Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Moderator: Moderatoren Forum 1

Benutzeravatar
Sören74
Beiträge: 4144
Registriert: Mi 30. Jan 2019, 14:30

Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon Sören74 » Mo 10. Jun 2019, 20:43

Hallo, ich bemerke es schon seit Jahren, viele Menschen sind eigentlich mit ihrer persönlichen wirtschaftlichen Situation recht zufrieden. Da mein Bekanntenkreis sich sowohl in Ost wie West befindet, habe ich den Eindruck, dass es unabhängig vom Bundesland ist. Und trotzdem herrscht angeblich große Unzufriedenheit über die Politik. Selbst in den Regionen, wo die AfD bei 20% steht, sind die Menschen eigentlich recht zufrieden. Was ist da los? Es hieß doch mal, wenn die Menschen persönlich zufrieden sind, und ihr Wohlstand wächst, meckert man auch nicht viel über die Politik. Kann es vielleicht sein, dass der Zusammenhang zwischen politische Rahmensetzung und wirtschaftlicher Situation so nicht mehr gesehen wird?
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 26504
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon H2O » Mo 10. Jun 2019, 21:42

@ Sören74

Meine Vermutung: Das Leben einer Mehrheit verläuft ohne Herausforderungen, die man dann bestehen kann und nach deren Bewältigung Menschen sich großartig fühlen. Welches Gemeinschaftsziel wird unserer Gemeinschaft denn abverlangt, wo gibt es die gemeinsame Herausforderung?

Unter solchen Umständen könnte ich mir die Umkehrung der Befindlichkeit vorstellen: Persönliche Lage: unzufrieden, aber die Politik macht Spaß, weist gute Wege in die Zukunft.
Ger9374

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon Ger9374 » Mo 10. Jun 2019, 21:51

Das es viel Unzufriedenheit in der Bevölkerung gibt trotz einer wirtschaftlich nicht schlechten Situation zeigt das die Regierenden heute die Wähler nicht mehr
so wie ehedem mit Wahlgeschenken fangen kann.Wenn Menschen sich und ihre Meinung ignoriert sehen , erfolgt trotz wirtschaftlich ordentlicher persönlicher Lage die retourkutsche mit dem Stimmzettel! Damit können gerade die noch Volksparteien nichts anfangen!
Sie agieren völlig überfordert.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 19272
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon Teeernte » Mo 10. Jun 2019, 21:56

Vermeintlich "unsichere" Zeiten, Bedrohung des Wohlstands.... und eine Politik die voll in den Sturm wendet ....und dabei die Hauptdiesel rausschmeisst...gegen einen Elektroantrieb , den noch keiner gebaut hat.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
Sören74
Beiträge: 4144
Registriert: Mi 30. Jan 2019, 14:30

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon Sören74 » Mo 10. Jun 2019, 21:56

H2O hat geschrieben:(10 Jun 2019, 21:42)
Meine Vermutung: Das Leben einer Mehrheit verläuft ohne Herausforderungen, die man dann bestehen kann und nach deren Bewältigung Menschen sich großartig fühlen. Welches Gemeinschaftsziel wird unserer Gemeinschaft denn abverlangt, wo gibt es die gemeinsame Herausforderung?


Interessante These. Kann durchaus sein, dass es keine richtigen Gemeinschaftsziele mehr gibt. Wobei Aufgaben wie die Energiewende und CO2 einsparen das Potential hätte, als gemeinsames Ziel zu formulieren.

H2O hat geschrieben:Unter solchen Umständen könnte ich mir die Umkehrung der Befindlichkeit vorstellen: Persönliche Lage: unzufrieden, aber die Politik macht Spaß, weist gute Wege in die Zukunft.


Also ich persönlich, wenn man schon wählen müsste, finde es besser, wenn die Menschen mit ihrem Leben zufrieden sind. :)
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 9655
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon Misterfritz » Mo 10. Jun 2019, 22:00

Ger9374 hat geschrieben:(10 Jun 2019, 21:51)

Das es viel Unzufriedenheit in der Bevölkerung gibt trotz einer wirtschaftlich nicht schlechten Situation zeigt das die Regierenden heute die Wähler nicht mehr
so wie ehedem mit Wahlgeschenken fangen kann.Wenn Menschen sich und ihre Meinung ignoriert sehen , erfolgt trotz wirtschaftlich ordentlicher persönlicher Lage die retourkutsche mit dem Stimmzettel! Damit können gerade die noch Volksparteien nichts anfangen!
Sie agieren völlig überfordert.
Wenn es den Menschen wirtschaftlich gut geht, wozu sollte Politik "Geschenke" machen?

