Frauensport in Gendergefahr

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Tetsu
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Tetsu » So 21. Jul 2019, 18:13

Fliege hat geschrieben:(21 Jul 2019, 14:53)

Nun bin ich gespannt, ob hiesige Genderologen nun Ebiker beispringen und ihn stützen. ;-)


Wenn es um Gender (im unterschied zu Sex) geht, hat er ja auch recht.
Das nicht zu trennen, wäre wie die Behauptung das ein PoC nicht Deutscher sein könne - das eine bezieht scih dabei zwar zunächst primär auf den Rechtlichen- und das andere auf den sozio-Kulturellen-Status, aber eben nicht auf den biologischen...


@Caster Semenya das ganze ist sowieso in sofern Banane den hier geht es ja primär um Testosteron und ab welchem wert ist es da "Cheating" und ab welchen, muss eine Teilenehmerin halt damit leben dass sie deutlich darunter liegt?!?

Wettkampfsport lebt davon dass die Teilnehmer auch genetisch unterschiedlich sind, mit dem Ergebnis, dass ein erfolgreicher Sumoringer beim Springreiten vermutlich nicht weit kommt und ein erfolgreicher Jokey beim Sumo umgekehrt ziemlich weit fliegt und das hat mitnichten nur mit Training und Essverhalten zu tun...
...aber dann wird plötzlich "Cheating!" geschrien weil eine Teilnehmerin deutlich mehr Testosteron im Körper hat; über z.B. unterschiedliche Beinlängen hingegen gibt dort keine Kontroverse?!?
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Fliege » So 21. Jul 2019, 18:25

Tetsu hat geschrieben:(21 Jul 2019, 18:13)
Wenn es um Gender (im unterschied zu Sex) geht, hat er ja auch recht.

Klar hat er recht. Allerdings sollte auch klar sein, dass er den Schalk im Nacken und in satirischer Umkehrung der Wahrheitswerte gesprochen hat.
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Ebiker » So 21. Jul 2019, 18:30

Ich hatte mir schon Gedanken gemacht ob ich nicht doch ein Smiley hätte setzen sollen .
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon watisdatdenn? » So 21. Jul 2019, 18:32

Fliege hat geschrieben:(21 Jul 2019, 18:25)
Allerdings sollte auch klar sein, dass er den Schalk im Nacken und in satirischer Umkehrung der Wahrheitswerte gesprochen hat.

Petze! :p
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Dark Angel » So 21. Jul 2019, 19:14

Tetsu hat geschrieben:(21 Jul 2019, 18:13)

Wenn es um Gender (im unterschied zu Sex) geht, hat er ja auch recht.

Was soll denn das überhaupt sein - Gender?
Worin besteht denn der Unterschied zu Sex?

Kann mir das bitte jemand nachvollziehbar erklären und wie ist dieser so genannte Unterschied denn in der Realität überprüfbar?
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Tetsu » So 21. Jul 2019, 19:25

Ebiker hat geschrieben:(21 Jul 2019, 18:30)

Ich hatte mir schon Gedanken gemacht ob ich nicht doch ein Smiley hätte setzen sollen .



Bringt nichts - da Sarkasmus das antworten erschwert, hätte ich es hier vermutlich in fast jeden Fall vorgezogen diesen zu ignorieren...

Im RL führt das bisweilen zwar zu Problemen, da Menschen plötzlich der Ansicht sind, es lege ein schwerwiegender Angriff meinerseits vor wenn ich sie beim Wort nehme - aber wenn sich jemand bewusst doppeldeutig ausdrückt, so habe cih auch das Recht bewusst das nicht gemeinte zu verstehen - ist doch nur faire als Rückspiel, oder?
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Tetsu » So 21. Jul 2019, 20:00

Dark Angel hat geschrieben:(21 Jul 2019, 19:14)

Was soll denn das überhaupt sein - Gender?
Worin besteht denn der Unterschied zu Sex?

Kann mir das bitte jemand nachvollziehbar erklären und wie ist dieser so genannte Unterschied denn in der Realität überprüfbar?



Vereinfacht ausgedrückt:
Sex ist das biologische Geschlecht - also dass was sich Nichtkonstruktivisten allgemein hin unter Geschlecht vorstellen oder um es klarer zu definieren: ob du einen XX oder XY Chromosomensatz hast (Biologische Hermaphroditen lassen wir hier mal der einfachheitshalber raus)

Gender ist das soziale Geschlecht - also die Gesellschaftlichen Zuschreibungen und Erwartungen die an ein bestimmtes Geschlecht gestellt werden - man könnte also sagen: Gender ist der teil von Geschlecht, der nicht Biologisch ist, also all die Zuschreibungen die du zum Thema Geschlecht nicht hättest, wenn du allein in der Wildnis oder in einer Postgender-Gruppe die Geschlecht nicht thematisiert aufgewachsen währst.

Die Definitionsschwierigkeit besteht vor allem darin, dass Gender selbst keine primäre sondern von seiner Rahmengesellschaft abhängige Größe ist die in einer idealtypischen Postgendergesellschafft sogar weitgehend verschwinden würde, aber ansich verstehe ich wiederum nicht, warum das Konzept von vielen nicht verstanden wird - da aber viele auch mit Konstruktivismus als auch kritischem Rationalismus Verständnisprobleme haben setzt sowas wohl eine art des Denkens voraus, was für die die es einmal gelernt haben so selbstverständlich wird, dass sie wiederum nicht verstehen können warum das jemand nicht versteht (vergl. mit Mathematik o.ä.)
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Fliege » So 21. Jul 2019, 20:22

Tetsu hat geschrieben:(21 Jul 2019, 20:00)
[...] warum das [Gender-]Konzept von vielen nicht verstanden wird - da aber viele auch mit Konstruktivismus als auch kritischem Rationalismus Verständnisprobleme haben [...]

Postmoderner Konstruktivismus (also "Higher Superstition") und kritischer Rationalismus sind konträre Konzepte, die sich wechselseitig ausschließen.
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Tetsu » So 21. Jul 2019, 20:32

Fliege hat geschrieben:(21 Jul 2019, 20:22)

Postmoderner Konstruktivismus (also "Higher Superstition") und kritischer Rationalismus sind konträre Konzepte, die sich wechselseitig ausschließen.


Nur radikale Konstruktivismus und Kritischer Rationalismus schließen sich prinzipiell aus - beim gemäßigten Konstruktivismus sieht das schon wieder etwas anders aus, da sind die Konzepte zwar auch nicht überall Deckungsgleich aber durchaus Anschlussfähig insbesondere bei Poppers Dreiweltentheorie gibt es starke parallelen...
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Fliege » So 21. Jul 2019, 20:52

Tetsu hat geschrieben:(21 Jul 2019, 20:32)
Nur radikale Konstruktivismus und Kritischer Rationalismus schließen sich prinzipiell aus - beim gemäßigten Konstruktivismus sieht das schon wieder etwas anders aus, da sind die Konzepte zwar auch nicht überall Deckungsgleich aber durchaus Anschlussfähig insbesondere bei Poppers Dreiweltentheorie gibt es starke parallelen...

Ja, das stimmt, doch Genderologie ist radikaler, postmoderner Konstruktivismus.
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Dark Angel » So 21. Jul 2019, 21:09

Tetsu hat geschrieben:(21 Jul 2019, 20:00)

Vereinfacht ausgedrückt:
Sex ist das biologische Geschlecht - also dass was sich Nichtkonstruktivisten allgemein hin unter Geschlecht vorstellen oder um es klarer zu definieren: ob du einen XX oder XY Chromosomensatz hast (Biologische Hermaphroditen lassen wir hier mal der einfachheitshalber raus)

Gender ist das soziale Geschlecht - also die Gesellschaftlichen Zuschreibungen und Erwartungen die an ein bestimmtes Geschlecht gestellt werden - man könnte also sagen: Gender ist der teil von Geschlecht, der nicht Biologisch ist, also all die Zuschreibungen die du zum Thema Geschlecht nicht hättest, wenn du allein in der Wildnis oder in einer Postgender-Gruppe die Geschlecht nicht thematisiert aufgewachsen währst.

Ich habe um eine nachvollziehbare Erklärung gebeten, eine die sich in der Realität überprüfen lässt.
Was ich bekomme, ist irgendwelches iedeologisches Geschwätz von "soziale Geschlecht - also die Gesellschaftlichen Zuschreibungen und Erwartungen die an ein bestimmtes Geschlecht gestellt werden". :mad:
Was soll das sein "soziales Geschlecht"?
Worin unterscheidet es sich denn vom biologischen Geschlecht?
Von welchen "Gesellschaftlichen Zuschreibungen und Erwartungen die an ein bestimmtes Geschlecht" schwatzt du überhaupt?
Was soll das überhaupt sein "Erwartungen an ein bestimmtes Geschlecht"?
Erkläre mir doch bitte nachvollziehbar und in der Realität überprüfbar was an Männern und Frauen NICHT biologisch ist!

Tetsu hat geschrieben:(21 Jul 2019, 20:00)Die Definitionsschwierigkeit besteht vor allem darin, dass Gender selbst keine primäre sondern von seiner Rahmengesellschaft abhängige Größe ist die in einer idealtypischen Postgendergesellschafft sogar weitgehend verschwinden würde, aber ansich verstehe ich wiederum nicht, warum das Konzept von vielen nicht verstanden wird - da aber viele auch mit Konstruktivismus als auch kritischem Rationalismus Verständnisprobleme haben setzt sowas wohl eine art des Denkens voraus, was für die die es einmal gelernt haben so selbstverständlich wird, dass sie wiederum nicht verstehen können warum das jemand nicht versteht (vergl. mit Mathematik o.ä.)

Nochmal: ich habe um eine nachvollziehbare, in der Realität überprüfbare Erklärung gebeten, nicht um irgendwelche Schwurbeleien, die diese Kriterien nicht erfüllen, die nur geeignet sind, das Gehirn vollkommen zu verkleistern.

Ganz nebenbei Kontruktivismus und Kritischer Rationalismus (nach Popper) haben so viel miteinander zu tun wie ein Ruderboot mit einem Flugzeugträger!
Konstruktivismus: objektive Realität existiert nicht, jeder konstruiert sich seine Realität im eigenen Kopf; Wahrnehmung liefert kein Abbild bewusstseinsunabhängiger Realität, sondern Realität ist für jedes Individuum immer eine Konstruktion aus Sinnesreizen und Gedächtnisleistung ...

Kritischer Rationalismus: Realität existiert unabhängig vom menschlichen Erkenntnisvermögen, sie hört nicht auf zu existieren, wenn man die Augen schließt bzw nicht (am jeweiligen Ort) anwesend ist; Mensch ist durch seine Wahrnehmungs- und Erkenntnisfähigkeit begrenzt, so dass erkeine endgültige Gewissheit darüber verschaffen kann, dass seine Erfahrungen und Meinungen mit der tatsächlichen Wirklichkeit übereinstimmen und er immer davon ausgehen muss, dass seine Wahrnehmungen und Erkenntnisse falsch sind ==> daraus ergibt sich Erklärungen und Erkenntnisse sind immer nur hinreichend genau und zeitkernig gültig (so lange gültig, bis sie widerlegt sind) und aus diesem Grund müssen wissenschaftliche Hypothesen/Theorien auch in sich widerspruchsfrei, nachvollziehbar, an und in der Realität überprüfbar und falsifizierbar sein.
Wird eine wissenschaftliche Hypothese/Theorie in nur einem Aspekt widerlegt, muss die gesamte Hypothese/Theorie fallen gelassen und/oder modifiziert werden.

In diesem Sinne:
Geschlecht (Sexus) ist per definitionem die Gegebenheit von zwei verschiedenen Fortpflanzungstypen von Lebewesen derselben Art, die nur jeweils zusammen mit einem Angehörigen des (bzw. eines) anderen Typus zu einer zygotischen Fortpflanzung fähig sind.
Also - was ist an Geschlecht NICHT biologisch?
Von welchen Rahmenbedingungen/welcher Rahmengesellschaft ist Gender denn abhängig?
Und dann erkläre mir bitte noch, wie es sein kann, dass Naturwissenschaften (Biologie, Evolutionspsychologie) Erklärungen liefern, die einer Überprüfung in der Realität standhalten, die Postulate der so genannten Gender"wissenschaften" jedoch nicht, sondern an der Überprüfung an und in der Realität scheitern bzw durch diese falsifiziert werden.
Erkläre mir bitte auch, wie es sein kann, dass Primatenforschung exakt die gleichen geschlechtsspezifischen Verhaltenunterschiede aufzeigt, wie sie auch beim Menschen zu beobachten sind.
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Dark Angel » So 21. Jul 2019, 21:59

Tetsu hat geschrieben:(21 Jul 2019, 20:00)
Gender ist das soziale Geschlecht - also die Gesellschaftlichen Zuschreibungen und Erwartungen die an ein bestimmtes Geschlecht gestellt werden - man könnte also sagen: Gender ist der teil von Geschlecht, der nicht Biologisch ist, also all die Zuschreibungen die du zum Thema Geschlecht nicht hättest, wenn du allein in der Wildnis oder in einer Postgender-Gruppe die Geschlecht nicht thematisiert aufgewachsen währst.

Erkläre mir doch bitte WIE diese "gesellschaftlichen Zuschreibungen und Erwartungen" zustande kommen.
Hat die sich irgendwer irgendwann ausgedacht und alle Männer und Frauen - weltweit und kulturübergreifend - halten sich - ohne darüber nachzudenken und diese "Zuschreibungen und Erwartungen" zu hinterfragen - an diese Zuscheibungen und Erwartungen?
Wie erklärst Du, dass Männer und Frauen weltweit und kulturübergreifend die gleichen geschlechtsspezifischen Verhaltenunterschiede aufweisen?
Wie erklärst Du, dass diese geschlechtsspezifischen Verhaltensunterschiede um so größer sind, je freier von äußeren Zwängen Männer und Frauen ihre Entscheidungen treffen können und je höher der Wohlstand einer Gesellschaft ist?
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Tetsu » Mo 22. Jul 2019, 00:24

Fliege hat geschrieben:(21 Jul 2019, 20:52)

Ja, das stimmt, doch Genderologie ist radikaler, postmoderner Konstruktivismus.



Es gibt aber eben nicht nur die Gendertheory und an dieser Auslegung auch intern Kritik und das auch nicht neuerdings sondern schon seit ner ganzen weile, die gendergegner betreiben hier nur das gleiche wie die Islamgegner - die sich mit den Fundamentalisten auf ne gemeinsame Auslegung einigen und alles andere als "keine echten Gläubigen" auszuklammern suchen.

Hier z.B. mal nen Artikel von einem meiner Lieblingsautoren im bereich Geschlechterforschung bereits von der Jahrtausendwende, wo er z.B. den Radikalen Konstruktivismus kritisiert und sich selbst gewissermaßen zum gemäßigten bekennt:

https://www.researchgate.net/publication/242199671_Was_bedeutet_der_Begriff_des_Essentialismus_in_der_Sexualforschung?cid=5c480942fea006e130eaf12934cec018


Dark Angel hat geschrieben:
Das fängt bei der Verwendung Männlicher und weiblicher Pronomen an, geht über die Kleiderordnung undmach nicht mal vor getrenntgeschlechtlichen Toiletten halt...
Wichtig dabei: "Nicht biologisch ist" und nicht "einen biologischen Ursprung hat" -> Popper schreibt im Vorwort der offenen Gesellschaft ausdrücklich, dass eine Institution, das eine Institution nach ihrer augenblicklichen funktion zu beurteilen sei und nicht nach der die sie einmal hatte oder gerne hätte...





Das ist der radikale Konstruktivismus, ich beziehe mich vom gemäßigten, der bezieht sich nicht primär auf das Universum ansich (wobei die Quantenmechanik sich da Mittlerweile auch wieder dem radikalen annähert), sondern soziale normen (über die Popper bereits im ersten Kapitel der offenen Gesellschaft schreibt, dass diese sich eben nicht aus der Natur herleiten lassen -> sonst: naturalistischer Fehlschluss) -> die Konstruktion ist nicht, dass die Hautfarbe eines Schwarzen dunkler ist als eines Kaukasiers, sondern dass wir dem eine größere Bedeutung zumessen als z.B. "Menschen kleiner vs. Menschen größer 165cm" etc..
Das heißt auch nicht, dass es dafür keine äußeren Ursachen gibt, sondern lediglich dass es keine zwingende Gesetzmäßigkeit ist und an irgend einem Punkt auf einer Entscheidung beruht - nicht Getreide ansich ist die Konstruktion, aber die Kultivierung desselben etc.

Eins meiner Lieblings-beispiele für soziale Konstruktion sind Insektengerichte in Europa: Heute finden die meisten Europäer Insekten als Nahrungsmittel eklig und viele würden sie nicht essen - allerdings gab es bis in die 50er auch hierzulande das heute weitgehend vergessene Gericht der Maikäfersuppe, was aus zerstampften Maikäfern bestand und wohl relativ lecker war - mit dem Aufschwung nach dem krieg verschwand dieses Armeleuteessen aber und geriet weitgehend in Vergessenheit...
...nicht so bei lebenden Austern - die eigentlich sämtliche Kriterien erfüllen um Ekel hervor zu rufen, aber immer als besondere Delikatesse der Oberklasse galten.
Nicht Geschmack oder "natürliche Ekelneigung" waren ausschlaggebend für das verschwinden des einen und den Erhalt des anderen, sondern soziale Zuschreibungen.

Geschlecht (Sexus) ist per definitionem die Gegebenheit von zwei verschiedenen Fortpflanzungstypen von Lebewesen derselben Art, die nur jeweils zusammen mit einem Angehörigen des (bzw. eines) anderen Typus zu einer zygotischen Fortpflanzung fähig sind.


"Mating types und sexuelle Differenzierung

Es ist nicht selbstverständlich, dass es genau zwei Geschlechter gibt. Tatsächlich existieren primitive Organismen mit mehreren mating types, auch wenn, selbst bei Gameten gleicher Größe, das Zweiersystem mit mating type + und mating type - dominiert. Nach dem heutigen Stand liegt die Erklärung darin, dass Mitochondrien, und bei Pflanzen auch Chloroplasten, nur von einem einzigen Elternteil vererbt werden. Die Regel der einelterlichen Vererbung intrazellulärer Organellen gilt fast universell. Der Grund liegt vermutlich darin, dass im anderen Fall, wenn nämlich Mitochondrien von beiden Eltern vererbt werden würden, die Bühne für einen evolutionären Wettlauf eigennütziger Organellen eröffnet wäre. Ein Mitochondrium, das sich schneller vermehrt, dafür aber weniger ATP für den Wirtsorganismus produziert, würde einen Selektionsvorteil haben, auch wenn es dem Wirtsorganismus weniger nützte. Aus diesem Grunde wirkte vermutlich ein Selektionsdruck gegen eine Geschlechterzahl größer als zwei. Es blieb nur eines übrig, das die Organellen weiterreichte und ein anderes, das dies nicht tat." (aus Dietrich Klusmann: Die Natur der Geschlechter)
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon VaterMutterKind » Mo 22. Jul 2019, 07:38

Fliege hat geschrieben:(20 Jul 2019, 17:28)

Nun ist auch der Frauensport in Gendergefahr geraten, denn eine männliche Fake-Frau gewann bei den Pazifikspielen auf Samoa im Gewichtheben zwei Goldmedaillen für Neuseeland (FAZ online, Aufregung um eine zu starke Neuseeländerin, 20. Juli 2019).

Es wird Zeit, wie ich plädieren möchte, dass sich Sportlerinnen gegen Pseudofeminismus wehren, um der krass wettbewerbswidrigen Genderei im Frauensport ein Ende zu bereiten. Denn die Frage, wer eine Frau ist und wer nicht, erfordert eine biologische und keine genderologische Antwort.

Was findet ihr?


Spätrömische Dekadenz. Mehr fällt mir dazu nicht ein.
Auf Ad Personam Beiträge antworte ich nicht. Ebensowenig auf Unterstellungen und Lügen ich sei rechtsradikal, rechtsextrem etc.
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Dark Angel » Mo 22. Jul 2019, 11:47

doppelt
Zuletzt geändert von Dark Angel am Mo 22. Jul 2019, 11:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Dark Angel » Mo 22. Jul 2019, 11:50

Tetsu hat geschrieben:(22 Jul 2019, 00:24)


Derartigen Unsinn habe ich nirgends geschrieben!
Beantworte doch bitte meine Fragen:
Was soll das sein "soziales Geschlecht"?

Worin unterscheidet es sich denn vom biologischen Geschlecht?

Erkläre mir doch bitte WIE diese "gesellschaftlichen Zuschreibungen und Erwartungen" zustande kommen.
Hat die sich irgendwer irgendwann ausgedacht und alle Männer und Frauen - weltweit und kulturübergreifend - halten sich - ohne darüber nachzudenken und diese "Zuschreibungen und Erwartungen" zu hinterfragen - an diese Zuscheibungen und Erwartungen?

Von welchen "Gesellschaftlichen Zuschreibungen und Erwartungen die an ein bestimmtes Geschlecht" schwatzt du überhaupt?

Was soll das überhaupt sein "Erwartungen an ein bestimmtes Geschlecht"?

Wie erklärst Du, dass Männer und Frauen weltweit und kulturübergreifend die gleichen geschlechtsspezifischen
Verhaltenunterschiede aufweisen?

Wie erklärst Du, dass diese geschlechtsspezifischen Verhaltensunterschiede um so größer sind, je freier von äußeren Zwängen Männer und Frauen ihre Entscheidungen treffen können und je höher der Wohlstand einer Gesellschaft ist?

Erkläre mir doch bitte nachvollziehbar und in der Realität überprüfbar was an Männern und Frauen NICHT biologisch ist!

Also - was ist an Geschlecht NICHT biologisch?

Von welchen Rahmenbedingungen/welcher Rahmengesellschaft ist Gender denn abhängig?

Und dann erkläre mir bitte noch, wie es sein kann, dass Naturwissenschaften (Biologie, Evolutionspsychologie) Erklärungen liefern, die einer Überprüfung in der Realität standhalten, die Postulate der so genannten Gender"wissenschaften" jedoch nicht, sondern an der Überprüfung an und in der Realität scheitern bzw durch diese falsifiziert werden.

Erkläre mir bitte auch, wie es sein kann, dass Primatenforschung exakt die gleichen geschlechtsspezifischen Verhaltenunterschiede aufzeigt, wie sie auch beim Menschen zu beobachten sind.


Ich habe ganz konkrete Fragen gestellt, es kann doch nicht so schwer sein, konkrete Antworten zu geben.

Wenn ich einem Naturwissenschaftler (Biologen, Evolutionspsychologen) konkrete Fragen stelle, dann bekomme ich konkrete Antworten, wenn mir jemand zu meinem Fachgebiet konkrete Fragen stellt, bekommt er von mir konkrete Antworten und Erklärungen.


Tetsu hat geschrieben:(22 Jul 2019, 00:24)
]Das ist der radikale Konstruktivismus, ich beziehe mich vom gemäßigten, der bezieht sich nicht primär auf das Universum ansich (wobei die Quantenmechanik sich da Mittlerweile auch wieder dem radikalen annähert), sondern soziale normen (über die Popper bereits im ersten Kapitel der offenen Gesellschaft schreibt, dass diese sich eben nicht aus der Natur herleiten lassen -> sonst: naturalistischer Fehlschluss) -> die Konstruktion ist nicht, dass die Hautfarbe eines Schwarzen dunkler ist als eines Kaukasiers, sondern dass wir dem eine größere Bedeutung zumessen als z.B. "Menschen kleiner vs. Menschen größer 165cm" etc..
Das heißt auch nicht, dass es dafür keine äußeren Ursachen gibt, sondern lediglich dass es keine zwingende Gesetzmäßigkeit ist und an irgend einem Punkt auf einer Entscheidung beruht - nicht Getreide ansich ist die Konstruktion, aber die Kultivierung desselben etc.

Sorry, aber was hat das ganze Geschwurbel mit Geschlecht resp. dem Unterschied zwischen angeblichen "sozialen" und biologischem Geschlecht zu tun?

Was hat Quantenphysik mit der menschlichen Gesellschaft zu tun?

Ich weiß was ein naturalistischer Fehlschluss ist - nämlich ein "Sein-Sollen-Fehlschluss" und es sind gerade die Gender"forscher", die immer wieder vom (biologischen) "Sein" auf (gesellschaftliches) "Sollen" schließen und damit naturalistische Fehlschlüsse am laufenden Band produzieren.
Ganz nebenbei - die Kultivierung/Züchtung von Getreide ist KEIN Konstrukt!

Tetsu hat geschrieben:(22 Jul 2019, 00:24)
Eins meiner Lieblings-beispiele für soziale Konstruktion sind Insektengerichte in Europa: Heute finden die meisten Europäer Insekten als Nahrungsmittel eklig und viele würden sie nicht essen - allerdings gab es bis in die 50er auch hierzulande das heute weitgehend vergessene Gericht der Maikäfersuppe, was aus zerstampften Maikäfern bestand und wohl relativ lecker war - mit dem Aufschwung nach dem krieg verschwand dieses Armeleuteessen aber und geriet weitgehend in Vergessenheit...
...nicht so bei lebenden Austern - die eigentlich sämtliche Kriterien erfüllen um Ekel hervor zu rufen, aber immer als besondere Delikatesse der Oberklasse galten.
Nicht Geschmack oder "natürliche Ekelneigung" waren ausschlaggebend für das verschwinden des einen und den Erhalt des anderen, sondern soziale Zuschreibungen.

Was hat das, bitte sehr, mit sozialem vs. biologischem Geschlecht zu tun?
Was hat das überhaupt mit Geschlecht zu tun?

"Mating types und sexuelle Differenzierung

Es ist nicht selbstverständlich, dass es genau zwei Geschlechter gibt. Tatsächlich existieren primitive Organismen mit mehreren mating types, auch wenn, selbst bei Gameten gleicher Größe, das Zweiersystem mit mating type + und mating type - dominiert. Nach dem heutigen Stand liegt die Erklärung darin, dass Mitochondrien, und bei Pflanzen auch Chloroplasten, nur von einem einzigen Elternteil vererbt werden. Die Regel der einelterlichen Vererbung intrazellulärer Organellen gilt fast universell. Der Grund liegt vermutlich darin, dass im anderen Fall, wenn nämlich Mitochondrien von beiden Eltern vererbt werden würden, die Bühne für einen evolutionären Wettlauf eigennütziger Organellen eröffnet wäre. Ein Mitochondrium, das sich schneller vermehrt, dafür aber weniger ATP für den Wirtsorganismus produziert, würde einen Selektionsvorteil haben, auch wenn es dem Wirtsorganismus weniger nützte. Aus diesem Grunde wirkte vermutlich ein Selektionsdruck gegen eine Geschlechterzahl größer als zwei. Es blieb nur eines übrig, das die Organellen weiterreichte und ein anderes, das dies nicht tat." (aus Dietrich Klusmann: Die Natur der Geschlechter)[/quote]
Ach ist es nicht?
Dann nenne mit doch bitte eine einzige Art, die zur zygotische Fortpflanzung fähig ist bzw die zygotische Fortpflanzung betreibt, bei der es mehr als zwei Geschlechter gibt.

Wir sprechen von Menschen und Menschen gehören zur Klasse der Mammalia, dort zur Ordnung der Primaten und da wiederum zur Familie der Hominidae - heißt sie stellen die evolutionär kompexeste (am höchsten entwickelte) Art dar, die bisher auf der Erde gelebt hat/lebt.
Du kommst mir mit "primitiven Organismen" als Begründung dafür, dass es "mehr als nur zwei Geschlechter geben könnte" bzw als Begründung dafür dass "Geschlecht nicht nur biologisch ist".
Willst Du mich verarxxen?
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Tetsu » Mo 22. Jul 2019, 13:46

Dark Angel hat geschrieben:(22 Jul 2019, 11:50)

Erkläre mir doch bitte WIE diese "gesellschaftlichen Zuschreibungen und Erwartungen" zustande kommen.
Hat die sich irgendwer irgendwann ausgedacht und alle Männer und Frauen - weltweit und kulturübergreifend - halten sich - ohne darüber nachzudenken und diese "Zuschreibungen und Erwartungen" zu hinterfragen - an diese Zuscheibungen und Erwartungen?

Von welchen "Gesellschaftlichen Zuschreibungen und Erwartungen die an ein bestimmtes Geschlecht" schwatzt du überhaupt?

Was soll das überhaupt sein "Erwartungen an ein bestimmtes Geschlecht"?

Wie erklärst Du, dass Männer und Frauen weltweit und kulturübergreifend die gleichen geschlechtsspezifischen
Verhaltenunterschiede aufweisen?

Wie erklärst Du, dass diese geschlechtsspezifischen Verhaltensunterschiede um so größer sind, je freier von äußeren Zwängen Männer und Frauen ihre Entscheidungen treffen können und je höher der Wohlstand einer Gesellschaft ist?

Erkläre mir doch bitte nachvollziehbar und in der Realität überprüfbar was an Männern und Frauen NICHT biologisch ist!

Also - was ist an Geschlecht NICHT biologisch?


Erklärst du mir bitte wie Häuser zustande kommen?
Sind die jetzt keine Konstruktionen weil der Lehr aus dem die Ziegel gebrannt wurden, genauso natürlich vorkam wie das Holz aus denen die Balken gefertigt wurden?

Du kannst Hausbau ganz genauso auf biologische Grundbedürfnisse herunter brechen - sind Häuser deshalb keine Konstruktionen?


Auf was diese Argumentation hinauslaufen würde ist jene neo-fatalistische Ersatzreligion, welche sich in der Naturphilosophie Determinismus schimpft und jedwedes weitere Gespräch genauso sinnlos machen würde, wie sein gegenstück der Radikale Konstruktivismus (das ist nämlich das Gegenteil und nicht der kritische Rationalismus -> vergl. K. Popper: "Das offene Universum" ) - der Letztere bestreitet jedwede Objektivität und Ersterer jedwede Entscheidungsfreiheit, was auch jedwede Disskusion absurd machen würde...


Und nochmal die "Gendertheorie" besagt NICHT, dass es beliebig sei bzw. nicht Gründe für bestimmte Entwicklungen gäbe (ok, einige Vertrer!nnen sagen das schon; allerdings ist das vergleichbar mit diversen Vulgär-Marxisten, die den Kapitalismus für ne Internationale Verschwörung halten), sondern lediglich dass diese nicht deterministisch seien. Bei Hunger möglichst Energiereiche Nahrung zu sich nehmen zu wollen ist biologisch - es aufgrund sozialer Erwartungen nicht zu tun oder sich deshalb Kalorienreduzierte Produkte zu erfinden um die "Biologie rein zu legen" hingegen wäre die soziale Konstruktion.
Und natürlich haben diese Erwartungen auch irgendwo einen biologischen Anteil, sind aber nicht zwingend so wie sie sind...
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Wolverine » Mo 22. Jul 2019, 14:42

Liegestuhl hat geschrieben:(21 Jul 2019, 13:12)

Entscheidend ist, ob sie eine Mumu hat.


:D Jau.
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If the Arabs were to put down their arms there would be no more war.
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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Dark Angel » Mo 22. Jul 2019, 16:40

Tetsu hat geschrieben:(22 Jul 2019, 13:46)

Erklärst du mir bitte wie Häuser zustande kommen?
Sind die jetzt keine Konstruktionen weil der Lehr aus dem die Ziegel gebrannt wurden, genauso natürlich vorkam wie das Holz aus denen die Balken gefertigt wurden?

Würdest Du bitte meine Fragen beantworten, statt den Versuch zu unternehmen, mich für blöd zu verkaufen! :mad:

Ich stelle meine Fragen zu dritten Mal:

Was soll das sein "soziales Geschlecht"?

Worin unterscheidet es sich denn vom biologischen Geschlecht?

Erkläre mir doch bitte WIE diese "gesellschaftlichen Zuschreibungen und Erwartungen" zustande kommen.
Hat die sich irgendwer irgendwann ausgedacht und alle Männer und Frauen - weltweit und kulturübergreifend - halten sich - ohne darüber nachzudenken und diese "Zuschreibungen und Erwartungen" zu hinterfragen - an diese Zuscheibungen und Erwartungen?

Von welchen "Gesellschaftlichen Zuschreibungen und Erwartungen die an ein bestimmtes Geschlecht" schwatzt du überhaupt?

Was soll das überhaupt sein "Erwartungen an ein bestimmtes Geschlecht"?

Wie erklärst Du, dass Männer und Frauen weltweit und kulturübergreifend die gleichen geschlechtsspezifischen
Verhaltenunterschiede aufweisen?

Wie erklärst Du, dass diese geschlechtsspezifischen Verhaltensunterschiede um so größer sind, je freier von äußeren Zwängen Männer und Frauen ihre Entscheidungen treffen können und je höher der Wohlstand einer Gesellschaft ist?

Erkläre mir doch bitte nachvollziehbar und in der Realität überprüfbar was an Männern und Frauen NICHT biologisch ist!

Also - was ist an Geschlecht NICHT biologisch?

Von welchen Rahmenbedingungen/welcher Rahmengesellschaft ist Gender denn abhängig?

Und dann erkläre mir bitte noch, wie es sein kann, dass Naturwissenschaften (Biologie, Evolutionspsychologie) Erklärungen liefern, die einer Überprüfung in der Realität standhalten, die Postulate der so genannten Gender"wissenschaften" jedoch nicht, sondern an der Überprüfung an und in der Realität scheitern bzw durch diese falsifiziert werden.

Erkläre mir bitte auch, wie es sein kann, dass Primatenforschung exakt die gleichen geschlechtsspezifischen Verhaltenunterschiede aufzeigt, wie sie auch beim Menschen zu beobachten sind.


Tetsu hat geschrieben:(22 Jul 2019, 13:46)
Du kannst Hausbau ganz genauso auf biologische Grundbedürfnisse herunter brechen - sind Häuser deshalb keine Konstruktionen?

Du verschwurbelst gerade Konstruktivismus in der Architektur mit Konstruktivismus als Erkenntnistheorie gleichzusetzen und denkst, ich würde das nicht merken und auf deinen Strohmann eingehen.
Da hast Du Dich aber gewaltig geirrt ...
... ich bin durchaus fähig zwischen einem gedanklichen Konstrukt und einer real existierenden Konstruktion zu unterscheiden.

Tetsu hat geschrieben:(22 Jul 2019, 13:46)Auf was diese Argumentation hinauslaufen würde ist jene neo-fatalistische Ersatzreligion, welche sich in der Naturphilosophie Determinismus schimpft und jedwedes weitere Gespräch genauso sinnlos machen würde, wie sein gegenstück der Radikale Konstruktivismus (das ist nämlich das Gegenteil und nicht der kritische Rationalismus -> vergl. K. Popper: "Das offene Universum" ) - der Letztere bestreitet jedwede Objektivität und Ersterer jedwede Entscheidungsfreiheit, was auch jedwede Disskusion absurd machen würde...

Im Gegensatz zu Dir HABEN Naturwissenschaftler (Biologen/Evolutionspsychologen) Argumente - sie haben nachvollziehbare, an und in der Realität überprüfbare Argumente und Erklärungen ...
Biologie ist eine Naturwissenschaft und KEINE Naturphilosophie und deshalb unterscheiden sie zwischen biologisch determiniert und biologisch bedingt.
Deshalb noch einmal:
Beantworte bitte die, von mir gestellten Fragen und zwar mittels nachvollziehbarer, an und in der Realität überprüfbarer Argumente!
Karl Poppers "Das offene Universum" hat weder etwas mit Konstruktivismus in der Philosophie/Erkenntnistheorie zu tun noch mit dem Kritischen Rationalismus als Erkenntnistheorie.
Und zum dritten Mal in diesem Beitrag: beantworte bitte meine Fragen und zwar eine nach der anderen!

Tetsu hat geschrieben:(22 Jul 2019, 13:46)Und nochmal die "Gendertheorie" besagt NICHT, dass es beliebig sei bzw. nicht Gründe für bestimmte Entwicklungen gäbe (ok, einige Vertrer!nnen sagen das schon; allerdings ist das vergleichbar mit diversen Vulgär-Marxisten, die den Kapitalismus für ne Internationale Verschwörung halten), sondern lediglich dass diese nicht deterministisch seien. Bei Hunger möglichst Energiereiche Nahrung zu sich nehmen zu wollen ist biologisch - es aufgrund sozialer Erwartungen nicht zu tun oder sich deshalb Kalorienreduzierte Produkte zu erfinden um die "Biologie rein zu legen" hingegen wäre die soziale Konstruktion.
Und natürlich haben diese Erwartungen auch irgendwo einen biologischen Anteil, sind aber nicht zwingend so wie sie sind...

Ich will kein Geschwurbel, was die "Gendertheorie" besagt und was nicht, sondern Antworten auf meine Fragen - nachvollziehbare, auf Argumenten basierende Antworten, die an und in der Realität überprüfbar sind - am besten Antworten, die einer solchen Überprüfung auch standhalten.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Frauensport in Gendergefahr

Beitragvon Maskulist » Mo 22. Jul 2019, 16:50

Es gibt im Prinzip kein soziales Geschlecht, ein derartiges ist bis heute unbewiesen.

Alles, was unsere Gesellschaft kann, ist durch Erziehung Einfluss darauf zu nehmen, wie ausgeprägt ein Geschlecht und dessen Eigenschaften in unserer Gesellschaft ist. So werden in unserer Gesellschaft z.Zt. alle Attribute, die männlich sind, wie z.B. Stärke, Durchhaltewille, Mut und Entschlossenheit verteufelt, weibliche hingegen, wie Kommunikation, Empathie etc. werden in den Himmel gelobt.

Zeige als Mann deinen Penis - und Du wirst der sexuellen Belästigung bezichtigt.
Zeige als Frau deine Vagina - und man wird dich und deine Offenheit lobpreisen.

Aber die Gesellschaft und die Erziehung können unsere genetische Programmierung - die bei jedem Menschen individuell stärker oder schwächer in Bezug auf das Geschlecht ausgeprägt ist - nicht unterdrücken oder ändern.
Maskulismus die radikale Ansicht, dass Männer keine Schweine sind, sondern Menschen.

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