Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

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Wähler
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Wähler » Fr 22. Nov 2019, 06:27

Wähler hat geschrieben:(21 Nov 2019, 17:46)
Die Giralgeldmenge erhöht sich immer nur durch eine Aktiv-Passiv-Mehrung der Summe aller Bankenbilanzen. Die EZB kauft Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen mit Zentralbankgeld von Banken. Nichtbanken, mit Ausnahme des Staates, haben kein Konto bei der Zentralbank. Nur bei Neuemissionen von Staatsanleihen spielt das Zentralbankgeldkonto des Staates eine technische Rolle. Die Zentralbank kann also die Geschäftsbanken nicht dazu zwingen, mehr Kredite durch Bilanzverlängerung zu vergeben.

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(21 Nov 2019, 18:09)
Ich denke das ist nicht korrekt. In meinem Verständnis (aber vielleicht liege ich da auch falsch) erfolgt der Ankauf von Anleihen über Neuemission von Zentralbankgeld (Geldschöpfung durch Ankauf von Aktiva). Anders wäre das ja auch nicht möglich. Dadurch steigen, ohne dass die Geschäftsbanken das beeinflussen könnten, die Zentralbankguthaben der Geschäftsbanken. In Verbindung mit den negativen Zinsen entstehen dadurch Verluste bei den Geschäftsbanken. Dadurch steigt der Druck auf die Geschäftsbanken Kredite zu vergeben um eben diese Verluste zu kompensieren.

Die Negativzinsen sind in der Tat ein Problem für die Akzeptanz des gesamten Geldsystems. Die Geschäftsbanken können sie nicht einfach an ihre Privatkunden weiterreichen, ohne eine steigende Abhebung von Bargeld zu riskieren. Für kleine und mittelständische Unternehmen könnte es allerdings sehr ungemütlich werden. Die großen Unternehmen können sich ja verstärkt über Unternehmensanleihen und den Aktienmarkt mit Kapital versorgen.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Skull » Fr 22. Nov 2019, 07:12

Wähler hat geschrieben:(22 Nov 2019, 06:27)

Die Negativzinsen sind in der Tat ein Problem für die Akzeptanz des gesamten Geldsystems.

Die Geschäftsbanken können sie nicht einfach an ihre Privatkunden weiterreichen, ohne eine steigende Abhebung von Bargeld zu riskieren.

Für kleine und mittelständische Unternehmen könnte es allerdings sehr ungemütlich werden. Die großen Unternehmen können sich ja verstärkt über Unternehmensanleihen und den Aktienmarkt mit Kapital versorgen.

Verstehe den Bezug dieser Absätze zueinander nicht. Im ersten geht es um Anleger. (drohender Negativzins).

Im zweiten geht es um Kreditaufnahmen. Da sollten die Banken doch froh sein,
über jeden Kredit, den sie dort vergeben können.

Warum sollte es also für kleine und mittelständige Unternehmen durch den Negativzins ungemütlich werden ?

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Re: Geldvermehrung

Beitragvon Skull » Fr 22. Nov 2019, 07:28

Atue001 hat geschrieben:(22 Nov 2019, 00:43)

Doch - Spekulation vernichtet GeldWERT.

Denn du bekommst für dein Geld weniger Anteile als es ohne Spekulation möglich wäre.

??? :p

Für das Geld welches der Verkäufer erhält, bekommt DER aber mehr Geld.

Der Käufer von Aktien kann also nur 9000 Aktien statt 10.000 Aktien kaufen.
Der Verkäufer erhält für seine 10.000 Aktien aber MEHR Geld und kann sich nun sogar MEHR Sachwerte kaufen.

Die Aktienanzahl der AG im Markt bleibt aber gleich. Und die Geldmenge ebenfalls.
Nur der (fiktive) Geld-Wert von Aktien hat sich ERHÖHT.

DU machst daraus eine Geldwertvernichtung. :?:


Ich verstehe also solche (Deine) verquerten Betrachtungen nicht.

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Re:

Beitragvon Adam Smith » Fr 22. Nov 2019, 07:46

Atue001 hat geschrieben:(22 Nov 2019, 00:43)

Doch - Spekulation vernichtet GeldWERT. Denn du bekommst für dein Geld weniger Anteile als es


Daran liegt es also, dass der Dollar nichts wert ist und nirgendwo akzeptiert wird. Die Spekulanten in den USA sorgen dafür. Aus dem Grund geht es den USA auch so schlecht. Es hat keinen Einfluss und auch sonst ist nichts los. Hätten sie es vor 250 Jahren mal anders begonnen hätte aus dem Land vielleicht was werden können.

Und mit dem Thema hat das natürlich zu tun. Wenn wir erst einmal erkennen wieso der US-Dollar nichts wert ist, können wir darauf reagieren und die Spekulation verbieten.
Das ist Kapitalismus:

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Re: Rezession, eine Chance damit Soziale Aufgaben auf das Notwendigste beschränkt werden !?

Beitragvon Realist2014 » Fr 22. Nov 2019, 09:47

Atue001 hat geschrieben:(22 Nov 2019, 00:43)

Doch - Spekulation vernichtet GeldWERT. Denn du bekommst für dein Geld weniger Anteile als es ohne Spekulation möglich wäre.

.


Irgendwie scheinst du bei Aktien ( als Beispiel) von irgendeinem "realen, absoluten, tatsächlichen Wert" auszugehen.

Denn gibt es aber NICHT

Auch nicht bei Immobilien oder Grundstücken.


Es gibt immer nur einen MARKTWERT zu einem Zeitpunkt X.
Das ist DER Wert, denn die KÄUFER dafür bezahlen.

Wobei schon der Begriff "Spekulation" eine irreführender ist


Da JEDE unternehmerische Investition ja mit dem Ziel, GEWINNE zu erzielen erfolgt, ist der ganze Kapitalismus so gesehen "Spekulation"....
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Re: Rezession, eine Chance damit Soziale Aufgaben auf das Notwendigste beschränkt werden !?

Beitragvon BlueMonday » Fr 22. Nov 2019, 14:14

Atue001 hat geschrieben:(22 Nov 2019, 00:43)

Doch - Spekulation vernichtet GeldWERT. Denn du bekommst für dein Geld weniger Anteile als es ohne Spekulation möglich wäre.


Kaufkraft des Geldes nennt sich das auch. Wenn für ein Gut der Geldpreis steigt (= Kaufkraft der Geldeinheit für dieses Gut sinkt) und die Geldmenge nicht künstlich aufgepumpt wird, dann sinken potentiell die Geldpreise für andere Güter(=Kaufkraft der Geldeinheit für diese Güter steigt). Das ist letztlich die Pointe von Geldpreisen: eine Wertrelation zwischen verschiedensten Gütern abzubilden.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Wähler » Fr 22. Nov 2019, 16:00

Wähler hat geschrieben:(22 Nov 2019, 06:27)
Die Negativzinsen sind in der Tat ein Problem für die Akzeptanz des gesamten Geldsystems. Die Geschäftsbanken können sie nicht einfach an ihre Privatkunden weiterreichen, ohne eine steigende Abhebung von Bargeld zu riskieren. Für kleine und mittelständische Unternehmen könnte es allerdings sehr ungemütlich werden. Die großen Unternehmen können sich ja verstärkt über Unternehmensanleihen und den Aktienmarkt mit Kapital versorgen.

Skull hat geschrieben:(22 Nov 2019, 07:12)
Verstehe den Bezug dieser Absätze zueinander nicht. Im ersten geht es um Anleger. (drohender Negativzins).
Im zweiten geht es um Kreditaufnahmen. Da sollten die Banken doch froh sein,
über jeden Kredit, den sie dort vergeben können.
Warum sollte es also für kleine und mittelständige Unternehmen durch den Negativzins ungemütlich werden ?

Haben kleine und mittlere Unternehmen keine Girokonten, die unter Negativzinsen leiden würden?
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Skull » Fr 22. Nov 2019, 17:19

Wähler hat geschrieben:(22 Nov 2019, 16:00)

Haben kleine und mittlere Unternehmen keine Girokonten, die unter Negativzinsen leiden würden?

Da sehe ich kein grosses Problem. Und wenn aber...verstehe ich immer noch nicht Deinen Bezug:
Wähler hat geschrieben:(22 Nov 2019, 06:27)

Für kleine und mittelständische Unternehmen könnte es allerdings sehr ungemütlich werden.
Die großen Unternehmen können sich ja verstärkt über Unternehmensanleihen und den Aktienmarkt mit Kapital versorgen.

Du schreibst da doch von Kreditaufnahmen. Liquiditätsbeschaffung ! Nicht von Liquiditätsüberschüssen.

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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Wähler » Fr 22. Nov 2019, 17:39

Skull hat geschrieben:(22 Nov 2019, 17:19)
Da sehe ich kein grosses Problem. Und wenn aber...verstehe ich immer noch nicht Deinen Bezug:
Du schreibst da doch von Kreditaufnahmen. Liquiditätsbeschaffung ! Nicht von Liquiditätsüberschüssen.

Wahrscheinlich weiß ich zu wenig über die Beziehung eines kleinen Unternehmens zu seiner Hausbank. Wartet die Hausbank einfach solange, bis das Unternehmen einen Kredit nachfragt. Wie geht die Hausbank damit um, dass sie Negativzinsen bei der Zentralbank zahlen muss, sie aber offenbar kaum weitergeben kann. Weiter oben hieß es, dass die EZB die Geschäftsbanken durch Negativzinsen zur vermehrten Kreditvergaben drängt. Das kann ich mir irgendwie schlecht vorstellen. Daher sehe ich Negativzinsen eher problematisch.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Europa2050 » Fr 22. Nov 2019, 17:50

Wähler hat geschrieben:(22 Nov 2019, 17:39)

Wahrscheinlich weiß ich zu wenig über die Beziehung eines kleinen Unternehmens zu seiner Hausbank. Wartet die Hausbank einfach solange, bis das Unternehmen einen Kredit nachfragt. Wie geht die Hausbank damit um, dass sie Negativzinsen bei der Zentralbank zahlen muss, sie aber offenbar kaum weitergeben kann. Weiter oben hieß es, dass die EZB die Geschäftsbanken durch Negativzinsen zur vermehrten Kreditvergaben drängt. Das kann ich mir irgendwie schlecht vorstellen. Daher sehe ich Negativzinsen eher problematisch.


Ich kann Dir sagen, dass die Negativzinsen für die Banken - angefangen bei der kleinen Raiffeisenbank bis hin zur Commerzbank absolut Gift sind.

Geld lässt sich in der Tat nur noch mit Krediten verdienen, egal ob Geschäfts- oder Privatkunden. (In geringem Maß auch noch mit Dienstleistungen, aber in Deutschland muss ja alles umsonst sein ...). Da ist die Zinshöhe fast schon sekundär, Hauptsache die Liquidität nicht zur BuBa.

Das Problem sind dann aber die Risiken, die die Bank sich einkauft. Das Potential an seriösen Kreditnehmern ist eben auch endlich. Und in den letzten Jahrzehnten hat die Aufsicht mit massiven Maßnahmen darauf gedrängt (Stresstests), Risiken aus der Bilanz raus zu bringen. Deswegen sind die Banken trotz Liquiditätsschwemme nach wie vor eher defensiv ...
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Realist2014 » Fr 22. Nov 2019, 18:00

Wähler hat geschrieben:(22 Nov 2019, 17:39)

Wahrscheinlich weiß ich zu wenig über die Beziehung eines kleinen Unternehmens zu seiner Hausbank. Wartet die Hausbank einfach solange, bis das Unternehmen einen Kredit nachfragt. Wie geht die Hausbank damit um, dass sie Negativzinsen bei der Zentralbank zahlen muss, sie aber offenbar kaum weitergeben kann. Weiter oben hieß es, dass die EZB die Geschäftsbanken durch Negativzinsen zur vermehrten Kreditvergaben drängt. Das kann ich mir irgendwie schlecht vorstellen. Daher sehe ich Negativzinsen eher problematisch.



Die Hausbank muss für ihre "Einlagen" bei der EZB Negativzinsen zahlen. Das betrifft auch die durch Sparguthaben regulatorisch vorgeschriebenenen Einlagen dieser Guthaben bei der EZB.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Skull » Fr 22. Nov 2019, 18:05

Europa2050 hat geschrieben:(22 Nov 2019, 17:50)

Das Problem sind dann aber die Risiken, die die Bank sich einkauft. Das Potential an seriösen Kreditnehmern ist eben auch endlich.

Und in den letzten Jahrzehnten hat die Aufsicht mit massiven Maßnahmen darauf gedrängt (Stresstests), Risiken aus der Bilanz raus zu bringen.

Deswegen sind die Banken trotz Liquiditätsschwemme nach wie vor eher defensiv ...

Und genau darauf weise ich immer wieder (sehr gerne) hin.

Die Politik, die Gesellschaft und die Zentralbank möchte gerne und drängt die Banken seit zehn Jahren

-Risiken aus den Bilanzen zu reduzieren
-Eigenkapital zu erhöhen
-Kreditvergabe auszuweiten
-Profitabiltät zu erhöhen

Finde den (die) Fehler und deren Widersprüche. :D

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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 22. Nov 2019, 18:13

Wähler hat geschrieben:(22 Nov 2019, 17:39)

. Weiter oben hieß es, dass die EZB die Geschäftsbanken durch Negativzinsen zur vermehrten Kreditvergaben drängt. Das kann ich mir irgendwie schlecht vorstellen. Daher sehe ich Negativzinsen eher problematisch.


Natürlich, darum geht's doch. Was wäre denn sonst der Grund?
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Europa2050 » Fr 22. Nov 2019, 18:15

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(22 Nov 2019, 18:13)

Natürlich, darum geht's doch. Was wäre denn sonst der Grund?


... die Entschuldung der Staaten (Bzw. bei den Südeuropäern die Vermeidung des Staatsbankrottes).
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Realist2014 » Fr 22. Nov 2019, 18:18

Europa2050 hat geschrieben:(22 Nov 2019, 18:15)

... die Entschuldung der Staaten (Bzw. bei den Südeuropäern die Vermeidung des Staatsbankrottes).



Das ist der Nebeneffekt.

Das gehört ja NICHT zu den Aufgaben der EZB....
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Skull » Fr 22. Nov 2019, 19:20

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(22 Nov 2019, 18:13)

Natürlich, darum geht's doch.

Was wäre denn sonst der Grund?

Wie wäre es mit ... Staatsfinanzierung und Staatsanleihen.


Speziell südeuropäische. Da schlummern immer noch grosse Bestände in den Bank-Bilanzen.
Und die Staaten werden nicht von Zinsaufwendungen erdrückt.

Realist2014 hat geschrieben:(22 Nov 2019, 18:18)

Das gehört ja NICHT zu den Aufgaben der EZB....

Offiziell nicht. Praktisch eben doch.

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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Realist2014 » Fr 22. Nov 2019, 20:15

Skull hat geschrieben:(22 Nov 2019, 19:20)

Offiziell nicht. Praktisch eben doch.

mfg



Ich würde das als "positiven Kollateralschaden" bezeichnen...

Wie eben die Null-Sparzinsen als einen negativen.... :|
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Skull » Fr 22. Nov 2019, 20:59

Realist2014 hat geschrieben:(22 Nov 2019, 20:15)

Ich würde das als "positiven Kollateralschaden" bezeichnen...

Ich sehe das anders. Das ist nicht der Nebeneffekt, sondern der Zweck der Nullzinspolitik.
Um das Bankensystem und den Euro damit zu stabilsieren.

Und sich (den risikobehafteten Banken) weiter Zeit zu erkaufen.

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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Realist2014 » Fr 22. Nov 2019, 21:06

Skull hat geschrieben:(22 Nov 2019, 20:59)

Ich sehe das anders. Das ist nicht der Nebeneffekt, sondern der Zweck der Nullzinspolitik.
Um das Bankensystem und den Euro damit zu stabilsieren.

Und sich (den risikobehafteten Banken) weiter Zeit zu erkaufen.

mfg


Meine Aussage bezog sich ja auf die Staatsanleihen...

Aber was der der liebe Herr Draghi so alles damit bezwecken wollte..

Seine Aussage:

"We will do everything....." lässt natürlich auch diese Schlusssfolgerung zu....
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Wähler » Sa 23. Nov 2019, 08:06

Finanzszene 18. November 2019 Negativzinsen sind bei Firmenkunden jetzt „übliche Praxis“
https://www.finanz-szene.de/banking/ban ... tivzinsen/
"Dass 58% der Banken angeben, dass sie Negativzinsen bei Firmenkunden durchsetzen können (und sie für 79% der Volumens stehen), bedeutet zwar nicht direkt, dass auch 79% des gesamten Firmen-Einlagenvolumens mit Negativzinsen belegt sind."
Wenn die Negativzinsen höher werden, wechseln dann mehr Firmen- oder Privatkunden ihre Hausbank?
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