Gute Kita Vs Digitalpakt

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Europa2050
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon Europa2050 » Mo 17. Dez 2018, 08:19

imp hat geschrieben:(17 Dec 2018, 07:55)

Der Geschichts- und Geografieunterricht hat tatsächlich regionale Akzente. Das geht auch über die deutschen Grenzen hinaus. Im polnischen Stadtteil Gubin lernt man Geschichte anders als 2 km weiter im deutschen Guben. Was das Saarland angeht ... :)

Tatsächlich verstehe ich, dass Eltern gern die ideale Schule haben. Der nähert sich aber nicht an, wer in Zentralismus erstarrt sondern wer auf einen Wettbewerb der besten Methoden und Modelle setzt. Es ist doch vollkommen gaga, wenn man einerseits einen Run auf alternative Schulkonzepte, Lernmethoden usw erlebt, andererseits geringfügige Lehrplanabweichungen im Rahmen der gültigen Staatsverträge und Anerkennungen nicht aushält. An der Uni sitzen dann im ersten Semester Studenten auf 50 oder mehr Nationen vor demselben Professor.

Ich hätte wesentlich mehr Verständnis, wenn man sich mal über die Verwerfungen bei der Anerkennung der Berufsabschlüsse zwischen den Ländern aufregen würde, zB Rettungswesen oder Pädagogik. Dieses Einheitswünschen ausgerechnet in der Schulbildung ist mir zu rotgrün(dunkelrot). Das sind Gedanken der 90er. Wie schafften es eigentlich die ganzen Bürgersöhne, die den Wechsel von Bayern nach Sachsen oder umgedreht für eine Katastrophe verkauft bekamen, im Austauschjahr auf einer amerikanischen High School oder einem französischen Lycee mitzuhalten?


Auf die Diskussion „Berliner Einserabitur konkurriert mit bayerischen Dreierabitur um NC-Studienplatz“ wollte ich gar nicht eingehen, das kommt noch oben drauf. Den NC muss der Schüler, der in der zehnten oder elften mit einem komplett unterschiedlichen Bildungsstand konfrontiert wird, auch erst mal hinkriegen.

Und meine Erfahrung ist:

In Bayern wird auf sprachliche Bildung extrem viel Wert gelegt, MINT ist o.k.

In Sachsen laufen die Sprachen mit, dafür ist die MINT-Ausbildung sehr anspruchsvoll - die Sprachnoten wurden von Bayern nach Sachsen aus dem Stand um eine Stufe besser. In MINT wurde er gefordert, das ging aber.

In B-W hat mein Sohn in einem Schuljahr fast gar nix gelernt, dafür mit seinen sächsischen Vorkenntnissen top-Noten gehabt.

Von B-W nach Bayern kamen dann die Probleme im Sprachbereich (alle drei Sprachen, auch Deutsch).

Alles staatliche Gymnasien - das darf einfach nicht sein!

Und in Sachen Austauschjahr kommt doch mehreres zusammen:
- meist handelt es sich um eher sprachbegabte Schüler, die das machen
- ein eventuell nötiges Wiedereinsteigen in der niedrigeren Klasse wird zumeist einkalkuliert, ist kein Sitzenbleiben

Und vor allem: Die Herausforderung ist freiwillig und nicht vom Staat aufoktroiert, wie bei einem Bundeslandswechsel. Das gilt auch für die bei dir erwähnten Alternativen Schulformen.
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon Max Wein » Mo 17. Dez 2018, 08:27

imp hat geschrieben:(17 Dec 2018, 07:55)

Der Geschichts- und Geografieunterricht hat tatsächlich regionale Akzente. Das geht auch über die deutschen Grenzen hinaus. Im polnischen Stadtteil Gubin lernt man Geschichte anders als 2 km weiter im deutschen Guben. Was das Saarland angeht ... :)

Tatsächlich verstehe ich, dass Eltern gern die ideale Schule haben. Der nähert sich aber nicht an, wer in Zentralismus erstarrt sondern wer auf einen Wettbewerb der besten Methoden und Modelle setzt. Es ist doch vollkommen gaga, wenn man einerseits einen Run auf alternative Schulkonzepte, Lernmethoden usw erlebt, andererseits geringfügige Lehrplanabweichungen im Rahmen der gültigen Staatsverträge und Anerkennungen nicht aushält. An der Uni sitzen dann im ersten Semester Studenten auf 50 oder mehr Nationen vor demselben Professor.

Ich hätte wesentlich mehr Verständnis, wenn man sich mal über die Verwerfungen bei der Anerkennung der Berufsabschlüsse zwischen den Ländern aufregen würde, zB Rettungswesen oder Pädagogik. Dieses Einheitswünschen ausgerechnet in der Schulbildung ist mir zu rotgrün(dunkelrot). Das sind Gedanken der 90er. Wie schafften es eigentlich die ganzen Bürgersöhne, die den Wechsel von Bayern nach Sachsen oder umgedreht für eine Katastrophe verkauft bekamen, im Austauschjahr auf einer amerikanischen High School oder einem französischen Lycee mitzuhalten?


Eine Zentralisierung würde sich ja bei den fächern mathe,deutsch,englisch und sozialkunde sich lohnen wo es wirklich nur gleich ist.
Bei einer uni ost es ja was anderes, da hat man ja den bachlor und master system was weltweit einheitlich aufgebaut ist.
Ein Wettbewerb sol daraus nicht werden, die leittragenden sind oft die kinder, wenn dann defizide nicht mehr weg gehen.
Von den 193 nationen, wird auch nicht jeder abschluss anerkannt.
Eine ausbildung ist was anderes als ein schulsystem, bei einer Ausbildung ksnn msn Fachwissen nachweisen, was dann an die Arbeitgeber gerichtet ist zur Orientierung.

Ich hab mal 1 jahr in der usa eine schule besucht, ich weiß nicht wie ich das geschafft habe, aber ich hatte gute noten xD obwohl ich niemanden verstanden habe.
Und in Deutschland solkte ich in die förderschule :dead: dann kamm ich auf die Haupt hab mein Abschluss gemacht und meine Ausbildung mit einer 2 bestanden.
Also läuft was in deutschen bildungssystem falsch.
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon Max Wein » Mo 17. Dez 2018, 08:32

Europa2050 hat geschrieben:(17 Dec 2018, 08:19)

Auf die Diskussion „Berliner Einserabitur konkurriert mit bayerischen Dreierabitur um NC-Studienplatz“ wollte ich gar nicht eingehen, das kommt noch oben drauf. Den NC muss der Schüler, der in der zehnten oder elften mit einem komplett unterschiedlichen Bildungsstand konfrontiert wird, auch erst mal hinkriegen.

Und meine Erfahrung ist:

In Bayern wird auf sprachliche Bildung extrem viel Wert gelegt, MINT ist o.k.

In Sachsen laufen die Sprachen mit, dafür ist die MINT-Ausbildung sehr anspruchsvoll - die Sprachnoten wurden von Bayern nach Sachsen aus dem Stand um eine Stufe besser. In MINT wurde er gefordert, das ging aber.

In B-W hat mein Sohn in einem Schuljahr fast gar nix gelernt, dafür mit seinen sächsischen Vorkenntnissen top-Noten gehabt.

Von B-W nach Bayern kamen dann die Probleme im Sprachbereich (alle drei Sprachen, auch Deutsch).

Alles staatliche Gymnasien - das darf einfach nicht sein!

Und in Sachen Austauschjahr kommt doch mehreres zusammen:
- meist handelt es sich um eher sprachbegabte Schüler, die das machen
- ein eventuell nötiges Wiedereinsteigen in der niedrigeren Klasse wird zumeist einkalkuliert, ist kein Sitzenbleiben

Und vor allem: Die Herausforderung ist freiwillig und nicht vom Staat aufoktroiert, wie bei einem Bundeslandswechsel. Das gilt auch für die bei dir erwähnten Alternativen Schulformen.


Solch eine gute reflektion über die Schwerpunkte der länder würde in der politik mehr helfen können.
Das richtige auswählen, damit ein perfektes schulsystem kommt.

Bei ba-wu xD hab ich mich nicht wirklich gewundert, in meiner lehre haben dir studenten von bayern die aus bawü verarscht das deren abi jeder depp schafft.
Einer kamm das ein bayrischer mittlerer schulabschluss in bawü ein Abitur ist xD
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Quatschki
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon Quatschki » Mo 17. Dez 2018, 08:39

Wie soll das bloß erst in den Vereinigten Staaten von Europa werden?
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon Max Wein » Mo 17. Dez 2018, 08:44

Quatschki hat geschrieben:(17 Dec 2018, 08:39)

Wie soll das bloß erst in den Vereinigten Staaten von Europa werden?


Wird nie kommen.

Da wären wir verloren, auser wir nehmen das finnische schulsystem an.
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon imp » Mo 17. Dez 2018, 08:45

Europa2050 hat geschrieben:(17 Dec 2018, 08:19)

Auf die Diskussion „Berliner Einserabitur konkurriert mit bayerischen Dreierabitur um NC-Studienplatz“ wollte ich gar nicht eingehen, das kommt noch oben drauf. Den NC muss der Schüler, der in der zehnten oder elften mit einem komplett unterschiedlichen Bildungsstand konfrontiert wird, auch erst mal hinkriegen.

Mir ging es gar nicht um den NC. Am Ende sitzen da Schüler aus 16 deutschen Schulsystemen, 50 oder mehr nationalen Oberstufen, Menschen auf dem zweiten Bildungsweg, Waldorfschüler und Hochbegabte alle vor demselben Dozenten, dem das schulische Vorwissen der Anfänger völlig Wurst ist. Grundkurs, Leistungskurs, Bayern-Schule - egal. Darauf soll Abitur vorbereiten. Dazu ist der konkrete Lehrinhalt ziemlich nachrangig. Im Gegenteil kömmt es dabei mehr aufs Lernenkönnen an, auf Selbstorganisation, Selbsteinschätzung.

Damit will ich nicht sagen, wie es heute so modisch ist, dass der Lehrplan beliebig sei oder zu dick oder sonst was. Mir geht es nur um den Aspekt, dass gerade die Spitzenschulen, also Gesamtschule und Gymnasium, vorwiegend Schüler haben sollten, die mit solchen Umbruchsituationen umgehen (lernen) können. Wenn dabei mal ein Halbjahreszeugnis schlechter ausfällt, bevor es wieder läuft - wem tut das weh? Das ist dann ein ehrlicher Report des Zwischenstandes, mit dem man umgehen lernen muss.

In Bayern wird auf sprachliche Bildung extrem viel Wert gelegt, MINT ist o.k.

In Sachsen laufen die Sprachen mit, dafür ist die MINT-Ausbildung sehr anspruchsvoll - die Sprachnoten wurden von Bayern nach Sachsen aus dem Stand um eine Stufe besser. In MINT wurde er gefordert, das ging aber.

Auch in Sachsen gibt es eher naturwissenschaftlich-technische und eher musisch-künstlerische oder altsprachliche Gymnasien, obwohl ganz Sachsen den selben Lehrplan hat. Mit steigendem Abstand zur DDR und steigendem Anteil von hereingeschmeckten oder später sozialisierten Lehrern dürfte ein früher erlebter pauschaler Unterschied Sachsen-Bayern sogar mit jedem Jahr immer mehr einem Unterschied diese Schule - jene Schule weichen. Bildung hat viele Aspekte, Philosophie der Einrichtung, Strategie der Kostenträger, Erfahrung und Ausbildung der Lehrer, Lehrplan auch, ja, Reichtum der jeweiligen Gemeinde, schülerarme oder schülerreiche Jahrgänge... so soll es auch sein. Ein Wettbewerb ums Beste in allen Aspekten, eben auch im Lehrplan - im Rahmen gemeinsamer Standards. Verstärkt bekommen wir es auch mit Privatschulen zu tun, die häufig in Wirklichkeit bloß Staatsgeld anders managen. Bei denen ist schon der Anspruch, dass es irgendwie anders läuft. Die grünen Einheitsfanatiker schalten da auf Durchzug und rennen begeistert hin.

In B-W hat mein Sohn in einem Schuljahr fast gar nix gelernt, dafür mit seinen sächsischen Vorkenntnissen top-Noten gehabt.

Von B-W nach Bayern kamen dann die Probleme im Sprachbereich (alle drei Sprachen, auch Deutsch).

Das ist so ein Aspekt, den ich kenne, aber nicht verstehe. Wie kann man in höheren Schuljahren Probleme mit dem deutschen Sprachunterricht haben als Muttersprachler? Ich hatte das nie, deshalb verstehe ich es vielleicht schlecht. Die Grammatik hat man spätestens irgendwo um die 6. Klasse auch formal begriffen, ob man nun Verb oder Tunwort sagt. Gerade, wer in Naturwissenschaften oder Mathematik brilliert, sollte das halbe Dutzend Regeln des Satzbaus locker beherrschen. Bleiben Wortschatz / Rechtschreibung und Literatur. Literaturunterricht ist zu 1/3 Fleiß, zu 1/3 Regelverständnis und zu 1/3 bestimmt von etwas drittem. Man muss den Scheißdreck lesen, man muss verinnerlichen, wie der Algorithmus für eine Inhaltsangabe, eine stilistische Analyse oder eine Interpretation jeweils ist. Das letzte Drittel nenne ich einmal kulturelle Präferenz, weil Willkür so böse klingt: Welche Deutung der klassischen Stoffe gefällt dem Lehrer? Welche von dir gefundenen Stilmittel hält er für relevant? Ist es ihm wichtiger, dass du (von ihm oder der Sekundärliteratur) anerkannte Muster findest und als wichtig unterstreichst oder dass du schematisch noch jede Alliteration, noch jede Ellipse aufspürst und dokumentierst, obwohl sie gar nicht stilprägend oder vielleicht sogar Zufall ist? Hier gibt es auch Luft, um persönliche Sympathien zu verstecken. Das ist aber von der Deutschnote nur ein kleiner Teil.

Und in Sachen Austauschjahr kommt doch mehreres zusammen:
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- ein eventuell nötiges Wiedereinsteigen in der niedrigeren Klasse wird zumeist einkalkuliert, ist kein Sitzenbleiben

Sie schaffen es häufig, in einem komplett fremden Schulsystem passabel mitzukommen. Französische Lehrer sind nicht für ihre Nachsicht mit Fremden bekannt. Selbst, wenn man die Sprache gut kann, ist doch das Schulsystem etwas anders, der Lehrplan anders, der Startpunkt des Schuljahres anders. Das geht. Aber die geringen Unterschiede zwischen zwei Bundesländer-Lehrplänen sind so fatal? Hast du mal einen Vergleich zu einem Schulwechsel innerhalb des Bundeslandes erlebt?

Und vor allem: Die Herausforderung ist freiwillig und nicht vom Staat aufoktroiert, wie bei einem Bundeslandswechsel. Das gilt auch für die bei dir erwähnten Alternativen Schulformen.

Der Staat hat die Kinder in ein anderes Bundesland geschickt? Glaube ich nicht. Das waren die Eltern, das Leben. Das Leben steckt voll Herausforderungen, die man sich oft gar nicht ausgesucht hat. Was soll ich dazu sagen?
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon imp » Mo 17. Dez 2018, 08:49

Quatschki hat geschrieben:(17 Dec 2018, 08:39)

Wie soll das bloß erst in den Vereinigten Staaten von Europa werden?

Wie schaffen das USA ohne bundesweit gültigen Lehrplan? Zumal die da alle englisch reden, also eine Fremdsprache.
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon Max Wein » Mo 17. Dez 2018, 09:01

imp hat geschrieben:(17 Dec 2018, 08:49)

Wie schaffen das USA ohne bundesweit gültigen Lehrplan? Zumal die da alle englisch reden, also eine Fremdsprache.


Wenn man nur prüft und sagt was abgefragt werden kann, richten die sich dannach.
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon Europa2050 » Mo 17. Dez 2018, 09:16

imp hat geschrieben:(17 Dec 2018, 08:45)

Der Staat hat die Kinder in ein anderes Bundesland geschickt? Glaube ich nicht. Das waren die Eltern, das Leben. Das Leben steckt voll Herausforderungen, die man sich oft gar nicht ausgesucht hat. Was soll ich dazu sagen?


In der Analyse liegen wir ja gar nicht so weit auseinander, eher in der Bewertung. Und werden deshalb bei allem Verständnis auch nicht zusammen kommen.

Während Du auf „nicht so schlimm, was uns nicht umbringt, macht uns umso härter“ plädierst, stehe ich auf dem Standpunkt „braucht es das denn?“.

Übrigens - das selbe Dilemma hatte ich bereits 1977, als meine Eltern berufsbedingt von B-W nach Bayern zogen und ich in der 6. Klasse wechseln musste - und zwar in Deutsch - aus dem Stand von 2 auf 5. Hab’s natürlich auch bis zum Abitur wieder hinbekommen.

Also nicht Neues im Bildungschaos Deutschland.
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon imp » Mo 17. Dez 2018, 12:54

Europa2050 hat geschrieben:(17 Dec 2018, 09:16)

In der Analyse liegen wir ja gar nicht so weit auseinander, eher in der Bewertung. Und werden deshalb bei allem Verständnis auch nicht zusammen kommen.

Während Du auf „nicht so schlimm, was uns nicht umbringt, macht uns umso härter“ plädierst, stehe ich auf dem Standpunkt „braucht es das denn?“.

Da werden wir wohl nicht einig. Ich bin durchaus der Meinung, dass der Wettbewerb um die beste Lösung nicht nur Nachteile hat und dass gerade die Spitzenschüler (Gymnasium!) mit kleinen Brüchen leben müssen. Deutschland ist damit auch nicht allein. USA hab ich schon gestreift... Leider rennt gerade die Zeit weg. Gute Diskussion, trotzdem.
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon JJazzGold » Di 18. Dez 2018, 07:30

imp hat geschrieben:(16 Dec 2018, 20:06)

Es kam eben nicht gut an, eine unnötige Grundgesetzänderung hineinzumogeln.


Selbst wenn es dieser bedurft hätte, meinen Segen hat sie. Dass ganz Deutschland, was die digitale Bildung betrifft, im Dornröschenschlaf liegt ist unbestreitbar. Wenn es die Länder nicht schaffen, dann muss eben der Bund ran. Dessen Geld scheint man gerne zu nehmen, aber selbst verpflichtend dazu beitragen, das will man doch nicht. Die Länder haben nachweislich auf ganzer Linie versagt. Wo liegt ein Konzept zu digitalen Ausbildung für Lehrkräfte vor und weshalb ist das weder vorhanden, noch umgesetzt? Wo sind, Privatschulen ausgenommen, die Laptops, iPods, Tabletts für Schüler? Wo liegen die Konzepte?
Von Söders breitbrüstiger Ansage, “Bildungspolitik ist Urkompetenz der Länder", kommt weder Ausbildung, noch Material in die Klassenzimmer. Was haben die Länder Regierungen ausser Worte bisher diesbezüglich geleistet? Nichts als föderale eitle Nabelschau durch die Bank von rot jeglicher Couleur bis zum C schwarz zu Ungunsten der Kinder.

Dabei ging es nur um die monetäre Selbstbeteiligung.
Ginge es nach mir, dann wäre mit den Milliarden Bund Sponsoring nicht nur die monetäre Eigenleistungspflicht verbunden gewesen, sondern auch die Forderung gemeinsam verpflichtende Konzepte zur Lehrer- und Schüler Ausbildung zu erstellen und umzusetzen, einschließlich verpflichtendem Zeitrahmen, der nach dieser peinlichen Non Performance nur “ab dem nächsten Schuljahr“ lauten kann. Ansonsten bleiben die Kinder ebenso digital unbedarft, wie es die gerade mal mühsam Twitter beherrschenden MPs sind. Und die weitere Ausbildungs- und Arbeitswelt muss das Versagen auffangen.

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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon JJazzGold » Di 18. Dez 2018, 07:36

Tom Bombadil hat geschrieben:(16 Dec 2018, 14:01)

@JJazzGold Ich denke mal, dass viele Wähler richtige Computer als nicht mehr so wichtig ansehen, weil sie selber nur noch mit Smartphone und Tablet hantieren :dead:


Ob Tablet, oder Laptop ist mir egal. Nur das Smartphone halte ich persönlich für zu klein, um allein darauf den Unterricht basieren zu lassen, aber das kann auch an meinem Alter liegen. ;)
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon JJazzGold » Di 18. Dez 2018, 07:39

Jo33 hat geschrieben:(16 Dec 2018, 19:32)

Es geht überhaupt nicht um den Eigneanteil, der ist eher nebensächlich.
Sondern es geht um die gesetzliche Ausformung, wie die Mittel verwendet werden müssen.

Beim angeblichen "Guten Kita" Gesetz, sind die Gelder überhaupt nicht zweckgebunden, die Länder können völlig alleine entscheiden was sie mit dem Geld machen, keine Auflagen, keine Regulierung seitens des Bundes. Mag an und für sich nicht ganz falsch sein, da es regional doch sehr unterschiedliche Bedürfe sind, in einer Region braucht es mehr Personal, in einer anderen sind die Gebäude marode.
Aber der Nachteil ist zum Bsp. was ist nach den 2 Jahren, wird neu eingestelltes Personal dann wieder entlassen?! Das Geld kann eigentlich sinnvoll nur in Gebäude und deren Austattung angelegt werden. Wobei man schon hört dass manche die Kitagebühren abschaffen wollen, wohl für 2 Jahre, ohne Sozialschlüssel, sprich am Ende werden nicht die Ärmeren davon profitieren, sondern hauptsächlich die Reicheren Eltern.

Beim Digitalpakt ist das Problem, die Grundgesetzänderung! Wieso? Kein normal denkender Mensch kann man begründlich erklären wieso deshalb eine Grundgesetzänderung nötig sein sollte. Wenn ich vom Staat, vom Weihnachtsmann oder von Tante Frieda Geld geschenkt bekomme um mir einen neuen PC oder ein Handy zu kaufen muss ich dafür ja auch kein Polizeiliches Führungszeugnis vorlegen und dann einen 350 seitigen Vertrag unterschreiben. Oder, Wieso, vielleicht gibt es auch so etwas wie vertrauen?
Hier schürrt man die Angst der Länder, der Bund schafft die Autonomität der Länder in Zukunft komplett ab, wenn man bei so etwas simples so harte Bandaschen anzieht. Man könnte auch anderweitig eine Zweckbindung des Geldes gesetzlich festschreiben, ohne dafür das Grundgesetz ändern zu müssen. Bzw. einfach auf vertrauen setzen.
Es fehlt im Grunde nur noch seitens des Bundes, dass man genau festlegt, welche Router, Tablett etc. gekauft werden müssen, damit es Fördergelder gibt.

Im Grunde das GuteKitagesetz ist zu lasch, zu unreguliert, während der Digitalpakt völlig überreguliert ist. Zweimal geht Geld vom Bund zu den Ländern, aber beides mit völlig total gegensätzlichen Voraussetzungen dazu.

Bei anderen Sektoren klappt dies ja auch zumindest bei den meisten Ländern. Z.B. Stichwort ÖPNV, Nahverkehr, auch hier gibt der Bund Geld an die Länder in Form von Regionalisierungsmitteln, welche zur Finanzierung des Nahverkehrs dienen sollte. In den meisten Ländern klappt dies auch und manche geben sogar selbst Ländergeld hinzu um einen besseren Nahverkehr zu finanzieren, manchen Länder, insbesondere im Osten jedoch da wird dieses Geld auch mißbraucht um andere Dinge zu finanzieren. Aber auch hierbei könnte der Bund die Zweckbindung besser festschreiben bzw. stärker den Ländern auf die Finger klopfen, ohne das dafür das GG geändert werden müsste.



Guter Beitrag. :thumbup:
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon Max Wein » Di 18. Dez 2018, 08:32

JJazzGold hat geschrieben:(18 Dec 2018, 07:30)

Selbst wenn es dieser bedurft hätte, meinen Segen hat sie. Dass ganz Deutschland, was die digitale Bildung betrifft, im Dornröschenschlaf liegt ist unbestreitbar. Wenn es die Länder nicht schaffen, dann muss eben der Bund ran. Dessen Geld scheint man gerne zu nehmen, aber selbst verpflichtend dazu beitragen, das will man doch nicht. Die Länder haben nachweislich auf ganzer Linie versagt. Wo liegt ein Konzept zu digitalen Ausbildung für Lehrkräfte vor und weshalb ist das weder vorhanden, noch umgesetzt? Wo sind, Privatschulen ausgenommen, die Laptops, iPods, Tabletts für Schüler? Wo liegen die Konzepte?
Von Söders breitbrüstiger Ansage, “Bildungspolitik ist Urkompetenz der Länder", kommt weder Ausbildung, noch Material in die Klassenzimmer. Was haben die Länder Regierungen ausser Worte bisher diesbezüglich geleistet? Nichts als föderale eitle Nabelschau durch die Bank von rot jeglicher Couleur bis zum C schwarz zu Ungunsten der Kinder.

Dabei ging es nur um die monetäre Selbstbeteiligung.
Ginge es nach mir, dann wäre mit den Milliarden Bund Sponsoring nicht nur die monetäre Eigenleistungspflicht verbunden gewesen, sondern auch die Forderung gemeinsam verpflichtende Konzepte zur Lehrer- und Schüler Ausbildung zu erstellen und umzusetzen, einschließlich verpflichtendem Zeitrahmen, der nach dieser peinlichen Non Performance nur “ab dem nächsten Schuljahr“ lauten kann. Ansonsten bleiben die Kinder ebenso digital unbedarft, wie es die gerade mal mühsam Twitter beherrschenden MPs sind. Und die weitere Ausbildungs- und Arbeitswelt muss das Versagen auffangen.



Die werden sich nicht aufraffen.

Ganz ehrlich, da schick ich wenn ich kinder habe die auf die privatschule, das was die länder machen ist eigentlich höchst unverantwortlich und mobbing an der jungen Generation.

Das einzige was funktioniert ist die berufliche Qualifikation, da weiß man was man kriegt, bei der allgemeinen Schule nicht.

Das ist eigentlich ein großer beschiss eben von den lehrern oder politikern.
Es gibts genügend studien zum thema benotung, das man sich eigentlich fragen müsste, weshalb da nichts gemacht wird.
Oder studien wo zb. Eine Gymnasium begabung erst ab der 7 klasse zum Vorschein kommt, sowie andere soziale Aspekte.

Wenn man schon das geschichtsbuch nachschaut weshalb es das 3-gliedrigesystem gibts, dann weiß man es ist eine schichten trennung, weniger eine gezielte förderung.

Würden sich die politiker mehr interresieren und mehr zeot und kraft in die Bildung investieren, dann wäre es kein Problem, andere länder kriegen es perfekt hin, nur wir nicht.
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon JJazzGold » Di 18. Dez 2018, 09:31

Max Wein hat geschrieben:(18 Dec 2018, 08:32)

Die werden sich nicht aufraffen.

Ganz ehrlich, da schick ich wenn ich kinder habe die auf die privatschule, das was die länder machen ist eigentlich höchst unverantwortlich und mobbing an der jungen Generation.

Das einzige was funktioniert ist die berufliche Qualifikation, da weiß man was man kriegt, bei der allgemeinen Schule nicht.

Das ist eigentlich ein großer beschiss eben von den lehrern oder politikern.
Es gibts genügend studien zum thema benotung, das man sich eigentlich fragen müsste, weshalb da nichts gemacht wird.
Oder studien wo zb. Eine Gymnasium begabung erst ab der 7 klasse zum Vorschein kommt, sowie andere soziale Aspekte.

Wenn man schon das geschichtsbuch nachschaut weshalb es das 3-gliedrigesystem gibts, dann weiß man es ist eine schichten trennung, weniger eine gezielte förderung.

Würden sich die politiker mehr interresieren und mehr zeot und kraft in die Bildung investieren, dann wäre es kein Problem, andere länder kriegen es perfekt hin, nur wir nicht.


Was Bildung betrifft, falle ich hier wahrscheinlich aus der Reihe.
Zwar würde ich die Benotung nicht wegfallen lassen, das ist eine sinnvolle Leistungsbewertung, aber ich würde den Druck mindern, indem jedem Kind in einem Zeitraum von 4 Wochen ein Nachtest gewährleistet wird und nicht nur das, die Themen müssten in abrufbaren Modulen mit angegliedertem Selftest online zur Verfügung stehen. Dann hängt die Versetzung nämlich nicht mehr von den ggfls tragischen letzten beiden Tests ab. Aber was benötigen wir dazu? Richtig, digitale Bildung für Lehrer und Kind. So könnte versäumter Stoff im Fall von Krankheit und damit verbundener Abwesenheit auch wesentlich einfacher nachgeholt werden. Bei längerer Abwesenheit könnte ein digitaler Classroom den nachholenden Stoff vermitteln. Soviel Einsatzbereitschaft erwarte ich von Lehrern. Nur müssten diese erst einmal wissen, wie man damit umgeht. So liessen sich auch Nachhilfe zusätzlich zu Selbstlerneinheiten darstellen, oder Fragestunden, oder Stoff Vermittlung bei Schulwechsel. Gell @ Europa 2050. ;)

Das ist nur ein Punkt von diversen Ideen, die ich zu dem Thema habe. Aber die liegen ja jetzt erst einmal wieder auf Eis, weil die föderale Eitelkeit der MP3s höher ist, als das Interesse an der Ausbildung der Lehrer und Schüler.

Das nicht zweckgebundene Kitageld wird eingesackt, noch so ein Schmarrn, der eher die ungleiche Versorgung befeuert, als sicher zu stellen, dass jedes Kind dasselbe runde Paket an Versorgung bekommt. “Des koscht ja nix“, wie der Grüne Kretschmann sagen würde.

Bigotterie at its best.


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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon Max Wein » Di 18. Dez 2018, 09:59

JJazzGold hat geschrieben:(18 Dec 2018, 09:31)

Was Bildung betrifft, falle ich hier wahrscheinlich aus der Reihe.
Zwar würde ich die Benotung nicht wegfallen lassen, das ist eine sinnvolle Leistungsbewertung, aber ich würde den Druck mindern, indem jedem Kind in einem Zeitraum von 4 Wochen ein Nachtest gewährleistet wird und nicht nur das, die Themen müssten in abrufbaren Modulen mit angegliedertem Selftest online zur Verfügung stehen. Dann hängt die Versetzung nämlich nicht mehr von den ggfls tragischen letzten beiden Tests ab. Aber was benötigen wir dazu? Richtig, digitale Bildung für Lehrer und Kind. So könnte versäumter Stoff im Fall von Krankheit und damit verbundener Abwesenheit auch wesentlich einfacher nachgeholt werden. Bei längerer Abwesenheit könnte ein digitaler Classroom den nachholenden Stoff vermitteln. Soviel Einsatzbereitschaft erwarte ich von Lehrern. Nur müssten diese erst einmal wissen, wie man damit umgeht. So liessen sich auch Nachhilfe zusätzlich zu Selbstlerneinheiten darstellen, oder Fragestunden, oder Stoff Vermittlung bei Schulwechsel. Gell @ Europa 2050. ;)

Das ist nur ein Punkt von diversen Ideen, die ich zu dem Thema habe. Aber die liegen ja jetzt erst einmal wieder auf Eis, weil die föderale Eitelkeit der MP3s höher ist, als das Interesse an der Ausbildung der Lehrer und Schüler.

Das nicht zweckgebundene Kitageld wird eingesackt, noch so ein Schmarrn, der eher die ungleiche Versorgung befeuert, als sicher zu stellen, dass jedes Kind dasselbe runde Paket an Versorgung bekommt. “Des koscht ja nix“, wie der Grüne Kretschmann sagen würde.

Bigotterie at its best.




Ich würde dir in der Hinsicht zustimmen mit dem nachprüfen des stoffen zb. Sogar in den ferien die sommerschule wie in der usa.

Was ich meine mit der Benotung ist, eine wirklich fachliche benotung nach der jeweiligen leistung in der Prüfung.
Jetzt sind es eher symphatie noten und benachteiligt wirklich die minderheiten und das zeigen studien.
Einer aus ein anderen forum hat mir erzählt, die noten waren nur dazu da um die klasse kleiner zu machen, der sagte selber, er tretet nur in einer deutschen schule ein mit einer nachhilfe und einen anwalt.
Also muss ja was dran sein, so neutral können lehrer nicht wirklich agieren.

Ich hab auch mal lejrer erlebt, die haben wirlich beide augen zugedrückt, obwohl es bei den leistungen eine schlechtere note gewesen wäre.
Aber sowas hab ich nicht in der regelschule erlebt sondeen in der ausbildung, aber da hat man sogesagt das bescheißen gelernt damits passt oder man sich vorteile erschaffen kann, sowie andern gutes tuhen kann.

Für mich wäre zb. Eine gute Lösung zb ein zentralen Abschluss was der bund prüft und die mp3s dann ein veto recht bekommen bei der jeweiligen prüfungsinhalt und zugelassenen Materialien, dann wäre der bildungsförderalismus enthalten und die länder richten sich navh der prüfung.
Oder
Dennen das recht aberkennen, eine kammer gründen die die allgemeine schulausbildung überwacht und prüft und vorgaben gibt und der bund muss nur zahlen.
Das Funktioniert mit jeder kammer auch wie die praxis zeigt.

Kita ist unwichtig bildung ist wichtiger, wären nicht so viele konfektionslos, dann hätten die in einer christlichen gemeinde eine kita ohne probleme.
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon Tom Bombadil » Di 18. Dez 2018, 10:57

JJazzGold hat geschrieben:(18 Dec 2018, 07:36)

Ob Tablet, oder Laptop ist mir egal. Nur das Smartphone halte ich persönlich für zu klein, um allein darauf den Unterricht basieren zu lassen, aber das kann auch an meinem Alter liegen. ;)

Ein Notebook ist ja noch eher an einem richtigen PC dran. Imho geht es bei der Anschaffung von Computern nicht unbedingt darum, dass die Kids damit besser lernen, sondern es soll das Interesse an den Kästen und was damit gemacht werden kann, geweckt werden, die Apps fallen ja nicht vom Himmel, die müssen programmiert werden und das macht man besser an einem vernünftigen PC und nicht an einem Tablet. Aber auch viele Anwendungssoftware muss erlernt werden, nicht alles ist so trivial wie Word ohne Makros, zB. Adobe Creative Cloud sind mächtige Programme mit vielen Funktionen, die man erst lernen muss und wer eine Karriere im kreativen Bereich anstrebt, der kommt an der Software nicht vorbei. Oder CAD und 3D Modelling. Oder Videobearbeitung/-editing/-redndering. Sowas kann man auf einem Tablet nicht machen.
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon JJazzGold » Di 18. Dez 2018, 12:40

Tom Bombadil hat geschrieben:(18 Dec 2018, 10:57)

Ein Notebook ist ja noch eher an einem richtigen PC dran. Imho geht es bei der Anschaffung von Computern nicht unbedingt darum, dass die Kids damit besser lernen, sondern es soll das Interesse an den Kästen und was damit gemacht werden kann, geweckt werden, die Apps fallen ja nicht vom Himmel, die müssen programmiert werden und das macht man besser an einem vernünftigen PC und nicht an einem Tablet. Aber auch viele Anwendungssoftware muss erlernt werden, nicht alles ist so trivial wie Word ohne Makros, zB. Adobe Creative Cloud sind mächtige Programme mit vielen Funktionen, die man erst lernen muss und wer eine Karriere im kreativen Bereich anstrebt, der kommt an der Software nicht vorbei. Oder CAD und 3D Modelling. Oder Videobearbeitung/-editing/-redndering. Sowas kann man auf einem Tablet nicht machen.


Da beuge ich mich deinem Urteil, weil ich mich schlichtweg mit Softwaregestaltung nicht auskenne, sondern nur mit deren Nutzung. ;)
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon imp » Mi 9. Jan 2019, 14:39

JJazzGold hat geschrieben:(18 Dec 2018, 07:30)

[color=#0000BF]Selbst wenn es dieser bedurft hätte, meinen Segen hat sie. Dass ganz Deutschland, was die digitale Bildung betrifft, im Dornröschenschlaf liegt ist unbestreitbar. Wenn es die Länder nicht schaffen, dann muss eben der Bund ran.

Ich sehe nicht, dass die Schulen in Bayern es nicht schaffen, die Schüler auf die digitalen Herausforderungen vorzubereiten.

Wo sind, Privatschulen ausgenommen, die Laptops, iPods, Tabletts für Schüler? Wo liegen die Konzepte?

Den Ipod gibt es jetzt schon eine Reihe von Jahren nicht mehr ;) und das Ipad ist auch ein auslaufendes Produkt. Programmierbare Taschenrechner gab es in der Schule schon vor 20 Jahren, die digitale Tafel kommt teilweise schon. Die modernen Hilfsmittel in den Unterricht einzubauen verstehen, dazu muss jeder seine Wege finden. Da helfen auch Weiterbildungsseminare nur bedingt.

Was haben die Länder Regierungen ausser Worte bisher diesbezüglich geleistet?

Viel. War es in den 80ern der Computer an sich und in den 90ern der "Internet-Anschluß", wandelt die Technik auch nicht erst seit dem letzten Wahlkampf immer weiter Erscheinung und Inhalt des Schulunterrichts.
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Re: Gute Kita Vs Digitalpakt

Beitragvon JJazzGold » Fr 11. Jan 2019, 08:31

imp hat geschrieben:(09 Jan 2019, 14:39)

Ich sehe nicht, dass die Schulen in Bayern es nicht schaffen, die Schüler auf die digitalen Herausforderungen vorzubereiten.


Den Ipod gibt es jetzt schon eine Reihe von Jahren nicht mehr ;) und das Ipad ist auch ein auslaufendes Produkt. Programmierbare Taschenrechner gab es in der Schule schon vor 20 Jahren, die digitale Tafel kommt teilweise schon. Die modernen Hilfsmittel in den Unterricht einzubauen verstehen, dazu muss jeder seine Wege finden. Da helfen auch Weiterbildungsseminare nur bedingt.


Viel. War es in den 80ern der Computer an sich und in den 90ern der "Internet-Anschluß", wandelt die Technik auch nicht erst seit dem letzten Wahlkampf immer weiter Erscheinung und Inhalt des Schulunterrichts.



Dann schauen wir doch mal gelassen zu, wie die Kombi CSU/FW in bayerischen Schulen und Höfen das digitale Zeitalter einläutet, falls es das Glasfaserkabel überall hin schafft, irgendwann mal.
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