Rechtsextremismus

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Selina
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Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Di 14. Mai 2019, 14:29

Rechtsextremismus. Wo fängt er an? Was hat die Neue Rechte mit Rechtsextremismus zu tun? Gibt es da Zusammenhänge? Ich hab hier nur einen Strang "Rechtsextremistische Gewalt" gefunden. Genauso wichtig finde ich es aber, über Rechtsextremismus in allen Facetten zu reden: Rechtsextremismus im Denken, im Handeln, in der Sprache, auf der Straße, im Netz.

So warnte jetzt der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, vor einer "neuen Dynamik" im Rechtsextremismus.

Ich zitiere (man sollte aber den gesamten verlinkten Text lesen, ist nicht lang):

"SA-mäßig" und "intellektuell"

Der Verfassungsschutzpräsident wies in dem Interview auch auf die sehr unterschiedlichen Formen des Auftretens Rechtsextremer in der Öffentlichkeit hin. So habe man erst kürzlich zum 1. Mai in Plauen erlebt, "dass man schon so SA-mäßig durch die Straßen marschiert - uniformiert mit Fahnen, Trommelschlag und Fackeln". Es gebe aber auch einen "intellektuellen Rechtsextremismus", der sich subtiler zeige, erklärte Haldenwang. Die rechtsextreme Szene sei weitgehend im verborgenen Teil des Internets aktiv.


https://www.mdr.de/nachrichten/politik/ ... z-100.html

Was sagt ihr dazu?
Zuletzt geändert von Selina am Di 14. Mai 2019, 14:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon imp » Di 14. Mai 2019, 14:38

Ich würde eher von rechtem Radikalismus sprechen. Der Begriff des Extremismus ist mir nicht nützlich. Radikalismus drückt sich aus in Vorstellungen, bei denen Wort und Tat ihr Maß nicht mehr in Nützlichkeit und Effizienz, Bezahlbarkeit, Leistbarkeit oder vernünftiger Beschränkung haben, sondern sich in der Durchführung eines Prinzips maßlos und blind für Nebenfolgen und Kosten zeigen.

Beim rechten Radikalismus haben wir häufig einen übersteigerten Anspruch an die Schlagkraft des Staates gegen Individuen und Gruppen, vor allem gegen jene, deren Anspruch auf Beteiligung schwach erscheint: Später dazugekommene, Menschen mit anderem Rechtsstatus, Menschen, die freiwillige Momente des Staatsbürgerdaseins nicht mittun, Kritiker, Oppositionelle.

Damit einher geht ein völlig disproportionales Abarbeiten an vermeintlichen Minderleistern, Nettoprofiteuren und angeblich leistungslosen Nutznießern.

All dies zusammen ergibt ein nuancenreiches Bild, bei dem es schwer zu sagen ist, wo das Unerhörte genau beginnt und wo die Schranke von Vernunft und Menschlichkeit gewahrt bleibt. Das liegt immer auch im Auge des Betrachters. Nicht wenige Rechtsradikale würden sich selbst "in der Mitte" verorten oder in der "eigentlichen Mitte", "wo sie einmal war".
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Di 14. Mai 2019, 14:46

imp hat geschrieben:(14 May 2019, 14:38)

Ich würde eher von rechtem Radikalismus sprechen. Der Begriff des Extremismus ist mir nicht nützlich. Radikalismus drückt sich aus in Vorstellungen, bei denen Wort und Tat ihr Maß nicht mehr in Nützlichkeit und Effizienz, Bezahlbarkeit, Leistbarkeit oder vernünftiger Beschränkung haben, sondern sich in der Durchführung eines Prinzips maßlos und blind für Nebenfolgen und Kosten zeigen.

Beim rechten Radikalismus haben wir häufig einen übersteigerten Anspruch an die Schlagkraft des Staates gegen Individuen und Gruppen, vor allem gegen jene, deren Anspruch auf Beteiligung schwach erscheint: Später dazugekommene, Menschen mit anderem Rechtsstatus, Menschen, die freiwillige Momente des Staatsbürgerdaseins nicht mittun, Kritiker, Oppositionelle.

Damit einher geht ein völlig disproportionales Abarbeiten an vermeintlichen Minderleistern, Nettoprofiteuren und angeblich leistungslosen Nutznießern.

All dies zusammen ergibt ein nuancenreiches Bild, bei dem es schwer zu sagen ist, wo das Unerhörte genau beginnt und wo die Schranke von Vernunft und Menschlichkeit gewahrt bleibt. Das liegt immer auch im Auge des Betrachters. Nicht wenige Rechtsradikale würden sich selbst "in der Mitte" verorten oder in der "eigentlichen Mitte", "wo sie einmal war".


Ja, beide Phänomene gehören zusammen und gehen auch mitunter (nicht immer) ineinander über: Rechtsradikalität und Rechtsextremismus. So gibt es in der AfD beispielsweise rechtsradikales, aber auch rechtsextremes Denken. Aber vermutlich keine rechtsextremistischen Schläger.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon unity in diversity » Mi 15. Mai 2019, 14:19

Selina hat geschrieben:(14 May 2019, 14:46)

Ja, beide Phänomene gehören zusammen und gehen auch mitunter (nicht immer) ineinander über: Rechtsradikalität und Rechtsextremismus. So gibt es in der AfD beispielsweise rechtsradikales, aber auch rechtsextremes Denken. Aber vermutlich keine rechtsextremistischen Schläger.

Radikalismus bedeutet, von Grund aus erfolgend, oder an die Wurzel (des Übels) gehend. Linke, mittlere und rechte Radikale sehen fast den gleichen gesellschaftlichen Handlungsbedarf, unterscheiden sich aber in ihren Protestgründen. Solange die Extremisten der Mitte die konsensorientierte Gesellschaft mit ihrem universellen Wahrheitsanspruch zerrütten, stärken sie die Ränder, mit ungewissem Ausgang.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Mi 15. Mai 2019, 16:26

unity in diversity hat geschrieben:(15 May 2019, 14:19)

Radikalismus bedeutet, von Grund aus erfolgend, oder an die Wurzel (des Übels) gehend. Linke, mittlere und rechte Radikale sehen fast den gleichen gesellschaftlichen Handlungsbedarf, unterscheiden sich aber in ihren Protestgründen. Solange die Extremisten der Mitte die konsensorientierte Gesellschaft mit ihrem universellen Wahrheitsanspruch zerrütten, stärken sie die Ränder, mit ungewissem Ausgang.


Wenn du mit "Rändern" Linksextremismus und Rechtsextremismus meinst, dann sehe ich im Moment eher eine Bedrohung für die Demokratie aus rechtsextremistischer Richtung. Einfach deshalb, weil bestimmte Gedankengänge und Äußerungen dieser Leute von Teilen der Mitte mitgetragen werden. Letzteres ist das Verhängnisvolle.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon unity in diversity » Do 16. Mai 2019, 16:30

Selina hat geschrieben:(15 May 2019, 16:26)

Wenn du mit "Rändern" Linksextremismus und Rechtsextremismus meinst, dann sehe ich im Moment eher eine Bedrohung für die Demokratie aus rechtsextremistischer Richtung. Einfach deshalb, weil bestimmte Gedankengänge und Äußerungen dieser Leute von Teilen der Mitte mitgetragen werden. Letzteres ist das Verhängnisvolle.

Die extreme Mitte ist gewinnorientiert, möglichst ohne linke und rechte Umwege. Die kann man ausnutzen, ohne sie zu beschreiten.
So funktioniert jede je nach dem Partei.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon sunny.crockett » Do 16. Mai 2019, 16:43

Selina hat geschrieben:(15 May 2019, 16:26)

Wenn du mit "Rändern" Linksextremismus und Rechtsextremismus meinst, dann sehe ich im Moment eher eine Bedrohung für die Demokratie aus rechtsextremistischer Richtung. Einfach deshalb, weil bestimmte Gedankengänge und Äußerungen dieser Leute von Teilen der Mitte mitgetragen werden. Letzteres ist das Verhängnisvolle.


Deine Aussage ist mir zu unklar. Welche konkreten Gedankengänge und Äußerungen werden denn von Teilen der Mitte mitgetragen? Erinnert mich nämlich an die Umfrage, wo 3/4 durch eine Rechtsruck eine Gefahr für die Demokratie sahen, aber davon 0% sagen konnten, warum sie das so sein soll.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Alexyessin » Do 16. Mai 2019, 16:55

unity in diversity hat geschrieben:(16 May 2019, 16:30)

Die extreme Mitte ist gewinnorientiert, möglichst ohne linke und rechte Umwege. Die kann man ausnutzen, ohne sie zu beschreiten.
So funktioniert jede je nach dem Partei.


Was ist denn diese Extreme Mitte? Dieser Frage wirst du wieder ausweichen.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Do 16. Mai 2019, 17:12

sunny.crockett hat geschrieben:(16 May 2019, 16:43)

Deine Aussage ist mir zu unklar. Welche konkreten Gedankengänge und Äußerungen werden denn von Teilen der Mitte mitgetragen? Erinnert mich nämlich an die Umfrage, wo 3/4 durch eine Rechtsruck eine Gefahr für die Demokratie sahen, aber davon 0% sagen konnten, warum sie das so sein soll.


Nimmt man einmal die Definition von Rechtsextremismus her, findet man einige Aspekte, die auch von Menschen geteilt werden, die sich selbst als zur Mitte zugehörig bezeichnen. Natürlich sagen sie das oft etwas verbrämter und nicht so direkt. Aber die starke Betonung von "Nation" und "Volk", die man vor "fremden Einflüssen" (womit vor allem die geflohenen Menschen gemeint sind) bewahren und schützen müsse, kommt auch in der Mitte vor.

Zitat:

Rechtsextremismus ist eine Sammelbezeichnung für faschistische, neonazistische oder ultra-nationalistische politische Ideologien und Aktivitäten. Sie orientieren sich an einer ethnischen Zugehörigkeit, bestreiten und bekämpfen den Anspruch aller Menschen auf soziale und rechtliche Gleichheit und vertreten ein antipluralistisches, antidemokratisches und autoritäres Gesellschaftsverständnis. Politisch wollen sie den Nationalstaat zu einer autoritär geführten „Volksgemeinschaft“ umgestalten. „Volk“ und „Nation“ werden dabei rassistisch oder ethnopluralistisch definiert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsextremismus
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon BlueMonday » Do 16. Mai 2019, 17:14

unity in diversity hat geschrieben:(15 May 2019, 14:19)
Solange die Extremisten der Mitte die konsensorientierte Gesellschaft mit ihrem universellen Wahrheitsanspruch zerrütten, stärken sie die Ränder, mit ungewissem Ausgang.


Das muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen. Es gibt also eine Mitte, die einen "universellen Wahrheitsanspruch" hat und dieser Anspruch macht die "Konsensgesellschaft", sofern es sie noch gibt, unmöglich. Worin liegt dieser Wahrheitsanspruch? Im umverteilenden Staat, im Glaube an ihn(Etatismus) und seine unbedingte Notwendigkeit, im staatlichem Gewaltmonopol, im staatlichen Rechtssetzungs- und Rechtssprechungsmonopol etc.

Extremismus ist die Einstellung mit aller möglichen Gewalt die eigene Weltsicht und Interessen durchzusetzen. Die etablierte Staatsgewalt ist sicherlich dahingehend auch extremistisch, da ja ihre Machtbasis im Wesentlichen aus ihrer Gewalt besteht.
Und sie scheut sich nicht, sie auch einzusetzen. Heutzutage wird man schon als "normaler Bürger" in Erzwingungshaft gesteckt, wenn man seine "Demokratieabgabe" nicht leistet oder seinen Ausweis nicht verlängern lässt usw.

Ein wie auch immer gearteter Extremismus, der nicht vom Staat selbst ausgeht, bedroht freilich den Staat. Das kann nicht geduldet werden. Das größte derzeitige Bedrohungspotential für den Staat sehe ich in sich immer weiter ausdehnenden Clanstrukturen oder mafiösen Organisationen, die gewisse Machträume etablieren konnten, in die der Staat kaum oder nicht mehr reicht. Die Reichsbürgerbewegung(die man evtl. "rechts" einordnen könnte), hat m.E. noch kein nennenswertes Potential entwickelt. Links ist seit der RAF wohl auch nicht mehr viel passiert.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon unity in diversity » Do 16. Mai 2019, 17:42

Alexyessin hat geschrieben:(16 May 2019, 16:55)

Was ist denn diese Extreme Mitte? Dieser Frage wirst du wieder ausweichen.

Die extreme Mitte ist profitorientierter, als jede andere gesellschaftliche Strömung.
Profit heißt, aus jeder menschlichen Regung, Kapital zu schlagen.
Die Linken und Rechten sind immer noch zu blöd dazu.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon imp » Do 16. Mai 2019, 17:50

unity in diversity hat geschrieben:(16 May 2019, 17:42)

Die extreme Mitte ist profitorientierter, als jede andere gesellschaftliche Strömung.
Profit heißt, aus jeder menschlichen Regung, Kapital zu schlagen.
Die Linken und Rechten sind immer noch zu blöd dazu.

Die wollen eben andere Sachen. Die einen haben die Volksgemeinschaft und die anderen die Solidarität mit dem unterdrückten Liechtenstein oder sonst was.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon unity in diversity » Do 16. Mai 2019, 18:06

imp hat geschrieben:(16 May 2019, 17:50)

Die wollen eben andere Sachen. Die einen haben die Volksgemeinschaft und die anderen die Solidarität mit dem unterdrückten Liechtenstein oder sonst was.

Freiheit für Grönland, nieder mit dem Packeis, das sind die Etablieren.
Angriff der Killerfrösche und Tomaten usw.
Keine Antenne, was die Leute wirklich wollen.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon sunny.crockett » Do 16. Mai 2019, 18:49

Selina hat geschrieben:(16 May 2019, 17:12)

Nimmt man einmal die Definition von Rechtsextremismus her, findet man einige Aspekte, die auch von Menschen geteilt werden, die sich selbst als zur Mitte zugehörig bezeichnen. Natürlich sagen sie das oft etwas verbrämter und nicht so direkt. Aber die starke Betonung von "Nation" und "Volk", die man vor "fremden Einflüssen" (womit vor allem die geflohenen Menschen gemeint sind) bewahren und schützen müsse, kommt auch in der Mitte vor.


Begriffe wie "Volk" werden auch im nicht-rechtsextremen Bereich verwendet, wenn man etwa Aussagen verstärken will. So wird beispielsweise das "Volk der Rohingya" verfolgt, oder ein anderer "Völkermord" findet statt. Man bezeichnet viele "Nationen" oder Gruppierungen als "Volk", nur sich selbst darf man darüber nicht definieren. Schon seltsam, oder?
Lediglich bei Aussagen zur "Volksverhetzung" gibt es dann plötzlich auch ein eigenes "Volk".

Man spricht auch von Rechtspopulismus, aber so gut wie nie von Linkspopulismus. Man könnte deine Aussage " ...die man vor "fremden Einflüssen" (womit vor allem die geflohenen Menschen gemeint sind) bewahren und schützen müsse...." auch als Beeinflussung der Menschen der Mitte werten, dieses mal aber von der Linken Seite.

Ich denke, dass die "Mitte" mit sehr hoher Trefferquote zwischen Links/Rechtsextremistischen Aussagen und normaler politischen Linken/Rechten Aussagen unterscheiden kann. Es ist nämlich ein großer Unterschied, ob jemand die Burka verbieten will, oder ob er die Gaskammern wieder öffnen will. Nur zweites ist Extremistisch.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Alexyessin » Do 16. Mai 2019, 22:06

unity in diversity hat geschrieben:(16 May 2019, 17:42)

Die extreme Mitte ist profitorientierter, als jede andere gesellschaftliche Strömung.
Profit heißt, aus jeder menschlichen Regung, Kapital zu schlagen.
Die Linken und Rechten sind immer noch zu blöd dazu.


Das kann ich bitte wo nachlesen?
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon imp » Sa 25. Mai 2019, 19:39

https://www.presseportal.de/blaulicht/p ... 71/4280305

Rechte Judenkritiker müssen Plakate abnehmen.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon McKnee » Sa 25. Mai 2019, 19:41

imp hat geschrieben:(25 May 2019, 19:39)

https://www.presseportal.de/blaulicht/p ... 71/4280305

Rechte Judenkritiker müssen Plakate abnehmen.


Das war jenseits von Kritik

Wir hängen nicht nur Plakate
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat oder ein Fake ist, er könnte es gesagt und wird es gedacht haben...das reicht :D
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon imp » Sa 25. Mai 2019, 20:00

McKnee hat geschrieben:(25 May 2019, 19:41)

Das war jenseits von Kritik

Du weisst doch, dass unsere rechte Seite ein allzu kritisches Wording gegenüber ihrem Tun und Wollen nicht schätzt. Ich bin kein Freund solcher Andeutungen wie am Plakat.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon jellobiafra » So 26. Mai 2019, 10:10

Lt. Langzeitstudien der Friedrich Ebert Stiftung sind rechtsextreme Einstellungen in der deutschen Bevölkerung stark zurückgegangen in den letzten 10 Jahren. (Wurde oft genug diskutiert hier, kann jeder selber googeln)
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Tom Bombadil
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Tom Bombadil » So 26. Mai 2019, 10:26

Noch mehr gewaltbereite Rechtsextremisten:
"Personenpotenzial islamistischer Terrorismus/​Islamismus": mindestens 25.810 (ohne IS-Fans).
Quelle: https://www.verfassungsschutz.de/de/arb ... nzial-2017
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson

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