Wie werden wir in 25 Jahren leben?

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3x schwarzer Kater
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 16. Aug 2019, 15:45

Papaloooo hat geschrieben:(16 Aug 2019, 14:24)

Hat doch so etwas vom Zeugen-Jehovas-Denken:



Das sind ja die, die für alles irdische immer wieder den Weltuntergang prophezeien. Das ist wohl eher deine Kernkompetenz ;)
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Europa2050 » Fr 16. Aug 2019, 15:55

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(16 Aug 2019, 15:45)

Das sind ja die, die für alles irdische immer wieder den Weltuntergang prophezeien. Das ist wohl eher deine Kernkompetenz ;)


Ich habe gelernt - in diesem Forum wie auch im RL - das Optimismus egoistisch und unsozial ist - irgendeine arme Sau findet sich immer, wegen der man nicht optimistisch sein darf.

Wobei Optimismus natürlich nicht „weiter so“ heißt.

Ich für mich habe aber beschlossen, optimistisch zu bleiben. Ändert die Welt um mich zwar auch nicht, aber ich lebe viel glücklicher drin...
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
Leute zu hassen, denen Du nie begegnet bist.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Papaloooo » Fr 16. Aug 2019, 18:55

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(16 Aug 2019, 15:45)

Das sind ja die, die für alles irdische immer wieder den Weltuntergang prophezeien. Das ist wohl eher deine Kernkompetenz ;)

Deswegen schreibe ich immer wieder:
Papaloooo hat geschrieben:(01 Aug 2019, 13:02)
Ich beeile mich auch zu sagen, dass nun vielleicht manche das gleich "Weltuntergangszenarien" oder "Existenzbedrohungsängste" bezeichnen werden.
Der Weltuntergang ist unausweichlich, diese Welt wird in die zum roten Riesen aufgeblähte Sonne stürzen, alles andere ist KEIN Weltuntergang!
Die Existenzbedrohung ist unausweichlich, das ist der Tod, alles andere ist KEINE Existenzbedrohung

Ich finde es nicht schlimm, wenn wir reichen uns etwas zurück nehmen und die ärmeren Menschen fördern.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Teeernte » Fr 16. Aug 2019, 19:04

Papaloooo hat geschrieben:(16 Aug 2019, 07:50)

Anpassung?
Meinst Du genetisch? Nicht in 25 Jahren!
Meinst Du epigenetisch? Spielt kaum eine Rolle!
Meinst Du technisch? Ja, aber nur die denen es gut geht (uns mit eingeschlossen)!
Bei allen Anderen ist die Anpassung das auswandern!

Und: wenn viele einen Beitrag leisten: weniger fliegen, nicht so weit fahren, in die Arbeit mit Fahrrad oder den Öffentlichen, weniger Fleisch, mit Strom sparsamer umgehen, die Wohnung im Winter nicht so weit aufheizen, sie Klimaanlage im Sommer auslassen, dann können die Vielen doch einiges bewegen.


Anpassung an KLIMAWANDEL >> Bauwesen, Deichbau, Wasserrückhaltung (Schau einfach in die alte Türkei - die hatten da auch so ein scheiss wetter)....Bekleidung...Blitzschutz...Windlastzonen... - es ist also mehr TECHNISCH.

Und wenn einige verzichten - freut sich der dritte.... das Produkt wird preiswert und kann verbraucht werden.

Beim Flug ... die schicken selbst schwere Rahmenteile mit dem Flieger - das muss sehr billig sein !

Klimaanlage ? Entweder man macht die an und schwitzt nicht......oder baut keine ein.


Wer setzt seine Kinder ins KALTE .....um CO2 zu sparen ?

....jou das E- Fahrrad ist nun fast so teuer wie ein Motorrad.... und frisst bei der Herstellung genau so viel Energie//Arbeitsleistung..... nur der Betrieb ist kurzzeitig mit Elektroenergie..
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 16. Aug 2019, 19:30

Papaloooo hat geschrieben:(16 Aug 2019, 18:55)

Deswegen schreibe ich immer wieder:

Ich finde es nicht schlimm, wenn wir reichen uns etwas zurück nehmen und die ärmeren Menschen fördern.


