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Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Mo 10. Sep 2018, 12:49
von zollagent
Dieses Mal von Anlegern, die Entschädigung für ihre Kursverluste bei VW-Aktien nach der Aufdeckung des Diesel-Skandals in den USA wollen. Nach Angaben in den 12.00 Uhr-Nachrichten von SWR1 haben die Forderungen einen Umfang von ca. 9 Mrd. €. Die Verteidigung des Konzerns liegt nach den gleichen Nachrichten auf der Linie "Der Vorstand hat nichts gewußt von den Manipulationen" und "Der Vorstand konnte nicht mit diesem Umfang des Skandals rechnen". Ich halte das a. für ein Eingeständnis völligen Versagens und b. darüber hinaus für eine glatte Lüge. Niemand kann mir erzählen, "untergeordnete Ebenen" hätten die Anweisung zu diesen Manipulationen gegeben. Schon gar nicht in diesem Umfang. Teilweise sollten die Entschädigungsforderungen für die Verluste von vor 2012 auch als verjährt zurückgewiesen werden. Sind diese Entschädungsforderungen gerechtfertigt? Was meint das Forum, wie werden die deutschen Gerichte hier entscheiden?

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Mo 10. Sep 2018, 13:00
von H2O
zollagent hat geschrieben:(10 Sep 2018, 12:49)

Dieses Mal von Anlegern, die Entschädigung für ihre Kursverluste bei VW-Aktien nach der Aufdeckung des Diesel-Skandals in den USA wollen. Nach Angaben in den 12.00 Uhr-Nachrichten von SWR1 haben die Forderungen einen Umfang von ca. 9 Mrd. €. Die Verteidigung des Konzerns liegt nach den gleichen Nachrichten auf der Linie "Der Vorstand hat nichts gewußt von den Manipulationen" und "Der Vorstand konnte nicht mit diesem Umfang des Skandals rechnen". Ich halte das a. für ein Eingeständnis völligen Versagens und b. darüber hinaus für eine glatte Lüge. Niemand kann mir erzählen, "untergeordnete Ebenen" hätten die Anweisung zu diesen Manipulationen gegeben. Schon gar nicht in diesem Umfang. Teilweise sollten die Entschädigungsforderungen für die Verluste von vor 2012 auch als verjährt zurückgewiesen werden. Sind diese Entschädungsforderungen gerechtfertigt? Was meint das Forum, wie werden die deutschen Gerichte hier entscheiden?


Nach Beweislage, hoffe ich.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Mo 10. Sep 2018, 13:15
von jack000
zollagent hat geschrieben:(10 Sep 2018, 12:49)"Der Vorstand hat nichts gewußt von den Manipulationen" und "Der Vorstand konnte nicht mit diesem Umfang des Skandals rechnen".

Ich halte das durchaus für möglich. Führungskräfte gehören zu den am meist belogenen Personengruppen im Arbeitsleben. Das hängt damit zusammen das der Druck ziemlich groß ist, die gewünschten Ergebnisse zu erreichen (Auch weil es um die eigene Karriere geht) und da lässt sich so mancher was einfallen.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Mo 10. Sep 2018, 13:21
von odiug
jack000 hat geschrieben:(10 Sep 2018, 13:15)

Ich halte das durchaus für möglich. Führungskräfte gehören zu den am meist belogenen Personengruppen im Arbeitsleben. Das hängt damit zusammen das der Druck ziemlich groß ist, die gewünschten Ergebnisse zu erreichen (Auch weil es um die eigene Karriere geht) und da lässt sich so mancher was einfallen.

Wenn der Vorstand ein Arbeitsklima schafft, oder zulässt, in dem Betrug, Lügen und Intrigen Teil der Arbeitsumgebung sind, dann ist er auch für die Folgen als Vorstand dafür verantwortlich.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Mo 10. Sep 2018, 13:23
von zollagent
odiug hat geschrieben:(10 Sep 2018, 13:21)

Wenn der Vorstand ein Arbeitsklima schafft, oder zulässt, in dem Betrug, Lügen und Intrigen Teil der Arbeitsumgebung sind, dann ist er auch für die Folgen als Vorstand dafür verantwortlich.

Genau das ist es! :thumbup:

Von wegen "Vorstände sind die am meisten Belogenen". Das hat ein bißchen was von "Der Fiehrer hat nicht alles gewußt". Das Eine ist so ein Unfug wie das Andere.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Mo 10. Sep 2018, 13:24
von zollagent
H2O hat geschrieben:(10 Sep 2018, 13:00)

Nach Beweislage, hoffe ich.

Davon gehe ich mal aus. Diese Antwort war aber nicht das, was ich fragte. Vielleicht ein bißchen mißverständlich ausgedrückt, aber ich bin sicher, du weißt auch so, worauf meine Frage zielte.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Mo 10. Sep 2018, 14:43
von H2O
zollagent hat geschrieben:(10 Sep 2018, 13:24)

Davon gehe ich mal aus. Diese Antwort war aber nicht das, was ich fragte. Vielleicht ein bißchen mißverständlich ausgedrückt, aber ich bin sicher, du weißt auch so, worauf meine Frage zielte.


Gut, ich ahne da schon etwas. Dennoch: Ich erwarte, daß die Gerichte die geltenden Gesetze anwenden. Politik hat in der Verhandlung nichts zu suchen. Ganz bestimmt git es Wirtschaftsstrafsachen mit ähnlichem Hintergrund, ohne daß da eine Landesregierung und eine Gewerkschaft in die Strafsache verwickelt wurden. An den Abläufen kann ein Gericht sich auch entlang hangeln.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Mo 10. Sep 2018, 16:56
von zollagent
H2O hat geschrieben:(10 Sep 2018, 14:43)

Gut, ich ahne da schon etwas. Dennoch: Ich erwarte, daß die Gerichte die geltenden Gesetze anwenden. Politik hat in der Verhandlung nichts zu suchen. Ganz bestimmt git es Wirtschaftsstrafsachen mit ähnlichem Hintergrund, ohne daß da eine Landesregierung und eine Gewerkschaft in die Strafsache verwickelt wurden. An den Abläufen kann ein Gericht sich auch entlang hangeln.

Selbstverständlich erwarte ich die Anwendung der geltenden Gesetze. Bisher war da ja mit Unterstützung unserer Regierung wenig, was den VW-Konzern zum Ausgleich der Probleme, die durch seine Betrügereien versacht worden sind, getrieben hätte.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Mo 10. Sep 2018, 18:00
von H2O
zollagent hat geschrieben:(10 Sep 2018, 16:56)

Selbstverständlich erwarte ich die Anwendung der geltenden Gesetze. Bisher war da ja mit Unterstützung unserer Regierung wenig, was den VW-Konzern zum Ausgleich der Probleme, die durch seine Betrügereien versacht worden sind, getrieben hätte.


Das ist wahr; ich wäre als KFZ-Eigentümer auch erbost, wenn mich zuerst Roßtäuscher herein legen, und mir der "mutmaßliche :D" Mittäter anschließend mit einer Prämie den Kauf eines Neufahrzeugs schmackhaft machen möchte. Daß die großzügige Prämie ja nur von den Geschädigten und nicht Geschädigten in Form von Steuergeldern erarbeitet werden muß, das ist sicher nicht ganz unwichtig.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Mo 10. Sep 2018, 18:03
von jack000
odiug hat geschrieben:(10 Sep 2018, 13:21)

Wenn der Vorstand ein Arbeitsklima schafft, oder zulässt, in dem Betrug, Lügen und Intrigen Teil der Arbeitsumgebung sind, dann ist er auch für die Folgen als Vorstand dafür verantwortlich.

Selbstverständlich ist er dafür verantwortlich. Das meinte ich ja, dass auch dieses eintreten kann ohne das der Vorstand das angeordnet oder gewusst hat. Denn wenn er es gewusst hat ist das quasi eine Anordnung.
=> Wenn er es nicht gewusst hat, hat eine falsche Führungspolitik stattgefunden!

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Mo 10. Sep 2018, 18:19
von H2O
jack000 hat geschrieben:(10 Sep 2018, 18:03)

Selbstverständlich ist er dafür verantwortlich. Das meinte ich ja, dass auch dieses eintreten kann ohne das der Vorstand das angeordnet oder gewusst hat. Denn wenn er es gewusst hat ist das quasi eine Anordnung.
=> Wenn er es nicht gewusst hat, hat eine falsche Führungspolitik stattgefunden!


Die strafrechtliche Bewertung wird sicher diesen Unterschied berücksichtigen... sofern sie ihn feststellen kann.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Mo 10. Sep 2018, 20:28
von zollagent
jack000 hat geschrieben:(10 Sep 2018, 18:03)

Selbstverständlich ist er dafür verantwortlich. Das meinte ich ja, dass auch dieses eintreten kann ohne das der Vorstand das angeordnet oder gewusst hat. Denn wenn er es gewusst hat ist das quasi eine Anordnung.
=> Wenn er es nicht gewusst hat, hat eine falsche Führungspolitik stattgefunden!

Ich kann mir nicht vorstellen, daß bei der in deutschen Betrieben üblichen Managementkultur so ein Betrug ohne Kenntnis des Vorstandes möglich wäre. Es muß nicht mal eine Order in der Art "jetzt machen wir eine Software, bei der die Kunden glauben, daß die beworbenen Abgaswerte immer und überall erreicht werden" gegeben haben. Es genügt durchaus, wenn dem Vorstand die Möglichkeit angetragen wird, die Erfüllung der Abgasvorschriften auf dem Prüfstand zu erreichen, ohne daß durch materiellen Einsatz sichergestellt wird, daß diese Werte auch im täglichen Betrieb erreicht werden. So weit entfernt von der technischen und betrieblichen Wirklichkeit sind die Vorstandsmitglieder ja auch nicht, daß sie nicht gewußt und geduldet hätten, daß hier ein gigantisches Potemkinsches Dorf errichtet wurde. Immerhin sind sie ja fast alle in der Automobilindustrie groß geworden und handelten ja nicht mit Waren, die sie selbst nie gesehen hätten. Wundern würde mich allerdings nicht, wenn die Idee dazu im Kreise des Vorstandes erst aufkam. Von irgendwelcher Entlastung zu reden, das halte ich für völlig falsch.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Mo 10. Sep 2018, 20:42
von Realist2014
zollagent hat geschrieben:(10 Sep 2018, 12:49)

Dieses Mal von Anlegern, die Entschädigung für ihre Kursverluste bei VW-Aktien nach der Aufdeckung des Diesel-Skandals in den USA wollen. Nach Angaben in den 12.00 Uhr-Nachrichten von SWR1 haben die Forderungen einen Umfang von ca. 9 Mrd. €. Die Verteidigung des Konzerns liegt nach den gleichen Nachrichten auf der Linie "Der Vorstand hat nichts gewußt von den Manipulationen" und "Der Vorstand konnte nicht mit diesem Umfang des Skandals rechnen". Ich halte das a. für ein Eingeständnis völligen Versagens und b. darüber hinaus für eine glatte Lüge. Niemand kann mir erzählen, "untergeordnete Ebenen" hätten die Anweisung zu diesen Manipulationen gegeben. Schon gar nicht in diesem Umfang. Teilweise sollten die Entschädigungsforderungen für die Verluste von vor 2012 auch als verjährt zurückgewiesen werden. Sind diese Entschädungsforderungen gerechtfertigt? Was meint das Forum, wie werden die deutschen Gerichte hier entscheiden?



Auf NTV kam die Einschätzung, falls auch DIESS angeklagt werden würde, es dann erst richtig "rumsen" würde bei VW... :|

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Mo 10. Sep 2018, 21:33
von jack000
zollagent hat geschrieben:(10 Sep 2018, 20:28)

Ich kann mir nicht vorstellen, daß bei der in deutschen Betrieben üblichen Managementkultur so ein Betrug ohne Kenntnis des Vorstandes möglich wäre. Es muß nicht mal eine Order in der Art "jetzt machen wir eine Software, bei der die Kunden glauben, daß die beworbenen Abgaswerte immer und überall erreicht werden" gegeben haben. Es genügt durchaus, wenn dem Vorstand die Möglichkeit angetragen wird, die Erfüllung der Abgasvorschriften auf dem Prüfstand zu erreichen, ohne daß durch materiellen Einsatz sichergestellt wird, daß diese Werte auch im täglichen Betrieb erreicht werden. So weit entfernt von der technischen und betrieblichen Wirklichkeit sind die Vorstandsmitglieder ja auch nicht, daß sie nicht gewußt und geduldet hätten, daß hier ein gigantisches Potemkinsches Dorf errichtet wurde. Immerhin sind sie ja fast alle in der Automobilindustrie groß geworden und handelten ja nicht mit Waren, die sie selbst nie gesehen hätten. Wundern würde mich allerdings nicht, wenn die Idee dazu im Kreise des Vorstandes erst aufkam.

In Industriekreisen kommt sowas vor. Ich habe das live erlebt das bei einer Sitzung da den Oberen totaler Blödsinn erzählt wurde und das dann auch meinem damaligen Chef gepetzt habe. Aber der war der Meinung das Thema lieber für sich zu behalten um es dann wenn was anderes schief geht, dieses dann als Trumpfkarte hervorzeigen zu können.
=> Derjenige, dem die Hochglanzpräsi vorgestellt wurde hatte gar keine Chance herauszufinden ob das nun Blödsinn oder Wahrhaftig ist was ihm da vorgestellt wurde. Er muss seinen Führungskräften vertrauen können, denn er kann das alles überhaupt nicht im Detail wissen.
=> Daher müssen die Führungsstrukturen entsprechend aufgebaut werden!

Von irgendwelcher Entlastung zu reden, das halte ich für völlig falsch.

Von einer Entlastung redet ja auch niemand. Es geht um die Aussage, dass es nicht sein kann das die davon nichts gewusst haben. Ich bin schon der Meinung, dass es tatsächlich sein kann dass die davon nichts gewusst haben und genau das ist das Problem!

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Di 11. Sep 2018, 09:51
von zollagent
jack000 hat geschrieben:(10 Sep 2018, 21:33)

In Industriekreisen kommt sowas vor. Ich habe das live erlebt das bei einer Sitzung da den Oberen totaler Blödsinn erzählt wurde und das dann auch meinem damaligen Chef gepetzt habe. Aber der war der Meinung das Thema lieber für sich zu behalten um es dann wenn was anderes schief geht, dieses dann als Trumpfkarte hervorzeigen zu können.
=> Derjenige, dem die Hochglanzpräsi vorgestellt wurde hatte gar keine Chance herauszufinden ob das nun Blödsinn oder Wahrhaftig ist was ihm da vorgestellt wurde. Er muss seinen Führungskräften vertrauen können, denn er kann das alles überhaupt nicht im Detail wissen.
=> Daher müssen die Führungsstrukturen entsprechend aufgebaut werden!


Von einer Entlastung redet ja auch niemand. Es geht um die Aussage, dass es nicht sein kann das die davon nichts gewusst haben. Ich bin schon der Meinung, dass es tatsächlich sein kann dass die davon nichts gewusst haben und genau das ist das Problem!

Ich war jahrelang selbst in solchen Führungsgremien, wenn auch nicht so groß wie der VW-Konzern. Und es sind a. nicht die größten Idioten, die "oben" sitzen, auch wenn das gerne erzählt wird, und b. erkennt so was nicht nur Einer. Jemand, der in solche Gremien berufen oder gewählt wird, hat schon ein Gespür dafür, ob und wann er belogen wird. Sonst hätte er da wenig Chancen, reinzukommen. Odiug hat das schon gut beschrieben, es ist die Atmosphäre, unter der so was gedeihen kann und die wird vom Vorstand geschaffen. Es mag schon sein, daß da ein paar Vorstandsmitglieder belogen werden WOLLTEN, um nur ja nichts wissen zu müssen. Ich bleibe aber dabei, ohne Wissen des Vorstands geht es in dieser Dimension nicht.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Di 11. Sep 2018, 10:18
von schokoschendrezki
zollagent hat geschrieben:(10 Sep 2018, 12:49)

Dieses Mal von Anlegern, die Entschädigung für ihre Kursverluste bei VW-Aktien nach der Aufdeckung des Diesel-Skandals in den USA wollen. Nach Angaben in den 12.00 Uhr-Nachrichten von SWR1 haben die Forderungen einen Umfang von ca. 9 Mrd. €.

Ich möchte nur mal wissen, wie Unternehmen wie VW auch aktuell immer neue Rekordumsätze machen. Kann mir das jemand mal erklären. 9 Mrd sind auch für einen Weltkonzern kein Pappenstiel. Oder anders gefragt: Was wäre mit den Milliardenstrafen eigentlich passiert, wenn es keinerlei strafbare Vorfälle gegeben hätte?

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Di 11. Sep 2018, 10:39
von zollagent
schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Sep 2018, 10:18)

Ich möchte nur mal wissen, wie Unternehmen wie VW auch aktuell immer neue Rekordumsätze machen. Kann mir das jemand mal erklären. 9 Mrd sind auch für einen Weltkonzern kein Pappenstiel. Oder anders gefragt: Was wäre mit den Milliardenstrafen eigentlich passiert, wenn es keinerlei strafbare Vorfälle gegeben hätte?

Es wäre für Lohn- Gehaltszahlungen, Prämien für Vorstand und Mitarbeiter, Steuerzahlungen, Investitionen und Ausschüttungen an die Aktionäre verwendet worden. Nur mal als kleine Zusatzinformation, in der Nachrichtensendung, auf die ich mich bezogen habe, wurde die Zahl von 30 Mrd. € genannt, die der Abgasskandal VW allein in den USA bisher gekostet habe. Das ist noch eine Menge mehr als die 9 Mrd. die die Anleger haben wollen. Für mich gehört angesichts solcher Zustände JEDER, der im Umkreis von Vorstand und Aufsichtsrat etwas zu sagen hatte, ausgetauscht. Aber das ist nur meine moralische Bewertung.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Do 13. Sep 2018, 16:06
von unity in diversity
zollagent hat geschrieben:(11 Sep 2018, 10:39)

Es wäre für Lohn- Gehaltszahlungen, Prämien für Vorstand und Mitarbeiter, Steuerzahlungen, Investitionen und Ausschüttungen an die Aktionäre verwendet worden. Nur mal als kleine Zusatzinformation, in der Nachrichtensendung, auf die ich mich bezogen habe, wurde die Zahl von 30 Mrd. € genannt, die der Abgasskandal VW allein in den USA bisher gekostet habe. Das ist noch eine Menge mehr als die 9 Mrd. die die Anleger haben wollen. Für mich gehört angesichts solcher Zustände JEDER, der im Umkreis von Vorstand und Aufsichtsrat etwas zu sagen hatte, ausgetauscht. Aber das ist nur meine moralische Bewertung.

Die finanzielle Bewertung:
Die Versager haften mit ihrem gesamten zusammengemogelten Vermögen.
So wäre es richtig.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Do 13. Sep 2018, 16:44
von zollagent
unity in diversity hat geschrieben:(13 Sep 2018, 16:06)

Die finanzielle Bewertung:
Die Versager haften mit ihrem gesamten zusammengemogelten Vermögen.
So wäre es richtig.

Das ergäbe leider keine 30 Mrd. €. Und einfach nur "kreuziget sie" zu rufen, ohne eine Trendwende in der allgemeinen Unternehmensphilosophie einzuleiten, das ist Herumkurieren an Symptomen, während die Krankheit unbehandelt weitergeht.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Do 13. Sep 2018, 17:01
von unity in diversity
zollagent hat geschrieben:(13 Sep 2018, 16:44)

Das ergäbe leider keine 30 Mrd. €. Und einfach nur "kreuziget sie" zu rufen, ohne eine Trendwende in der allgemeinen Unternehmensphilosophie einzuleiten, das ist Herumkurieren an Symptomen, während die Krankheit unbehandelt weitergeht.

Keiner verläßt lebend die Firma, bevor seine Entscheidungen allgemeinwirksam werden!
Geht es so?