Fleisch

Moderator: Moderatoren Forum 9

Occham

Fleisch

Beitragvon Occham » Sa 19. Dez 2015, 15:05

In vergangenen Zeiten war Fleisch ein Sonntags bzw. ein Festessen, man hat es dankbar verzerrt und dadurch hatte Fleisch einen hohen Stellenwert. Im Übergang der Zeiten ist es verloren gegangen, das man Fleisch nur an Sonn- und Festtagen aß, diese Zeiten sind aber vergangen und ein unschöner Übergangseffekt: wir haben die Einstellung von früher: „Fleisch essen / hoher Stellenwert“ in unsere heutige Zeit transportiert.

Ich persönlich bin nun von den gegenwärtigen Auswirkungen hin und hergerissen. Auf der einen Seite gibt es die Täglich-fleisch-Esser, auf der andere Seite die Vegetarier (oder Veganer). Das sind Extreme, wo einfach das gesunde Gleichgewicht fehlt und dieses fehlende Gleichgewicht lässt sich „im Übergang der Zeiten“ begründen.

Heutzutage können wir Fleisch wann wir wollen und wie wir es wollen verspeisen (den Täglichfleischkonsum finde ich kontraproduktiv) und da wir frühere Betrachtungsweisen in die Gegenwart transportiert haben, verachten manche sogar Vegetarier (und der Vegetarier selbst ist ja auch „nur“ der Gegenpol der „anderen Seite“), denn früher „hätte“ es bedeutet: Was? Jetzt nicht mal mehr an Sonn- und Festtagen Fleischkonsum??? Aber das ist Geschichte, Selbstbetrug… In unserer heutigen Zeit kann man natürlich nicht verbieten, bzw. zum Gesetz machen Fleisch in Maßen zu konsumieren, aber wir können durch zeitbezogene Konzepte ein Bewusstsein dafür erschaffen, wie man Fleisch so ähnlich wie früher in einem weitaus gesünderen „Gleichgewicht“ konsumiert und je besser dieses Konzept ist, desto besser geht der Gedanke auf, sodass der aufgegangene Gedanke es selbst zum No-Go macht, täglich Fleisch zu konsumieren. So ähnlich wie für manche Menschen der Vegetarier ein No-Go darstellt...

Gegenwärtig gäbe es ja nicht mal geschmackliche Abzüge, wenn Fleisch in einem gesünderen Gleichgewicht auf der Speisekarte vorkommt. Schon mal ein Sojaschnitzel gegessen, das man im Supermarkt neben der Fleischtheke erwerben kann? Schmeckt ganz genauso wie ein Schnitzel aus der Fleischtheke und mit der Panade, selbst ein Megahit für die Geschmacksfeteschisten. Es kommt natürlich auch immer darauf an wie es gewürzt ist, aber das ist mit jedem Lebensmittel so.

Wir können natürlich jetzt nicht alle täglich Sojaschnitzel essen, zumindest wenn es jeder „täglich“ konsumiert, dann gäbe es so viel Soja nicht, deswegen das „gesunde Gleichgewicht“. Wir können durch Konzepte ein Bewusstsein dafür erschaffen, was man wie in Maßen konsumieren muss, um ein Gleichgewicht zu erschaffen, dieses irgendwann auch keinen Gegenpol mehr benötigt und in unserer Gegenwart müsste man nicht einmal mit geschmacklichen Abzügen rechnen... Die Geschmacksfeteschisten können also wieder hinter ihren Schützengraben hervorkommen, wir wollen dir nichts wegnehmen…

Denn „täglich“ Fleisch essen, so wie „früher“, das ist Selbstbetrug und auch ganz einfach im Übergang der Zeiten zu ergründen.

Also bessere Konzepte müssen auf den Plan treten!

VG,

Occham
Benutzeravatar
Boraiel
Beiträge: 4040
Registriert: Di 25. Feb 2014, 02:25
Benutzertitel: Let’s rule the world.
Wohnort: Deutschland/Niederlande

Re: Fleisch

Beitragvon Boraiel » Sa 19. Dez 2015, 15:30

Occham hat geschrieben:Wir können natürlich jetzt nicht alle täglich Sojaschnitzel essen, zumindest wenn es jeder „täglich“ konsumiert, dann gäbe es so viel Soja nicht, deswegen das „gesunde Gleichgewicht“.

Das können wir durchaus, an Soja besteht kein Mangel, auch wenn dieses nicht von hier kommt. Inbesondere, wenn man Sojaschnitzel statt Fleisch ist, gibt es genug Soja für alle.

Ich esse gerne Fleisch, habe das Sojaschnitzel aber auch noch nicht probiert. Ich würde aus geschmacklichen Gründen aber empfehlen, einerseits gute Qualität zu kaufen und anderseits durchaus am Wochenende eine größere Menge (das ganze Huhn, Ente, Gans, größeres Rinder- oder Schweinestück) zuzubereiten. Sich da natürlich satt zu essen und etwaige Reste zu den sonst vegetarischen Gerichten wochentags zu reichen.
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
Benutzeravatar
Joker
Beiträge: 11944
Registriert: Mo 18. Mai 2009, 19:40

Re: Fleisch

Beitragvon Joker » Sa 19. Dez 2015, 15:44

Occham » Sa 19. Dez 2015, 16:05 hat geschrieben: Schon mal ein Sojaschnitzel gegessen, das man im Supermarkt neben der Fleischtheke erwerben kann? Schmeckt ganz genauso wie ein Schnitzel aus der Fleischtheke und mit der Panade, selbst ein Megahit für die Geschmacksfeteschisten. Es kommt natürlich auch immer darauf an wie es gewürzt ist, aber das ist mit jedem Lebensmittel so.

Wenn es der Vegan Industrie erst gelingt ein Sellerie und ein Salatblatt so hinzukneten dass das wie eine Gans ausschaut werden die Veganer behaupten das auch sie auf die Tradition mit dem Gänsebraten wert legen.
Atheist

Re: Fleisch

Beitragvon Atheist » Sa 19. Dez 2015, 16:44

Esst mal weiter Soja, wegen Klimawandel usw. Ich bevorzuge lieber Steak.
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 34103
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Fleisch

Beitragvon jack000 » Sa 19. Dez 2015, 16:49

Das Problem in Deutschland ist die "Hauptsache billig"-Mentalität bei Lebensmitteln. Wenn man Fleisch jeden Tag konsumiert muss es billig sein und die Folgen sind ja bekannt.
Dabei gibt es so viele leckere und nahrhafte Vegetarische Gerichte und wenn Fleisch, dann sollte es in guter Qualität sein!
DU30:
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Benutzeravatar
Boraiel
Beiträge: 4040
Registriert: Di 25. Feb 2014, 02:25
Benutzertitel: Let’s rule the world.
Wohnort: Deutschland/Niederlande

Re: Fleisch

Beitragvon Boraiel » Sa 19. Dez 2015, 16:50

jack000 » Sa 19. Dez 2015, 17:49 hat geschrieben:Das Problem in Deutschland ist die "Hauptsache billig"-Mentalität bei Lebensmitteln. Wenn man Fleisch jeden Tag konsumiert muss es billig sein und die Folgen sind ja bekannt.
Dabei gibt es so viele leckere und nahrhafte Vegetarische Gerichte und wenn Fleisch, dann sollte es in guter Qualität sein!

Zum Beispiel? :p
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 34103
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Fleisch

Beitragvon jack000 » Sa 19. Dez 2015, 16:56

Boraiel » Sa 19. Dez 2015, 16:50 hat geschrieben:Zum Beispiel? :p

Nudeln mit Tomatensoße, Käse und Pesto , Kartoffelpfanne mit Gemüse, Vegarische Bratlinge, Kartoffelröstis mit Erbsen/Möhren und Bratensoße, selbstgemachte Pizza ohne Fleisch, etc ... oder schlichtweg belegte Brote/Brötchen.
DU30:
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Dr.Fehlurteil

Re: Fleisch

Beitragvon Dr.Fehlurteil » Sa 19. Dez 2015, 17:19

Fürti.
Ich lebe seid 10 Jahren vegetarisch.
Aber nicht aus gesundheitlichen Gründen.
Ich mag Tiere und deshalb esse ich sie nicht mehr.
Und wer behauptet, das vegetarische Gerichte schmecken, der hat wohl seine Geschmacksnerven mit dem Rauchen von " Roth Händel ohne Filter " total geschrottet.
Es ist einfach eine Lüge, zu behaupten, das vegetarische Kost , den Konsum von Fleisch ersetzen kann.
Wer schon mal eine vegetarische Wurst probiert hat, weis was ich meine.
Durch die Massentierhaltung entstehen aber völlig neue Probleme.
Viele Tiere ( Schweine, Hühner, Rinder ect ), stehen auf engstem Raum , werden präventiv mit Medikamenten und Antibiotika behandelt, egal ob sie krank sind oder nicht.
Bedeutet, das das Fleisch dieser Tiere 1. minderwertig ist 2. mit Medikamenten und Antibiotika versetzt ist und 3. nicht schmeckt.

Der Mensch konsumiert dieses Billigfleisch und nimmt automatisch Restspuren von Medikamenten und Antibiotika auf.
2014 sind in Europa ca. 25000 Menschen an einer Antibiotika Resistenz gestorben.
Desweiteren entstehen in der Massentierhaltung sogenannte ESBL Bakterien, die im menschlichen Darm enden und mit größter Wahrscheinlichkeit die Ursache für Darmkrebs sind.
:thumbup:
Benutzeravatar
Umetarek
Moderator
Beiträge: 16842
Registriert: Di 3. Jun 2008, 07:24
Benutzertitel: auf dem Weg zur Wüste...
Wohnort: Pfalz

Re: Fleisch

Beitragvon Umetarek » Sa 19. Dez 2015, 17:23

Natürlich schmecken vegetarische Gerichte. Fleischersatzeprodukte schmecken nicht, aber die braucht man auch nicht wirklich.
Mutter des Wahnsinns und Harmoniebeauftragte des Forums, sowie geprüfte Völkermörderin!
Occham

Re: Fleisch

Beitragvon Occham » Sa 19. Dez 2015, 17:33

Boraiel » Sa 19. Dez 2015, 16:30 hat geschrieben:Das können wir durchaus, an Soja besteht kein Mangel, auch wenn dieses nicht von hier kommt. Inbesondere, wenn man Sojaschnitzel statt Fleisch ist, gibt es genug Soja für alle.

Echt? Wusste ich nicht. Interessant!
Boraiel » Sa 19. Dez 2015, 16:30 hat geschrieben:
Ich esse gerne Fleisch, habe das Sojaschnitzel aber auch noch nicht probiert. Ich würde aus geschmacklichen Gründen aber empfehlen, einerseits gute Qualität zu kaufen und anderseits durchaus am Wochenende eine größere Menge (das ganze Huhn, Ente, Gans, größeres Rinder- oder Schweinestück) zuzubereiten. Sich da natürlich satt zu essen und etwaige Reste zu den sonst vegetarischen Gerichten wochentags zu reichen.

Hört sich sehr Zukunftsorientiert an, also positiv. In gewisser Weise haben uns die Supermarkttaktiken (Augenhöhe zum Beispiel) aber ebenfalls „verzogen“ und für solche Taktiken benötigt es meiner Meinung nach Angleichtaktiken. Den Überbegriff habe ich als Konzept umschrieben.
Joker » Sa 19. Dez 2015, 16:44 hat geschrieben:Wenn es der Vegan Industrie erst gelingt ein Sellerie und ein Salatblatt so hinzukneten dass das wie eine Gans ausschaut werden die Veganer behaupten das auch sie auf die Tradition mit dem Gänsebraten wert legen.

Das ist der grundlegende Gedanke, diesen ich auch unterstreiche. Vielleicht wirkt das ja dann wie eine Initialzündung, auf dieser ein „gigantisches“ 'Gleichgewicht' folgt ^^ wer weiss :D
Atheist » Sa 19. Dez 2015, 17:44 hat geschrieben:Esst mal weiter Soja, wegen Klimawandel usw. Ich bevorzuge lieber Steak.

Ich rede davon was sich aus früheren Zeiten an Einstellung unschönerweise im Wandel der Zeiten in die Gegenwart mittransportiert hat, was die Auswirkungen dessen sind und die Frage danach wie wir ein zeitbezogenes Gleichgewicht herstellen könnten…

jack000 » Sa 19. Dez 2015, 17:49 hat geschrieben:Das Problem in Deutschland ist die "Hauptsache billig"-Mentalität bei Lebensmitteln. Wenn man Fleisch jeden Tag konsumiert muss es billig sein und die Folgen sind ja bekannt.
Dabei gibt es so viele leckere und nahrhafte Vegetarische Gerichte und wenn Fleisch, dann sollte es in guter Qualität sein!

Daran haben aber auch die Lebensmittelindustrien ihre Teilschuld. Man sollte natürlich das Ganze Bild betrachten, das aus mehreren Teilschulden besteht. Wenn man nur noch dem billigsten hinterherläuft, ist das ebensowenig gut.

Dr.Fehlurteil » Sa 19. Dez 2015, 18:19 hat geschrieben:Es ist einfach eine Lüge, zu behaupten, das vegetarische Kost , den Konsum von Fleisch ersetzen kann.
Wer schon mal eine vegetarische Wurst probiert hat, weis was ich meine.


Ich esse zwar Fleisch, in eine hoffentlich gesunden Gleichgewicht, aber ich bin dennoch der Meinung, dass mir das Sojaschnitzel letztens wie ein echtes Schnitzel vorgekommen ist… entweder die Lebensmittelindustrien haben sich weiterentwickelt… oder ich hab es falsch eingeschätzt?

Umetarek » Sa 19. Dez 2015, 18:23 hat geschrieben:Natürlich schmecken vegetarische Gerichte. Fleischersatzeprodukte schmecken nicht, aber die braucht man auch nicht wirklich.

Sehe ich anders, für Geschmacksfeteschisten kann so etwas schon so was wie ein „Ausgleich“ sein. Vorrausgesetzt natürlich die Lebensmittelindustrien haben gute Arbeit geleistet :D
Dr.Fehlurteil

Re: Fleisch

Beitragvon Dr.Fehlurteil » Sa 19. Dez 2015, 17:43

Umetarek » Sa 19. Dez 2015, 17:23 hat geschrieben:Natürlich schmecken vegetarische Gerichte. Fleischersatzeprodukte schmecken nicht, aber die braucht man auch nicht wirklich.


Am liebsten esse ich aber Kamele.
Sind halt dumme , einfache Tiere. :D
Benutzeravatar
Umetarek
Moderator
Beiträge: 16842
Registriert: Di 3. Jun 2008, 07:24
Benutzertitel: auf dem Weg zur Wüste...
Wohnort: Pfalz

Re: Fleisch

Beitragvon Umetarek » Sa 19. Dez 2015, 17:45

Dr.Fehlurteil » Sa 19. Dez 2015, 17:43 hat geschrieben:
Am liebsten esse ich aber Kamele.
Sind halt dumme , einfache Tiere. :D

Echt? Wo bekommst du Kamelfleisch her? Habe ich noch nie probiert. Aber dumm sind sie mitnichten, haben einen eigenen Kopf und können Wasser riechen.
Mutter des Wahnsinns und Harmoniebeauftragte des Forums, sowie geprüfte Völkermörderin!
Atheist

Re: Fleisch

Beitragvon Atheist » Sa 19. Dez 2015, 18:10

Ich rede davon was sich aus früheren Zeiten an Einstellung unschönerweise im Wandel der Zeiten in die Gegenwart mittransportiert hat, was die Auswirkungen dessen sind und die Frage danach wie wir ein zeitbezogenes Gleichgewicht herstellen könnten…


Woran machst du das fest?

Ich bin in dieser Hinsicht jedenfalls genussorientiert und esse Fleisch, weil es mir schmeckt. Die mehrjährige Zeit der veganischen Askese habe ich übrigens hinter mir. Schlimm war's nicht, mir fehlte nur etwas. Irgendwann fand ich es aber zu albern, dem natürlichen Verlangen zu widerstehen, obwohl es gar nicht notwendig ist (Ungesetzlichkeiten in der Tierhaltung und sonstiger Lebensmittelindustrie lassen sich nicht nur durch das Konsumverhalten bekämpfen, sondern durch dafür zuständige staatliche Behörden.).
Zuletzt geändert von Atheist am Sa 19. Dez 2015, 18:14, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 18906
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Fleisch

Beitragvon Dark Angel » Sa 19. Dez 2015, 18:10

Occham » Sa 19. Dez 2015, 15:05 hat geschrieben:In vergangenen Zeiten war Fleisch ein Sonntags bzw. ein Festessen, man hat es dankbar verzerrt und dadurch hatte Fleisch einen hohen Stellenwert. Im Übergang der Zeiten ist es verloren gegangen, das man Fleisch nur an Sonn- und Festtagen aß, diese Zeiten sind aber vergangen und ein unschöner Übergangseffekt: wir haben die Einstellung von früher: „Fleisch essen / hoher Stellenwert“ in unsere heutige Zeit transportiert.

Ich persönlich bin nun von den gegenwärtigen Auswirkungen hin und hergerissen. Auf der einen Seite gibt es die Täglich-fleisch-Esser, auf der andere Seite die Vegetarier (oder Veganer). Das sind Extreme, wo einfach das gesunde Gleichgewicht fehlt und dieses fehlende Gleichgewicht lässt sich „im Übergang der Zeiten“ begründen.

Heutzutage können wir Fleisch wann wir wollen und wie wir es wollen verspeisen (den Täglichfleischkonsum finde ich kontraproduktiv) und da wir frühere Betrachtungsweisen in die Gegenwart transportiert haben, verachten manche sogar Vegetarier (und der Vegetarier selbst ist ja auch „nur“ der Gegenpol der „anderen Seite“), denn früher „hätte“ es bedeutet: Was? Jetzt nicht mal mehr an Sonn- und Festtagen Fleischkonsum??? Aber das ist Geschichte, Selbstbetrug… In unserer heutigen Zeit kann man natürlich nicht verbieten, bzw. zum Gesetz machen Fleisch in Maßen zu konsumieren, aber wir können durch zeitbezogene Konzepte ein Bewusstsein dafür erschaffen, wie man Fleisch so ähnlich wie früher in einem weitaus gesünderen „Gleichgewicht“ konsumiert und je besser dieses Konzept ist, desto besser geht der Gedanke auf, sodass der aufgegangene Gedanke es selbst zum No-Go macht, täglich Fleisch zu konsumieren. So ähnlich wie für manche Menschen der Vegetarier ein No-Go darstellt...

Gegenwärtig gäbe es ja nicht mal geschmackliche Abzüge, wenn Fleisch in einem gesünderen Gleichgewicht auf der Speisekarte vorkommt. Schon mal ein Sojaschnitzel gegessen, das man im Supermarkt neben der Fleischtheke erwerben kann? Schmeckt ganz genauso wie ein Schnitzel aus der Fleischtheke und mit der Panade, selbst ein Megahit für die Geschmacksfeteschisten. Es kommt natürlich auch immer darauf an wie es gewürzt ist, aber das ist mit jedem Lebensmittel so.

Wir können natürlich jetzt nicht alle täglich Sojaschnitzel essen, zumindest wenn es jeder „täglich“ konsumiert, dann gäbe es so viel Soja nicht, deswegen das „gesunde Gleichgewicht“. Wir können durch Konzepte ein Bewusstsein dafür erschaffen, was man wie in Maßen konsumieren muss, um ein Gleichgewicht zu erschaffen, dieses irgendwann auch keinen Gegenpol mehr benötigt und in unserer Gegenwart müsste man nicht einmal mit geschmacklichen Abzügen rechnen... Die Geschmacksfeteschisten können also wieder hinter ihren Schützengraben hervorkommen, wir wollen dir nichts wegnehmen…

Denn „täglich“ Fleisch essen, so wie „früher“, das ist Selbstbetrug und auch ganz einfach im Übergang der Zeiten zu ergründen.

Also bessere Konzepte müssen auf den Plan treten!

VG,

Occham

Wenn man schon Vergleiche zu "Früher" zieht, dann sollte man auch bei der Wahrheit bleiben.
Richtig ist: "früher" wurde weniger und seltener Fleisch gegessen, weil Fleisch teuer war und in wesentlich geringeren Mengen produziert wurde. Entsprechend besser war auch die Qualität.
Richtig ist auch, dass es sich die Leute schlicht nicht leisten konnten, täglich Fleisch zu essen. Darür wurde sehr viel mehr Fisch gegessen - vor allem einheimischer Fisch.
Und ebenso richtig ist, dass früher kein Mensch auf die Idee gekommen wäre, irgendeinen "Fleischersatz" in Form von Sojaprodukten zu sich zu nehmen und sich auf diese Weise langsam selbst zu vergiften.
JA - Soja ist giftig!
Sojaöstrogene ähneln dem körpereigenen Estradiol und binden, wenn auch schwach, an Östrogenrezeptoren. Dabei können sie mal östrogen, mal anti-östrogen wirken.Phytoöstrogene können zu Fruchtbarkeitsstörungen führen.

Wenn Frauen einen Monat lang täglich 45 Milligramm Isoflavone in Form von texturiertem Sojaprotein verzehren, verlängert sich ihr Menstruationszyklus um zwei Tage.
Bei Männern hingegen verringert sich die Anzahl der Spermien umso mehr, je mehr Sojaprodukte sie essen. [...]

Ich empfehle, den gesamten Artikel sehr sorgfältig durchzulesen.
Bei mir jedenfalls, kommt Soja - außer in Form einiger Spritzer Sojasoße - NICHT auf den Tisch!

Für eine gesunde, ausgewogene Ernährung, mit reduziertem Fleischkonsum, bedarf es keines Sojaschnitzels als "Fleischersatz". Es gibt genügend Gerichte, die sehr schmackhaft und gesund sind und die vollständig ohne Fleisch auskommen - vor allem ohne "Fleischersatz".
Wer nach dem Motto vorgeht "Fleisch will ich nicht, aber mein "Schnitzel" oder "Hähnchen" aus Soja brauche ich, der belügt sich selbst.

Und nochwas - noch mehr Sojaanbau führt zu einer ökologischen Katastrophe! Nur rund die Hälfte der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen (weltweit) sind Ackerland, können für Getreide- und Gemüseanbau genutzt werden. Der Rest ist nur als Weisefläche nutzbar.
Siehehier!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Occham

Re: Fleisch

Beitragvon Occham » Sa 19. Dez 2015, 18:13

ist es so schwer zu verstehen, das die Frage auf ein Gleichgewicht abzielt??? muss ich das jetzt punktgenau exkursieren? ich hab mich jetzt schon 1 mal wiederholt.
Zuletzt geändert von Occham am Sa 19. Dez 2015, 18:14, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Excellero
Beiträge: 971
Registriert: So 16. Nov 2014, 12:32
Benutzertitel: Abgehängter AfD Wähler

Re: Fleisch

Beitragvon Excellero » Sa 19. Dez 2015, 18:18

Woher kommt eigentlich der Unsinn daß alle jeden Tag Fleisch essen? Das kann doch garnich sein... naja bei einigen villeicht. Aber jeden Tag oder jeden zweiten, könnt ich mir Rind Kalb Lamm Huhn ect. garnicht leisten. Dann müsst ich ja fast jeden Tag Schwein essen, oder Hackfleisch. Und das würd mir dann spätestens nach 14 Tagen zum Hals raus hängen.
Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen, muß man eigenen haben.
-Immanuel Kant
Occham

Re: Fleisch

Beitragvon Occham » Sa 19. Dez 2015, 18:21

Excellero » Sa 19. Dez 2015, 19:18 hat geschrieben:Woher kommt eigentlich der Unsinn daß alle jeden Tag Fleisch essen? Das kann doch garnich sein... naja bei einigen villeicht. Aber jeden Tag oder jeden zweiten, könnt ich mir Rind Kalb Lamm Huhn ect. garnicht leisten. Dann müsst ich ja fast jeden Tag Schwein essen, oder Hackfleisch. Und das würd mir dann spätestens nach 14 Tagen zum Hals raus hängen.

Der Unsinn kommt daher, das im Wandel der Zeiten gewisse Einstellungen mittransportiert wurden und das liegt einfach daran das der Mensch keine Veränderung gutheisst, aber sich dennoch verändert ^^ irgendwie eine ulkige Vorstellung, als würde aus einem Huhn ein plötzlich eine Gans werden.
Dr.Fehlurteil

Re: Fleisch

Beitragvon Dr.Fehlurteil » Sa 19. Dez 2015, 18:23

Umetarek » Sa 19. Dez 2015, 17:45 hat geschrieben:Echt? Wo bekommst du Kamelfleisch her? Habe ich noch nie probiert. Aber dumm sind sie mitnichten, haben einen eigenen Kopf und können Wasser riechen.


Andere Tiere haben keinen eigenen Kopf ?
Leben praktisch ohne Kopf?
Und sie verdursten auch ??
Na, kann ich gar nicht so glauben. ;)
Atheist

Re: Fleisch

Beitragvon Atheist » Sa 19. Dez 2015, 18:23

Occham » Sa 19. Dez 2015, 19:13 hat geschrieben:ist es so schwer zu verstehen, das die Frage auf ein Gleichgewicht abzielt??? muss ich das jetzt punktgenau exkursieren? ich hab mich jetzt schon 1 mal wiederholt.


Was für ein Gleichgewicht? Die Inuit essen mangels Verfügbarkeit so gut wie gar keine Pflanzen. Ist deren Gleichgewicht gestört? Ist das Gleichgewicht ihres Lebensraumes gestört? Kann es überhaupt ein objektives, statisches, berechenbares Gleichgewicht im Ökosystem geben? Und warum soll die Menschheit auf die technologischen Errungenschaften der letzten Jahrhunderte verzichten, um zu einer Art Öko-Bio-fair-trade-urban-gardening-Subsistenzwirtschaft zurückzukehren?
Dr.Fehlurteil

Re: Fleisch

Beitragvon Dr.Fehlurteil » Sa 19. Dez 2015, 18:24

Occham » Sa 19. Dez 2015, 18:21 hat geschrieben:Der Unsinn kommt daher, das im Wandel der Zeiten gewisse Einstellungen mittransportiert wurden und das liegt einfach daran das der Mensch keine Veränderung gutheisst, aber sich dennoch verändert ^^ irgendwie eine ulkige Vorstellung, als würde aus einem Huhn ein plötzlich eine Gans werden.


Danke für diese, völlig nichts sagende Lebensweisheit.
:thumbup:

Zurück zu „90. Essen & Wohnen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 8 Gäste