Nur wirst du mit etwas zurücknehmen nicht die Probleme lösen die auf uns zukommen. Wer in Deutschland geboren ist gehört heute schon automatisch zu den reichsten 10% auf der Welt, selbst wenn man es nur zum H4-Empfänger schafft. Wie viel willst du dich denn zurücknehmen, dass sich der Lebensstandard der restlichen 90% auf dein Niveau anpassen kann? Das will keiner. Die Lösung steckt in neuen Technologien, die letztendlich ein zurücknehmen vielleicht sogar überflüssig machen sofern wir es schaffen zu einem geschlossenen CO2 Kreislauf zu kommen. Und hier spielt die Entdeckung von CO2 als neuer Rohstoff eine bedeutende Rolle, den CO2 enthält genau wie Erdöl Kohlenstoff. Schon heute kann aus CO2 und regenerativen Energien ein synthetischer, klimaneutraler und sauberer Erdölersatz hergestellt werden. Eine deutsche Entwicklung, die bereits serienreif ist. Einfach mal Blue Crude googeln. Ebenso wird an Kunststoffen aus CO2 gearbeitet. Auch hier sind deutsche Firmen führend. Die dafür in Unmengen benötigten regenerativen Energien sind eine Riesenchance für die Entwicklungsländer und auch für die Industrieländer, in den Kapital und Know-how vorhanden ist zum Aufbau der Anlagen vorhanden ist. Auch hier wird der Kapitalismus seinen Siegeszug weiter fortsetzen, einhergehend mit weiteren weltweiten Wohlstandszuwächsen weiterer Demokratisierung und Globalisierung.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Quatschki » Fr 16. Aug 2019, 19:48

Regenerative Energie mag zwar billiger werden, aber soo spotbillig, wie manche sich das vorstellen, das wage ich zu bezweifeln.
Jede Anlage hat Investitionskosten, Wartungskosten und am Ende Entsorgungskosten.
Oder Übertragungskosten.
Es gibt ja auch andere Güter, die umsonst zu haben sind, die man nur einsammeln braucht. Und die trotzdem da, wo sie gebraucht werden, ihren Preis haben.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 16. Aug 2019, 20:26

Quatschki hat geschrieben:(16 Aug 2019, 19:48)

Regenerative Energie mag zwar billiger werden, aber soo spotbillig, wie manche sich das vorstellen, das wage ich zu bezweifeln.
Jede Anlage hat Investitionskosten, Wartungskosten und am Ende Entsorgungskosten.
Oder Übertragungskosten.
Es gibt ja auch andere Güter, die umsonst zu haben sind, die man nur einsammeln braucht. Und die trotzdem da, wo sie gebraucht werden, ihren Preis haben.


Niemand hat behauptet, dass es spottbillig ist. Das löst im Prinzip die Ökonomie, die Entscheidung darüber wie wir unsere Ressourcen einsetzen, wofür wir uns in einem begrenzten Raum von Alternativen entscheiden, vor allem anhand der Kosten, der Bewertung der Alternativen. Eins ist auf alle Fälle klar, augenscheinlich einfache Lösungen von Partialproblemen, die letztendlich auf Abschottung und damit auf Wohlstandsclaiming beruhen, wie wir sie tendenziell im Augenblick in politischen Bewegungen sehen werden keine Lösung komplexer Probleme sein.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon imp » Fr 16. Aug 2019, 20:37

syna hat geschrieben:(15 Aug 2019, 14:25)

Das ist ja ein eigentümlicher Vergleich. Aber die Biedermeier-Epoche kann
ich nicht entdecken; es ist eher so eine Art "Neoliberalierungs- und
Kommerzialisierungs-Epoche", die seit 1989 voranschreitet, und die mit der
Krise 2007-2009 einen Einbruch erlitt, nun aber munter weiterläuft.

Die Wirtschaft - und damit der Wohlstand von uns Allen - wird z.Zt. noch
determiniert durch Konjunktur-Auf-und Abschwünge, durch die Trump-
Handelstreitigkeiten und die chinesische Politik. Auf lange Sicht allerdings
wird der wirtschaftliche Rückgang aufgrund des Klimawandels immer
dramatischer werden.

Da kann was dran sein. Schon jammern wieder alle über das deutsche Wirtschaftswachstum, das schwächer sei als in anderen EU-Territorien. Bald geht wieder das Lied von den "leider nötigen" Einschnitten bei Rente, ALV, KV, PV, beim SGB II sowieso.
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Quatschki
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Quatschki » Fr 16. Aug 2019, 21:09

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(16 Aug 2019, 20:26)
Eins ist auf alle Fälle klar, augenscheinlich einfache Lösungen von Partialproblemen, die letztendlich auf Abschottung und damit auf Wohlstandsclaiming beruhen, wie wir sie tendenziell im Augenblick in politischen Bewegungen sehen werden keine Lösung komplexer Probleme sein.

Das ist ja wohl vor allem eine Machtfrage.
In jeder afrikanischen Großstadt gibt es Reichenviertel, mit prächtigen Villen und hohen Mauern, mit Leuten, die alles haben,
wo der Strom funktioniert, notfalls per Privatgenerator,
die tausendmal reicher sind als so ein Durchschnittsdeutscher, dem nicht mal seine eigenen vier Wände gehören, dessen Leben vor allem aus Arbeit besteht, und der sich von den Moralisten vorhalten lassen muß, dass er "reich" sei und doch bitteschön abgeben solle.
Diese reiche afrikanische Oberschicht (analoges lässt sich in Lateinamerika, Indien oder Afghanisten finden) betreibt doch auch Wohlstandsclaiming, Abschottung und das sehr erfolgreich?
Warum gehen die Migranten nicht zu denen, um soziale Umverteilung einzufordern?
Warum? Weil sie zu feige sind und die die Machtmittel haben und keine Skrupel, sie auch einzusetzen! Und weil sich immer ein Armer findet, der sich für einen Judaslohn zum Büttel machen lässt.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 16. Aug 2019, 21:20

Quatschki hat geschrieben:(16 Aug 2019, 21:09)

Das ist ja wohl vor allem eine Machtfrage.
In jeder afrikanischen Großstadt gibt es Reichenviertel, mit prächtigen Villen und hohen Mauern, mit Leuten, die alles haben,
wo der Strom funktioniert, notfalls per Privatgenerator,
die tausendmal reicher sind als so ein Durchschnittsdeutscher, dem nicht mal seine eigenen vier Wände gehören, dessen Leben vor allem aus Arbeit besteht, und der sich von den Moralisten vorhalten lassen muß, dass er "reich" sei und doch bitteschön abgeben solle.
Diese reiche afrikanische Oberschicht (analoges lässt sich in Lateinamerika, Indien oder Afghanisten finden) betreibt doch auch Wohlstandsclaiming, Abschottung und das sehr erfolgreich?
Warum gehen die Migranten nicht zu denen, um soziale Umverteilung einzufordern?
Warum? Weil sie zu feige sind und die die Machtmittel haben und keine Skrupel, sie auch einzusetzen! Und weil sich immer ein Armer findet, der sich für einen Judaslohn zum Büttel machen lässt.


Dass wieder Gejammer über die Ungerechtigkeit der Welt jetzt nicht viel kommt war klar. Aber gerne kannst du für dich ja wollen, dass sich das Zukunftsszenario in die Richtung bewegt, wie es andere hier ja schon beschrieben haben. Wenn du das in Ordnung findest...
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Skull » Fr 16. Aug 2019, 21:24

Quatschki hat geschrieben:(16 Aug 2019, 21:09)

Warum gehen die Migranten nicht zu denen, um soziale Umverteilung einzufordern?
Warum? Weil sie zu feige sind und die die Machtmittel haben und keine Skrupel, sie auch einzusetzen!

So lässt es sich trefflich auf der heimischen Couch mit ne Pulle Bier in der Hand
und vor der Glotze sitzend die Welt (v)erklären. :mad2:

Die unterdrückten und in Armut lebenden Menschen auf dieser Welt,
brauchen nur mal eben bei deren eigenen Machthabern anklopfen und Ihre Rechte einfordern...
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Quatschki » Fr 16. Aug 2019, 21:32

Skull hat geschrieben:(16 Aug 2019, 21:24)

So lässt es sich trefflich auf der heimischen Couch mit ne Pulle Bier in der Hand
und vor der Glotze sitzend die Welt (v)erklären. :mad2:

Die unterdrückten und in Armut lebenden Menschen auf dieser Welt,
brauchen nur mal eben bei deren eigenen Machthabern anklopfen und Ihre Rechte einfordern...

Haben unsere Vorfahren doch auch gemacht.
Oder machst du noch Frondienste beim gnädigen Herren?
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 16. Aug 2019, 21:35

Quatschki hat geschrieben:(16 Aug 2019, 21:32)

Haben unsere Vorfahren doch auch gemacht.
Oder machst du noch Frondienste beim gnädigen Herren?


Eben, warum sollte das dort also nicht möglich sein, wenn die Gelegenheit da ist. Und die ist da.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon syna » Sa 17. Aug 2019, 02:07

Wir diskutieren über die Folgen des Klimawandels in der Art

"Ja, ok, es wird etwas wärmer, da brauchen wir halt
öfter den Badeanzug. Ja, und es gibt mehr
Extremwetter. Für die Betroffenen, also Holland und
viele Entwicklungsländer, ist das natürlich schlimm,
aber uns hier betrifft das eigentlich nicht."


Und das ist eben NICHT so.

Ich stelle fest, dass die meisten Leute - auch hier im Forum -
überhaupt nicht verstanden haben, was nur 2 Grad mehr wirklich
bedeuten, und was das Reißen eines "Tipping Points" an
Folgen mit sich bringen wird.

Denn viele Regelungssysteme der Natur, die wir jetzt gar nicht
wahrnehmen, weil sie noch funktionieren - Regelungssysteme des
Wetters, der Atmosphäre und der Meere - die werden dann ausfallen.

"Regelungs-... watt?" höre ich einige fragen.

Was dann passieren wird, dürfte ziemlich gruselig werden - und
zwar auch für uns in den zur Zeit gemäßigten Klimazonen.

Zuerst - und das ist noch das Harmloseste - wird es für uns hier einen
herben Wohlstandsverlust geben. D.h. alle Güter des täglichen
Lebens werden teurer, extrem wird es bei Lebensmitteln - hier bei uns!
Dem Begüterten dürfte das zunächst egal sein - aber die gesamte
Gesellschaft dürfte sich angesichts der Konkurrenz und der Knappheit
ändern. Dann benötigen die Betuchten auch hohe Zäune und abge-
schottete Viertel - so wie jetzt in afrikansichen Städten.

Wenn die Temperaturen aber stetig immer weiter steigen, weil eben
solche "Tipping Points" gerissen wurden, dann ... tcha ...
--~~/§&%"$!\~~--
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Papaloooo » Sa 17. Aug 2019, 07:15

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(16 Aug 2019, 19:30)

