Landtagswahl in Bayern 2018

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JJazzGold
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Do 23. Aug 2018, 13:26

Cat with a whip hat geschrieben:(23 Aug 2018, 10:23)

In der politischen Frau Aigner liegt aber keine Hoffnung. Da ist es relativ egal ob Lügen-Söder oder Lügen-Aigner.

https://www.merkur.de/lokales/muenchen/ ... 04537.html


Zumindest die Chance, die verlangten 500 000 neue Wohnungen bis 2025 zu stemmen, sollte man ihr einräumen.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon imp » Do 23. Aug 2018, 13:49

Cat with a whip hat geschrieben:(22 Aug 2018, 14:28)

Klar, wäre mal gespannt auf die Linke Eva Bulling-Schröter im Bayrischen Rundfunk. Das wäre ein Spass. Nur die blauen Nazis haben noch keinen Spitzenkandidaten. Mit denen kann ma solche Medienereignisse nicht planen.
https://www.merkur.de/politik/landtagsw ... 05600.html

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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Misterfritz » Do 23. Aug 2018, 13:53

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(23 Aug 2018, 13:49)

Arme Eva. Macht seit Ende der 90er jeden Scheiß für ihre Partei und muss jetzt so einen sinnlosen Kampf um die zweite Liga führen.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon SirToby » So 26. Aug 2018, 11:46

Europa2050 hat geschrieben:(23 Aug 2018, 08:50)

Wenn ich das so sehe, punktet die Frau Aigner bei Leuten, die der CSU zwar prinzipiell wohlwollend gegenüber stehen, deren parteipolitische Präferenzen aber doch wo anders liegen (Du, Alex, ich...). Rechne ich das hoch, dürfte sie also, wenn sie sich durchsetzen sollte, in Bayern als Landsmutter durchaus akzeptiert werden.

Jetzt müsste sich diese Info aber eben noch in der CSU durchsetzen.


Dass irgendeiner von Ihnen der CSU wohlwollend gegenüber steht, davon merke ich nichts. Da liegt ihre Selbsteinschätzung meiner Meinung nach weit daneben.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » So 26. Aug 2018, 12:33

SirToby hat geschrieben:(26 Aug 2018, 11:46)

Dass irgendeiner von Ihnen der CSU wohlwollend gegenüber steht, davon merke ich nichts. Da liegt ihre Selbsteinschätzung meiner Meinung nach weit daneben.


Der CSU per se ist schon mal der erste falsche Ansatz.
Betrachten wie den Aspekt der eventuellen koalitionären Zusammenarbeit, dann lässt sich die Präferenz sachlich fachlich korrekter, kompromissbereiter Partner leicht nachvollziehen.

Zudem liegt auch, oder gerade, den Liberalen das Wohl Bayerns und seiner Mitbürger am Herzen.
Dies wiederum verträgt sich schwerlich mit Verzicht auf Modernisierung und Fortschritt zugunsten kreuzlahmen Bückens nach illiberalem Wählerklientel, ganz zu schweigen von neuer oder reformierter Gesetzgebung, die jeglichem liberalen Gedanken entgegensteht.

Insofern ist die Kritik an dem momentan Richtlinien vorgebenden Personal ebenso berechtigt, wie der Blick dahinter, wo sich geschätzt durchaus der Zusammenarbeit zum Wohle Bayerns fähiges CSU Personal befindet.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon SirToby » So 26. Aug 2018, 15:03

So viele gedankliche Fehler...

JJazzGold hat geschrieben:(26 Aug 2018, 12:33)

Der CSU per se ist schon mal der erste falsche Ansatz.
Betrachten wie den Aspekt der eventuellen koalitionären Zusammenarbeit, dann lässt sich die Präferenz sachlich fachlich korrekter, kompromissbereiter Partner leicht nachvollziehen.


Es gibt nicht mehrere CSUs. Sie können nur eine wählen und mit einer arbeiten. Also entweder Sie akzeptieren die wie sie ist, oder halt eben nicht.

Zudem liegt auch, oder gerade, den Liberalen das Wohl Bayerns und seiner Mitbürger am Herzen.


Das ist so banal und allgemein, dennoch lohnt sich kurz darauf einzugehen: jede Partei will das Wohl der Bürger fördern. So etwas besonders heraus zu stellen, bedeutet im Umkehrschluss, dass man anderen Parteien etwas anderes unterstellt. Das wiederum impliziert, dass man selbst im Besitz der einzigen edlen Motive ist und alle anderen demokratiefeindlich, verkappte Nazis und der ganze andere Schmarrn. Das ist ein Anzeichen einer äußerst illiberalen Gesinnung.


Dies wiederum verträgt sich schwerlich mit Verzicht auf Modernisierung und Fortschritt zugunsten kreuzlahmen Bückens nach illiberalem Wählerklientel, ganz zu schweigen von neuer oder reformierter Gesetzgebung, die jeglichem liberalen Gedanken entgegensteht.


Vom Agrarland zum Hightech-Standort mit Spitzenforschung, das ist gelebter Modernismus. Fortschritt und Modernisierung liegen dem Konservativen halt im Blut. So ist das und das ist gut so...

Das kleinliche mimimi über das PAG ist ein Pseudoliberalismus, der nur den Linken nützt und dem bürgerlichen Lager schadet. Ich weiss, sie kommen sich vermutlich total toll dabei vor, dagegen zu sein, aber letzten Endes schaden Sie nur ihren eigenen Interessen.

Und genau das ist der Grund, warum die FDP in Bayern nicht gewählt wird. Wann immer die FDP sich als 5 Kolonne von links missbrauchen lässt, ist das für sie nicht gut ausgegangen. Lassen Sie sich das von einem FDP-Stammwähler gesagt sein.

Insofern ist die Kritik an dem momentan Richtlinien vorgebenden Personal ebenso berechtigt, wie der Blick dahinter, wo sich geschätzt durchaus der Zusammenarbeit zum Wohle Bayerns fähiges CSU Personal befindet.


Das Problem der CSU-Spitze war und ist immer der Vorbehal geh. der FDP. Dafür gehört sie zu Recht kritisiert.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » So 26. Aug 2018, 16:36

"SirToby"

So viele gedankliche Fehler...



Es gibt nicht mehrere CSUs. Sie können nur eine wählen und mit einer arbeiten. Also entweder Sie akzeptieren die wie sie ist, oder halt eben nicht.


Weshalb sich die Kritik vorrangig an das Führungspersonal richtet, siehe Ausgangspunkt der Diskussion um Ilse Aigner, und das wechselt und damit auch der kritisierte Output der CSU. Wer glaubt, die heutige CSU sei noch die CSU eines FJS hat einige Jahrzehnte verschlafen.


Das ist so banal und allgemein, dennoch lohnt sich kurz darauf einzugehen: jede Partei will das Wohl der Bürger fördern. So etwas besonders heraus zu stellen, bedeutet im Umkehrschluss, dass man anderen Parteien etwas anderes unterstellt. Das wiederum impliziert, dass man selbst im Besitz der einzigen edlen Motive ist und alle anderen demokratiefeindlich, verkappte Nazis und der ganze andere Schmarrn. Das ist ein Anzeichen einer äußerst illiberalen Gesinnung.


Das ist Ihre beliebige freie Interpretation, so falsch unterstellend, dass es nicht lohnt darauf einzugehen.

Vom Agrarland zum Hightech-Standort mit Spitzenforschung, das ist gelebter Modernismus. Fortschritt und Modernisierung liegen dem Konservativen halt im Blut. So ist das und das ist gut so...


Das war in der Vergangenheit in der Tat so. Heutzutage lautet das Motto der CSU "bewahren statt bewegen".

Das kleinliche mimimi über das PAG ist ein Pseudoliberalismus, der nur den Linken nützt und dem bürgerlichen Lager schadet. Ich weiss, sie kommen sich vermutlich total toll dabei vor, dagegen zu sein, aber letzten Endes schaden Sie nur ihren eigenen Interessen.


Der Satz könnte glatt von Söder&Entourage sein, beruhend auf der Vermutung, der bayerische Bürger wäre nicht in der Lage, zu lesen. Nicht in der Lage zu erfassen, welche gravierenden Einschnitte in das Privatleben das verschärfte PAG erlaubt, sondern würde das wie ein dressierter Affe CSU wohlwollend abnicken. In der Diskussion darüber lässt sich nachlesen, welche Inhalte zu den Demonstrationen führten.

An dieser Stelle greife ich auf Ihre obige Unterstellung zurück, im Ausschnitt,


"........ alle anderen demokratiefeindlich, verkappte Nazis und der ganze andere Schmarrn."

und setze Ihre Aussage dazu

"..... ist ein Pseudoliberalismus, der nur den Linken nützt...."

Merken Sie was? Wenn Sie es nicht merken wollen oder können, mir ist es aufgefallen. In zwei Sätzen kurz hintereinander, unterstellen Sie anderen Parteien Ihre Denkweise und wenden diese kurz darauf selbst an.




Und genau das ist der Grund, warum die FDP in Bayern nicht gewählt wird. Wann immer die FDP sich als 5 Kolonne von links missbrauchen lässt, ist das für sie nicht gut ausgegangen. Lassen Sie sich das von einem FDP-Stammwähler gesagt sein.


Von Stammwähler, zu Stammwähler, die FDP hat sich in Bayern noch nie als 5. Kolonne der Linken missbrauchen lassen, weder verbal, noch auf Papier. Sie hat sich allerdings unrühmlich in einer kurzen Periode des Mitregierens in die von der CSU vorgegebenen koalitionäre Unsichtbarkeit gefügt. Die Zeiten sind zum Glück vorbei.

Weshalb es heutzutage interessant ist zu beobachten, inwieweit sich die CSU noch in die Abwarte-Position fügt, sowie sich in die Niederungen der AfD begibt, um abschätzen zu können, wo man als eventueller Koalitionspartner, oder aktive Opposition dringend erforderliche Korrekturen vornehmen muss.

Und die wären, um den Kreis zu schließen, mit einer Ilse Aigner sachlicher, fachlicher auszuhandeln, als mit einem Populismus-MP Söder und Konsorten.
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Re: LTW in Bayern 2018

Beitragvon Carolusmagnus » Mo 27. Aug 2018, 12:56

Uffzach hat geschrieben:(25 Sep 2017, 12:58)

Dann aber ist der weitere Niedergang der CSU programmiert. :D

Hoffentlich !
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Nightrain » Mo 27. Aug 2018, 13:06

JJazzGold hat geschrieben:(26 Aug 2018, 16:36)
Der Satz könnte glatt von Söder&Entourage sein, beruhend auf der Vermutung, der bayerische Bürger wäre nicht in der Lage, zu lesen. Nicht in der Lage zu erfassen, welche gravierenden Einschnitte in das Privatleben das verschärfte PAG erlaubt, sondern würde das wie ein dressierter Affe CSU wohlwollend abnicken. In der Diskussion darüber lässt sich nachlesen, welche Inhalte zu den Demonstrationen führten.


Das ist nicht das Problem der CSU, dass die FDP inzwischen so abgehalftert daher kommt, dass man versucht im linken Lager Stimmen zu fangen. Das wird der FDP nicht helfen, wer eine Anti-Staat Partei wählen möchte, kann in Bayern mit den Linken das Original wählen.
"Gleiches gilt in Deutschland für AfD und Pegida. Der gewalttätige Antisemitismus kommt heute nicht von rechts, auch wenn die irreführenden Statistiken etwas anderes sagen." (Michael Wolffsohn)
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Mo 27. Aug 2018, 13:13

Nightrain hat geschrieben:(27 Aug 2018, 13:06)

Das ist nicht das Problem der CSU, dass die FDP inzwischen so abgehalftert daher kommt, dass man versucht im linken Lager Stimmen zu fangen. Das wird der FDP nicht helfen, wer eine Anti-Staat Partei wählen möchte, kann in Bayern mit den Linken das Original wählen.


Es wäre erfreulich, Sie könnten seriöse Belege dafür vorlegen, dass die FDP in Bayern versucht, im linken Lager Stimmen zu fangen. Oder ist liberal bezogen auf den Schutz der Bürgerrechte, siehe CSU PAG und Psychiatriegesetz, für Sie gleichbedeutend mit links?
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Nightrain » Mo 27. Aug 2018, 14:25

Nein aber jeden dürfte klar sein, dass die künstliche Empörung über das PAG allein zu Wahlkampfzwecken jetzt rausgehauen wird. Wenn sich die FDP dort billig ranhängen will, bitteschön. Die Wähler dürften sich fragen, wofür die FDP denn genau stehen soll. Zur Bundestagswahl hat man sich an das Flüchtlingsthema rangemacht, um Stimmen abzugreifen (auch und insbesondere von der AfD) und jetzt reitet man auf der nächsten Welle. Sofort nach der Wahl interessiert das Thema dann auch nicht mehr.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon SirToby » Di 28. Aug 2018, 10:52

Nightrain hat geschrieben:(27 Aug 2018, 14:25)

Nein aber jeden dürfte klar sein, dass die künstliche Empörung über das PAG allein zu Wahlkampfzwecken jetzt rausgehauen wird. Wenn sich die FDP dort billig ranhängen will, bitteschön. Die Wähler dürften sich fragen, wofür die FDP denn genau stehen soll. Zur Bundestagswahl hat man sich an das Flüchtlingsthema rangemacht, um Stimmen abzugreifen (auch und insbesondere von der AfD) und jetzt reitet man auf der nächsten Welle. Sofort nach der Wahl interessiert das Thema dann auch nicht mehr.


Tja, so wird das wieder nix mit dem Einzug in den Landtag. Die 5% sind ja wieder in Schlagreichweite. Die Einschläge kommen immer näher und die FDP meint immer noch sich gegen die CSU zu positionieren wäre eine erfolgreiche Wahlkampfstrategie. Dann muss sie halt wieder APO lernen.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon SirToby » Di 28. Aug 2018, 11:05

JJazzGold hat geschrieben:(27 Aug 2018, 13:13)

Es wäre erfreulich, Sie könnten seriöse Belege dafür vorlegen, dass die FDP in Bayern versucht, im linken Lager Stimmen zu fangen. Oder ist liberal bezogen auf den Schutz der Bürgerrechte, siehe CSU PAG und Psychiatriegesetz, für Sie gleichbedeutend mit links?


Wissen Sie noch, als die Eltern zu den Kindern früher sagten: "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!"

Das hatte einen Grund.

https://fsamuenchen.de/buendnispartner/
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon SirToby » Di 28. Aug 2018, 11:39

JJazzGold hat geschrieben:(26 Aug 2018, 16:36)

Weshalb sich die Kritik vorrangig an das Führungspersonal richtet, siehe Ausgangspunkt der Diskussion um Ilse Aigner, und das wechselt und damit auch der kritisierte Output der CSU. Wer glaubt, die heutige CSU sei noch die CSU eines FJS hat einige Jahrzehnte verschlafen.



Ich mag Frau Aigner und halte sie für eine fähige Politikerin. Aber Sie projizieren da meiner Ansicht nach etwas in Frau Aigner, dass nicht den Tatsachen entspricht. Eine CSU unter Aigner würde wahrscheinlich nicht viel anders agieren als unter Söder oder Seehofer. Auch ist es müßig darüber zu diskutieren, da Frau Aigner derzeit weder Vorsitzende noch MP ist.

Meine Vermutung ist übrigens, dass ihr Unbehagen an der CSU fundamental ist, und nicht durch einen Personalwechsel gelindert werden kann.


Das ist Ihre beliebige freie Interpretation, so falsch unterstellend, dass es nicht lohnt darauf einzugehen.


Der Blick in den Spiegel schmerzt manchmal, ich weiss...



Das war in der Vergangenheit in der Tat so. Heutzutage lautet das Motto der CSU "bewahren statt bewegen".


Also einerseits sagen, dass Sie in der Vergangenheit die CSU viel moderner war. Ich vermute, dass das dem goldenen Blick in die Vergangenheit geschuldet ist. Ich bezweifele sehr, dass die CSU von vor 30 oder 40 Jahren bei Ihnen Anklang gefunden hätte.

Der Satz könnte glatt von Söder&Entourage sein, beruhend auf der Vermutung, der bayerische Bürger wäre nicht in der Lage, zu lesen. Nicht in der Lage zu erfassen, welche gravierenden Einschnitte in das Privatleben das verschärfte PAG erlaubt, sondern würde das wie ein dressierter Affe CSU wohlwollend abnicken. In der Diskussion darüber lässt sich nachlesen, welche Inhalte zu den Demonstrationen führten.

An dieser Stelle greife ich auf Ihre obige Unterstellung zurück, im Ausschnitt,


"........ alle anderen demokratiefeindlich, verkappte Nazis und der ganze andere Schmarrn."

und setze Ihre Aussage dazu

"..... ist ein Pseudoliberalismus, der nur den Linken nützt...."

Merken Sie was? Wenn Sie es nicht merken wollen oder können, mir ist es aufgefallen. In zwei Sätzen kurz hintereinander, unterstellen Sie anderen Parteien Ihre Denkweise und wenden diese kurz darauf selbst an.



Gleiches Recht für alle oder etwa nicht? ;)

Ansonsten dürfen Sie da gerne reininterpretieren, was Ihnen gefällt. So wichtig ist mir der Punkt nun auch nicht. Ich wollte Ihnen lediglich einen freundlichen Reimender für zukünftige Diskussionen geben.


Von Stammwähler, zu Stammwähler, die FDP hat sich in Bayern noch nie als 5. Kolonne der Linken missbrauchen lassen, weder verbal, noch auf Papier. Sie hat sich allerdings unrühmlich in einer kurzen Periode des Mitregierens in die von der CSU vorgegebenen koalitionäre Unsichtbarkeit gefügt. Die Zeiten sind zum Glück vorbei.

Weshalb es heutzutage interessant ist zu beobachten, inwieweit sich die CSU noch in die Abwarte-Position fügt, sowie sich in die Niederungen der AfD begibt, um abschätzen zu können, wo man als eventueller Koalitionspartner, oder aktive Opposition dringend erforderliche Korrekturen vornehmen muss.

Und die wären, um den Kreis zu schließen, mit einer Ilse Aigner sachlicher, fachlicher auszuhandeln, als mit einem Populismus-MP Söder und Konsorten.


Leider hat die FDP in der Vergangenheit immer gerne links geblinkt. Die FDP will aber anscheinend nicht wahrhaben, dass sie gar nicht so viel blinken kann, dass Wähler von links das Kreuz bei ihr machen...

Das Resultat ist lediglich den durchaus nicht kleinen wirtschaftsaffinen Kern der Wählerschaft zu verprellen.

Die FDP sollte sich auf Partner konzentrieren, mit denen sie die grössten Gemeinsamkeiten hat, und das ist, und da hat sich seit Jahrzehnten durchaus wenig getan, nunmal die Union. Und in Bayern vielleicht noch die freien Wähler.

Und danach kommt, ob die FDP das wahr haben will oder nicht, halt die AfD.

P.S.: Ich hoffe sie sind sich darüber bewusst, dass die Bayern FDP auch Positionen vertritt, die in der Bundes-FDP nur schwer vermittelbar wären. Gerade auch mit dem PAG.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Di 28. Aug 2018, 12:57

SirToby hat geschrieben:(28 Aug 2018, 11:39)

Ich mag Frau Aigner und halte sie für eine fähige Politikerin. Aber Sie projizieren da meiner Ansicht nach etwas in Frau Aigner, dass nicht den Tatsachen entspricht. Eine CSU unter Aigner würde wahrscheinlich nicht viel anders agieren als unter Söder oder Seehofer. Auch ist es müßig darüber zu diskutieren, da Frau Aigner derzeit weder Vorsitzende noch MP ist.

Meine Vermutung ist übrigens, dass ihr Unbehagen an der CSU fundamental ist, und nicht durch einen Personalwechsel gelindert werden kann.




Der Blick in den Spiegel schmerzt manchmal, ich weiss...





Also einerseits sagen, dass Sie in der Vergangenheit die CSU viel moderner war. Ich vermute, dass das dem goldenen Blick in die Vergangenheit geschuldet ist. Ich bezweifele sehr, dass die CSU von vor 30 oder 40 Jahren bei Ihnen Anklang gefunden hätte.



Gleiches Recht für alle oder etwa nicht? ;)

Ansonsten dürfen Sie da gerne reininterpretieren, was Ihnen gefällt. So wichtig ist mir der Punkt nun auch nicht. Ich wollte Ihnen lediglich einen freundlichen Reimender für zukünftige Diskussionen geben.




Leider hat die FDP in der Vergangenheit immer gerne links geblinkt. Die FDP will aber anscheinend nicht wahrhaben, dass sie gar nicht so viel blinken kann, dass Wähler von links das Kreuz bei ihr machen...

Das Resultat ist lediglich den durchaus nicht kleinen wirtschaftsaffinen Kern der Wählerschaft zu verprellen.

Die FDP sollte sich auf Partner konzentrieren, mit denen sie die grössten Gemeinsamkeiten hat, und das ist, und da hat sich seit Jahrzehnten durchaus wenig getan, nunmal die Union. Und in Bayern vielleicht noch die freien Wähler.

Und danach kommt, ob die FDP das wahr haben will oder nicht, halt die AfD.

P.S.: Ich hoffe sie sind sich darüber bewusst, dass die Bayern FDP auch Positionen vertritt, die in der Bundes-FDP nur schwer vermittelbar wären. Gerade auch mit dem PAG.


Sie sind irrational.
Den Spiegel habe ich Ihnen vorgehalten.
Sie haben unterstellt.

Wie die FDP abschneidet, werden wir im Herbst sehen, ebenso wie wir erst im Herbst sehen werden, wie die CSU abschneidet und was sich daraus für sie ergibt, mit oder ggfls. ohne Söder und wie dann ggfls. die CSU die Nachfolge regelt.

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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon SirToby » Di 28. Aug 2018, 13:07

Ich wüsste nicht, wo ich irrational bin.

Und falls doch, was wäre daran schlimm?
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Alexyessin » Mi 29. Aug 2018, 16:10

SirToby hat geschrieben:(28 Aug 2018, 11:39)

Leider hat die FDP in der Vergangenheit immer gerne links geblinkt. Die FDP will aber anscheinend nicht wahrhaben, dass sie gar nicht so viel blinken kann, dass Wähler von links das Kreuz bei ihr machen...

.


Die Bayrische FDP war schon immer auch den Bürgerechtsliberalismus verbunden und findet daher Anklang bei denen die nichts für eine linke Wirtschaftspolitik übrig haben aber mit dem Law n Order der CSU nichts anfangen wollen. Von der Speziwirtschaft ganz zu schweigen.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon jack000 » Mi 29. Aug 2018, 20:17

Alexyessin hat geschrieben:(29 Aug 2018, 20:05)
Falscher Thread . Aber Schwarz-Grün geht auch :thumbup:

Ich bin der Meinung das noch im korrekten Strang geschrieben zu haben. Ggf. habe ich mich geirrt oder es hat sich was im Hintergrund geändert.

Wie auch immer, jetzt müsste es aber stimmen und Schwarz-Grün halte ich in Bayern für ein sehr gewagtes Projekt. In BW klappt das aber in Bayern haben sich die Grünen eher als Gegner der CSU aufgebaut anstatt als Alternative zu konservativen CDU Wählern.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Senexx » Mi 29. Aug 2018, 20:19

jack000 hat geschrieben:(29 Aug 2018, 20:17)

Ich bin der Meinung das noch im korrekten Strang geschrieben zu haben. Ggf. habe ich mich geirrt oder es hat sich was im Hintergrund geändert.

Wie auch immer, jetzt müsste es aber stimmen und Schwarz-Grün halte ich in Bayern für ein sehr gewagtes Projekt. In BW klappt das


In BW ist Grün-Schwarz. Und das ist eine Katastrophe.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Alexyessin » Mi 29. Aug 2018, 20:20

jack000 hat geschrieben:(29 Aug 2018, 20:17)

Ich bin der Meinung das noch im korrekten Strang geschrieben zu haben. Ggf. habe ich mich geirrt oder es hat sich was im Hintergrund geändert.

Wie auch immer, jetzt müsste es aber stimmen und Schwarz-Grün halte ich in Bayern für ein sehr gewagtes Projekt. In BW klappt das aber in Bayern haben sich die Grünen eher als Gegner der CSU aufgebaut anstatt als Alternative zu konservativen CDU Wählern.


Die CSU hätte es mit den Grünen leichter.
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