Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

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McKnee
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon McKnee » Sa 1. Jun 2019, 19:07

Leider kann ich den ganzen Artikel nicht unregistriert lesen.

Was mir aber auffällt, ist ..

imp hat geschrieben:(01 Jun 2019, 07:02)

Ein Soldat warnt den bundeswehrinternen Spitzeldienst MAD vor rechten Netzwerken in der Truppe.


Du bezeichnest einen notwendigen Dienst, der gerade hier tätig werden muss, mit der abwertenden Betitelung "Spitzel" und vergißt auf der anderen Seite vom Denunzianten zu sprechen.

Ich halte ihn nicht für einen solchen. Ich halte den MAD aber auch nicht für einen Spitzeldienst.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

.....er wusste es :D
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon Vongole » Sa 1. Jun 2019, 19:14

MoOderSo hat geschrieben:(01 Jun 2019, 19:07)

Die tragen die Waffen nicht zur Zierde sondern um sie auf Befehl einzusetzen.
Nichts könnte weiter von Gewaltfreiheit und Demokratie entfernt sein.


Wir leben im Jahr 2019, nicht in 1918, zudem in einer Demokratie, deren Werten auch die BW unterworfen ist.
Die allermeisten Soldaten sehen ihre Waffen und die Einsatzbereitschaft auch nicht als Möglichkeit an, mal wild herum zu ballern und abzuknallen,was ihnen vor die Flinte kommt.
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon Skeptiker » Sa 1. Jun 2019, 19:20

Vongole hat geschrieben:(01 Jun 2019, 19:14)
Wir leben im Jahr 2019, nicht in 1918, zudem in einer Demokratie, deren Werten auch die BW unterworfen ist.
Die allermeisten Soldaten sehen ihre Waffen und die Einsatzbereitschaft auch nicht als Möglichkeit an, mal wild herum zu ballern und abzuknallen,was ihnen vor die Flinte kommt.

Das ist natürlich richtig. Wenn ich aber so an unser Gruppengefechtsschießen in Munster denke … . Hatte Ladehemmung und konnte erst loslegen als die anderen schon ihr Pulver verschossen hatten. Ich dann also mit zwei vollen Magazinen und der Panzerfaust und das Schussfeld alleine für mich :D :D

Äh, schreckliche Vorstellung meine ich :rolleyes:
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon Vongole » Sa 1. Jun 2019, 19:24

Skeptiker hat geschrieben:(01 Jun 2019, 19:20)

Das ist natürlich richtig. Wenn ich aber so an unser Gruppengefechtsschießen in Munster denke … . Hatte Ladehemmung und konnte erst loslegen als die anderen schon ihr Pulver verschossen hatten. Ich dann also mit zwei vollen Magazinen und der Panzerfaust und das Schussfeld alleine für mich :D :D

Äh, schreckliche Vorstellung meine ich :rolleyes:


Da Du damals wohl noch nicht im heutigen gesetzten Alter warst, sag ich mal, jung, dumm und abenteuerlustig schleift sich in der BW mit der Zeit ab. :D
Jedenfalls bei den meisten. ;)
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon MoOderSo » Sa 1. Jun 2019, 19:27

Vongole hat geschrieben:(01 Jun 2019, 19:14)

Wir leben im Jahr 2019, nicht in 1918, zudem in einer Demokratie, deren Werten auch die BW unterworfen ist.
Die allermeisten Soldaten sehen ihre Waffen und die Einsatzbereitschaft auch nicht als Möglichkeit an, mal wild herum zu ballern und abzuknallen,was ihnen vor die Flinte kommt.

Als wenn die früher so geil aufs Töten waren.
https://de.wikipedia.org/wiki/Leben_und_leben_lassen_(Erster_Weltkrieg)
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon Cobra9 » Sa 1. Jun 2019, 19:33

MoOderSo hat geschrieben:(01 Jun 2019, 17:49)

Bei uns Grenadieren gab's noch Befehle. Die waren nicht als Diskussionsgrundlage gedacht. Und ohne Gewaltbereitschaft wären wir nur eine Pfadfindertruppe mit schlechteren Zelten gewesen.


Die Bereitschaft auch Gewalt anzuwenden ist natürlich als Soldat normalerweise vorhanden. Aber es gab in meinen 13 Jahren kaum Vorfälle wo Soldaten bewusst irgendwie Gewalt angewendet hätten oder ausgerastet wären.

Soldaten sind sehr wohl in der Lage sich in Griff zu haben. Darum geht es mir
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon MoOderSo » Sa 1. Jun 2019, 19:39

Cobra9 hat geschrieben:(01 Jun 2019, 19:33)

Die Bereitschaft auch Gewalt anzuwenden ist natürlich als Soldat normalerweise vorhanden. Aber es gab in meinen 13 Jahren kaum Vorfälle wo Soldaten bewusst irgendwie Gewalt angewendet hätten oder ausgerastet wären.

Soldaten sind sehr wohl in der Lage sich in Griff zu haben. Darum geht es mir

Du warst wohl eher bei den langweiligen Truppenteilen.
Bei uns gab's regelmäßig Spaß.
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon imp » Sa 1. Jun 2019, 19:46

McKnee hat geschrieben:(01 Jun 2019, 19:07)

Leider kann ich den ganzen Artikel nicht unregistriert lesen.

Was mir aber auffällt, ist ..



Du bezeichnest einen notwendigen Dienst, der gerade hier tätig werden muss, mit der abwertenden Betitelung "Spitzel" und vergißt auf der anderen Seite vom Denunzianten zu sprechen.

Ich halte ihn nicht für einen solchen. Ich halte den MAD aber auch nicht für einen Spitzeldienst.

Hallo,

gut, dass wie drüber reden. Ich bezeichne sämtliche solche Einrichtungen so, vom weißrussischen KGB (heißt wirklich so) bis BND, BfV, CIA, NSA, historische Dienste wie MfS, K1, Evidenzbüro, Sektion III b, Abteilung V ...

Ich bin grundlegend der Meinung, dass man solche Einrichtungen in ihrem Wirken jederzeit hinterfragen muss. Wir hatten ja das Vergnügen mit Maaßen, einem allzu politischen Beamten. Über die Schrecken vergangener und auswärtiger Geheimtätigkeit schweigen wir besser.

Hier soll es aber um den Fall gehen.
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon Cobra9 » Sa 1. Jun 2019, 20:21

MoOderSo hat geschrieben:(01 Jun 2019, 19:39)

Du warst wohl eher bei den langweiligen Truppenteilen.
Bei uns gab's regelmäßig Spaß.


Langweilig war es selten und Spaß hatten wir auch. Wurde es zu bunt musste mein Truppenteil einschreiten. Kettenhund und Ziege :)
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 1. Jun 2019, 20:34

Skeptiker hat geschrieben:(01 Jun 2019, 19:20)

Das ist natürlich richtig. Wenn ich aber so an unser Gruppengefechtsschießen in Munster denke … . Hatte Ladehemmung und konnte erst loslegen als die anderen schon ihr Pulver verschossen hatten. Ich dann also mit zwei vollen Magazinen und der Panzerfaust und das Schussfeld alleine für mich :D :D

Äh, schreckliche Vorstellung meine ich :rolleyes:

Wir hatten im Übungsgebiet mal einen eigenen, durchratternden LKW als verdächtig deklariert und kurzerhand das Feuer eröffnet.

Nur mit Platzpatronen zwar, aber war auch irgendwie ...schrecklich. ;)
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon Ammianus » Sa 1. Jun 2019, 20:40

Julian hat geschrieben:(01 Jun 2019, 18:59)

Von der Schuldfrage des Ersten oder gar des Zweiten Weltkrieges war gar nicht die Rede. Es ging um Traditionen und militärische Leistungen, auch diejenigen vor dem Ersten Weltkrieg, die man in eine deutsche Tradition stellen kann.

Man kann das sicher so oder anders sehen - aber wie immer würde ich dann um eine konsequente Haltung bitten. Sie müssten dann die Bundeswehr eigentlich neu gründen, denn viele Symbole, Rangabzeichen, viele Traditionen gehen eben auf die Zeit vor 1945 zurück - selbst das Symbol der Bundeswehr selbst.

Soldaten brauchen Traditionen und Vorbilder. Man kann bei unseren Ahnen auch Spreu von Weizen trennen und muss nicht alles bewundern oder zum Vorbild machen. Das Kind mit dem Bade ausschütten, wäre allerdings auch falsch.

Seien Sie im übrigen froh, dass Ihre Sicherheit von den Amerikanern garantiert wird. Da wird noch nicht alles und jedes in der Truppe hinterfragt, weil man weiß, dass man die Kampfstärke der Truppe braucht.


Den Bezug zur Schuldfrage erklärt mein zweiter Satz. Einfach noch mal lesen und darüber nachdenken. Der 2. Weltkrieg war nur noch ein reines Verbrechen. Und jeder der daran teilnahm wirkte damit an einem Verbrechen mit ob er das nun wollte oder nicht. Auch Verbrecher erbringen erstaunliche Leistungen. Doch haben diese keine Anerkennung verdient. Am Ende lobt man noch die Regie und Kameraführung bei einem Kinderporno. Traditionsprobleme hatte man auch in Ostdeutschland. Da entschied man sich die Uniformen der NVA in deutscher Tradition zu gestalten anstatt einer russifizierte Gestaltung. Und das geschah eben auch aus Rücksicht auf das Denken der Zeitgenossen und politischem Kalkül.
Die Fortsetzung der Traditionen war damals wohl nicht vermeidbar. Beide deutsche Armee wurde auch oder - im Westen - fast zur Gänze von Wehrmachtsoffizieren aufgebaut und die Bevölkerung von damals hätte für einen Bruch mit diesen Traditionen kein Verständnis gehabt. Man wollte weder sich noch Verwandte, Freunde und Bekannte als Teilnehmer an Verbrechen sehen. Hier sei auch an die Versuche der Entpolitisierung der Wehrmacht zu denken. Aber eben diese Wehrmacht war das Werkzeug zum versuchten millionenfachen Raubmord im Osten. Denn nichts anderes sahen die Planungen der Reichsführung nach dem Sieg über die Sowjektunion vor. Wobei sich bereits in Polen dieses Vorgehen zeigte.
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon Skeptiker » Sa 1. Jun 2019, 21:36

DarkLightbringer hat geschrieben:(01 Jun 2019, 20:34)

Wir hatten im Übungsgebiet mal einen eigenen, durchratternden LKW als verdächtig deklariert und kurzerhand das Feuer eröffnet.

Nur mit Platzpatronen zwar, aber war auch irgendwie ...schrecklich. ;)

Schrecklich.

Erinnert mich an Sturmabwehrschiessen. Da soll man ja mit Feuerstößen einen nahen Feind niederhalten. Die anderen machten "Peng" ……….. "Peng" …………. "Peng". Mein Kollege und ich wunderten und nur. Als wir dran waren "BängBängBäng" .. "BängBängBäng" .. "BängBängBäng" .. . Ich spar doch keine Muni wenn der Feind 20m vor mir steht !?!

Hat Spaß gemacht, aber auch irgendwie … schrecklich … :|
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon Teeernte » Sa 1. Jun 2019, 22:09

Ammianus hat geschrieben:(01 Jun 2019, 20:40)

Den Bezug zur Schuldfrage erklärt mein zweiter Satz. Einfach noch mal lesen und darüber nachdenken. Der 2. Weltkrieg war nur noch ein reines Verbrechen. Und jeder der daran teilnahm wirkte damit an einem Verbrechen mit ob er das nun wollte oder nicht. Auch Verbrecher erbringen erstaunliche Leistungen. Doch haben diese keine Anerkennung verdient. Am Ende lobt man noch die Regie und Kameraführung bei einem Kinderporno. Traditionsprobleme hatte man auch in Ostdeutschland. Da entschied man sich die Uniformen der NVA in deutscher Tradition zu gestalten anstatt einer russifizierte Gestaltung. Und das geschah eben auch aus Rücksicht auf das Denken der Zeitgenossen und politischem Kalkül.
Die Fortsetzung der Traditionen war damals wohl nicht vermeidbar. Beide deutsche Armee wurde auch oder - im Westen - fast zur Gänze von Wehrmachtsoffizieren aufgebaut und die Bevölkerung von damals hätte für einen Bruch mit diesen Traditionen kein Verständnis gehabt. Man wollte weder sich noch Verwandte, Freunde und Bekannte als Teilnehmer an Verbrechen sehen. Hier sei auch an die Versuche der Entpolitisierung der Wehrmacht zu denken. Aber eben diese Wehrmacht war das Werkzeug zum versuchten millionenfachen Raubmord im Osten. Denn nichts anderes sahen die Planungen der Reichsführung nach dem Sieg über die Sowjektunion vor. Wobei sich bereits in Polen dieses Vorgehen zeigte.


Erzähl doch keine Opern... Die KVP//NVA hatte die Uniform ....die noch ausreichend da war. Nachdem die ersten KVPler in Russenuniformen gesteckt haben.

Nicht aus Tradition ...sondern öhmm ...eher aus Mangel. Kragenbinde....Kochgeschirr Feldflasche....

Selbst meine Kaffeekanne bei der NVA hatte noch unten den Adler mit Insignien. .... und da gab es schon Transistoren und Rechner.... und auch noch vereinzelt die FF 43 // OB 43 Feldtelefone..

Rechnen kannste selber ? (Zeitraumbestimmung?) Jouuuuu...mein Vater war bei der KVP....

Die Stahlhelme (DDR) waren ebenfalls eine DEUTSCHE Weltkriegsentwicklung nur eben noch nicht ausgegeben...in WK2.

Die Fahrzeuge - lange "Horch" ..... NICHT aus Tradition.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon Ammianus » So 2. Jun 2019, 10:20

Das ich sehr wahrscheinlich keine "Opern" erzähle, kann man z.B. hier sehen. Es lohnt auch das Lesen der Kommentare. Z.B. den letzten von Ronny Schneider, der sich wieder auf eine Aussage H. Hoffmanns bezieht:

http://www.ddr-uniformen.com/?page_id=205

Aber ich bin mir bewusst, dass es eigentlich OT ist. Und doch ein interessantes Kapitel deutscher Geschichte.
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon DarkLightbringer » So 2. Jun 2019, 10:34

Skeptiker hat geschrieben:(01 Jun 2019, 21:36)

Schrecklich.

Erinnert mich an Sturmabwehrschiessen. Da soll man ja mit Feuerstößen einen nahen Feind niederhalten. Die anderen machten "Peng" ……….. "Peng" …………. "Peng". Mein Kollege und ich wunderten und nur. Als wir dran waren "BängBängBäng" .. "BängBängBäng" .. "BängBängBäng" .. . Ich spar doch keine Muni wenn der Feind 20m vor mir steht !?!

Hat Spaß gemacht, aber auch irgendwie … schrecklich … :|

Hach ja, da gibt es so viele schrecklich-spaßige Geschichten. Ich saß im GeZi und durfte auf einer alten, mechanischen Schreibmaschine die Protokolle bezüglich der "unerlaubten Abwesenheit von der Truppe" abtippen - in aller Regel war dabei der Suff das Kernthema. Die Protokolle waren ein stetes Zeugnis dessen, wie sehr man eine Erinnerung im Detail quälen kann.
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon Teeernte » So 2. Jun 2019, 11:34

Ammianus hat geschrieben:(02 Jun 2019, 10:20)

Das ich sehr wahrscheinlich keine "Opern" erzähle, kann man z.B. hier sehen. Es lohnt auch das Lesen der Kommentare. Z.B. den letzten von Ronny Schneider, der sich wieder auf eine Aussage H. Hoffmanns bezieht:

http://www.ddr-uniformen.com/?page_id=205

Aber ich bin mir bewusst, dass es eigentlich OT ist. Und doch ein interessantes Kapitel deutscher Geschichte.



Schau...

https://images.app.goo.gl/NQQmjqEoFvrU76Qy9
https://images.app.goo.gl/Td2eVLDYJGi5rL5a8

Es gibt welche zum "zuhaken" mit Kragenbinde. ....und es gibt welche - die mit Schlips und Hemd zu tragen sind. Drillich und Tarnuniformen...
Mützen , Käppies, Stiefelhosen....

Wie ich bereits schrieb - tauchen einige Details in den Erzählungen wieder auf.

Es gab verschiedene Uniformen ... und einige Stücke sind Weiterentwicklungen. Einige neu ....und einige Alt.

Die im Ausgang war NEU. ....und die "Säuferjacke" ääähhhhmmmm da find ich gar kein Vorbild.... das scheint wie bei den Griechischen Streitkräften gewesen zu sein.

Die CIA Daten aus der Zeit sind frisch freigegeben worden .... dort wirst Du lesen können , dass die ersten Rekruten der KVP direkt in Russenuniformen gesteckt wurden - da sie zB Panzer noch garnicht fahren durften - als POLIZEI - denn NVA gab es noch nicht.

Gegen den Aufstand vom 17. Juni 1953 waren auch DEUTSCHE in Russenuniform aufm Panzer.

Zum Putzen und Polieren wurden umgefärbte Uniformen genutzt.


>>> http://www.grenzkommando.de/uniformen-2.html

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges gibt es in den deutschen Besatzungszonen so gut wie keine materiellen Mittel zur Neueinkleidung der durch die Alliierten provisorisch formierten deutschen Sicherheitskräfte. Vielfach werden Uniformen der deutschen Truppenverbände und Organen aber auch Uniformstücke von ehemaligen Verbündeten sowie Beutestücken durch Entfernung von Hoheitsabzeichen und Effekten entnazifiziert bzw. unkenntlich gemacht und so an die Rekrutierten ausgegeben. Mancherorts wird diese wilden Uniformsammlungen zumindest einheitlich eingefärbt. In andern Städten und Gemeinden können sich die neuen Ordnungskräfte erst einmal ausschließlich durch besondere Armbinden ausweisen.


Die Grundfarbe der neuen einheitlichen Uniform war das erdbraune Khaki der sowjetischen Uniformen. Die "russisch" anmutende Uniformfarbe - wobei der Schnitt eher der Deutschen Wehrmacht entsprach - fand weder bei den Trägern, noch in der Bevölkerung auf große Gegenliebe. Bei der kurz darauf folgenden Einführung der Dienstgradabzeichen nach bekannten deutsch-militärischen Vorbild (Rangbezeichnung und ptische Ausführung) wurde die Änderung von polizeilichen auf militärischen Dienstgraden auf breiter Linie aber sofort akzeptiert.

Auf Grundlage einer nicht mehr eingeführten Entwicklungsstufe des bekannten Stahlhelms der Deutschen Wehrmacht "M35" aus dem Jahre 1942 (die Konstruktion beruht auf die Erkenntnis, dass der M35 besonders an den Knickstellen der Helmglocke an Stirn und Nacken infolge von Durchschlägen häufig zu Kopfverletzungen führte. Deshalb wählten die Konstrukteure eine optimierte homogene Flächenform, die Geschosse und Splitter abgleiten lassen sollten) wurde der neue Stahlhelm der KVP, die noch heute als "Keßler-Bombe" (Heinz Keßler, von 1952-1953 Stellvertreter des Ministers des Inneren und Chef der VP-Luft) bekannt ist 1953 eingeführt

Mit Bildung der Nationalen Volksarmee wurde eine neue - formal alt bekannte (Reichswehr / Reichsmarine / Wehrmacht) - Uniform in steingrauer Farbe für die zwei der drei Teilstreitkräfte (Land- und Luftstreitkräfte) und für die "Volksmarine" in dunkelblauer bzw. weißer Farbe eingeführt. Hierzu ein Zitat des Stellvertreters des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR - Generaloberst W. Stoph gem. Protokoll Nr.9 über die außerordentliche Sitzung des Kollegiums der KVP am 17. Januar 1956: "Mit der Nationalen Volksarmee soll auch eine neue Uniform eingeführt werden, die den alten deutschen Traditionen der Volksbefreiungsarmeen entspricht. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, dass die westdeutschen Söldnerformationen, die unter amerikanischen Oberbefehl stehen, die amerikanischen Uniformen besitzen, über amerikanische Waffen verfügen und nach amerikanischen Muster ausgebildet werden, niemals die Interessen des deutschen Volkes vertreten können." Diese Uniformart und -form sollte bis auf eine Vielzahl von kleineren Detailänderungen bis zum Ende der DDR für die regulären Uniformen erhalten bleiben.


Wir waren schon immer gut darin den Mangel als Wunsch und Erfolg zu verkaufen.

...aber hier nun eine Weltanschauung hineinzuinterpretieren .... :D :D :D ist doch zuviel der Ehre.

Ein paar Änderungen ...und die alten Effekten...

Es ist immer schön wenn JEDER die private Uniform-Sonntagsmütze des Führers mit langer Geschichte hat...und die von Stoph und Kessler.

Den "Kamerad" >> Schnürschuh hatten wir nicht.
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon Ammianus » So 2. Jun 2019, 12:34

@ ich geb's auf, lass bleiben ...
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon watisdatdenn? » So 2. Jun 2019, 15:50

Ich verstehe nicht warum man jemanden rausschmeißt nur weil er auf Probleme hinweist.

Für mich (als bekennender Nazi) ist das nicht Verhältnismäßig, auch wenn oft falsche auch Anschuldigungen kamen.

Dann hätte man ihn einfach die Möglichkeit zur Beschwerde nehmen können wenn er es zu oft missbraucht..
Zuletzt geändert von watisdatdenn? am So 2. Jun 2019, 16:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon watisdatdenn? » So 2. Jun 2019, 16:03

watisdatdenn? hat geschrieben:(02 Jun 2019, 15:50)

Ich verstehe nicht warum man jemanden rausschmeißt nur weil er auf Probleme hinweist.

Für mich ist das nicht Verhältnismäßig, auch wenn oft falsche auch Anschuldigungen kamen.

Dann hätte man ihn einfach die Möglichkeit zur Beschwerde nehmen können wenn er es zu oft missbraucht..

Es passt aber perfekt in dieses Deutschland:
Eva Herman entlassen
Maaßen gefeuert
Usw..

Dass es in Deutschland nicht nur linke Meinungsfreiheitsfeinde gibt, ist für mich jetzt wenig überraschend..
Ger9374

Re: Bundeswehr: Wer vor Nazis warnt, fliegt

Beitragvon Ger9374 » So 2. Jun 2019, 22:15

Diese oft falschen anschuldigungen hätten wenn es dumm läuft durchaus negatives für die Zukunft der betroffenen bedeuten können.So hat dieser Denunziant nun selber mal die folgen falscher Vorwürfe erfahren dürfen. Allzu leichtfertig ging er mit den folgen seiner falschen Vorwürfe um.

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