Nur wirst du mit etwas zurücknehmen nicht die Probleme lösen die auf uns zukommen. Wer in Deutschland geboren ist gehört heute schon automatisch zu den reichsten 10% auf der Welt, selbst wenn man es nur zum H4-Empfänger schafft. Wie viel willst du dich denn zurücknehmen, dass sich der Lebensstandard der restlichen 90% auf dein Niveau anpassen kann? Das will keiner. Die Lösung steckt in neuen Technologien, die letztendlich ein zurücknehmen vielleicht sogar überflüssig machen sofern wir es schaffen zu einem geschlossenen CO2 Kreislauf zu kommen. Und hier spielt die Entdeckung von CO2 als neuer Rohstoff eine bedeutende Rolle, den CO2 enthält genau wie Erdöl Kohlenstoff. Schon heute kann aus CO2 und regenerativen Energien ein synthetischer, klimaneutraler und sauberer Erdölersatz hergestellt werden. Eine deutsche Entwicklung, die bereits serienreif ist. Einfach mal Blue Crude googeln. Ebenso wird an Kunststoffen aus CO2 gearbeitet. Auch hier sind deutsche Firmen führend. Die dafür in Unmengen benötigten regenerativen Energien sind eine Riesenchance für die Entwicklungsländer und auch für die Industrieländer, in den Kapital und Know-how vorhanden ist zum Aufbau der Anlagen vorhanden ist. Auch hier wird der Kapitalismus seinen Siegeszug weiter fortsetzen, einhergehend mit weiteren weltweiten Wohlstandszuwächsen weiterer Demokratisierung und Globalisierung.

Es geht ja gar nicht um ein gleich machen, es geht einfach nur darum, dass Menschen in anderen Ländern Perspektiven bekommen.
Fehlende Perspektiven sind der Hauptgrund sei Radikalisierung.
Fehlende Perspektiven sind natürlich auch der Grund für den großen Migrationsdruck in dieser Welt.
Und nicht zurückkehrende Perspektiven werden diesen Migrationsdruck auch noch erhöhen.
Ja, wäre schön wenn das alles geschafft wird, aber eine Garantie dafür, dass eine weltweite ausreichende Versorgung entsteht, was die regenerativen Energien
sowie vielleicht auch die Kernfusion, betrifftt haben wir bislang noch nicht.
Unser globales ökologisches Verantwortungsbewusstsein ist weiterhin gefragt (oder eben auch die Entwicklungshilfe zu fördern).
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Papaloooo » Sa 17. Aug 2019, 07:19

Teeernte hat geschrieben:(16 Aug 2019, 19:04)

Anpassung an KLIMAWANDEL >> Bauwesen, Deichbau, Wasserrückhaltung (Schau einfach in die alte Türkei - die hatten da auch so ein scheiss wetter)....Bekleidung...Blitzschutz...Windlastzonen... - es ist also mehr TECHNISCH.

Und wenn einige verzichten - freut sich der dritte.... das Produkt wird preiswert und kann verbraucht werden.

Beim Flug ... die schicken selbst schwere Rahmenteile mit dem Flieger - das muss sehr billig sein !

Klimaanlage ? Entweder man macht die an und schwitzt nicht......oder baut keine ein.


Wer setzt seine Kinder ins KALTE .....um CO2 zu sparen ?

....jou das E- Fahrrad ist nun fast so teuer wie ein Motorrad.... und frisst bei der Herstellung genau so viel Energie//Arbeitsleistung..... nur der Betrieb ist kurzzeitig mit Elektroenergie..

Ja, aber das hier sind auch nur die Lösungen für die oberste Gesellschaftsschicht auf dieser Welt.
In Indien z.b. ist der wichtigste Hochwasserschutz ein stabiles Haus zu haben.
Denn oft sind die Ziegel nur halb durchgebrannt und weichen dann im Monsun auf.
Kurzum, sich aufs Dach zu flüchten, wenn Hochwasser ist, ist lebensgefährlich.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Ewu » Sa 17. Aug 2019, 08:28

Da wollen wir doch erstmal sehen, ob das mit den ganzen Horrorszenarios überhaupt stimmt. Das Wetter hat schon vor 100 Jahren verrücktgespielt: http://old.wetterzentrale.de/cgi-bin/we ... pl?read=93 Und selbst wenn halb Norddeutschland angeblich wegen 2° mehr überschwemmt werden sollte, heißt das doch noch lange nicht, dass die angebliche Klimaerwärmung menschengemacht-anthropogen ist. Das behaupten zwar 99% aller Wissenschaftler, aber wir wissen doch, dass die Wissenschaftler vollkommen von der Bezahlung durch ihre Auftraggeber abhängig sind - freie Wissenschaft hat es praktisch nie gegeben und gibt es heute jedenfalls nicht mehr.
Also lasst uns bitte endlich mit euer fixen Idee in Ruhe, durch massive Senkung des Lebensstandards könnte man Gefahren verhindern, die es in Wahrheit wahrscheinlich sowieso gar nicht geben wird! Es ist schlicht und ergreifend so, dass sowohl die Staaten, als auch die privaten Forschungszentren in den US-Unis (die privat sind, d.h. von Milliardären finanziert) die Masse der Bevölkerung mit diesem Trick dazu bringen wollen, sich selber den Brotkorb höherzuhängen.
“Wer in der Demokratie die Wahrheit sagt, wird von der Menge getötet.” - Platon
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Ewu » Sa 17. Aug 2019, 08:41

syna hat geschrieben:(15 Aug 2019, 14:25)

Das ist ja ein eigentümlicher Vergleich. Aber die Biedermeier-Epoche kann
ich nicht entdecken; es ist eher so eine Art "Neoliberalierungs- und
Kommerzialisierungs-Epoche", die seit 1989 voranschreitet, und die mit der
Krise 2007-2009 einen Einbruch erlitt, nun aber munter weiterläuft.

Die Wirtschaft - und damit der Wohlstand von uns Allen - wird z.Zt. noch
determiniert durch Konjunktur-Auf-und Abschwünge, durch die Trump-
Handelstreitigkeiten und die chinesische Politik. Auf lange Sicht allerdings
wird der wirtschaftliche Rückgang aufgrund des Klimawandels immer
dramatischer werden.



Im Gegenteil, das mittelalterliche Klimaoptimum hat Handel und Wandel natürlich gefördert. Damals, im 12./13.Jh., war es so heiß, dass die Bauern auf dem Felde 13-14 Liter Wein gesoffen haben (und die Mönche 3-4, mehr war ihnen nicht erlaubt), Rhein und Main waren ausgedörrt und in Schweden konnte man Wein anbauen.
Bei Eis und Schnee wird der Warentransport natürlich schwieriger, wie man dann in der kleinen Eiszeit von vor 200-300 Jahren leidvoll erfahren musste!
“Wer in der Demokratie die Wahrheit sagt, wird von der Menge getötet.” - Platon
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon unity in diversity » Sa 17. Aug 2019, 11:27

In 25 Jahren gibt es nur noch zwei wesentliche Konglomerate, in denen Wertschöpfung stattfindet, mit zwei konkurrierenden Wirtschaftssystemen.
Das chinesische Modell, welches rücksichtslos zu expandieren versucht und das japanische Modell, als kreative Fortsetzung des rheinischen Kapitalismus.
Beide müssen weltweit um Zustimmung werben.
Zuerst wirbt die Diktatur um die Massen und wenn es geklappt hat, dürfen die Massen um die Gunst des amtierenden Diktators werben.
Das wäre der Sieg des chinesischen Modells.

Wer beide Systeme ablehnt, befindet sich außerhalb der Mauern und wird Jäger und Sammler.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Papaloooo » Sa 17. Aug 2019, 12:15

syna hat geschrieben:(17 Aug 2019, 02:07)Ich stelle fest, dass die meisten Leute - auch hier im Forum -
überhaupt nicht verstanden haben, was nur 2 Grad mehr wirklich
bedeuten, und was das Reißen eines "Tipping Points" an
Folgen mit sich bringen wird.

Ja, leider muss ich dir in dieser Hinsicht recht geben.
Und auch global scheint es so zu sein.
Das ist ebenso, wie wenn man gegen Windmühlen kämpft.
Das ist Kapitalismus:
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