Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

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Papaloooo
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Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Do 25. Jul 2019, 07:16

>>>Hier<<< ein interessanter Artikel von Geo.

Aber das Problem, wie immer sind die viele Millionen auf-mein-Bisschen-kommts-nicht-an's.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon VaterMutterKind » Do 25. Jul 2019, 07:38

Meinetwegen können alle Vegetarier sein. Ich baue mir mein Fleisch dann selber an, brech dem Vieh das Genick, weide es aus und werde es mit Genuss verzehren.
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streicher
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon streicher » Do 25. Jul 2019, 08:57

Hauptsache, die industrialisierte Viehproduktion und Viehhaltung findet ein Ende.
Die Zukunft ist Geschichte.
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Quatschki
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Quatschki » Do 25. Jul 2019, 09:18

streicher hat geschrieben:(25 Jul 2019, 08:57)

Hauptsache, die industrialisierte Viehproduktion und Viehhaltung findet ein Ende.

Das ist Richtig.
Aber ansonsten ist der Artikel natürlich grünpopulistischer Schwachsinn.

Steppen wie in den Great Plains, in Innerasien, großen Teilen Afrikas und des Nahen Ostens oder Südamerika kann man für die menschliche Ernährung nur über den Zwischenweg des Weidetieres nutzen.
Das gleiche gilt für die Weidetierhaltung auf Almen, in Flußauen oder Deichgebieten,
wo Ackerbau nicht in Frage kommt.
Und die klassische Haustierhaltung, wo die Tiere als Resteverwerter gehalten werden, stellt ebenfalls keine Nahrungs- und Rssourcenkonkurrenz dar, sondern eine optimierte Nutzung des Vorhandenen.

Und die Vorstellung, dass weniger Menschen sterben, ist auch absurd, weil (bislang) alle Menschen sterben.
Und wer länger lebt, verursacht keineswegs weniger Gesundheitskosten, verbraucht aber mit Sicherheit wesentlich mehr Ressourcen. Wo man dann im Einzelfall schauen müßte, ob dem auch eine erhöhte Lebensleistung gegenüber stand oder die Leute einfach nur länger da gewesen sind...
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon imp » Do 25. Jul 2019, 09:41

Quatschki hat geschrieben:(25 Jul 2019, 09:18)

Das ist Richtig.
Aber ansonsten ist der Artikel natürlich grünpopulistischer Schwachsinn.

Steppen wie in den Great Plains, in Innerasien, großen Teilen Afrikas und des Nahen Ostens oder Südamerika kann man für die menschliche Ernährung nur über den Zwischenweg des Weidetieres nutzen.
Das gleiche gilt für die Weidetierhaltung auf Almen, in Flußauen oder Deichgebieten,
wo Ackerbau nicht in Frage kommt.
Und die klassische Haustierhaltung, wo die Tiere als Resteverwerter gehalten werden, stellt ebenfalls keine Nahrungs- und Rssourcenkonkurrenz dar, sondern eine optimierte Nutzung des Vorhandenen.

Und die Vorstellung, dass weniger Menschen sterben, ist auch absurd, weil (bislang) alle Menschen sterben.
Und wer länger lebt, verursacht keineswegs weniger Gesundheitskosten, verbraucht aber mit Sicherheit wesentlich mehr Ressourcen. Wo man dann im Einzelfall schauen müßte, ob dem auch eine erhöhte Lebensleistung gegenüber stand oder die Leute einfach nur länger da gewesen sind...

Historisch ist die Haltung von Nutztieren und die Jagd nicht dadurch entstanden, dass der Mensch gesagt hat, "wir haben hier zu viel Getreide zum aufessen, lasst es uns durch einen schlechten Faktor in Tiere umtauschen, die kann man auch essen". Der Ochse als Dual Use Arbeitstier und Fleischtier in einem ist genauso berechtigt wie die Haltung von Kleinvieh, Milchtieren usw.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Liegestuhl » Do 25. Jul 2019, 11:02

imp hat geschrieben:(25 Jul 2019, 09:41)

Der Ochse als Dual Use Arbeitstier und Fleischtier in einem ist genauso berechtigt wie die Haltung von Kleinvieh, Milchtieren usw.


Was bedeutet denn "berechtigt"? Ist industrielle Tierhaltung nicht berechtigt?
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon imp » Do 25. Jul 2019, 11:28

Liegestuhl hat geschrieben:(25 Jul 2019, 11:02)

Was bedeutet denn "berechtigt"? Ist industrielle Tierhaltung nicht berechtigt?

Industrielle Tierhaltung unterscheidet sich von kleinteiliger Haltung vor allem durch Automation, Effizienz, Skaleneffekte. Dass beim kleinen Halter die Tiere automatisch mehr Platz, bessere Hygiene oder sonst ein besseres Leben hätten, ist totaler Quatsch. Der wichtige Unterschied ist: Kleinteilige Tierhaltung, früher mal vor allem zur Selbstversorgung, basiert auf Gelegenheiten wie den angesprochenen Haushaltsresten oder verfütterbarer Biomasse, die Menschen nicht essen können. Sie erzeugt auch gelegentlich wertvolle Nebenprodukte wie etwa Dünger. Industrielle Großhaltung macht sich von sowas nicht abhängig sondern verbraucht und erzeugt Stoffe in einer Größenordnung, die auch planvoll herangeschafft und weiterverbracht sein will. Konkret müssen die Viecher mehr fressen als im engeren Umkreis wächst und die Scheiße muss in einer Größenordnung entsorgt werden, die für das Feld nebenan viel zu viel ist. Verschiedene Versuche, Nitratdünger oder andere transportierbare Stoffe mit ausreichender Dichte und Werthaltigkeit zu generieren, sind bisher meist unwirtschaftlich geblieben. Die Äcker sind teilweise extrem überdüngt, die Böden und Grundwasser teilweise erheblich mit Nitraten gesättigt. Das sind Probleme, da muss man mal was dran machen. Sonst wird das alles sehr schlecht ausgehen. Dass man die Folgeprobleme dieser sehr effizienten und konzentrierten Produktionsweise klären muss, spricht nicht prinzipiell gegen industrielle Fleischwirtschaft. Dass der Fleischkonsum möglicherweise viel größer ist als ein Mensch für seine Gesundheit verträgt, spricht nicht gegen die Art und Weise der Fleischproduktion.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon ThorsHamar » Do 25. Jul 2019, 11:40

Papaloooo hat geschrieben:(25 Jul 2019, 07:16)

>>>Hier<<< ein interessanter Artikel von Geo.

Aber das Problem, wie immer sind die viele Millionen auf-mein-Bisschen-kommts-nicht-an's.


Schon in den ersten Sätzen werden abenteuerliche Thesen aufgestellt .... "deutlich gesünder" und, sinngemäss, "spricht vieles für bessere Menschen" ...
Ich lese gerade interessante Bücher und Arbeiten über das Leben der Pflanzen, also über Kommunikation von Pflanzen, Pflege von Nachkommen, soziales Verhalten der Pflanzen im Wald usw .....
Wenn die Vegetarier das Schreien vom Müsli hören könnten, würden sie verhungern ....
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon ThorsHamar » Do 25. Jul 2019, 11:43

Quatschki hat geschrieben:(25 Jul 2019, 09:18)

Das ist Richtig.
Aber ansonsten ist der Artikel natürlich grünpopulistischer Schwachsinn.

Steppen wie in den Great Plains, in Innerasien, großen Teilen Afrikas und des Nahen Ostens oder Südamerika kann man für die menschliche Ernährung nur über den Zwischenweg des Weidetieres nutzen.
Das gleiche gilt für die Weidetierhaltung auf Almen, in Flußauen oder Deichgebieten,
wo Ackerbau nicht in Frage kommt.
Und die klassische Haustierhaltung, wo die Tiere als Resteverwerter gehalten werden, stellt ebenfalls keine Nahrungs- und Rssourcenkonkurrenz dar, sondern eine optimierte Nutzung des Vorhandenen.

Und die Vorstellung, dass weniger Menschen sterben, ist auch absurd, weil (bislang) alle Menschen sterben.
Und wer länger lebt, verursacht keineswegs weniger Gesundheitskosten, verbraucht aber mit Sicherheit wesentlich mehr Ressourcen. Wo man dann im Einzelfall schauen müßte, ob dem auch eine erhöhte Lebensleistung gegenüber stand oder die Leute einfach nur länger da gewesen sind...


gute Replik :thumbup:
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Do 25. Jul 2019, 12:32

ThorsHamar hat geschrieben:(25 Jul 2019, 11:40)

Schon in den ersten Sätzen werden abenteuerliche Thesen aufgestellt .... "deutlich gesünder" und, sinngemäss, "spricht vieles für bessere Menschen" ...
Ich lese gerade interessante Bücher und Arbeiten über das Leben der Pflanzen, also über Kommunikation von Pflanzen, Pflege von Nachkommen, soziales Verhalten der Pflanzen im Wald usw .....
Wenn die Vegetarier das Schreien vom Müsli hören könnten, würden sie verhungern ....

Früchte werden von Pflanzen als eine Symbiose hervorgebracht und dienen dem Zweck der Fortpflanzung. Bei Müsli gilt das ja insbesondere, denn das sind ja ausschließlich Fruchtkörper.

Aber das geht hier ja am Thema vorbei:
Die vegetarische Ernährung ist Klimaneutraler,
es können also mehr Menschen ernährt werden und die Klimazonen verschieben sich weniger, sollten sich die meisten Menschen weniger fleischlastig ernähren.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Do 25. Jul 2019, 12:52

@ThorsHamar

Hier kommt noch ein Nachtrag: da es, wie du schreibst dein Ansinnen ist, Pflanzen möglichst wenig Leid anzutun, sollte man noch erwähnen, dass für die fleischproduktion wesentlich mehr Pflanzen gebraucht werden, als wenn man Pflanzen direkt isst.

Soll heißen: auch mit deinem Ansinnen wäre eine vegetarische Ernährung trotzdem besser, denn dann müssen weniger Pflanzen "Aua!" schreien :D
Beim Schütteln eines apfelbaumes glaube ich trotzdem, dass die Leute, die drunter stehen und die Äpfel abbekommen, stets lauter schreien, als die Äpfel selbst.
Das ist Kapitalismus:
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Do 25. Jul 2019, 12:58

Quatschki hat geschrieben:(25 Jul 2019, 09:18)
Und die Vorstellung, dass weniger Menschen sterben, ist auch absurd, weil (bislang) alle Menschen sterben.

Nein, du hast hier den Begriff Mortalität bzw Sterberate mit dem Sterben selbst verwechselt.
Sterben tun selbstverständlich 100%, die Mortalität hingegen besagt die Anzahl der Todesfälle pro Gesamtbevölkerung pro Zeit, beispielsweise pro 10.000 Personen auf ein Jahr und dies wird dann oftmals auch noch in Bezug gesetzt auf bestimmte Erkrankungen oder Angewohnheiten.
Das ist Kapitalismus:
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Quatschki » Do 25. Jul 2019, 13:00

Die meisten Früchte sind ja deshalb schmackhaft, weil die Pflanze will, dass Tiere den Samen aufnehmen und so verbreiten.

Der ökologisch bewußte Mensch müßte daher die Kirschen stets mit Kern essen und seine Häufchen dann so verteilt machen, dass überall neue Kirschbäume wachsen.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 25. Jul 2019, 13:01

Papaloooo hat geschrieben:(25 Jul 2019, 12:32)

Früchte werden von Pflanzen als eine Symbiose hervorgebracht und dienen dem Zweck der Fortpflanzung. Bei Müsli gilt das ja insbesondere, denn das sind ja ausschließlich Fruchtkörper.

Aber das geht hier ja am Thema vorbei:
Die vegetarische Ernährung ist Klimaneutraler,
es können also mehr Menschen ernährt werden und die Klimazonen verschieben sich weniger, sollten sich die meisten Menschen weniger fleischlastig ernähren.

Also mehr Menschen verbrauchen auch mehr Platz, produzieren mehr CO² und mehr Methan. Mehr Menschen brauchen mehr Energie und Rohstoffe. Und vegetarisch wären die Menschen da geblieben wo die Gorillas sind. Im Wald.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon imp » Do 25. Jul 2019, 13:02

Quatschki hat geschrieben:(25 Jul 2019, 13:00)

Die meisten Früchte sind ja deshalb schmackhaft, weil die Pflanze will, dass Tiere den Samen aufnehmen und so verbreiten.

Der ökologisch bewußte Mensch müßte daher die Kirschen stets mit Kern essen und seine Häufchen dann so verteilt machen, dass überall neue Kirschbäume wachsen.

Das wäre aus Gründen der Erreger-Verbreitung nicht so gut. Und wen das alles erregen würde!
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Do 25. Jul 2019, 13:17

Alter Stubentiger hat geschrieben:(25 Jul 2019, 13:01) Also mehr Menschen verbrauchen auch mehr Platz, produzieren mehr CO² und mehr Methan. Mehr Menschen brauchen mehr Energie und Rohstoffe. Und vegetarisch wären die Menschen da geblieben wo die Gorillas sind. Im Wald.

Das stimmt nicht, wir sind artverwandt mit den Schimpansen, mit keinem anderen Tier teilen wir so viel unseres Genoms.
Und Schimpansen sind Fleisch- und Pflanzenfresser.
Hätten sich Menschen also nicht fortentwickelt, hätte es Vegetarier sicherlich nie gegeben.
Erst die ausreichende Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln ermöglicht überhaupt, sich vegetarisch zu ernähren.
Steinzeitmenschen waren Jäger und Sammler.
Aber wenn einer damals sagte ich: sammle nur und will nichts von eurem Gejagten, wäre er damals sicherlich verhungert.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Do 25. Jul 2019, 13:25

VaterMutterKind hat geschrieben:(25 Jul 2019, 07:38)

Meinetwegen können alle Vegetarier sein. Ich baue mir mein Fleisch dann selber an, brech dem Vieh das Genick, weide es aus und werde es mit Genuss verzehren.

Ja, ökologisch wäre das auf jeden Fall viel besser, als irgendwo Massentierhaltungen und die Überdüngung von Feldern.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Do 25. Jul 2019, 13:35

Quatschki hat geschrieben:(25 Jul 2019, 13:00)

Die meisten Früchte sind ja deshalb schmackhaft, weil die Pflanze will, dass Tiere den Samen aufnehmen und so verbreiten.

Der ökologisch bewußte Mensch müßte daher die Kirschen stets mit Kern essen und seine Häufchen dann so verteilt machen, dass überall neue Kirschbäume wachsen.

Vor Jahrtausenden, bevor der Mensch anfing, den Ackerbau zu betreiben, und doch Auslese Früchte und Getreide ertragreicher zu machen, war das wohl auch noch so gewesen.
Wenn man sich z.b. man sieht wie klein die Uräpfel sind, dann war da nichts mit Apfelputzen übrig lassen.
Die Auslese hat dann dazu geführt, dass das Fruchtfleisch immer mehr wurde, dass Getreideholme immer mehr Samenkörner hatten.
Wobei, selbst wenn man in der Natur Kirschen pflückt, und die Kerne ausspuckt, dann wird daraus doch auch wieder der oder andere Baum gedeihen.

Aber mal nebenbei, in die Landschaft kacken wäre tatsächlich besser, sofern man einen Spaten dabei hat.
Wir haben das Problem, dass wir mit unserer Nahrung sehr viel Phosphor aufnehmen, und diesen dann über Klärschlämme wieder entsorgen.
Der natürliche Kreislauf mit Acker und daneben eine Toilette mit Sickergrube wäre besser, vorausgesetzt er ist weit genug vom Wasser des Trinkbrunnen entfernt.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Misterfritz » Do 25. Jul 2019, 13:41

Papaloooo hat geschrieben:(25 Jul 2019, 13:35)Aber mal nebenbei, in die Landschaft kacken wäre tatsächlich besser, sofern man einen Spaten dabei hat.
Wir haben das Problem, dass wir mit unserer Nahrung sehr viel Phosphor aufnehmen, und diesen dann über Klärschlämme wieder entsorgen.
Der natürliche Kreislauf mit Acker und daneben eine Toilette mit Sickergrube wäre besser, vorausgesetzt er ist weit genug vom Wasser des Trinkbrunnen entfernt.
Bestimmt eine gute Idee in den Städten. Da machen wir dann Kackfelder statt Parks :cool:
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Keoma » Do 25. Jul 2019, 13:43

Misterfritz hat geschrieben:(25 Jul 2019, 13:41)

Bestimmt eine gute Idee in den Städten. Da machen wir dann Kackfelder statt Parks :cool:


Können dann die Herrchen und Frauchen gemeinsam mit ihren Hunden scheißen.
Die Deutschen haben eine Besessenheit, jede Sache so weit zu treiben, bis eine böse daraus geworden ist.
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