine russische Ente.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon relativ » Fr 27. Nov 2015, 13:55

Yossarian » Fr 27. Nov 2015, 13:43 hat geschrieben:
Ja, das sagt Le Pen auch.
Die Partei ist auch der Grund für Hollandes Umschwung, Umfragen zeigen sie nämlich vorne. Deswegen wird jetzt Politik gemacht die rechter ist als das Original, traurig und besorgnis erregend.

Neu sind solche demokratischen Reflexe nicht, schlimm wird es erst, wenn sie sich nicht mehr Unterscheiden lassen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon H2O » Fr 27. Nov 2015, 15:29

Das Vorpreschen des französischen Präsidenten
gleicht einer politischen Kurzschlußhandlung. Die
nehme ich ihm angesichts des schrecklichen
Massenmords in Paris nicht übel... das ist letztlich
auch ein Mensch mit seinen Empfindungen.

Weniger entschuldbar ist das Verhalten der EU, die
es nicht versteht, einen "großen Kriegsrat" für das
solidarische Vorgehen in Europa und gegen den IS
im Nahen Osten ein zu berufen, um dann ein eng
abgestimmtes Vorgehenskonzept um zu setzen. Anstatt
dessen springt Präsident Hollande in dieser unwirk-
lichen Welt herum, um ein Bündnis unter französischer
Führung zu schmieden, ohne kalt überlegtes Konzept,
wie denn dieser Kampf gegen den IS zum Erfolg geführt
werden könnte.

Natürlich ist es aus meiner Sicht vernünftig, Frankreich
jetzt erst einmal zur Seite zu springen. Aber die Pflicht
zum kühlen Nachdenken darf nicht darüber vergessen
werden; im besten Interesse unserer französischen
Nachbarn, die von ihren Gefühlen geleitet werden. Die
EU muß sich schützend um Frankreich herum aufstellen!
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon pikant » Fr 27. Nov 2015, 16:02

yogi61 » Fr 27. Nov 2015, 09:36 hat geschrieben:

Das ist nur vernünftig.


sehe ich auch so, denn Fabious lehnt jede Zusammenarbeit mit Assad ab - wenn Assad weg ist, dann wird gemeinsame Sache gemacht
gut, dass wir da einer Meinung sind :)

www.tagesschau.de/ausland/frankreich-is-107.html
Zuletzt geändert von pikant am Fr 27. Nov 2015, 16:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon Loki » Fr 27. Nov 2015, 17:00

H2O » Fr 27. Nov 2015, 15:29 hat geschrieben:Das Vorpreschen des französischen Präsidenten
gleicht einer politischen Kurzschlußhandlung. Die
nehme ich ihm angesichts des schrecklichen
Massenmords in Paris nicht übel... das ist letztlich
auch ein Mensch mit seinen Empfindungen.

Er bombte vor den ominösen Ereignissen in Paris
und er bombt danach.
(Luftangriffe)

Sehe da keinen Unterschied bzw. eine neue erfolgte Kurzschlusshandlung.


Die EU muß sich schützend um Frankreich herum aufstellen!

Einen Scheiß muß sie!

Das Ganze erinnert an Schulhofvorgänge: jemand verprügelt einen anderen auf den Schulhof. Vielleicht ist es auch "nur" Mobbing.
Der Gemobbte wehrt sich mit seinen Mitteln (Gegenschlag oder Vergeltungsschlag) und der Mobber ruft nun seinen Brüder per Handy zu Hilfe.


Da mittlerweile sogar schon Kindergartenkinder vermehrt solche Mobiltelefone in die Hosentasche bekommen, kann man es auch gerne mit einem Geschehen auf dem Spielplatz eines Kindergarten vergleichen.

Daß ausgerechnet eine dt. Frau einer Partei mit dem großen C jetzt auch noch sich den Weg überlegt, Kriegsbundeskanzlerin zu werden, lässt erahnen, warum Mitteleuropäer stets als kriegerische Völker betrachtet wurden
und wohl zukünftig auch weiter werden.


Fehlte nur noch, daß sich dafür ausgesprochen wird, bei bürgerkriegsähnlichen Zuständen das Militär kämpfend zu Fuß und in Panzern sowie sonstigen Bodenfahrzeugen einzusetzen.
Ob bald ausländisches Militär oder "Volk in Uniform gegen das eigene Volk" macht die Sau nun auch nicht mehr fett.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon H2O » Fr 27. Nov 2015, 17:05

Loki » 2015-11-27, 18:00 hat geschrieben:Er bombte vor den ominösen Ereignissen in Paris
und er bombt danach.
(Luftangriffe)

Sehe da keinen Unterschied bzw. eine neue erfolgte Kurzschlusshandlung.



Einen Scheiß muß sie!

Das Ganze erinnert an Schulhofvorgänge: jemand verprügelt einen anderen auf den Schulhof. Vielleicht ist es auch "nur" Mobbing.
Der Gemobbte wehrt sich mit seinen Mitteln (Gegenschlag oder Vergeltungsschlag) und der Mobber ruft nun seinen Brüder per Handy zu Hilfe.


Da mittlerweile sogar schon Kindergartenkinder vermehrt solche Mobiltelefone in die Hosentasche bekommen, kann man es auch gerne mit einem Geschehen auf dem Spielplatz eines Kindergarten vergleichen.

Daß ausgerechnet eine dt. Frau einer Partei mit dem großen C jetzt auch noch sich den Weg überlegt, Kriegsbundeskanzlerin zu werden, lässt erahnen, warum Mitteleuropäer stets als kriegerische Völker betrachtet wurden
und wohl zukünftig auch weiter werden.


Fehlte nur noch, daß sich dafür ausgesprochen wird, bei bürgerkriegsähnlichen Zuständen das Militär kämpfend zu Fuß und in Panzern sowie sonstigen Bodenfahrzeugen einzusetzen.
Ob bald ausländisches Militär oder "Volk in Uniform gegen das eigene Volk" macht die Sau nun auch nicht mehr fett.


Na, Sie sind ja echt unzufrieden mit Gott und der Welt!
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon Loki » Fr 27. Nov 2015, 17:14

H2O » Fr 27. Nov 2015, 17:05 hat geschrieben:Na, Sie sind ja echt unzufrieden mit Gott und der Welt!

Kein Grund die Klagemauer zu besuchen.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon H2O » Sa 28. Nov 2015, 10:08

H2O » 2015-11-27, 16:29 hat geschrieben:Das Vorpreschen des französischen Präsidenten
gleicht einer politischen Kurzschlußhandlung. Die
nehme ich ihm angesichts des schrecklichen
Massenmords in Paris nicht übel... das ist letztlich
auch ein Mensch mit seinen Empfindungen.

Weniger entschuldbar ist das Verhalten der EU, die
es nicht versteht, einen "großen Kriegsrat" für das
solidarische Vorgehen in Europa und gegen den IS
im Nahen Osten ein zu berufen, um dann ein eng
abgestimmtes Vorgehenskonzept um zu setzen. Anstatt
dessen springt Präsident Hollande in dieser unwirk-
lichen Welt herum, um ein Bündnis unter französischer
Führung zu schmieden, ohne kalt überlegtes Konzept,
wie denn dieser Kampf gegen den IS zum Erfolg geführt
werden könnte.

Natürlich ist es aus meiner Sicht vernünftig, Frankreich
jetzt erst einmal zur Seite zu springen. Aber die Pflicht
zum kühlen Nachdenken darf nicht darüber vergessen
werden; im besten Interesse unserer französischen
Nachbarn, die von ihren Gefühlen geleitet werden. Die
EU muß sich schützend um Frankreich herum aufstellen!


Nun wird der französische Alleingang gegen den IS
allmählich unangenehm. Offenbar folgt Frankreich
der russischen Vorstellung, daß Assad und seine noch
verbliebene Armee die einzige Macht darstellen, die
am Boden wirksam gegen den IS antreten könnte.

Dieser Gedanke kann durchaus logisch und zutreffend
sein; nur sollten solche Beschlüsse zur zu verfolgenden
Strategie doch mit den Partnern gemeinsam überlegt wer-
den, von denen Frankreich solidarische Hilfe erwartet... und
erhält. Wenn die Gemeinschaft sich zu diesem Beschluß
durchringt, dann ist das dann eben so in gemeinschaftlicher
Verantwortung. Als Europäer würde ich erwarten, daß die
Kanzlerin dem Präsidenten diese Bitte um gemeinsame
Beratung und Entscheidung sehr freundlich, aber doch auch
entschieden, vorträgt... muß ja nicht öffentlich abgehandelt
werden.

Mir fehlt auch ein Plan dafür, wie denn ein Ende der Kampf-
handlungen in diesem asymmetrischen Krieg zu erreichen sein
könnte, wie die gesamte Region von Libanon bis zum Persischen
Golf politisch stabil organisiert sein könnte. Ohne solche Zielvor-
stellungen entarten die Kämpfe mit dem IS nur in ein wildes Um-
sich-Schlagen, meine ich, mit weiteren Millionen Flüchtlingen
und Menschenopfern.

Vielleicht hat die gemeinsame Beratung ja auch stattgefunden;
allem Anschein aber wohl kaum!
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon yogi61 » Sa 28. Nov 2015, 17:30

pikant » Fr 27. Nov 2015, 16:02 hat geschrieben:
sehe ich auch so, denn Fabious lehnt jede Zusammenarbeit mit Assad ab - wenn Assad weg ist, dann wird gemeinsame Sache gemacht
gut, dass wir da einer Meinung sind :)

http://www.tagesschau.de/ausland/frankreich-is-107.html


Wir werden sehen. Frankreich wird allerdings nicht warten können bis Assad weg ist, der Präsident hat sich selbst enorm unter Druck gesetzt.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon John Galt » Sa 28. Nov 2015, 18:56

Entweder man erklärt Assad zum Gewinner oder man muss auch gegen Syrien in den Krieg ziehen.

Mit 4-6 Tornados gewinnt man keinen Blumentopf, da kann man gleich zuhause bleiben. Man verursacht damit nur noch mehr Verwirrung bei all den anderen Kriegsgeilen in der Region. Da blickt doch keiner mehr durch, wer da durch die Gegend fliegt.
Zuletzt geändert von John Galt am Sa 28. Nov 2015, 18:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon Fadamo » Sa 28. Nov 2015, 20:06

Ich frage mich,wieso können hochmoderne Armeen die Isis nicht stoppen ?
Ich glaube nicht,dass die Isis mit Bodentruppen besiegt werden kann.
Wenn es zu einem Bodenkampf kommen sollte,wird die Isis ihren Kampf in Europa fortsetzen und dann Leute ,können wir uns frisch machen.
Politik ist wie eine Hure,die kann man nehmen wie man will

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