Wie werden wir in 25 Jahren leben?

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schokoschendrezki
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 9. Sep 2019, 13:45

JJazzGold hat geschrieben:(09 Sep 2019, 12:00)

Die besten Lebensmittel baue ich selbst an, da weiß ich was drin ist, und die zweitbesten bekomme ich bei meinem türkischen Händler und beim Bauern/Jäger vor Ort, ausgenommen Spargel, der kommt aus Schrobenhausen, und was ich dort nicht bekomme, das muss ich zwangsläufig entweder selbst mitbringen, oder importiert kaufen, wie z.B. Reis, Gewürze, Tahine, Baharat, Kumin, etc.

Nichts gegen minimalistische Küche, wofür die deutsche Küche steht, aber wer einmal die Aromenvielfalt der Nahost- oder asiatischen Küche genossen hat, der tut sich schwer mit einer Küche, die ausser Salz, Pfeffer und Paprika nichts aufzuweisen hat.

Mal abgesehen von einigen gebräuchlichen Küchenkräutern wie Dill oder Petersilie gibt es eine lange Liste von in Europa nur lediglich vergessenen oder ungebräuchlich gewordenen heimischen Gewürzen wie Alant oder Beifuß. Aber das ist ja gar nicht das Thema. Gewürzhandel ist Kultur und in jeder Hinsicht unrproblematisch.

Problematisch sehe ich diese völlig unverhältnismäßige Mengenproduktion, Pseudovielfalt und Verschwendungssucht, die dann auch noch mit Agrarsubventionen angefeuert wird.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon JJazzGold » Mo 9. Sep 2019, 14:20

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Sep 2019, 13:45)

Mal abgesehen von einigen gebräuchlichen Küchenkräutern wie Dill oder Petersilie gibt es eine lange Liste von in Europa nur lediglich vergessenen oder ungebräuchlich gewordenen heimischen Gewürzen wie Alant oder Beifuß. Aber das ist ja gar nicht das Thema. Gewürzhandel ist Kultur und in jeder Hinsicht unrproblematisch.

Problematisch sehe ich diese völlig unverhältnismäßige Mengenproduktion, Pseudovielfalt und Verschwendungssucht, die dann auch noch mit Agrarsubventionen angefeuert wird.


Da sind wir sogar einer Meinung. Wenn pro Kopf in Deutschland pro Jahr 85kg Lebensmittel weggeworfen werden, dann ist das Gefühl für sorgfältig zubereitetes und ebenso sorgfältiges Essen verloren gegangen.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon BlueMonday » Mo 9. Sep 2019, 15:18

schokoschendrezki hat geschrieben:(03 Sep 2019, 10:29)

Ja. Gegen Knappheit muss man natürlich vorsorgen.

Aber erkläre mir mal jemand aus volkswirtschaflicher Expertise heraus, warum höherer Erzeugeraufwand preislich nicht an den Endverbraucher weitergegeben werden kann. Wenn es um irgendwelche gesetzlichen Auflagen geht zum Beispiel. Zum Klimaschutz, zum TIerschutz zum Beispiel. Es wird gestöhnt darüber, dass man nun "Einsparen" muss. Dass die Löhne gesenkt werden müssen. Dass man (beschönigend ausgedrückt) "rationalisieren" und (realistisch ausgedrückt) irgendwie alles verdünnen und durch billigen Ersatz ersetzen muss.


Preise sind nichts Absolutes, sondern relativ. Ein Preis steht also im Verhältnis - zu allen anderen Preisen und hat dadurch überhaupt erst seine Bedeutung. Jede nicht allgemeine Preiserhöhung/Preisinflation (= die relativen Preise bleiben gleich) beeinflusst das Präferenzgefüge der Menschen. Und man konkurriert als Anbieter nicht nur mit gleichen oder ähnlichen Angeboten, sondern potentiell ... mit allen Angeboten. Wenn einer mehr für seine Nahrung zahlen muss, dann hat er wiederum weniger Mittel für andere Sachen übrig. Man bietet also möglichst günstig etwas an. Warum tut man das? Nicht weil man ein Menschenfreund ist, sondern weil der Kunde abwägt. Höherer Preis = höhere Opportunitätskosten, die eben schnell zu hoch werden können und dann wird nicht bzw etwas anderes woanders gekauft.

Das sind die zwei wesentlichen Modi des Betragens: Zivilisiertes laissez faire(=Respekt des Eigentums, der Vertragsfreiheit...) oder der gewaltsame Eingriff in den Entscheidungsfindungsprozess, weil einem etwas nicht passt (zuviel SUVs, zuviele Raucher, zuviele Fleischesser, zu wenig Gleichheit usw. usf.). Kann man machen. Man kann vieles machen, wenn man die Macht dazu hat, bspw. Geld komplett abschaffen und damit den marktförmigen Austausch und dann die totale Planwirtschaft ausrufen. Man weist alles zu. Wer wo arbeitet. Was man zurückerhält. Vorgegebenes Kalorienkontingent für jeden, Maximalgewicht, maximaler Körperfettanteil, tägliches Bewegungspensum, Arbeitspensum, alle bis zum Scheitel durchgeimpft und zwangsbeschult und pflichtgebildet. Der Traum aller Weltenretter und Wirtschaftsdirigenten. Die Frage ist nur, wie lange die Menschen da mitmachen werden und es ertragen, so aller Würde und Entscheidungsfreiheit beraubt. Was meinst du, wieso es die DDR nicht mehr gibt? Müsste ja der überlegenere Ansatz gewesen sein. Wissenschaftliche Wirtschaftlenkung und -planung. Kybernetik.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 9. Sep 2019, 15:48

BlueMonday hat geschrieben:(09 Sep 2019, 15:18)

Preise sind nichts Absolutes, sondern relativ. Ein Preis steht also im Verhältnis - zu allen anderen Preisen und hat dadurch überhaupt erst seine Bedeutung. Jede nicht allgemeine Preiserhöhung/Preisinflation (= die relativen Preise bleiben gleich) beeinflusst das Präferenzgefüge der Menschen. Und man konkurriert als Anbieter nicht nur mit gleichen oder ähnlichen Angeboten, sondern potentiell ... mit allen Angeboten. Wenn einer mehr für seine Nahrung zahlen muss, dann hat er wiederum weniger Mittel für andere Sachen übrig. Man bietet also möglichst günstig etwas an. Warum tut man das? Nicht weil man ein Menschenfreund ist, sondern weil der Kunde abwägt. Höherer Preis = höhere Opportunitätskosten, die eben schnell zu hoch werden können und dann wird nicht bzw etwas anderes woanders gekauft.

Das sind die zwei wesentlichen Modi des Betragens: Zivilisiertes laissez faire(=Respekt des Eigentums, der Vertragsfreiheit...) oder der gewaltsame Eingriff in den Entscheidungsfindungsprozess, weil einem etwas nicht passt (zuviel SUVs, zuviele Raucher, zuviele Fleischesser, zu wenig Gleichheit usw. usf.). Kann man machen. Man kann vieles machen, wenn man die Macht dazu hat, bspw. Geld komplett abschaffen und damit den marktförmigen Austausch und dann die totale Planwirtschaft ausrufen. Man weist alles zu. Wer wo arbeitet. Was man zurückerhält. Vorgegebenes Kalorienkontingent für jeden, Maximalgewicht, maximaler Körperfettanteil, tägliches Bewegungspensum, Arbeitspensum, alle bis zum Scheitel durchgeimpft und zwangsbeschult und pflichtgebildet. Der Traum aller Weltenretter und Wirtschaftsdirigenten. Die Frage ist nur, wie lange die Menschen da mitmachen werden und es ertragen, so aller Würde und Entscheidungsfreiheit beraubt. Was meinst du, wieso es die DDR nicht mehr gibt? Müsste ja der überlegenere Ansatz gewesen sein. Wissenschaftliche Wirtschaftlenkung und -planung. Kybernetik.


Ja danke. Das ist vielleicht etwas allgemeiner formuliert, was weiter oben schon damit beschrieben wurde, dass zumindest im Lebensmittelbereich eben die DIscounter weitgehend die Preise diktieren. Und die passen untereinander auf. Ein klassischer marktwirtschaftlicher Wettbewerb müsste so stattfinden, dass der Endverbraucher das Preis/Qualitätsverhältnis der Hersteller vergleicht und darüber sich dann eine sozusagen gesunde Konkurrenz einstellt. Der eigentliche Hersteller ist aber oft gar nicht mehr identifizierbar. Daran ändert auch die Tatsache nix, dass die Menschen in den westlichen Industrieländern dieses Lebensmitteldiscounter-System ausdrücklich gewolllt haben.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 9. Sep 2019, 17:01

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Sep 2019, 08:32)

Es ist ganz einfach. Überfluss erzeugt Überdruss. Das ganze System der Agrarwirtschaft, in Europa wie in der Welt ist komplett verrückt und paradox. Von den Methoden wie auch von den Fördermaßnahmen her.

Es ist nur einfach so, dass nicht wenige Menschen mit "Landwirtschaft" noch immer den naiven Traum von bäuerlicher Kleinwirtschaft verbinden. Das ist natürlich auch Quatsch. Es führt dazu, dass z.B. der Einsatz von IT-Systemen in der Landwirtschaft als irgendwie anrüchig gesehen wird. Dabei führt der Einsatz von Drohnen, GPS, autonomer Steuerung usw. usf. zu einer wesentlich ökologischeren Landwirtschaft. Nur: Auch die Landwirtschaft 4.0 könnte in regionalen Kreisläufen wirtschaften. Weichkäse wird im Allgäu und auf der Insel Rügen hergestellt. Müssen Transporter mit Weichkäse wirklich über hunderte Kilometer aneinander vorbei im Prinzip dasselbe hin- und herschaffen? Sie schaffen damit lediglich eine Pseudovielfalt.


Solche Vorgaben wo man was zu produzieren hat sollte man tunlichst vermeiden. Dies hat unerwünschte Folgen und Nebenwirkungen die sich in einen in der Realität ganz schön überraschen können.
Daran ist die Planwirtschaft nämlich schon in der Vergangenheit gescheitert.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 10. Sep 2019, 09:51

Alter Stubentiger hat geschrieben:(09 Sep 2019, 17:01)

Solche Vorgaben wo man was zu produzieren hat sollte man tunlichst vermeiden. Dies hat unerwünschte Folgen und Nebenwirkungen die sich in einen in der Realität ganz schön überraschen können.
Daran ist die Planwirtschaft nämlich schon in der Vergangenheit gescheitert.


Das ist doch gerade das Problem. Dass die EU-GAP im Verein mit dem Discounterunwesen auch so etwas wie "Planwirtschaft" ist.

Die DDR-Agrarwirtschaft lief im wesentlichen so ab, dass der Staat Agrarprodukte zu festgelegten und subventionierten Preisen aufkaufte und dann stark verbilligt an den Endkonsumenten weiterreichte. An die Stelle des Staats tritt jetzt hier die EU-Bürokratie und die eigentlich als Kartellsystem anzusehende Gemeinschaft der Lebensmitteldiscounter und Supermarktketten. Das hat sowohl aus Sicht der Agrarproduzenten als auch aus Sicht der Endkunden nicht mehr viel mit "Marktwirtschaft" zu tun.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 10. Sep 2019, 10:41

schokoschendrezki hat geschrieben:(10 Sep 2019, 09:51)

Das ist doch gerade das Problem. Dass die EU-GAP im Verein mit dem Discounterunwesen auch so etwas wie "Planwirtschaft" ist.

Die DDR-Agrarwirtschaft lief im wesentlichen so ab, dass der Staat Agrarprodukte zu festgelegten und subventionierten Preisen aufkaufte und dann stark verbilligt an den Endkonsumenten weiterreichte. An die Stelle des Staats tritt jetzt hier die EU-Bürokratie und die eigentlich als Kartellsystem anzusehende Gemeinschaft der Lebensmitteldiscounter und Supermarktketten. Das hat sowohl aus Sicht der Agrarproduzenten als auch aus Sicht der Endkunden nicht mehr viel mit "Marktwirtschaft" zu tun.

Nein. So ist es eben nicht. Die DDR kaufte zu festgelegten Preisen ein und die Lebensmittelndustrie mußte dann daraus zu festgesetzen Preisen produzieren und der Einzelhandel zu festgelegten Preisen verkaufen. Und dass war so billig dass an keiner Stelle genug erwirtschaftet wurde um die Betriebe/Verkaufsstellen regelmäßig zu erneuern. Darum war am Ende alles so marode. Und darum waren die Regale fast leer.

Das hat nichts mit unserem Einzelhandel zu tun wo man alles 12 Monate im Jahr frisch und immer ausreichend vorhanden erwerben kann.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 16. Sep 2019, 10:27

Alter Stubentiger hat geschrieben:(10 Sep 2019, 10:41)

Nein. So ist es eben nicht. Die DDR kaufte zu festgelegten Preisen ein und die Lebensmittelndustrie mußte dann daraus zu festgesetzen Preisen produzieren und der Einzelhandel zu festgelegten Preisen verkaufen. Und dass war so billig dass an keiner Stelle genug erwirtschaftet wurde um die Betriebe/Verkaufsstellen regelmäßig zu erneuern. Darum war am Ende alles so marode. Und darum waren die Regale fast leer.

Das hat nichts mit unserem Einzelhandel zu tun wo man alles 12 Monate im Jahr frisch und immer ausreichend vorhanden erwerben kann.

Ja. Die Endergebnisse sehen für den einheimischen Verbraucher sehr verschieden aus. Aber de facto zahlt die EU mit den GAP-Subventionen an Produzenten, damit die auch dann noch ein Auskommen haben, wenn das halbe Hähnchen im Discounter nur 2,59 kosten darf. Und der DDR-Staat zahlte den LPGs Mitte der 80er Jahre ca. 30 Milliarden DDR-mark (etwa 10 Prozent des BIP in DDR-Mark !!), damit das Brot in der Kaufhalle immer 1,05 kostet. Das Angebot und die Qualität waren in der DDR vor allem deshalb schlecht, weil es keinen Druck aus dem Welthandel und keinen Druck in den Welthandel gab.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 16. Sep 2019, 15:52

schokoschendrezki hat geschrieben:(16 Sep 2019, 10:27)

Ja. Die Endergebnisse sehen für den einheimischen Verbraucher sehr verschieden aus. Aber de facto zahlt die EU mit den GAP-Subventionen an Produzenten, damit die auch dann noch ein Auskommen haben, wenn das halbe Hähnchen im Discounter nur 2,59 kosten darf. Und der DDR-Staat zahlte den LPGs Mitte der 80er Jahre ca. 30 Milliarden DDR-mark (etwa 10 Prozent des BIP in DDR-Mark !!), damit das Brot in der Kaufhalle immer 1,05 kostet. Das Angebot und die Qualität waren in der DDR vor allem deshalb schlecht, weil es keinen Druck aus dem Welthandel und keinen Druck in den Welthandel gab.

Das ist schon richtig. Es ist halt auch immer ein Balanceakt. Lebensmittel sind essentiell. Das darf man bei aller Kritik an den Agrarsubventionen nicht vergessen. Darum haben die Gründer der EWG soviel Wert auf eine produzierende Landwirtschaft gelegt. Auch wenn der Weltmarkt bei manchen Nahrungsmitteln eigentlich billiger produziert. Die Versorgungssicherheit war aber viel wichtiger. Man war zu der Einsicht gelangt dass nur so neue Kriege in Zentraleuropa obsolet werden. Und sie hatten ja auch Recht. Krieg um Lebensraum wie noch in "mein Kampf" gefordert ist heute gar nicht mehr vorstellbar. Es ist genug für alle da.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Atue001 » Di 17. Sep 2019, 01:00

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Sep 2019, 15:48)

Ja danke. Das ist vielleicht etwas allgemeiner formuliert, was weiter oben schon damit beschrieben wurde, dass zumindest im Lebensmittelbereich eben die DIscounter weitgehend die Preise diktieren. Und die passen untereinander auf. Ein klassischer marktwirtschaftlicher Wettbewerb müsste so stattfinden, dass der Endverbraucher das Preis/Qualitätsverhältnis der Hersteller vergleicht und darüber sich dann eine sozusagen gesunde Konkurrenz einstellt. Der eigentliche Hersteller ist aber oft gar nicht mehr identifizierbar. Daran ändert auch die Tatsache nix, dass die Menschen in den westlichen Industrieländern dieses Lebensmitteldiscounter-System ausdrücklich gewolllt haben.


Also aus Endkundensicht hat der Wettbewerb hier funktioniert und er funktioniert aus Endkundensicht noch immer. Der Endkunde kann nichts dafür, dass eine ihm ausreichende Qualität (und die ist auch beim Discounter oftmals nicht schlecht, und berücksichtigt zunehmend mehr auch ökologische Fragestellungen) zu einem sehr niedrigen Preis angeboten wird. Dass darunter die Bauern leiden - ist Systembedingt. Die Bauern könnten sich auch zu großen Genossenschaften zusammenschließen, die eine Verkaufsgesellschaft bilden. Allerdings ändert das auch nichts daran, dass zu viele Bauern in Deutschland und auch in weiteren Gegenden Europas nicht ausreichend günstig produzieren können, um im Weltmarkt mitzuspielen.

Was wollen wir also: Weltweit die beste Qualität zum günstigsten Preis - oder wollen wir die Bauern schützen?

Ich mein - zu Zeiten von tausenden Tante Emma Läden gab es auch ausreichende Versorgung mit Konsumgütern - aber der Preis war höher, und die Qualität auch nicht wirklich besser.

Wenn wir keine Großbauern haben wollen, dann muss die Politik das regeln - also Großbauern strukturell benachteiligen, und aber gleichzeitig dafür sorgen, dass die Konkurrenz vom Weltmarkt (die billiger produzieren kann, weil sie diese Wettbewerbsnachteile ja nicht hat) nicht den heimischen Markt fluten kann.

Klar bedauern und bemitleiden wir den Kleinbauern - und unser Beschützerinstinkt sagt auch, dass der doch geschützt werden muss vor der bösen Großdiscounter"mafia". Nur - es werden schon viele Schnitzel gerne verdrückt, bei denen das Kilo Fleisch für 4€ angeboten wird.

Wir Verbraucher sind hier schizophren unterwegs - und weil wir im Zweifel immer wieder auf "billig, billig, billig" abfahren, ist es Aufgabe der Politik, allgemeine Regeln für die Märkte so aufzustellen, dass die Gesamtinteressen der Gesellschaft dabei nicht auf der STrecke bleiben. Märkte müssen politisch gestaltet werden - sonst stellen sich Fehlentwickungen ein. Und möglichst billig ist eine normale Folge von recht freien Märkten - das ist so gewollt. Koste es, was es wolle.....
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 17. Sep 2019, 08:28

Es geht ja hier vom Thema her "Wie werden/wollen wir in 25 Jahren leben" nicht nur um rein ökonomische Aspekte. Sondern auch um Lebenskultur. Der Generation "Tante Emma Laden" folgte die Generation "Markendiscounter". In allen Fällen, in denen ich in jüngerer Zeit Leuten, Bekannten, Verwandten ab 70plus dieser Generation ein wenig oder auch mehr geholfen habe, beim Einkaufen zum Beispiel: Die kannten gefühlt alle Produkte aller Supermarktketten. Und die lasen auch mit Hingabe die verschiedenen Angebotsbroschüren. Und auf den Einkaufslisten stand immer genau, dass es dieses Spülmittel von Rewe und jener Quark von Aldi und jenes Katzenfutter von Netto sein muss. Ich kann dazu nur sagen: Ich will so nicht leben! Es mag QUalität und Angebotsvielfalt sein. Aber es ist irgendwie dieser satte und gleichzeitig unglaublich trostlose Geist der westdeutschen Wohlstandsaufstiegsnachkriegszeit. Wirklich. Dann - solange es nicht um Existenzielles geht - lieber ein gewisser Mangel an (Pseudo)Vielfalt. Ich sag das nicht einfach so aus einer Luxusüberdrussposition heraus. Ich weiß genau, was es bedeutet, wenn es mal nur einheimische Äpfel und Wirsingkohl gibt.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Papaloooo » Di 17. Sep 2019, 14:27

schokoschendrezki hat geschrieben:(17 Sep 2019, 08:28)Dann - solange es nicht um Existenzielles geht - lieber ein gewisser Mangel an (Pseudo)Vielfalt. Ich sag das nicht einfach so aus einer Luxusüberdrussposition heraus. Ich weiß genau, was es bedeutet, wenn es mal nur einheimische Äpfel und Wirsingkohl gibt.

Stimmt, '92 bis '93 lebte ich auf einem Selbstversorger Bauernhof im Grenzgebirge zwischen Italien und Frankreich.
Unter 10 Stunden am Tag Arbeit wird man nicht satt.
Aber es ist sehr erfüllend.
Wobei der Trend zu selbsttätig bestellenden Kühlschranken und Drohnenlieferung geht.
Es macht das Leben bequemer, aber leerer.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon JJazzGold » Di 17. Sep 2019, 14:34

Papaloooo hat geschrieben:(17 Sep 2019, 14:27)

Stimmt, '92 bis '93 lebte ich auf einem Selbstversorger Bauernhof im Grenzgebirge zwischen Italien und Frankreich.
Unter 10 Stunden am Tag Arbeit wird man nicht satt.
Aber es ist sehr erfüllend.
Wobei der Trend zu selbsttätig bestellenden Kühlschranken und Drohnenlieferung geht.
Es macht das Leben bequemer, aber leerer.


Weshalb sind Sie heute nicht mehr auf dem Selbstversorger Bauernhof tätig?
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Papaloooo » Di 17. Sep 2019, 15:41

JJazzGold hat geschrieben:(17 Sep 2019, 14:34)

Weshalb sind Sie heute nicht mehr auf dem Selbstversorger Bauernhof tätig?

Es war eine Phase in meinem Leben, die ich nicht missen möchte, ebenso, wie die 5 Jahre in Indien.
Damals konnte ich mir einfach kein Leben in unserer Gesellschaft mehr vorstellen, ich musste raus!

Sieben Jahre auf Reisen haben mir gut getan, waren aber nicht einfach.
Nach den Jahren fühlte ich mich reif, wieder in dieser Gesellschaft zu leben.

Was einem (wohl allgemeinen) nach Jahren in anderen Kulturen und anderen Lebenssituationen bleibt, ist eine gewisse Distanz in der Betrachtungsweise. Hiermit möchte ich mich aber nicht über andere setzen.

Auch eine Familie gründen wäre unter den damaligen Umständen zwar möglich, aber ungleich schwerer, und man sollte sich dabei auch fragen, ob man damit seinen Kindern gerecht wird.
Das ist Kapitalismus:
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon JJazzGold » Di 17. Sep 2019, 17:32

Papaloooo hat geschrieben:(17 Sep 2019, 15:41)

Es war eine Phase in meinem Leben, die ich nicht missen möchte, ebenso, wie die 5 Jahre in Indien.
Damals konnte ich mir einfach kein Leben in unserer Gesellschaft mehr vorstellen, ich musste raus!

Sieben Jahre auf Reisen haben mir gut getan, waren aber nicht einfach.
Nach den Jahren fühlte ich mich reif, wieder in dieser Gesellschaft zu leben.

Was einem (wohl allgemeinen) nach Jahren in anderen Kulturen und anderen Lebenssituationen bleibt, ist eine gewisse Distanz in der Betrachtungsweise. Hiermit möchte ich mich aber nicht über andere setzen.

Auch eine Familie gründen wäre unter den damaligen Umständen zwar möglich, aber ungleich schwerer, und man sollte sich dabei auch fragen, ob man damit seinen Kindern gerecht wird.



Danke, für die Erklärung. :)
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 18. Sep 2019, 14:17

Papaloooo hat geschrieben:(17 Sep 2019, 14:27)

Stimmt, '92 bis '93 lebte ich auf einem Selbstversorger Bauernhof im Grenzgebirge zwischen Italien und Frankreich.
Unter 10 Stunden am Tag Arbeit wird man nicht satt.
Aber es ist sehr erfüllend.
Wobei der Trend zu selbsttätig bestellenden Kühlschranken und Drohnenlieferung geht.
Es macht das Leben bequemer, aber leerer.

Es gibt auch etwas zwischen Selbvstversorgerbauernhof und Markendiscounter. DIeser etwas seltsam anmutende, eingedeutschte Begriff "Schnelldreher" für entsprechende Artikel bringt es auf den Punkt. Gedankenloses Wiederauffüllen der Regale im Supermarkt und der Fächer im Kühlschrank. Vor Jahren sah ich mal eine schöne Karikatur in einer Zeitung: Ein Mann macht auf dem Parkplatz eines Supermarkts die Kofferraumklappe auf und sieht, dass der Kofferraum voll ist mit irgendwelchen Lebensmitteln. Unterschrift: "Mist, das Zeug vom vorigen Wochenende!" Und so gedankenlos wollen viele Menschen einfach nicht mehr leben. Es kommt dazu, dass mit dieser Verbrauchermentalität der "Generation DIscounter" der alten 70er-Jahre-Bundesrepublik auch ein weitergehendes Lebenskulturverständnis einhergeht. Eines das von Geiz, geistiger Enge, Materialismus und einer "Wir-sind-wieder-wer"-Mentalität geprägt ist. So wollen wir nicht leben!

Und ich sage mit Sicherheit nicht deshalb "ich will keine halben Hähnchen mehr für 2,49 sehen" weil ich mir auch für den vierfachen Preis jeden Tag eins kaufen kann.

POlitisch gibt es etliche Gründe, auf eine Reform - besser noch: eine Abschaffung - der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU zu drängen.
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Papaloooo » Mi 18. Sep 2019, 16:09

schokoschendrezki hat geschrieben:(18 Sep 2019, 14:17)

Es gibt auch etwas zwischen Selbvstversorgerbauernhof und Markendiscounter. DIeser etwas seltsam anmutende, eingedeutschte Begriff "Schnelldreher" für entsprechende Artikel bringt es auf den Punkt. Gedankenloses Wiederauffüllen der Regale im Supermarkt und der Fächer im Kühlschrank. Vor Jahren sah ich mal eine schöne Karikatur in einer Zeitung: Ein Mann macht auf dem Parkplatz eines Supermarkts die Kofferraumklappe auf und sieht, dass der Kofferraum voll ist mit irgendwelchen Lebensmitteln. Unterschrift: "Mist, das Zeug vom vorigen Wochenende!" Und so gedankenlos wollen viele Menschen einfach nicht mehr leben. Es kommt dazu, dass mit dieser Verbrauchermentalität der "Generation DIscounter" der alten 70er-Jahre-Bundesrepublik auch ein weitergehendes Lebenskulturverständnis einhergeht. Eines das von Geiz, geistiger Enge, Materialismus und einer "Wir-sind-wieder-wer"-Mentalität geprägt ist. So wollen wir nicht leben!

Und ich sage mit Sicherheit nicht deshalb "ich will keine halben Hähnchen mehr für 2,49 sehen" weil ich mir auch für den vierfachen Preis jeden Tag eins kaufen kann.

POlitisch gibt es etliche Gründe, auf eine Reform - besser noch: eine Abschaffung - der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU zu drängen.

Oder eben nicht nachhaltige landwirtschaftliche Betriebe stärker zu besteuern, und stattdessen Bio-Bauernhöfe und nachhaltige Bauernhöfe zu subventionieren.
Das ist Kapitalismus:
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Juan » Mi 18. Sep 2019, 19:35

"Wie wünsche ich mir die Zukunft in 25 Jahren" wäre als Strangtitel eigentlich zutreffender.

Wobei beinahe alle hier erwähnten Szenarien möglich werden könnten. Stichwortmässig füge ich noch einige sich abzeichnende Punkte hinzu, die z.T. hier auch schon erwähnt wurden.
Die Zuwanderung wird enorm zunehmen, sei es hervorgerufen durch Kriege und/oder durch die Klimaveränderung und Flucht vor Armut. Dadurch erhöht sich das Verkehrsaufkommen in den Städten und bezahlbare Wohnungen werden noch rarer, da Migranten am Landleben wenig am Hut haben.
Der Kosum harter Drogen und Medikamente nimmt zu, ganze Stadtteile verslumen und werden von Verbrecherclans kontrolliert Die Kriminalitätsrate steigt massive an, Diebstahl und Raub, sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen werde etwas alltägliches und werden gar nicht mehr polizeilich erfasst, da kaum Anzeige erstattet wird, da die eh meist im Sand verlaufen.

Wohlhabende Bewohner, welche die Stadt nicht schon längst verlassen haben, leben in hochgesicherten Wohnungen und Gebäudekomplexen und wer es sich leisten kann engagiert Bodyguards und fährt möglicherweise gar gepanzerte Limousinen.

Der Verbrauch an Elektrizät steigt enorm, (Klimaanlagen, Elektrofahrzeuge, Transportdrohnen, el. Geräte in Gebäuden und in den Haushalten etc.) Will heissen: Atomkraftwerke werden nicht abgeschaltet.
Hab ich noch was ausgelassen? :-)
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Re: Wie werden wir in 25 Jahren leben?

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 18. Sep 2019, 19:45

Juan hat geschrieben:(18 Sep 2019, 19:35)

"Wie wünsche ich mir die Zukunft in 25 Jahren" wäre als Strangtitel eigentlich zutreffender.

Wobei beinahe alle hier erwähnten Szenarien möglich werden könnten. Stichwortmässig füge ich noch einige sich abzeichnende Punkte hinzu, die z.T. hier auch schon erwähnt wurden.
Die Zuwanderung wird enorm zunehmen, sei es hervorgerufen durch Kriege und/oder durch die Klimaveränderung und Flucht vor Armut. Dadurch erhöht sich das Verkehrsaufkommen in den Städten und bezahlbare Wohnungen werden noch rarer, da Migranten am Landleben wenig am Hut haben.
Der Kosum harter Drogen und Medikamente nimmt zu, ganze Stadtteile verslumen und werden von Verbrecherclans kontrolliert Die Kriminalitätsrate steigt massive an, Diebstahl und Raub, sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen werde etwas alltägliches und werden gar nicht mehr polizeilich erfasst, da kaum Anzeige erstattet wird, da die eh meist im Sand verlaufen.

Wohlhabende Bewohner, welche die Stadt nicht schon längst verlassen haben, leben in hochgesicherten Wohnungen und Gebäudekomplexen und wer es sich leisten kann engagiert Bodyguards und fährt möglicherweise gar gepanzerte Limousinen.

Der Verbrauch an Elektrizät steigt enorm, (Klimaanlagen, Elektrofahrzeuge, Transportdrohnen, el. Geräte in Gebäuden und in den Haushalten etc.) Will heissen: Atomkraftwerke werden nicht abgeschaltet.
Hab ich noch was ausgelassen? :-)

Nein,
nichts haben Sie ausgelassen ,
außer die Gegenwart.
Und in dieser Zeit tun wir alles,
das Ihre Zukunftsbefürchtungen nicht eintreten.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p

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