Knabenchöre - dürfen (nur) Jungs gemeinsam singen?

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Re: Knabenchöre - dürfen (nur) Jungs gemeinsam singen?

Beitragvon Dark Angel » Di 25. Dez 2018, 17:18

Marmelada hat geschrieben:(25 Dec 2018, 15:39)

Kommt drauf an: Wenn die Geschlechtertrennung einen muslimischen Hintergrund hat, schnellt mein Empörungspegel von 0 auf 100. :mad2: Das gleiche, wenn sich so eine beknackte Feministin gegen christlich-abendländische Geschlechtertrennung ausspricht. :mad2:

Was ein reiner Mädchen-/Frauen- oder Knaben-/Männerchor mit religiös begründeter Geschlechtertrennung zu tun haben soll, musst du mal näher erklären!
Tatsache ist, eine Knabenstimme VOR dem Stimmbruch ist reiner und klarer als eine Mädchenstimme.
Und dann ist da nochwas: Bis ins Zeitalter des Barock (17.Jh. bis 18.Jh.) hinein wurden weibliche Rollen ausschließlich von Kastraten gesungen!
Haste da auch einen "Empörungspegel" anzubieten oder brachteste diese Vorgehensweise als "normal"?
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Knabenchöre - dürfen (nur) Jungs gemeinsam singen?

Beitragvon Dark Angel » Di 25. Dez 2018, 18:53

Vongole hat geschrieben:(25 Dec 2018, 16:19)

Frau könnte das Thema aber auch ganz ohne Empörungspegel aus rein musikalischer Sicht betrachten.

Ich stelle mir grade vor, wie das aussieht, wenn im "Chor der Spinnerinnen" ("Fliegender Holländer) Männer mitsingen würden oder beim "Matrosenchor (ebenfalls "Fliegender Holländer") Frauen mitsingen oder beim "Gefangenenchor" (Fidelio").
Merkt die "Dame" wirklich nicht wie beknackt ihr Vorstoß ist?
Was das mit Geschlechtersegregation zu tun haben soll, erschließt sich mir ebenfalls nicht.
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Re: Knabenchöre - dürfen (nur) Jungs gemeinsam singen?

Beitragvon gugel » Di 25. Dez 2018, 18:56

Billie Holiday hat geschrieben:(25 Dec 2018, 01:30)

Wir kommen gerade von der Christmette, wo immer die Knabenkantorei singt. Wunderschön....auch ohne weibliche Begleitung.
Wie der Name schon sagt: Knaben, also Jungs. Zur Christmette die Männerstimmen der Knabenkantorei. Was sollen Frauen da?

Es muß so unfassbar geil sein, sich den ganzen Tag diskriminiert zu fühlen bzw. den ganzen Tag Diskriminierung zu suchen. :dead:


Es ist auch keine Diskriminierung nach AGG, weil die Anwendung das AGG nach § 2 AGG sich auf gesetzlich normierte Tatbestände beschränkt

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
§ 2 Anwendungsbereich
(1) Benachteiligungen aus einem in § 1 genannten Grund sind nach Maßgabe dieses Gesetzes unzulässig in Bezug auf:

1.
die Bedingungen, einschließlich Auswahlkriterien und Einstellungsbedingungen, für den Zugang zu unselbstständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit, unabhängig von Tätigkeitsfeld und beruflicher Position, sowie für den beruflichen Aufstieg,
2.
die Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen einschließlich Arbeitsentgelt und Entlassungsbedingungen, insbesondere in individual- und kollektivrechtlichen Vereinbarungen und Maßnahmen bei der Durchführung und Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses sowie beim beruflichen Aufstieg,
3.
den Zugang zu allen Formen und allen Ebenen der Berufsberatung, der Berufsbildung einschließlich der Berufsausbildung, der beruflichen Weiterbildung und der Umschulung sowie der praktischen Berufserfahrung,
4.
die Mitgliedschaft und Mitwirkung in einer Beschäftigten- oder Arbeitgebervereinigung oder einer Vereinigung, deren Mitglieder einer bestimmten Berufsgruppe angehören, einschließlich der Inanspruchnahme der Leistungen solcher Vereinigungen,
5.
den Sozialschutz, einschließlich der sozialen Sicherheit und der Gesundheitsdienste,
6.
die sozialen Vergünstigungen,
7.
die Bildung,
8.
den Zugang zu und die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, einschließlich von Wohnraum.

(2) Für Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch gelten § 33c des Ersten Buches Sozialgesetzbuch und § 19a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch. Für die betriebliche Altersvorsorge gilt das Betriebsrentengesetz.
(3) Die Geltung sonstiger Benachteiligungsverbote oder Gebote der Gleichbehandlung wird durch dieses Gesetz nicht berührt. Dies gilt auch für öffentlich-rechtliche Vorschriften, die dem Schutz bestimmter Personengruppen dienen.
(4) Für Kündigungen gelten ausschließlich die Bestimmungen zum allgemeinen und besonderen Kündigungsschutz.

Die Mitgliedschaft z.B. in einem Chor, der sich nach speziellen musikalischen Kriterien gebildet hat ist in § 2 AGG nicht aufgeführt. Ein freier Chor fällt nicht unter Nr 7 z.B. Wenn eine Bildungseinrichtung einen Chor bildet, dann hat die Bildungseinrichtung AGG zu beachten. Die Mitgliedschaft in Sport - Kunst oder Musikgruppen , die von der Bildungseinrichtung angeboten wird und die nicht dem Lehrplan unterworfen sind, fällt nicht darunter.

Was soll also die Aufregung ?
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Re: Knabenchöre - dürfen (nur) Jungs gemeinsam singen?

Beitragvon Dark Angel » Di 25. Dez 2018, 20:28

gugel hat geschrieben:(25 Dec 2018, 18:56)

Es ist auch keine Diskriminierung nach AGG, weil die Anwendung das AGG nach § 2 AGG sich auf gesetzlich normierte Tatbestände beschränkt

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
§ 2 Anwendungsbereich
(1) Benachteiligungen aus einem in § 1 genannten Grund sind nach Maßgabe dieses Gesetzes unzulässig in Bezug auf:

1.
die Bedingungen, einschließlich Auswahlkriterien und Einstellungsbedingungen, für den Zugang zu unselbstständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit, unabhängig von Tätigkeitsfeld und beruflicher Position, sowie für den beruflichen Aufstieg,
2.
die Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen einschließlich Arbeitsentgelt und Entlassungsbedingungen, insbesondere in individual- und kollektivrechtlichen Vereinbarungen und Maßnahmen bei der Durchführung und Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses sowie beim beruflichen Aufstieg,
3.
den Zugang zu allen Formen und allen Ebenen der Berufsberatung, der Berufsbildung einschließlich der Berufsausbildung, der beruflichen Weiterbildung und der Umschulung sowie der praktischen Berufserfahrung,
4.
die Mitgliedschaft und Mitwirkung in einer Beschäftigten- oder Arbeitgebervereinigung oder einer Vereinigung, deren Mitglieder einer bestimmten Berufsgruppe angehören, einschließlich der Inanspruchnahme der Leistungen solcher Vereinigungen,
5.
den Sozialschutz, einschließlich der sozialen Sicherheit und der Gesundheitsdienste,
6.
die sozialen Vergünstigungen,
7.
die Bildung,
8.
den Zugang zu und die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, einschließlich von Wohnraum.

(2) Für Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch gelten § 33c des Ersten Buches Sozialgesetzbuch und § 19a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch. Für die betriebliche Altersvorsorge gilt das Betriebsrentengesetz.
(3) Die Geltung sonstiger Benachteiligungsverbote oder Gebote der Gleichbehandlung wird durch dieses Gesetz nicht berührt. Dies gilt auch für öffentlich-rechtliche Vorschriften, die dem Schutz bestimmter Personengruppen dienen.
(4) Für Kündigungen gelten ausschließlich die Bestimmungen zum allgemeinen und besonderen Kündigungsschutz.

Die Mitgliedschaft z.B. in einem Chor, der sich nach speziellen musikalischen Kriterien gebildet hat ist in § 2 AGG nicht aufgeführt. Ein freier Chor fällt nicht unter Nr 7 z.B. Wenn eine Bildungseinrichtung einen Chor bildet, dann hat die Bildungseinrichtung AGG zu beachten. Die Mitgliedschaft in Sport - Kunst oder Musikgruppen , die von der Bildungseinrichtung angeboten wird und die nicht dem Lehrplan unterworfen sind, fällt nicht darunter.

Was soll also die Aufregung ?

Der Aufreger ist weniger die Tatsache als solche, sondern die permanent gefühlte Diskriminierung, wo gar keine ist bzw dieses Suhlen in einer Opferrolle/sich permanent als Opfer von irgendwas sehen. Mit Emanzipation, Selbstwertgefühl und Selbstbestimmung hat das gar nix zu tun
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
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Re: Knabenchöre - dürfen (nur) Jungs gemeinsam singen?

Beitragvon denkmal » Mi 2. Jan 2019, 08:30

Skeptiker hat geschrieben:(23 Dec 2018, 22:02)

Schöner Artikel im Focus:

https://www.focus.de/regional/coburg/re ... 75095.html

Im Artikel wird auch darauf hingewiesen, dass es klangliche Unterschiede zwischen Jungs und Mädchen gibt, die jedoch rechtlich keine Rolle spielten.

Wie ist die Meinung? Darf man Mädchen ausschließen? Was steht höher im Wert? Gleichberechtigung oder der besondere Klang?


Lass dir da nix von Gleichberechtigung einreden.... :cool:

Wiki
Basis der Gleichberechtigung ist heute weltweit der Gleichheitssatz der UN-Menschenrechtekonvention:

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

„Gleiches Recht für alle“ ist damit ein grundlegendes Menschenrecht, das mit Freiheit und Würde auf einer Ebene steht. Unbenommen davon können Rechte entzogen werden (etwa bei Straffälligkeit), oder beispielsweise während der Kindheit Sonderregelungen unterliegen. Dies entspricht dem erweiterten Grundsatz „Gleiches gleich, Ungleiches ungleich“ zu behandeln.

. . .

Definition Diskriminierung, Privilegierung

Eingriffe in die Gleichberechtigung werden als Diskriminierung bzw. Privilegierung bezeichnet.
Diskriminierung: jemand wird wegen sachlich nicht gerechtfertigter Gründe, beispielsweise rassistisch, wegen seines Geschlechts oder seiner Sexualität etc. rechtlich benachteiligt
Privilegierung: jemand wird rechtlich bevorzugt.

Beides gilt als Eingriff in den Grundsatz der Gleichberechtigung. Vielfach wird Gleichberechtigung mit Gleichheit und Gleichstellung gleichgesetzt bzw. verwechselt. Nach Verfassung und Menschenrechten bedeutet Gleichberechtigung jedoch nicht:
- dass alle oder gewisse Menschen von Natur aus faktisch gleich wären,
- dass die faktische Gleichheit aller oder gewisser Menschen angestrebt werden solle,
- dass alle oder gewisse Menschen faktisch gleichgemacht/gleichgestellt werden sollen.
Kritiker der „Gleichstellungspolitik“ sehen darin einen Konflikt mit dem Grundsatz der Gleichberechtigung. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau würde mit „Gleichstellung“ im oben erwähnten Sinn verwechselt.[
Im Laufe ihres steinernen Daseins nehmen sogar manche Denkmäler menschliche Züge an.
© Martin Gerhard Reisenberg
(*1949), Diplom-Bibliothekar und Autor
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Re: Knabenchöre - dürfen (nur) Jungs gemeinsam singen?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 2. Jan 2019, 08:47

Mein kleiner Großneffe :p lernt an der angeschlossenen Thomasschule und war beim Thomanerchor ... das viel releveantere Problem für die Kinder besteht darin, den enorm hohen Anspruch (Klavierunterricht, Gesangsunterricht usw.) zu halten und aber gleichzeitig auch in den nichtmusischen Fächern nicht abzurutschen. Von meinen flüchtigen Eindrücken her verhält sich dieses Thomasschule aber dabei ziemlich modern und sozialverträglich.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Knabenchöre - dürfen (nur) Jungs gemeinsam singen?

