Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Moderator: Moderatoren Forum 1

Benutzeravatar
firlefanz11
Beiträge: 7328
Registriert: Mo 10. Sep 2012, 13:18

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon firlefanz11 » Di 21. Mai 2019, 14:14

Adam Smith hat geschrieben:(20 May 2019, 18:35)

Das Kursziel liegt bei 230 US-Dollar.

https://www.finanzen.net/nachricht/akti ... en-7513187

Aus wäre ein Kursziel deutlich unter 200 US-Dollar.

Wie wärs mit 10 US Dollar...? :D
Morgan Stanley cut its bear (worst-case) forecast on Tesla’s stock from $97 to just $10 on Tuesday, citing concerns about the company’s increased debt load and geopolitical exposure. In particular, Morgan Stanley analysts said the reduction was driven by concerns around Chinese demand for Tesla products.

https://www.cnbc.com/2019/05/21/morgan- ... ario.html#
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 25888
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Adam Smith » Di 21. Mai 2019, 14:30

firlefanz11 hat geschrieben:(21 May 2019, 14:14)

Wie wärs mit 10 US Dollar...? :D

https://www.cnbc.com/2019/05/21/morgan- ... ario.html#


Murx selber geht ja davon aus, dass Tesla in 10 Monaten pleite sein kann.
Benutzeravatar
firlefanz11
Beiträge: 7328
Registriert: Mo 10. Sep 2012, 13:18

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon firlefanz11 » Do 23. Mai 2019, 17:18

Zur Frage im Threadtitel: Jetzt
Aus meiner Sicht hat Tesla keine Überlebenschance. Der Kursverfall ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Schlimmer ist, dass die Führungskräfte, allen voran Finanzvorstand sowie Entwicklungs- und Technikvorstand aus dem Unternehmen flüchten. Hinzu kommen Sparmaßnahmen im Vertrieb, weniger Verkaufsstellen, Entlassung von Mitarbeitern in der Produktion. Das macht doch keinen Sinn: Genau dort fehlen doch Kapazitäten, wie man an den endlosen Produktionsproblemen sieht. Sparprogramme in Notsituationen kündigen meiner Erfahrung nach immer das Ende eines Unternehmens an. Elon Musk gibt sich selber noch zehn Monate, dann ist die Kasse leer. Das Wasser steht ihm bis zum Hals.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Tesla-ha ... 42419.html
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 29981
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Do 23. Mai 2019, 19:21

firlefanz11 hat geschrieben:(23 May 2019, 17:18)

Zur Frage im Threadtitel: Jetzt

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Tesla-ha ... 42419.html

Schlimmer ist, dass die Führungskräfte, allen voran Finanzvorstand sowie Entwicklungs- und Technikvorstand aus dem Unternehmen flüchten.

=> Wenn die schon abhauen, dann ist Feierabend in der Firma ...
DU30
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 29981
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Fr 24. Mai 2019, 15:43

E-Autobauer in der Krise
Tesla rast auf eine Finanzkatastrophe zu - kann Elon Musk seine Firma retten?

Der Elektroautobauer Tesla steckt tief in der Krise - und das selbstverschuldet. Elon Musk setzt auf ein hartes Sparprogramm, um sein Unternehmen wieder profitabel zu machen. Aber ist Tesla noch zu retten?

Zu Anfang eine Quizfrage: Welches Unternehmen hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 702 Millionen Dollar Verlust gemacht? Sie kommen nicht drauf? Dann probieren wir es mal so: Welcher Vorstandsboss welches Konzerns hat nicht nur ständig Mordsärger mit der Börsenaufsicht seines Landes, so dass ihm ein Aufpasser zur Seite gestellt werden musste, damit der Herr nicht ununterbrochen über Twitter ähnlichen Quatsch in die Wirtschaftswelt schickt wie der amtierende US-Präsident es mit Vorliebe tut? Und obendrein hat der besagte Manager, der natürlich der Beste seiner Kaste ist, noch kein Geschäftsjahr mit einem Gewinn abgeschlossen. Na, dämmert’s? Klar, die Firma heißt Tesla und der Chef Elon Musk.

