Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

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Sybilla
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Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Sybilla » Di 19. Feb 2019, 10:55

Oft sind bei sozialpolitischen Forderungen zur Bekämpfung von Armut Argumente zu lesen, dass die Bekämpfung der Armut zwar ein wichtiges politisches Ziel sei aber das Geld dafür müsse erst einmal "erarbeitet" werden, damit es verteilt werden kann.

Hingen die Geld für die Rettung von systemrelevanten Banken schlicht und einfach geschöpft also gedruckt wird. Mancher meint dass  sind nur Bits und Bytes aber das ist der "Bitcoin" auch und anhand der "digitalen Währung"​ wird für jeden klar ersichtlich, dass es sich auch bei "digitalen Währungen" also auch bei Bits und Bytes um Geld geht dass der Realwirtschaft zur Verfügung steht oder nicht, dass ein Wert gewinnen kann oder seinen Wert verlieren kann, Im Fall des Bitcoin ​​war das aufgrund seiner geringer Akzeptanz ein kleineres Problem für die Weltwirtschaft im Falle der € Bits und Bytes wird das ein immer größeres Problem für die Weltwirtschaft. Die Verwerfungen in der Handelsbilanz zwischen der EU den USA und der EU und China sind ein starkes Indiz dafür das der € langsam aber sicher aus den Gleis springt,

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​Draghi bringt die Geld-Kanone in Stellung: Jetzt muss EZB wieder Banken retten​​

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​Milliardenhilfe für Banken Draghi bringt die Geld-Kanone in Stellung: Jetzt muss EZB wieder Banken retten

Also dann Gute Nacht Deutschland? Und die Verantwortliche Nomenklatur sitzt einfach nur da, erhöht sich die "Diäten" auf einen fünfstelligen Betrag und meint wie immer "wir schaffen das" wenn nicht Pech, habe die anderen Menschen eben Pech gehabt oder schlechte Lebensentscheidungen getroffen oder.......
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Skull » Di 19. Feb 2019, 10:58

Da scheint jemand nicht zu verstehen, was Geld ist, wenn man Geld „ausgibt“
(Ansprüche des BIP verteilt)

und

temporäre Liquidititätschaffung und Versorgung des Geldsystems zwecks Stabilität.

Wenn Zentralbanken ... Banken unter die Arme greifen oder gar retten...

ist das in keinster Weise mit Ausgaben des Staates -für was auch immer- zu vergleichen. :)

mfg
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Sybilla » Di 19. Feb 2019, 11:21

Skull hat geschrieben:(19 Feb 2019, 10:58)

Da scheint jemand nicht zu verstehen, was Geld ist, wenn man Geld „ausgibt“
(Ansprüche des BIP verteilt)

und

temporäre Liquidititätschaffung und Versorgung des Geldsystems zwecks Stabilität.

Wenn Zentralbanken ... Banken unter die Arme greifen oder gar retten...

ist das in keinster Weise mit Ausgaben des Staates -für was auch immer- zu vergleichen. :)

mfg


"Autsch"

Ja jemand scheint das wirklich nicht zu verstehen, zum Glück gibt es Wiki dort wird alles in einfachen Worten erklärt, dann versteht es nahezu jeder das Geld nicht vom Himmel fällt oder folgenlos geschöpft werden kann

Euro-Rettungsschirm Anteiliges finanzielles Risiko für die Bundesrepublik Deutschland

Detailreiter kann dass jeder in den Verträgen zum Europäischer Finanzstabilisierungsmechanismus (EFSM) Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF)
und zum Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) basierend auf „Vertrag zur Einrichtung des europäischen Stabilitätsmechanismus“ nachlesen. Ist zwar mit Arbeit und Aufwand verbunden aber lesen bildet und macht klug.

Also nicht all zu schnell in Tasten tippen....
Zuletzt geändert von Sybilla am Di 19. Feb 2019, 12:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon z4ubi » Di 19. Feb 2019, 12:14

Sybilla hat geschrieben:(19 Feb 2019, 10:55)

Oft sind bei sozialpolitischen Forderungen zur Bekämpfung von Armut Argumente zu lesen, dass die Bekämpfung der Armut zwar ein wichtiges politisches Ziel sei aber das Geld dafür müsse erst einmal "erarbeitet" werden, damit es verteilt werden kann.


Solange in unserer Demokratie Politiker gewählt werden, die diese Ansicht vertreten, werden eben die Gelder für Armutsbekämpfung an solche Bedingungen gebunden.
Eine ökonomische Notwendigkeit besteht natürlich nicht, diese Mittel von "erarbeitetem" Geld abhängig zu machen. Es ist eben eine politische Frage.

Die EZB dagegen versucht nichts anderes als den Euro am Leben zu erhalten. Sie wird ihrere Aufgabe wenigstens gerecht. Für Armutsbekämpfung und soziale Gerechtigkeit ist sie nicht zuständig.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon franktoast » Di 19. Feb 2019, 12:47

Sybilla hat geschrieben:(19 Feb 2019, 10:55)

Oft sind bei sozialpolitischen Forderungen zur Bekämpfung von Armut Argumente zu lesen, dass die Bekämpfung der Armut zwar ein wichtiges politisches Ziel sei aber das Geld dafür müsse erst einmal "erarbeitet" werden, damit es verteilt werden kann.

Hingen die Geld für die Rettung von systemrelevanten Banken schlicht und einfach geschöpft also gedruckt wird. Mancher meint dass  sind nur Bits und Bytes aber das ist der "Bitcoin" auch und anhand der "digitalen Währung"​ wird für jeden klar ersichtlich, dass es sich auch bei "digitalen Währungen" also auch bei Bits und Bytes um Geld geht dass der Realwirtschaft zur Verfügung steht oder nicht, dass ein Wert gewinnen kann oder seinen Wert verlieren kann, Im Fall des Bitcoin ​​war das aufgrund seiner geringer Akzeptanz ein kleineres Problem für die Weltwirtschaft im Falle der € Bits und Bytes wird das ein immer größeres Problem für die Weltwirtschaft. Die Verwerfungen in der Handelsbilanz zwischen der EU den USA und der EU und China sind ein starkes Indiz dafür das der € langsam aber sicher aus den Gleis springt,

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Also dann Gute Nacht Deutschland? Und die Verantwortliche Nomenklatur sitzt einfach nur da, erhöht sich die "Diäten" auf einen fünfstelligen Betrag und meint wie immer "wir schaffen das" wenn nicht Pech, habe die anderen Menschen eben Pech gehabt oder schlechte Lebensentscheidungen getroffen oder.......


Worauf willst du eigentlich hinaus? Soll Geld für die Armen gedruckt werden. Das könnte so gut wie in Venezuela klappen. Geld repräsentiert ja immer reale Ressourcen. Dein 100€ Schein in deinem Geldbeutel oder auf deinem Bankkonto entspricht anderen Gütern im Wert von 100€. Das könnten 113US-Dollar sein, oder 60 Liter Milch, oder eine SAP-Aktie, oder 10 Tage ein WG-Zimmer mieten oder ein halbes Jahr eine KFZ-Versicherung zu haben.
Per Knopfdruck könnte man reale Ressourcen nicht einfach vermehren. Es gäbe nicht mehr Milch oder WG-Zimmer.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Andreas50 » Di 19. Feb 2019, 13:04

Solange es keine Bank gibt, die unabhängig vom Bankenkartell der Industrie für das Volk im Staat das Geld selbst herstellt, solange bleibt die Regierung von der Industrie erpressbar. Die Industrie droht einfach mit Abwanderung, oder Entlassung von tausenden Arbeitnehmern und schon (müssen) springen die Politiker wie die Hasen.
"E. normaler Staat ist, die Regierung hat ihre eigene Bank, die Regierungsbank, die das Geld druckt das unter der Bevölkerung verteilt wird. E. falsches System ist, die Regierung leiht das Geld bei Banken.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Skull » Di 19. Feb 2019, 15:42

Sybilla hat geschrieben:(19 Feb 2019, 11:21)

"Autsch"

Ja jemand scheint das wirklich nicht zu verstehen,
zum Glück gibt es Wiki dort wird alles in einfachen Worten erklärt,

dann versteht es nahezu jeder das Geld nicht vom Himmel fällt oder folgenlos geschöpft werden

Zum Glück brauche ICH wiki nicht.

Ich hatte weder von folgenlos, noch vom Himmel geschrieben. :)

ICH weiss definitiv, wie diese Mechanismen funktionieren bzw. funktionieren sollen.

(Fehlende) Ausgaben von Sozialsystemen seitens des Staates
mit geldpolitische Massnahmen von Zentralbanken
in Bezug zu setzen...

ist albern.

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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon franktoast » Di 19. Feb 2019, 15:48

Andreas50 hat geschrieben:(19 Feb 2019, 13:04)

Solange es keine Bank gibt, die unabhängig vom Bankenkartell der Industrie für das Volk im Staat das Geld selbst herstellt, solange bleibt die Regierung von der Industrie erpressbar. Die Industrie droht einfach mit Abwanderung, oder Entlassung von tausenden Arbeitnehmern und schon (müssen) springen die Politiker wie die Hasen.

Warum gibt es bei Banken oder der Industrie eigentlich Pleiten, wenn die doch alle bzw. "die Industrie" an einem Strang ziehen?
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon franktoast » Di 19. Feb 2019, 15:55

z4ubi hat geschrieben:(19 Feb 2019, 12:14)

Solange in unserer Demokratie Politiker gewählt werden, die diese Ansicht vertreten, werden eben die Gelder für Armutsbekämpfung an solche Bedingungen gebunden.
Eine ökonomische Notwendigkeit besteht natürlich nicht, diese Mittel von "erarbeitetem" Geld abhängig zu machen. Es ist eben eine politische Frage.

Also wenn du Wurstbrote verteilen willst, dann muss es diese Wurstbrote auch geben. Das ist eine "ökonomische" Notwendigkeit. Letztlich ist es eine Verteilungsfrage, wer was vom BIP abbekommt und eine Erzeugungsfrage: Wer welches BIP erzeugt. Wenn man mehr erzeugt, kann man auch mehr verteilen. Wenn jemand die Hälfte des Kuchens herstellt und nur die Viertel bekommt, dann kann man sich beschweren. Warum bekommt der ein Viertel und andere viel weniger?? Aber wenn jemand 1/100 bekommt, aber nur 1/200 hergestellt, kann der sich beschweren?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Wähler » Di 19. Feb 2019, 17:17

Sybilla hat geschrieben:(19 Feb 2019, 10:55)
Hingen die Geld für die Rettung von systemrelevanten Banken schlicht und einfach geschöpft also gedruckt wird.
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​Milliardenhilfe für Banken Draghi bringt die Geld-Kanone in Stellung: Jetzt muss EZB wieder Banken retten

Hier im Forum wurde schon viel über die Geldpolitik der EZB, die Target-II-Salden und das Geldsystem mit seinen zwei Geldkreisläufen diskutiert.
Die Geldpolitik der EZB unterscheidet sich wenig von den der anderen großen Nationalbanken.
Der sogenannte kleine Mann kann sich vor den negativen Folgen des globalisierten Finanzkapitalismus eigentlich nur schützen, wenn er, zum Beispiel in Form von Wohnungsbaugenossenschaften in regionale reale Wirtschaftskreisläufe eingebunden ist.
Sinnvoll wäre es auch, über einen deutschen Staatsfonds zur Altersvorsorge, wie ihn die skandinavischen Nationalstaaten bereits pflegen, zu diskutieren, als Alternative für privates Aktienfondsratensparen.
Bei diesem Thema ist die Gefahr leider groß, in rein ideologische Grundsatzdebatten zu verfallen.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon z4ubi » Di 19. Feb 2019, 17:20

franktoast hat geschrieben:(19 Feb 2019, 12:47)
Per Knopfdruck könnte man reale Ressourcen nicht einfach vermehren. Es gäbe nicht mehr Milch oder WG-Zimmer.

Die Armut in Deutschland ergibt sich aber nicht wesentlich daraus, dass generell zu wenig Ressourcen verfügbar sind. Milch, Wurst, Schultaschen, Sportschuhe, Musikinstrumente sind beispielsweise genug da (die Liste ist lang).
Finanzielle Unterstützung ärmerer Schichten kann dazu führen, dass ihr Stück vom Küchen etwas größer wird und möglicherweise das Wachstum des Kuchens sogar ankurbeln.


Andreas50 hat geschrieben:(19 Feb 2019, 13:04)
Solange es keine Bank gibt, die unabhängig vom Bankenkartell der Industrie für das Volk im Staat das Geld selbst herstellt, solange bleibt die Regierung von der Industrie erpressbar. Die Industrie droht einfach mit Abwanderung, oder Entlassung von tausenden Arbeitnehmern und schon (müssen) springen die Politiker wie die Hasen.

In modernen Geldsystemen ist das doch bereits jetzt möglich. Geld ist nicht mehr an Gold gebunden.
Wir haben jetzt "unabängiges, staatliches" Geld. Ja, Staaten in der Eurozone können ihre Anleihen nur an Banken ausgeben. Die Banken aber müssen die Anleihen mit Zentralbankgeld von der EZB kaufen! In anderen Staaten kann sich der Staat sogar direkt bei der eigenen Zentralbank das Geld besorgen.

Der Erpressbarkeit kann man entgegenwirken, indem man über ein so gutes Bildungssystem verfügt, auf dessen Arbeitskräfte die Industrie dann nur ungern verzichtet.
Und wenn es hart auf hart kommt, soll sich der Staat eben ausreichend Anteilsrechte an den Unternhemen besorgen, um Wirtschaftsflucht zu verhindern ;)
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon franktoast » Di 19. Feb 2019, 17:40

z4ubi hat geschrieben:(19 Feb 2019, 17:20)
Die Armut in Deutschland ergibt sich aber nicht wesentlich daraus, dass generell zu wenig Ressourcen verfügbar sind. Milch, Wurst, Schultaschen, Sportschuhe, Musikinstrumente sind beispielsweise genug da (die Liste ist lang).

Woraus ziehst du deine Weisheit? Wenn du den Konsum der Reichsten aufteilst, dann hat die breite Masse nen Fliegenschiss mehr. Fabriken etc. kannst du nicht als Konsumgüter verteilen.

Finanzielle Unterstützung ärmerer Schichten kann dazu führen, dass ihr Stück vom Küchen etwas größer wird und möglicherweise das Wachstum des Kuchens sogar ankurbeln.

Ich wüsste nicht, warum. Diese Superreichen konsumieren ja relativ zur Gesamtwirtschaft ja ziemlich wenig. Also müsstest du von der oberen bis unteren Mittelschicht umverteilen, um eine spürbare Wirkung zu erzielen. Und warum erreicht man nun Wachstum, wenn man anstatt einer einen 5er BMW nun zwei einen Golf kaufen, wenn im BMW doppelt so viel Aufwand, Lohn etc. drin steckt. Abgesehen davon, dass in dem Fall ja anstatt des BMWs nur zB. 1,75 Golfs gekauft wrden könnten, da ja Bürokratiearbeitsstunden anfallen.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon z4ubi » Di 19. Feb 2019, 18:22

franktoast hat geschrieben:(19 Feb 2019, 17:40)

Woraus ziehst du deine Weisheit? Wenn du den Konsum der Reichsten aufteilst, dann hat die breite Masse nen Fliegenschiss mehr. Fabriken etc. kannst du nicht als Konsumgüter verteilen.


Ich wüsste nicht, warum. Diese Superreichen konsumieren ja relativ zur Gesamtwirtschaft ja ziemlich wenig. Also müsstest du von der oberen bis unteren Mittelschicht umverteilen, um eine spürbare Wirkung zu erzielen. Und warum erreicht man nun Wachstum, wenn man anstatt einer einen 5er BMW nun zwei einen Golf kaufen, wenn im BMW doppelt so viel Aufwand, Lohn etc. drin steckt. Abgesehen davon, dass in dem Fall ja anstatt des BMWs nur zB. 1,75 Golfs gekauft wrden könnten, da ja Bürokratiearbeitsstunden anfallen.


Es geht hier um Armutsbekämpfung.
Sagen wir mal der Staat fängt klein an. Er will die alleinerziehenden Mütter unterstützen, die teilzeit arbeiten. Er holt sich das Geld bei der ZB und überweist ihnen 200€ im Monat aufs Konto. Also 200€ mehr Kaufkraft im Monat, die nicht durch Inflation verpuffen werden, weil Ressourcen nicht ausgelastet/erschöpft sind und ja nur ein Teil der Bevölkerung diese Unterstützung erhält.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Orbiter1 » Di 19. Feb 2019, 18:27

Sybilla hat geschrieben:(19 Feb 2019, 10:55)

Draghi bringt schon wieder die Dicke Bertha in Stellung

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Focus - Finanzen Dienstag, 19.02.2019, 07:15

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Also dann Gute Nacht Deutschland? Und die Verantwortliche Nomenklatur sitzt einfach nur da, erhöht sich die "Diäten" auf einen fünfstelligen Betrag und meint wie immer "wir schaffen das" wenn nicht Pech, habe die anderen Menschen eben Pech gehabt oder schlechte Lebensentscheidungen getroffen oder.......
Die verlinkten Artikel sind ziemlich reißerisch geschrieben, aber sei's drum. Am Ende geht es darum dass die EZB aufgrund der schwächelnden Konjunktur die Banken mit niedrig verzinsten Geld versorgt damit diese das Geld wiederum niedrig verzinst an Regierungen und Unternehmen weiter geben können um die Konjunktur anzukurbeln. Das scheint aber nicht in ihrem Interesse zu sein. Sie möchten offenbar den bösen Banken weniger Geld geben und auch niedrigere Schulden. Ist auch ok, im Gegenzug führt dies aber z.B. zu höherer Arbeitslosigkeit. Wie hoch darf die denn steigen damit sie zufrieden sind?
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Skull » Di 19. Feb 2019, 19:22

z4ubi hat geschrieben:(19 Feb 2019, 18:22)

Sagen wir mal der Staat fängt klein an. Er will die alleinerziehenden Mütter unterstützen, die teilzeit arbeiten.

Er holt sich das Geld bei der ZB und überweist ihnen 200€ im Monat aufs Konto.

Und wie und wann zahlt der Staat seinen Kredit dann an die ZB zurück ?

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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon z4ubi » Di 19. Feb 2019, 20:44

Skull hat geschrieben:(19 Feb 2019, 19:22)

Und wie und wann zahlt der Staat seinen Kredit dann an die ZB zurück ?

mfg


Er holt sich das Geld für die Bekämpfung der Armut über die Ausgabe von Staatsanleihen. Die Schulden haben also keine Sonderstellung.
Wie bezahlt der Staat seine Schulden ab? Durch die Überweisung von Geld.
Wie kommt der Staat an Geld? Durch Steuern und Ausgabe von Staatsanleihen.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Skull » Di 19. Feb 2019, 20:54

z4ubi hat geschrieben:(19 Feb 2019, 20:44)

Er holt sich das Geld für die Bekämpfung der Armut über die Ausgabe von Staatsanleihen. Die Schulden haben also keine Sonderstellung.
Wie bezahlt der Staat seine Schulden ab? Durch die Überweisung von Geld.
Wie kommt der Staat an Geld? Durch Steuern und Ausgabe von Staatsanleihen.

Also ist da dann der Weg über die ZB auch sinnlos.

Besser dann so wie heute. :)

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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon z4ubi » Di 19. Feb 2019, 23:18

Skull hat geschrieben:(19 Feb 2019, 20:54)

Also ist da dann der Weg über die ZB auch sinnlos.

Besser dann so wie heute. :)

mfg


Was is daran sinnlos? Der Staat will Geld zur Verfügung stellen, das er entweder über Verschuldung oder Besteuerung erhält (in beiden Fällen ist es Zentralbankgeld, das ihm zufließt).
Über Besteuerung entzieht er dem Markt Geld und via Verschuldung versorgt er dagegen den Markt eher mit frischem Geld. Je nach Lage kann entschieden werden, welchen Weg man für sinnvoller hält bzw. mit welcher Gewichtung man auf beide Mittel zurückgreifen will.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Skull » Di 19. Feb 2019, 23:32

z4ubi hat geschrieben:(19 Feb 2019, 23:18)

Je nach Lage kann entschieden werden, welchen Weg man für sinnvoller hält bzw.
mit welcher Gewichtung man auf beide Mittel zurückgreifen will.

Nö. Das solltest DU doch in den letzten Jahren begriffen haben.

Keine direkte (unbegrenzte) Verschuldung durch die ZB an/für den Staat.
Keinen Zugriff des Staates mit Anweisungen an die ZB.
Keinen Missbrauch der ZB durch den Staat.

DAS macht Sinn. ;)

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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Sybilla » Mi 20. Feb 2019, 08:19

Skull hat geschrieben:(19 Feb 2019, 23:32)

Nö. Das solltest DU doch in den letzten Jahren begriffen haben.

Keine direkte (unbegrenzte) Verschuldung durch die ZB an/für den Staat.
Keinen Zugriff des Staates mit Anweisungen an die ZB.
Keinen Missbrauch der ZB durch den Staat.

DAS macht Sinn. ;)

mfg


Für wem? Also ich sehe durch die wunderbare Geldmengenvermehrung der EZB schon einen Missbrauch der EZB durch die Wirtschaft.

Natürlich hat die wunderbare Geldvermehrung der EZB folgen in der Realwirtschaft, denn erst einmal geschöpftes Giralgeld löst sich ja nicht in Luft auf, diese Geld ist da, ob es nun "Giralgeld" oder Bargeld ist, spielt überhaupt keine Rolle. Die Frage ist wer darüber Verfügen kann und wie dieser mit dieser Geldschwemme des "Giralgeld" in der Realwirtschaft tätig wird. Ein Blick auf die Fondsgesellschaft BlackRock mit einen verwalteten Vermögen von 6,29 Billionen US-Dollar zeigt, wie sich das "Giralgeld" in wenigen Händen konzentriert und wer so durch "Giralgeld" die Realwirtschaft erheblich beeinflussen kann. Nicht träumen, aufwachen! Die Verwerfungen im Welthandel fallen nicht von Himmel. Die geschöpfte Geldschwemme" "Giralgeld" ist vor allem eines nämlich Geld mit dem reale Werte gekauft werden. Also die dicke Bertha ist in Finanzfragen sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss, aber eventuell der letzte Schuss für den Euro, bevor er mit allen daraus resultierenden Folgen zerbricht. Und die Weltwirtschaft von einer monopolartigen Fondsgesellschaft Namens BlackRock dominiert wird. Was für die Wirtschaft möglich ist und politisch durchgesetzt wird. Wird im Fall eines Bürgereinkommen zur Bekämpfung der Armut als Unbezahlbar und Unmöglich dargestellt.

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