Ich glaube eher, dass es die Richtung von H2O eher ist.
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 9655
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon Misterfritz » Mo 10. Jun 2019, 22:04

Sören74 hat geschrieben:(10 Jun 2019, 21:56)

Interessante These. Kann durchaus sein, dass es keine richtigen Gemeinschaftsziele mehr gibt. Wobei Aufgaben wie die Energiewende und CO2 einsparen das Potential hätte, als gemeinsames Ziel zu formulieren.

Aufgaben und Ziele können divergieren.
Wenn ich zerstörte Häuser habe, die wieder aufgebaut werden müssen, dann ist das ein greifbares, sichtbares Ziel. Vor allem ein Ziel, was sofortige Abhilfe schafft.
Klima ist wichtig - aber nicht wirklich wahrnehmbar ;)
Benutzeravatar
Sören74
Beiträge: 4144
Registriert: Mi 30. Jan 2019, 14:30

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon Sören74 » Mo 10. Jun 2019, 22:11

Misterfritz hat geschrieben:(10 Jun 2019, 22:04)

Klima ist wichtig - aber nicht wirklich wahrnehmbar ;)


Deshalb ist es ja auch gut, Klimaschutz zu konkretisieren und greifbare (und begreifbare) Hilfsziele auszugeben. Zum Beispiel Erdöl und Kohle deutlich weniger zum Verbrennen zu nutzen, weil es dafür zu schade ist.
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 9655
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon Misterfritz » Mo 10. Jun 2019, 22:19

Sören74 hat geschrieben:(10 Jun 2019, 22:11)

Deshalb ist es ja auch gut, Klimaschutz zu konkretisieren und greifbare (und begreifbare) Hilfsziele auszugeben. Zum Beispiel Erdöl und Kohle deutlich weniger zum Verbrennen zu nutzen, weil es dafür zu schade ist.
Aber genau das ist der Unterschied.
Man mag wissen, dass die Verbrennung von Sprit nicht gut für's Klima ist - sehen tut man es nicht, jedenfalls nicht, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Wenn ich aber sehe, dass mein oder des Nachbarn Haus kaputtgebombt ist, keiner darin leben kann, dann kann ich das direkt ändern, indem ich Aufbauhilfe leiste. Im besten Fall sehe ich in ein paar Wochen das gute Ergebnis und: Das Ziel ist erreicht.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 19272
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon Teeernte » Mo 10. Jun 2019, 22:23

H2O hat geschrieben:(10 Jun 2019, 21:42)

@ Sören74

Meine Vermutung: Das Leben einer Mehrheit verläuft ohne Herausforderungen, die man dann bestehen kann und nach deren Bewältigung Menschen sich großartig fühlen. Welches Gemeinschaftsziel wird unserer Gemeinschaft denn abverlangt, wo gibt es die gemeinsame Herausforderung?

Unter solchen Umständen könnte ich mir die Umkehrung der Befindlichkeit vorstellen: Persönliche Lage: unzufrieden, aber die Politik macht Spaß, weist gute Wege in die Zukunft.


Spätrömische Dekadenz ? Wenns der Kuh zu gut geht....geht sie aufs Eis ? ? ...... Ich mein nicht.

Für sowas kauft man sich ein Motorrad und fährt dem Sonnenuntergang entgegen... fährt in Griechenland surfen...oder taucht in Ägypten...

Das Popometer bemerkt unruhige Fahrt des Landes.

Der Kapitän//die Mannschaft reißt das Schiff von links nach rechts ....volle Kraft vorwärts ....bis volle Kraft zurück.

Alles was mal SICHER war - kann nun in Sekunden untergehen ...sagt man..

Draussen lassen Leute die Welt untergehen ....früher gab es die atomare Bedrohung......die neue Bedrohung SOLL viel schlimmer sein....und SICHER kommen - die Welt geht unter ...sagt man

Die Digitalisierung kommt und keiner (ausser ein paar Programmierern) hat mehr Arbeit ....sagt man.

Wer "nichts" zu verlieren hat ist für BIM....und WER hat für BOM. >> BIM-BOM...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 26504
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon H2O » Mo 10. Jun 2019, 22:24

Sören74 hat geschrieben:(10 Jun 2019, 22:11)

Deshalb ist es ja auch gut, Klimaschutz zu konkretisieren und greifbare (und begreifbare) Hilfsziele auszugeben. Zum Beispiel Erdöl und Kohle deutlich weniger zum Verbrennen zu nutzen, weil es dafür zu schade ist.


Das Ziel wurde uns in der Schule schon vor fast 70 Jahren vermittelt.... daß es nämlich ein Wahnsinn sei, Rohstoffe einfach zu verheizen. Nur gab es damals gar keine andere Wahl, wenn man im Winter in der Stadt überleben wollte. Inzwischen gibt es Lösungswege, die zwar aufwendig sind, aber unsere Lebensgrundlagen nicht immer weiter vernichten. Und dieser Weg ist doch auch ein ehrgeiziges Ziel!
JFK
Beiträge: 10685
Registriert: Di 13. Jan 2015, 16:19
Wohnort: München

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon JFK » Mo 10. Jun 2019, 22:45

Sören74 hat geschrieben:(10 Jun 2019, 20:43)

Hallo, ich bemerke es schon seit Jahren, viele Menschen sind eigentlich mit ihrer persönlichen wirtschaftlichen Situation recht zufrieden. Da mein Bekanntenkreis sich sowohl in Ost wie West befindet, habe ich den Eindruck, dass es unabhängig vom Bundesland ist. Und trotzdem herrscht angeblich große Unzufriedenheit über die Politik. Selbst in den Regionen, wo die AfD bei 20% steht, sind die Menschen eigentlich recht zufrieden. Was ist da los? Es hieß doch mal, wenn die Menschen persönlich zufrieden sind, und ihr Wohlstand wächst, meckert man auch nicht viel über die Politik. Kann es vielleicht sein, dass der Zusammenhang zwischen politische Rahmensetzung und wirtschaftlicher Situation so nicht mehr gesehen wird?



Zukünftsängte der Menschen würde ich als Hauptfaktor einschätzen, finanzielle Absicherung, wie du schon aufgeführt hast, ist mindestens die Halbe Miete, dann kommen eben noch andere dazu, die mehr oder weniger irrationalen Zukunftsängste, aber keinesweg für das Individuum unbedeutende, das versteifen in die die Ängste zeichnet sich an der dann an der Urne ab.
Das kann Populismus sein Linker, Rechter, Religiöser ect oder aber auch der Klimawandel, wo noch anzumerken wäre, das der Klimawandel keineswegs eine irrationale Zukunftsangst ist, aber auf den Menschen im Alltag wie wirkt.

Misterfritz hat geschrieben:(10 Jun 2019, 22:19)

Aber genau das ist der Unterschied.
Man mag wissen, dass die Verbrennung von Sprit nicht gut für's Klima ist - sehen tut man es nicht, jedenfalls nicht, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Wenn ich aber sehe, dass mein oder des Nachbarn Haus kaputtgebombt ist, keiner darin leben kann, dann kann ich das direkt ändern, indem ich Aufbauhilfe leiste. Im besten Fall sehe ich in ein paar Wochen das gute Ergebnis und: Das Ziel ist erreicht.


MrFritz hat das hier sehr schön verbildlicht.

Ich finde es gut, das wir endlich ein gefühl für Klima und Umwelt entwickelt haben, das auch unsere Zukunftsängste über das monetäre hinaus eine gelangt sind, entscheidend wird er sein, wie andere Völker und Nationen kooperieren.
»Menschen, weigert euch, Feinde zu sein« (Römer 12)
Benutzeravatar
Agesilaos Megas
Beiträge: 881
Registriert: Fr 8. Mai 2015, 12:24
Benutzertitel: Zusammenschließen!

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon Agesilaos Megas » Mo 10. Jun 2019, 23:04

Wenn es euch so gut geht und ihr von der wirtschaftlichen Situation so sehr profitiert, bitte ich euch, euren Lohn abzutreten, indem ihr ihn spendet.

Kinderarmut wächst rasant in Deutschland. Das DKHW braucht jede Unterstützung.

https://www.dkhw.de/schwerpunkte/kinderarmut-in-deutschland/

Alleinerziehende sind massiv von Armut bedroht. Auch ihnen kann unter die Arme gegriffen werden, so z.B.:

https://www.vamv-berlin.de/spenden-fuer-den-vamv/

Es gibt noch viele andere Möglichkeiten. Viele müssen zur Tafel, Jugend- und Altersarmut inbegriffen.

Hut ab für alle, die sich für weniger als 1000€ pro Monat da draußen abschlachten lassen und dafür sorgen, dass die Mittelschicht weiterhin fett bleibt.

"Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen."
gentibus solidaritas, una fit humanitas.
Benutzeravatar
Sören74
Beiträge: 4144
Registriert: Mi 30. Jan 2019, 14:30

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon Sören74 » Mo 10. Jun 2019, 23:26

Agesilaos Megas hat geschrieben:(10 Jun 2019, 23:04)

Wenn es euch so gut geht und ihr von der wirtschaftlichen Situation so sehr profitiert, bitte ich euch, euren Lohn abzutreten, indem ihr ihn spendet.

Kinderarmut wächst rasant in Deutschland. Das DKHW braucht jede Unterstützung.

https://www.dkhw.de/schwerpunkte/kinderarmut-in-deutschland/

Alleinerziehende sind massiv von Armut bedroht. Auch ihnen kann unter die Arme gegriffen werden, so z.B.:

https://www.vamv-berlin.de/spenden-fuer-den-vamv/

Es gibt noch viele andere Möglichkeiten. Viele müssen zur Tafel, Jugend- und Altersarmut inbegriffen.

Hut ab für alle, die sich für weniger als 1000€ pro Monat da draußen abschlachten lassen und dafür sorgen, dass die Mittelschicht weiterhin fett bleibt.

"Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen."


Ich glaube nicht, dass man dieses Problem durch freiwillige Spenden lösen kann, sondern man das politisch lösen muss, auch durch eine steuerliche Umverteilung.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 19272
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon Teeernte » Mo 10. Jun 2019, 23:49

Agesilaos Megas hat geschrieben:(10 Jun 2019, 23:04)

Wenn es euch so gut geht und ihr von der wirtschaftlichen Situation so sehr profitiert, bitte ich euch, euren Lohn abzutreten, indem ihr ihn spendet.

Kinderarmut wächst rasant in Deutschland. Das DKHW braucht jede Unterstützung.

https://www.dkhw.de/schwerpunkte/kinderarmut-in-deutschland/

Alleinerziehende sind massiv von Armut bedroht. Auch ihnen kann unter die Arme gegriffen werden, so z.B.:

https://www.vamv-berlin.de/spenden-fuer-den-vamv/

Es gibt noch viele andere Möglichkeiten. Viele müssen zur Tafel, Jugend- und Altersarmut inbegriffen.

Hut ab für alle, die sich für weniger als 1000€ pro Monat da draußen abschlachten lassen und dafür sorgen, dass die Mittelschicht weiterhin fett bleibt.

"Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen."


Jeder hat SEINE Lebensplanung.

Sagmal - Kinder gibts im LOTTO als Zuteilung ? Alleinerziehende sind massiv von Armut bedroht >>> ist das "Spezialwissen" ? Kein Mädel weiß das ?

An die Autos der Väter gehört ein Aufkleber >> Achtung >> Bezahlt keinen Unterhalt.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
unity in diversity
Beiträge: 8651
Registriert: So 21. Dez 2014, 09:18
Benutzertitel: Nachtfalter
Wohnort: Falena

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon unity in diversity » Di 11. Jun 2019, 01:10

Wenn man das Volk über massive Steuererhöhungen entreichern will, muß man den Leuten zunächst suggerieren, wie gut es ihnen angeblich geht.
Wenn die Entreicherung losgegangen ist, wirft man den Leuten mangelhafte Politikzufriedenheit vor, um Schuldkomplexe zu wecken.
Echt mies, so was!
Solidarität ist möglich, aber dazu muß man die Bevölkerung ehrlich einweihen, wozu die Steuermehreinnahmen konkret eingesetzt werden sollen.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
Benutzeravatar
Agesilaos Megas
Beiträge: 881
Registriert: Fr 8. Mai 2015, 12:24
Benutzertitel: Zusammenschließen!

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon Agesilaos Megas » Di 11. Jun 2019, 11:05

Sören74 hat geschrieben:(10 Jun 2019, 23:26)

Ich glaube nicht, dass man dieses Problem durch freiwillige Spenden lösen kann, sondern man das politisch lösen muss, auch durch eine steuerliche Umverteilung.


Sören74 hat geschrieben:(10 Jun 2019, 20:43)

Hallo, ich bemerke es schon seit Jahren, viele Menschen sind eigentlich mit ihrer persönlichen wirtschaftlichen Situation recht zufrieden.
...
Und trotzdem herrscht angeblich große Unzufriedenheit über die Politik.


Jetzt hast Du Deine Antwort.
gentibus solidaritas, una fit humanitas.
Benutzeravatar
Billie Holiday
Beiträge: 15707
Registriert: Mi 11. Jun 2008, 11:45
Benutzertitel: Mein Glas ist halbvoll.
Wohnort: Schleswig-Holstein, meerumschlungen

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon Billie Holiday » Di 11. Jun 2019, 11:52

Agesilaos Megas hat geschrieben:(10 Jun 2019, 23:04)

Wenn es euch so gut geht und ihr von der wirtschaftlichen Situation so sehr profitiert, bitte ich euch, euren Lohn abzutreten, indem ihr ihn spendet.

Kinderarmut wächst rasant in Deutschland. Das DKHW braucht jede Unterstützung.

https://www.dkhw.de/schwerpunkte/kinderarmut-in-deutschland/

Alleinerziehende sind massiv von Armut bedroht. Auch ihnen kann unter die Arme gegriffen werden, so z.B.:

https://www.vamv-berlin.de/spenden-fuer-den-vamv/

Es gibt noch viele andere Möglichkeiten. Viele müssen zur Tafel, Jugend- und Altersarmut inbegriffen.

Hut ab für alle, die sich für weniger als 1000€ pro Monat da draußen abschlachten lassen und dafür sorgen, dass die Mittelschicht weiterhin fett bleibt.

"Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen."


Mir geht es ganz gut, weil ich arbeiten gehe und mir mein Gehalt gut einteilen kann. Von meinem erarbeiteten Gehalt, das bei Steuerklasse 1 noch übrig bleibt, spende ich keinen Cent außerhalb meines Beitrages an den THW. Würde ich mein Gehalt spenden, würde es mir nicht mehr gut gehen, obwohl ich morgens zum Arbeiten aus den Federn steige.
:D


Jupp, die fette Mittelschicht.....
https://www.welt.de/finanzen/article195 ... hicht.html

:x
Zuletzt geändert von Billie Holiday am Di 11. Jun 2019, 13:27, insgesamt 1-mal geändert.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
K. Kinski
Benutzeravatar
ThorsHamar
Beiträge: 24235
Registriert: Di 19. Mai 2009, 22:53
Benutzertitel: Jury Jury
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon ThorsHamar » Di 11. Jun 2019, 12:46

Teeernte hat geschrieben:(10 Jun 2019, 21:56)

Vermeintlich "unsichere" Zeiten, Bedrohung des Wohlstands.... und eine Politik die voll in den Sturm wendet ....und dabei die Hauptdiesel rausschmeisst...gegen einen Elektroantrieb , den noch keiner gebaut hat.


cool geschrieben! :thumbup:
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
Eric Arthur Blair
Benutzeravatar
BlueMonday
Beiträge: 2235
Registriert: Mo 14. Jan 2013, 17:13
Benutzertitel: Waldgänger&Klimaoptimist

Re: Persönliche wirtschaftliche Situation=gut, Zufriedenheit mit der Politik=schlecht

Beitragvon BlueMonday » Di 11. Jun 2019, 13:38

Man muss bedenken, dass Steuern bzw. Abgaben etwas Erzwungenes sind. Und Zwang ist immer etwas "Unerfreuliches". Man verliert letztlich Kontrolle. Die Ohnmacht wächst. Und je größer der öffentliche Raum ist, also die politische Sphäre desto größer die Konflikte, Verteilungskämpfe und die Wahrscheinlichkeit unzufrieden zu sein mit dem Ausgangs dieses ewigen politischen Umverteilungsk(r)ampfes. Weniger wäre da wie so oft mehr.
But who would build the roads?

Zurück zu „1. Wirtschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast