Abschaffung von Bargeld

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Mendoza
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Mendoza » So 5. Apr 2020, 01:45

Raskolnikof hat geschrieben:(05 Apr 2020, 00:30)

Ich weiß nicht worauf du hinaus willst. Natürlich hat mir mein besagter Bäcker seine Bankabrechnungen bzw. Kontoauszüge nicht gezeigt. Wozu auch? Es ist doch letztlich auch völlig egal, ob 0,1, 0,2 oder 0,3 Prozent des Rechnungsbetrages an Gebühren anfallen oder ob noch 0,1 Prozent für einen Acquirer anfallen. Der Unternehmer kalkuliert den Verkaufswert einer Ware, wobei er selbstverständlich all seine Unkosten einbezieht. Unter dem Strich werden die anfallenden Gebühren die mit der bargeldlosen Zahlung zusammenhängen von allen Kunden bezahlt, auch von denjenigen, die mit Bargeld bezahlen.
Aufgrund der heute niedrigen Gebühren für die Kartenzahlung spüren wir Kunden das nur nicht.

Was ist jetzt genau dein Anliegen bzw. wo siehst du ein Problem?


Die von dir angegebenen Gebühren entsprechen nicht den Gesamtkosten, die ein Händler abdrücken muss.

Hier habe ich mal ein Beispiel gefunden https://www.mein-geld-blog.de/was-koste ... enzahlung/

Jetzt mal Butter bei die Fische – Was kostet die Kartenzahlung denn pro Monat? Für einen Vergleich nehme ich die Preise des guten und günstigen Anbieters Bezahlexperten. Um ein paar Zahlen berechnen zu können, habe ich mir eine kleine Modeboutique als Beispiel ausgedacht.
Dort werden pro Monat 3.000 Euro per Karte bezahlt. Der Einfachheit halber nehmen wir nur EC-Zahlungen und der Durchschnittsbon liegt bei 60 Euro – es gibt also 50 Transaktionen. Dazu kommen 26 Kassenschnitte (an jedem Tag einer, außer sonntags).
...
Insgesamt kostet Kartenzahlung für diese Modeboutique also nur 28,31 Euro pro Monat. Für einen, wie ich finde, sehr geringen Betrag kann man also seinen Kunden das ganz bequeme Bezahlen per Karte anbieten.


In dem Fall also knapp 1% an Kosten bei EC-Kartenzahlung. Das ist realistisch. Aldi kriegt es natürlich viel billiger. Für kleine Händler die auch noch KK nehmen, wenig Umsatz machen und auch noch einen schlechten Vertrag haben wird es teurer.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Skull » So 5. Apr 2020, 08:49

Raskolnikof hat geschrieben:(05 Apr 2020, 00:30)

Ich weiß nicht worauf du hinaus willst.

Natürlich hat mir mein besagter Bäcker seine Bankabrechnungen bzw. Kontoauszüge nicht gezeigt. Wozu auch?
Es ist doch letztlich auch völlig egal, ob 0,1, 0,2 oder 0,3 Prozent des Rechnungsbetrages an Gebühren anfallen
oder ob noch 0,1 Prozent für einen Acquirer anfallen.

Skull hat geschrieben:(04 Apr 2020, 23:06)

und ich wiederhole:

Hast DU schon JEMALS Abrechnungen für Einzelhändler zum Karteninkasso gesehen, geschweige denn geprüft ?

und ich ergänze dazu:
auch Abrechnungen von Banken (also ohne externe Dienstleister) ?

Also verstehe ich Deine Antwort richtig. Die Antwort lautet NEIN. Was mich auch nicht verwundert.

Dann argumentiere weiter aus dem Internet und der Theorie.

Ich dagegen kann freimütig auf die tatsächlichen Kosten verweisen. Weil sie ja so sind.

Mendoza hat geschrieben:(05 Apr 2020, 01:45)

Die von dir angegebenen Gebühren entsprechen nicht den Gesamtkosten, die ein Händler abdrücken muss.

Worauf ich ja regelmässig hinweise.

Die Theoretiker aus dem Internet wollen das aber immer gerne anders darstellen.

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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon frems » So 5. Apr 2020, 14:37

Mendoza hat geschrieben:(05 Apr 2020, 01:45)
In dem Fall also knapp 1% an Kosten bei EC-Kartenzahlung. Das ist realistisch. Aldi kriegt es natürlich viel billiger. Für kleine Händler die auch noch KK nehmen, wenig Umsatz machen und auch noch einen schlechten Vertrag haben wird es teurer.

Das ist deren Ausrede, weil die kleinen Klitschen gerne den Fiskus bescheißen. Die wettern auch gegen Kassenbons mit hanebüchenen, geheuchelten Pseudoargumenten. Kein ehrbarer Kaufmann nimmt heutzutage freiwillig noch Coronageld an. Mod: editiert
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » So 5. Apr 2020, 17:28

Mendoza hat geschrieben:(05 Apr 2020, 01:45)

Die von dir angegebenen Gebühren entsprechen nicht den Gesamtkosten, die ein Händler abdrücken muss.

Hier habe ich mal ein Beispiel gefunden https://www.mein-geld-blog.de/was-koste ... enzahlung/



In dem Fall also knapp 1% an Kosten bei EC-Kartenzahlung. Das ist realistisch. Aldi kriegt es natürlich viel billiger. Für kleine Händler die auch noch KK nehmen, wenig Umsatz machen und auch noch einen schlechten Vertrag haben wird es teurer.

1%, da kommen zumindest wir uns ein wenig entgegen. Aber auch das ist längst nicht mehr in jedem Fall so. Seitdem die Banken die Kartenzahlung mit aller Macht forcieren stimmt die Modellrechnung in dem von dir verlinkten Artikel von mein-geld-blog.de nur noch zum Teil. Wie ich bereits sagte bieten immer mehr Banken ihren Geschäftskunden an die Dienste des Payment-Dienstleisters zu übernehmen. Da entfallen dessen Kosten. Der Unternehmer bekommt alles aus einer Hand, nämlich von seiner Bank.
In dieser Form läuft das bei meinem Bäcker. Einen früher unverzichtbaren Payment- oder Service-Dienstleister (und zusätzlichen Verdiener) hat er nicht und kostet somit auch nichts.
Das einzige was neben den Transfergebühren bei Einsatz der Giro-oder Kreditkarte anfällt sind neben den normalen Kontogebühren die jeder Unternehmer zu zahlen hat Gebühren für den mit der Kartenzahlung verbundenen Bankservice, den ansonsten der zwischengeschaltete Dienstleister einnimmt. Diese Gebühren sind aber niedriger einfach deshalb, weil der Payment-Dienstleister allein von den Transfergebühren und dem Service leben muss. Dies trifft für die Bank nicht zu. Mein Bäcker sagt, dass er durch die mit seiner Bank verhandelten Kartengebühren die unter den gesetzlichen 0,2/0,3 Prozent liegen und der nicht stark ins Gewicht fallenden zusätzlichen Bankgebühren sehr gut zurechtkommt.

Anheben musste er seine Brötchenpreise wegen der Kartenakzeptanz nicht. Zum einen deshalb:
Darüberhinaus ist es natürlich immer blöd, wenn man von Teile seines Umsatzes wegen Kartenzahlung verliert, aber es ist immer noch billiger als sich um die Verwahrung, Buchhaltung, Sicherung des ganzen Bargeldes zu kümmern. Diese Kosten sind viel höher, nur sieht man sie nicht so direkt.
Kartenzahlung ist für jeden Händler von Vorteil. (…) Gut, im Endeffekt bezahlt man die Gebühren natürlich trotzdem, weil der Händler sie ja in den Verkaufspreis einrechnet. Aber dabei handelt es sich dann umgelegt auf alle Kunden nur um Cent-Beträge, die keine große Auswirkung auf den Preis z.B. des Kleidungsstücks in der Beispiel-Boutique haben.

Quelle: Der von dir verlinkte Blog-Beitrag: https://www.mein-geld-blog.de/was-koste ... enzahlung/

Mein Bäcker: „Wenn jetzt noch ein paar Kunden mehr ihr Brot und die Brötchen mit Karte bezahlen kann ich die zusätzliche Verkaufskraft zu den Stoßzeiten morgens und insbesondere an den Wochenenden einsparen. Dann mache ich mit dem Kartengeschäft sogar ein gutes Plus.“

Eine kleine Anekdote anbei: Jeden Donnerstag ist Eiertag. Dann fahre ich zu meinem Eierbauern und kaufe da 10 „freilaufende“ Eier von seinen rund 40 glücklichen Hühnern. Bisher lief das so ab, dass sich die Kunden aus einer Kühlbox im Carport selbst bedienten und das abgezählte Geld in die Eierkasse legten. Dabei ärgerte sich unser Bauer (der kein Bauer mehr ist) über den einen oder anderen Kunden, der/die stets ihr gesamtes Klimpergeld in die Eierkasse kippten. Dank seines „digitalisierten Enkels“ ist damit jetzt Schluss. Bis auf eine alte Oma aus der Nachbarschaft zahlen jetzt alle ihre Eier per WhatsApp Friends. Hierbei fallen für keine Seite irgendwelche Gebühren an.

Und last but not least: Warum meinst du wohl bieten jetzt immer mehr „Kleinkrämer“, ja sogar Marktbeschicker Kartenzahlung an, früher ein absolutes Tabu? Würden die das machen wenn es für sie von Nachteil wäre?
Wir brauchen uns hier um die tatsächlichen Kosten die mit der Kartenzahlung verbunden sind nicht zu streiten. Die ist individuell unterschiedlich jedoch seit Januar 2018 eigentlich nicht mehr der Rede wert. Und manche Kaufleute schlagen daraus noch Profit.
Wo kämen wir eigentlich hin, wenn jeder frei seine Meinung äußern dürfte!
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » So 5. Apr 2020, 17:30

Skull hat geschrieben:(05 Apr 2020, 08:49)

Also verstehe ich Deine Antwort richtig. Die Antwort lautet NEIN. Was mich auch nicht verwundert.

Dann argumentiere weiter aus dem Internet und der Theorie.

Ich dagegen kann freimütig auf die tatsächlichen Kosten verweisen. Weil sie ja so sind.


Worauf ich ja regelmässig hinweise.

Die Theoretiker aus dem Internet wollen das aber immer gerne anders darstellen.

mfg

Alles was ich zu deinem Beitrag sagen kann kannst du in meiner Antwort zum Beitrag von Medoza nachlesen.
Was mir aber immer noch nicht klar ist: Was willst du eigentlich sagen? Geht es dir einzig um die tatsächlichen Kosten, die dem Händler bei Kartenzahlung entstehen?
Dann noch einmal in aller Kürze:
- Die sind seit 01.01.2018 infolge einer EU-Vorgabe wesentlich geringer als zuvor.
- Egal ob 0,1, 0,2, 0,3 Prozent oder etwas mehr: Kartenzahlung oder mobilePay lohnt sich für jeden Kaufmann. U.U. profitiert er dabei sogar finanziell.
- Auf keinen Fall macht der Kaufmann Minus. Die Kosten für die Kartenumsätze gehen in die kaufmännische Kalkulation ein. Der Kunde zahlt allein die Rechnung. :eek:
Nachteil:
Jeder Kunde zahlt anteilsmäßig die durch Kartenzahlungen entstehenden Gebühren mit, auch wenn er Kartenabstinenzler ist. Aber nun, bei der Rundfunkgebühr sieht es ja genauso aus.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Adam Smith » So 5. Apr 2020, 17:31

Skull hat geschrieben:(04 Apr 2020, 23:06)

Nö.

Wenn ... bieten sich die Banken direkt als Dienstleister an. Und das kostet natürlich auch.
Wenn nicht...zahlen eben diese Unternehmen (Einzelhändler) die Kosten an den Dienstleister.

und ich wiederhole:

Hast DU schon JEMALS Abrechnungen für Einzelhändler zum Karteninkasso gesehen, geschweige denn geprüft ?

und ich ergänze dazu:
auch Abrechnungen von Banken (also ohne externe Dienstleister) ?

mfg

Ich habe schon eine Menge solcher Abrechnungen gesehen. Nur sehe ich hier immer was anderes als du.
Das ist Kapitalismus:

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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Skull » So 5. Apr 2020, 21:59

Raskolnikof hat geschrieben:(05 Apr 2020, 17:30)

Was mir aber immer noch nicht klar ist: Was willst du eigentlich sagen?

Es ging um meinen Spanier.

Darauf hin fühltest Du Dich ml wieder gemüssigt, ausführlich darzulegen,
wie toll und billig der unbare Zahlungsverkehr sei.

Was ich sagen wollte hatte ich doch bereits gesagt. Zu Beginn.

Auch in dieser Zeit kommt man ... manchmal ... OHNE Bargeld nicht weiter.

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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Skull » So 5. Apr 2020, 22:01

Adam Smith hat geschrieben:(05 Apr 2020, 17:31)

Nur sehe ich hier immer was anderes als du.

Was denn ?

Lasse uns teilnehmen, an Deinen Informationen.

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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » So 5. Apr 2020, 22:54

Skull hat geschrieben:(05 Apr 2020, 21:59)

Auch in dieser Zeit kommt man ... manchmal ... OHNE Bargeld nicht weiter.

Da hast du natürlich recht. Als seit langer Zeit bekennender und ausschließlich Kartenzahler weiß ich das und habe in meinem Portemonnaie immer noch einen Schein dabei. Man weiß ja nie. Allerdings könnte ich jetzt nicht mehr sagen, wann ich diese Reserve zuletzt benötigte. Früher war das regelmäßig noch auf dem Wochenmarkt der Fall. Seitdem wir aber jenseits der Stadtgrenze leben und der Wochenmarkt 12 Km entfernt ist wird Obst und Gemüse im Supermarkt oder beim Discounter gekauft.

Mich würde ja immer noch interessieren, warum dein Spanier derzeit und evtl. auch zukünftig keine Kartenzahlung mehr akzeptiert. Ich kenne kein einziges etwas höherwertigeres Restaurant, welches Kartenzahlung ablehnt.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Trutznachtigall » Mo 6. Apr 2020, 08:19

Orbiter1 hat geschrieben:(18 Mar 2020, 11:27)

So wie es aussieht wird das Bargeld im Rahmen der Coronakrise tatsächlich abgeschafft.

Wieso? Hustet oder niest Geldpapier? Ist das ein Superspreader?
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 6. Apr 2020, 11:41

Trutznachtigall hat geschrieben:(06 Apr 2020, 08:19)

Wieso? Hustet oder niest Geldpapier? Ist das ein Superspreader?


Bedenke wieviel Leute ihre Germs am Baren abgestreift haben!
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon frems » Mi 15. Apr 2020, 07:57

Im Norden ist der positive Trend auch endlich im Gange und dank Corona (genau wie die Entschleunigung und das Homeoffice) sogar schneller als viele -- inkl. mir -- vor Jahren vermutet haben.

Verschwindet jetzt das Bargeld aus Hamburg? In den meisten Supermärkten lässt sich bereits am Eingang ein Hinweisschild finden: „Wir bevorzugen Kartenzahlung“. Während der Corona-Pandemie verzichten immer mehr Hamburger auf die Bezahlung in bar. Und auch viele Unternehmen steigen um – sogar das Brötchen kann mittlerweile kontaktlos bezahlt werden.

Selbst die Bäckereien bieten jetzt vermehrt die Möglichkeit an, mit EC-Karte zahlen zu können. Teilweise werden auch Mindest-Einkaufswerte runtergesetzt oder fallen gänzlich weg. Alles, um möglichst wenig Kontakt zu anderen Menschen zu haben.

https://www.mopo.de/hamburg/wegen-coron ... g-36555056

Um mich mal selbst zu zitieren:

frems hat geschrieben:(24 May 2016, 18:16)
[...] Vielleicht sind wir im bedenkenträgenden Deutschland ja in zehn, 15 Jahren so weit, dass ohne die Krankheitsträger Fahrscheine, Zeitungen und Hotdogs kaufen kann. Das wär ja schon was.


Harte Zeiten natürlich für Kriminelle. Wie man so hört, dürfte es auch für die Polizeistatistik kein schlechtes Jahr werden, da wohl Einbrüche, Straßendiebstähle etc. stark abnehmen. Für Geldwäscher (das hat nichts mit Desinfektion zu tun) und Steuerbetrüger sicherlich eine unschöne Entwicklung.

Also, Leute: kommt an den Puls der Zeit und bleibt sauber. Schützt Euch und Eure Mitmenschen. Zahlt ohne Klimpergeld.
Labskaus!

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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon jorikke » Mi 15. Apr 2020, 08:53

frems hat geschrieben:(15 Apr 2020, 07:57)

Im Norden ist der positive Trend auch endlich im Gange und dank Corona (genau wie die Entschleunigung und das Homeoffice) sogar schneller als viele -- inkl. mir -- vor Jahren vermutet haben.


https://www.mopo.de/hamburg/wegen-coron ... g-36555056

Um mich mal selbst zu zitieren:



Harte Zeiten natürlich für Kriminelle. Wie man so hört, dürfte es auch für die Polizeistatistik kein schlechtes Jahr werden, da wohl Einbrüche, Straßendiebstähle etc. stark abnehmen. Für Geldwäscher (das hat nichts mit Desinfektion zu tun) und Steuerbetrüger sicherlich eine unschöne Entwicklung.

Also, Leute: kommt an den Puls der Zeit und bleibt sauber. Schützt Euch und Eure Mitmenschen. Zahlt ohne Klimpergeld.




Jetzt könnt ihr jubilieren, ihr Hüter des Sterilen. Denkt auch mal daran unter welch moralisch fragwürdigen Umständen die Zurückdrängung des Wahren, Baren, gelungen ist. Wackre Streiter und Vorkämpfer für den Erhalt des Guten, althergebrachten Brauchtums - "Hab mich lieb" Scheinchen für die Enkelkinder, mussten erst entnervt und dann mundtot gemacht werden. Unterdrückung statt Meinungsfreiheit. Wie soll "Positiv Denkender" jetzt die Neuheiten von gestern verkünden? Er ist nicht vergessen. Nur im Komplott mit Sperrmoderatoren konntet ihr euch durchsetzen. Ein Scheinsieg! Langfristig wird Schwarzgeld sich durchsetzen.
Ein menschliches Bedürfnis lässt sich nicht technokratisch unterdrücken.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon H2O » Mi 15. Apr 2020, 09:09

Die Jugend wird sich ihre eigene Währung schaffen. Als meine Mutter unserem Sohn 10 DM zustecken wollte, bestand er auf Hartgeld... damals gab es ja noch die Hire-Männer. Inzwischen hört die Kinderwährung bei 2 € auf. Wo man hinsieht, nur noch Zerfall!
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Skull » Mi 15. Apr 2020, 09:12

H2O hat geschrieben:(15 Apr 2020, 09:09)

Wo man hinsieht, nur noch Zerfall!

Nö.

Ich hole mir weiterhin (erst gestern) regelmässig Bargeld in meinem Supermarkt.
Zahle mit Karte und bekomme Bares. :)

mfg
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon H2O » Mi 15. Apr 2020, 09:20

Skull hat geschrieben:(15 Apr 2020, 09:12)

Nö.

Ich hole mir weiterhin (erst gestern) regelmässig Bargeld in meinem Supermarkt.
Zahle mit Karte und bekomme Bares. :)

mfg


Ja, machen wir in D auch; in PL ist man noch nicht so weit. Dafür gibt es hier aber die 5-zł-Münze, das beliebte Trinkgeld für den Versandkurier, vermutlich aber auch die Enkelwährung! ;)
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Odin1506 » Mi 15. Apr 2020, 09:44

Ich male es mir mal so aus, mit dem was ich bis jetzt zu diesen Thema gelesen habe.
Vorteil: Leichtere Hosentaschen. (einziger Vorteil in meinen Augen)
Nachteil: Kontrollverlust über seine eigenen Finanzen
Man kann seinen Enkel mal nicht eben einen 10 oder 20€-Schein in die als Geschenk geben
Verliert man seine Karte oder sie wird geklaut, kann man nicht Einkaufen

Mein persönliches Fazit: Ich bleibe lieber beim Bargeld, und Geldscheine wiegen ja nicht viel :D
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Do 16. Apr 2020, 00:00

jorikke hat geschrieben:(15 Apr 2020, 08:53)

Jetzt könnt ihr jubilieren, ihr Hüter des Sterilen. Denkt auch mal daran unter welch moralisch fragwürdigen Umständen die Zurückdrängung des Wahren, Baren, gelungen ist. Wackre Streiter und Vorkämpfer für den Erhalt des Guten, althergebrachten Brauchtums - "Hab mich lieb" Scheinchen für die Enkelkinder, mussten erst entnervt und dann mundtot gemacht werden. Unterdrückung statt Meinungsfreiheit. Wie soll "Positiv Denkender" jetzt die Neuheiten von gestern verkünden? Er ist nicht vergessen. Nur im Komplott mit Sperrmoderatoren konntet ihr euch durchsetzen. Ein Scheinsieg! Langfristig wird Schwarzgeld sich durchsetzen.
Ein menschliches Bedürfnis lässt sich nicht technokratisch unterdrücken.

Das menschliche Bedürfnis besteht zunehmend darin bargeldlos, d.h. die Leberwurst und/oder Unterhose oder Akkuschrauber bei Aldi oder zwei Brötchen beim Bäcker mit Karte zu bezahlen und dies bereits vor Corona! 2019 wurden 52 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel mit Karte getätigt. Der Zuwachs betrug in den letzten Jahren jeweils ca. 2 Prozent. Die zunehmende Akzeptanz von Kartenzahlung bei den Händlern mit überwiegend geringen Kaufbeträgen (Bäcker, Marktbeschicker) und nicht zuletzt die Coronakrise lassen in den nächsten Jahren eine noch höhere Steigerungsrate bei der Kartenzahlung erwarten.

Wo da das „menschliche Bedürfnis“ liegt dürfte dann ja wohl geklärt sein. Von technokratischer Unterdrückung kann da ja wohl kaum die Rede sein. Es ist des Volkes Wille! ;)
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Do 16. Apr 2020, 00:01

Skull hat geschrieben:(15 Apr 2020, 09:12)

Nö.

Ich hole mir weiterhin (erst gestern) regelmässig Bargeld in meinem Supermarkt.
Zahle mit Karte und bekomme Bares. :)

mfg

Da verstehe ich jetzt die Logik nicht. Ich verstehe dich als Vertreter der Bargeldfraktion. Und dann bezahlst du im Supermarkt mit Karte und lässt dir Bargeld auszahlen? Warum das? Doch wohl nur weil es in deinem Einkaufsbereich noch Läden gibt die keine Kartenzahlung zulassen?
Warum bezahlst du nicht alles mit Bargeld? Ich nehme an du bist in der Umstellungsphase. ;)
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Do 16. Apr 2020, 00:07

Odin1506 hat geschrieben:(15 Apr 2020, 09:44)

Nachteil: Kontrollverlust über seine eigenen Finanzen

Ein uraltes Vorurteil. Genau das Gegenteil ist der Fall. Als ich noch nicht mit Karte bezahlte wunderte ich mich nicht selten darüber wie schnell mein Geld sich über den Monat verflüchtigte. Dabei fiel es mir nicht immer leicht, jede Ausgabe des vergangenen Monats zu rekonstruieren.
Seitdem ich konsequent und alles mit Karte bezahle ist das anders. Kaum habe ich meinen Einkauf in den Wagen geladen kann ich diesen auf meiner Bank-App sehen. Egal ob auf dem heimischen PC, Tablet oder Smartphone, ein übersichtlicheres Haushaltsbuch gibt es nicht. Und ich habe stets aktuell einen Centgenauen Überblick über meine Finanzen und weiß wo ich was bezahlt habe und was ich mir noch erlauben kann.
Man kann seinen Enkel mal nicht eben einen 10 oder 20€-Schein in die als Geschenk geben

Dafür darfst du dir gern noch ein paar Scheine in die Zuckerdose legen. Obwohl es auch kein Problem wäre, dem Filius mal eben schnell auf sein Taschengeldkonto ein paar Euro zu überweisen. Das wird auch noch zur Normalität werden. Unsere Enkel und Urenkel wachsen schließlich in einer digitalisierten Welt auf.
Verliert man seine Karte oder sie wird geklaut, kann man nicht Einkaufen

Verlierst du alle Karten auf einmal? Meine Frau und ich haben bei der xx-Bank ein gemeinsames Girokonto. Wir haben jeder eine gebührenfreie Giro- und eine VISA-Karte. Da ist der Verlust einer Karte kein Problem. Die Bank garantiert übrigens den Ersatz einer Karte binnen 48 Stunden.
Und was machst du, wenn du dein Portemonnaie mit den gerade aus dem Geldautomaten gezogenen 300 oder 500 Euro verlierst oder dir gestohlen worden ist? Das Geld bist du los. Ich nicht! :)
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