PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

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JFK
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon JFK » So 16. Aug 2015, 15:55

UncleSams_Berater » So 16. Aug 2015, 15:45 hat geschrieben:
Es ging nie ums Öl oder andere Wirtschaftliche Gründe! Gucken sie sich an was den USA der Irak Krieg gekostet hat! Noch schlimmer als das Geld waren die Truppen die, die USA verloren hatten und der politische Einfluss im Nahen Osten...
Es ging im Irak Krieg eher darum eine neue politische Ordnung des Nahen Ostens zu schaffen, und auch wenn man viele Fehler im Irak gemacht hat war es letztendlich Obamas Schuld dass alles schief gegangen ist da er alle US Truppen abgezogen hatte!

Zum Thema: Sie finden es also gut dass der Iran geholfen hat Terroristen im Irak US Soldaten zu töten gut das ist dann ihre Meinung, meine Meinung ist dass ich es natürlich gut finde dass die PJAK iranische Soldaten tötet


Von gut finden kann keine Rede sein.
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon UncleSams_Berater » So 16. Aug 2015, 16:02

JFK » So 16. Aug 2015, 14:55 hat geschrieben:
Von gut finden kann keine Rede sein.


Doch das hast du gerade gesagt, du findest es Gerechtfertigt. Ich finde Terrorismus ist nicht gerechtfertigt
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon King Kong 2006 » So 16. Aug 2015, 16:06

UncleSams_Berater » So 16. Aug 2015, 15:50 hat geschrieben:
Letztendlich haben die USA aber Saddam gestürzt und nur das zählt am Ende!


Nun ja, man kann so eine vereinfachte Sichtweise haben. Das Problem ist aber, daß die Welt mehr als nur aus deiner Person besteht. D.h. andere, vor Ort haben das ganz anders erfahren. Wenn man ein Verantwortungsträger ist, sollte man umsichtig handeln. Denn alles was man tut, oder nicht tut, hat Auswirkungen. Du kannst nicht jahrelang Leute fertigmachen und dich dann wundern, wenn die es mit "am Ende zählt..." nicht sein lassen. Ansonsten, lebe es doch vor. Das Kapitel tote US-Soldaten im Irak war. Du mußt jetzt vorwärts sehen. Schau, die USA und Iran kooperieren sogar in Syrien und Irak. Die reden und lachen miteinander bei den Verhandlungen. Das zählt doch am Ende? Das es jetzt besser ist und wird. Vergiss die toten US-Soldaten. Vergiss es wie die Iraker und Iraner ihre toten Zivilisten und Kämpfer vergessen sollten. Mach es ihnen gleich. :thumbup:
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon UncleSams_Berater » So 16. Aug 2015, 16:08

King Kong 2006 » So 16. Aug 2015, 15:06 hat geschrieben:
Nun ja, man kann so eine vereinfachte Sichtweise haben. Das Problem ist aber, daß die Welt mehr als nur aus deiner Person besteht. D.h. andere, vor Ort haben das ganz anders erfahren. Wenn man ein Verantwortungsträger ist, sollte man umsichtig handeln. Denn alles was man tut, oder nicht tut, hat Auswirkungen. Du kannst nicht jahrelang Leute fertigmachen und dich dann wundern, wenn die es mit "am Ende zählt..." nicht sein lassen. Ansonsten, lebe es doch vor. Das Kapitel tote US-Soldaten im Irak war. Du mußt jetzt vorwärts sehen. Schau, die USA und Iran kooperieren sogar in Syrien und Irak. Die reden und lachen miteinander bei den Verhandlungen. Das zählt doch am Ende? Das es jetzt besser ist und wird. Vergiss die toten US-Soldaten. Vergiss es wie die Iraker und Iraner ihre toten Zivilisten und Kämpfer vergessen sollten. Mach es ihnen gleich. :thumbup:


Solche Sachen vergisst man nicht einfach so
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon Kardux » So 16. Aug 2015, 16:11

JFK hat geschrieben:Kurdistan? Naja.


Was denn ? Gibt es das Wort Kurdistan nicht ? Ihre Vorväter kannten es schon vor fast 1000 Jahren...
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon King Kong 2006 » So 16. Aug 2015, 16:13

UncleSams_Berater » So 16. Aug 2015, 16:08 hat geschrieben:
Solche Sachen vergisst man nicht einfach so


Right. Niemand.
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon UncleSams_Berater » So 16. Aug 2015, 16:15

King Kong 2006 » So 16. Aug 2015, 15:13 hat geschrieben:
Right. Niemand.


Trotzdem, war es Terrorismus was die Schiiten im Irak gemacht hatten und Iran hat ihnen dabei geholfen. Terrorismus ist nicht zu dulden, egal aus welchen Gründen
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon JFK » So 16. Aug 2015, 16:16

Kardux » So 16. Aug 2015, 16:11 hat geschrieben:
Was denn ? Gibt es das Wort Kurdistan nicht ? Ihre Vorväter kannten es schon vor fast 1000 Jahren...


Aus dem Kontext: was haben Iranische Besatzer in Kurdistan zu suchen.

Da dieser gebiet hoheitlich zu Iran gehört, stellt sich diese Frage gar nicht.
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon JFK » So 16. Aug 2015, 16:17

UncleSams_Berater » So 16. Aug 2015, 16:15 hat geschrieben:
Trotzdem, war es Terrorismus was die Schiiten im Irak gemacht hatten und Iran hat ihnen dabei geholfen. Terrorismus ist nicht zu dulden, egal aus welchen Gründen


Außer der richtet sich gegen den Iran, das ist das aus deiner subjektiven Sicht zu begrüßen
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon UncleSams_Berater » So 16. Aug 2015, 16:22

JFK » So 16. Aug 2015, 15:17 hat geschrieben:
Außer der richtet sich gegen den Iran, das ist das aus deiner subjektiven Sicht zu begrüßen


Freiheitskämpfer sind keine Terroristen
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon frems » So 16. Aug 2015, 16:44

UncleSams_Berater » So 16. Aug 2015, 16:22 hat geschrieben:
Freiheitskämpfer sind keine Terroristen

Aber was ein Freiheitskämpfer ist, liegt immer im Auge des Betrachters. Was meinst Du, was die britische Regierung von den amerikanischen Bürgern dachte, als die ihren Unabhängigkeitskampf begannen? Sicherlich nannte man die in London nicht "Freiheitskämpfer".
Labskaus!

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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon Kardux » So 16. Aug 2015, 17:16

King Kong 2006 » Sa 15. Aug 2015, 23:18 hat geschrieben:
Natürlich entwickeln sich diese durch die politischen Verhältnisse Krisen, siehe die Kurden in der Türkei, Irak und Iran. Das sorgte u.a. dafür, daß die PKK/PJAK entstand. Wobei die PJAK im Grunde genommen nur ein Anhängsel der PKK ist, die währende des Irakkrieges 2003 Form annahm. Der Ableger der PKK im Iran ist praktisch bedeutungslos. Ebenso die Jundullah in Sistan-Belutschistan. Nur muß man dennoch sagen, daß diese Gruppen, die auch als Terroristen klassifiziert sind (wir wissen, das ist Ansichtssache und temporär) inzwischen schwerkriminelle mafiöse Gruppierungen sind, die auch unter sich selbst gnadenlos agieren können. Die Jundullah sind Hardcore Islamisten wie die ISIS und Taliban. Das sind alles keine Freiheitskämpfer. Die haben Endvorstellungen, die damit nicht gut konform gehen.

Dennoch stimmt es, daß in Krisen und durch Menschrechtsverletzungen der Boden für solche Gruppierungen entstehen können. Ist bei der Hisbollah, oder Hamas nicht anders. Die fallen alle nicht vom Himmel. Oder entstehen aus Langeweile.

Im aktuellen Falle, hier in diesem Thread, sehe ich den großen Verlieren eher bei der KRG. Der Iran wird nicht erschüttert und die PKK/PJAK wird auch nicht verschwinden.

Interessant, das kurz vorher Rouhani in der Provinz Kordestan war.



Natürlich will Rouhani Schönwetter machen, aber in der Tat nimmt Teheran die KRG und hier die Kurden Irans ernst. Viele irakische Kurden und Gruppen sind Waffenbrüder seit dem 1. Golfkrieg. Bis jetzt in dem gemeinsamen Kampf gegen die IS.

Ich glaube nicht, daß es kurz,- wie mittelfristig im Interesse Erbils ist die Beziehungen zu Teheran mit der PKK/PJAK zu belasten.


Nun, die Rede von Rouhani in Kordestan war mehr als nur Schönwetter. Haben Sie gewusst das unter Rouhani im Vergleich zu seinem Vorgänger (in derselben Zeitspanne) mehr Kurden im Iran hingerichtet wurden ? Bezüglich der Minderheitenrechte ist dieser Mann kein Reformer, unter Khatami sah das anders aus. Allgemein sehe ich die schiitische Linie der Mullahs als einen Auslöser der Radikalisierung sunnitischer Minderheiten. Die sunnitischen Belutschen haben kulturell gesehen einen großen Hang zu ihrer Religion, ähnlich wie ihre entfernten Verwandten die Paschtunen, sprich ein extremistischer Islam kann sich dort sehr schnell ausbreiten. Ich würde auch die Jundullah- Jihadisten nicht so sehr unterschätzen, wie Sie es tun. Desweiteren erkennt man nun in in den sunnitischen Gebieten Ostkurdistans (die Provinzen West- Aserbaidschan und Kordestan) eine sehr gefährliche Entwicklung. Die Auslegung des Islams unter sunnitischen Kurden ist in der Regel eigentlich moderat, aber die Ausgrenzung der Sunniten im Iran seitens der schiitischen Azeris, Turkmenen und Perser nährt den Boden für den fundamentalistischen Islam.

Zur KRG:
Die Beziehungen zwischen Erbil (PDK- Hochburg) und Tehran sind sowieso schon belastet, haben Sie davon noch nicht gelesen ? Tehran unterstützt die PUK und die "Change- Bewegung" in Südkurdistan und sieht in M. Barzani eine Gefahr, weil dieser ständig von kurdischer Unabhängigkeit spricht. Der Iran versucht mit allen Mitteln M.Barzani politisch kalt zu stellen. Die PDK, geführt von M. Barzani, unterhält ihrerseits halbwegs gute Beziehungen zur sunnitischen Türkei, auch wenn diese ein großes Problem mit der kurdischen Unabhängigkeit haben. Die Türkei sieht in der PDK einen Gegenspieler zur PKK. Die PKK wird in Südkurdistan von der Change- Bewegung und der PUK unterstützt, also den Vermittlern zum Iran. Eigentlich ergeben die Angriffe der PJAK auf den Iran überhaupt keinen Sinn, zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt.
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon Kardux » So 16. Aug 2015, 17:18

JFK hat geschrieben:Aus dem Kontext: was haben Iranische Besatzer in Kurdistan zu suchen.

Da dieser gebiet hoheitlich zu Iran gehört, stellt sich diese Frage gar nicht.


Es ist das Wesen von Besatzern Gebiete unter ihre Hoheit zu bringen. Sie verstehen ?
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon Platon » So 16. Aug 2015, 17:21

Wann war das Gebiet denn das letzte Mal nicht unter iranischer Herrschaft? :)
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon Kardux » So 16. Aug 2015, 18:20

Platon » So 16. Aug 2015, 17:21 hat geschrieben:Wann war das Gebiet denn das letzte Mal nicht unter iranischer Herrschaft? :)


1946
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon Fitz » So 16. Aug 2015, 18:57



Das Gebiet ist seit etwa 600 persisch.
1946 gab es eine 11monatige Ausnahme:
https://de.wikipedia.org/wiki/Republik_Mahabad
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon Kardux » So 16. Aug 2015, 19:11

Fitz hat geschrieben:Das Gebiet ist seit etwa 600 persisch.


Nicht wirklich. Nach dem Fall des Sassanidenreichs, gab es kurdische Dynastien im Iran. Hier ist die Dynastie der Ardalan hervor zu heben. Selbst unter den Qajaren genoss diese Region weitreichende Autonomierechte.

Fitz hat geschrieben:1946 gab es eine 11monatige Ausnahme:


Nun, der User "platon" dachte eben das Ostkurdistan schon immer unter perso- türkischer Herrschaft stand. Ob es 11 Monate waren oder nicht, spielt keine große Rolle - Fakt ist das die Kurden im Iran sich als Kurdistaner sehen und nicht als Iraner. Ostkurdistan wird mit Gewalt besetzt, so sieht es aus.

Nachdem die Mullahs die Macht im Iran ergriffen und die Versprechen an die Kurden nicht einhielten (Autonomie) rebellierten die Kurden und eroberten zeitweise auch Gebiete rund um Mahabad. Dieser Aufstand der Kurden wurde von den iranischen Pasdaran niedergeschlagen und im Anschluss wurden tausende Kurden hingerichtet. Der IRI- Richter Sadegh Chalchali spielte hier die Hauptrolle. Wir lernen daraus das die Kurden im Iran (die sunnitischen) jede Chance nützen wollen um sich vom Joch der Azeri- Turkmen- Perser im Iran zu befreien. Immer wenn der Iran schwach war, revoltierten Kurden.
Zuletzt geändert von Kardux am So 16. Aug 2015, 19:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon UncleSams_Berater » So 16. Aug 2015, 20:48

frems » So 16. Aug 2015, 15:44 hat geschrieben:Aber was ein Freiheitskämpfer ist, liegt immer im Auge des Betrachters. Was meinst Du, was die britische Regierung von den amerikanischen Bürgern dachte, als die ihren Unabhängigkeitskampf begannen? Sicherlich nannte man die in London nicht "Freiheitskämpfer".


Ja aber dass der Iran, Kurden unterdrückt können sie nicht leugnen
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon palulu » So 16. Aug 2015, 22:08

Kardux » So 16. Aug 2015, 17:16 hat geschrieben:Zur KRG:
Die Beziehungen zwischen Erbil (PDK- Hochburg) und Tehran sind sowieso schon belastet, haben Sie davon noch nicht gelesen ? Tehran unterstützt die PUK und die "Change- Bewegung" in Südkurdistan und sieht in M. Barzani eine Gefahr, weil dieser ständig von kurdischer Unabhängigkeit spricht. Der Iran versucht mit allen Mitteln M.Barzani politisch kalt zu stellen. Die PDK, geführt von M. Barzani, unterhält ihrerseits halbwegs gute Beziehungen zur sunnitischen Türkei, auch wenn diese ein großes Problem mit der kurdischen Unabhängigkeit haben. Die Türkei sieht in der PDK einen Gegenspieler zur PKK. Die PKK wird in Südkurdistan von der Change- Bewegung und der PUK unterstützt, also den Vermittlern zum Iran. Eigentlich ergeben die Angriffe der PJAK auf den Iran überhaupt keinen Sinn, zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt.


Barzani wird trotz aller Differenzen von der Türkei und dem Iran als bevorzugter Gesprächspartner in der KRG angesehen. Er war es auch, der als erste kurdische Partei überhaupt von beiden Waffenunterstützung erhielt - auch von der Türkei, gab Barzani auf Rudaw selbst zu.
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon palulu » So 16. Aug 2015, 22:19

Kardux » So 16. Aug 2015, 19:11 hat geschrieben:
Nicht wirklich. Nach dem Fall des Sassanidenreichs, gab es kurdische Dynastien im Iran. Hier ist die Dynastie der Ardalan hervor zu heben. Selbst unter den Qajaren genoss diese Region weitreichende Autonomierechte.



Nun, der User "platon" dachte eben das Ostkurdistan schon immer unter perso- türkischer Herrschaft stand. Ob es 11 Monate waren oder nicht, spielt keine große Rolle - Fakt ist das die Kurden im Iran sich als Kurdistaner sehen und nicht als Iraner. Ostkurdistan wird mit Gewalt besetzt, so sieht es aus.

Nachdem die Mullahs die Macht im Iran ergriffen und die Versprechen an die Kurden nicht einhielten (Autonomie) rebellierten die Kurden und eroberten zeitweise auch Gebiete rund um Mahabad. Dieser Aufstand der Kurden wurde von den iranischen Pasdaran niedergeschlagen und im Anschluss wurden tausende Kurden hingerichtet. Der IRI- Richter Sadegh Chalchali spielte hier die Hauptrolle. Wir lernen daraus das die Kurden im Iran (die sunnitischen) jede Chance nützen wollen um sich vom Joch der Azeri- Turkmen- Perser im Iran zu befreien. Immer wenn der Iran schwach war, revoltierten Kurden.


Es gab historisch gesehen nie wirklich einen langfristigen und unabhängigen kurdischen Staat, ein Fürstentum oder eine Dynastie. Das muss nicht heißen, dass es niemals einen geben wird, aber die 11 Monate "Unabhängigkeit" zu erwähnen ist, naja, eher eine Schutzbehauptung, die im Übrigen aus Unwissenheit resultiert, denn die "Republik Kurdistan" war nichts weiter als ein provisorisches Instrumentarium der Besatzer Irans - und genoss nicht einmal die Unterstützung aller iranischer Kurden. Die Führer dieser "Republik" waren nicht einmal mehrheitlich Kurden aus dem Iran, sondern aus dem Nordirak. Mit dem Verschwinden der Sowjets machten die Iraner sodann auch "kurzen Prozess" mit diesem Gebilde.

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