Die neueste Meldung von Anfang dieser Woche macht keine Hoffnung, dass sich die Finanzlage des Elektroautobauers auf absehbare Zeit auch nur minimal verbessern könnte. Musk hat die Mitarbeiter seines Autokonzerns in einer Mail auf harte Sparmaßnahmen für das Unternehmen eingeschworen. Amerikanische Medien berichten, dass Musk fürchtet, dem Unternehmen könnte sonst innerhalb von zehn Monaten das Geld ausgehen. Musk und Finanzvorstand Zach Kirkhorn kündigen mit drastischen Worten an, "alle Ausgaben jeglicher Art auf der ganzen Welt, einschließlich Bauteilen, Gehältern, Reisekosten, Mieten, buchstäblich jede Zahlung, die das Bankkonto verlasse", zu überprüfen. Das Sparprogramm sei trotz einer kürzlichen Kapitalerhöhung von zwei Milliarden Dollar nötig geworden.

Das ist Alarmstufe Rot. Dementsprechend hat die Börse reagiert: Der Kurs für das Wertpapier lag bei Börsenschluss am 22. Mai nur noch bei 177 Euro (204 Dollar) für eine Aktie. Zwischenzeitlich sogar darunter. Ein gigantischer Absturz, denn am 14. Dezember 2018 stand das Papier noch bei knapp 330 Euro. Das kalifornische Börsenanalysenhaus Wedbush mit Sitz in Los Angeles spricht davon, dass "Tesla nun einen Kilimandscharo-artigen Aufstieg hinlegen müsse, um, wie in Aussicht gestellt, im zweiten Halbjahr … in die Gewinnzone vorzudringen".

Und die Wedbush-Analysten wundern sich über die Konzernpolitik: Tesla beschäftige sich mit der Expansion in den Versicherungs-Sektor, Robotertaxis und Science-Fiction-Projekten, statt sich lieber auf den Verkauf des Model 3 und Kostensenkungen zu konzentrieren. Kühle Köpfe fragen angesichts solcher Zahlen, Einschätzungen und Negativnachrichten gerne nach dem Börsenwert eines Unternehmens, um daran ablesen zu können, wie begehrt Anteile an der Firma sind. Damit ist der Wert aller Aktien einer Firma auf Basis des Börsenkurses gemeint. Experten sprechen in dem Zusammenhang auch von Marktkapitalisierung. Die Lage ist aktuell zum Heulen: Im Juni 2017 lag der Börsenwert Teslas noch bei gigantischen ca. 61 Milliarden Dollar (55 Milliarden Euro), jetzt gegen Ende Mai 2019 hat er sich mit nur noch rund 34 Milliarden Dollar (31 Milliarden Euro) quasi halbiert. Wie zu diesem grauenvollen Absturz Elon Musks Aussage von Anfang Mai passt, wonach er mittelfristig mit einem Börsenwert von 500 Milliarden Dollar rechne, weil sich Teslas Aktivitäten beim Trend zum autonomen Fahren auszahlen würden, bleibt sein Geheimnis. So berichtete es der US-Sender CNBC, Musk habe dies bei einer Telefonkonferenz vor Investoren erklärt.

https://www.stern.de/auto/tesla-rast-au ... 22810.html

Es kam wie es kommen musste. So ein Stil in der Unternehmensführung musste ja irgendwann gegen die Wand fahren. Schade drum, Musk hätte erstmal kleinere Brötchen backen sollen.
DU30
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 25888
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Adam Smith » Fr 24. Mai 2019, 16:49

jack000 hat geschrieben:(24 May 2019, 15:43)

https://www.stern.de/auto/tesla-rast-au ... 22810.html

Es kam wie es kommen musste. So ein Stil in der Unternehmensführung musste ja irgendwann gegen die Wand fahren. Schade drum, Musk hätte erstmal kleinere Brötchen backen sollen.


Das positive ist ja, dass nun Tesla realistisch betrachtet wird. Vorher galt ja jede Kritik an Tesla als rückwärtsgewandt.
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 29981
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Fr 24. Mai 2019, 17:00

Adam Smith hat geschrieben:(24 May 2019, 16:49)

Das positive ist ja, dass nun Tesla realistisch betrachtet wird. Vorher galt ja jede Kritik an Tesla als rückwärtsgewandt.

