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Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: So 11. Aug 2019, 13:42
von Vongole
Misterfritz hat geschrieben:(11 Aug 2019, 13:18)

Ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann.

Was ist das für ein Strauch, mit diesen Blüten?
https://www.directupload.net/file/d/554 ... x9_jpg.htm

Hätte ich gerne in meinem Garten, müsste aber wissen, was es ist ;)


Scheint eine Engelstrompete zu sein:
https://www.google.de/search?q=engelstr ... 20&bih=938

Die ist aber ein giftiges Schätzchen:
https://www.plantopedia.de/wie-giftig-s ... trompeten/

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: So 11. Aug 2019, 13:43
von Trutznachtigall
Misterfritz hat geschrieben:(11 Aug 2019, 13:18)

Ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann.

Was ist das für ein Strauch, mit diesen Blüten?
https://www.directupload.net/file/d/554 ... x9_jpg.htm

Hätte ich gerne in meinem Garten, müsste aber wissen, was es ist ;)
Keine Engelstrompete, sondern ein Hibiskus.Guck mal hier:

https://www.amazon.de/Hibiskus-Red-Heart-Hibiscus-Bl%C3%BCtengeh%C3%B6lz/dp/B007G9VJIU

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: So 11. Aug 2019, 13:57
von Misterfritz
Trutznachtigall hat geschrieben:(11 Aug 2019, 13:43)

Keine Engelstrompete, sondern ein Hibiskus.Guck mal hier:

https://www.amazon.de/Hibiskus-Red-Heart-Hibiscus-Bl%C3%BCtengeh%C3%B6lz/dp/B007G9VJIU
Danke!
Ja, genau das ist es. Ich wusste gar nicht, dass es Hibiskus in winterhart gibt. Wird besorgt und kommt in den Garten!

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: So 11. Aug 2019, 14:09
von Umetarek
Misterfritz hat geschrieben:(11 Aug 2019, 13:18)

Ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann.

Was ist das für ein Strauch, mit diesen Blüten?
https://www.directupload.net/file/d/554 ... x9_jpg.htm

Hätte ich gerne in meinem Garten, müsste aber wissen, was es ist ;)

Ein Gartenhibiskus, also kein echter, auch unter Roseneibisch bekannt und in verschiedenen Farben erhältlich.

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: So 11. Aug 2019, 16:20
von el loco
Es gibt tolle, kostenlose, Apps zur Pflanzenidentifikation; bspw. Plantnet.

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: So 11. Aug 2019, 20:48
von H2O
Umetarek hat geschrieben:(11 Aug 2019, 14:09)

Ein Gartenhibiskus, also kein echter, auch unter Roseneibisch bekannt und in verschiedenen Farben erhältlich.


Mittlere Lebensdauer unter mitteleuropäischen Bedingungen etwa 20 Jahre. Leider, weil sie Erinnerungsstücke an ganz liebe Verwandte waren, die vor langer Zeit verstorben sind.

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: Do 15. Aug 2019, 21:07
von Misterfritz
Umetarek hat geschrieben:(11 Aug 2019, 14:09)

Ein Gartenhibiskus, also kein echter, auch unter Roseneibisch bekannt und in verschiedenen Farben erhältlich.
Ich habe jetzt auch gelernt,
dass man die Stockrosen nennt.
Egal, sehen ganz nett aus und ich werde am WE zwei einbuddeln ;)

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: Do 15. Aug 2019, 21:50
von H2O
Misterfritz hat geschrieben:(15 Aug 2019, 21:07)

Ich habe jetzt auch gelernt,
dass man die Stockrosen nennt.
Egal, sehen ganz nett aus und ich werde am WE zwei einbuddeln ;)


Nur zu; wenn die gedeihen, dann sind sie wunderschön an zu sehen. Stockrosen und Roseneibisch (Gartenhibiskus) unterscheiden sich aber sehr. Der Gartenhibiskus bildet einen Busch mit holzigen Zweigen, die im späten Frühjahr erst Blätter treiben. Leider bilden sich an den tiefer liegenden Verzweigungen irgendwann Pilze, die dem Hibiskus den Garaus machen... zumindest unter norddeutschen Wetterbedingungen.

Stockrosen kommen alljährlich aus dem Wurzelbereich wieder hervor und bilden lange Peitschen mit Blüten im oberen Bereich. Das Erscheinungsbild ist also völlig anders... aber wunderschön sind sie beide.

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: Fr 16. Aug 2019, 09:27
von Umetarek

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: Fr 16. Aug 2019, 13:06
von Eulenwoelfchen
Ich habe Stockrosen im Garten. Zwar gelb blühende. Sind schön, aber stützungsbedürftig, bei starkem Wind (z.B. Gewitterböen) knicken die mir regelmäßig um.
Dann sind sie nicht mehr schön...

Mein Hibiskus (hat eher weissliche Blütenkelche), ist aber einer, falls mich das Gartencenter damals nicht belog. Und er hält sich wacker, hat aber an den dickeren Stämmen bzw. Ästen so einen komischen gelblichen Pilzbewuchs. Niemand konnte mir bisher sagen, was das genau ist und wie man den wegbekäme. Egal, er wächst und gedeiht dennoch. Jedes Jahr ein wenig mehr und wenn er blüht, ist er wirklich schön.
Optische Seelenmassage...

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: Mi 21. Aug 2019, 23:18
von streicher
Heute haben wir an einem Hochbeet aus Europaletten gewerkelt. Ist fast fertig. Morgen wird es gefüllt...

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: Do 22. Aug 2019, 07:43
von Ger9374
streicher hat geschrieben:(21 Aug 2019, 23:18)

Heute haben wir an einem Hochbeet aus Europaletten gewerkelt. Ist fast fertig. Morgen wird es gefüllt...



Europaletten gammeln doch mit der Zeit durch!?

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: Do 22. Aug 2019, 08:10
von H2O
Ger9374 hat geschrieben:(22 Aug 2019, 07:43)

Europaletten gammeln doch mit der Zeit durch!?


Dann kompostiert man das faule Holz. Im Garten gibt es immer Werden und Vergehen.

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: Fr 23. Aug 2019, 17:07
von streicher
Ger9374 hat geschrieben:(22 Aug 2019, 07:43)

Europaletten gammeln doch mit der Zeit durch!?
Sie waren zum Teil sogar schon kaputt und wir haben ein paar auseinandergenommen, um andere zu richten und die Wände zu dichten. Um sie haltbarer zu machen, haben wir sie gestrichen. Ansonsten: wie H2O schon sagte...

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: Fr 23. Aug 2019, 17:24
von Ger9374
streicher hat geschrieben:(23 Aug 2019, 17:07)

Sie waren zum Teil sogar schon kaputt und wir haben ein paar auseinandergenommen, um andere zu richten und die Wände zu dichten. Um sie haltbarer zu machen, haben wir sie gestrichen. Ansonsten: wie H2O schon sagte...




Wir haben ein kleines selbst gebautes Holzhäuschen mit Dachschindeln, Regenrinne aus bauresten für die Kinder damals gebaut.War auf Holzpaletten errichtet.Hat fast 20 Jahre gedauert bis die anfingen zu gammeln.Haben wir gegen Reste von Gehweg platten ausgetauscht.

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: Fr 23. Aug 2019, 22:22
von streicher
Ger9374 hat geschrieben:(23 Aug 2019, 17:24)

Wir haben ein kleines selbst gebautes Holzhäuschen mit Dachschindeln, Regenrinne aus bauresten für die Kinder damals gebaut.War auf Holzpaletten errichtet.Hat fast 20 Jahre gedauert bis die anfingen zu gammeln.Haben wir gegen Reste von Gehweg platten ausgetauscht.
Respekt! Tolle Sache!

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: So 1. Sep 2019, 11:01
von Eulenwoelfchen
streicher hat geschrieben:(21 Aug 2019, 23:18)

Heute haben wir an einem Hochbeet aus Europaletten gewerkelt. Ist fast fertig. Morgen wird es gefüllt...


Keine schlechte Lösung, wenn der entscheidende Focus auf den Kosten bzw. der Kostengünstigkeit liegt (und man einige Europaletten
sowieo rumlungern hat und nicht den Neupreis von ca. 25 Euro bezahlte, der üblicherweise fällig würde, wenn eine Sped. etwas anliefert
und im Gegenzug nicht leere und noch brauchbare Europaletten erhält.

Mir ist so ein Hochbeet aber einfach optisch zu klobig und man braucht recht viel Stellplatz bzw. kann einen solchen Hochbeetklotz
nicht besonders gut dorthin stellen, wo eine Gartenecke vielleicht durch ein schnuckeliges Hochbeet sogar noch an visuellem Reiz gewinnt.

Der Verrottungsfaktor ist im übrigen etwa identisch mit üblichen Holzlatten-Hochbeeten, sofern diese nicht geölt und innen mit entsprechender Schutzfolie
gegen die Erde geschützt werden - und entsprechend auch bodenseitig belüftet und gegen Wühlmäuse geschützt sind...etc.

Ich habe mein Hochbeet ausserdem so gebaut, dass ich eine zweitgeteilte Längsseite (türähnlich und drehbar) mit drei Knebelkopfverschraubten Metallplattenverschlüssen schnell öffnen und wieder verschließen kann und fertigen Kompost bequem per Schaufel/Mistgabel entnehmen kann. Der ja nicht ca. sieben Jahre braucht, bis das Ding samt Hülle verrottet ist und man die wertvolle Komposterde entnehmen und verwenden kann.
Ausserdem kann man nach dem Entnehmen des Kompostes eine komplette Kompostformation neu aufbauen. Und hat dadurch nicht den Nachteil, dass die Leistungsfähigkeit mit Dauer der Komposterde im oberen (Pflanz-)Bereich nachlässt und bestimmte Anpflanzungen dann nicht mehr möglich sind oder typischerweise für ein Hochbeet Ertrags oder Wachstumsvorteile bringen. So zumindest erklären das fast alle Hochbeetexperten und-innen. Wie auch immer. *eidruff

Bin halt ein fauler Hund und habe keine Lust, etwas halbverfaultes auseinanderzufummeln, um nach drei oder vier Jahren Kompost zu erhalten und dann das halbmodrige Zeug
dann wieder zusammenzuflicken, bis zum endgültigen Exodus.

Ist halt, wie so Vieles, Geschmackssache und auch vom gleichzeitgigen Verlangen nach Form, Funktion und Ästhetik geprägt. Man könnte sich auch eine Hochbeethülle betonieren oder mauern, oder aus Steinen bauen.
Die hält ewig. Aber man kann den Standort dann auch nur sehr schlecht verändern. Ich könnte mein Hochbeet, ohne es zu zerlegen, sogar mit anchraubbaren Gummirädern (Schubkarrenreifen) woanders hinfahren, ohne es zerlegen zu müssen. Mit stabilen, schnell anschraubbaren Räderaufnahmen aus Metall. Man möchte gar nicht meinen, was selbst so ein Lattenrosthochbeet aus Holz (Leistenstärke 38 mm, L 2m x B 1m und H ca. 0,96m) fertig montiert - und natürlich unbefüllt - wiegt.

Meine (winterfeste), regen-bzw. sturmschützende, mehrfach aufklappbare, Hochbeetbedachung ist deshalb auch aus leichten, stabilen und verzugssicheren Edelstahlquadratrohren gefertigt und mit einer speziellen Gewächshausfolien-Beplankung versehen.
Letztere kann man nach einigen Jahren - wenn die UV-Strahlung die leider meistens nicht dauerhaft uv-stabile Gewebefolie zerbröselte - problemlos neu machen kann, ohne den Rahmen oder
das Hochbeet selbst zerlegen oder demontieren zu müssen. Die Folie ist billig und hat gegenüber Glas oder Plexiglas den unschätzbaren Vorteil, dass sie wirklich wenig kostet.
Glas- oder Plexiglaslösungen samt Zuschnittkosten sind dagegen immens teuer. Zu teuer, wie ich finde. Und die leicht grünlich schimmernde Folie auch gartenoptisch harmonischer.

Ausserdem liefert diese spezielle Gewächshausfolie optimal-diffuses Licht und sie ist nicht zuletzt VIEL leichter als Glas oder Plexiglasplatten,
sofern sie auch so dimensioniert sind, dass sie Hagelschlag aushalten können. Und damit kann ich auch das gesamte Dach mithilfe einer hilfsbereiten, zarteren Frauenhand nach der Lösung
von ein paar Halteknebelschrauben komplett abheben und ggf. sogar in der Sommerzeit als zusätzliches Bodengewächsbeet für Gurken oder Salate nutzen. Aber das Zeug wächst im Hochbeet eh wie die Hölle.
Und man wird notgedrungen zum temporären Salathasen. :D

Ich finde eine Lattenrost-Konstruktion einfach hübscher und filigraner. Bin eben sehr sensibel und einfühlsam veranlagt und liebe halt entsprechend die Leichtigkeit des Seins auch beim Hochbeet.
Ist aber grundsätzlich auch aufwendiger beim Bau. Muss muss das natürlich auch mögen, zunächst erstmal mühselig zu sein. Auch bezüglich der Details und der durchaus
aufwendigen, grundsätzliche Konstruktions- und Fertigungsarbeit. Aber dafür ist dann die tägliche Anwendung einfach, nachhaltig und dauerhaft anwenderfreundlich.
Ohne den Misston verfaulender Zukunft. Macht einfach Freude und Spaß, zum Hochbeet gemütlich hin zu trampeln und sich Kräuter, kleine Schlangengurken oder Salate zu holen
und erntefrisch zu futtern.

Call me Pedant oder Gschaftler. Stimmt hier wohl sogar. :p

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: Mo 2. Sep 2019, 21:09
von streicher
Eulenwoelfchen hat geschrieben:(01 Sep 2019, 11:01)
Ich habe mein Hochbeet ausserdem so gebaut, dass ich eine zweitgeteilte Längsseite (türähnlich und drehbar) mit drei Knebelkopfverschraubten Metallplattenverschlüssen schnell öffnen und wieder verschließen kann und fertigen Kompost bequem per Schaufel/Mistgabel entnehmen kann. Der ja nicht ca. sieben Jahre braucht, bis das Ding samt Hülle verrottet ist und man die wertvolle Komposterde entnehmen und verwenden kann.
Ausserdem kann man nach dem Entnehmen des Kompostes eine komplette Kompostformation neu aufbauen. Und hat dadurch nicht den Nachteil, dass die Leistungsfähigkeit mit Dauer der Komposterde im oberen (Pflanz-)Bereich nachlässt und bestimmte Anpflanzungen dann nicht mehr möglich sind oder typischerweise für ein Hochbeet Ertrags oder Wachstumsvorteile bringen. So zumindest erklären das fast alle Hochbeetexperten und-innen. Wie auch immer. *eidruff

(…)

Call me Pedant oder Gschaftler. Stimmt hier wohl sogar. :p
Jetzt werden wir unsere Erfahrungen sammeln. Das war der Anfang. :)
Hast du gleich mit dieser Art Hochbeet losgelegt oder zuerst ein Hochbeet gehabt, dass dann aufgrund von Verrottung den Geist aufgegeben hat?
Mit der Folie bin ich noch zwiegespalten: wir haben ja keine verwendet. Wir hatten da einfach noch zu viel Respekt vor dem Stoff "Plastik", obwohl natürlich seine Vorteile unverkennbar sind. Seine Nachteile sind uns in den letzten Jahren auch eindringlich vor Augen geführt worden...

Vielleicht wird Hochbeet #2 ein ganz anderes. Wir werden sehen... :)

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: Di 3. Sep 2019, 00:43
von Eulenwoelfchen
streicher hat geschrieben:(02 Sep 2019, 21:09)

Jetzt werden wir unsere Erfahrungen sammeln. Das war der Anfang. :)
Hast du gleich mit dieser Art Hochbeet losgelegt oder zuerst ein Hochbeet gehabt, dass dann aufgrund von Verrottung den Geist aufgegeben hat?
Mit der Folie bin ich noch zwiegespalten: wir haben ja keine verwendet. Wir hatten da einfach noch zu viel Respekt vor dem Stoff "Plastik", obwohl natürlich seine Vorteile unverkennbar sind. Seine Nachteile sind uns in den letzten Jahren auch eindringlich vor Augen geführt worden...

Vielleicht wird Hochbeet #2 ein ganz anderes. Wir werden sehen... :)

Die Eltern und Großeltern meiner Ex-Frau hatten auch Hochbeete. Die ganz einfache Lösung ohne jedes Behältnis:
Einfach entsprechende, abgeschrägte, Komposthügel mit entsprechenden Schichten von unten (ganz grob) bis oben hin (mit Pflanzende) als Abschluss.
Das geht auch. Und sehr naturnah. Bisserl Unkrauttupfen an den Flanken kann nicht schaden, sage ich mal. Aber sonst, first class und schweinebillig! :D

Selbstgebaut war es mein erstes. Yep! - Nach vorherigen umfangreichen Grundsatzrecherchen, bei denen ich auch auf die Palettenlösung stieß.

Da ich selbst einige Europaletten zur Hand hätte, gefiel mir anfangs diese Lösungsidee sehr gut. Schnell, einfach, man muss sich
keinen Kopf um Konstruktion und teils nicht "unknifflige" technische Lösungen machen usw. - Was für mich als Faulpelz immer sexy ist.
Aber dann kam der "Pedant" durch, das ästhetische Jammern um Form, Funktion, einfache Handhabung... also die Einsicht, wenn schon, denn schon...

Zum "Plastik", hier den Gewächshausgitterfolien:

Ich bin kein grundsätzlicher Gegner von Kunststoff. Mein erstes Gewächshaus (Alu-Systemprofilrahmen), das ich kaufte,
und nicht selbst baute, hat klare Sicherheitsglasscheiben. Was aber den Nachteil hat, das man in den Hochsommerzeiten mit "Vorhängen" beschatten muss.
Glas hat halt gegenüber sog. Polycarbonat-Hohlkörperkassetten als Beplankungsmaterial den Vorteil, dass es nicht von Algen und grünen Schichten befallen wird,
die man dann nicht mehr reinigen kann. Ist nicht unbedingt ästhetisch, wenn dann der "Grünspan" langsam über die Zeit immer höher kriecht und das Gewächshaus
dann aussieht, wie mit Brennesselsud veredelt und güllebemalt. Mein Postbote flucht noch heute über seine damalige Entscheidung beim Kauf seines Gewächshauses.

Vorteil von Gewächshausfolien, so wie ich das feststellte:
Das diffuse Licht solcher Gewächshausfolien ist ideal. Professionelle Gewächshäuser/Gärtnereitunnel werden auch mit solchen, diffuses Licht gebenden, meist milchig weissen Folien bespannt.
Mein neues, selbstgebautes Stahlrohrrahmen-Gewächshaus habe ich auch mit meiner grünen Hochbeet Gitterfoliebespannt. Geht prima und ist SEHR kostengünstig. Stabil, leicht zu reinigen, versifft auch nicht.
Und meine Tomaten, Chilies und Paprika mögen dieses Licht und wachsen sehr gut. Ein automatischer Dachfensteröffner gegen Stauhitze, der ab ca. 20 °C das Fenster öffnet oder bei weniger Wärme schließt, ist für mich obligatorisch gewesen.
Wenn man statt mit Folie mit Sicherheitsglas (alle Fronten und das Dach) hagelsicher bestücken würde, muss man ordentlich löhnen. So ist es weniger das Material, als die Arbeit, die zu Buche schlägt.
Aber die bekomme ich von mir Gottseidank noch immer gratis. :D - Das gilt natürlich analog für Hochbeetbedachung. Neben dem Gewichtsaspekt der beweglichen Dach- und Seitenteile
bei einer solchen Ausführung. Echtes Plexiglas ginge auch. Ist leichter als Glas, aber krachteuer.

Zur Verrottung:
Eine Cousine von mir hatte ein Hochbeet (ohne Dach) und Folien- bzw. Trainagemattenbeplankung innen gegen das Verraten. Material unbehandeltes Eichenholz.
Sie sagt, nach sieben Jahren war das Ding am Ende. Vielleicht hält ein Palettenhochbeet auch zehn Jahre, bis es verrottet ist? Keine Ahnung. Nur dürfte die Qualität
der Beetfüllung stark nachlassen mit den Jahren. Das sagen einhellig alle Hochbeetspezialisten/-innen. Man muss dann eben solche Sachen einpflanzen, die
dafür geeigneter, weil anspruchsloser bezüglich der Nährstoffe usw. sind. Ob das so stimmt, weiss ich auch nicht. Habe es erst zwei Jahre...
Da ohnehin jedes Jahr die bis zum Rand angefüllte obere Erdschicht (Pflanzschicht) mindestens 20-25 cm bis zum Beginn der Saison des Folgejahres abgesackt ist,
fülle ich eh mit hochwertiger Bio-Pflanzende für Gemüse etc. nach und habe dann eigentlich jedes Jahr eine gleichbleibend gut gedüngte, nährstoffreiche
obere Pflanzschicht und kann somit auch Starkzehner ansäen wie ich möchte. Sog. Strauchtomaten werde ich garantiert nicht mehr anpflanzen.
Die wachsen so dickstämmig/-stielig wie so kleine Bonsai-Bäumchen, und zeigten mir - alles andere hemmungslos überwuchernd, wer der Chef
im Hochbeet ist. Nicht ich. :D


Was für mich persönlich mit am Wichtigsten war, ist:
Die langjährige, nachhaltige Verwendung des eingesetzten Materials. Bin kein überzeugter Anhänger von "ex und hopp"-Wegwerfphilosophien.
Und vor allem, bequem an den wertvollen Kompost zu kommen bzw. diesen aus dem Hochbeet herausnehmen zu können. Stehenden Fußes, bequem mit Gabel oder Schaufel, ohne
von oben reintrurnen zu müssen wie ein Zirkusakrobat, um Kompost herauszu"schöpfen".
Meine Folien innen sind im übrigen zum Ein- und Aushängen. Nicht festgetackert oder genagelt.
So kann ich sie nach der Kompostentnahme wieder schön abwaschen und saubermachen und dann wiederverwenden. Ausserdem kann ich die beiden Seitentüren problemlos öffnen,
ohne dass die Folien, falls sie an der Erde angeklebt sind, das etwas schwierig machen. Ich hänge sie oben einfach aus, mach die Türen auf und wenn die Folien an der Erde
kleben bleiben, weil das einfacher für sie ist als Halt am geölten Holz zu finden, ziehe ich sie einfach vom Kompost weg. Voìla. So zumindest meine theoretische Überlegung. :D

Achja, viel Spaß und Freude mit Ihrem Palettenhochbett. Das haben Sie gut gemacht. Chapeau! - Bitte berichten Sie gelegentlich von Ihren nicht enden wollenden Erfolgserlebnissen.
Ich schreibe nicht nur mit Zehnfingersystem, sondern lese auch so. ;)

-------------------------------------------------
Ich möchte noch sagen, dass ich Ihre Palettenlösung keineswegs schlecht reden wollte. Im Gegenteil, eine sehr pfiffige Idee. Irgendwer hat sogar die zwangsläufigen Stufungen (an den Aussenseiten)
----------------------------------------------------------------------------------------------------

So, nun gehe ich den eingeweckten Zwetschgensaft und ein paar Gläser Zwetschgenmus aus dem Einweckautomaten herausholen. Und neues Einweckgut rein in den Pott. Das spart Heizenergie, weil
das Wasser noch recht heiss ist vom vorherigen Durchgang. Von nix kommt nix... ;)
für kleine Anpflanzareale mit Blumenkästen, Töpfen usw. genutzt. Sehen lustig aus, diese "hängenden Gärten der Semiramis".

Re: Das Jahr im Garten

Verfasst: Do 5. Sep 2019, 21:33
von streicher
Eulenwoelfchen hat geschrieben:(03 Sep 2019, 00:43)

Die Eltern und Großeltern meiner Ex-Frau hatten auch Hochbeete. Die ganz einfache Lösung ohne jedes Behältnis:
Einfach entsprechende, abgeschrägte, Komposthügel mit entsprechenden Schichten von unten (ganz grob) bis oben hin (mit Pflanzende) als Abschluss.
Das geht auch. Und sehr naturnah. Bisserl Unkrauttupfen an den Flanken kann nicht schaden, sage ich mal. Aber sonst, first class und schweinebillig! :D

Selbstgebaut war es mein erstes. Yep! - Nach vorherigen umfangreichen Grundsatzrecherchen, bei denen ich auch auf die Palettenlösung stieß.

Da ich selbst einige Europaletten zur Hand hätte, gefiel mir anfangs diese Lösungsidee sehr gut. Schnell, einfach, man muss sich
keinen Kopf um Konstruktion und teils nicht "unknifflige" technische Lösungen machen usw. - Was für mich als Faulpelz immer sexy ist.
Aber dann kam der "Pedant" durch, das ästhetische Jammern um Form, Funktion, einfache Handhabung... also die Einsicht, wenn schon, denn schon...

Zum "Plastik", hier den Gewächshausgitterfolien:

Ich bin kein grundsätzlicher Gegner von Kunststoff. Mein erstes Gewächshaus (Alu-Systemprofilrahmen), das ich kaufte,
und nicht selbst baute, hat klare Sicherheitsglasscheiben. Was aber den Nachteil hat, das man in den Hochsommerzeiten mit "Vorhängen" beschatten muss.
Glas hat halt gegenüber sog. Polycarbonat-Hohlkörperkassetten als Beplankungsmaterial den Vorteil, dass es nicht von Algen und grünen Schichten befallen wird,
die man dann nicht mehr reinigen kann. Ist nicht unbedingt ästhetisch, wenn dann der "Grünspan" langsam über die Zeit immer höher kriecht und das Gewächshaus
dann aussieht, wie mit Brennesselsud veredelt und güllebemalt. Mein Postbote flucht noch heute über seine damalige Entscheidung beim Kauf seines Gewächshauses.

Vorteil von Gewächshausfolien, so wie ich das feststellte:
Das diffuse Licht solcher Gewächshausfolien ist ideal. Professionelle Gewächshäuser/Gärtnereitunnel werden auch mit solchen, diffuses Licht gebenden, meist milchig weissen Folien bespannt.
Mein neues, selbstgebautes Stahlrohrrahmen-Gewächshaus habe ich auch mit meiner grünen Hochbeet Gitterfoliebespannt. Geht prima und ist SEHR kostengünstig. Stabil, leicht zu reinigen, versifft auch nicht.
Und meine Tomaten, Chilies und Paprika mögen dieses Licht und wachsen sehr gut. Ein automatischer Dachfensteröffner gegen Stauhitze, der ab ca. 20 °C das Fenster öffnet oder bei weniger Wärme schließt, ist für mich obligatorisch gewesen.
Wenn man statt mit Folie mit Sicherheitsglas (alle Fronten und das Dach) hagelsicher bestücken würde, muss man ordentlich löhnen. So ist es weniger das Material, als die Arbeit, die zu Buche schlägt.
Aber die bekomme ich von mir Gottseidank noch immer gratis. :D - Das gilt natürlich analog für Hochbeetbedachung. Neben dem Gewichtsaspekt der beweglichen Dach- und Seitenteile
bei einer solchen Ausführung. Echtes Plexiglas ginge auch. Ist leichter als Glas, aber krachteuer.

Zur Verrottung:
Eine Cousine von mir hatte ein Hochbeet (ohne Dach) und Folien- bzw. Trainagemattenbeplankung innen gegen das Verraten. Material unbehandeltes Eichenholz.
Sie sagt, nach sieben Jahren war das Ding am Ende. Vielleicht hält ein Palettenhochbeet auch zehn Jahre, bis es verrottet ist? Keine Ahnung. Nur dürfte die Qualität
der Beetfüllung stark nachlassen mit den Jahren. Das sagen einhellig alle Hochbeetspezialisten/-innen. Man muss dann eben solche Sachen einpflanzen, die
dafür geeigneter, weil anspruchsloser bezüglich der Nährstoffe usw. sind. Ob das so stimmt, weiss ich auch nicht. Habe es erst zwei Jahre...
Da ohnehin jedes Jahr die bis zum Rand angefüllte obere Erdschicht (Pflanzschicht) mindestens 20-25 cm bis zum Beginn der Saison des Folgejahres abgesackt ist,
fülle ich eh mit hochwertiger Bio-Pflanzende für Gemüse etc. nach und habe dann eigentlich jedes Jahr eine gleichbleibend gut gedüngte, nährstoffreiche
obere Pflanzschicht und kann somit auch Starkzehner ansäen wie ich möchte. Sog. Strauchtomaten werde ich garantiert nicht mehr anpflanzen.
Die wachsen so dickstämmig/-stielig wie so kleine Bonsai-Bäumchen, und zeigten mir - alles andere hemmungslos überwuchernd, wer der Chef
im Hochbeet ist. Nicht ich. :D


Was für mich persönlich mit am Wichtigsten war, ist:
Die langjährige, nachhaltige Verwendung des eingesetzten Materials. Bin kein überzeugter Anhänger von "ex und hopp"-Wegwerfphilosophien.
Und vor allem, bequem an den wertvollen Kompost zu kommen bzw. diesen aus dem Hochbeet herausnehmen zu können. Stehenden Fußes, bequem mit Gabel oder Schaufel, ohne
von oben reintrurnen zu müssen wie ein Zirkusakrobat, um Kompost herauszu"schöpfen".
Meine Folien innen sind im übrigen zum Ein- und Aushängen. Nicht festgetackert oder genagelt.
So kann ich sie nach der Kompostentnahme wieder schön abwaschen und saubermachen und dann wiederverwenden. Ausserdem kann ich die beiden Seitentüren problemlos öffnen,
ohne dass die Folien, falls sie an der Erde angeklebt sind, das etwas schwierig machen. Ich hänge sie oben einfach aus, mach die Türen auf und wenn die Folien an der Erde
kleben bleiben, weil das einfacher für sie ist als Halt am geölten Holz zu finden, ziehe ich sie einfach vom Kompost weg. Voìla. So zumindest meine theoretische Überlegung. :D

Achja, viel Spaß und Freude mit Ihrem Palettenhochbett. Das haben Sie gut gemacht. Chapeau! - Bitte berichten Sie gelegentlich von Ihren nicht enden wollenden Erfolgserlebnissen.
Ich schreibe nicht nur mit Zehnfingersystem, sondern lese auch so. ;)

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Ich möchte noch sagen, dass ich Ihre Palettenlösung keineswegs schlecht reden wollte. Im Gegenteil, eine sehr pfiffige Idee. Irgendwer hat sogar die zwangsläufigen Stufungen (an den Aussenseiten)
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So, nun gehe ich den eingeweckten Zwetschgensaft und ein paar Gläser Zwetschgenmus aus dem Einweckautomaten herausholen. Und neues Einweckgut rein in den Pott. Das spart Heizenergie, weil
das Wasser noch recht heiss ist vom vorherigen Durchgang. Von nix kommt nix... ;)
für kleine Anpflanzareale mit Blumenkästen, Töpfen usw. genutzt. Sehen lustig aus, diese "hängenden Gärten der Semiramis".
Vielen Dank für die vielen Tipps, Eulenwoelfchen. Ich habe eine Menge gelernt. :)
Ich finde den Austausch über das Gärtnern wichtig. Und ohne Erfahrungen Sammeln geht das Gärtnern nicht. Wir werden es beobachten, wie es mit dem Hochbeet klappt. An den Seiten haben wir übrigens noch Fächer eingerichtet, in denen wir dann hauptsächlich Bodendecker und Blumen gepflanzt haben. Vielleicht erfährt ja die ganze Anlage nach nur wenigen Jahren ein "Update".
Wir haben dieses Jahr übrigens auch Zwetschgenmus und auch Mus aus wilden Kirschen und Pfirsischen eingekocht. Unser Kleiner liebt es in seinem Brei. ;)