Das Jahr im Garten

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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon streicher » Mi 26. Jun 2019, 20:02

Dark Angel hat geschrieben:(26 Jun 2019, 10:52)

Die Spatzen nerven, weil die sich ständig streiten. ;)
Neuerdings hat sich ein Eulenpäärchen angesiedelt, gestern Nacht zum ersten Mal beobachtet.
Ein Eulenpäärchen ist schon ein selteneres Unterfangen. Man könnte glatt zum Vogelbeobachter werden...
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Dark Angel » Mi 26. Jun 2019, 21:18

JJazzGold hat geschrieben:(26 Jun 2019, 18:14)

Dann wünsche ich Ihnen, dass das noch lange so bleibt und Sie quasi die Kirschen, sprich das Biotop, aus Nachbarschafts Garten genießen können. ;)

Viel Platz nimmt bei uns der Selbstversorgerteil nicht ein, gerade gut ausreichend für den Haushalt. Den größten Teil belegt das Gewächshaus, was bei 700m Höhenlage erforderlich ist. Wobei nicht nur die Versorgung eine Rolle spielt, sondern auch die Gewissheit, dass es unser Kompost ist und nicht Blaukorn, was die Pflanzen düngt.

Ich bin ja immer noch dabei zu gestalten. Wobei mir offen gestanden bei 34 Grad zurzeit die Lust fehlt. ;)

Ich denke schon, dass das so bleibt. Das rückübereignete Gelände wird von den Bauern bestellt, zum Glück nicht in Monokultur. Das Biotop dient auch als Windbrecher, und die Bauern denken gar nicht daran, etwas zu ändern.
Unser Garten war lange Zeit ein "Ärgernis", sah aus "wie gewollt und nicht gekonnt". Alte Gewohnheiten halten sich halt lange.
Alles begann vor sechs Jahren, als unser Nachbar die Wahnvorstellung entwickelte, dass unser Schäferhund über den Zaun springen und seinen Enkeln (Drillinge, die gerade geboren waren) etwas antun könnte. (Dabei weiß der Dussel ganz genau, dass unsere Hündin mit unseren Kurzen zusammen aufgewachsen ist) Er wollte, dass wir einen 2m hohen Streckmetallzaun bauen.
Mein Sohn und mein Schwiegersohn waren sich einig "Der hat einen zu viel!"
Wir haben keinen 2m hohen Streckmetallzaun gebaut, sondern einen 2m hohen Sichtschutzzaun. Das war der Anfang einer Komplettumgestaltung des Gartens. Damit ich (wir) nicht ständig die Bretterwand ansehen müssen, wachsen da jetzt die Rambler und Kletterrosen, im Bereich Filtergraben, verbergen 2m hohe Hechtkräuter den Zaun, den Rest besorgen Brombeeren und Sommerflieder. Zum Naschen für die Kurzen gibt es noch ein paar Obstbäume - so genanntes Säulenobst, was nicht allzu hoch und auch nicht breit wird.
Bis auf ein paar Salatköpfe, eine Kürbispflanze (für Helloween-Deko) und eine Zucchini ist das ein reiner Erholungsgarten.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon JJazzGold » Do 27. Jun 2019, 07:52

Dark Angel hat geschrieben:(26 Jun 2019, 21:18)

Ich denke schon, dass das so bleibt. Das rückübereignete Gelände wird von den Bauern bestellt, zum Glück nicht in Monokultur. Das Biotop dient auch als Windbrecher, und die Bauern denken gar nicht daran, etwas zu ändern.
Unser Garten war lange Zeit ein "Ärgernis", sah aus "wie gewollt und nicht gekonnt". Alte Gewohnheiten halten sich halt lange.
Alles begann vor sechs Jahren, als unser Nachbar die Wahnvorstellung entwickelte, dass unser Schäferhund über den Zaun springen und seinen Enkeln (Drillinge, die gerade geboren waren) etwas antun könnte. (Dabei weiß der Dussel ganz genau, dass unsere Hündin mit unseren Kurzen zusammen aufgewachsen ist) Er wollte, dass wir einen 2m hohen Streckmetallzaun bauen.
Mein Sohn und mein Schwiegersohn waren sich einig "Der hat einen zu viel!"
Wir haben keinen 2m hohen Streckmetallzaun gebaut, sondern einen 2m hohen Sichtschutzzaun. Das war der Anfang einer Komplettumgestaltung des Gartens. Damit ich (wir) nicht ständig die Bretterwand ansehen müssen, wachsen da jetzt die Rambler und Kletterrosen, im Bereich Filtergraben, verbergen 2m hohe Hechtkräuter den Zaun, den Rest besorgen Brombeeren und Sommerflieder. Zum Naschen für die Kurzen gibt es noch ein paar Obstbäume - so genanntes Säulenobst, was nicht allzu hoch und auch nicht breit wird.
Bis auf ein paar Salatköpfe, eine Kürbispflanze (für Helloween-Deko) und eine Zucchini ist das ein reiner Erholungsgarten.


Guten Morgen :)

Hechtkräuter musste ich erst einmal googeln. Mit Wasserpflanzen kenne ich mich nicht aus. Nachdem der See praktisch vor unserer Nase liegt, habe ich auf jegliche Art von Gewässer verzichtet.
Ansonsten genieße ich es, dass sich besagte alte Gewohnheiten lange halten. Das bedeutete in unserem Fall, dass sich ausser einem Rosenbeet vor der Terrasse, einem Gewächshaus, zwei Obstbäumen, drei Hochststammbeerenpflanzen nur Rasen, der weit entfernt vom klassisch englischen war, wenig auf dem Grundstück vorhanden war. Ich konnte quasi bei Null anfangen.
Am anstrengendsten ist es, den alten, verwurzelten Pseudorasen abzutragen, eine echte sog. Knochenarbeit, die ich nach und nach für jede geplante Anlage angehe. Inzwischen habe ich zwischen zwei großen Beeten, das dritte ist noch im Bau, und neben dem Zwetschgenbaum eine zweite Terrasse, die nachmittags durch Nachbars x Meter hohe Birke im angenehmen Halbschatten liegt. Die beiden Obstbäume habe ich auch durch Säulenobstbäume, und eine Spalier-Sauerkirsche ergänzt.

Tomaten wachsen nicht nur im Gewächshaus und in Kübeln neben dem Gartenarbeitstisch sondern vier Cocktailtomaten auch auf dem Balkon. Die halten die Insekten ab, bieten einen angenehmen Sichtschutz, wenn ich, wie jetzt gerade, meinen ersten Kaffee draussen trinke und nebenbei probiere ich dort jedes Jahr neue Sorten dieser Naschtomaten aus. Am besten haben mir bis jetzt die Rosinentomate, die auch an der Pflanze getrocknete Tomaten produziert, sowie die fast schon süße Johannisbeertomate gefallen.

À Propos Insekten, dieses Jahr gibt es hier im Seengebiet ungewöhnlich viele Stechmücken. Weshalb ich in den Wasserauffangtonnen ein Mittel zur Verhinderung der Ausbildung der Larven verteilt habe. Angeblich ist es für alle anderen Tiere ungefährlich, aber so ganz traue ich der Sache nicht. Hat hier Irgendjemand eine Idee, wie sich das auf anderem Weg verhindern lässt?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Dark Angel » Do 27. Jun 2019, 11:47

JJazzGold hat geschrieben:(27 Jun 2019, 07:52)

Guten Morgen :)

Hechtkräuter musste ich erst einmal googeln. Mit Wasserpflanzen kenne ich mich nicht aus. Nachdem der See praktisch vor unserer Nase liegt, habe ich auf jegliche Art von Gewässer verzichtet.
Ansonsten genieße ich es, dass sich besagte alte Gewohnheiten lange halten. Das bedeutete in unserem Fall, dass sich ausser einem Rosenbeet vor der Terrasse, einem Gewächshaus, zwei Obstbäumen, drei Hochststammbeerenpflanzen nur Rasen, der weit entfernt vom klassisch englischen war, wenig auf dem Grundstück vorhanden war. Ich konnte quasi bei Null anfangen.
Am anstrengendsten ist es, den alten, verwurzelten Pseudorasen abzutragen, eine echte sog. Knochenarbeit, die ich nach und nach für jede geplante Anlage angehe. Inzwischen habe ich zwischen zwei großen Beeten, das dritte ist noch im Bau, und neben dem Zwetschgenbaum eine zweite Terrasse, die nachmittags durch Nachbars x Meter hohe Birke im angenehmen Halbschatten liegt. Die beiden Obstbäume habe ich auch durch Säulenobstbäume, und eine Spalier-Sauerkirsche ergänzt.

Tomaten wachsen nicht nur im Gewächshaus und in Kübeln neben dem Gartenarbeitstisch sondern vier Cocktailtomaten auch auf dem Balkon. Die halten die Insekten ab, bieten einen angenehmen Sichtschutz, wenn ich, wie jetzt gerade, meinen ersten Kaffee draussen trinke und nebenbei probiere ich dort jedes Jahr neue Sorten dieser Naschtomaten aus. Am besten haben mir bis jetzt die Rosinentomate, die auch an der Pflanze getrocknete Tomaten produziert, sowie die fast schon süße Johannisbeertomate gefallen.

À Propos Insekten, dieses Jahr gibt es hier im Seengebiet ungewöhnlich viele Stechmücken. Weshalb ich in den Wasserauffangtonnen ein Mittel zur Verhinderung der Ausbildung der Larven verteilt habe. Angeblich ist es für alle anderen Tiere ungefährlich, aber so ganz traue ich der Sache nicht. Hat hier Irgendjemand eine Idee, wie sich das auf anderem Weg verhindern lässt?

Bis zum nächsten See/Freibad ist es bei uns ein gutes Stück zu fahren. Könnte man mit dem Fahrrad bewältigen, ist aber aufgrund Autobahnzubringer zu gefährlich - insbesondere für die Kurzen (10 und 7 Jahre alt).
Mein Mann wollte unbedingt einen Teich haben - möglichst naturnah, also wurde einer gebaut nach dem "Naturagart-Konzept" (Naturagart Ibbenbühren). Leider war der nach gut 20 Jahren etwas sanierungsbedürftig und sollte auch saniert werden - aber naja Unvorsichtigkeit/Schusseligkeit hat das verhindert, weil die Teichfolie unrettbar beschädigt war - also Teichbau Part 2, diesmal ein Badeteich mit biologischer Filterung und wieder von Naturagart.
Molche und Kröten sorgen dafür, dass uns Mücken nicht belästigen können.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon JJazzGold » Do 27. Jun 2019, 18:27

Dark Angel hat geschrieben:(27 Jun 2019, 11:47)

Bis zum nächsten See/Freibad ist es bei uns ein gutes Stück zu fahren. Könnte man mit dem Fahrrad bewältigen, ist aber aufgrund Autobahnzubringer zu gefährlich - insbesondere für die Kurzen (10 und 7 Jahre alt).
Mein Mann wollte unbedingt einen Teich haben - möglichst naturnah, also wurde einer gebaut nach dem "Naturagart-Konzept" (Naturagart Ibbenbühren). Leider war der nach gut 20 Jahren etwas sanierungsbedürftig und sollte auch saniert werden - aber naja Unvorsichtigkeit/Schusseligkeit hat das verhindert, weil die Teichfolie unrettbar beschädigt war - also Teichbau Part 2, diesmal ein Badeteich mit biologischer Filterung und wieder von Naturagart.
Molche und Kröten sorgen dafür, dass uns Mücken nicht belästigen können.


Haben Sie einen Teich, der gleichzeitig als Biotop und als Schwimmteich genutzt wird?
Die habe ich mir vor ein paar Jahren angesehen, als wir noch überlegten, im Alter in Hessen zu bleiben.
Dort war der nächste Badesee 30km entfernt und reichlich überlaufen.
Die haben mir sehr gut gefallenen, vor allem, weil sie sich natürlicher in die Umgebung integrieren, als so ein Pool.
Na ja, manchmal kommt es eben anders, als man plant. Jetzt nehme ich halt den großen Teich. Der braucht nur wesentlich länger, um eine Temperatur zu kommen, die ich als angenehm empfinde. ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Dark Angel » Do 27. Jun 2019, 20:23

JJazzGold hat geschrieben:(27 Jun 2019, 18:27)

Haben Sie einen Teich, der gleichzeitig als Biotop und als Schwimmteich genutzt wird?
Die habe ich mir vor ein paar Jahren angesehen, als wir noch überlegten, im Alter in Hessen zu bleiben.
Dort war der nächste Badesee 30km entfernt und reichlich überlaufen.
Die haben mir sehr gut gefallenen, vor allem, weil sie sich natürlicher in die Umgebung integrieren, als so ein Pool.
Na ja, manchmal kommt es eben anders, als man plant. Jetzt nehme ich halt den großen Teich. Der braucht nur wesentlich länger, um eine Temperatur zu kommen, die ich als angenehm empfinde. ;)

In gewisser Weise - ja. Im Schwimm-/Badebereich sind keine Pflanzen, nur im Filtergraben und der Zone zwischen Badebereich und Filtergraben /Teichkrone, der etwa halb so lang ist wie der Teich, etwa 2m breit und 80cm tief. Dort wachsen verschiedene Pflanzenarten (Über- und Unterwasserpflanzen), die die Nährstoffe aus dem Wasser filtern und das Wasser mit Sauerstoff anreichern. Auf der Teichkrone/Teichrand haben wir so genannte Ufermatte aufgebracht, etwas Sand eingeschlemmt und so genannte Ufermattensaat gesäät. In diesem Filtergraben haben sich Libellen, Kröten und Molche angesiedelt, dort können Vögel baden und trinken und auch Insekten finden dort ausreichend zu trinken.
Die Filterung funktioniert folgendermaßen: im Teichboden (über der Folie) sind so genannte Sedimentfallen eingebaut, dort sammeln sich feine Schwebteilchen, welche abgesaugt werden, dadurch steigt der Wasserspiegel im Filtergraben. Das angesaugte Wasser fließt sehr langsam durch den Filtergraben, dabei können sich gröbere Sedimente absetzen, dann rieselt das Ganze noch durch einen Filter mit Segmenten unterschiedlicher Porengröße. Das ganze erfolgt drucklos, so dass eine Saugpumpe 50W/12V mit 1m Förderhöhe vollkommen ausreichend ist. Der Vorteil - keine Cemie, gar keine.
Die Folie ist vollständig abgedeckt, auch unter Wasser, so dass sie weder mechanisch, noch durch UV-Strahlung beschädigt werden kann.
Die so genannte Algenblüte im Frühjahr lässt sich nicht vermeiden, da aber das nährstoffreiche Wasser permanent umgewälzt wird, hat sich das "Argernis" nach einer, spätestens zwei Wochen erledigt und das Wasser ist für den Rest der Badesaison glasklar
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon JJazzGold » Do 27. Jun 2019, 20:47

Dark Angel hat geschrieben:(27 Jun 2019, 20:23)

In gewisser Weise - ja. Im Schwimm-/Badebereich sind keine Pflanzen, nur im Filtergraben und der Zone zwischen Badebereich und Filtergraben /Teichkrone, der etwa halb so lang ist wie der Teich, etwa 2m breit und 80cm tief. Dort wachsen verschiedene Pflanzenarten (Über- und Unterwasserpflanzen), die die Nährstoffe aus dem Wasser filtern und das Wasser mit Sauerstoff anreichern. Auf der Teichkrone/Teichrand haben wir so genannte Ufermatte aufgebracht, etwas Sand eingeschlemmt und so genannte Ufermattensaat gesäät. In diesem Filtergraben haben sich Libellen, Kröten und Molche angesiedelt, dort können Vögel baden und trinken und auch Insekten finden dort ausreichend zu trinken.
Die Filterung funktioniert folgendermaßen: im Teichboden (über der Folie) sind so genannte Sedimentfallen eingebaut, dort sammeln sich feine Schwebteilchen, welche abgesaugt werden, dadurch steigt der Wasserspiegel im Filtergraben. Das angesaugte Wasser fließt sehr langsam durch den Filtergraben, dabei können sich gröbere Sedimente absetzen, dann rieselt das Ganze noch durch einen Filter mit Segmenten unterschiedlicher Porengröße. Das ganze erfolgt drucklos, so dass eine Saugpumpe 50W/12V mit 1m Förderhöhe vollkommen ausreichend ist. Der Vorteil - keine Cemie, gar keine.
Die Folie ist vollständig abgedeckt, auch unter Wasser, so dass sie weder mechanisch, noch durch UV-Strahlung beschädigt werden kann.
Die so genannte Algenblüte im Frühjahr lässt sich nicht vermeiden, da aber das nährstoffreiche Wasser permanent umgewälzt wird, hat sich das "Argernis" nach einer, spätestens zwei Wochen erledigt und das Wasser ist für den Rest der Badesaison glasklar


Danke für die ausführliche Erklärung. Das klingt nach einem sehr vernünftigen und umweltverträglichen System, dass noch dazu Badespass ohne rote Augen garantiert. Vielleicht überlege ich es mir doch noch, nach dem Massenerlebnis heute Abend am See. Nicht, dass der See voll wäre, die Stege sind es. Da war fast kein Durchkommen mehr, nachdem die, zumeist nur, Sonnenanbeter inzwischen selbst die Sonnenliegen mit auf den Steg schleppen.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Ein Terraner » Do 27. Jun 2019, 20:55

Ich hab mir einen charmanten südländischen Garten zugelegt, alles dürr und vertrocknet.
Licht und Dunkel

Kritik an der CDU/CSU ist ab sofort per Gesetz verboten.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Teeernte » Do 27. Jun 2019, 21:06

Ein Terraner hat geschrieben:(27 Jun 2019, 20:55)

Ich hab mir einen charmanten südländischen Garten zugelegt, alles dürr und vertrocknet.

....und die Pflanzen ?? :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Dark Angel » Do 27. Jun 2019, 21:25

JJazzGold hat geschrieben:(27 Jun 2019, 20:47)

Danke für die ausführliche Erklärung. Das klingt nach einem sehr vernünftigen und umweltverträglichen System, dass noch dazu Badespass ohne rote Augen garantiert. Vielleicht überlege ich es mir doch noch, nach dem Massenerlebnis heute Abend am See. Nicht, dass der See voll wäre, die Stege sind es. Da war fast kein Durchkommen mehr, nachdem die, zumeist nur, Sonnenanbeter inzwischen selbst die Sonnenliegen mit auf den Steg schleppen.

Das System ist naturnah an- und ausgelegt. Für jemanden, der sich ekelt, wenn mal eine Kröte oder ein Molch "Badegast" im "großen Teich" ist, für den ist das natürlich nichts und für jemanden, der das Wasser "steril" haben will, auch nicht.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Ein Terraner » Do 27. Jun 2019, 21:33

Teeernte hat geschrieben:(27 Jun 2019, 21:06)

....und die Pflanzen ?? :D :D :D

Genau die.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon JJazzGold » Do 27. Jun 2019, 21:43

Dark Angel hat geschrieben:(27 Jun 2019, 21:25)

Das System ist naturnah an- und ausgelegt. Für jemanden, der sich ekelt, wenn mal eine Kröte oder ein Molch "Badegast" im "großen Teich" ist, für den ist das natürlich nichts und für jemanden, der das Wasser "steril" haben will, auch nicht.


Das Problem habe ich zum Glück nicht. Um die andere Ecke ist ein kleiner Moorsee. Der ist wesentlich früher warm. Da schwimmt schon mal eine Ringelnatter mit und so Etliches unter mir. ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Calvadorius » Di 2. Jul 2019, 00:54

Wir pflegen einen naturnahen Garten.
Neider bezeichnen ihn auch als "mäßig" verwildert.
Es gibt bei uns halt keine gezupften Rabatten oder Beete, und in unserem "Rasen" gedeihen neben Moos auch Klee, Breit- und Spitzwegerich, und allerlei andere "Unkräuter", die uns das Golf-Spiel verleiden :cool: .
Und verschiedenste heimische Bäume, Hecken und Sträucher wachsen wild ineinander hinein.

Aber genau das lieben unsere Piepmätze.

Und es haben sich neue Gäste eingefunden:
Den Mittelspecht (aufgenommen in unserem Garten) haben wir seit Kurzem in wenigstens zwei Exemplaren regelmäßig bei uns beobachten können.

Mittelspecht (wiki)

Buntspechte sind täglich mehrmals bei uns zu Besuch (Fluchtdistanz ca. 8m (bei ruhigem Verhalten)), und auch den Grünspecht (extrem scheu) konnten wir schon etliche Male in unserem Garten beobachten.
Umsomehr freuen wir uns über unseren "Neuzugang".


BTW:
Wie der Buntspecht mag der Mittelspecht ganz besonders das hier.
Ein Fettklotz mit Früchten oder Insekten (ist egal) in einem Gitter (das wir mühevoll krähensicher befestigen müssen (die mögen das nämlich auch)).
Das lieben übrigens wenigstens genausosehr unsere Stare, Spatzen und Meisen.
Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit, die in jedem Fall tödlich endet.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon H2O » Di 2. Jul 2019, 10:39

Ich freue mich über Klatschmohn und Kornblumen. Die haben wohl besonders gute Bedingungen am Rande von Getreidefeldern. Hat hier jemand schon einmal versucht, diese Blumen in seiner Blumenwiese zu vermehren? Ich habe immer wieder einige, sogar auf meinem Erddach. Aber mir ist das zu spärlich. Geht da etwas?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Dark Angel » Mi 3. Jul 2019, 13:53

H2O hat geschrieben:(02 Jul 2019, 10:39)

Ich freue mich über Klatschmohn und Kornblumen. Die haben wohl besonders gute Bedingungen am Rande von Getreidefeldern. Hat hier jemand schon einmal versucht, diese Blumen in seiner Blumenwiese zu vermehren? Ich habe immer wieder einige, sogar auf meinem Erddach. Aber mir ist das zu spärlich. Geht da etwas?

Klatschmohn ist ein Tiefwurzler, Kormblume auch. Die wirst du als Pflanzen zur Dachbegrünung eher nicht dauerhaft ansiedeln können. Am besten funktionieren da Pflanzen für Steingärten und Trockenmauern.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon JJazzGold » Mi 3. Jul 2019, 14:10

H2O hat geschrieben:(02 Jul 2019, 10:39)

Ich freue mich über Klatschmohn und Kornblumen. Die haben wohl besonders gute Bedingungen am Rande von Getreidefeldern. Hat hier jemand schon einmal versucht, diese Blumen in seiner Blumenwiese zu vermehren? Ich habe immer wieder einige, sogar auf meinem Erddach. Aber mir ist das zu spärlich. Geht da etwas?


Ich habe Islandmohn im Garten, der vermehrt sich, allerdings nicht üppig. Ansonsten noch Ziermohn, den Samen hat mir eine Freundin geschenkt, der vermehrt sich auch, aber auch überschaubar in der Ecke, in die ich die Samen vor zwei Jahre gesät habe.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon H2O » Mi 3. Jul 2019, 14:35

Dark Angel hat geschrieben:(03 Jul 2019, 13:53)

Klatschmohn ist ein Tiefwurzler, Kormblume auch. Die wirst du als Pflanzen zur Dachbegrünung eher nicht dauerhaft ansiedeln können. Am besten funktionieren da Pflanzen für Steingärten und Trockenmauern.


Ja, das habe ich dort auch ausgiebig so bepflanzt... übrigens prachtvoll die gelben Flächen mit Mauerpfeffer. Sie müssen sich meinen Bau so vorstellen wie einen Erdbunker mit Glasdach. An den Seiten ist die Erdschicht mindestens 3 m hoch, und darunter befindet sich eine große Drainage. In dem Bereich hatten sich wild eine Art Margeriten, ein paar Klatschmohnstauden und hohes Gras angesiedelt. Diese Pflanzen möchte ich begünstigen... weiß und rot leuchtend. Die haben sich auch um mein Haus herum wild angesiedelt. Ab sofort erlasse ich erst einmal ein Mähverbot!
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Misterfritz » Mi 3. Jul 2019, 22:17

H2O hat geschrieben:(03 Jul 2019, 14:35) eine Art Margeriten
Ich hatte mal Staudenmargariten aus Samen gezüchtet - die sind mittlerweile so 1,5 Meter hoch und breiten sich wie wild aus ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Teeernte » Mi 3. Jul 2019, 22:30

Eine Zwischenfrage....

Tulpenzwiebeln im Hochbeet.....die sind nun lange abgeblüht.... nimmt man die raus - oder bleiben die ganzjährig in der Erde ??

DANKE !!
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon JJazzGold » Mi 3. Jul 2019, 23:01

Teeernte hat geschrieben:(03 Jul 2019, 22:30)

Eine Zwischenfrage....

Tulpenzwiebeln im Hochbeet.....die sind nun lange abgeblüht.... nimmt man die raus - oder bleiben die ganzjährig in der Erde ??

DANKE !!


Hochbeet habe ich noch keines, aber Tulpen im Boden und die bleiben drin.
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