Oh ja, das kann man hier alles nachlesen!
DU30
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 5110
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 24. Mai 2019, 18:43

Adam Smith hat geschrieben:(24 May 2019, 16:49)

Das positive ist ja, dass nun Tesla realistisch betrachtet wird. Vorher galt ja jede Kritik an Tesla als rückwärtsgewandt.

Ja. Frems hat einen verbal gesteinigt. Aber ich hab wieder mal recht behalten.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
Berthold Achim K.
Beiträge: 31
Registriert: Fr 24. Mai 2019, 17:34
Benutzertitel: Nachname: Kaulitz
Wohnort: Oberhausen, NRW

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Berthold Achim K. » Fr 24. Mai 2019, 19:31

Hallo, ich bin neu hier und freue mich, dass ich künftig am hiesigen regen Austausch teilhaben kann.

jack000 hat geschrieben:Musk hätte erstmal kleinere Brötchen backen sollen.


Wirtschaftliche Überlebenschancen sind angesichts einer immer komplexeren und komplizierteren Welt wohl nur recht schwierig einzuschätzen, und dies bezieht sich keinesfalls einzig und allein auf Tesla. Sehr interessant halte ich hierbei z.B. diverse Äußerungen von sowohl Politikern als auch Menschen unterschiedlichster Geschlechter und Gesellschaftsschichten, die nicht wirklich auf weniger aktuelle Erfahrungen mit nicht entsprechend komplexen Zusammenhängen beruhen, dafür jedoch unter Berücksichtigungen teils obsoleter internationaler Interessen und selten auch demographischer Zusammenhänge (auch, wenn es um Subventionierungen geht), welche ohne entsprechendes Hintergrundwissen eher tendeziös und mitunter auch komplett irrational erscheinen, wobei diese aber niemals grundlos in verschiedenste Richtungen abschweifen können, ob mit oder ohne Zustimmung von oben. Dabei ist es sehr wichtig zu erkennen, dass auch die Nutzung von Kernkraft hier erheblich komplizierter erscheint, als man vermuten mag. Aber Sie haben natürlich völlig Recht. Letztendlich ist all dies selbstverständlich immer auch eine Frage der Finanzen.

Berthold Achim Kaulitz,
Oberhausen
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 29981
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Fr 24. Mai 2019, 20:20

Alter Stubentiger hat geschrieben:(24 May 2019, 18:43)
Aber ich hab wieder mal recht behalten.

Nicht nur du ;)
DU30
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 5110
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 24. Mai 2019, 20:37

Berthold Achim K. hat geschrieben:(24 May 2019, 19:31)

Hallo, ich bin neu hier und freue mich, dass ich künftig am hiesigen regen Austausch teilhaben kann.



Wirtschaftliche Überlebenschancen sind angesichts einer immer komplexeren und komplizierteren Welt wohl nur recht schwierig einzuschätzen, und dies bezieht sich keinesfalls einzig und allein auf Tesla. Sehr interessant halte ich hierbei z.B. diverse Äußerungen von sowohl Politikern als auch Menschen unterschiedlichster Geschlechter und Gesellschaftsschichten, die nicht wirklich auf weniger aktuelle Erfahrungen mit nicht entsprechend komplexen Zusammenhängen beruhen, dafür jedoch unter Berücksichtigungen teils obsoleter internationaler Interessen und selten auch demographischer Zusammenhänge (auch, wenn es um Subventionierungen geht), welche ohne entsprechendes Hintergrundwissen eher tendeziös und mitunter auch komplett irrational erscheinen, wobei diese aber niemals grundlos in verschiedenste Richtungen abschweifen können, ob mit oder ohne Zustimmung von oben. Dabei ist es sehr wichtig zu erkennen, dass auch die Nutzung von Kernkraft hier erheblich komplizierter erscheint, als man vermuten mag. Aber Sie haben natürlich völlig Recht. Letztendlich ist all dies selbstverständlich immer auch eine Frage der Finanzen.

Berthold Achim Kaulitz,
Oberhausen

Ach das ist mir zu theoretisch. Es ging bei Tesla gar nicht um die Erfassung von Zusammenhängen und daraus resultierenden Einschätzungen. Tesla ist viel mehr ein Beispiel dafür wie man über die Erzeugung eines emotionalen Hypes Menschen begeistern kann. Investoren wollen keine sachlichen Einschätzungen. Ein guter Verkäufer von Investments verkauft eine spannende Geschichte an der der Kunde jetzt teil haben kann. Wenn er nur mitmacht und Teil wird einer erfolgreichen Gemeinde. Fakten stören da nur. Es zählt nur die Story die immer größer werden muß....bis der Punkt erreicht wird wo dies nicht mehr reicht. Dann kommen Durchhalteparolen und Kritiker sind "Technikfeinde". Und am Ende dann der Absturz. Tesla, der neue Markt, die Amsterdamer Tulpenbörse. Alles ganz großes Kino. Aber wer klug ist bleibt Zuschauer oder ist Insider der rechtzeitig erfährt wann es Zeit ist abzuspringen.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
Emin
Beiträge: 1922
Registriert: Fr 30. Mär 2012, 13:38

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Emin » Mo 27. Mai 2019, 18:21

jack000 hat geschrieben:(27 Jan 2017, 11:43)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... -box-pager

Buchstäblich wieder eine neue Baustelle obwohl noch keine andere fertiggestellt wurde. Jetzt haben wir inzwischen:
- Tesla Elektroautos
- Riesige Batteriefabrik
- Raumfahrt zum Mars 2018
- Hyperloop
- Tunnelbau
und bei keinem besteht eine große Chance mal profitabel zu werden. Sowas kann man nur durchhalten wenn man ständig mit was neuem kommt und immer wieder Geld einsammelt. Das Ganze bewegt sich auf dem Niveau von Flowtex, Cargo-Lifter, Schneider Immobilien, EM-TV, etc... Die Frage ist jetzt also: Wann geht das Schneeballsystem den Bach runter? Wer werden die Leidtragenden sein?


Das hat mit Schneeballsystem nicht so viel zu tun, weil keine Kreuzfinanzierungen vorliegen. Dass Tesla in Schwierigkeiten steckt liegt daran, dass man die Produktion stark automatisieren wollte, und das in die Hose gegangen ist. Dadurch hat man viele Milliarden verbrannt und konnte auch mit der Produktion nicht mehr hinterherkommen, weswegen man nicht mehr die Marktposition einnehmen wird, die man sich erhofft hatte, bevor die Konkurrenz ihre Elektroautos in Serie produziert. Jetzt stehen in der Tat ziemlich dunkle Wolken über Tesla.

Sehe da jetzt aber keine Blase. SpaceX ist der größte Raketenhersteller der Welt inzwischen und kriegt immer noch massig Aufträge der US-Regierung. Alle anderen Projekte sind kleine Start-Ups, nichts, was irgendwie große Mengen an Vermögen vernichten könnte.
"Sir, we're surrounded"
"Excellent, now we can attack in any direction"
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 29981
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Mo 27. Mai 2019, 19:04

Emin hat geschrieben:(27 May 2019, 18:21)

Das hat mit Schneeballsystem nicht so viel zu tun, weil keine Kreuzfinanzierungen vorliegen. Dass Tesla in Schwierigkeiten steckt liegt daran, dass man die Produktion stark automatisieren wollte, und das in die Hose gegangen ist. Dadurch hat man viele Milliarden verbrannt und konnte auch mit der Produktion nicht mehr hinterherkommen, weswegen man nicht mehr die Marktposition einnehmen wird, die man sich erhofft hatte, bevor die Konkurrenz ihre Elektroautos in Serie produziert. Jetzt stehen in der Tat ziemlich dunkle Wolken über Tesla.

Da sind wir uns einig!

Sehe da jetzt aber keine Blase. SpaceX ist der größte Raketenhersteller der Welt inzwischen und kriegt immer noch massig Aufträge der US-Regierung. Alle anderen Projekte sind kleine Start-Ups, nichts, was irgendwie große Mengen an Vermögen vernichten könnte.

Ja, das eine funktioniert, das andere aber nicht. Ebenso ist fragwürdig woher diese Aufträge für "Space X" kommen. Die Automobilindustrie besteht weltweit aus Firmen die zwischen 50 und 100 Jahre Erfahrung haben. Natürlich gibt es auch erfolgreiche koreanische Firmen die als Start die Konstruktion vom Opel Kadett für 2 Mrd. DM gekauft haben und durch die Weiterentwicklung sich selbst einen Namen gemacht haben und damit sehr erfolgreich sind!
=> Aber Elon Musk war/ist der Meinung mit einem "Start-Up" das Rad neu zu erfinden .. und sowas kann nun mal schnell schief gehen und genau das ist das was wir derzeit beobachten können ...
DU30
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Benutzeravatar
John Galt
Beiträge: 15113
Registriert: So 1. Jun 2008, 23:44
Benutzertitel: No Gods or Kings. Only Man.

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon John Galt » Mo 27. Mai 2019, 19:13

Spacex hat im Gegensatz zu Tesla viel Erfolg, auch finanziell. Die Frage ist allerdings ob man sich mit der Entwicklung von Starlink und der nächsten Superrakete nicht doch übernimmt.

Bei Tesla ist das Problem, dass man 10,5 Mrd Schulden hat, zu hohen Zinssätzen bei rund 30 Mrd. Umsatz im Jahr ohne Gewinn.
Civilization is the progress toward a society of privacy. The savage’s whole existence is public, ruled by the laws of his tribe. Civilization is the process of setting man free from men.
Benutzeravatar
Emin
Beiträge: 1922
Registriert: Fr 30. Mär 2012, 13:38

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Emin » Mo 27. Mai 2019, 23:54

John Galt hat geschrieben:(27 May 2019, 19:13)

Spacex hat im Gegensatz zu Tesla viel Erfolg, auch finanziell. Die Frage ist allerdings ob man sich mit der Entwicklung von Starlink und der nächsten Superrakete nicht doch übernimmt.

Bei Tesla ist das Problem, dass man 10,5 Mrd Schulden hat, zu hohen Zinssätzen bei rund 30 Mrd. Umsatz im Jahr ohne Gewinn.


Starlink halte ich tatsächlich soetwas wie einen scam, um sich selbst mehr Startaufträge zu verschaffen. Das macht aber Arianespace mit OneWeb auch nicht anders. Arianespace und SpaceX freuen sich über Dutzende Aufträge, in die Röhre werden dann halt die Investoren schauen, die blöd genug waren zu glauben Satelliteninternet funktioniert profitabel.
"Sir, we're surrounded"
"Excellent, now we can attack in any direction"
Benutzeravatar
Emin
Beiträge: 1922
Registriert: Fr 30. Mär 2012, 13:38

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Emin » Mo 27. Mai 2019, 23:58

jack000 hat geschrieben:(27 May 2019, 19:04)

Da sind wir uns einig!


Ja, das eine funktioniert, das andere aber nicht. Ebenso ist fragwürdig woher diese Aufträge für "Space X" kommen. Die Automobilindustrie besteht weltweit aus Firmen die zwischen 50 und 100 Jahre Erfahrung haben. Natürlich gibt es auch erfolgreiche koreanische Firmen die als Start die Konstruktion vom Opel Kadett für 2 Mrd. DM gekauft haben und durch die Weiterentwicklung sich selbst einen Namen gemacht haben und damit sehr erfolgreich sind!
=> Aber Elon Musk war/ist der Meinung mit einem "Start-Up" das Rad neu zu erfinden .. und sowas kann nun mal schnell schief gehen und genau das ist das was wir derzeit beobachten können ...


Die Aufträge für SpaceX kommen vor allem von der amerikanischen Regierung. Ist ja an sich nichts schlimmes, gibt viele amerikanische High-Tech-Unternehmen, die quasi alleine von der amerikanischen Regierung leben.

Es stimmt schon, dass Elon Musk scheinbar glaubt immer "the smartest guy in the room" zu sein. Ist aber ein generelles Silicon Valley-Phänomen, wo die Unternehmerkultur sowieso ziemlich schräg ist.
"Sir, we're surrounded"
"Excellent, now we can attack in any direction"
Benutzeravatar
John Galt
Beiträge: 15113
Registriert: So 1. Jun 2008, 23:44
Benutzertitel: No Gods or Kings. Only Man.

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon John Galt » Di 28. Mai 2019, 00:52

Emin hat geschrieben:(27 May 2019, 23:58)

Die Aufträge für SpaceX kommen vor allem von der amerikanischen Regierung. Ist ja an sich nichts schlimmes, gibt viele amerikanische High-Tech-Unternehmen, die quasi alleine von der amerikanischen Regierung leben.

Es stimmt schon, dass Elon Musk scheinbar glaubt immer "the smartest guy in the room" zu sein. Ist aber ein generelles Silicon Valley-Phänomen, wo die Unternehmerkultur sowieso ziemlich schräg ist.


25 von 71 Missionen waren vom US-Staat.

Der BND will seinen Spionage-Satelliten auch mit Spacex hochjagen, weil sie das beste Angebot haben,

Das US-Militär ist generell sehr skeptisch gegenüber Spacex, dabei haben sie die lukrativsten Aufträge. Da hat es aber auch nicht geholfen, dass man mit Zuma 5-6 Milliarden in den Sand gesetzt hat. Wobei der Fehler beim Adapter von Northrop gelegen hat und nicht an der Rakete.
Civilization is the progress toward a society of privacy. The savage’s whole existence is public, ruled by the laws of his tribe. Civilization is the process of setting man free from men.
Benutzeravatar
imp
Beiträge: 12200
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 20:37
Benutzertitel: Man On The Silver Mountain

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon imp » Di 28. Mai 2019, 06:43

Berthold Achim K. hat geschrieben:(24 May 2019, 19:31)

Hallo, ich bin neu hier und freue mich, dass ich künftig am hiesigen regen Austausch teilhaben kann.



Wirtschaftliche Überlebenschancen sind angesichts einer immer komplexeren und komplizierteren Welt wohl nur recht schwierig einzuschätzen, und dies bezieht sich keinesfalls einzig und allein auf Tesla. Sehr interessant halte ich hierbei z.B. diverse Äußerungen von sowohl Politikern als auch Menschen unterschiedlichster Geschlechter und Gesellschaftsschichten, die nicht wirklich auf weniger aktuelle Erfahrungen mit nicht entsprechend komplexen Zusammenhängen beruhen, dafür jedoch unter Berücksichtigungen teils obsoleter internationaler Interessen und selten auch demographischer Zusammenhänge (auch, wenn es um Subventionierungen geht), welche ohne entsprechendes Hintergrundwissen eher tendeziös und mitunter auch komplett irrational erscheinen, wobei diese aber niemals grundlos in verschiedenste Richtungen abschweifen können, ob mit oder ohne Zustimmung von oben. Dabei ist es sehr wichtig zu erkennen, dass auch die Nutzung von Kernkraft hier erheblich komplizierter erscheint, als man vermuten mag. Aber Sie haben natürlich völlig Recht. Letztendlich ist all dies selbstverständlich immer auch eine Frage der Finanzen.

Berthold Achim Kaulitz,
Oberhausen

Hallo BA,

da ist schon was dran. Bei drn Finanzen geht es oft nur ums Geld, die wahren Zusammenhänge interessieren die Investoren nicht so sehr. Hauptsache, die Marge stimmt. Homer hatte ja eine ähnliche Hybris im Sinn, als er den Fall Trojas schilderte. Das Problem ist, wenn man die Investition von der realen Produktion emanzipiert, dass man zwar Geld verdienen kann, solange und soweit andere Marktteilnehmer das auch so tun, aber alle miteinander können Kredit, Anteilsrendite und Wertsteigerung nur einfahren, solange die Hoffnung auf späteren Gewinn tragfähig bleibt. Hier sind die Kreditgeber oft kritischer als die Anteilsinvestoren.

Tesla baut schwere, teure Autos, auf die man lange warten muss. Für die eigentlich obsoleten Frühmodelle warten immer noch Käufer auf ihre bezahlte Ware. Das ist doch nicht solide. Das kann man mal ein Jahr so fahren, vielleicht auch zwei, aber wie lange, bis große Konzerne mit viel Atem und Ausdauer hinreichend ähnliche Vehikel zu ähnlichen Preisen bauen - und dabei das ganze Ökosystem von Vertragshändlern, Werkstätten, Upgrades, Tunern, Leasing- und Autokreditbanken, Onlinediensten usw schon vorhalten, das Tesla höchstens in Ansätzen hat. Immerhin ist das Auto als Statussymbol inzwischen eher eine Marktnische. Wenige Junge träumen heute von Boliden. Mama denkt eher an den Van für die Kinder und den praktischen kleinen Flitzer für andere Termine. Papa will am liebsten aufs Motorrad, wenn Mama es erlaubt. Die Jugendlichen interessiert das möglichst bezahlbare Mobilitätsversprechen, in der Metropole nicht mal das. Teure Statusautos - 40+, noch.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson
Benutzeravatar
Berthold Achim K.
Beiträge: 31
Registriert: Fr 24. Mai 2019, 17:34
Benutzertitel: Nachname: Kaulitz
Wohnort: Oberhausen, NRW

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Berthold Achim K. » Di 28. Mai 2019, 13:52

imp hat geschrieben:Das Problem ist, wenn man die Investition von der realen Produktion emanzipiert, dass man zwar Geld verdienen kann, solange und soweit andere Marktteilnehmer das auch so tun, aber alle miteinander können Kredit, Anteilsrendite und Wertsteigerung nur einfahren, solange die Hoffnung auf späteren Gewinn tragfähig bleibt. Hier sind die Kreditgeber oft kritischer als die Anteilsinvestoren.


Ich verstehe, was Sie meinen, doch sollten jene von der aktiven Produktion emanzipierten Investitionen (wie Sie es ausdrücken) die vor allem auch fürs weniger wettbewerbsfähige Ausland nötige pauschale Kompensation entsprechender Alternativ-Funktionen nicht zwingend tragfähiger Kapazitäten insofern überstrapazieren, und sei es nur sporadisch im Sinne einer konstruktiven Beschränkung externer Vermarktung, dass weitere Kredite immer dann gerechtfertigt werden, sollten dementsprechende Grundlagen zweifelsfrei gegeben sein.

imp hat geschrieben:Für die eigentlich obsoleten Frühmodelle warten immer noch Käufer auf ihre bezahlte Ware. Das ist doch nicht solide. Das kann man mal ein Jahr so fahren, vielleicht auch zwei, aber wie lange, bis große Konzerne mit viel Atem und Ausdauer hinreichend ähnliche Vehikel zu ähnlichen Preisen bauen - und dabei das ganze Ökosystem von Vertragshändlern, Werkstätten, Upgrades, Tunern, Leasing- und Autokreditbanken, Onlinediensten usw schon vorhalten, das Tesla höchstens in Ansätzen hat.


Das sollte man nicht so eng sehen. Auch Tesla verfügt über zukunftsorientierte Modernisierungs-Strategien, welche nicht nur im Ansatz jene offenkundig rezessiven Optionen und kalkulativen Beschwichtigungsversuche, ob mit oder ohne Kapitalanlagen, zumindest teilweise im Sinne obligatorisch regenerativer Umstrukturierung pulverisiert, sollte nicht von der Gegenseite Abhilfe auf eben dieser Basis geschaffen werden. Aber Sie haben natürlich völlig Recht, dass es nicht gerade förderlich ist, Kunden / Käufer derart lange warten zu lassen.

Berthold Achim Kaulitz,
Oberhausen
Zuletzt geändert von Berthold Achim K. am Di 28. Mai 2019, 20:03, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
BlueMonday
Beiträge: 2140
Registriert: Mo 14. Jan 2013, 17:13
Benutzertitel: Waldgänger&Klimaoptimist

Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon BlueMonday » Di 28. Mai 2019, 14:01

https://www.youtube.com/watch?v=11NEKeBU5po

Beeindruckende Geschwindigkeit.
But who would build the roads?

Zurück zu „1. Wirtschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste