Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Moderator: Moderatoren Forum 2

Sollte das Strafmundigkeitsalter herabgesetzt werden?

ja
43
50%
nein
43
50%
 
Abstimmungen insgesamt: 86
pikant
Beiträge: 54531
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon pikant » Di 6. Dez 2011, 15:56

usaTomorrow » Di 6. Dez 2011, 15:53 hat geschrieben:Richtig. Dass die derzeitige Vorgehensweise keinen Erfolg hatte, wissen wir aber mit Gewissheit.


ja?
dann wissen Sie sehr viel
Benutzeravatar
USA TOMORROW
Beiträge: 41859
Registriert: So 1. Jun 2008, 21:40
Benutzertitel: PRO LIFE
Wohnort: Lower Saxony

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon USA TOMORROW » Di 6. Dez 2011, 17:24

pikant » 6. Dez 2011, 15:56 hat geschrieben:
ja?
dann wissen Sie sehr viel

Du hälst das Beispiel im Eingangsbeitrag also für einen “Erfolg “?
"It is incorrect to say that biological data cannot be decisive. It is scientifically correct to say that an individual human life begins at conception."

Professor Micheline Matthews-Roth
Benutzeravatar
Welfenprinz
Beiträge: 8710
Registriert: So 6. Jul 2008, 19:55
Benutzertitel: Nec aspera terrent
Wohnort: wo eigentlich die marienburg stehen sollte

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Welfenprinz » Di 6. Dez 2011, 17:27

usaTomorrow » Di 6. Dez 2011, 15:53 hat geschrieben:Richtig. Dass die derzeitige Vorgehensweise keinen Erfolg hatte, wissen wir aber mit Gewissheit.


Nö.
Es steht ja nirgends statistisch erfasst wieviel durch die bisherige Vorgehensweise nach ihrer ersten oder zweiten Auffälöligkeit gestoppt wurden.

in der Praxis wird doch die Rechtssprechung gar nicht so fix umgesetzt wie ihr hier das schildert. sondern der Entwicklungsstand des jeweiligen jugendlichen wird berücksichtigt. Dass die Grenzen 14 und 18 willkürlich sind, weil jedes individuum sich unterschiedlich schnell entwicklelt, ist doch jedem bekannt.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
Daylight

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Daylight » Di 6. Dez 2011, 17:30

jack » Di 6. Dez 2011, 11:48 hat geschrieben:Wie auch immer. Das Ziel muss sein, dass die kriminellen Handlungen sofort gestoppt werden:

Wie kann man das erreichen? Es kann doch nicht sein, dass die Bewohner dort über so einem langen Zeitraum leiden müssen ohne das man etwas dagegen tun kann.

Der gehört in Behandlung. Geschlossene KJP für eine Zeitlang. Er bildet eine Ausnahme, handelt nicht altersgemäß, scheint einen geistigen Defekt zu haben.
Mit der Gesetzeslage hat das nix zu schaffen.
Benutzeravatar
Thomas I
Beiträge: 40287
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 17:03
Benutzertitel: EMPEREUR DES EUROPEENS

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Thomas I » Di 6. Dez 2011, 17:30

usaTomorrow » Di 6. Dez 2011, 15:47 hat geschrieben:Vielleicht hätte es ihn aber beeindruckt, wenn er schon nach einer der ersten Straftaten eine Konsequenz zu spüren bekommen hätte und nicht erst nach der 60ten...


Wenn die primären Bezugspersonen signalisieren, dass sie das Verhalten okay finden, beeindrucken die Maßnahmen anderer erstmal wenig.

Problematische Kinder haben meist problematische Eltern/Bezugspersonen. Und solange das so ist, hat man da nur sehr wenig Möglichkeiten mit Erfolg zu intervenieren.
Daylight

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Daylight » Di 6. Dez 2011, 17:32

jack » Di 6. Dez 2011, 11:49 hat geschrieben:Das ist kein Einzelfall, sondern ein Beispiel :)

In dieser ausgeprägten Form handelt es sich bei diesem Jungen selbstredend um einen Einzelfall.
Benutzeravatar
Welfenprinz
Beiträge: 8710
Registriert: So 6. Jul 2008, 19:55
Benutzertitel: Nec aspera terrent
Wohnort: wo eigentlich die marienburg stehen sollte

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Welfenprinz » Di 6. Dez 2011, 17:34

Die neurologie geht heute übrigens davon aus, dass die letzten zuckungen der Pubertät mit 23 - 25 enden. :)
ich meine für ein Wiederhochsetzen der Volljährigkeitsgrenze bin ich ja schon länger. :D

So etwas wie "Vernunft und Einsicht" sind mit ca. 18 zu erwarten.
Zuletzt geändert von Welfenprinz am Di 6. Dez 2011, 17:35, insgesamt 2-mal geändert.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
Daylight

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Daylight » Di 6. Dez 2011, 17:39

Cattrell » Di 6. Dez 2011, 11:50 hat geschrieben:Das hat keiner behauptet. :rolleyes:

Und nun mal ein paar Fakten statt des politisch korrekten Geschwurbels:

Strafmündigkeit beschreibt das Erreichen eines Alters, ab dem einem Mensch vom Gesetzgeber her zugetraut wird, die Folgen seiner Handlungen so weit zu überblicken, dass er bewusst anderen schaden kann und daher für diese Handlungen die Verantwortung übernehmen muss. ...

Jugendliche (also Personen zwischen 14 und 18 Jahren, § 1 Abs. 2 Jugendgerichtsgesetz - JGG) sind gem. § 3 JGG individuell strafrechtlich verantwortlich, wenn sie zur Zeit der Tat nach ihrer sittlichen und geistigen Entwicklung reif genug sind, das Unrecht der Tat einzusehen und nach dieser Einsicht zu handeln. ...

Rechtliche Situation in anderen Ländern

Ab dem … Lebensjahr als strafmündig bewerten:
7 Jahre: Bangladesch, Indien, Myanmar, Nigeria, Pakistan, Südafrika, Sudan, Tansania, Thailand
8 Jahre: Indonesien, Kenia, Schottland
9 Jahre: Äthiopien, Iran (nur Mädchen), Irak, Philippinen
10 Jahre: Nepal, Australien, Ukraine
11 Jahre: Türkei
12 Jahre: Kanada, Irland, Israel, Korea (Rep.), Marokko, Uganda
13 Jahre: Algerien, Frankreich, Polen, Usbekistan
14 Jahre: China, Dänemark, Estland, Italien, Japan, Rumänien, Russland, Slowenien, Vietnam
15 Jahre: Ägypten, Finnland, Norwegen, Schweden, Island, Philippinen, Iran (Jungen)
16 Jahre: Argentinien, Spanien, Portugal

In England gelten Kinder ab dem 10. Lebensjahr als strafmündig. Bis 1988 galt jedoch für 10- bis 14-Jährige eine widerlegbare Vermutung der fehlenden Strafmündigkeit (Doli incapax).

In den Vereinigten Staaten unterscheiden sich die Regelungen über den Beginn der Strafmündigkeit von Bundesstaat zu Bundesstaat. Nur 15 Staaten haben Gesetze verabschiedet, in denen der Beginn der Strafmündigkeit explizit festgelegt wird (je nach Bundesstaat zwischen der Vollendung des 6. bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres). In den übrigen Staaten gibt es keine entsprechenden Gesetze; stattdessen wird dort das Common Law zugrundegelegt, das davon ausgeht, dass bei Kindern zwischen 7 und 14 Jahren Verantwortungsfähigkeit zwar noch nicht vorausgesetzt werden kann, dass sie aber dennoch zur Verantwortung gezogen werden dürfen.[3] Das Alter der Strafmündigkeit auf Bundesebene ist das 10. Lebensjahr.

http://de.wikipedia.org/wiki/Strafmündigkeit

Ab wann können denn nun Menschen die Folgen ihrer Handlungen überblicken und das Unrecht einer Tat einsehen? Das ist, wer hätte es gedacht, bei jedem Menschen anders! :eek:

Und einfach festzustellen ist diese Einsichtsfähigkeit auch nicht. :(

Deshalb hat man die Strafmündigkeit einfach mal auf ein bestimmtes Alter festgesetzt und tut nun so, als ob Menschen von einem Tag auf den anderen an einem bestimmten Geburtstag einsichtsfähig würden. :thumbup:

Was soll dieser unnötige Vortrag als Reaktion auf meinen richtigstelleden Hinweis, dass Kinder nicht als Kriminelle geboren werden, sondern in aller Regel die Eltern und die unmittelbare Umgebung ursächlich dafür verantwortlich zu machen sind. Ob ein jugendlicher Täter schuldfähig ist, stellen Fachleute fest. Mehr gibt es dazu im wesentlichen nicht zu sagen.
Daylight

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Daylight » Di 6. Dez 2011, 17:42

Cattrell » Di 6. Dez 2011, 12:11 hat geschrieben:Mit 13 Jahren und 364 Tagen ist er also unschuldig... und einen Tag später schuldig? :?:

Die unterschiedliche juristische Betrachtung der Staaten hinsichtlich Schuldfähigkeit tut nichts zur Sache. Eine Diskussion darüber führt zu nichts.
Hier geht es um einen konkreten Fall in diesem Land und hier ist die psychische Gesundheit und Entwicklung dieses Jungen durch Pschologen zu untersuchen und zu therapieren.
Daylight

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Daylight » Di 6. Dez 2011, 17:50

Thomas I » Di 6. Dez 2011, 15:32 hat geschrieben:
Ja. Schon weil ich keine praktikablen Alternativen sehe.

Ohnehin, und es wurde ja bereits von anderer Seite daraufhingewiesen, beurteilen sowohl Staatsanwaltschaft, Gerichte und medizinisch-psychologische Gutachter diese Fälle jeweils individuell. Es scheint den einen oder anderen Diskutanten hier lediglich nicht zu interessieren, was in der Realität gängige Praxis ist. Insofern sind die Altergrenzen nicht so entscheidend, wie das hier dargestellt wird.
Die meisten straffälligen Jugendlichen gelangen in der Regel in offene oder geschlossene Kinder- und Jugendpsychatrien und werden dort temporär stationär oder ambulant (Tagesklinikform), je nach Schwere der Taten und Symptome behandelt.
Daylight

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Daylight » Di 6. Dez 2011, 17:52

usaTomorrow » Di 6. Dez 2011, 15:34 hat geschrieben:Und ich denke, dass es sich nicht positiv auf einen jungen Menschen auswirken kann, wenn er ungestraft über 50 Straftaten begehen kann. Wie man im Eingangsbeitrag sieht scheint er ja auch jetzt fröhlich so weiter zu machen.

Irgendetwas stimmt nicht an dem Fall. Spätestens das zuständige Jugendamt hätte längst einschreiten müssen, ab in eine KJP.
Benutzeravatar
Thomas I
Beiträge: 40287
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 17:03
Benutzertitel: EMPEREUR DES EUROPEENS

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Thomas I » Di 6. Dez 2011, 18:29

Daylight » Di 6. Dez 2011, 17:52 hat geschrieben:Irgendetwas stimmt nicht an dem Fall. Spätestens das zuständige Jugendamt hätte längst einschreiten müssen, ab in eine KJP.


Oh, Jugendämter sind die einzigen Behörden bei denen man das Sparen seit langer Zeit ernst nimmt. Und Einschreiten kostet halt Geld.
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 30505
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon jack000 » Di 6. Dez 2011, 18:30

Daylight » Di 6. Dez 2011, 17:30 hat geschrieben:Der gehört in Behandlung. Geschlossene KJP für eine Zeitlang.

Ok, irgendeine geschlossene Einrichtung, ... nur das war das Ziel. Wie sie heisst ist dabei erstmal egal :)
DU30
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Benutzeravatar
Thomas I
Beiträge: 40287
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 17:03
Benutzertitel: EMPEREUR DES EUROPEENS

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Thomas I » Di 6. Dez 2011, 18:32

Daylight » Di 6. Dez 2011, 17:50 hat geschrieben:Ohnehin, und es wurde ja bereits von anderer Seite daraufhingewiesen, beurteilen sowohl Staatsanwaltschaft, Gerichte und medizinisch-psychologische Gutachter diese Fälle jeweils individuell. Es scheint den einen oder anderen Diskutanten hier lediglich nicht zu interessieren, was in der Realität gängige Praxis ist. Insofern sind die Altergrenzen nicht so entscheidend, wie das hier dargestellt wird.
Die meisten straffälligen Jugendlichen gelangen in der Regel in offene oder geschlossene Kinder- und Jugendpsychatrien und werden dort temporär stationär oder ambulant (Tagesklinikform), je nach Schwere der Taten und Symptome behandelt.


Im Prinzip schon, die Versorgung mit KJPen lässt in Teilbereichen Deutschland aber auch sehr zu wünschen übrig.
Und während man Mio. für eine neue Umgehungsstrasse bei den Ministerien rasch locker gemacht hat, versuche selbiges Einmal mit dem Ziel eine Klinik aus- oder gar neuzubauen...
Daylight

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Daylight » Di 6. Dez 2011, 18:51

Thomas I » Di 6. Dez 2011, 18:32 hat geschrieben:
Im Prinzip schon, die Versorgung mit KJPen lässt in Teilbereichen Deutschland aber auch sehr zu wünschen übrig.
Und während man Mio. für eine neue Umgehungsstrasse bei den Ministerien rasch locker gemacht hat, versuche selbiges Einmal mit dem Ziel eine Klinik aus- oder gar neuzubauen...

Es gibt da doch einige viele Investoren, die genau das machen.., glauben Sie mir. ;) Nicht selten auch ausschließlich mit Eigenmittel (Private). Die flächendeckende Versorgung diesbezüglich wächst. Selbst Forensik wurde auch schon teil-privatisiert.

Aber ganz so falsch liegen Sie nicht mit Ihrem Einwand: weniger im Sinne von öffentlichen Erstmitteln oder privaten Investitionen für Neubauten oder auch Grundsanierungen im Bestand solcher Einrichtungen, sondern vielmehr im Hinblick auf das allgemein recht niedrige Lohnniveau der Mitarbeiter und ähnlichen Defiziten mehr.
Benutzeravatar
Thomas I
Beiträge: 40287
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 17:03
Benutzertitel: EMPEREUR DES EUROPEENS

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Thomas I » Di 6. Dez 2011, 19:02

Daylight » Di 6. Dez 2011, 18:51 hat geschrieben:Es gibt da doch einige viele Investoren, die genau das machen.., glauben Sie mir. ;) Nicht selten auch ausschließlich mit Eigenmittel (Private). Die flächendeckende Versorgung diesbezüglich wächst. Selbst Forensik wurde auch schon teil-privatisiert.


Vielleicht wäre es an der Zeit, dir zu verraten, dass meine bessere Hälfte mehrere Facharzttitel hat, darunter einen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie sowie einen für Psychiatrie und Psychotherapie und in dem Bereich in leitender Funktion tätig ist.
Es wäre sonst unfair dich ggf. ins offene Messer rennen zu lassen...

Von vielen Investoren kann da mitnichten die Rede sein.
Die Situation ist immernoch unbefriedigend.
Ich kenne unzählige Großstädte in denen es zur nächsten vollstationären KJP über 50km Fahrweg ist und mit dem ÖPNV die Erreichbarkeit unzumutbar ist.
Daylight

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Daylight » Di 6. Dez 2011, 19:07

Thomas I » Di 6. Dez 2011, 19:02 hat geschrieben:
Vielleicht wäre es an der Zeit, dir zu verraten, dass meine bessere Hälfte mehrere Facharzttitel hat, darunter einen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie sowie einen für Psychiatrie und Psychotherapie und in dem Bereich in leitender Funktion tätig ist.
Es wäre sonst unfair dich ggf. ins offene Messer rennen zu lassen...

Von vielen Investoren kann da mitnichten die Rede sein.
Die Situation ist immernoch unbefriedigend.
Ich kenne unzählige Großstädte in denen es zur nächsten vollstationären KJP über 50km Fahrweg ist und mit dem ÖPNV die Erreichbarkeit unzumutbar ist.

