Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

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Klopfer
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Klopfer » Mo 31. Dez 2018, 10:50

jorikke hat geschrieben:(31 Dec 2018, 09:08)

Ein Irrtum ist es, zu glauben einen höheren Mindestlohn müssten die Unternehmer verkraften. In dem Moment wo es alle AG beträfe, würde es schlicht auf die Preise aufgeschlagen. Staatl. AG würde Gebühren und evtl. Steuern erhöhen.
Also, alle die einen höheren Mindestlohn fordern, sollten sich klar machen, die Kosten tragen sie selber.
Um nicht missverstanden zu werden, ich bin für einen höheren Mindestlohn.

Mehr Tarifbindung wäre schon ein Schritt in die richtige Richtung, leider ist das Gegenteil der Fall. Allgemeinverbindlichkeit darf nicht mehr die Ausnahme sein.
http://www.taz.de/!5562157/
Guten Rutsch beisammen.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Stiefhexenwolf » Mo 31. Dez 2018, 10:53

jorikke hat geschrieben:(31 Dec 2018, 09:08)

Ein Irrtum ist es, zu glauben einen höheren Mindestlohn müssten die Unternehmer verkraften


Können Sie kaum da es fast ausnahmslos Unternehmen sind die eh so gut wie nix verdienen....glaubst du der Frisör streicht die dicke Kohle ein weil er seine Angestellten abzockt?
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon sünnerklaas » Mo 31. Dez 2018, 11:11

Stiefhexenwolf hat geschrieben:(31 Dec 2018, 10:53)

Können Sie kaum da es fast ausnahmslos Unternehmen sind die eh so gut wie nix verdienen....glaubst du der Frisör streicht die dicke Kohle ein weil er seine Angestellten abzockt?


Das Friseur-Handwerk ist ein sterbendes Handwerk. inzwischen haben viele große Probleme überhaupt noch Auszubildende zu bekommen. Der Kunde ist nicht bereit, mehr zu bezahlen bzw. kann es vielfach gar nicht. Man steckt in der Preis- und Imagefalle.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon sünnerklaas » Mo 31. Dez 2018, 11:20

Klopfer hat geschrieben:(31 Dec 2018, 10:50)

Mehr Tarifbindung wäre schon ein Schritt in die richtige Richtung, leider ist das Gegenteil der Fall. Allgemeinverbindlichkeit darf nicht mehr die Ausnahme sein.
http://www.taz.de/!5562157/
Guten Rutsch beisammen.


Wird schwierig, wenn da volks und betriebswirtschaftliche Dogmen mit reinspielen. Wie zum Beispiel die Forderung - Transportkosten müssten immer so niedrig sein, dass die durch sie entstehenden Kosten selbst bei Transporten über weite Strecken bei der Preisbildung keine Rolle spielen.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Stiefhexenwolf » Mo 31. Dez 2018, 11:31

sünnerklaas hat geschrieben:(31 Dec 2018, 11:11)

Das Friseur-Handwerk ist ein sterbendes Handwerk. inzwischen haben viele große Probleme überhaupt noch Auszubildende zu bekommen. Der Kunde ist nicht bereit, mehr zu bezahlen bzw. kann es vielfach gar nicht. Man steckt in der Preis- und Imagefalle.


Friseure lassen sich durch eine 30€ Maschine bei Männern recht einfach ersetzen, zudem arbeitet jede Frisöse im Freundeskreis schwarz nebenbei. Die Meinung durch einen höheren Mindestlohn würde sich irgendwas verbessern (zudem sind die Tarifverträge zumindest hier allgemeinverbindlich) ist realitätsfern.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Teeernte » Mo 31. Dez 2018, 11:33

sünnerklaas hat geschrieben:(31 Dec 2018, 11:11)

Das Friseur-Handwerk ist ein sterbendes Handwerk. inzwischen haben viele große Probleme überhaupt noch Auszubildende zu bekommen. Der Kunde ist nicht bereit, mehr zu bezahlen bzw. kann es vielfach gar nicht. Man steckt in der Preis- und Imagefalle.


Die Stunde 40 Eu Umsatz - ohne Materialeinsatz - ist was andere Gewerke auch nur mit zum Teil langer Anreise und Montage erwirtschaftet.

Sind die MIETEN so teuer .... ? Wo liegen da die RIESEN Kosten ?
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon sünnerklaas » Mo 31. Dez 2018, 12:07

Teeernte hat geschrieben:(31 Dec 2018, 11:33)

Die Stunde 40 Eu Umsatz - ohne Materialeinsatz - ist was andere Gewerke auch nur mit zum Teil langer Anreise und Montage erwirtschaftet.

Sind die MIETEN so teuer .... ? Wo liegen da die RIESEN Kosten ?


Es ist ANGST.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Teeernte » Mo 31. Dez 2018, 12:15

sünnerklaas hat geschrieben:(31 Dec 2018, 12:07)

Es ist ANGST.


Vor was ?

Ich hab schon die "Billigmasche" gesehen - einen "Mietstuhl" für eine "Selbständige" im Grossraum - Friseursalon .....mit FLAT - Preisen.

10 Eu Männer 20 Eu Frauen - (Zusatzliste gibt es...Waschen ...Föhnen...) - setzt natürlich einen ständigen Strom an Kunden voraus.

...hier auf dem Dorf - wir haben 4 Salons - muss ich auf einen Termin WARTEN....anfragen - selbst für einen Männer "kalt" Schnitt ohne Waschen.

- wenn die Mädels die Arbeit nicht machen wollen --- :D :D :D - gibts dann eben einen schwulen Perser an der Maschine//beim Haare waschen. Da hat doch keiner ein Problem mit...
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon DRAM » Mo 31. Dez 2018, 12:43

Teeernte hat geschrieben:(31 Dec 2018, 12:15)

Vor was ?

Ich hab schon die "Billigmasche" gesehen - einen "Mietstuhl" für eine "Selbständige" im Grossraum - Friseursalon .....mit FLAT - Preisen.

10 Eu Männer 20 Eu Frauen - (Zusatzliste gibt es...Waschen ...Föhnen...) - setzt natürlich einen ständigen Strom an Kunden voraus.

...hier auf dem Dorf - wir haben 4 Salons - muss ich auf einen Termin WARTEN....anfragen - selbst für einen Männer "kalt" Schnitt ohne Waschen.

- wenn die Mädels die Arbeit nicht machen wollen --- :D :D :D - gibts dann eben einen schwulen Perser an der Maschine//beim Haare waschen. Da hat doch keiner ein Problem mit...


"Mein" Perser ist zwar Afghane, auch nicht schwul, aber sein Handwerk beherrscht er vom Allerfeinsten. Da kommen die Mädels nie ran. :cool:
Das ist mir dann auch paar Euros Trinkgeld wert. ;)
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Klopfer » Mo 31. Dez 2018, 13:54

sünnerklaas hat geschrieben:(31 Dec 2018, 11:11)

Das Friseur-Handwerk ist ein sterbendes Handwerk. inzwischen haben viele große Probleme überhaupt noch Auszubildende zu bekommen. Der Kunde ist nicht bereit, mehr zu bezahlen bzw. kann es vielfach gar nicht. Man steckt in der Preis- und Imagefalle.

Vielleicht sollten wir das ganze Land dicht machen, wenn auf der einen Seite "fast ausnahmslos Unternehmen sind die eh so gut wie nix verdienen" und auf der anderen Seite Kunden die vielfach nicht mehr bezahlen können. Eine Kapitulation vor den Superreichen quasi. Wäre da nicht noch die kleine Schicht stinkreicher Säcke derer Vermögen (und damit Macht und Einfluss) und schon seit Jahren im 2-stelligen Prozentbereich wachsen. Jetzt kannst du dir überlegen auf wessen Kosten das so ist. Herzlich willkommen in der neuen Feudalgesellschaft. Die (politische) Macht folgt dem Vermögen, siehe USA.
https://www.cicero.de/wirtschaft/umvert ... telschicht
Einige stehen schon in den Startlöchern das Land endgültig unter ihre Führung zu bringen.
https://www.zeit.de/zeit-magazin/2018/1 ... n-reichtum
Die soziale Segregation wird jedenfalls weitergehen, vielleicht kapieren einige Unternehmer endlich dass man sie nicht mitspielen lassen will, ganz da oben, so wie den gemeinen Arbeitnehmer auch.
Also Menschen die wie ich kürzlich hier lesen durfte von der "Erwerbstätigkeit auf Kosten Anderer" ihren Unterhalt mehr recht als schlecht bestreiten.
Das hört sich so richtig nach Almosen an, die die Reichen den Arbeitnehmern für ihre Arbeit zukommen lassen, mit mehr Verachtung für Arbeitnehmer kann man das glaube ich kaum ausdrücken. Einfach traurig.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon sünnerklaas » Mo 31. Dez 2018, 14:59

Klopfer hat geschrieben:(31 Dec 2018, 13:54)

Vielleicht sollten wir das ganze Land dicht machen, wenn auf der einen Seite "fast ausnahmslos Unternehmen sind die eh so gut wie nix verdienen" und auf der anderen Seite Kunden die vielfach nicht mehr bezahlen können. Eine Kapitulation vor den Superreichen quasi. Wäre da nicht noch die kleine Schicht stinkreicher Säcke derer Vermögen (und damit Macht und Einfluss) und schon seit Jahren im 2-stelligen Prozentbereich wachsen. Jetzt kannst du dir überlegen auf wessen Kosten das so ist. Herzlich willkommen in der neuen Feudalgesellschaft. Die (politische) Macht folgt dem Vermögen, siehe USA.
https://www.cicero.de/wirtschaft/umvert ... telschicht
Einige stehen schon in den Startlöchern das Land endgültig unter ihre Führung zu bringen.
https://www.zeit.de/zeit-magazin/2018/1 ... n-reichtum
Die soziale Segregation wird jedenfalls weitergehen, vielleicht kapieren einige Unternehmer endlich dass man sie nicht mitspielen lassen will, ganz da oben, so wie den gemeinen Arbeitnehmer auch.
Also Menschen die wie ich kürzlich hier lesen durfte von der "Erwerbstätigkeit auf Kosten Anderer" ihren Unterhalt mehr recht als schlecht bestreiten.
Das hört sich so richtig nach Almosen an, die die Reichen den Arbeitnehmern für ihre Arbeit zukommen lassen, mit mehr Verachtung für Arbeitnehmer kann man das glaube ich kaum ausdrücken. Einfach traurig.


Im Zeit-Artikel gibt es auf der zweiten Seite einen ganz entscheidenden Satz:



Schmidt hat schon als Student hier gewohnt. Eine größere Wohnung mieten oder kaufen, das war der Familie bislang zu riskant.



Der Satz beschreibt das eigentliche Problem. Angst führt zu mangelnder Weltläufigkeit, Angst sorgt dafür, dass sich Menschen in einer Wagenburg verkriechen. Gröner weiß, mit wem er es zu tun hat, Gröner weiß, dass Schmidt ein sehr ängstlicher Mensch ist.

Seine finanzielle Situation sei immer auch vom Ergebnis der nächsten Wahlen abhängig: "Wer weiß, wie es in vier Jahren aussieht?"


Angst essen Seele auf. Schmidt lebt im Konjunktiv, Schmidt ist ken Optimist, er ist ein Fatalist, bei dem das Glas immer halb leer ist, anstatt halb voll zu sein. Auch das weiß Gröner - und er weiß, dass Leute, wie Schmidt in ihrer Angst käuflich sind und stets defensiv denken und handeln. Gröner weiß, dass Leute, wie Schmidt leicht zu überzeugen sind, wenn man ihnen gegenüber großzügig und jovial auftritt, gleichzeitig aber unmissverständlich klar macht, wo der Hammer hängt und wer eigentlich das Sagen hat. Gröner kann leute, wie Schmidt öffentlich scheitern lassen, er kann sie sogar poilitisch-moralisch vernichten. Und die Schmidts wissen das.

Aber mal umgekehrt gesehen: was hindert jemanden, Ideen zu entwickeln, wie Gröner sie hat? Eigentlich braucht man dafür nicht viel Geld...
Aus meiner alltäglichen Erfahrung hindert viele Leute daran eines: die Angst der Schmidts, die Angst der Bedenkenträger, die Angst derer, die Angst vor der Zukunft haben. Die Schmidts haben vor allem Angst. Was wohl passiert, wenn das alles schief geht? Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Klopfer » Mo 31. Dez 2018, 17:16

Kreaturen wie Gröner machen Angst. Auf demokratisch legitimen Weg kommen solche Typen nie an die Macht, mit Geld und Einfluss in Deutschland schon. Ob das wohl so richtig ist? Nein.
Das Problem liegt in der gekauften Demokratie. Wahlen verkommen zur Farce. Deutschland ist auf dem Holzweg.
https://www.welt.de/regionales/bayern/a ... -Euro.html
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon jorikke » Mo 31. Dez 2018, 18:03

Stiefhexenwolf hat geschrieben:(31 Dec 2018, 10:53)

Können Sie kaum da es fast ausnahmslos Unternehmen sind die eh so gut wie nix verdienen....glaubst du der Frisör streicht die dicke Kohle ein weil er seine Angestellten abzockt?


Wenn der Frisör in die Debatte kommt wird es meist unterirdisch.
Wir reden hier vom gesetzlich festgelegten Mindestlohn.
Was passiert, wenn der flächendeckend verbindlich eingeführt wird?
Von mir aus von 9,xx auf 12,xx €.
Alle kämen mit der jetzigen Kalkulation nicht mehr aus und müssten die Preise erhöhen.
Da es alle machen müssen, hat der Kunde keine Auswegmöglichkeit und zahlt die Zeche.
Beispiele mit kaputten LKW und Haare selber schneiden sind doch absurd.
Es wird also für die Bevölkerung teurer und sonst gar nix.
Ich wäre bereit ein paar Cent mehr zu zahlen um die unteren Verdienstschichten zu stützen.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Klopfer » Mo 31. Dez 2018, 18:39

Ich wäre auch dazu bereit etwas mehr zu zahlen. Aber nur wenn das Geld dort ankommt wo es hin soll, beim Altenpfleger, bei der Frisörin oder beim Metzgergesellen. Es besteht aber leider die grosse Gefahr dass diese Obuli am anderen Ende, bei den obersten Nimmersatten ankommt. Das ist traurig.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon GLÜ2010 » Mo 31. Dez 2018, 19:16

jorikke hat geschrieben:(31 Dec 2018, 18:03)

Wenn der Frisör in die Debatte kommt wird es meist unterirdisch.
Wir reden hier vom gesetzlich festgelegten Mindestlohn.
Was passiert, wenn der flächendeckend verbindlich eingeführt wird?
Von mir aus von 9,xx auf 12,xx €.
Alle kämen mit der jetzigen Kalkulation nicht mehr aus und müssten die Preise erhöhen.
Da es alle machen müssen, hat der Kunde keine Auswegmöglichkeit und zahlt die Zeche.
Beispiele mit kaputten LKW und Haare selber schneiden sind doch absurd.
Es wird also für die Bevölkerung teurer und sonst gar nix.
Ich wäre bereit ein paar Cent mehr zu zahlen um die unteren Verdienstschichten zu stützen.



„ Es wird also für die Bevölkerung teurer und sonst gar nix. “ ?? Oberflächlich betrachtet mag das so aussehen . Aber wer zahlt die Lohn-DAUER-Subventionen ? ? ! Der Steuerzahler . Punkt .
Seit Merkels 1. Legislaturperiode führe ich diese Debatte und wurde anfangs von dem meisten dafür angegriffen . Für Sie ging anfangs die Welt unter .
Daher nur kurz .
Siehe z.B. 2013 S. 5 (anscheinnend zu S.5 blättern) :

https://www.politik-sind-wir.net/showth ... wie-bisher)-Deutschland/page5

„ Worin bitte besteht das Risiko , wenn ich staatlich vom Steuerzahler Dauer-Subventionierte-Löhne des Arbeitgebers durch das Marktwirtschaftliche-Instrument eines halbwegs angemessenen Lohnes ersetze ??! Kommt der Steuerzahler nicht wesentlich besser dabei weg , wenn er dem Friseur um die Ecke direkt etwas mehr zahlt, anstatt über den staatlichen Verwaltungsapparat über Steuern dafür wesentlich mehr zu zahlen ?! “

Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATY

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Stiefhexenwolf » Mo 31. Dez 2018, 21:05

jorikke hat geschrieben:Von mir aus von 9,xx auf 12,xx €.
Alle kämen mit der jetzigen Kalkulation nicht mehr aus und müssten die Preise erhöhen.
Da es alle machen müssen, hat der Kunde keine Auswegmöglichkeit und zahlt die Zeche.


Hier im Süden verdienen die Frisösen bereits 12€ + Trinkgeld. Versuchen trotzdem alle aus dem Drecksjob raus zu kommen, in der Industrie gibt es das Doppelte mit weit weniger Arbeit...

Selbst gehe ich 2x im Jahr zum Friseur. Im Urlaub für 2,50 Euro. 12€ mit Trinkgeld ist mir das Haarschnitt nickt wert - Nachbarin schneidet die Haare für 5€ (und ich könnte locker zwischen 10 so Tanten wählen die das in der Freizeit machen). Die meisten Männer die ich kenne gehen gar ned zum Friseur sondern schneiden die Haare selbst mit der Maschine.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Misterfritz » Mo 31. Dez 2018, 21:14

Stiefhexenwolf hat geschrieben:(31 Dec 2018, 21:05)

Hier im Süden verdienen die Frisösen bereits 12€ + Trinkgeld. Versuchen trotzdem alle aus dem Drecksjob raus zu kommen, in der Industrie gibt es das Doppelte mit weit weniger Arbeit...

Selbst gehe ich 2x im Jahr zum Friseur. Im Urlaub für 2,50 Euro. 12€ mit Trinkgeld ist mir das Haarschnitt nickt wert - Nachbarin schneidet die Haare für 5€ (und ich könnte locker zwischen 10 so Tanten wählen die das in der Freizeit machen). Die meisten Männer die ich kenne gehen gar ned zum Friseur sondern schneiden die Haare selbst mit der Maschine.
Und jetzt ist klar, weshalb Frisöre so wenig verdienen ....
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Stiefhexenwolf » Di 1. Jan 2019, 12:53

GLÜ2010 hat geschrieben:(31 Dec 2018, 19:16)

„ Es wird also für die Bevölkerung teurer und sonst gar nix. “ ?? Oberflächlich betrachtet mag das so aussehen . Aber wer zahlt die Lohn-DAUER-Subventionen ? ? ! Der Steuerzahler . Punkt .


Es gibt keine Lohnsubventionen für Vollzeit Arbeitnehmer, es sei denn es handelt sich um Familien bei denen ein Partner nicht arbeitet. Ansonsten gibt es Hartz IV trotz Arbeit nur bei Teilzeitjobs.
Das man für 10h die Woche nicht leben kann, auch beim dreifachen Mindestlohn sollte sogar dir klar sein...

Also was soll das Gerede von Lohn-Subvention? Das gibt es nicht für Vollzeit AN.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon GLÜ2010 » Mi 2. Jan 2019, 12:27

Stiefhexenwolf hat geschrieben:(01 Jan 2019, 12:53)

Es gibt keine Lohnsubventionen für Vollzeit Arbeitnehmer, es sei denn es handelt sich um Familien bei denen ein Partner nicht arbeitet. Ansonsten gibt es Hartz IV trotz Arbeit nur bei Teilzeitjobs.
Das man für 10h die Woche nicht leben kann, auch beim dreifachen Mindestlohn sollte sogar dir klar sein...

Also was soll das Gerede von Lohn-Subvention? Das gibt es nicht für Vollzeit AN.




Stern :

Doch es geht noch schlimmer: Vollzeit arbeiten und dennoch den Stempel "Hartz IV" aufgedrückt bekommen. 371.000 Menschen sind abhängig beschäftigt und gleichzeitig beziehen sie Hartz IV. Ein Drittel von ihnen arbeitet nicht Vollzeit, sondern hat nur einen Minijob. Klar, dass hier aufgestockt werden muss. Doch rund 205.000 Arbeitnehmer arbeiten in Vollzeit und bekommen trotzdem Hartz IV vom Staat. Das gilt für diejenigen, die trotz Arbeit ihre Familien nicht finanziell versorgen können. …....


Siehe :
https://www.stern.de/wirtschaft/job/har ... 69538.html

Siehe auch
https://www.hartziv.org/news/20180514-a ... tz-iv.html

Von 371ooo Hartz 4-Beziehern sind 2/3 Vollzeit-Arbeitnehmer !!!
Sonst noch Fragen ?

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 2. Jan 2019, 12:39

jorikke hat geschrieben:(31 Dec 2018, 18:03)

Es wird also für die Bevölkerung teurer und sonst gar nix.

Richtig. Und die Mindeslohnerhöhung wird von der Teuerung aufgefressen, bestenfalls ein Nullsummenspiel.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson

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