Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

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Orwellhatterecht
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Orwellhatterecht » So 2. Apr 2017, 11:53

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(02 Apr 2017, 10:44)

Nö, nach derselben Logik würden auch die Löhne und Gehälter der Beschäftigten auf Kosten des Steuerzahlers bezahlt werden. Was natürlich genau so ein Unsinn ist, wie die andere Behauptung.



Dein "auch" zeigt mir, dass ich sehr wohl den richtigen Nerv getroffen habe!
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!“
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3x schwarzer Kater
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 2. Apr 2017, 15:23

Orwellhatterecht hat geschrieben:(02 Apr 2017, 11:53)

Dein "auch" zeigt mir, dass ich sehr wohl den richtigen Nerv getroffen habe!


Nö, es zeigt nur, dass du wie so oft Probleme mit dem Leseverständnis hast.
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jorikke
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon jorikke » So 2. Apr 2017, 16:42

Orwellhatterecht hat geschrieben:(02 Apr 2017, 10:07)

Mit original derselben Logik müssten dann allerdings auch die Löhne und Gehälter der Beschäftigten exorbitant erhöht werden. Denn je höher die Bezüge, desto höher auch die Steuern. Was also hindert uns daran, dieser eigentlich grandiosen (Un)logik zu folgen? Ach, ja, richtig, weil sich einige wenige alles in die bereits übervollen Taschen stopfen, bleiben für die wirklichen Leistungserbringer stets nur noch ein paar Krümel übrig. Und selbst die werden zuvor noch grob eingesammelt und
an die Boni Berechtigten verteilt, bevor etwas den Lohnsklaven gegeben wird.


Der Erfolg der Manager lässt sich tatsächlich auch daran messen, inwieweit sich die Lohnsumme unter seiner Ägide erhöht.
Wenn es jemand schafft aus eine dümpelnde Firma mit 300 Mitarbeitern und einem Ebit von 1-2% innerhalb weniger Jahre einen Laden aufzubauen der einen Ebit von ca. 10 % erwirtschaftet und in dem die Belegschaft verfünffacht wurde, dann ist der Mann für den Eigentümer sehr viel Geld wert.
Merkwürdigerweise wird hier oft aus der Neidperspektive geurteilt. Offensichtlich ist es für einige nicht vorstellbar, wie sehr ein "genialer" Manager eine Firma zum Positiven umkrempeln kann.
Ich habe 1960 in einer solchen Firma eine Lehre begonnen und bin dann fast 45 Jahre dort geblieben. Führungskräfte habe ich en masse kommen und gehen gesehen. Dann wurde einer für viel Geld angeworben.
Die beste Idee, die der Eigentümer jemals hatte.
1960 noch 120 Leute und einen Jahresgewinn den der Eigentümer im Portemonnaie nach Hause tragen konnte. Heute eine Firma mit etwa 6500 Mitarbeitern, gut 1,2 Milliarden Jahresumsatz und einer Rendite vor Steuern von etwa 14%.
Übrigens, das Einkommen hat dem Manager nach zwei/drei Jahren niemand aus der Belegschaft mehr missgönnt. Ein Bonmot war seinerzeit, wenn mal etwas schief geht, für den gehen wir sammeln.
Leider hat dann ein großer Konzern für ihn einige Millionen mehr geboten. Zum Glück hat er uns als Nachfolger jemanden hinterlassen, der sozusagen "kongenial" ist.
...und ja, dass die Gehälter im gleichen Maße erhöht werden müssen, ist eine Schnapsidee.
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Schwachzocker » So 2. Apr 2017, 17:51

Meinem Vorredner schließe ich mich an und füge folgendes hinzu:

In der gesamten Diskussion um Mangergehälter wird offenbar davon ausgegangen, dass Menschen in einer Marktwirtschaft zwangsläufig nach ihrer Arbeitsleistung bzw. nach ihren Arbeitsergebnissen bezahlt werden müssen. Das halte ich aber für falsch. Man kann und darf jemanden für alles mögliche bezahlen.
Eventuell ist es gerade im Beispiel von VW sinnvoll, einem ausscheidenden Vorstandsmitglied eine hohe Abfindung mit auf dem Weg zu geben. Wer weiß, wie es so wäre, wenn diese Person ihr Wissen über VW ausplaudert? Das kann Milliarden kosten. Eine Verschwiegenheitsverpflichtung im Arbeitsvertrag hilft der Firma auch nicht, wenn sie dann pleite ist.
Ich kann jemanden auch dafür bezahlen, um seine Kontakte zu höheren Regierungsmitgliedern zu nutzen. Wer zum Beispiel selbst einmal Regierungsmitglied war, weiß vielleicht, wer die eine oder andere Leiche im Keller hat und kann bei Verhandlungen in entsprechend starker Position auftreten.

Das sind alles geldwerte Dinge, die ein normaler Arbeitnehmer so nicht zu bieten hat.
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Orwellhatterecht » So 2. Apr 2017, 19:03

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(02 Apr 2017, 15:23)

Nö, es zeigt nur, dass du wie so oft Probleme mit dem Leseverständnis hast.



Nö!
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Orwellhatterecht » So 2. Apr 2017, 19:21

Schwachzocker hat geschrieben:(02 Apr 2017, 17:51)


Ich kann jemanden auch dafür bezahlen, um seine Kontakte zu höheren Regierungsmitgliedern zu nutzen. Wer zum Beispiel selbst einmal Regierungsmitglied war, weiß vielleicht, wer die eine oder andere Leiche im Keller hat und kann bei Verhandlungen in entsprechend starker Position auftreten.

Das sind alles geldwerte Dinge, die ein normaler Arbeitnehmer so nicht zu bieten hat.



Also als Belohnung für offensichtliche Korruption ?! Als Ersatz dafür, dass der Staatsanwalt in einem solchen Fall dann nicht bemüht wird?
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Orwellhatterecht » So 2. Apr 2017, 19:24

jorikke hat geschrieben:(02 Apr 2017, 16:42)

Der Erfolg der Manager lässt sich tatsächlich auch daran messen, inwieweit sich die Lohnsumme unter seiner Ägide erhöht.
Wenn es jemand schafft aus eine dümpelnde Firma mit 300 Mitarbeitern und einem Ebit von 1-2% innerhalb weniger Jahre einen Laden aufzubauen der einen Ebit von ca. 10 % erwirtschaftet und in dem die Belegschaft verfünffacht wurde, dann ist der Mann für den Eigentümer sehr viel Geld wert.
Merkwürdigerweise wird hier oft aus der Neidperspektive geurteilt. Offensichtlich ist es für einige nicht vorstellbar, wie sehr ein "genialer" Manager eine Firma zum Positiven umkrempeln kann.
Ich habe 1960 in einer solchen Firma eine Lehre begonnen und bin dann fast 45 Jahre dort geblieben. Führungskräfte habe ich en masse kommen und gehen gesehen. Dann wurde einer für viel Geld angeworben.
Die beste Idee, die der Eigentümer jemals hatte.
1960 noch 120 Leute und einen Jahresgewinn den der Eigentümer im Portemonnaie nach Hause tragen konnte. Heute eine Firma mit etwa 6500 Mitarbeitern, gut 1,2 Milliarden Jahresumsatz und einer Rendite vor Steuern von etwa 14%.
Übrigens, das Einkommen hat dem Manager nach zwei/drei Jahren niemand aus der Belegschaft mehr missgönnt. Ein Bonmot war seinerzeit, wenn mal etwas schief geht, für den gehen wir sammeln.
Leider hat dann ein großer Konzern für ihn einige Millionen mehr geboten. Zum Glück hat er uns als Nachfolger jemanden hinterlassen, der sozusagen "kongenial" ist.
...und ja, dass die Gehälter im gleichen Maße erhöht werden müssen, ist eine Schnapsidee.



Was geschieht denn mit den vielen, vielen Managern, die sich für ihre Aufgabe als absolut unfähig erwiesen haben, die sozusagen ihre Unfähigkeit unter Beweis gestellt haben? Richtig, man wirft ihnen möglichst viel Geld hinterher, um sie endlich los zu werden, VW ist da gerade ein recht abschreckendes Beispiel.
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Schwachzocker » So 2. Apr 2017, 20:00

Orwellhatterecht hat geschrieben:(02 Apr 2017, 19:21)

Also als Belohnung für offensichtliche Korruption ?! Als Ersatz dafür, dass der Staatsanwalt in einem solchen Fall dann nicht bemüht wird?

Welche Korruption?
Sofern diese stattgefunden hat, wäre es nichts weiter als das gute Recht der Firma (bzw. deren Vertreter) dazu zu schweigen. Jedem, wirklich jedem, wird dieses Recht zuerkannt. Jeder Anwalt würde hier dazu raten. Und ja, in diesem Fall kostet das eventuell etwas.
Im übrigen ist die "Korruption" ja bereits im Arbeitsvertrag in Form einer Verschwiegenheitsverpflichtung fixiert. Das kann jeder, der meint, dies wäre Korruption, nachlesen und entsprechend anzeigen.
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Schwachzocker » So 2. Apr 2017, 20:03

Orwellhatterecht hat geschrieben:(02 Apr 2017, 19:24)

Was geschieht denn mit den vielen, vielen Managern, die sich für ihre Aufgabe als absolut unfähig erwiesen haben, die sozusagen ihre Unfähigkeit unter Beweis gestellt haben? ..

Vertrag ist Vertrag! Das der Manager "fähig" sein muss, steht da vermutlich nicht.
Frage lieber, wer diese Verträge auf Seiten von VW unterzeichnet hat? Dieselben, die jetzt Einkommensangleichung fordern!
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Boracay » So 2. Apr 2017, 20:05

Orwellhatterecht hat geschrieben:(02 Apr 2017, 19:24)

Was geschieht denn mit den vielen, vielen Managern, die sich für ihre Aufgabe als absolut unfähig erwiesen haben, die sozusagen ihre Unfähigkeit unter Beweis gestellt haben? Richtig, man wirft ihnen möglichst viel Geld hinterher, um sie endlich los zu werden, VW ist da gerade ein recht abschreckendes Beispiel.


Das gleiche wie mit unfähigen Mitarbeitern der "normalen" Belegschaft. Da es in Deutschland in großen Konzernen kaum möglich ist jemand zu entlassen dank des gestörten Kündigungsschutzes, werden gigantische Abfindungszahlungen bzw. Kaltstellpositionen angeboten. Da kostet der geistig zurückgebliebene Siemensianer den Arbeitgeber dann immer noch gut eine Million bis er in Rente geht, auch ohne irgendeinen Fatz zu arbeiten.
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Realist2014 » Mo 3. Apr 2017, 06:26

Orwellhatterecht hat geschrieben:(02 Apr 2017, 19:24)

Was geschieht denn mit den vielen, vielen Managern, die sich für ihre Aufgabe als absolut unfähig erwiesen haben, die sozusagen ihre Unfähigkeit unter Beweis gestellt haben? Richtig, man wirft ihnen möglichst viel Geld hinterher, um sie endlich los zu werden, VW ist da gerade ein recht abschreckendes Beispiel.



noe

die haben befristete Vertraege.

Werden die einseitig gekuendigt, wird eben Zahlung bis Vertragsende faellig
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Orwellhatterecht » Mo 3. Apr 2017, 16:36

Schwachzocker hat geschrieben:(02 Apr 2017, 20:00)

Welche Korruption?
Sofern diese stattgefunden hat, wäre es nichts weiter als das gute Recht der Firma (bzw. deren Vertreter) dazu zu schweigen. Jedem, wirklich jedem, wird dieses Recht zuerkannt. Jeder Anwalt würde hier dazu raten. Und ja, in diesem Fall kostet das eventuell etwas.
Im übrigen ist die "Korruption" ja bereits im Arbeitsvertrag in Form einer Verschwiegenheitsverpflichtung fixiert. Das kann jeder, der meint, dies wäre Korruption, nachlesen und entsprechend anzeigen.



Du meinst, es tut der Firma nicht unbedingt gut, wenn Kungelei und Vetternwirtschaft in der Öffentlichkeit breit getreten werden?! Dabei braucht man nur seine Augen und Ohren zu öffnen, in D findet Korruption vor allen Dingen "nachgelagert" statt.
Diese Unsitte ist offenbar derart verbreitet, dass inzwischen sogar der Gesetzgeber immerhin minimale Schranken dagegen errichtet hat, indem er Karenzzeiten eingeführt hat.
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Orwellhatterecht » Mo 3. Apr 2017, 16:40

Schwachzocker hat geschrieben:(02 Apr 2017, 20:03)

Vertrag ist Vertrag! Das der Manager "fähig" sein muss, steht da vermutlich nicht.
Frage lieber, wer diese Verträge auf Seiten von VW unterzeichnet hat? Dieselben, die jetzt Einkommensangleichung fordern!



Manager werden im Regelfall von anderen Managern eingestellt. Zuzugeben, dass die besagte Einstellung "ein Griff ins Klo" war, wirft auf die betr. Einsteller ebenfalls kein gutes Licht. Ausserdem ist es nicht das eigene Geld, das diese Leute dann sinnlos verprassen, sondern das des Unternehmens, im nächsten Atemzug werden dann den Beschäftigten, den eigentlichen Leistungserbringern, wiederum entsprechende Daumenschrauben angelegt.
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Schwachzocker » Mo 3. Apr 2017, 17:24

Orwellhatterecht hat geschrieben:(03 Apr 2017, 16:40)
...Ausserdem ist es nicht das eigene Geld, das diese Leute dann sinnlos verprassen, sondern das des Unternehmens...

Genauer gesagt, das Geld der Aktionäre ... u.a. meines! Für mich ist das in Ordnung. Wer ein Problem damit hat, muss keine Aktien kaufen, bzw. kauft nur Aktien von Unternehmen, wo Manager relativ wenig Geld verdienen. So blöd ist natürlich niemand.
Was die Allgemeinheit die ganze Sache angeht, leuchtet mir aber nicht ein?
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Orwellhatterecht » Mo 3. Apr 2017, 20:23

Schwachzocker hat geschrieben:(03 Apr 2017, 17:24)

Genauer gesagt, das Geld der Aktionäre ... u.a. meines! Für mich ist das in Ordnung. Wer ein Problem damit hat, muss keine Aktien kaufen, bzw. kauft nur Aktien von Unternehmen, wo Manager relativ wenig Geld verdienen. So blöd ist natürlich niemand.
Was die Allgemeinheit die ganze Sache angeht, leuchtet mir aber nicht ein?




Ich finde, die Allgemeinheit geht es eine ganze Menge an, wenn abgehalfterte Politiker anschliessend ihr recht üppiges Gnadenbrot von Industriefirmen erhalten. Dann ergibt auch so manche Gesetzesänderung, die der Betreffende in seiner aktiven Zeit als Politiker durchboxte, plötzlich wieder Sinn, obwohl sie zuvor scheinbar sinnlos erschien. Denke da beispielsweise u.a. an den Ausbau eines Flughafens im hessischen, den eigentlich kein Mensch braucht, da 2 andere, ebenfalls vom Steuerzahler subventionierte Flughäfen lediglich 80 und 130 km entfernt liegen, allerdings in einem anderen Bundesland.

Und die Allgemeinheit geht es ebenso eine ganze Menge an, wenn durch diese Aktivitäten andererseits Arbeitsplätze gestrichen werden und die Betreffenden somit in die Arbeitslosigkeit entlassen und somit den Sozialsystemen zugeführt werden.
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Realist2014 » Mi 5. Apr 2017, 06:54

Orwellhatterecht hat geschrieben:(03 Apr 2017, 20:23)

Ich finde, die Allgemeinheit geht es eine ganze Menge an, wenn abgehalfterte Politiker anschliessend ihr recht üppiges Gnadenbrot von Industriefirmen erhalten. .



was hat das mit den Gehaeltern der Vorstaende zu tun?

nein, es geht "der Allgemeinheit" ueberhapt nichts an, was Eigentuemer ( Gesellschafter, Aktionaere mittels Aufsichtsrat usw.) an ihre Top-Mitarbeiter ( = Manager) in welcher Hoehe an Entlohung bereit sind zu bezahlen

das faellt in die von der Verfassung zugesicherte Vertragsfreiheit

egal, was die selbsternannten Sozialgerechten schwadronieren
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon jorikke » Mi 5. Apr 2017, 08:02

Orwellhatterecht hat geschrieben:(02 Apr 2017, 19:24)

Was geschieht denn mit den vielen, vielen Managern, die sich für ihre Aufgabe als absolut unfähig erwiesen haben, die sozusagen ihre Unfähigkeit unter Beweis gestellt haben? Richtig, man wirft ihnen möglichst viel Geld hinterher, um sie endlich los zu werden, VW ist da gerade ein recht abschreckendes Beispiel.


Das ist mir egal. Mein Beitrag bezog sich auf die Manager, die mit viel Wissen und Fleiß in herausragender Position großartiges leisten.
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon odiug » Mi 5. Apr 2017, 08:05

Realist2014 hat geschrieben:(05 Apr 2017, 06:54)

was hat das mit den Gehaeltern der Vorstaende zu tun?

nein, es geht "der Allgemeinheit" ueberhapt nichts an, was Eigentuemer ( Gesellschafter, Aktionaere mittels Aufsichtsrat usw.) an ihre Top-Mitarbeiter ( = Manager) in welcher Hoehe an Entlohung bereit sind zu bezahlen

das faellt in die von der Verfassung zugesicherte Vertragsfreiheit

egal, was die selbsternannten Sozialgerechten schwadronieren

Die Eigentuemer, sprich die Aktionaere bestimmen nicht die Gehalter von Managern, sondern der Vorstand ... sprich die Manager.
Aktionaere koennen den Vorstand nur "entlasten", sprich die Entscheidungen "absegnen".
Wenn sie das aber nicht tun, dann hat das keinerlei Konsequenzen.
Und weil die Aktienstruktur in Deutschland sehr institutionell ist, sprich Banken und Versicherungen die meisten Anteile halten, ist auch die Entlastung meist eine Sachen unter Managern.
Da stimmt halt Allianz fuer Siemens und andersherum.
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 5. Apr 2017, 08:10

odiug hat geschrieben:(05 Apr 2017, 08:05)

Die Eigentuemer, sprich die Aktionaere bestimmen nicht die Gehalter von Managern, sondern der Vorstand ... sprich die Manager.
.


Korrekterweise ist es bei Aktiengesellschaften der Aufsichtsrat, der für die Vergütung des Vorstandes zuständig ist.
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon odiug » Mi 5. Apr 2017, 08:14

jorikke hat geschrieben:(05 Apr 2017, 08:02)

Das ist mir egal. Mein Beitrag bezog sich auf die Manager, die mit viel Wissen und Fleiß in herausragender Position großartiges leisten.
Für den Ausschuss bist du zuständig.

Manager sind wie alle auch nur Menschen und kochen auch nur mit Wasser.
Also mir ist dein Urteil zu pauschal.
Es gibt gute und absolute Pfuscher, wie ueberall sonstwo auch.
Das Problem ist, dass ein pfuschender Handwerker die Konsequenzen seines Pfusch selbst zu spueren bekommt, waerend Manager oft sehr weich "fallen".
Ich habe da schon ein Problem damit, dass sich unter Managern eine Clicke gebildet hat, an die sehr schwer heranzukommen ist und sich allzu oft aus der Verantwortung stiehlt ... mit ueppigen Abfindungen.

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