Die Rezession ist da

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franktoast
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon franktoast » Mo 8. Jul 2019, 10:18

Sybilla hat geschrieben:(05 Jul 2019, 17:56)
Du sprichst von Disponenten? Nein braucht er dann auch nicht mehr das erledigt die Software. Ja die Implementierung, Überwachung, Wartung, Bedienung erzeugt einen gewissen Personalbedarf, den höchsten die Implementierung bis diese Phase abgeschlossen ist. Viele KI Prozesse befinden sich heute in der Implementierung aufgrund dessen werden heute noch sehr viele Softwarearchitekten*innen benötigt. Aber dieser Personalbedarf sinkt in der Phase der Überwachung, Wartung, Bedienung extrem ab. Beispiel für den Netzwerkaufbau und das vernetzten der Komponenten wurde in vielen Firmen viel Personal benötigt, heute sind die Netzwerkkabel vorhanden die Komponenten vernetzt, für die Überwachung, Wartung, Bedienung ggf Erweiterungen werden nur sehr wenige Fachkräfte benötigt.

Aha und warum gibt es in der IT sowas wie Wartungsverträge? Die Software kauft man einmal und gut ist. Wozu ein Wartungsvertrag?

Ja meine ich oder glaubst Du das es noch Programmierer gibt die einen Taschenrechner programmieren ? Auch Software wie Office und Betriebssysteme werden nur noch erweitert und den Bedürfnissen der Nutzer angepasst. Hingegen zum Beispiel die Funktion "Serienbrief" keinen weiteren Programmierer beschäftigt. Die meisten Funktionen einer Software sind zu einem Zeitpunkt x einfach fertig programmiert. Für Verbesserungen Aktualisierung und Anpassungen oder zur Fehlerkorrektur werden weniger Programmierer benötigt als zur Architektur. Wobei auch manche Programmierschritte einer Software automatisiert sind. Weil sich die Algorithmen wiederholen.... ich bin auch vom Fach.

Bestimme Sachen muss man nicht nochmal erfinden, aber meinst du, dass KI Software dann bugfrei ist UND unverbesserbar ist? WOW.

Na ja Zeit fürs Forum ist augenscheinlich genug vorhanden

Ja, aber die restlichen 23,5Std vom Tag programmiere ich ;)

, und wenn fleißig ausgebildet wird/wurde fehlt es auch nicht an Fachpersonal, wenn dieses angemessen bezahlt wird. Also Programmieren mit Zeitarbeiter wird nicht klappen, auch nicht in Teilzeit ebenso wenig für einen Apfel und ein Ei.

Ich sag meinem Chef auch immer, dass ich 50% mehr programmierer, wenn ich 50% mehr verdiene. Und wenn wir genug Kohle auf den Tisch legen, dass die Programmierer von Siemens oder SAP bei uns anfangen, oder die Ingenieure umschulen, dann hätte plötzlich jeder genug Personal. Es könnte so einfach sein...

Durch KI werden ohne jeden Zweifel Arbeitsplätze vernichtet, überlege bitte wer die Serienbriefe geschrieben hat als es noch keinen PC und kein Office gegeben hat also in der Zeit vor Windows 95 ? Genau viele Sekretärinnen in Vollzeitbeschäftigung. Heute gibt es noch immer die Vorzimmerdame aber sie schreibt nicht mehr, sie klickt nur noch und schon erscheinen 5000 Serienbriefe im Postfach der Kunden. Auch der Briefpostbote wird dafür nicht mehr benötigt, kein Briefpapier keine Umschläge des Schreibwarenhandels, kein Drucker kein Druckertoner keine Briefmarken. Und wurden die Sekretärinnen zu Softwarearchitektinnen qualifiziert? Nein viele von Ihnen verkaufen heute in Teilzeit Backwaren an den Supermarkttheken.
Dieses Beispiel zeigt wie prekär diese Entwicklung wirklich ist. Im besonderen in der Rezession, Ok zurück zum Thema

Kennst du die Serie "Der Letzte seines Standes"? Da geht es um Berufe, die es heute nicht mehr gibt. Natürlich gibt es bestimmte Berufe durch KI in der Zukunft nicht mehr. Aber wie du schon sagst, auch durch das Internet oder Maschinen oder sonst was. Das ist eine ganz normale Entwicklung. Youtuber, KI-Ethiker, 3D-Druck-Ingenieure, Tele-Chirurg etc. gab es früher allerdings noch nicht.

