Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon relativ » Di 25. Jun 2019, 12:00

Ein Terraner hat geschrieben:(25 Jun 2019, 11:36)

Dann zeig mal, gibt es auf YouTube einen Mitschnitt so einer Veranstaltung?
Die Schüler gehen sogar durch ein Schülerpraxtikum direkt in die Praxis , noch besser als Viedeo Material. Soweit geht die BW natürlich nicht.


Dann sollte man mal aufhören sie zu produzieren, jeder Soldat weniger auf der Welt ist etwas gutes.
Nunja stimmt schon, aber diesbezüglich möchte ich jetzt nicht einseitig das erste Land sein. Dazu habe ich noch nicht genügend vertrauen in den Rest der Menschheit.

Und denk mal kurz über die Ausbildungsziele von Polizisten und Soldaten nach.
Nun im Grunde ist das Hauptziel Indentisch nämlich Sicherheit für die Bürger.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon Ein Terraner » Di 25. Jun 2019, 12:06

Cobra9 hat geschrieben:(25 Jun 2019, 11:47)

Video Material gibt's nicht nach meinem Wissen. Das würde gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen wie Datenschutz usw.

Schulen usw. sind da strikt.

Eventuell gibt's Aufzeichnungen wenn das Fernsehen dabei war. Hier im Süden ist das aber nicht passiert nach meinem Wissen.

Ich sprach eigentlich von Berufen mit erhöhtem Risikopotential. Da ist die Bundeswehr sicher dabei. Aber wie geschrieben gibt's das auch woanders.

Ja Soldaten werden ausgebildet um bei absoluter Notwendigkeit gezielt Menschen zu töten. Trifft aber auch auf Polizisten zu. Auch dort wird das Töten trainiert. Aber Töten ist letztlich die allerletzte mögliche Option.

Ich lese keine Kritik bei der Werbung ,von Berufsgruppen die ein hohes Risikopotential haben , wo auf eine ähnliche Altersgruppe abzielt.


Man kennt halt die Werbung der Bundeswehr, werden auf solchen Veranstaltungen Waffen präsentiert ?



https://www.youtube.com/watch?v=4bgikj6dH7Y

Und wo bei der Polizei, SWAT, GSG9 ? Es ist schon klar das ein Polizist auf Mannscheiben ausgebildet wird, um in Notfall sein und das Leben von anderen Menschen zu verteidigen, aber das läuft doch nicht über Befehl wie im Militär. Bei den Sondereinheiten der Polizei kann ich mir das noch vorstellen das sie auf Befehl Geiselnehmer oder ähnliches ausschalten. Aber beim 0815 Streifen Polizisten ?

Ich frage Mich warum man darüber diskutiert das Wahlalter abzusenken, Führerschein ab 16 überlegt und einverstanden wäre wenn jemand 16 Klempner wird. Aber gleichzeitig soll jemand mit dem Alter nicht entscheiden können das Er Soldat wird.

Sorry das beisst sich.


Das ist nochmal ein ganz anderes Thema, hier wäre ich mehr dafür das man sich eine Berechtigung zu wählen erarbeiten müsste, ganz unabhängig vom Alter. Ich bin mit 16 Klempner geworden, die beschissenste Entscheidung meines Lebens. :thumbup:
Zuletzt geändert von Ein Terraner am Di 25. Jun 2019, 12:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon Ein Terraner » Di 25. Jun 2019, 12:07

relativ hat geschrieben:(25 Jun 2019, 12:00)

Nun im Grunde ist das Hauptziel Indentisch nämlich Sicherheit für die Bürger.


Also die letzten Jahrzehnte gab es nur Sicherheit für den Ölpreis.
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon relativ » Di 25. Jun 2019, 12:11

Ein Terraner hat geschrieben:(25 Jun 2019, 12:07)

Also die letzten Jahrzehnte gab es nur Sicherheit für den Ölpreis.

Nunja Deutschland hat dafür bisher eher die USA schuften lassen. Bist du denn wirklich der Meinung wir bräuchten keine Bundeswehr mehr? Denn so wie es aussieht braucht die BW Werbung auch in den Schulen, weil immer weniger Bürger bereit sind , für die Sicherheit ihres Landes sich selber in Gefahr zu bringen.
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon Ein Terraner » Di 25. Jun 2019, 12:15

relativ hat geschrieben:(25 Jun 2019, 12:00)

Die Schüler gehen sogar durch ein Schülerpraxtikum direkt in die Praxis , noch besser als Viedeo Material. Soweit geht die BW natürlich nicht.


Ich hatte mit 14 ein Praktikum bei der Bundeswehr als Fluggerätemechaniker, ich saß eine Woche nur in einem Starfighter Cockpit rum. Zum Glück hat mein Vater die Berufswahl dann doch noch in eine andere Richtung gelenkt, auch wenn diese auch nicht gerade toll war.
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon Cobra9 » Di 25. Jun 2019, 12:42

Ein Terraner hat geschrieben:(25 Jun 2019, 12:06)

Man kennt halt die Werbung der Bundeswehr, werden auf solchen Veranstaltungen Waffen präsentiert ?



https://www.youtube.com/watch?v=4bgikj6dH7Y

Und wo bei der Polizei, SWAT, GSG9 ? Es ist schon klar das ein Polizist auf Mannscheiben ausgebildet wird, um in Notfall sein und das Leben von anderen Menschen zu verteidigen, aber das läuft doch nicht über Befehl wie im Militär. Bei den Sondereinheiten der Polizei kann ich mir das noch vorstellen das sie auf Befehl Geiselnehmer oder ähnliches ausschalten. Aber beim 0815 Streifen Polizisten ?



Das ist nochmal ein ganz anderes Thema, hier wäre ich mehr dafür das man sich eine Berechtigung zu wählen erarbeiten müsste, ganz unabhängig vom Alter. Ich bin mir 16 Klempner geworden, die beschissenste Entscheidung meines Lebens. :thumbup:



Bei der Ausbildung zum Polizist ist es durchaus so das man lernt auch notfalls tödliche Gewalt anzuwenden. Jeder Polizist kann schließlich in die Situation kommen wo das notwendig wird. Wer ist den im Zweifel zuerst an Hot Spots ?

Streifenpolizisten. Deshalb werden die auch so ausgebildet das Sie notfalls töten können. Als letztes Mittel.

Genauso ist das auch bei einem Soldaten. Der Einsatz der Waffe ist nur dann gestattet wenn es die Situation erfordert. Deutsche Soldaten sind so ausgebildet das Sie nicht wie Rambo agieren. Zum Befehl. Wie stellst Du dir das vor ?

Der Vorgesetzte befiehlt Töten und der Soldat schießt blind los ? Das ist so nicht der Fall.


Ich nenne mal einen konkreten Fall. In der Region Kunduz hatte die Bundeswehr einen Jugendlichen erschossen.


Der junge Mann saß in einem Minivan. Er raste mit hoher Geschwindigkeit auf einen Kontrollpunkt zu. Es gab Warnrufe in der Landesprache, danach mehrfach Warnschüsse und dann erst wurde scharf sowie gezielt gefeuert. Der PKW war im Kofferraum mit Sprengstoff bestückt.

Kein Soldat darf grundsätzlich ohne ausreichende Grundlage und Gefahrenlage einfach feuern. Das wird immer wieder ausgebildet.

In den Konfliktzonen ist es leider so das nicht wenige Bedrohungen lauern.


Deine Frage zu Waffen bei Veranstaltungen ist mir unklar. Bei Veranstaltungen in Schulen usw. werden keine Waffen vorgeführt. Auf Tagen wie der offenen Tür kann man aber Panzer, Fahrzeuge , Gewehre natürlich sich ansehen.

Oder wenn Bewerber die Truppe besuchen. Wegen dem Alter. Wenn junge Menschen wählen können usw. traut man Ihnen doch zu Entscheidungen zu treffen.

Warum dann nicht sich für eine Laufbahn auch zur Bundeswehr zu entscheiden ?

Ich kam zur Truppe via Wehrpflicht. War auch wenig begeistert am Anfang. Aber im Laufe der Zeit hab Ich es mögen gelernt und mich verpflichtet
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon Ein Terraner » Di 25. Jun 2019, 13:02

Cobra9 hat geschrieben:(25 Jun 2019, 12:42)

Bei der Ausbildung zum Polizist ist es durchaus so das man lernt auch notfalls tödliche Gewalt anzuwenden. Jeder Polizist kann schließlich in die Situation kommen wo das notwendig wird. Wer ist den im Zweifel zuerst an Hot Spots ?

Streifenpolizisten. Deshalb werden die auch so ausgebildet das Sie notfalls töten können. Als letztes Mittel.

Genauso ist das auch bei einem Soldaten. Der Einsatz der Waffe ist nur dann gestattet wenn es die Situation erfordert. Deutsche Soldaten sind so ausgebildet das Sie nicht wie Rambo agieren. Zum Befehl. Wie stellst Du dir das vor ?

Der Vorgesetzte befiehlt Töten und der Soldat schießt blind los ? Das ist so nicht der Fall.

Ich würde mal sagen das kommt auf den Krieg an und ob Befehlsverweigerung eine Option ist.


Ich nenne mal einen konkreten Fall. In der Region Kunduz hatte die Bundeswehr einen Jugendlichen erschossen.

Der junge Mann saß in einem Minivan. Er raste mit hoher Geschwindigkeit auf einen Kontrollpunkt zu. Es gab Warnrufe in der Landesprache, danach mehrfach Warnschüsse und dann erst wurde scharf sowie gezielt gefeuert. Der PKW war im Kofferraum mit Sprengstoff bestückt.

Kein Soldat darf grundsätzlich ohne ausreichende Grundlage und Gefahrenlage einfach feuern. Das wird immer wieder ausgebildet.

In den Konfliktzonen ist es leider so das nicht wenige Bedrohungen lauern.

Mir fällt es schwer das so zu vergleichen, auf der einen Seite habe ich einen klaren Einsatzbefehl auf der anderen Seite eine unvorhersehbare Situation wo niemand weiß wie sie sich entwickelt.

Deine Frage zu Waffen bei Veranstaltungen ist mir unklar. Bei Veranstaltungen in Schulen usw. werden keine Waffen vorgeführt. Auf Tagen wie der offenen Tür kann man aber Panzer, Fahrzeuge , Gewehre natürlich sich ansehen.

Oder wenn Bewerber die Truppe besuchen. Wegen dem Alter. Wenn junge Menschen wählen können usw. traut man Ihnen doch zu Entscheidungen zu treffen.

Warum dann nicht sich für eine Laufbahn auch zur Bundeswehr zu entscheiden ?

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Jeder wie er es mag, aber bitte nicht schon in der Schule. Kinder müssen sich eh schon viel zu früh entscheiden was sie denn werden wollen und die Schulzeit wird auch immer kürzer.
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon Cobra9 » Di 25. Jun 2019, 13:15

Ein Terraner hat geschrieben:(25 Jun 2019, 13:02)

Ich würde mal sagen das kommt auf den Krieg an und ob Befehlsverweigerung eine Option ist.



Mir fällt es schwer das so zu vergleichen, auf der einen Seite habe ich einen klaren Einsatzbefehl auf der anderen Seite eine unvorhersehbare Situation wo niemand weiß wie sie sich entwickelt.



Jeder wie er es mag, aber bitte nicht schon in der Schule. Kinder müssen sich eh schon viel zu früh entscheiden was sie denn werden wollen und die Schulzeit wird auch immer kürzer.



Ich kann unterschiedliche Auffassungen nachvollziehen und verstehen. Eventuell wäre es eine Idee grundsätzlich erst ab 18 nur Soldaten zu akzeptieren und erst ab 15 zu werben
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon Ein Terraner » Di 25. Jun 2019, 13:16

Cobra9 hat geschrieben:(25 Jun 2019, 13:15)

Ich kann unterschiedliche Auffassungen nachvollziehen und verstehen. Eventuell wäre es eine Idee grundsätzlich erst ab 18 nur Soldaten zu akzeptieren und erst ab 15 zu werben

Wenn du aus der 15 auch eine 18 machst sich wir auf einem Nenner. ;)
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon relativ » Di 25. Jun 2019, 13:31

Ein Terraner hat geschrieben:(25 Jun 2019, 12:15)

Ich hatte mit 14 ein Praktikum bei der Bundeswehr als Fluggerätemechaniker, ich saß eine Woche nur in einem Starfighter Cockpit rum. Zum Glück hat mein Vater die Berufswahl dann doch noch in eine andere Richtung gelenkt, auch wenn diese auch nicht gerade toll war.

Ach schau wusste ich gar nicht, daß die BW sowas anbietet, bzw, angeboten hat. Ich kenne nicht einen der sowas gemacht hat. Natürlich wäre cih als Vater auch nicht besonders Glücklich wenn mein Sohn Berufssoldat wird, aber es wird seine Entscheidung sein.
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon Moses » Di 25. Jun 2019, 13:35

Die Informationsveranstaltungen der Karriereberater erfolgen Zielgruppenoptimiert. Im Regelfall auf Einladung der Schulen. Oft bei Berufsinformationstagen, mit Messeständen oder auf Wunsch als Vortragsveranstaltung in den jeweiligen Abschlussklassen der Schulen.
Ziel der Karriereberater (das sind auch nicht ausschließlich Offiziere) ist es vor allem, neben Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten im militärischen und zivilen Sektor der Bundeswehr, über Voraussetzungen und Risiken des Berufs zu informieren.
Vor eine Bewerbung für eine militärische Laufbahn in der Bundeswehr ist zwingend ein individuelles Beratungsgespräch vorgeschaltet. Themenbereiche wie Auslandseinsatz oder Tot und Verwendung sind hier ebenso zwingend vorgeschrieben wie die Beratung zur Ausbildung an Kriegswaffen.
Bei einer Bewerbung eines minderjährigen Bewerbers erfolgt hier auch die Aufklärung an die Eltern über die Einschränkung der Grundrechte für Soldaten und das Verbot, minderjährige in Auslandseinsätzen der Bundeswehr einzusetzen.

Diese spezielle Art der Beratung ist übrigens nur bei der Bundeswehr vorgeschrieben und dient neben Information und Beratung vor allem dem Schutz der meist sehr jungen Bewerber.
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon Ein Terraner » Di 25. Jun 2019, 13:36

relativ hat geschrieben:(25 Jun 2019, 13:31)

Ach schau wusste ich gar nicht, daß die BW sowas anbietet, bzw, angeboten hat. Ich kenne nicht einen der sowas gemacht hat. Natürlich wäre cih als Vater auch nicht besonders Glücklich wenn mein Sohn Berufssoldat wird, aber es wird seine Entscheidung sein.


Das Problem dabei ist halt, man lernt nicht nur einen Beruf, sondern man wird Soldat der einen Beruf erlernt. Bedeutet Verpflichten, keine Möglichkeit zur Kündigung und wie es mit dem Arbeitsrecht in der Bundeswehr aussieht weiß ich nicht.
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon Moses » Di 25. Jun 2019, 13:43

Ein Terraner hat geschrieben:(25 Jun 2019, 13:36)

Das Problem dabei ist halt, man lernt nicht nur einen Beruf, sondern man wird Soldat der einen Beruf erlernt. Bedeutet Verpflichten, keine Möglichkeit zur Kündigung und wie es mit dem Arbeitsrecht in der Bundeswehr aussieht weiß ich nicht.

Das ist so nicht ganz korrekt.
Du kannst in der Laufbahn der Unteroffiziere oder Feldwebel, während deiner Dienstzeit eine Berufsausbildung erhalten, inkl. Verpflichtungszeit und ggf. Auslandseinsatz. Du kannst aber auch eine zivile Berufsausbildung oder auch ein Studium absolvieren, ganz ohne Uniform, Grundausbildung, Einsatz und Verpflichtungszeiten.
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon Ein Terraner » Di 25. Jun 2019, 13:53

Moses hat geschrieben:(25 Jun 2019, 13:43)

Das ist so nicht ganz korrekt.
Du kannst in der Laufbahn der Unteroffiziere oder Feldwebel, während deiner Dienstzeit eine Berufsausbildung erhalten, inkl. Verpflichtungszeit und ggf. Auslandseinsatz. Du kannst aber auch eine zivile Berufsausbildung oder auch ein Studium absolvieren, ganz ohne Uniform, Grundausbildung, Einsatz und Verpflichtungszeiten.


Ok, das wusste ich nicht. Wie läuft das dann, der Bund als ganz normaler Arbeitgeber ? Wie ist das Verhältnis zu den Soldaten Kollegen ?
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon relativ » Di 25. Jun 2019, 14:15

Ein Terraner hat geschrieben:(25 Jun 2019, 13:53)

Ok, das wusste ich nicht. Wie läuft das dann, der Bund als ganz normaler Arbeitgeber ? Wie ist das Verhältnis zu den Soldaten Kollegen ?

Klar ist, wie die Polizei und anderem Beamtentum, ist auch der Dienst bei der BW kein ganz normaler und so auch der Arbeitgeber.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon Moses » Di 25. Jun 2019, 14:19

Ein Terraner hat geschrieben:(25 Jun 2019, 13:53)

Ok, das wusste ich nicht. Wie läuft das dann, der Bund als ganz normaler Arbeitgeber ? Wie ist das Verhältnis zu den Soldaten Kollegen ?

Die Bundeswehr besteht ja quasi aus zwei Säulen (Art. 87a und 87b GG) die Bundeswehrverwaltung stellt quasi die Rahmenbedingungen und kümmert sich überwiegend um Finanzen, Liegenschaften, Einkäufe etc.
Dazu erfolgen dann auch zivile Einstellungen als Arbeitnehmer oder im Beamtenstatus (sowohl im technischen als auch im nichttechnischen Bereich) inklusive der entsprechende Ausbildungen.
In sehr vielen Bereichen - grade in der Technik arbeiten Soldaten, Beamte und Arbeitnehmer quasi Hand in Hand - den Unterschied kann man im täglichen Dienstbetrieb maximal daran erkennen, dass die Soldaten Schulterklappen tragen (und hin und wieder zu Dienstsport verschwinden :D )
Zur Vertiefung und als Quelle: http://www.Bundeswehrkarriere.de
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon schokoschendrezki » Di 25. Jun 2019, 14:29

Ich habe zur Bundeswehr/hatte zur NVA keinerlei Verhältnis. Da auch noch zu Zeiten der Wehrpflicht aus medizinischen Gründen ausgemustert. Diese meine Ansicht ist also aus der Distanz entstanden: Das Bild des Soldaten, das die öffentlich ausgehängten Werbeplakate der Bundeswehr prägen und das ja auch auf Schüler wirken soll, unterscheidet sich nur wenig von dem in der DDR. Ein Slogan wie "Gas, Wasser, Schießen" ist verheerend. Im wahrsten Sinne des Wortes. ... der hätte auch von irgendwelchen angetrunken Unteroffizieren aus einer Uckermark-Kaserne der DDR kommen können. Lasst die Bundeswehr nicht an meine Kinder und Enkelkinder! Da bin ich nicht der einzige, der da keinen Spaß mehr versteht!
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon relativ » Di 25. Jun 2019, 15:04

schokoschendrezki hat geschrieben:(25 Jun 2019, 14:29)

Ich habe zur Bundeswehr/hatte zur NVA keinerlei Verhältnis. Da auch noch zu Zeiten der Wehrpflicht aus medizinischen Gründen ausgemustert. Diese meine Ansicht ist also aus der Distanz entstanden: Das Bild des Soldaten, das die öffentlich ausgehängten Werbeplakate der Bundeswehr prägen und das ja auch auf Schüler wirken soll, unterscheidet sich nur wenig von dem in der DDR. Ein Slogan wie "Gas, Wasser, Schießen" ist verheerend. Im wahrsten Sinne des Wortes. ... der hätte auch von irgendwelchen angetrunken Unteroffizieren aus einer Uckermark-Kaserne der DDR kommen können. Lasst die Bundeswehr nicht an meine Kinder und Enkelkinder! Da bin ich nicht der einzige, der da keinen Spaß mehr versteht!

Klar lässt sich über solche Slogan genüßlich streiten, die einen finden es lustig die andern despektierlich, aber nur durch solche Dinge den ganzen Arbeitgeber/ Berufsstand abzukanzeln halte ich für völlig falsch, auch als Elternteil. Denn genauso wie wir mom. der Gas Wasser Schei...Monteur dringend benötigen, so benötigen wir eben auch Soldaten, die die "Drecksarbeit" machen, die mom. im Ausland anfällt.
Ich habe vor beiden Berufen höchsten Respekt, eben nur auf eine andere Art und Weise.
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon frems » Di 25. Jun 2019, 15:38

schokoschendrezki hat geschrieben:(25 Jun 2019, 14:29)

Ich habe zur Bundeswehr/hatte zur NVA keinerlei Verhältnis. Da auch noch zu Zeiten der Wehrpflicht aus medizinischen Gründen ausgemustert. Diese meine Ansicht ist also aus der Distanz entstanden: Das Bild des Soldaten, das die öffentlich ausgehängten Werbeplakate der Bundeswehr prägen und das ja auch auf Schüler wirken soll, unterscheidet sich nur wenig von dem in der DDR. Ein Slogan wie "Gas, Wasser, Schießen" ist verheerend. Im wahrsten Sinne des Wortes. ... der hätte auch von irgendwelchen angetrunken Unteroffizieren aus einer Uckermark-Kaserne der DDR kommen können. Lasst die Bundeswehr nicht an meine Kinder und Enkelkinder! Da bin ich nicht der einzige, der da keinen Spaß mehr versteht!

Ich finde den Werbespruch gar nicht schlecht. Die Bundeswehr braucht eben auch Handwerker und spätestens mit den Werner-Filmen ist "Gas, Wasser, Scheiße" umgangssprachlich mit einem Zwinkern eine gängige Bezeichnung für die Tätigkeit von Anlagenmechanikern für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik. Ich war, wenn auch ohne vorige Handwerkslehre, "GaWaSch" (44er; Schiffsbetriebstechnik) bei der Marine. Wie das zarte Seelchen da auf die Barrikaden gehen kann, weiß ich nicht. In sozialen Medien meckerten ja schon Leute, wegen "Gas" assoziiere man eine Verbindung zum Holocaust. :|

Die Handwerkskammer jammerte ja schon herum, sie fände es a) niveaulos, aber auch b) gemein, dass die Bundeswehr Handwerker anwirbt. Blöderweise spielt das Handwerk auch nur mit plumpen Vorurteilen -- mit dem Unterschied, dass man sich verherrlicht statt mit etwas Selbstironie voranzugehen. "Erstes Gehalt mit 29? Endstation Großraumbüro? Nine to five eine Null sein? Kleine Nummer im Konzern? Ich habe was Besseres vor. Das Handwerk." oder "Am Anfang waren Himmel und Erde. Den ganzen Rest haben wir gemacht." :rolleyes:

Da finde ich "Einsatz sagt mehr als tausend Worte", "Job ford?", "Wir kämpfen auch dafür, dass Du gegen uns sein kannst", "Mehr Open World geht nicht", "Wie ziehst Du eine Firewall um ein Feldlager?" etc. deutlich unterhaltsamer und weniger anmaßend.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Verbot von Werbeoffizieren an Schulen

Beitragvon schokoschendrezki » Di 25. Jun 2019, 15:39

relativ hat geschrieben:(25 Jun 2019, 15:04)

Klar lässt sich über solche Slogan genüßlich streiten, die einen finden es lustig die andern despektierlich, aber nur durch solche Dinge den ganzen Arbeitgeber/ Berufsstand abzukanzeln halte ich für völlig falsch, auch als Elternteil. Denn genauso wie wir mom. der Gas Wasser Schei...Monteur dringend benötigen, so benötigen wir eben auch Soldaten, die die "Drecksarbeit" machen, die mom. im Ausland anfällt.
Ich habe vor beiden Berufen höchsten Respekt, eben nur auf eine andere Art und Weise.

Ich nur zur Hälfte. Ehrlich. DIe Bundeswehr ist in der Mehrheit der zivilen Gesellschaft eigentlich ein Fremdkörper. Oder? Irre ich mich? Bestenfalls "freundlich ignoriert".

Und konkret gefragt: Was hat der längste Auslandseinsatz der Bundeswehr, der im Kosovo, real erbracht? Wenn überhaupt, dann Zweitrangiges. Bundeswehrsoldaten, das sind für mich Marsmenschen, Außerirdische. Ich habe absolut kein irgendwie geartetes Verhältnis dazu. Ich wüsste nichteinmal, worüber ich mit einem Bundeswehrsoldaten überhaupt reden sollte.
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