Das Jahr im Garten

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JJazzGold
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von JJazzGold »

Dark Angel hat geschrieben:(15 Jul 2019, 21:26)

Den Most habe ich immer selbst gemacht - mit einem uralten Dampfentsafter. Funktioniert ähnlich wie ein Dämpfer - das Obst kommt in einem "löchrigen" Behälter und wird erhitzt, der Saft fließt in einen Auffangbehälter und wird heiß in Flaschen abgefüllt.
Leider hat das Ding vor einigen Jahren - nachdem es jahrzehntelang treue Dienste geleistet hat - den Geist aufgegeben. War dann doch sehr altersschwach. ;)
Dieses Jahr habe ich nach sehr langer Zeit mal wieder Holundersekt aus Holunderblüten hergestellt. Gut gekühlt, löscht das prickelnde, alkoholfreie Getränk hervorragend den Durst. Meine Enkel sind ganz wild nach dem Zeug, muss ich zusehen, dass ich auch noch was abkriege. :D
Gute Idee! Den habe ich noch nie gemacht, aber würde es gerne ausprobieren. Ich muss mich nur auf das Fahrrad schwingen und herausfinden, ob und wo sich hier Holunderbüsche befinden. Einen großen alten Steinguttopf habe ich auch noch im Keller. Könnten Sie mir bitte sagen, wie sie den ansetzen und wann Sie den auf Flaschen verteilen?
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Dark Angel
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Dark Angel »

JJazzGold hat geschrieben:(16 Jul 2019, 08:12)

Gute Idee! Den habe ich noch nie gemacht, aber würde es gerne ausprobieren. Ich muss mich nur auf das Fahrrad schwingen und herausfinden, ob und wo sich hier Holunderbüsche befinden. Einen großen alten Steinguttopf habe ich auch noch im Keller. Könnten Sie mir bitte sagen, wie sie den ansetzen und wann Sie den auf Flaschen verteilen?
Für alle, die das Getränk probieren wollen:
10 Holunderblütendolden
1kg Zucker
1/4l Weinessig
2 Zitronen (unbehandelt)
10l Wasser
Holunderblütendolden abspülen und in einen großen Steintopf legen (ersatzweise großes Emaillegefäß), Weinessig und Zitronenscheiben dazu geben, Zucker darüber streuen. Wenn sich der Zucker aufgelöst hat, das abgekochte Wasser darüber gießen und umrühren. Mit einem Tuch abdecken und für 3-4 Tage an einen warmen, sonnigen Ort stellen, die Flüssigkeit hin und wieder umrühren.
Nach Ablauf dieser Zeit, die Flüssigkeit durch ein Tuch gießen, in Flaschen abfüllen und verkorken, ggf mit Küchengarn oder Blumenbindedraht sichern.
Liegend kühl lagern. Nach weiteren 10 bis 14 Tagen ist das Getränk genussfertig.
Ersatzweise eignen sich auch Flaschen mit Bügelverschluss.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von JJazzGold »

Dark Angel hat geschrieben:(16 Jul 2019, 11:51)

Für alle, die das Getränk probieren wollen:
10 Holunderblütendolden
1kg Zucker
1/4l Weinessig
2 Zitronen (unbehandelt)
10l Wasser
Holunderblütendolden abspülen und in einen großen Steintopf legen (ersatzweise großes Emaillegefäß), Weinessig und Zitronenscheiben dazu geben, Zucker darüber streuen. Wenn sich der Zucker aufgelöst hat, das abgekochte Wasser darüber gießen und umrühren. Mit einem Tuch abdecken und für 3-4 Tage an einen warmen, sonnigen Ort stellen, die Flüssigkeit hin und wieder umrühren.
Nach Ablauf dieser Zeit, die Flüssigkeit durch ein Tuch gießen, in Flaschen abfüllen und verkorken, ggf mit Küchengarn oder Blumenbindedraht sichern.
Liegend kühl lagern. Nach weiteren 10 bis 14 Tagen ist das Getränk genussfertig.
Ersatzweise eignen sich auch Flaschen mit Bügelverschluss.
Vielen Dank für diese präzise Anleitung!
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Eulenwoelfchen »

JJazzGold hat geschrieben:(15 Jul 2019, 20:51)

Bisher habe ich in der Umgebung nur eine Mosterei gefunden und die nimmt nur Äpfel.


Ich mag die schwarzen Johannisbeeren lieber, als die roten, die schwarzen werden süßer. Es sind 3 Hochstammsträucher, 1 rot, 2 schwarz, schon recht alt, aber sie tragen nach wie vor gut. Solange das so bleibt, dürfen sie bleiben. ;)
Mach dir einfach den Saft mit einem Dampfentsafter. Die Johannisbeeren sind geradezu ideal dafür. Und der Saft wird dann im Weck-Einkochautomaten
dauerhaft, über Jahre! ohne Kühlung haltbar, in Gläsern eingeweckt. Das habe ich letztes Jahr mit meinen Äpfeln und Zwetschgen und teilweis den Tomaten so gemacht.

Ich habe immer noch Apfel- und Zwetschgensaft, sortenrein!, und sorgfältig vor dem Entsaften geputzt und dann in kleine Stücke geschnitten. Da ist kein Wurm oder befallene Kernhäuser dabei. Entsprechend schmeckt der Saft auch.
Johannisbeeren kann man, wie DA das beschrieb, perfekt, da ja eh schon klein, mit dem Dampfentsafter entsaften. Passen ca. 4 kg pro "Fuhre" rein.

Der Dampfentsafter von WMF (ohne eigene Heizeinheit) ist nicht teuer, Edelstahl, verchromt, schöne Ware (ca. 100 Euro?). Ist vor allem auch einfach sauber zu machen und perfekt zum Entsaften. Den kannst du auf das Ceranfeld stellen und dann auf Stufe 9 entsaften. Ich habe dafür ein tragbares Ceranfeld, fast 30 Jahre alt, damal schon mit 18 Stufen (1 bis 9 in halben Stufen). Sowas ist natürlich ideal. Aber Cerankochfeld geht genauso. Oder noch besser, ein Induktions-Kochfeld, falls du sowas (zufällig :D) hast. Extra kaufen würde ich keines.

Das schöne an dieser Methode ist, dass z.B. bei den Zwetschgen der Rest ein traumhaftes Mus ergibt.
Einfach in eine Schüssel füllen, abkühlen lassen, dann in den Küchenmixer geben, zu Mus mixen (geht ganz fix), dann in Gläser abfüllen und ab in den Einweckautomaten. :)

Bei Johannisbeeren dürfte das eine wundervolle, geleeartige Marmelade ergeben, wenn du - nicht so wie ich - einen wirklich potenten Küchenmixer hast, der auch die Kerne zerkleinert. Ich habe leider nur so eine kleine
low-budget Küchen"maschine" von Siemens, die schon ächzt, wenn man z.B. Gulaschsauce, in der noch das Gemüse( Zwiebel, Paprikastückerl, Chiliteile) herumschwimmt, zu einer sämigen Sauce mixen will. :mad:

Aber mit den moderne Küchemixern, die auch diese Smoothies und solches Zeuch können, müsste das wunderbares Johannisbeergelee oder Marmelade ergeben.
Ich gebe da zum Beispiel keine, oder nur ganz ganz wenig Einmachzucker dazu, und trotzdem wird durch den Einweckautomaten alles super konserviert und ist nicht so zuckerhaltig usw.