Danke für die Info.
Riesen-Zufall, trifft auf uns aber ebenso zu (Meine Frau...Heilpädagogin und Stationsleitung in einer großen KJP), ich selbst... habe mit dem Rest (Investitionen etc, pp.) die Hände voll zu tun. Und zwar überregional.. ;)
Zuletzt geändert von Daylight am Di 6. Dez 2011, 19:07, insgesamt 1-mal geändert.
Daylight

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Daylight » Di 6. Dez 2011, 19:15

Thomas I » Di 6. Dez 2011, 19:02 hat geschrieben:
Vielleicht wäre es an der Zeit, dir zu verraten, dass meine bessere Hälfte mehrere Facharzttitel hat, darunter einen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie sowie einen für Psychiatrie und Psychotherapie und in dem Bereich in leitender Funktion tätig ist.
Es wäre sonst unfair dich ggf. ins offene Messer rennen zu lassen...

Von vielen Investoren kann da mitnichten die Rede sein.
Die Situation ist immernoch unbefriedigend.
Ich kenne unzählige Großstädte in denen es zur nächsten vollstationären KJP über 50km Fahrweg ist und mit dem ÖPNV die Erreichbarkeit unzumutbar ist.

Noch ein Satz zu den Einrichtungen und ihrer Verteilung im Land: die Entfernungen sind in der Tat regional sehr unterscheidlich. In strukturschwachen Regionen, immer auch noch zahlreiche im Osten - allerdings mit geringer Bevölkerungsdichte, derweil...- aber auch in den westlichen Flächenländern. In den Großsstädten wachsen die Strukturen seit vielen Jahren, soviel ist sicher. Es fehlt aber leider an gutem Personal. das 'wächst' vergleichsweise eher langsam nach oder wandert ab in die Nachbarstaaten.

Ich hatte auch nicht behauptet, die Probleme seien sämtlichst gelöst. Allerdings wurden in den vergangenen 10 bis 15 Jahren enorme Fortschritte gemacht.
Daylight

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Daylight » Di 6. Dez 2011, 19:18

Thomas I » Di 6. Dez 2011, 18:29 hat geschrieben:
Oh, Jugendämter sind die einzigen Behörden bei denen man das Sparen seit langer Zeit ernst nimmt. Und Einschreiten kostet halt Geld.

Und Verantwortung..., ja, diese Sparte ist partiell-regional ein wahres "Problem".
Benutzeravatar
Thomas I
Beiträge: 40287
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 17:03
Benutzertitel: EMPEREUR DES EUROPEENS

Re: Strafmündigkeitsalter herabsetzen ?

Beitragvon Thomas I » Di 6. Dez 2011, 19:26

Daylight » Di 6. Dez 2011, 19:15 hat geschrieben:Noch ein Satz zu den Einrichtungen und ihrer Verteilung im Land: die Entfernungen sind in der Tat regional sehr unterscheidlich. In strukturschwachen Regionen, immer auch noch zahlreiche im Osten - allerdings mit geringer Bevölkerungsdichte, derweil...- aber auch in den westlichen Flächenländern. In den Großsstädten wachsen die Strukturen seit vielen Jahren, soviel ist sicher. Es fehlt aber leider an gutem Personal. das 'wächst' vergleichsweise eher langsam nach oder wandert ab in die Nachbarstaaten.

Ich hatte auch nicht behauptet, die Probleme seien sämtlichst gelöst. Allerdings wurden in den vergangenen 10 bis 15 Jahren enorme Fortschritte gemacht.


Vor 15 Jahren gab es z.B. in ganz Rheinland-Pfalz genau zwei KJPen - da ist schon eine mehr ein enormer Fortschritt, aber noch lange keine befriedigende Versorgung.

Traditionell hat man KJPen auch im Westen oft in abgelegende Ecken des jeweiligen Bundeslandes "verbannt" so dass man mitnichten sagen kann die Lage sei in Großstädten per se besser.

Personalmangel ist ein grundlegendes Problem in allen medizinischen Bereichen.

Zurück zu „21. Innere Sicherheit“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste