Die rechte Terrorwelle

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Keoma
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Keoma » Mi 26. Jun 2019, 11:18

relativ hat geschrieben:(26 Jun 2019, 11:14)

Nur so viel. Wenn sich einer Verbal und Nonverbal wie ein Nazi und Rechtsradikaler aufführt, darf man ihn auch als solches benennen, daß es dort natürlich auch zu Meinungsverschiedenheiten kommt, was man äußern muss, um so tituliert zu werden, ist auch klar.

Nochmal es kommt darauf an wie und in welchem Kontext etwas passiert.
Was nicht geht sollte eigentlich jeder Bürger wissen, denn mir kann niemand, der bei geistigen Verstand ist, erzählen, daß er diesbezüglich nicht weiss was richtig und was falsch ist.


:thumbup:


Nun ja, da wäre noch das Problem, dass die Wahrnehmung halt subjektiv ist.
Was für den einen verbal oder nonverbal absolut mittig ist, ist für den anderen schon rechte Hetze.
Sieht man ja auch hier im Forum.
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
Daniel Patrick Moynihan
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Geribaldi » Mi 26. Jun 2019, 11:28

relativ hat geschrieben:(26 Jun 2019, 11:14)
Nur so viel. Wenn sich einer Verbal und Nonverbal wie ein Nazi und Rechtsradikaler aufführt, darf man ihn auch als solches benennen, daß es dort natürlich auch zu Meinungsverschiedenheiten kommt, was man äußern muss, um so tituliert zu werden, ist auch klar.

Da würde ich aktuell widersprechen. Kommt natürlich auch immer darauf an, wer wen als solchen bezeichnet.
Für manch einen ist man selbstverständlich ein Nazi, wenn nicht völlig den Entscheidungen der Regierung in der "Flüchtlingskrise" zustimmt.

Einmal mache ich es mir noch in der Opferrolle bequem, weil es einfach so wundervoll war.
Ich war vor einigen Jahren mit meiner Freundin in einer "Wissenschafts-Ausstellung". Ich trug ein T-Shirt der Band "Amon Amarth", auf der Rückseite 4 Zeilen eines Liedes der Band.

Thor Odin's son
Protector of mankind
Rise to meet your fate
Your destiny awaits


Das war für einen Herren mittleren Alters direkt hinter uns genug Indiz in einer Warteschlange, um laut genug für alle im nicht nur nahen Umkreis zu verkünden "Kommt Kinder, wir wollen nicht mit Nazis da rein."
So viel zu "was man äußern muss um so tituliert zu werden".
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon JFK » Mi 26. Jun 2019, 12:02

Ebiker hat geschrieben:(25 Jun 2019, 20:37)

180 Opfer seit 1990. Wann gibt es eine Ausstellung für die über 200 Opfer der migrantischen Terrorwelle seit 2015 ?


Rechtsextremen Terrorismus mit Alltäglicher Kriminalität zu vergleichen soll was bringen außer den Politischen Hintergrund rechtsextremer Morde zu Relativieren, oder einen Politischen Hintergrund bei denen der Migranten anzudichten?

Das sieht man in letzter zeit sehr oft, und oft wird nachgefragt, nur kommt da nie was, die Rechten verkaufen sich wohl gerne als geistig stumpf.
»Menschen, weigert euch, Feinde zu sein« (Römer 12)
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon JFK » Mi 26. Jun 2019, 12:09

Geribaldi hat geschrieben:(26 Jun 2019, 11:28)

Da würde ich aktuell widersprechen. Kommt natürlich auch immer darauf an, wer wen als solchen bezeichnet.
Für manch einen ist man selbstverständlich ein Nazi, wenn nicht völlig den Entscheidungen der Regierung in der "Flüchtlingskrise" zustimmt.


In der Flüchtlingskrise gibt nicht viele Szenarien was hätte anders verlaufen können, andere Vorstellungen, zb Schusswaffengebrauch gegen Männer, Frauen und Kinder selbst in "Ultima Ratio" oder eine Verfassungsänderung wären aber Rechtsextremistisch, im Volksmund auch manchmal "voll Nazi" genannt.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon relativ » Mi 26. Jun 2019, 13:50

Geribaldi hat geschrieben:(26 Jun 2019, 11:28)

Da würde ich aktuell widersprechen. Kommt natürlich auch immer darauf an, wer wen als solchen bezeichnet.
Für manch einen ist man selbstverständlich ein Nazi, wenn nicht völlig den Entscheidungen der Regierung in der "Flüchtlingskrise" zustimmt.

Einmal mache ich es mir noch in der Opferrolle bequem, weil es einfach so wundervoll war.
Ich war vor einigen Jahren mit meiner Freundin in einer "Wissenschafts-Ausstellung". Ich trug ein T-Shirt der Band "Amon Amarth", auf der Rückseite 4 Zeilen eines Liedes der Band.



Das war für einen Herren mittleren Alters direkt hinter uns genug Indiz in einer Warteschlange, um laut genug für alle im nicht nur nahen Umkreis zu verkünden "Kommt Kinder, wir wollen nicht mit Nazis da rein."
So viel zu "was man äußern muss um so tituliert zu werden".

Ich bin ehrlich ich kenne mich in dieser Musikszene nicht so gut aus, es kann natürlich dann zum Problem werden , wenn neben ganz normalen Musikfans, auch z.B. Rechtradikale die Gruppe mit ihren Texten für sich entdeckt haben.
Ich kann nur für mich sprechen , daß ich jemand nur über seine Aussagen und sein Handeln beurteile. Alles andere finde ich nicht OK und verschlimmet die Spaltung einer Gesellschaft eigentlich nur.
Ich sehe das so, daß wir eine konsensfähige Lösungen für z.B. für jetzige und auch zukünftige Migrantenströme brauchen und mehr für sozialen Ausgleich in unser Gesellschaft sorgen muessen. Sonst geht die Fortführung der Spaltung unser Gesellschaft weiter.
Wenn dieser Mann ehrlich zu sich ist, dann weiss er auch, daß so eine Einordnung nicht Ok ist.
Genausowenig gehöre ich z.B. zu den sogenannten "linksgrünversifften", nur weil ich für "Klimaschutz" und für einen menschlichen Umgang in der Migrantenfrage bin.
Zuletzt geändert von relativ am Fr 28. Jun 2019, 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon PeterK » Mi 26. Jun 2019, 15:56

JFK hat geschrieben:(26 Jun 2019, 12:02)
Rechtsextremen Terrorismus mit Alltäglicher Kriminalität zu vergleichen soll was bringen außer den Politischen Hintergrund rechtsextremer Morde zu Relativieren, oder einen Politischen Hintergrund bei denen der Migranten anzudichten?

Dazu gibt es einen interessanten Text bei SPON.

Daraus:
Sie möchten rechtskonform im Internet publizieren? Also konform mit anderen Rechten? Dann befolgen Sie diese Anleitung und lernen Sie alles übers Entschärfen, Beschönigen und Schuldumkehren.

...

15. Rechts-Links-Schwäche

Reden Sie niemals über Rechtsextreme, ohne auch Linksextremismus zu erwähnen. Dass in Deutschland Linksextreme meist Autos anzünden und Rechtsextreme Menschen, können Sie übergehen, ist ja beides Gewalt. Behaupten Sie deshalb, dass Linksextreme in Deutschland genauso schlimm seien wie Rechtsextreme. Blenden Sie unbedingt aus, dass seit 1990 rund 200 Menschen durch rechtsextreme Gewalt starben und laut BKA sechs Menschen durch linke.


BTT: Immerhin scheint der neue VS-Chef andere Saiten als sein Vorgänger aufziehen zu wollen:
Dem Rechtsextremismus in Deutschland attestierte Haldenwang eine neue Dynamik. Viele dieser Entwicklungen habe man 2018 in Chemnitz beobachten können. Als Stichworte nannte er eine sehr intensive Vernetzung der Szene, Fake News sowie massive Gewalt auf der Straße als Keimzelle rechter Terrorgruppen. „All das hat das Beispiel Chemnitz gezeigt.“

...

Im rechten Bereich tummeln sich aktuell viele sogenannte „Grenzgänger“, sagt Haldenwang. Sie sprechen bewusst nicht von „Rasse“, sondern von „Kultur, Ethnien und Identität“. Sie tragen keine Springerstiefel, sondern hippe Turnschuhe und Kapuzenpullis. Dieses subtilere Vorgehen bietet ihnen die Möglichkeit, „sich jederzeit auch wieder distanzieren zu können“.
(lvz)

Man wird sich wohl auch den Unterstützern des rechten Terrors, der Sympathisantenszene und dem politischen Arm stärker widmen, um Deutschland vor der rechten Terrorwelle zu schützen.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Wolverine » Mi 26. Jun 2019, 16:30

PeterK hat geschrieben:(26 Jun 2019, 15:56)

Dazu gibt es einen interessanten Text bei SPON.

Daraus:


BTT: Immerhin scheint der neue VS-Chef andere Saiten als sein Vorgänger aufziehen zu wollen:
(lvz)

Man wird sich wohl auch den Unterstützern des rechten Terrors, der Sympathisantenszene und dem politischen Arm stärker widmen, um Deutschland vor der rechten Terrorwelle zu schützen.


Sorry, aber ich erkenne immer noch keine rechte Terrorwelle. Würde ich nie so bezeichnen.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon PeterK » Mi 26. Jun 2019, 16:38

Wolverine hat geschrieben:(26 Jun 2019, 16:30)
Sorry, aber ich erkenne immer noch keine rechte Terrorwelle. Würde ich nie so bezeichnen.

@Vongole hat Dir IMO bereits erklärt, warum Du das, was da passiert, nicht erkennst:
Vongole hat geschrieben:(25 Jun 2019, 15:58)
Terror drückt sich ja nicht nur durch Mord aus, ich zähle Anschläge und verbalen Terror in den "sozialen" Netzwerken durchaus dazu.
Man muss sich nur die Hetzkampagne anschauen, die zum Mord an Lübcke führte und jetzt fröhlich weitermacht gegen Tauber.

Das, was der rechte Mob (Attentäter, Unterstützer, Sympathisanten und der politische Arm) da praktiziert, ist eine Terrorwelle und ein Angriff auf das freiheitliche, demokratische Deutschland.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon frems » Mi 26. Jun 2019, 16:44

Muss widersprechen. Der Terror war nie weg. Die Gesellschaft und der Staat haben bloß gerne weggeschaut. Schon vor Jahren wusste man, dass hunderte gewaltbereite Neonazis untergetaucht sind und die Polizei nicht weiß, wo sie sind. Hat niemanden nennenswert interessiert. Und wenn einer dann zuschlägt wie im Falle Lübcke, dann gibt sich die Politik bedeckt und hält es für einen Einzelfall. Aber hey, in nur 120 Jahren kann man die NSU-Akten begutachten. ¯\_(ツ)_/¯

Beispiel 2017:
Die Zahl der untergetauchten Rechtsextremisten hat nach einem Bericht des Berliner „Tagesspiegels“ stark zugenommen. Ende September registrierte die Polizei demnach bundesweit 640 Fahndungen nach 501 Personen, die dem Spektrum „Politisch motivierte Kriminalität – rechts“ zugeordnet werden. Hinzu kämen noch acht Haftbefehle ausländischer Behörden.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... ch-zu.html

Folgen, Konsequenzen? Keine.
Labskaus!

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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Wolverine » Mi 26. Jun 2019, 16:52

PeterK hat geschrieben:(26 Jun 2019, 16:38)

@Vongole hat Dir IMO bereits erklärt, warum Du das, was da passiert, nicht erkennst:

Das, was der rechte Mob (Attentäter, Unterstützer, Sympathisanten und der politische Arm) da praktiziert, ist eine Terrorwelle und ein Angriff auf das freiheitliche, demokratische Deutschland.


Nö. Deine Einschätzung ist falsch. Es gibt keine Terrorwelle. Es gibt Bedrohungen einzelner, bestimmter Personen aus dem öffentlichen Leben. Das ist unangenehm und man hat das Gefühl, dass die Politik dem ohnmächtig gegenübersteht. Aber der Eindruck ist falsch. Ich verstehe unter einer Terrorwelle z.B. den Angriff mit über 600 Flugkörpern auf israelische Städte durch radikale Palästinenser. Was momentan in Deutschland abläuft ist von einer Terrorwelle weit entfernt. Ich kann sehr gut mit dieser angeblichen Bedrohung leben. Aber wie schon so oft festgestellt, wer sich ausschließlich auf die rechten Extremisten konzentriert, der sieht die anderen nicht.
Die Demokratie wird on vielen Seiten bedroht und man konzentriert sich nur auf rechts. Das ist falsch.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Wolverine » Mi 26. Jun 2019, 16:53

frems hat geschrieben:(26 Jun 2019, 16:44)

Muss widersprechen. Der Terror war nie weg. Die Gesellschaft und der Staat haben bloß gerne weggeschaut. Schon vor Jahren wusste man, dass hunderte gewaltbereite Neonazis untergetaucht sind und die Polizei nicht weiß, wo sie sind. Hat niemanden nennenswert interessiert. Und wenn einer dann zuschlägt wie im Falle Lübcke, dann gibt sich die Politik bedeckt und hält es für einen Einzelfall. Aber hey, in nur 120 Jahren kann man die NSU-Akten begutachten. ¯\_(ツ)_/¯

Beispiel 2017:

https://www.welt.de/politik/deutschland ... ch-zu.html

Folgen, Konsequenzen? Keine.


Dem kann ich bedenkenlos zustimmen.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon PeterK » Do 27. Jun 2019, 09:22

Wolverine hat geschrieben:(26 Jun 2019, 16:52)
Nö. Deine Einschätzung ist falsch. Es gibt keine Terrorwelle. Es gibt Bedrohungen einzelner, bestimmter Personen aus dem öffentlichen Leben.

Mehr als 40% der repräsentativ befragten Bürgermeister sind "einzelne, bestimmte Personen"?
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon relativ » Do 27. Jun 2019, 09:31

Wolverine hat geschrieben:(26 Jun 2019, 16:52)

Nö. Deine Einschätzung ist falsch. Es gibt keine Terrorwelle. Es gibt Bedrohungen einzelner, bestimmter Personen aus dem öffentlichen Leben. Das ist unangenehm und man hat das Gefühl, dass die Politik dem ohnmächtig gegenübersteht. Aber der Eindruck ist falsch. Ich verstehe unter einer Terrorwelle z.B. den Angriff mit über 600 Flugkörpern auf israelische Städte durch radikale Palästinenser. Was momentan in Deutschland abläuft ist von einer Terrorwelle weit entfernt. Ich kann sehr gut mit dieser angeblichen Bedrohung leben. Aber wie schon so oft festgestellt, wer sich ausschließlich auf die rechten Extremisten konzentriert, der sieht die anderen nicht.

Dann dürften die islamistischen Terrorangriffe in Europa für dich ja auch nicht zu dem Begriff Terrorwelle gehören, oder?

Die Demokratie wird on vielen Seiten bedroht und man konzentriert sich nur auf rechts. Das ist falsch.
Die Aussage ist jetzt nicht wirklich dein Ernst , oder?
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Geribaldi

Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Geribaldi » Do 27. Jun 2019, 09:45

PeterK hat geschrieben:(26 Jun 2019, 15:56)
BTT: Immerhin scheint der neue VS-Chef andere Saiten als sein Vorgänger aufziehen zu wollen:
(lvz)

Aus deiner verlinkten Quelle:
Viele dieser Entwicklungen habe man 2018 in Chemnitz beobachten können. Als Stichworte nannte er eine sehr intensive Vernetzung der Szene, Fake News sowie massive Gewalt auf der Straße als Keimzelle rechter Terrorgruppen. „All das hat das Beispiel Chemnitz gezeigt.“

Damit sind hoffentlich aber nicht diese "Hetzjagden" gemeint, von denen sogar die Bundesregierung inzwischen mal zugeben musste, absolut nichts dazu zu haben, ausser dem was die Medien im Bezug auf ein kurzes Video eines Accounts "Antifa Zeckenbiss" zusammengebastelt haben?
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon PeterK » Do 27. Jun 2019, 09:55

Geribaldi hat geschrieben:(27 Jun 2019, 09:45)
Damit sind hoffentlich aber nicht diese "Hetzjagden" gemeint, von denen sogar die Bundesregierung inzwischen mal zugeben musste, absolut nichts dazu zu haben, ausser dem was die Medien im Bezug auf ein kurzes Video eines Accounts "Antifa Zeckenbiss" zusammengebastelt haben?

Damit dürfte eher der rechte Terror gemeint sein:
1. Oktober 2018: Im Auftrag des Generalbundesanwalts wurden in Sachsen und Bayern insgesamt sechs Männer im Alter von 20 bis 30 Jahren unter dem Verdacht der Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung festgenommen. An dem Einsatz waren insgesamt über 100 Beamte der sächsischen Polizei beteiligt.[10] Zu den Verhafteten zählte auch Tom W., der bereits vor zehn Jahren vor Gericht stand – als Mitglied der verbotenen neonazistischen Gruppierung Sturm 34, die in Mittelsachsen mehrere Überfälle verübt hatte. Auf der Grundlage ihrer rechtsextremistischen Gesinnung zielten die Gruppenmitglieder laut den Ermittlern auf eine „revolutionäre Überwindung“ des demokratischen Staates. Zu den Anschlagszielen der Gruppe sollen laut FAZ sowohl Ausländer als auch Politiker, Journalisten und „Köpfe der Zivilgesellschaft, die sich für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat einsetzen“ gezählt haben. Die Mitglieder hatten sich dazu um die Beschaffung halbautomatischer Schusswaffen bemüht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Revolution_Chemnitz
Geribaldi

Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Geribaldi » Do 27. Jun 2019, 10:13

PeterK hat geschrieben:(27 Jun 2019, 09:55)
Damit dürfte eher der rechte Terror gemeint sein:
https://de.wikipedia.org/wiki/Revolution_Chemnitz

Ah, die mit dem Umsturz mittels Luftgewehr.
Zum Glück nur ein Fall, über den man sich noch ordentlich lustig machen kann.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Wolverine » Do 27. Jun 2019, 10:20

PeterK hat geschrieben:(27 Jun 2019, 09:22)

Mehr als 40% der repräsentativ befragten Bürgermeister sind "einzelne, bestimmte Personen"?


Ja. In der Regel handelt es sich bei Bürgermeistern um einzelne Personen. Wenn man jetzt alle Bürgermeister die sich für die Flüchtlinge ausgesprochen haben angegriffen hätte, dann könnte man von einer Terrorwelle sprechen. Der Mord an Lübke ist ein "bedauerlicher Einzelfall" um mal auf das Niveau der Verharmloser islamistischer Gewaltverbrechen herabzusteigen.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon PeterK » Fr 28. Jun 2019, 11:32

Der rechte Terrorismus meldet sich per Video-Botschaft:

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 71432.html

Aus dem Post der Rechercheseite, auf die sich der Focus bezieht:
Weiter benennt Schmiemann in seinem Video namentlich einen Journalisten, der eine zentrale Figur hinter Veröffentlichungen zu Stephan Ernst sein soll. Derselbe Journalist wurde von Thorsten Heise in seiner Eröffnungsrede in Ostritz mit den Worten „Der Revolver ist schon geladen Herr […]“ bedroht. Wegen dieser Aussage läuft ein Ermittlungsverfahren gegen Heise.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Tomaner » So 30. Jun 2019, 23:23

Wolverine hat geschrieben:(26 Jun 2019, 16:52)

Nö. Deine Einschätzung ist falsch. Es gibt keine Terrorwelle. Es gibt Bedrohungen einzelner, bestimmter Personen aus dem öffentlichen Leben. Das ist unangenehm und man hat das Gefühl, dass die Politik dem ohnmächtig gegenübersteht. Aber der Eindruck ist falsch. Ich verstehe unter einer Terrorwelle z.B. den Angriff mit über 600 Flugkörpern auf israelische Städte durch radikale Palästinenser. Was momentan in Deutschland abläuft ist von einer Terrorwelle weit entfernt. Ich kann sehr gut mit dieser angeblichen Bedrohung leben. Aber wie schon so oft festgestellt, wer sich ausschließlich auf die rechten Extremisten konzentriert, der sieht die anderen nicht.
Die Demokratie wird on vielen Seiten bedroht und man konzentriert sich nur auf rechts. Das ist falsch.

Die RAF hatte 34 Morde verübt und niemand bestreitet da Terrorwelle. Rechtsradikale haben mehr als 200 auf dem Gewissen und du verharmlost was das Zeug hergibt.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Quatschki » Mo 1. Jul 2019, 00:00

Tomaner hat geschrieben:(30 Jun 2019, 23:23)

Die RAF hatte 34 Morde verübt und niemand bestreitet da Terrorwelle. Rechtsradikale haben mehr als 200 auf dem Gewissen und du verharmlost was das Zeug hergibt.

Die Zahlen sind viel zu niedrig, weil viele Morde an Weißen durch Nichtweiße auch rassistisch motiviert, also "rechts" sind.
Und wenn man bei der A.A.S. schon die Opfer des iranischstämmigen Attentäters von München mitzählt, dann sollte man konsequenterweise auch die Opfer von Köthen, Freiburg oder die der S-Bahn-Schubser usw. als "rechte Opfer" zählen, weil die Mörder sich auch da bewußt Menschen als Opfer ausgeguckt haben, die aus einem anderen Kulturkreis stammten als den ihrigen, also rassistische Opferauswahl!

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