Jobabbau in der Industrie

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lili
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon lili » Sa 29. Jun 2019, 14:46

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(29 Jun 2019, 13:13)

Das haben die meisten Leute schon immer gedacht. Liegt am mangelnden Weitblick.


Aber diesmal ist es anders. Wenn es selbst die Sillicon Valley das sagt.
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Alter Stubentiger
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 29. Jun 2019, 15:20

lili hat geschrieben:(29 Jun 2019, 09:45)

Ja ich meine die Digitalisierung...Ich kann nicht von jeder Firma sprechen. Aber ich denke Massenentlassungen werden kommen. Man braucht quasi nur Leute die die Roboter herstellen und ITler.

Die Wartung der schönen neuen Technikwelt ist nicht zu unterschätzen. Ich sehe auch eine Renaissance der Manufaktur. Personalisierte Produkte die mit Maschineneinsatz nicht mehr preisgünstiger in Fernost zu produzieren sind und daher vor Ort und online vermarktet zu ganz neuen Geschäftsmodellen führen.

Man sollte nicht einseitig auf die Großbetriebe und DAX-Unternehmen schielen. Deutschland hat schon seit Jahrzehnten eine nicht zu unterschätzende Wirtschaftsmacht durch kleinere Unternehmen.
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Teeernte
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon Teeernte » Sa 29. Jun 2019, 15:30

Alter Stubentiger hat geschrieben:(29 Jun 2019, 15:20)

Die Wartung der schönen neuen Technikwelt ist nicht zu unterschätzen. Ich sehe auch eine Renaissance der Manufaktur. Personalisierte Produkte die mit Maschineneinsatz nicht mehr preisgünstiger in Fernost zu produzieren sind und daher vor Ort und online vermarktet zu ganz neuen Geschäftsmodellen führen.

Man sollte nicht einseitig auf die Großbetriebe und DAX-Unternehmen schielen. Deutschland hat schon seit Jahrzehnten eine nicht zu unterschätzende Wirtschaftsmacht durch kleinere Unternehmen.


Au... da seh ich nicht viel. Man kann sich die Fertigung der Motorräder in Berlin anschauen.

Der automatisierte Teil ist für den Verschleiß bereits vorgerüstet ...die Ersatzwerkzeuge stecken im Magazin. Nach 2 Jahren//bzw für Modellwechsel kommt die ganze Fließstrecke neu - und wird nur gemietet.... und der Vermieter hat Fernüberwachung - sieht VORAB den Mangel.

Die "Automatenfertigung läuft als "black BOX" Metall vorn rein...Motor hinten raus. Den Automat mit Programmierung hat der Vermieter ...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon lili » Sa 29. Jun 2019, 15:46

Alter Stubentiger hat geschrieben:(29 Jun 2019, 15:20)

Die Wartung der schönen neuen Technikwelt ist nicht zu unterschätzen. Ich sehe auch eine Renaissance der Manufaktur. Personalisierte Produkte die mit Maschineneinsatz nicht mehr preisgünstiger in Fernost zu produzieren sind und daher vor Ort und online vermarktet zu ganz neuen Geschäftsmodellen führen.

Man sollte nicht einseitig auf die Großbetriebe und DAX-Unternehmen schielen. Deutschland hat schon seit Jahrzehnten eine nicht zu unterschätzende Wirtschaftsmacht durch kleinere Unternehmen.


Aber nicht jeder kann diese Jobs ausführen. Es wurde einmal ausgewertet welche Jobs wegfallen und du kannst doch nicht alle Leute umschulen?
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 29. Jun 2019, 17:15

Teeernte hat geschrieben:(29 Jun 2019, 15:30)

Au... da seh ich nicht viel. Man kann sich die Fertigung der Motorräder in Berlin anschauen.

Der automatisierte Teil ist für den Verschleiß bereits vorgerüstet ...die Ersatzwerkzeuge stecken im Magazin. Nach 2 Jahren//bzw für Modellwechsel kommt die ganze Fließstrecke neu - und wird nur gemietet.... und der Vermieter hat Fernüberwachung - sieht VORAB den Mangel.

Die "Automatenfertigung läuft als "black BOX" Metall vorn rein...Motor hinten raus. Den Automat mit Programmierung hat der Vermieter ...


In so Foren merkt man immer wieder dass viele Leute unterwegs sind die nur die Märkte sehen die für sie als Konsumenten relevant sind.
Besucht mal Fachmessen und seht was an Innovationen und Firmen hinter dem steht was der Endverbraucher so wahrnimmt.
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 29. Jun 2019, 17:52

lili hat geschrieben:(29 Jun 2019, 14:46)

Aber diesmal ist es anders.


Warum?
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon unity in diversity » Sa 29. Jun 2019, 17:54

lili hat geschrieben:(29 Jun 2019, 14:41)

Ne auch aus asiatischen oder afrikanischen Länder.

Die Sozialindustrie fängt sie alle auf.
Wird zwar immer mieser bezahlt, aber das Sozialprestige wächst mit der Anzahl der beschäftigten "Fachkräfte".
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon lili » Sa 29. Jun 2019, 17:55

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(29 Jun 2019, 17:52)

Warum?



Weil schon konkrete Sachen mit Robotern gezeigt wurden ist. Da kann man genau sehen, dass man nicht mehr so viele Arbeitskräfte braucht. In den USA gibt es ein Restaurant in dem es kaum Fachkräfte gibt. Die Maschinen fertigen das Essen u.s.w.
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon lili » Sa 29. Jun 2019, 17:56

unity in diversity hat geschrieben:(29 Jun 2019, 17:54)

Die Sozialindustrie fängt sie alle auf.
Wird zwar immer mieser bezahlt, aber das Sozialprestige wächst mit der Anzahl der beschäftigten "Fachkräfte".


Es gibt auch welche die z.B. in der Pflege arbeiten.
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon unity in diversity » Sa 29. Jun 2019, 17:58

lili hat geschrieben:(29 Jun 2019, 17:56)

Es gibt auch welche die z.B. in der Pflege arbeiten.

Den Pflegenotstand werden sie nicht heilen.
Auch nicht die politisch gewollte, strukturelle Unterbesetzung.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon lili » Sa 29. Jun 2019, 17:59

unity in diversity hat geschrieben:(29 Jun 2019, 17:58)

Den Pflegenotstand werden sie nicht heilen.
Auch nicht die politisch gewollte, strukturelle Unterbesetzung.



Das weiß ich...Aber die Chefs wissen das nicht.
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 29. Jun 2019, 18:00

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(29 Jun 2019, 17:52)

Warum?

Weil Industrie 4.0 und die Digitalisierung fast alle Branchen betreffen wird. Selbstverständlich werden auch neue Jobs entstehen, was unter dem Strich dann rauskommt, werden wir in 20 Jahren wissen.
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon unity in diversity » Sa 29. Jun 2019, 18:03

lili hat geschrieben:(29 Jun 2019, 17:59)

Das weiß ich...Aber die Chefs wissen das nicht.

Doch, die wissen das.
Wenn ich 2/3 des Personalbestandes so verdichtet arbeiten lasse, als wären alle Stellen besetzt, spare ich Lohnkosten.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon lili » Sa 29. Jun 2019, 18:05

unity in diversity hat geschrieben:(29 Jun 2019, 18:03)

Doch, die wissen das.
Wenn ich 2/3 des Personalbestandes so arbeiten lasse, als wären alle Stellen besetzt, spare ich Lohnkosten.


Das ist richtig, aber sie schreien immer nach Fachkräften und stellen sie im Gegenzug nicht ein.
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon unity in diversity » Sa 29. Jun 2019, 18:07

lili hat geschrieben:(29 Jun 2019, 18:05)

Das ist richtig, aber sie schreien immer nach Fachkräften und stellen sie im Gegenzug nicht ein.

Das ist der Grundwiderspruch des Kapitalismus.
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Aus den USA.
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon lili » Sa 29. Jun 2019, 18:08

unity in diversity hat geschrieben:(29 Jun 2019, 18:07)

Das ist der Grundwiderspruch des Kapitalismus.


Richtig! :thumbup:
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 29. Jun 2019, 18:26

lili hat geschrieben:(29 Jun 2019, 17:55)

Weil schon konkrete Sachen mit Robotern gezeigt wurden ist. Da kann man genau sehen, dass man nicht mehr so viele Arbeitskräfte braucht. In den USA gibt es ein Restaurant in dem es kaum Fachkräfte gibt. Die Maschinen fertigen das Essen u.s.w.

Lass dir da nichts vorgaukeln. Maschinen können kein Essen im Restaurant kochen. Und der Backautomat bei Aldi kann auch keine Brötchen backen. Alles nur Show.
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon Iwan der Liebe » Sa 29. Jun 2019, 18:58

Es ist ein deutlicher Wandel zu erkennen. Das kann man jetzt schon sehen. Kassierer und Verkäufer, z.B., werden nicht mehr gebraucht. Auch Lokführer können bereits ersetzt werden, das ist allenfalls NOCH eine Frage des Geldes, sie sind halt billig.
LKW-Fahrer und Taxi-Fahrer werden ebenfalls mittelfristig überflüssig werden. Große Schiffe navigieren bereits jetzt vollautomatisch.

Das kann man nicht mit der Industriealisierung vergleichen, denn das Ausmaß ist vielfach größer. Ich denke, der Fortschritt wird zwangsläufig zum Ende des Kapitalismus, da dieser den Fortschritt nicht mehr fördert, sondern ihn nach Kräften bremst, um sich selbst nicht ad absurdum zu führen. Ein Beispiel dafür ist der Kohleausstieg, der immer wieder verschoben wird. Man begründet das auch offiziell nicht mehr mit dem Käse, dass ohne Kohlekraftwerke der Strom ausfallen würde, sondern man gibt offen zu, dass er nur verzögert kommen kann, um die Profite der Unternehmen und die Arbeitsplätze nicht zu gefährden. Die Tatsache, dass wir die Umwelt nicht folgenlos verpesten, um Profite und Arbeitsplätze zu sichern, sollte schon zu denken geben.
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon lili » Sa 29. Jun 2019, 20:39

Alter Stubentiger hat geschrieben:(29 Jun 2019, 18:26)

Lass dir da nichts vorgaukeln. Maschinen können kein Essen im Restaurant kochen. Und der Backautomat bei Aldi kann auch keine Brötchen backen. Alles nur Show.


Das war aber keine Show. Dieses Restaurant gibt es wirklich.
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Re: Jobabbau in der Industrie

Beitragvon unity in diversity » Sa 29. Jun 2019, 23:13

lili hat geschrieben:(29 Jun 2019, 20:39)

Das war aber keine Show. Dieses Restaurant gibt es wirklich.

Du bestellst etwas und kurze Zeit später liefert die interne Rohrpost alles an deinen Sitzplatz.
Hast du das so gesehen?
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Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.

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