Retouren im Onlinehandel

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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 26. Jun 2019, 22:44

Eiskalt hat geschrieben:(26 Jun 2019, 22:31)

Was natürlich Unsinn ist. Ein bisschen Nachdenken schadet nicht.
Ich habe einen Artikel von 45 Euro auf 69 erhöht und den anderen von 54 auf 69.
Verkauft sich immer noch gut ich bin auch immer noch der günstigste Anbieter.
Die anderen Preise wären machbar gewesen wenn die Retourenquote kleiner wäre

Den beide Teile werden auf dem gleichen Gerätemodell verwendet aber ändern sich ab einer Baureihe. Würde man die Beschreibung lesen und danach handeln wäre das klar.
So aber müssen andere nun die höheren Kosten für die anderen mittragen.

Vor kurzem hat sich einer gemeldet der meinte ein anderes Teil passt nicht bei seinem Gerät obwohl das Modell ja angegeben wäre und wir sollten daher die Retouren übernehmen. Hab die Daten seiner Maschine erfragt, daraufhin sagt er das die Nummer auf dem Keilriemen ja gleich wäre aber nicht passt.

Schickt ein Bild von seine, Teil mit der Nummer: 645-0435
Unser Teil ist beschrieben als Keilriemen ersetzt Teilenummer 645-04109
Also fragte ich, inwiefern denn 645-0435 = 645-04109 sei.

Wie kann man so etwas übersehen?
Ob er denn nun unseren Aufwand im Gegensatz übernehmen würde war meine Frage.
Darauf dann keine Antwort.

Tja...... :|


Wie imp schrieb. Vielleicht solltest du das Geschäftsmodell eine Überprüfung unterziehen. Das ist zwar der aufwändigere und unangenehmere Weg, aber der einzig richtige.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Eiskalt » Do 27. Jun 2019, 12:32

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(26 Jun 2019, 22:44)

Wie imp schrieb. Vielleicht solltest du das Geschäftsmodell eine Überprüfung unterziehen. Das ist zwar der aufwändigere und unangenehmere Weg, aber der einzig richtige.


Habe ich schon gemacht.
Habe wie erwähnt die Preise angezogen und lasse nun die Kunden die korrekt handeln, für die Kunden die nicht lesen wollen bezahlen!! :)

imp hat geschrieben:(26 Jun 2019, 18:19)

Der böse Kunde ist im Zweifel die bequemere Begründung. Das eigene Unternehmertum und die Tragfähigkeit von Geschäftsidee und Umsetzung zu hinterfragen, ist manchen dann zuviel.



Welchen Tipp hast du denn um solche Fehler wie geschildert zu vermeiden?
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 27. Jun 2019, 13:02

Eiskalt hat geschrieben:(27 Jun 2019, 12:32)

Habe ich schon gemacht.
Habe wie erwähnt die Preise angezogen und lasse nun die Kunden die korrekt handeln, für die Kunden die nicht lesen wollen bezahlen!! :)




Welchen Tipp hast du denn um solche Fehler wie geschildert zu vermeiden?


1) Ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln. Ein erfolgreiches, tragfähiges Geschäftsmodell unterscheidet sich in mindestens einem für die Kunden wesentlichen Punkt signifikant vom Wettbewerb. Dieser Punkt ist nicht der Preis. Das ist nichts anderes als der Grund, warum die Kunden bei dir kaufen sollen und nicht beim Wettbewerb.

2) Die Zielgruppe und die Kundenbedürfnisse der Zielgruppe definieren und erfassen. Man sollte also genau wissen, wofür der Kunde letztendlich bereit ist Geld zu bezahlen.

3) Den Wettbewerb nicht für dumm halten. Was aber letztendlich zumindest implizit der Fall ist, wenn man wie du glaubt, dass man immer noch genug verdienen kann, wenn man einfach mal locker 35% billiger anbietet, als der billigste Wettbewerber. Wenn man schon mal auf eine Nische mit vermeintlich hohen Margen stößt, von der man glaubt dass man auch mit deutlich geringeren Preisen noch ein gutes Einkommen hat, dann sollte man sich vielmehr die Frage stellen, warum das noch keiner macht, wenn es denn so einfach ist.

Das grundsätzliche Problem ist aber wohl, dass viele zu blauäugig an den Aufbau eines eigenen Business ran gehen, speziell wenn es um Handel geht. Das lässt man sich gerne von vermeintlich hohen Margen locken und glaubt, dass man über den Preis erfolgreich wird. Dazu kommt noch, dass die Markteintrittsbarrieren im Onlinebusiness mittlerweile sehr gering sind, da es zahlreiche Servicedienstleistungen drumherum gibt, die einem das Investitionsrisiko bzw. den Aufbau von eigenen Strukturen abnehmen. Dropshipping sei Dank. Prinzipiell kann heute jeder so ein Business von zu Hause aus starten, sei es im Voll- oder Nebenerwerb. Aber es verleitet halt auch dazu, sich viel zu wenig mit dem Markt, den Kunden, dem Geschäftsmodell zu beschäftigen und lieber in Gedanken schon das Geld zu zählen. Und wenn's dann nicht so läuft, wie man sich das ausgemalt hat, dann sind halt schnell die Kunden zu dumm, weil sie entweder nicht bei einem kaufen oder das falsche kaufen oder zu viel zurückschicken oder die gewählten Partner (Lieferanten, Servicedienstleister) ziehen einen mit viel zu hohen Preisen über den Tisch. Alles ein Hinweis darauf, dass die Vorarbeit mangelhaft war.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Eiskalt » Do 27. Jun 2019, 13:20

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(27 Jun 2019, 13:02)

1) Ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln. Ein erfolgreiches, tragfähiges Geschäftsmodell unterscheidet sich in mindestens einem für die Kunden wesentlichen Punkt signifikant vom Wettbewerb. Dieser Punkt ist nicht der Preis. Das ist nichts anderes als der Grund, warum die Kunden bei dir kaufen sollen und nicht beim Wettbewerb.

2) Die Zielgruppe und die Kundenbedürfnisse der Zielgruppe definieren und erfassen. Man sollte also genau wissen, wofür der Kunde letztendlich bereit ist Geld zu bezahlen.

3) Den Wettbewerb nicht für dumm halten. Was aber letztendlich zumindest implizit der Fall ist, wenn man wie du glaubt, dass man immer noch genug verdienen kann, wenn man einfach mal locker 35% billiger anbietet, als der billigste Wettbewerber. Wenn man schon mal auf eine Nische mit vermeintlich hohen Margen stößt, von der man glaubt dass man auch mit deutlich geringeren Preisen noch ein gutes Einkommen hat, dann sollte man sich vielmehr die Frage stellen, warum das noch keiner macht, wenn es denn so einfach ist.

Das grundsätzliche Problem ist aber wohl, dass viele zu blauäugig an den Aufbau eines eigenen Business ran gehen, speziell wenn es um Handel geht. Das lässt man sich gerne von vermeintlich hohen Margen locken und glaubt, dass man über den Preis erfolgreich wird. Dazu kommt noch, dass die Markteintrittsbarrieren im Onlinebusiness mittlerweile sehr gering sind, da es zahlreiche Servicedienstleistungen drumherum gibt, die einem das Investitionsrisiko bzw. den Aufbau von eigenen Strukturen abnehmen. Dropshipping sei Dank. Prinzipiell kann heute jeder so ein Business von zu Hause aus starten, sei es im Voll- oder Nebenerwerb. Aber es verleitet halt auch dazu, sich viel zu wenig mit dem Markt, den Kunden, dem Geschäftsmodell zu beschäftigen und lieber in Gedanken schon das Geld zu zählen. Und wenn's dann nicht so läuft, wie man sich das ausgemalt hat, dann sind halt schnell die Kunden zu dumm, weil sie entweder nicht bei einem kaufen oder das falsche kaufen oder zu viel zurückschicken oder die gewählten Partner (Lieferanten, Servicedienstleister) ziehen einen mit viel zu hohen Preisen über den Tisch. Alles ein Hinweis darauf, dass die Vorarbeit mangelhaft war.


Ja schon alles richtig aber dazu zwei Fragen:

a) Was macht die glauben das mein Unternehmen nicht erfolgreich ist?
b) Was ist denn deine Idee um Retouren entsprechend zu verringern und Fehlbestellungen zu vermeiden, wenn es ein fast gleiches Produkt gibt, dass aber verändert wurde? :)
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Misterfritz » Fr 28. Jun 2019, 06:37

Eiskalt hat geschrieben:(27 Jun 2019, 13:20)

Ja schon alles richtig aber dazu zwei Fragen:

a) Was macht die glauben das mein Unternehmen nicht erfolgreich ist?
b) Was ist denn deine Idee um Retouren entsprechend zu verringern und Fehlbestellungen zu vermeiden, wenn es ein fast gleiches Produkt gibt, dass aber verändert wurde? :)
Kundenberatung,
und zwar mehr oder weniger 24 Stunden am Tag ;)
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon imp » Fr 28. Jun 2019, 06:55

Eiskalt hat geschrieben:(27 Jun 2019, 12:32)

Habe ich schon gemacht.
Habe wie erwähnt die Preise angezogen und lasse nun die Kunden die korrekt handeln, für die Kunden die nicht lesen wollen bezahlen!! :)




Welchen Tipp hast du denn um solche Fehler wie geschildert zu vermeiden?

Wenn gelegentlich fehlbestellende Kunden dein Geschäft signifikant treffen und du erhebliche Aufwände hinein steckst, läuft etwas falsch. Es ist gar nicht zu vermeiden, dass vom Rücksenderecht immer mal wer Gebrauch macht. Der Grund ist dabei nebensächlich. Das muss die Kalkulation genauso aushalten wie gelegentliche Defekte, Transportschäden, Nichtzahler, ausfallende Zulieferer ...

Es ist teilweise die falsche Fragestellung, bestimmte Ausfälle ganz vermeiden zu wollen. Man muss sie aushaltbar machen.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Eiskalt » Fr 28. Jun 2019, 10:17

Misterfritz hat geschrieben:(28 Jun 2019, 06:37)

Kundenberatung,
und zwar mehr oder weniger 24 Stunden am Tag ;)


Jaja es steht ja im Text im Zweifel kontaktieren Sie uns vor dem Kauf
Aber wenn ja keiner vorher kontaktiert und die Beschreibung nicht liest? :)
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Eiskalt » Fr 28. Jun 2019, 10:18

imp hat geschrieben:(28 Jun 2019, 06:55)

Wenn gelegentlich fehlbestellende Kunden dein Geschäft signifikant treffen und du erhebliche Aufwände hinein steckst, läuft etwas falsch. Es ist gar nicht zu vermeiden, dass vom Rücksenderecht immer mal wer Gebrauch macht. Der Grund ist dabei nebensächlich. Das muss die Kalkulation genauso aushalten wie gelegentliche Defekte, Transportschäden, Nichtzahler, ausfallende Zulieferer ...

Es ist teilweise die falsche Fragestellung, bestimmte Ausfälle ganz vermeiden zu wollen. Man muss sie aushaltbar machen.


Ja das sind Sie auch.
Ich habe einen Gewinn nach Steuern von 23 %
Sieht also ganz gut aus.

Mir ging es auch eher um das Prinzip:

Warum sind Leute nicht mehr Willens oder in der Lage eine Beschreibung zu lesen? :?: :)
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon imp » Fr 28. Jun 2019, 11:34

Eiskalt hat geschrieben:(28 Jun 2019, 10:18)

Ja das sind Sie auch.
Ich habe einen Gewinn nach Steuern von 23 %
Sieht also ganz gut aus.

Mir ging es auch eher um das Prinzip:

Warum sind Leute nicht mehr Willens oder in der Lage eine Beschreibung zu lesen? :?: :)

Die Kunden sind so verschieden wie das Leben. In ihrer Wahrnehmung bist du ein Händler von vielen. Einzelne Kunden nehmen vielleicht einfach hin, dass bestimmte Produktgruppen kompliziert sind und man schnell mal das falsche Teil erwischt. Für sie ist es vielleicht die ökonomische oder bequeme Wahl, das einfach hinzunehmen, damit zu leben.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Eiskalt » Fr 28. Jun 2019, 13:58

imp hat geschrieben:(28 Jun 2019, 11:34)

Die Kunden sind so verschieden wie das Leben. In ihrer Wahrnehmung bist du ein Händler von vielen. Einzelne Kunden nehmen vielleicht einfach hin, dass bestimmte Produktgruppen kompliziert sind und man schnell mal das falsche Teil erwischt. Für sie ist es vielleicht die ökonomische oder bequeme Wahl, das einfach hinzunehmen, damit zu leben.


So kann man das auch nennen.

Dann könnte man Leute die sich selbst umbringen, weil Sie eine Anleitung nicht lesen als:
"Durch-Darwin-Ausgeschiedene" nennen?
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon imp » Fr 28. Jun 2019, 14:23

Eiskalt hat geschrieben:(28 Jun 2019, 13:58)

So kann man das auch nennen.

Dann könnte man Leute die sich selbst umbringen, weil Sie eine Anleitung nicht lesen als:
"Durch-Darwin-Ausgeschiedene" nennen?

Wer würde dich daran hindern? Wenn es dich selig macht, nur zu.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Eiskalt » Fr 28. Jun 2019, 16:22

imp hat geschrieben:(28 Jun 2019, 14:23)

Wer würde dich daran hindern? Wenn es dich selig macht, nur zu.


Das bezog sich darauf, dass du offenbar der Ansicht bist, dass es kein Problem ist eine Beschreibung zu lesen.
Wenn selbst das keine Grundvoraussetzung mehr ist, was soll man dann noch von Bürgern erwarten dürfen?
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Adam Smith » Fr 28. Jun 2019, 16:26

imp hat geschrieben:(28 Jun 2019, 11:34)

Die Kunden sind so verschieden wie das Leben. In ihrer Wahrnehmung bist du ein Händler von vielen. Einzelne Kunden nehmen vielleicht einfach hin, dass bestimmte Produktgruppen kompliziert sind und man schnell mal das falsche Teil erwischt. Für sie ist es vielleicht die ökonomische oder bequeme Wahl, das einfach hinzunehmen, damit zu leben.


Es ist einfacher sich im Internet zu informieren, als jetzt einen Kundenberater im Geschäft zu finden. Der einzige Nachteil in Bezug auf Amazon ist halt die Paketzustellung.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon imp » Fr 28. Jun 2019, 17:29

Adam Smith hat geschrieben:(28 Jun 2019, 16:26)

Es ist einfacher sich im Internet zu informieren, als jetzt einen Kundenberater im Geschäft zu finden. Der einzige Nachteil in Bezug auf Amazon ist halt die Paketzustellung.

Ja, der ehemalige Kompetenzvorteil von Fachleuten ist Regaleinräumern gewichen, die bestenfalls noch bei Google checken vorm schwätzen.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon imp » Fr 28. Jun 2019, 17:30

Eiskalt hat geschrieben:(28 Jun 2019, 16:22)

Das bezog sich darauf, dass du offenbar der Ansicht bist, dass es kein Problem ist eine Beschreibung zu lesen.
Wenn selbst das keine Grundvoraussetzung mehr ist, was soll man dann noch von Bürgern erwarten dürfen?

Als Händler solltest du keine Erwartungshaltungen kultivieren. So meine Meinung.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 28. Jun 2019, 17:38

Eiskalt hat geschrieben:(28 Jun 2019, 16:22)

Das bezog sich darauf, dass du offenbar der Ansicht bist, dass es kein Problem ist eine Beschreibung zu lesen.
Wenn selbst das keine Grundvoraussetzung mehr ist, was soll man dann noch von Bürgern erwarten dürfen?


Dazu muss man seine Kunden verstehen und auch wissen wie die ticken. Und es gibt tatsächlich Menschen, die lesen sich die Beschreibung nicht durch. Die wollen sich einfach nicht damit beschäftigen. Warum auch. Wenn es nicht passt, schicken sie es halt zurück. Das sind eigentlich die besten Kunden. Warum? Sind handlungsorientert, entscheiden schnell, vergleichen wenig. Die wollen das vom Tisch haben und sich nicht weiter damit beschäftigen. Die denken in dem Zeitpunkt aber auch nicht daran, dass sie später eventuell mehr Aufwand haben, weil sie es zurückschicken müssen und sich das Teil nochmal neu bestellen müssen. Das haben die überhaupt nicht auf dem Radar.
Natürlich gibt's auch die, die alles genau lesen, das auch nochmal mit anderen Informationen vergleichen, dich eventuell auch noch mit Fragen nerven und letztendlich nicht oder wo anders kaufen. Von denen wird kaum einer die Ware zurückschicken, weil er das falsche bestellt hat. Der würde die Ware aber u.U. zurückschicken, weil (völlig irrelevant für die Funktion) ein andersfarbiges Etikett auf dem Teil klebt als auf dem Produktbild zu sehen war und er der Überzeugung ist und er überzeugt ist, dass er nicht das geschickt bekommen hat, was er bestellt hat.

Daran wirst du nichts ändern können. Die sind nun mal so.
Die Verträge, die ich mit meinen Kunden habe, halte ich bewußt kurz und einfach. Der hat nur zwei Seiten, einfach verständlich sehr klar in der Sprache. Es gibt Leute (für mich unbegreiflich), die lesen sich nicht mal das durch. Der wird einfach unterschrieben. Nur aufgrund des Gesprächs, dass man vorher hatte.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon aleph » Fr 28. Jun 2019, 17:48

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(28 Jun 2019, 17:38)
Daran wirst du nichts ändern können. Die sind nun mal so.
Die Verträge, die ich mit meinen Kunden habe, halte ich bewußt kurz und einfach. Der hat nur zwei Seiten, einfach verständlich sehr klar in der Sprache. Es gibt Leute (für mich unbegreiflich), die lesen sich nicht mal das durch. Der wird einfach unterschrieben. Nur aufgrund des Gesprächs, dass man vorher hatte.

Ich lese mir bei artikeln des täglichen gebrauchs keine zwei seiten Artikelbeschreibung durch.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Eiskalt » Fr 28. Jun 2019, 18:06

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(28 Jun 2019, 17:38)

Dazu muss man seine Kunden verstehen und auch wissen wie die ticken. Und es gibt tatsächlich Menschen, die lesen sich die Beschreibung nicht durch. Die wollen sich einfach nicht damit beschäftigen. Warum auch. Wenn es nicht passt, schicken sie es halt zurück. Das sind eigentlich die besten Kunden. Warum? Sind handlungsorientert, entscheiden schnell, vergleichen wenig. Die wollen das vom Tisch haben und sich nicht weiter damit beschäftigen. Die denken in dem Zeitpunkt aber auch nicht daran, dass sie später eventuell mehr Aufwand haben, weil sie es zurückschicken müssen und sich das Teil nochmal neu bestellen müssen. Das haben die überhaupt nicht auf dem Radar.
Natürlich gibt's auch die, die alles genau lesen, das auch nochmal mit anderen Informationen vergleichen, dich eventuell auch noch mit Fragen nerven und letztendlich nicht oder wo anders kaufen. Von denen wird kaum einer die Ware zurückschicken, weil er das falsche bestellt hat. Der würde die Ware aber u.U. zurückschicken, weil (völlig irrelevant für die Funktion) ein andersfarbiges Etikett auf dem Teil klebt als auf dem Produktbild zu sehen war und er der Überzeugung ist und er überzeugt ist, dass er nicht das geschickt bekommen hat, was er bestellt hat.

Daran wirst du nichts ändern können. Die sind nun mal so.
Die Verträge, die ich mit meinen Kunden habe, halte ich bewußt kurz und einfach. Der hat nur zwei Seiten, einfach verständlich sehr klar in der Sprache. Es gibt Leute (für mich unbegreiflich), die lesen sich nicht mal das durch. Der wird einfach unterschrieben. Nur aufgrund des Gesprächs, dass man vorher hatte.


Darf ich fragen was du beruflich machst?
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Milady de Winter » Fr 28. Jun 2019, 19:29

Warum nimmst Du den Artikel nicht von der Webseite, wenn Du ihn nicht mehr anbieten kannst?
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Eiskalt » Fr 28. Jun 2019, 21:46

Milady de Winter hat geschrieben:(28 Jun 2019, 19:29)

Warum nimmst Du den Artikel nicht von der Webseite, wenn Du ihn nicht mehr anbieten kannst?


Bei einigen habe ich das auch gemacht. Bei anderen wie erwähnt den Preis erhöht.
Verkauft sich immer noch super.
Die anderen bezahlen das mit.

Meine Frage war aber ob das sein muss?
Retouren erzeugen Kosten, Kosten müssen einkalkuliert werden und müssen alle anderen Käufer quasi mitbezahlen.
Und die Frage ist doch:
Ist es wirklich zuviel verlangt eine kurze Beschreibung zu lesen??
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