Bin richtig neidisch auf deine (schwarzen) Johannisbeeren... *shame on me ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von JJazzGold »

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(16 Jul 2019, 17:07)

Mach dir einfach den Saft mit einem Dampfentsafter. Die Johannisbeeren sind geradezu ideal dafür. Und der Saft wird dann im Weck-Einkochautomaten
dauerhaft, über Jahre! ohne Kühlung haltbar, in Gläsern eingeweckt. Das habe ich letztes Jahr mit meinen Äpfeln und Zwetschgen und teilweis den Tomaten so gemacht.

Ich habe immer noch Apfel- und Zwetschgensaft, sortenrein!, und sorgfältig vor dem Entsaften geputzt und dann in kleine Stücke geschnitten. Da ist kein Wurm oder befallene Kernhäuser dabei. Entsprechend schmeckt der Saft auch.
Johannisbeeren kann man, wie DA das beschrieb, perfekt, da ja eh schon klein, mit dem Dampfentsafter entsaften. Passen ca. 4 kg pro "Fuhre" rein.

Der Dampfentsafter von WMF (ohne eigene Heizeinheit) ist nicht teuer, Edelstahl, verchromt, schöne Ware (ca. 100 Euro?). Ist vor allem auch einfach sauber zu machen und perfekt zum Entsaften. Den kannst du auf das Ceranfeld stellen und dann auf Stufe 9 entsaften. Ich habe dafür ein tragbares Ceranfeld, fast 30 Jahre alt, damal schon mit 18 Stufen (1 bis 9 in halben Stufen). Sowas ist natürlich ideal. Aber Cerankochfeld geht genauso. Oder noch besser, ein Induktions-Kochfeld, falls du sowas (zufällig :D) hast. Extra kaufen würde ich keines.

Das schöne an dieser Methode ist, dass z.B. bei den Zwetschgen der Rest ein traumhaftes Mus ergibt.
Einfach in eine Schüssel füllen, abkühlen lassen, dann in den Küchenmixer geben, zu Mus mixen (geht ganz fix), dann in Gläser abfüllen und ab in den Einweckautomaten. :)

Bei Johannisbeeren dürfte das eine wundervolle, geleeartige Marmelade ergeben, wenn du - nicht so wie ich - einen wirklich potenten Küchenmixer hast, der auch die Kerne zerkleinert. Ich habe leider nur so eine kleine
low-budget Küchen"maschine" von Siemens, die schon ächzt, wenn man z.B. Gulaschsauce, in der noch das Gemüse( Zwiebel, Paprikastückerl, Chiliteile) herumschwimmt, zu einer sämigen Sauce mixen will. :mad:

Aber mit den moderne Küchemixern, die auch diese Smoothies und solches Zeuch können, müsste das wunderbares Johannisbeergelee oder Marmelade ergeben.
Ich gebe da zum Beispiel keine, oder nur ganz ganz wenig Einmachzucker dazu, und trotzdem wird durch den Einweckautomaten alles super konserviert und ist nicht so zuckerhaltig usw.

Bin richtig neidisch auf deine (schwarzen) Johannisbeeren... *shame on me ;)
Die Küche ist doch mein Experimentier- und Hobbyraum. :D Es gibt wenig Gerät, was ich nicht habe. (Btw, falls du an einem einfachen, schnellen, aber sehr leckeren Rezept für “Jiddische Hendlleber Paté, ist allerdings nicht jiddisch, ist Butter dabei, interessiert bist, sag Bescheid. Damit habe ich zur letzten Tea Time alle, mich eingeschlossen, begeistert.)

Na ja, diese Küche erst, wenn sie nach meiner Vorstellung nächstes Jahr umgebaut wird. Ich habe mir vor ein paar Jahren eine starke Küchenmaschine geleistet. Allerdings benütze ich sie nicht zur Marmeladenherstellung. Ich bin gespannt, wie dir die Johannisbeermarmelade schmeckt und ob dich die, meines Erachtens weich gekochten, Kerne stören. Obwohl mir gerade einfällt, dass ich eine Flotte Lotte mit umgezogen habe, die müsste sich zum Entkernen auch gut eignen. Wer suchet, der findet.

Den Dampfentsafter, wahrscheinlich ist er in etwa so alt, wie DAs, nutze ich mit einer Einzelherdplatte draußen zur Saft- und dann Gelee Herstellung. Letztes Jahr auch, um aus dem Saft Johannisbeersirup herzustellen. Mal schauen, ob ich den aus den immer noch vorhandenen Jo-Beeren wieder herstelle. Der war verdünnt mit Sprudelwasser im heißen Sommer lecker. Deshalb ist er auch weg. ;)

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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Dark Angel »

JJazzGold hat geschrieben:(16 Jul 2019, 18:30)

Die Küche ist doch mein Experimentier- und Hobbyraum. :D Es gibt wenig Gerät, was ich nicht habe. (Btw, falls du an einem einfachen, schnellen, aber sehr leckeren Rezept für “Jiddische Hendlleber Paté, ist allerdings nicht jiddisch, ist Butter dabei, interessiert bist, sag Bescheid. Damit habe ich zur letzten Tea Time alle, mich eingeschlossen, begeistert.)

Na ja, diese Küche erst, wenn sie nach meiner Vorstellung nächstes Jahr umgebaut wird. Ich habe mir vor ein paar Jahren eine starke Küchenmaschine geleistet. Allerdings benütze ich sie nicht zur Marmeladenherstellung. Ich bin gespannt, wie dir die Johannisbeermarmelade schmeckt und ob dich die, meines Erachtens weich gekochten, Kerne stören. Obwohl mir gerade einfällt, dass ich eine Flotte Lotte mit umgezogen habe, die müsste sich zum Entkernen auch gut eignen. Wer suchet, der findet.

Den Dampfentsafter, wahrscheinlich ist er in etwa so alt, wie DAs, nutze ich mit einer Einzelherdplatte draußen zur Saft- und dann Gelee Herstellung. Letztes Jahr auch, um aus dem Saft Johannisbeersirup herzustellen. Mal schauen, ob ich den aus den immer noch vorhandenen Jo-Beeren wieder herstelle. Der war verdünnt mit Sprudelwasser im heißen Sommer lecker. Deshalb ist er auch weg. ;)

Der Dampfentsafter, den ich bis vor ein paar Jahren genutzt habe, stammte noch von meiner Oma, war aus Aluminium und könnte inetwa mein (damaliges) Alter gehabt haben - also knappe 60 Jahre. :D
Wusste gar nicht, dass es die Dinger immer noch gibt. Da ergeben sich doch plötzlich ganz neue Möglichkeiten für die Unmengen von Brombeeren im Garten. Muss sich meine Tochter hinten anstellen, wenn sie Likör machen will.
Rharbarbermost ist auch sehr lecker, hat dieses Jahr eine Pflanze Einzug in meinen Garten gehalten, weil der Schwiegersohn so gerne Rharbarberkuchen isst.
Und Most aus Weintrauben ist sicher auch lecker. Der Stock hängt so voll, das kann man gar nicht alles essen oder zu Gelee verarbeiten. :)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von JJazzGold »

Dark Angel hat geschrieben:(16 Jul 2019, 19:00)

Der Dampfentsafter, den ich bis vor ein paar Jahren genutzt habe, stammte noch von meiner Oma, war aus Aluminium und könnte inetwa mein (damaliges) Alter gehabt haben - also knappe 60 Jahre. :D
Wusste gar nicht, dass es die Dinger immer noch gibt. Da ergeben sich doch plötzlich ganz neue Möglichkeiten für die Unmengen von Brombeeren im Garten. Muss sich meine Tochter hinten anstellen, wenn sie Likör machen will.
Rharbarbermost ist auch sehr lecker, hat dieses Jahr eine Pflanze Einzug in meinen Garten gehalten, weil der Schwiegersohn so gerne Rharbarberkuchen isst.
Und Most aus Weintrauben ist sicher auch lecker. Der Stock hängt so voll, das kann man gar nicht alles essen oder zu Gelee verarbeiten. :)
Jaaa, so ein altes Aluminiumteil habe ich auch, allerdings etwas jünger, die gibt es immer noch.
Ich habe auch nur eine Rhabarberpflanze, aber deren Ertrag ist heuer in Kuchen und Erdbeer-Rhabarbermarmelade gewandert. Mein absoluter Favorit. ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Misterfritz »

JJazzGold hat geschrieben:(16 Jul 2019, 18:30) (Btw, falls du an einem einfachen, schnellen, aber sehr leckeren Rezept für “Jiddische Hendlleber Paté, ist allerdings nicht jiddisch, ist Butter dabei, interessiert bist, sag Bescheid. Damit habe ich zur letzten Tea Time alle, mich eingeschlossen, begeistert.)
Ähem,
darf ich mich dafür auch melden? ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von JJazzGold »

Misterfritz hat geschrieben:(16 Jul 2019, 20:49)

Ähem,
darf ich mich dafür auch melden? ;)
Ja klar, gerne.

Fall die Moderation nichts dagegen hat, weil die Lebern und die die Eier nicht von freilaufenden Hühnern aus meinem Garten stammen ;) , setze ich das kurze Rezept hier gleich rein.

300g Hühnerleber
1 kleine Zwiebel fein gehackt
1 EL Butter
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
3 hart gekochte Eier, grob gehackt
60g weiche Butter
1 Messerspitze Piment, gemahlen
Salz
Pfeffer
ca 60g verlassenes Butterschmalz.

Den EL Butter in einer Pfanne zerlassen und die Zwiebel darin glasig werden lassen. Geputzte Hühnerleber grob zerteilt und mit dem Knoblauch dazu geben und 4-5 Minuten mitbraten, abkühlen lassen.
Eier mit der weichen Butter und der Lebernmischung verrühren, Gewürze dazu und pürieren, abschmecken, je nach Geschmack etwas nachwürzen. Ich habe noch eine zweite Messerspitze Piment und etwas mehr Pfeffer dazu gegeben. In eine passende Form, oder kleine Portionsförmchen, füllen und mit dem Butterschmalz übergießen, um sie zu versiegeln. Ca 4-5 Stunden, am besten über Nacht, kalt stellen und durchziehen lassen. Ca. 15 - 30 Minuten, je nachdem, ob Förmchen, oder Form, vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.

Guten Appetit! :)

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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Misterfritz »

JJazzGold hat geschrieben:(16 Jul 2019, 21:18)

Ja klar, gerne.

Fall die Moderation nichts dagegen hat, weil die Lebern und die die Eier nicht von freilaufenden Hühnern aus meinem Garten stammen ;) , setze ich das kurze Rezept hier gleich rein.

300g Hühnerleber
1 kleine Zwiebel fein gehackt
1 EL Butter
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
3 hart gekochte Eier, grob gehackt
60g weiche Butter
1 Messerspitze Piment, gemahlen
Salz
Pfeffer
ca 60g verlassenes Butterschmalz.

Den EL Butter in einer Pfanne zerlassen und die Zwiebel darin glasig werden lassen. Geputzte Hühnerleber grob zerteilt und mit dem Knoblauch dazu geben und 4-5 Minuten mitbraten, abkühlen lassen.
Eier mit der weichen Butter und der Lebernmischung verrühren, Gewürze dazu und pürieren, abschmecken, je nach Geschmack etwas nachwürzen. Ich habe noch eine zweite Messerspitze Piment und etwas mehr Pfeffer dazu gegeben. In eine passende Form, oder kleine Portionsförmchen, füllen und mit dem Butterschmalz übergießen, um sie zu versiegeln. Ca 4-5 Stunden, am besten über Nacht, kalt stellen und durchziehen lassen. Ca. 15 - 30 Minuten, je nachdem, ob Förmchen, oder Form, vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.

Guten Appetit! :)

Klingt schon mal saumässig lecker - danke für das Rezept ;)
Was ich mich frage, wie kam es zu dem Namen?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von JJazzGold »

Misterfritz hat geschrieben:(16 Jul 2019, 21:22)

Klingt schon mal saumässig lecker - danke für das Rezept ;)
Was ich mich frage, wie kam es zu dem Namen?

Das frage ich mich auch, denn wäre es nach jüdischen Richtlinien gegangen, hätte Öl die Butter als Aromaträger und zur Verbindung und Streichfähigkeit ersetzen müssen, denn die Eier sind eindeutig der Ersatz der Sahne. Ich habe schon überlegt, es beim nächsten Mal mit Öl zu probieren und zu sehen, wie es damit schmeckt.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Eulenwoelfchen »

JJazzGold hat geschrieben:(16 Jul 2019, 18:30)

Ich habe mir vor ein paar Jahren eine starke Küchenmaschine geleistet. Allerdings benütze ich sie nicht zur Marmeladenherstellung. Ich bin gespannt, wie dir die Johannisbeermarmelade schmeckt und ob dich die, meines Erachtens weich gekochten, Kerne stören. Obwohl mir gerade einfällt, dass ich eine Flotte Lotte mit umgezogen habe, die müsste sich zum Entkernen auch gut eignen. Wer suchet, der findet...
Deine Johannisbeermarmelda wird mir schmecken, da bin ich GANZ sicher. Und die Kerne sind mir egal. Ich habe ein großes Grundstück und kann von der Südterrasse im ersten Stock die Kerne locker in den Rasen sp...äh...schießen. Mit einem selbstgebauten Blasrohr aus Wiesenstengeln. Damit habe ich als Kind immer reife Hollunderbeeren verschossen. :D

Ansonsten hast du ja alles und weisst, wie was geht. Ich werde als Laien-Smutje ab jetzt schön brav nix mehr über Küchen- oder Safttechnik absetzen. Ist irgendwie wie Eulen nach Athen tragen... bei der versammelten Kompetenz hier im Strang.

VIELEN DANK für das Rezept der "jiddischen Hendl-Pastete". DAS hört sich sehr gut an und liest sich so einfach, dass ich das mit meinen ungeschickten Patschhändchen eventuell auch bewerkstelligen kann... Muss mal bei meinem
Super-Fleischveredler nachfragen, ob der Hühnerleber hat. Hähnchenschenkel, Brüste oder das Lamm von ihm sind jedenfalls top of the pop. Und freilaufende Eier hätte ich sogar. Bei mir in der Nähe gibt es einen kleines "Hühnersachl", wo die Hendln wirklich noch frei herumlaufen dürfen. Und zwar zwischen Büschen und Wiesen, dass selbst Demeter weinend in der Ecke steht, so schön haben es die Hühner da. Entsprechend sind die Eier.
Am Hauseingang steht eine Holztruhe, da sind die Eier in 10-er Eierbehältern drin, Geld wirft man in den Briefkasten und einen leeren Pappbehälter für die Eier legt man mit rein. Beim Hinfahren muss man allerdings aufpassen, die Hühners sind überall und pfeifen auf die STVO. Gut so. Ich ja auch, wenn ich kann oder es keiner sieht. :D
JJazzGold hat geschrieben:(16 Jul 2019, 18:30)


Den Dampfentsafter, wahrscheinlich ist er in etwa so alt, wie DAs, nutze ich mit einer Einzelherdplatte draußen zur Saft- und dann Gelee Herstellung. Letztes Jahr auch, um aus dem Saft Johannisbeersirup herzustellen. Mal schauen, ob ich den aus den immer noch vorhandenen Jo-Beeren wieder herstelle. Der war verdünnt mit Sprudelwasser im heißen Sommer lecker. Deshalb ist er auch weg. ;)
Ich willl mich ja bei den Fachfrauen nicht wichtig machen, aber Saft mit einem ALU-Entsafter würde ich nicht machen. Schon damals, als das kleine Eulenwoelfchen zuweilen noch mit Rucksack und Schlafsack unterwegs war,
war mir ALU-Kochgeschirr suspekt. ALU reagiert besonders auf Fruchtsäure. Warum keinen Edelstahl-Dampfentsafter? Die kosten wirklich nicht die Welt, sind hygienisch und viel besser sauber zu machen, als ALU-Behälter.

Egal, ich verzieh mich lieber, bevor ich hier "Eine oder Zwei" aufgestrichen bekomme wg. meiner Besserwisserei. :D
Eulenwoelfchen

Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Eulenwoelfchen »

JJazzGold hat geschrieben:(16 Jul 2019, 21:31)


Das frage ich mich auch, denn wäre es nach jüdischen Richtlinien gegangen, hätte Öl die Butter als Aromaträger und zur Verbindung und Streichfähigkeit ersetzen müssen, denn die Eier sind eindeutig der Ersatz der Sahne. Ich habe schon überlegt, es beim nächsten Mal mit Öl zu probieren und zu sehen, wie es damit schmeckt.
Was ist eigentlich der Grund in der jüdischen Küche, dass sie Milchiges und Fleischiges trennt? - Hat das mit hygienischen Gründen zu tun, die vor Urzeiten mal Sinn machten? -(Wie etwa das Schweinefleisch-Tabu, weil Schweinefleisch
damals sehr trichinös war und diese Tabuisierung gerade in heissen Regionen hinsichtlich der Gesundheits- oder Nahrungsmittelhygiene sehr wohl Sinn machte). Ausser der eher pilosophischen Begründung für Schweinefleisch-Verzicht: Du sollst deine Brüder und Schwestern nicht verspeisen. :D
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von JJazzGold »

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(17 Jul 2019, 14:11)

Was ist eigentlich der Grund in der jüdischen Küche, dass sie Milchiges und Fleischiges trennt? - Hat das mit hygienischen Gründen zu tun, die vor Urzeiten mal Sinn machten? -(Wie etwa das Schweinefleisch-Tabu, weil Schweinefleisch
damals sehr trichinös war und diese Tabuisierung gerade in heissen Regionen hinsichtlich der Gesundheits- oder Nahrungsmittelhygiene sehr wohl Sinn machte). Ausser der eher pilosophischen Begründung für Schweinefleisch-Verzicht: Du sollst deine Brüder und Schwestern nicht verspeisen. :D

Es ist ein Gebot, dass sich auf die Thora beruft, rein erinnerungsmäßig und deshalb vielleicht nicht völlig korrekt wiedergegeben, soll das Jungtier nicht in der Milch seiner Mutter gekocht werden. Ob das ursprünglich auf einer hygienischen Vorschrift, oder einem philosophischen Gedanken beruht, oder auf der Abgrenzung zu Riten anderer Religionen, kann ich dir nicht beantworten.
Ad hoch fällt mir keine essesnshygienische Begründung dafür ein. Vielleicht war man der Meinung, dass Fleisch und Sahne ein zu fettes, unbekömmliches Essen ergeben?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Vongole »

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jul 2019, 14:30)


Es ist ein Gebot, dass sich auf die Thora beruft, rein erinnerungsmäßig und deshalb vielleicht nicht völlig korrekt wiedergegeben, soll das Jungtier nicht in der Milch seiner Mutter gekocht werden. Ob das ursprünglich auf einer hygienischen Vorschrift, oder einem philosophischen Gedanken beruht, oder auf der Abgrenzung zu Riten anderer Religionen, kann ich dir nicht beantworten.
Ad hoch fällt mir keine essesnshygienische Begründung dafür ein. Vielleicht war man der Meinung, dass Fleisch und Sahne ein zu fettes, unbekömmliches Essen ergeben?
Das hast Du sehr gut erklärt!
Der Satz aus der Tora lautet: »Du sollst nicht kochen das Böcklein in der Milch seiner Mutter« und wird von den Rabbinen so ausgelegt:
Fleisch und Milch dürfen nicht zusammen gegessen, nicht zusammen gekocht und nicht zusammen aufbewahrt werden.
Die Erklärung ist sowohl eine religiöse wie hygienische, aber das dürfte in diesem Strang zu weit führen.
Am Yisrael Chai

"It's God's job to judge the terrorists, it's our duty to arrange that meeting." (IDF)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Eulenwoelfchen »

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jul 2019, 14:30)


Es ist ein Gebot, dass sich auf die Thora beruft, rein erinnerungsmäßig und deshalb vielleicht nicht völlig korrekt wiedergegeben, soll das Jungtier nicht in der Milch seiner Mutter gekocht werden. Ob das ursprünglich auf einer hygienischen Vorschrift, oder einem philosophischen Gedanken beruht, oder auf der Abgrenzung zu Riten anderer Religionen, kann ich dir nicht beantworten.
Ad hoch fällt mir keine essesnshygienische Begründung dafür ein. Vielleicht war man der Meinung, dass Fleisch und Sahne ein zu fettes, unbekömmliches Essen ergeben?
Merci vielmals für die Antwort! - War nur so eine Frage! - Gut, dann probiere ich deine "jiddische Hendlleber-Paté " mit Öl (Olivenöl,oder?) und Eiern. Nicht dass mir wg. Rezeptverunglimpfung und Themenverfehlungen
der vongolische Vorschlaghammer auf mein zartes Haupt dengelt. :D
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Vongole »

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(17 Jul 2019, 17:28)

Merci vielmals für die Antwort! - War nur so eine Frage! - Gut, dann probiere ich deine "jiddische Hendlleber-Paté " mit Öl (Olivenöl,oder?) und Eiern. Nicht dass mir wg. Rezeptverunglimpfung und Themenverfehlungen
der vongolische Vorschlaghammer auf mein zartes Haupt dengelt. :D
Das dürfte eher der H2O-Hammer sein, der da zum Einsatz kommt, und dass Wasserkraft durchschlagend wirken kann, weißt Du ja. :D
Am Yisrael Chai

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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von JJazzGold »

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(17 Jul 2019, 17:28)

Merci vielmals für die Antwort! - War nur so eine Frage! - Gut, dann probiere ich deine "jiddische Hendlleber-Paté " mit Öl (Olivenöl,oder?) und Eiern. Nicht dass mir wg. Rezeptverunglimpfung und Themenverfehlungen
der vongolische Vorschlaghammer auf mein zartes Haupt dengelt. :D
Also Olivenöl würde ich auf keinen Fall nehmen. Das passt meines Erachtens nicht dazu, obwohl das in der Gegend sicherlich das gebräuchlichere Öl war. Aber es könnte auch ein Ashkenasim Rezept sein. Nimm lieber erst einmal Butter und geh auf Nummer sicher. Die Variante mit Öl probiere ich aus, wenn nur die Familie die Paté isst, essen muss. ;) Könnte ja sein, dass eine schlechte Idee von mir war. Ich bin mir auch noch nicht sicher, welches Öl ich dazu nehme, vielleicht Walnussöl?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von JJazzGold »

Vongole hat geschrieben:(17 Jul 2019, 16:34)

Das hast Du sehr gut erklärt!
Der Satz aus der Tora lautet: »Du sollst nicht kochen das Böcklein in der Milch seiner Mutter« und wird von den Rabbinen so ausgelegt:
Fleisch und Milch dürfen nicht zusammen gegessen, nicht zusammen gekocht und nicht zusammen aufbewahrt werden.
Die Erklärung ist sowohl eine religiöse wie hygienische, aber das dürfte in diesem Strang zu weit führen.
Danke :)
Irgendwann und wo hatte ich davon gelesen, konnte mich aber nicht mehr daran erinnern, ob es Lamm oder Zicklein war, da habe ich pauschal zu Jungtier gegriffen. ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Vongole »

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jul 2019, 18:21)

Also Olivenöl würde ich auf keinen Fall nehmen. Das passt meines Erachtens nicht dazu, obwohl das in der Gegend sicherlich das gebräuchlichere Öl war. Aber es könnte auch ein Ashkenasim Rezept sein. Nimm lieber erst einmal Butter und geh auf Nummer sicher. Die Variante mit Öl probiere ich aus, wenn nur die Familie die Paté isst, essen muss. ;) Könnte ja sein, dass eine schlechte Idee von mir war. Ich bin mir auch noch nicht sicher, welches Öl ich dazu nehme, vielleicht Walnussöl?
Im Original nimmt man Hühnerfett (Schmalz), ich würde Rapsöl nehmen, das schmeckt nicht so vor.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von JJazzGold »

Vongole hat geschrieben:(17 Jul 2019, 19:00)

Im Original nimmt man Hühnerfett (Schmalz), ich würde Rapsöl nehmen, das schmeckt nicht so vor.
Bekommt man denn hier Hühnerfett? Ich habe das noch nie gesehen. An Rapsöl hatte ich zuerst auch gedacht, aber Walnussöl müsste doch eigentlich geschmacklich auch gut zur Leberpaté passen? Vielleicht sollte ich die Menge teilen und halb so, halb so experimentieren?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Vongole »

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jul 2019, 19:07)

Bekommt man denn hier Hühnerfett? Ich habe das noch nie gesehen. An Rapsöl hatte ich zuerst auch gedacht, aber Walnussöl müsste doch eigentlich geschmacklich auch gut zur Leberpaté passen? Vielleicht sollte ich die Menge teilen und halb so, halb so experimentieren?
Nee, fertig nicht, dass müssest Du auslassen, so wie Gänseschmalz. Vielleicht gibt's das aber auch beim Geflügelhändler Deines Vertrauens auf Nachfrage.
Halb und halb ist eine gute Idee, das Ergebnis würde mich sehr interessieren!
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von JJazzGold »

Vongole hat geschrieben:(17 Jul 2019, 19:24)

Nee, fertig nicht, dass müssest Du auslassen, so wie Gänseschmalz. Vielleicht gibt's das aber auch beim Geflügelhändler Deines Vertrauens auf Nachfrage.
Halb und halb ist eine gute Idee, das Ergebnis würde mich sehr interessieren!
60g sind nicht viel, aber ob ich soviel aus einem Huhn bekomme? Die Hühner meines Geflügelhändlers scheinen mir soviel Fett nicht zu haben, die sind schön fleischig. Vielleicht würden knapp 60g zusammenkommen, wenn ich ein Suppenhuhn koche und es von der erkalteten Brühe abschöpfe?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Vongole »

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jul 2019, 19:34)

60g sind nicht viel, aber ob ich soviel aus einem Huhn bekomme? Die Hühner meines Geflügelhändlers scheinen mir soviel Fett nicht zu haben, die sind schön fleischig. Vielleicht würden knapp 60g zusammenkommen, wenn ich ein Suppenhuhn koche und es von der erkalteten Brühe abschöpfe?
Mach Dir doch nicht so viel Arbeit, Jazz, Du musst ja nicht koscher leben. ;)
Durch abschöpfen bekommst Du wahrscheinlich die Menge zusammen, aber das ist dann bestimmt ein bisserl "verwässert"?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Dark Angel »

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(17 Jul 2019, 14:11)

Was ist eigentlich der Grund in der jüdischen Küche, dass sie Milchiges und Fleischiges trennt? - Hat das mit hygienischen Gründen zu tun, die vor Urzeiten mal Sinn machten? -(Wie etwa das Schweinefleisch-Tabu, weil Schweinefleisch
damals sehr trichinös war und diese Tabuisierung gerade in heissen Regionen hinsichtlich der Gesundheits- oder Nahrungsmittelhygiene sehr wohl Sinn machte). Ausser der eher pilosophischen Begründung für Schweinefleisch-Verzicht: Du sollst deine Brüder und Schwestern nicht verspeisen. :D
Ähem - mit Hygiene hat das Schweinefleisch-Tabu bei den Juden rein gar nichts zu tun.
Es ist fraglich, ob es sich überhaupt um ein Tabu handelt.
Archäologische Befunde - die bis zur Sesshaftwerdung (5500 bis 5000 Jahre bp) zurückreichen - haben ergeben, dass einige Gruppen, die im Gebiet Kanaan siedelten niemals Schweine in irgend einer Art verwendet haben. Es wurden keine Schweineknochen gefunden, Knochen anderer Tiere hingegen schon. Bei andere Gruppen, die teilweise in unmittelbarer Nachbarschaft siedelten wurden hingegen Schweineknochen gefunden. Für die Gründe, warum benachbarte Gruppen Schweine verwendeten, andere hingegen nicht, gibt es bisher keine Erklärung. Religiöse oder hygienische Gründe können nicht als Erklärung dienen, da die religiösen Glaubensvorstellungen der frühen Siedler unbekannt sind.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von JJazzGold »

Vongole hat geschrieben:(17 Jul 2019, 19:47)

Mach Dir doch nicht so viel Arbeit, Jazz, Du musst ja nicht koscher leben. ;)
Durch abschöpfen bekommst Du wahrscheinlich die Menge zusammen, aber das ist dann bestimmt ein bisserl "verwässert"?
Nein, muss ich nicht, aber es macht mir einfach Spass, durch experimentieren dem vermeintlichen Originalrezept auf die Spur zu kommen. ;) Kochen ist meine Leidenschaft, mein Hobby. Es entspannt mich. Wenn früher ein Arbeitstag besonders mit Stress gefüllt war, dann bin ich danach entweder in den Garten arbeiten gegangen, oder auf dem Weg nach Hause einkaufen gegangen, habe zuhause angekommen Freunde angerufen und zum Abendessen eingeladen, mich kurz umgezogen und mich in die Küche begeben. Bis die Gäste kamen war das Essen fertig und ich geduscht und völlig entspannt. Betrachte mich, aber nicht figürlich!, als Peter Altmaier dieses Forums. :D ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Vongole »

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jul 2019, 20:56)

Nein, muss ich nicht, aber es macht mir einfach Spass, durch experimentieren dem vermeintlichen Originalrezept auf die Spur zu kommen. ;) Kochen ist meine Leidenschaft, mein Hobby. Es entspannt mich. Wenn früher ein Arbeitstag besonders mit Stress gefüllt war, dann bin ich danach entweder in den Garten arbeiten gegangen, oder auf dem Weg nach Hause einkaufen gegangen, habe zuhause angekommen Freunde angerufen und zum Abendessen eingeladen, mich kurz umgezogen und mich in die Küche begeben. Bis die Gäste kamen war das Essen fertig und ich geduscht und völlig entspannt. Betrachte mich, aber nicht figürlich!, als Peter Altmaier dieses Forums. :D ;)
Geht mir sehr ähnlich, hast Post. :)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Eulenwoelfchen »

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jul 2019, 18:21)

Also Olivenöl würde ich auf keinen Fall nehmen. Das passt meines Erachtens nicht dazu, obwohl das in der Gegend sicherlich das gebräuchlichere Öl war. Aber es könnte auch ein Ashkenasim Rezept sein. Nimm lieber erst einmal Butter und geh auf Nummer sicher. Die Variante mit Öl probiere ich aus, wenn nur die Familie die Paté isst, essen muss. ;) Könnte ja sein, dass eine schlechte Idee von mir war. Ich bin mir auch noch nicht sicher, welches Öl ich dazu nehme, vielleicht Walnussöl?

Okay, dann werde ich es erstmal bei Butter bleiben. *Nochmals danke für das Rezept!
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Eulenwoelfchen »

Dark Angel hat geschrieben:(17 Jul 2019, 20:22)

Ähem - mit Hygiene hat das Schweinefleisch-Tabu bei den Juden rein gar nichts zu tun.
Es ist fraglich, ob es sich überhaupt um ein Tabu handelt.
Archäologische Befunde - die bis zur Sesshaftwerdung (5500 bis 5000 Jahre bp) zurückreichen - haben ergeben, dass einige Gruppen, die im Gebiet Kanaan siedelten niemals Schweine in irgend einer Art verwendet haben. Es wurden keine Schweineknochen gefunden, Knochen anderer Tiere hingegen schon. Bei andere Gruppen, die teilweise in unmittelbarer Nachbarschaft siedelten wurden hingegen Schweineknochen gefunden. Für die Gründe, warum benachbarte Gruppen Schweine verwendeten, andere hingegen nicht, gibt es bisher keine Erklärung. Religiöse oder hygienische Gründe können nicht als Erklärung dienen, da die religiösen Glaubensvorstellungen der frühen Siedler unbekannt sind.
Ich habe mit dem Schweinefleischhinweis nicht explizit und ausschließlich die jüdische Küche/Essens"Vorschriften" gemeint. Und auch mehr den Zeitraum, als z.B. das jüdische Glaubensmodell als Urmodell des Monotheismus
bereits unter den Menschen war. Und später natürlich auch in muslimischen geprägten und dominierten Lebensräumen.

Mir wurde mal - von jemand VIEL Schlauerem als mir - erklärt, dass dieses Schweinefleischtabu im muslimischen und möglicherweise auch jüdischen Kulturkreis zwar über ein religiös begründetes Tabu zustande kam, der Hintergrund aber weit weniger religiös war, sondern eben mit der Gefährlichkeit von Schweinefleisch zu tun hatte, weil dieses eben - neben anderen Nachteilen* - sehr leicht trichinös wurde.

*Schweinefleisch ist ja teuflisch auch in anderer Hinsicht. Schweinefleisch lagert sich, besonders das Fett desselben, genau dort an, wo es auch beim Tier war. *oink, oink... :D :D - Ich mag es jedenfalls nicht. Schweinsbraten, Schweinshaxe, panierte Schweineschnitzel ( :dead: )...pfui Spinne! ...wenngleich ich diesem Fleisch nicht völlig entkommen kann. Weil es als billiges Massenfleisch in vielen Würsten / Schinken etc.vorkommt. Oder Schincken fast immer vom Schwein ist. Rinderschinken muss man schon suchen. Egal...e tanti grazie per la tua gentilezza (der Aufklärung).
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Dark Angel »

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(19 Jul 2019, 00:12)

Ich habe mit dem Schweinefleischhinweis nicht explizit und ausschließlich die jüdische Küche/Essens"Vorschriften" gemeint. Und auch mehr den Zeitraum, als z.B. das jüdische Glaubensmodell als Urmodell des Monotheismus
bereits unter den Menschen war. Und später natürlich auch in muslimischen geprägten und dominierten Lebensräumen.

Mir wurde mal - von jemand VIEL Schlauerem als mir - erklärt, dass dieses Schweinefleischtabu im muslimischen und möglicherweise auch jüdischen Kulturkreis zwar über ein religiös begründetes Tabu zustande kam, der Hintergrund aber weit weniger religiös war, sondern eben mit der Gefährlichkeit von Schweinefleisch zu tun hatte, weil dieses eben - neben anderen Nachteilen* - sehr leicht trichinös wurde.

*Schweinefleisch ist ja teuflisch auch in anderer Hinsicht. Schweinefleisch lagert sich, besonders das Fett desselben, genau dort an, wo es auch beim Tier war. *oink, oink... :D :D - Ich mag es jedenfalls nicht. Schweinsbraten, Schweinshaxe, panierte Schweineschnitzel ( :dead: )...pfui Spinne! ...wenngleich ich diesem Fleisch nicht völlig entkommen kann. Weil es als billiges Massenfleisch in vielen Würsten / Schinken etc.vorkommt. Oder Schincken fast immer vom Schwein ist. Rinderschinken muss man schon suchen. Egal...e tanti grazie per la tua gentilezza (der Aufklärung).
Ich bezweifle, dass detaillierte Kenntnisse im Altertum oder der Antike bereits vorhanden waren. Vor allem, weil bei benachbart lebende/siedelnde Menschengruppen einmal das Schweinefleisch-Tabu galt und ein anderes Mal nicht.
Ich denke, dass es eher mit den Ansprüchen an Nahrung und Wasser zu tun hat/haben könnte. Schweine sind Allesfresser und sie brauchen viel Wasser bzw Schlamm für ihr "tägliches Bad"
Beides ist in Wüstenrandgebieten - in denen frühe Siedler, die später das Volk von Israel/Judäa bildeten, lebten - knapp, was Schweinezucht unmöglich machte.
Dennoch schafften es die Menschen, das Gebiet (Königreich) Judäa zu einem Hauptanbaugebiet von Oliven und Wein in der Region zumachen und Oliven, Olivenöl und Wein zu "exportieren".

Zurück zum Schweinfleisch - das ist besser als sein Ruf, heißt auch nicht fettiger als anderes Fleisch. Es wird nur von vielen so genannten Ernährungs"experten" schlecht geredet und verteufelt.
Es ist auch hier, wie bei allem anderen "die Dosis macht das Gift".
Wem Schweinefleisch nicht schmeckt - eine ganz andere Sache - über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Nudelholz »

Hier in Paraguay, dem Land der Rinder, ist Schweinefleisch etwas besonderes. Es ist weich, mild und leicht im Hinterhof auf engem Raum herzustellen und erfreut sich großer Beliebtheit. Man versucht, in den Medien, den Fisch als Nahrungsmittel zu bewerben weil gesünder aber der Aufwand bei Zucht und v.a. der Weiterverarbeitung und damit der Preis lassen ihn ein Nischendasein fristen. Schweinefleisch dagegen boomt, Herz- Kreislauferkrankungen auch. Das interessiert aber nur wenige, Genuss ist wichtiger.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Eulenwoelfchen »

Dark Angel hat geschrieben:(19 Jul 2019, 20:23)

Ich bezweifle, dass detaillierte Kenntnisse im Altertum oder der Antike bereits vorhanden waren. Vor allem, weil bei benachbart lebende/siedelnde Menschengruppen einmal das Schweinefleisch-Tabu galt und ein anderes Mal nicht.
Ich denke, dass es eher mit den Ansprüchen an Nahrung und Wasser zu tun hat/haben könnte. Schweine sind Allesfresser und sie brauchen viel Wasser bzw Schlamm für ihr "tägliches Bad"
Beides ist in Wüstenrandgebieten - in denen frühe Siedler, die später das Volk von Israel/Judäa bildeten, lebten - knapp, was Schweinezucht unmöglich machte.
Dennoch schafften es die Menschen, das Gebiet (Königreich) Judäa zu einem Hauptanbaugebiet von Oliven und Wein in der Region zumachen und Oliven, Olivenöl und Wein zu "exportieren".
Gut, ich werde Ihre plausiblen Erklärungen vollumfänglich annehmen und zu meiner - geänderten - machen. Danke für die Gratis-Nachhilfe! :)
Dark Angel hat geschrieben:(19 Jul 2019, 20:23)

Zurück zum Schweinfleisch - das ist besser als sein Ruf, heißt auch nicht fettiger als anderes Fleisch.
Das es fettiger als anderes Fleisch wäre, hatte ich - glaube ich - auch nicht gesagt?

Ich wage sogar zu behaupten, Schweinefleisch ist das Lieblingsfleisch der deutschen Fleischkonumenten und -innen. Auch dasam meisten bevorzugte und gekaufte Fleisch
in Deutschland. Nicht nur des massenhaften Superbilligpreisangebots wegen. Das kann unmöglich daran liegen, dass es einen schlechteren Ruf hat, als es eigentlich verdient,
wie sie sagen. Ich denke eher, dass das Gegenteil in den meisten Köpfen der Schweinefleisch-Liebhaberfraktionen der Fall ist.

Auch wenn ich darüber ein wenig untröstlich bin: Pro Schweinefleisch werden Sie mich nicht überzeugen können. Nicht nur des Geschmacks wegen.
Es kommt ja nicht von ungefähr, dass Schwein bei bestimmten Krankheitsbildern absolut tabu ist aus medizinischer Sicht.
Und über dem lieben Huziferkel nicht unähnliche menschliche Erscheinungsformen, zuweilen auch frappante Ähnlichkeiten am Kopf, rede ich nicht. Nie und nimmer! :D
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Eulenwoelfchen »

Nudelholz hat geschrieben:(20 Jul 2019, 14:22)

Hier in Paraguay, dem Land der Rinder, ist Schweinefleisch etwas besonderes. Es ist weich, mild und leicht im Hinterhof auf engem Raum herzustellen und erfreut sich großer Beliebtheit. Man versucht, in den Medien, den Fisch als Nahrungsmittel zu bewerben weil gesünder aber der Aufwand bei Zucht und v.a. der Weiterverarbeitung und damit der Preis lassen ihn ein Nischendasein fristen. Schweinefleisch dagegen boomt, Herz- Kreislauferkrankungen auch. Das interessiert aber nur wenige, Genuss ist wichtiger.
Welcher Fisch ist das hauptsächlich? Reiner Meeresfisch oder solcher aus im Meer befindlichen Aquakulturen oder Fisch aus einheimnischen Süßwassergewässern? So wie bei mir hier im Chiemgau/Bayern, wo man fangfrisch eben
nur Süßwasserfische bekommt, Forelle, Bachsaibling, Hecht, Karpfen usw. - Aber leider keinen Meeresfisch. Also rel. fangfrisch zumindes nicht so leicht...

Ich esse - jetzt gerade im Sommer - aber auch generell nicht so viel Fleisch. Bevorzugt bunt gemischte Salate mit Gurken, Paprika, Tomaten, Karotten, Champignons, Äpfeln, Orangenfilets, Radieschen, und Blattsalaten, Emmentalerstücken und Morzarellahalbkugeln, vielenKräutern, bevorzugt Petersilie, Schnittlauch, Knoblauchschnittlauch und vielleicht einer gepressten (frischen) Knofizehe. Und natürlich gut gewürzt (Priserl scharfer Paprika, Priserl Ras el Hanout, Chili rot und grün aus der Mühle, Meersalz und schwarzem pepe. Nur mit Oliöl und weissem "Balsamicoessig" angemacht- usw. - Solchen Salat könnte ich jeden Tag in Massen essen und mir würde kein Fleisch abgehen. Aber wenn schon Fleisch, dann aber qualitativ gutes aus der Region. Meist Rind, Geflügel oder Lamm *hechel. Wild mag ich ja auch nicht...igitt.

Mein Kater ist übrigens ein hervorrgender Fleischtester. Ich habe ihm mal argentinisches Rindersteak, das zwar (teure) Tiefkühlware war, angeboten. Das schlug er rundweg aus. Kurz geschnuppert und dann "nä!".
Ich habe es dann in der Pfanne gebraten und gegessen, als er wieder auf Jagd war und nichts mitbekam.

Gulaschfleisch von Jungbullen aus der Region dagegen mag er schon. Oder Lammsteak, da wird er richtig zum Tier! :D

So und nun muss ich zu einer ganz traurigen Tat schreiten: Mit hat vor kurzen ein Terrorgewittter von einem geliebten, dreigabelige Ahornbaum einen dicken Stamm abgerissen, in etwa einem halben Meter Höhe (von der Graskante aus gesehen), wo sich die drei Hauptstämme bildeten. Das war auch noch der dickste Ast, der den kurzen Hauptstamm auch noch leicht spaltete und jetzt noch an einem Splintzipfel dranhängt und sich an einem Nachbarbaum anlehnt. Muss ich absägen, das schöne grüne Laub und die vielen Äste, die dieser Stamm hatte. Das schmerzt. Und ich kann nur hoffen, dass die beiden anderen Stämme, die jetzt kein Gegengewicht mehr haben, weil sie beide in die andere (entgegengesetzte) Richtung hängen als der gespaltene, nicht auch noch kaputt gehen ... der Baum das generell übersteht.

Dann werde ich halt die Motorsäge anschmeissen müssen...kruzefixzakrament...ähm...also: nützt ja nix. :(
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Dark Angel »

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(20 Jul 2019, 14:27)

Gut, ich werde Ihre plausiblen Erklärungen vollumfänglich annehmen und zu meiner - geänderten - machen. Danke für die Gratis-Nachhilfe! :)


Das es fettiger als anderes Fleisch wäre, hatte ich - glaube ich - auch nicht gesagt?

Ich wage sogar zu behaupten, Schweinefleisch ist das Lieblingsfleisch der deutschen Fleischkonumenten und -innen. Auch dasam meisten bevorzugte und gekaufte Fleisch
in Deutschland. Nicht nur des massenhaften Superbilligpreisangebots wegen. Das kann unmöglich daran liegen, dass es einen schlechteren Ruf hat, als es eigentlich verdient,
wie sie sagen. Ich denke eher, dass das Gegenteil in den meisten Köpfen der Schweinefleisch-Liebhaberfraktionen der Fall ist.

Auch wenn ich darüber ein wenig untröstlich bin: Pro Schweinefleisch werden Sie mich nicht überzeugen können. Nicht nur des Geschmacks wegen.
Es kommt ja nicht von ungefähr, dass Schwein bei bestimmten Krankheitsbildern absolut tabu ist aus medizinischer Sicht.
Und über dem lieben Huziferkel nicht unähnliche menschliche Erscheinungsformen, zuweilen auch frappante Ähnlichkeiten am Kopf, rede ich nicht. Nie und nimmer! :D
Ooh, das will ich gar nicht.
Ich mag auch nicht alles und daran ändert sich auch nix, wenn mir jemand noch so sehr davon vorschwärmt.
Schweinefleisch esse ich zwar recht gerne, aber bei weitem nicht alles und für einen frischen Fisch - egal ob Meeres- oder Süßwasserfisch, lasse ich jedes Fleisch stehen.
Bunter Salat - süß oder deftig, mit oder ohne Fleisch-, Fisch- oder Meeresfruchtbeilage - steht ganz oben auf dem Speisezettel und ich bin froh, dass meine Kurzen Obst und Gemüse jeder Süßigkeit vorziehen.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Eulenwoelfchen »

Dark Angel hat geschrieben:(20 Jul 2019, 18:36)
... und für einen frischen Fisch - egal ob Meeres- oder Süßwasserfisch, lasse ich jedes Fleisch stehen.
Bunter Salat - süß oder deftig, mit oder ohne Fleisch-, Fisch- oder Meeresfruchtbeilage - steht ganz oben auf dem Speisezettel und ich bin froh, dass meine Kurzen Obst und Gemüse jeder Süßigkeit vorziehen.
Fisch und frutti di mare, mag ich auch. Sehr. Und es ist schön zu lesen, dass Ihre Kinder so löbliche Ernährungsvorlieben zeigen. Da steckt bestimmt jemand dahinter? Womöglich eine sehr umsichtige, und ihre Kinder liebende Mutter. ;) :thumbup:
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Senexx »

Ich finde es despektierlich bei Kindern von "Kurzen" zu sprechen.

Unmengen von Salat zu essen, ist wohl nötig, wenn man keinen Pansen hat. Kann man machen. Jeder wie er will.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Misterfritz »

Senexx hat geschrieben:(21 Jul 2019, 21:50)

Ich finde es despektierlich bei Kindern von "Kurzen" zu sprechen.

Unmengen von Salat zu essen, ist wohl nötig, wenn man keinen Pansen hat. Kann man machen. Jeder wie er will.
Gibt es eigentlich irgendwas, woran Du nicht rummäkelst?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Dark Angel »

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(21 Jul 2019, 21:32)

Fisch und frutti di mare, mag ich auch. Sehr. Und es ist schön zu lesen, dass Ihre Kinder so löbliche Ernährungsvorlieben zeigen. Da steckt bestimmt jemand dahinter? Womöglich eine sehr umsichtige, und ihre Kinder liebende Mutter. ;) :thumbup:
Meine Kurzen sind meine Enkel - zwei Jungs im Alter von 10 und 7 Jahren. :) ;)
Ich habe da eigentlich nicht viel dazu getan und die Eltern auch nicht.
Mag daran liegen, dass immer frisches Obst und Gemüse im Haus ist und dass wir alle gerne "Grünfutter" essen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Kindern sind die auch nicht mäklich, haben zwar gewisse Vorlieben, essen jedoch "was auf den Tisch kommt". Nur bei selbst gemachten Tsaziki kennen die keine Verwandten. :D
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Eulenwoelfchen »

Dark Angel hat geschrieben:(21 Jul 2019, 22:05)
... Nur bei selbst gemachten Tsaziki kennen die keine Verwandten. :D
Brav sind's! :D :thumbup:
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Misterfritz »

Ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann.

Was ist das für ein Strauch, mit diesen Blüten?
https://www.directupload.net/file/d/554 ... x9_jpg.htm

Hätte ich gerne in meinem Garten, müsste aber wissen, was es ist ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Vongole »

Misterfritz hat geschrieben:(11 Aug 2019, 13:18)

Ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann.

Was ist das für ein Strauch, mit diesen Blüten?
https://www.directupload.net/file/d/554 ... x9_jpg.htm

Hätte ich gerne in meinem Garten, müsste aber wissen, was es ist ;)
Scheint eine Engelstrompete zu sein:
https://www.google.de/search?q=engelstr ... 20&bih=938

Die ist aber ein giftiges Schätzchen:
https://www.plantopedia.de/wie-giftig-s ... trompeten/
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Trutznachtigall »

Misterfritz hat geschrieben:(11 Aug 2019, 13:18)

Ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann.

Was ist das für ein Strauch, mit diesen Blüten?
https://www.directupload.net/file/d/554 ... x9_jpg.htm

Hätte ich gerne in meinem Garten, müsste aber wissen, was es ist ;)
Keine Engelstrompete, sondern ein Hibiskus.Guck mal hier:

https://www.amazon.de/Hibiskus-Red-Hear ... B007G9VJIU
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Misterfritz »

Trutznachtigall hat geschrieben:(11 Aug 2019, 13:43)

Keine Engelstrompete, sondern ein Hibiskus.Guck mal hier:

https://www.amazon.de/Hibiskus-Red-Hear ... B007G9VJIU
Danke!
Ja, genau das ist es. Ich wusste gar nicht, dass es Hibiskus in winterhart gibt. Wird besorgt und kommt in den Garten!
Das Salz in der Suppe des Lebens ist nicht Selbstdisziplin, sondern kontrollierte Unvernunft ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Umetarek »

Misterfritz hat geschrieben:(11 Aug 2019, 13:18)

Ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann.

Was ist das für ein Strauch, mit diesen Blüten?
https://www.directupload.net/file/d/554 ... x9_jpg.htm

Hätte ich gerne in meinem Garten, müsste aber wissen, was es ist ;)
Ein Gartenhibiskus, also kein echter, auch unter Roseneibisch bekannt und in verschiedenen Farben erhältlich.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von el loco »

Es gibt tolle, kostenlose, Apps zur Pflanzenidentifikation; bspw. Plantnet.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

Umetarek hat geschrieben:(11 Aug 2019, 14:09)

Ein Gartenhibiskus, also kein echter, auch unter Roseneibisch bekannt und in verschiedenen Farben erhältlich.
Mittlere Lebensdauer unter mitteleuropäischen Bedingungen etwa 20 Jahre. Leider, weil sie Erinnerungsstücke an ganz liebe Verwandte waren, die vor langer Zeit verstorben sind.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Misterfritz »

Umetarek hat geschrieben:(11 Aug 2019, 14:09)

Ein Gartenhibiskus, also kein echter, auch unter Roseneibisch bekannt und in verschiedenen Farben erhältlich.
Ich habe jetzt auch gelernt,
dass man die Stockrosen nennt.
Egal, sehen ganz nett aus und ich werde am WE zwei einbuddeln ;)
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H2O
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

Misterfritz hat geschrieben:(15 Aug 2019, 21:07)

Ich habe jetzt auch gelernt,
dass man die Stockrosen nennt.
Egal, sehen ganz nett aus und ich werde am WE zwei einbuddeln ;)
Nur zu; wenn die gedeihen, dann sind sie wunderschön an zu sehen. Stockrosen und Roseneibisch (Gartenhibiskus) unterscheiden sich aber sehr. Der Gartenhibiskus bildet einen Busch mit holzigen Zweigen, die im späten Frühjahr erst Blätter treiben. Leider bilden sich an den tiefer liegenden Verzweigungen irgendwann Pilze, die dem Hibiskus den Garaus machen... zumindest unter norddeutschen Wetterbedingungen.

Stockrosen kommen alljährlich aus dem Wurzelbereich wieder hervor und bilden lange Peitschen mit Blüten im oberen Bereich. Das Erscheinungsbild ist also völlig anders... aber wunderschön sind sie beide.
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Umetarek
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Umetarek »

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Eulenwoelfchen

Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Eulenwoelfchen »

Ich habe Stockrosen im Garten. Zwar gelb blühende. Sind schön, aber stützungsbedürftig, bei starkem Wind (z.B. Gewitterböen) knicken die mir regelmäßig um.
Dann sind sie nicht mehr schön...

Mein Hibiskus (hat eher weissliche Blütenkelche), ist aber einer, falls mich das Gartencenter damals nicht belog. Und er hält sich wacker, hat aber an den dickeren Stämmen bzw. Ästen so einen komischen gelblichen Pilzbewuchs. Niemand konnte mir bisher sagen, was das genau ist und wie man den wegbekäme. Egal, er wächst und gedeiht dennoch. Jedes Jahr ein wenig mehr und wenn er blüht, ist er wirklich schön.
Optische Seelenmassage...
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