Ich sehe das eher so: Wenn die KI oder Automatisierung menschliche Tätigkeiten effizienter macht (so würde ich das bezeichnen), ist das prima. Eher stupide Tätigkeiten übernimmt die Maschine. Dadurch werde so viele Ressourcen frei, um sich zB. zum Thema Klimawandel etwas einfallen zu lassen. Klar, der 55 Jährige Truckfahrer schult nicht mehr um, aber der 20 -Jährige wird kein Truckfahrer. Es ist nicht so, dass von einem auf den anderen Tag eine neue Technologie kommt. Unternehmenssoftware gibt es seit 40 Jahren, trotzdem haben viele Unternehmen noch gar keine. Das dauert Generationen. Und wenn selbstfahrende LKWs kommen, wird das nicht anders laufen.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Sybilla » Mo 8. Jul 2019, 12:00

Die Anlegererwartungen fallen auf ein 10-Jahres-Tief.

Die Gefahr einer gesamtwirtschaftlichen Rezession steigt 1967, 1975, 1982, 1993, 2003, 2009: Keine der sechs bisherigen Rezessionen in Deutschland wurde vorhergesagt. Das könnte sich 2019 wiederholen.

Na ja so vorhersehbar als 2019 war eine Rezessionsjahr noch nie, die deutsche Wirtschaft befindet sich faktisch seit Mitte 2018 in einer Stagnationsperiode die je nach Interpretation auch als Rezession gewertet werden kann. Auch wenn mancher wünscht die Rezession sei "noch" nicht da - was ich aber als Wunschdenken definiere, denn die Fakten sind kristallklar und zeigen in Richtung Rezessionsjahr 2019. Also für viele keine Überraschung.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Senexx » Mo 8. Jul 2019, 13:01

Technisch betrachtet besteht im zweiten Halbjahr wieder Chance zur Erhohlung, weil das zweite Halbjahr 2018 schon rezessiv war. Aber man darf skeptisch ein. Auf jeden Fall haben wir in vielen Bereichen bereits das vierte Rezessionsquartal hinter uns.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Skull » Mo 8. Jul 2019, 13:51

Sybilla hat geschrieben:(08 Jul 2019, 12:00)


Na ja so vorhersehbar als 2019 war eine Rezessionsjahr noch nie

Vorhersehbar ist da mal wenig.

Wir sind immer noch nicht in einer Rezession. Vielleicht sehen wir eine.
Alle Indikatoren deuten da durchaus drauf hin.

Fakt ist, die Rezession ist immer noch nicht da. :)

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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Gen_Y » Mo 8. Jul 2019, 14:05

Skull hat geschrieben:(08 Jul 2019, 13:51)

Fakt ist, die Rezession ist immer noch nicht da.


Das ist auch gut so!
Im Januar 2017 gab es 5,9 Millionen Hartz-IV-Bezieher.
Quelle: ÖKOTEST 01/2017.
Dazu kommen 2,3 Millionen ALG-I-Bezieher.

Macht: 8,2 Mio. Transferleistungsempfänger.
Dazu gibt es 19,4 Mio. Rentner, Tendenz jeden Monat: Stark ansteigend.
Erwerbstätig sind im Moment rund 45 Mio.

Wie das alles in Zukunft funktionieren soll, wenn die Babyboomer 2023 in Rente gehen, keine Ahnung.
Christine Lagarde wird schon etwas einfallen.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon firlefanz11 » Mo 8. Jul 2019, 16:36

https://deutsche-wirtschafts-nachrichte ... zusammen/#

SENTIX-BAROMETER für deutsche Wirtschaft bricht zusammen

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft trüben sich stark ein. Eine Rezession scheint unausweichlich.
Das Barometer ist von minus 0,7 auf jetzt minus 4,8 Punkte eingebrochen. Laut Reuters ist dies der schlechteste Wert seit November 2009.

Die Marschrichtung der Europäischen Zentralbank ist damit vorgezeichnet:
Die nächste massive Ausweitung der Geldmenge zur "Rettung" der Konjunktur ist nur noch eine Frage der Zeit.
Geldentwertung und Inflationierung gehen damit in die nächste Runde..
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Senexx » Di 9. Jul 2019, 22:47

Ich verwende niemals "copy+paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon streicher » Mi 10. Jul 2019, 09:40

Was müsste man ändern, um Rezessionen zu vermeiden bzw. dass man nicht stets auf die nächste Krise "warten" muss?
Die Zukunft ist Geschichte.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Sybilla » Mi 10. Jul 2019, 11:40

streicher hat geschrieben:(10 Jul 2019, 09:40)

Was müsste man ändern, um Rezessionen zu vermeiden bzw. dass man nicht stets auf die nächste Krise "warten" muss?


Die Erwartung in ewiges Wachstum - nichts kann ewig und immer weiter ansteigen. Wobei das Wachstum der Bevölkerung seit 2015 die Nachfrage am Wohnungsmarkt und somit die Bauwirtschaft also die private Nachfrage und auch die Konsumausgaben anwachsen lässt. Allerdings ist dieser Gewinn auch ein Verlust an unversiegelten Flächen. Die Rezession der letzten 12 Monate in vielen Bereichen der Wirtschaft schlägt vorerst als Kurzarbeit in den Arbeitsmarkt ein. Momentan denken viele wenn sie den Kopf in den Sand stecken und von Vollbeschäftigung fabulieren geht die Krise von alleine vorüber, das Gegenteil trifft ein je länger die Situation ignoriert wird umso härter schlägt der Strukturwandel der Industrie 4.0 mit KI und digitaler Automatisierung in der Realität der Arbeitnehmer ein. Wir stehen in der größten Krise des Kapitalismus seit urvordenklichen Zeiten.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon firlefanz11 » Mi 10. Jul 2019, 11:43

streicher hat geschrieben:(10 Jul 2019, 09:40)

Was müsste man ändern, um Rezessionen zu vermeiden bzw. dass man nicht stets auf die nächste Krise "warten" muss?

Einen völligen Zusammenbruch forcieren. Aus jedem Ende entsteht ein besserer Neubeginn...
Und dann Leute in die Spitzenpositionen von EZB, IWF etc. bringen, die da auch was zu suchen haben...
Die FED hats richtig gemacht. Da wurde zur rechten Zeit der Leitzins wieder angehoben, und nu hat man Spielraum nach unten um bei der auch dort anstehenden Rezession gegenzulenken. In Europa geht das nicht mehr. Hier wird lediglich noch mehr u. noch mehr nutzloses Papier gedruckt bis es knallt. :rolleyes:
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Skull » Mi 10. Jul 2019, 14:25

streicher hat geschrieben:(10 Jul 2019, 09:40)

Was müsste man ändern, um Rezessionen zu vermeiden bzw. dass man nicht stets auf die nächste Krise "warten" muss?

Nix. Nix wirklich.

mfg
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Skull » Mi 10. Jul 2019, 14:27

Sybilla hat geschrieben:(10 Jul 2019, 11:40)

Wir stehen in der größten Krise des Kapitalismus seit urvordenklichen Zeiten.

Das wird und wurde seit einem Jahrhundert in zyklischer Wiederholung immer gerne behauptet. :D

Ich würde somit den Mund nicht allzu voll aufreissen.

mfg
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Ger9374 » Mi 10. Jul 2019, 15:41

Skull hat geschrieben:(10 Jul 2019, 14:27)

Das wird und wurde seit einem Jahrhundert in zyklischer Wiederholung immer gerne behauptet. :D

Ich würde somit den Mund nicht allzu voll aufreissen.

mfg




Der Kapitalismus ist unglaublich anpassungsfähig, nicht wie Planwirtschaft usw .
Sowie ich nicht an den immerwährenden Wachstum der Wirtschaft glaube so glaube ich auch nicht an eine Rezession die gleich den Wirtschaftlichen Untergang einer austarierten Weltwirtschaft bedeutet.
Zyklische Bereinigung eher.
Wenn etwas widerstandsfähig ist dann der Kapitalismus, besser noch die Soziale Marktwirtschaft deutscher Prägung.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 10. Jul 2019, 16:19

firlefanz11 hat geschrieben:(10 Jul 2019, 11:43)

Einen völligen Zusammenbruch forcieren. Aus jedem Ende entsteht ein besserer Neubeginn...
Und dann Leute in die Spitzenpositionen von EZB, IWF etc. bringen, die da auch was zu suchen haben...
Die FED hats richtig gemacht. Da wurde zur rechten Zeit der Leitzins wieder angehoben, und nu hat man Spielraum nach unten um bei der auch dort anstehenden Rezession gegenzulenken. In Europa geht das nicht mehr. Hier wird lediglich noch mehr u. noch mehr nutzloses Papier gedruckt bis es knallt. :rolleyes:


Na ja. Hier wird kein Papier gedruckt da die Maßnahmen der EZB noch nicht mal den Realmarkt erreicht. Tatsächlich kämpft man hier um nicht in die Deflation zu rutschen.
Die USA dagegen müssen wirklich viel Geld drucken. Merkt man immer am Jahreseende wenn das Geld fehlt um die Staatsbediensteten zu bezahlen und die in den Zwangsurlaub müssen. Fröhliche Weihnachten!
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...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Wähler » Mi 10. Jul 2019, 16:41

Juni-Umfrage des Ökonomen-Barometers von "Euro am Sonntag" und dem Nachrichtensender n-tv
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-Konj ... 86270.html
Grafik: Ökonomen-Barometer 2007 bis 2019
https://apps-cloud.n-tv.de/img/21086293 ... -um-17.jpg
Konjunkturabschwung seit 2007 wieder deutlich stärker. Prognosen und Wirtschaftslage liegen nicht weit auseinander.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Skull » Mi 10. Jul 2019, 17:27

Ger9374 hat geschrieben:(10 Jul 2019, 15:41)

Der Kapitalismus ist unglaublich anpassungsfähig, nicht wie Planwirtschaft usw .

Sowie ich nicht an den immerwährenden Wachstum der Wirtschaft glaube
so glaube ich auch nicht an eine Rezession die gleich den Wirtschaftlichen Untergang
einer austarierten Weltwirtschaft bedeutet.

Zyklische Bereinigung eher.
Wenn etwas widerstandsfähig ist dann der Kapitalismus, besser noch die Soziale Marktwirtschaft deutscher Prägung.

So...sehe ich das auch. :)

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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon franktoast » Mi 10. Jul 2019, 17:55

Sybilla hat geschrieben:(10 Jul 2019, 11:40)
Die Erwartung in ewiges Wachstum - nichts kann ewig und immer weiter ansteigen.

Was begrenzt den menschlichen Erfindergeist, seine Kreatität oder die Akkumulation von Wissen? Das sind ja die Hauptressourcen für Wachstum, abgesehen von der Motivation, die Welt besser machen zu wollen.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Adam Smith » Mi 10. Jul 2019, 18:20

Sybilla hat geschrieben:(10 Jul 2019, 11:40)

Wir stehen in der größten Krise des Kapitalismus seit urvordenklichen Zeiten.


Nur bemerkt man so gut wie gar nichts von einer Krise. Stehen viele Geschäfte leer? Gibt es viele Arbeitslose? Leiden die Menschen sogar Hunger oder werfen sie Lebensmittel weg?
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon franktoast » Do 11. Jul 2019, 18:06

Adam Smith hat geschrieben:(10 Jul 2019, 18:20)

Nur bemerkt man so gut wie gar nichts von einer Krise. Stehen viele Geschäfte leer? Gibt es viele Arbeitslose? Leiden die Menschen sogar Hunger oder werfen sie Lebensmittel weg?

Flüchten die Europäer in weniger kapitalistische Länder?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Sybilla » Fr 12. Jul 2019, 11:28

[quote="Ger9374"](10 Jul 2019, 15:41)

Der Kapitalismus ist unglaublich anpassungsfähig, nicht wie Planwirtschaft usw .[/url]

Der Kapitalismus wurde 2008 nicht aufgrund seiner unglaublichen Anpassungsfähigkeit gerettet sondern durch das Außerkraftsetzung der Lehre und entgegen aller vorherigen Dogmas des Kapitalismus, wurden die freie Marktkräfte durch staatliche regulierenden Eingriff (Bürgschaften und Rettungspakete) außer Kraft gesetzt und so der Kapitalismus der wenige Stunden vor seinem totalen Zusammenbruch stand in allerletzter Sekunde gerettet. Weil die regierenden den Kapitalismus retten wollten, das ist der einzige Grund das der Kapitalismus gerettet wurde nicht aber durch seine unglaublichen Anpassungsfähigkeit genau diese fehlte 2008 der Kapitalismus hatte sich ad absurdum geführt. Seit dem herrscht der Ausnahmezustand der = Zins Politik und der Politik, die EZB werde „alles Notwendige tun“ („whatever it takes“), um den Euro zu erhalten. „Und glauben Sie mir, es wird genug sein. Es folgte eine exorbitant hohe Geldschwemme immer wieder wurde mit der "Dicken Berta" Geld in den Markt geschossen, Anleihen von Staaten und Unternehmen aufgekauft und Staaten und Banken gerettet dennoch herrscht im Kapitalismus Dauerkrise und vor allem, in Deutschland trotz alledem wirtschaftliche Stagnation und Rezession.

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