Syrisches Kurdengebiet: Ausreise nach Europa verboten

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Jekyll
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Re: Syrisches Kurdengebiet: Ausreise nach Europa verboten

Beitragvon Jekyll » So 20. Sep 2015, 20:16

Kardux » So 20. Sep 2015, 11:46 hat geschrieben:Wo ist der Unterschied zwischen Gaza und Cizîrê ? Na klingelt es bei Ihnen ? Schon wieder Doppelmoral !! Aber was jeder Vollidiot im Internet nachlesen kann ist, das in der israelischen Verfassung die Araber als anerkannte Minderheit erwähnt werden und ihre Sprache zweite Amtssprache ist. IST DAS IN DER TÜRKEI DER FALL ? Ja oder nein ? Wenn Sie schon kein Allgemeinwissen haben, könnten Sie sich wenigstens per google ein wenig schlau machen bevor Sie hier in Fettnäpfchen treten.
Und Sie sollten sich einen anderen Ton angewöhnen, werter Kardux. Was nützt es einem, auf einem Stück Papier erwähnt zu werden, wenn man physisch systematischen Einschränkungen unterworfen wird und in gewissen Zeitabständen höchst fragwürdigen militärischen Operationen zum Opfer fallen muss, mit zighunderten zivilen Opfern? Wussten Sie, dass in der Türkei mal ein Kurde Außenminister war? Sieht so Unterdrückung aus?

Alle ! Jeder türkische User in diesem Forum verneint oder relativiert den Genozid an den Armeniern. Die Geschichtsklitterung nervt !
Ich weiß nicht, woher Sie Ihre Pauschalisierungen hernehmen, aber ich als Türke habe den Armeniergenozid nie geleugnet und auch nie relativiert (dass ich die kurdische Involvierung in dieses Makroverbrechen betont habe ist keine Relativierung, sondern Objektivierung). Von "alle" und "jeder" kann also nicht die Rede sein. Ich allein mache schon mindestens 25% der Türken in diesem Forum aus.

Das hängt vom Auge des Betrachters ab. Für die Kurden ist Erdogan ebenfalls ein krimineller Mörder.
Während Öcalan, der Führer der Terroristenorganisation PKK, ein Heiliger ist...mag sein, dass viele Kurden solch eine Betrachtungsweise vorziehen, normal ist das aber nicht.
Sie schufen eine Wüste und nannten es...Frieden.
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Re: Syrisches Kurdengebiet: Ausreise nach Europa verboten

Beitragvon Demolit » So 20. Sep 2015, 20:46

Jekyll » So 20. Sep 2015, 19:16 hat geschrieben:Und Sie sollten sich einen anderen Ton angewöhnen, werter Kardux. Was nützt es einem, auf einem Stück Papier erwähnt zu werden, wenn man physisch systematischen Einschränkungen unterworfen wird und in gewissen Zeitabständen höchst fragwürdigen militärischen Operationen zum Opfer fallen muss, mit zighunderten zivilen Opfern? Wussten Sie, dass in der Türkei mal ein Kurde Außenminister war? Sieht so Unterdrückung aus?

Ich weiß nicht, woher Sie Ihre Pauschalisierungen hernehmen, aber ich als Türke habe den Armeniergenozid nie geleugnet und auch nie relativiert (dass ich die kurdische Involvierung in dieses Makroverbrechen betont habe ist keine Relativierung, sondern Objektivierung). Von "alle" und "jeder" kann also nicht die Rede sein. Ich allein mache schon mindestens 25% der Türken in diesem Forum aus.

Während Öcalan, der Führer der Terroristenorganisation PKK, ein Heiliger ist...mag sein, dass viele Kurden solch eine Betrachtungsweise vorziehen, normal ist das aber nicht.


Du merkst nicht, wie letztlich in der letzten Konsequenz deine Argumentation lächerlich ist.

Ein oberster Mufti, der Teile seines eigenen Landes bombardieren lässt, der seine Minderwertigkeitskomplexe an den Intellektuellen seines Landes abarbeitet, eine rassistische Haltung gegenüber einem Teil seines Staatsvolkes an den Tag legt, der wird von den Erdoganisten hier in D noch "verteidigt".

Herrlich, welche Typen wir da heranzogen haben.. können wir brauchen..

Du bist ähnlich !!!! :? dem, die sich hier Neonazi schimpfen lassen muss..

echt ;)

lach und echt ;)
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Re: Syrisches Kurdengebiet: Ausreise nach Europa verboten

Beitragvon Kardux » So 20. Sep 2015, 23:32

Jekyll hat geschrieben:Was nützt es einem, auf einem Stück Papier erwähnt zu werden, wenn man physisch systematischen Einschränkungen unterworfen wird und in gewissen Zeitabständen höchst fragwürdigen militärischen Operationen zum Opfer fallen muss, mit zighunderten zivilen Opfern?


Die zivilen Opfer gibt es auch in Nordkurdistan, und das wirklich genug ! Was Sie so schreiben könnte man noch viel intensiver und ausgeprägter auf die Türkei und ihr Verhalten gegen die Kurden projezieren.

Jekyll hat geschrieben:Wussten Sie, dass in der Türkei mal ein Kurde Außenminister war? Sieht so Unterdrückung aus?


Ja, einer der "guten" Kurden. Ziya Gökalp war auch einer diesen guten Kurden. Ein Diener türkischer Interessen.

Nur weil jemand in einem System aufsteigen kann nachdem er sich assimiliert hat, heißt das nicht dass es in dem System keine Unterdrückung gibt.

Jekyll hat geschrieben:Während Öcalan, der Führer der Terroristenorganisation PKK, ein Heiliger ist...mag sein, dass viele Kurden solch eine Betrachtungsweise vorziehen, normal ist das aber nicht.


Führerkult ist niemals normal, ich bin davon zum Glück verschont...
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Re: Syrisches Kurdengebiet: Ausreise nach Europa verboten

Beitragvon Jekyll » Di 22. Sep 2015, 05:32

Demolit » So 20. Sep 2015, 19:46 hat geschrieben:Du merkst nicht, wie letztlich in der letzten Konsequenz deine Argumentation lächerlich ist.

Ein oberster Mufti,
Falls du von Erdogan sprichst - er ist der Präsident der Türkei, seine Partei wurde demokratisch gewählt und ist seit mehreren Jahren die stärkste Kraft im Lande.

Fällt dir der Unterschied auf, der zwischen deinen Hirngespinsten und der Realität?

der Teile seines eigenen Landes bombardieren lässt,
...in denen sich (bergige, schwer zugängliche Gebiete) Terroristen und militante Separatisten verschanzt haben. Dieses Bombardieren haben Vorgängerregierungen, die gar nicht so religiös veranlagt waren, in einem viel größerem Umfang betrieben. Was glaubst du wohl, wie die 40.000 Tote zustande gekommen sind? Was genau kritisierst du eigentlich an Erdogan, der übrigens im Gegensatz zu den - äußerst westlich orientierten - Vorgängerregierungen viel Positives in der Türkei bewirkt hat, auch und vor allem in der Kurdenangelegenheit? (Realitäten....Realitäten...)

der seine Minderwertigkeitskomplexe an den Intellektuellen seines Landes abarbeitet, eine rassistische Haltung gegenüber einem Teil seines Staatsvolkes an den Tag legt,
Vorsicht mit solchen "Interpretationen" und "Analysen", die könnten genausogut in die andere Richtung führen sprich als Projektionen entlarvt werden...z. B. dann, wenn diese völlig aus der Luft gegriffen sprich Hirngespinste sind. Sorry, lach und echt.

der wird von den Erdoganisten hier in D noch "verteidigt".
....was in der wirklichen Welt als nüchterne Grundhaltung bezeichnet wird. Man steinigt halt nicht mit, sondern hinterfragt. Da werden die Motive der "Kritiker" halt nicht ausgeschlossen.

Herrlich, welche Typen wir da heranzogen haben.. können wir brauchen..

Du bist ähnlich !!!! :? dem, die sich hier Neonazi schimpfen lassen muss..
Nein und nochmal nein...ich bin nicht dein langersehnter Führer, du Nazi-Fetischist, und ich werde es auch nie sein, Erdogan übrigens auch nicht. Zeit zum Aufwachen....
Zuletzt geändert von Jekyll am Di 22. Sep 2015, 05:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Syrisches Kurdengebiet: Ausreise nach Europa verboten

Beitragvon Jekyll » Di 22. Sep 2015, 05:53

Kardux » So 20. Sep 2015, 22:32 hat geschrieben:Die zivilen Opfer gibt es auch in Nordkurdistan, und das wirklich genug ! Was Sie so schreiben könnte man noch viel intensiver und ausgeprägter auf die Türkei und ihr Verhalten gegen die Kurden projezieren.
Gute Wortwahl, falsch geschrieben aber gut. (Freudscher Versprecher?)

Ja, einer der "guten" Kurden. Ziya Gökalp war auch einer diesen guten Kurden. Ein Diener türkischer Interessen.
Ja, so kann man sich die Welt zurechtreden, vor allem wenn diese den eigenen Interessen nicht entspricht.

Nur weil jemand in einem System aufsteigen kann nachdem er sich assimiliert hat, heißt das nicht dass es in dem System keine Unterdrückung gibt.
Zumindest bedeutet dies, dass es da keine rassistische oder ähnliche Vorbehalte gegen Kurden (oder gegen irgendeine andere ethnische Gruppe) geben kann. Bei Ihrer Wortwahl ("assimiliert") wird es aber Ihnen nicht leicht fallen, diese Wahrheit zu erkennen, egal wie offenkundig diese sein mag.

Führerkult ist niemals normal, ich bin davon zum Glück verschont...
Ja...träumen ist was schönes, aber wie sieht es mit der Realität aus? Wie sehen es die anderen? Sie und Ihr Kompagnon Demolit...ihr könntet euch in dieser Frage gegenseitig viel helfen und vielleicht irgendwann zu einer Lösung gelangen, die für euch und für die Gesellschaft verträglich ist. Gebt die Hoffnung nicht auf. (Amen)
Zuletzt geändert von Jekyll am Di 22. Sep 2015, 05:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Syrisches Kurdengebiet: Ausreise nach Europa verboten

Beitragvon Kardux » Di 22. Sep 2015, 06:56

@Jekyll

Inhaltlich haben Sie nicht viel zu sagen, stattdessen sind Sie so gütig und weisen mich auf meine Rechtschreibfehler hin. So kann man auch vom Thema ablenken :D

Jekyll hat geschrieben:Zumindest bedeutet dies, dass es da keine rassistische oder ähnliche Vorbehalte gegen Kurden (oder gegen irgendeine andere ethnische Gruppe) geben kann. Bei Ihrer Wortwahl ("assimiliert") wird es aber Ihnen nicht leicht fallen, diese Wahrheit zu erkennen, egal wie offenkundig diese sein mag.


Papierkurden interessieren mich nicht die Bohne. Sie stehen nicht für mein Volk. Wer sich als sogenannter "Kurde" nicht für die Erhaltung der kurdischen Sprache und Kultur einsetzt ist ein Teil der Leitgesellschaft (der türkischen). Diese Menschen suchen den einfachen und gemütlichen Weg um Karriere zu machen. Sie haben sich assimilieren lassen so wie fast alle Lazen und Tscherkessen und werden von ihren Mastern als Paradebeispiele guter Mitbürger hingestellt. Die Leier ist ausgelutscht.

Wie offen man gegenüber Kurden und der kurdischen Sprache in der Türkei ist, hat man sehr gut sehen können als Leyla Zana in den 90er Jahren im türkischen Parlament während ihres Eids in kurdischer Sprache zur Brüderlichkeit zwischen Kurden und Türken aufgerufen hat. Dafür wäre sie schon am liebsten von den türkischen Palramentariern im Parlament gelyncht worden, musste aber später "nur" in den Knast.

Jetzt kommt bestimmt wieder: "Unter Erdogan ist alles besser".

Für Kurden in der Türkei ist die Frage nach der Anerkennung der kurdischen Sprache ein zentrales Thema. Mittlerweile wird Kurdisch - einst verboten - auch an den Schulen gelehrt. Aber nur als Fremdsprache.

"Rojbas!" - heißt "Guten Tag" auf Kurdisch. Mit dieser Begrüßung beginnt der Kurdischunterricht des Vereins Kurdi-Der in der Kurden-Hochburg Diyarbakir. Die Teilnehmer sind ausschließlich Kurden im Alter zwischen 24 und 30 Jahren. Ihre Bücher haben sie bereits aufgeschlagen. Mit dabei: die Medizinstudentin Derya Can. Sie absolviert seit einigen Wochen ein Praktikum in einem Krankenhaus in Diyarbakir. "Dort habe ich gemerkt, wie begrenzt meine Kurdisch-Kenntnisse sind." Das erschwere die Kommunikation mit ihren Patienten und könne zu Problemen im ganzen System führen. "Deshalb habe ich beschlossen, besonders gut Kurdisch zu lernen und eine Ärztin zu werden, die sich hervorragend mit ihren Patienten verständigen kann", sagt die angehende Ärztin. Als sie noch ein kleines Kind war, war es in der Türkei verboten, Kurdisch zu sprechen. Aus diesem Grund konnte Derya Can ihre Muttersprache nicht erlernen und spricht deshalb Türkisch.

Offiziell darf man den "muttersprachlichen Kurdischunterricht" im Verein Kurdi-Der in Diyarbakir nicht als einen "Sprachkurs" bezeichnen, denn das Bildungsministerium, das für die Genehmigung sowie für die Durchführung der Sprachkurse verantwortlich zeichnet, erkennt in der Türkei keine weitere Sprache außer Türkisch als Muttersprache an. Dies ist auf Artikel 42 der türkischen Verfassung zurückzuführen. Hier heißt es: "Außer Türkisch darf den türkischen Bürgern in den Bildungsstätten keine weitere Sprache als Muttersprache gelehrt werden." Auch nach dem Reformpaket von Erdogan hat sich im Zusammenhang mit diesem Artikel wenig getan. Zwar darf in Privatschulen auf Kurdisch unterrichtet werden, doch es hagelt Kritik seitens der Kurden. Der Grund: die Mehrheit der Kurden könne sich sich keine Privatschulen leisten.

Um Artikel 42 der türkischen Verfassung gerecht zu werden, wird der Unterricht im Kurdi-Der nicht als "Kurs", sondern als Workshop angeboten. Aber selbst diese Bezeichnung habe Konsequenzen nach sich gezogen, erklärt Serhat Boz vom Vorstand des Vereins Kurdi-Der: "Wir haben sehr viele Probleme erlebt, als wir das Institut aufgebaut und eröffnet haben. Es wurden Ermittlungen gegen unsere Mitarbeiter eingeleitet. Einige wurden sogar bestraft.“ Boz meint, dass sie lediglich aufgrund ihrer Tätigkeit für den Verein ins Visier der Polizei geraten seien und selbst ihre harmloseste Presseerklärung zur Anerkennung von Kurdisch als Muttersprache ausreiche, sie im Rahmen der Anti-Terror-Gesetze zu verfolgen.

Dabei hat die türkische Regierung im Zuge von "Demokratisierungsbemühungen" bereits einige Schritte in der Richtung Anerkennung der kurdischen Sprache unternommen: Vor vier Jahren startete sie den ersten kurdischsprachigen Fernsehsender, TRT 6. Außerdem wurde die Möglichkeit geschaffen, Kurdisch als Zusatzkurs in den Schulen anzubieten.

Allerdings sind die Sendungen von TRT 6 nicht verfassungsrechtlich abgesichert; die türkische Regierung kann den Sender also jederzeit abschalten. Und an den Schulen wird Kurdisch nur im Rahmen des Fremdsprachenunterrichts angeboten, etwa wie Englisch oder Deutsch. Ein Schüler, der nun vor der Wahl steht, sich für Englisch oder Kurdisch zu entscheiden, wird sich eher am Marktwert einer Sprache orientieren - und der englischen Sprache den Vorrang geben..

Mehmet Kaya vom Tigris Zentrum für Sozialforschung findet das Handeln der Regierung unglaubwürdig. Das zeige sich auch in öffentlichen Behörden. Dort bestünden keine Angebote, Dienstleistungen in Kurdisch abzuwickeln. "Wenn die Regierung lediglich symbolisch Kurse anbietet und sagt 'Lernt die Sprache, wenn ihr wollt‘, wozu soll man sie denn dann lernen? Also die Schritte müssen ernst gemeint sein."

http://www.dw.com/de/die-kurdische-sprache-in-der-t%C3%BCrkei/a-17183125

Jekyll hat geschrieben:Ja...träumen ist was schönes, aber wie sieht es mit der Realität aus? Wie sehen es die anderen? Sie und Ihr Kompagnon Demolit...ihr könntet euch in dieser Frage gegenseitig viel helfen und vielleicht irgendwann zu einer Lösung gelangen, die für euch und für die Gesellschaft verträglich ist. Gebt die Hoffnung nicht auf. (Amen)


Ich habe festgestellt das Führerkult ein Armutszeugnis ist, ob das nun von Kurden, Türken, oder welchem Volk auch immer angewendet wird. Was ist daran so schwer zum verstehen ?

Können Sie nicht eigenständig denken werter "jekyll", brauchen Sie dafür Papa Erdogan ? :D
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Re: Syrisches Kurdengebiet: Ausreise nach Europa verboten

Beitragvon palulu » Di 22. Sep 2015, 20:05

Amnesty prangert Menschenrechtsverletzungen von syrischen Kurden an

Damaskus – Kurdische Behörden im Norden Syriens nutzen den Kampf gegen die Terrormiliz IS nach Ansicht von Amnesty, um gegen friedliche Kritiker und Zivilisten vorzugehen. Die Menschenrechtsorganisation befragte Häftlinge, in von der Kurden-Partei PYD kontrolliertem Gebiet.
-> http://www.blick.ch/news/ausland/syrien ... 45829.html

Wo ist der Unterschied zu Assad, wenn die Unterdrücker jetzt Kurdisch statt Arabisch sprechen?
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Re: Syrisches Kurdengebiet: Ausreise nach Europa verboten

Beitragvon Jekyll » Mi 23. Sep 2015, 18:13

palulu » Di 22. Sep 2015, 19:05 hat geschrieben:Amnesty prangert Menschenrechtsverletzungen von syrischen Kurden an

Damaskus – Kurdische Behörden im Norden Syriens nutzen den Kampf gegen die Terrormiliz IS nach Ansicht von Amnesty, um gegen friedliche Kritiker und Zivilisten vorzugehen. Die Menschenrechtsorganisation befragte Häftlinge, in von der Kurden-Partei PYD kontrolliertem Gebiet.
-> http://www.blick.ch/news/ausland/syrien ... 45829.html

Wo ist der Unterschied zu Assad, wenn die Unterdrücker jetzt Kurdisch statt Arabisch sprechen?

In Kontrast zu den IS-Barbaren erscheint mittlerweile wohl jede "gewöhnliche" Verbrecherorganisation als akzeptabel. Selbst Assad wird für den Westen immer salonfähiger. Da denkt man aus Bequemlichkeit einfach viel zu kurzsichtig, die langfristigen Folgen werden wohl die Menschen in der Region tragen müssen.

Die PYD in Syrien, die Peschmerga in Nordirak (das sind die, die de facto ethnische Säuberungen gegen Araber betreiben)...es wird immer offenkundiger, dass die Kurden nicht gerade zur zivilisatorischen Fortschritt in der Region beitragen (werden).
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Re: Syrisches Kurdengebiet: Ausreise nach Europa verboten

Beitragvon Kardux » Mi 23. Sep 2015, 19:27

Jekyll hat geschrieben:In Kontrast zu den IS-Barbaren erscheint mittlerweile wohl jede "gewöhnliche" Verbrecherorganisation als akzeptabel.


Ich kann mir vorstellen das Sie das als IS- Sympathisant sehr stört.

Jekyll hat geschrieben:es wird immer offenkundiger, dass die Kurden nicht gerade zur zivilisatorischen Fortschritt in der Region beitragen (werden).


Und das von einem Türken. Da muss ich mir echt an den Kopf fassen.
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Re: Syrisches Kurdengebiet: Ausreise nach Europa verboten

Beitragvon HugoBettauer » Sa 3. Okt 2015, 17:43

Jekyll » Mi 23. Sep 2015, 17:13 hat geschrieben:In Kontrast zu den IS-Barbaren erscheint mittlerweile wohl jede "gewöhnliche" Verbrecherorganisation als akzeptabel. Selbst Assad wird für den Westen immer salonfähiger. Da denkt man aus Bequemlichkeit einfach viel zu kurzsichtig, die langfristigen Folgen werden wohl die Menschen in der Region tragen müssen.

Die PYD in Syrien, die Peschmerga in Nordirak (das sind die, die de facto ethnische Säuberungen gegen Araber betreiben)...es wird immer offenkundiger, dass die Kurden nicht gerade zur zivilisatorischen Fortschritt in der Region beitragen (werden).

Das ist vielleicht etwas zu viel Glaskugeley. Speziell im Irak sind die Grenzen zwischen Verteidigung von Leib und Leben und andererseits Machtpolitik für die Zeit nach dem Konflikt eher verwischt als klar, aber das muss nicht so bleiben.

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