Beitragvon Zunder » Do 3. Jan 2019, 16:06

Wann empört sich endlich Lukas Podolski, daß er nicht der Fußballnationalelf der Damen spielen darf?
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Re: Knabenchöre - dürfen (nur) Jungs gemeinsam singen?

Beitragvon Nero » So 24. Feb 2019, 05:10

Hier, ist strukturell das Gleiche:

https://www.2gb.com/barber-forced-to-cu ... tion-case/

Eine Beschwerde wurde gegen Hunters Hill Barbier Sam Rahim eingereicht, nachdem er sich geweigert hatte, einem Mädchen die Haare zu schneiden. Als das junge Mädchen mit ihrer Mutter reinkam, sagte Sam der Mutter, dass er nicht ausgebildet sei, ihr die Haare zu schneiden. Die Mutter behauptet, Sam habe gegen das Geschlechterdiskriminierungsgesetz verstoßen. Sam Rahim berichtet, dass er keinen "schlechten Haarschnitt" machen wollte."Ich kann es der Person erklären. Ich bin nicht erfahren, ich bin nicht qualifiziert, ich bin mehr qualifiziert, Männerhaare zu machen. Aber wenn ich dazu gedrängt werde, muss ich es wohl tun." Er sagt, der Fall sei "stressig" gewesen und habe ihm Anwaltskosten von über 35.000 Dollar hinterlassen.
---
Das ist natürlich alles kein Zufall: die Mutter kam nicht einfach da vorbei und wollte mal eben ihrer Tochter die Haare schneiden lassen, sondern es war eine Aktion, genau wie das Mädchen, dass nun im Knabenchor mitsingen soll, in Wahrheit Teil einer feministischen Weltanschaungs-Aktion ist: Von Anfang an ging es schon darum und Zufall ist da gar nichts. Punkt.

Diese Klientel regt es einfach auf, wenn Frauen nicht immer und überall dabei sind und dabei nach deren Lesart nicht einfach nur dabei sind, sondern immer gleich "Männerdomänen erobern" :rolleyes: Ob nun beim Knabenchor-Fall oder hier: in Wahrheit geht es immer nur um die Befriedigung der psychischen Beklopptheiten durchgemurkster Feministinnen.
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Re: Knabenchöre - dürfen (nur) Jungs gemeinsam singen?

Beitragvon imp » So 24. Feb 2019, 06:23

Skeptiker hat geschrieben:(23 Dec 2018, 22:02)

Schöner Artikel im Focus:

https://www.focus.de/regional/coburg/re ... 75095.html

Im Artikel wird auch darauf hingewiesen, dass es klangliche Unterschiede zwischen Jungs und Mädchen gibt, die jedoch rechtlich keine Rolle spielten.

Wie ist die Meinung? Darf man Mädchen ausschließen? Was steht höher im Wert? Gleichberechtigung oder der besondere Klang?

Man darf aus seinem Verein jeden ausschließen.
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Re: Knabenchöre - dürfen (nur) Jungs gemeinsam singen?

Beitragvon Skeptiker » So 24. Feb 2019, 11:50

Nero hat geschrieben:(24 Feb 2019, 05:10)

Hier, ist strukturell das Gleiche:

https://www.2gb.com/barber-forced-to-cu ... tion-case/

Eine Beschwerde wurde gegen Hunters Hill Barbier Sam Rahim eingereicht, nachdem er sich geweigert hatte, einem Mädchen die Haare zu schneiden. Als das junge Mädchen mit ihrer Mutter reinkam, sagte Sam der Mutter, dass er nicht ausgebildet sei, ihr die Haare zu schneiden. Die Mutter behauptet, Sam habe gegen das Geschlechterdiskriminierungsgesetz verstoßen. Sam Rahim berichtet, dass er keinen "schlechten Haarschnitt" machen wollte."Ich kann es der Person erklären. Ich bin nicht erfahren, ich bin nicht qualifiziert, ich bin mehr qualifiziert, Männerhaare zu machen. Aber wenn ich dazu gedrängt werde, muss ich es wohl tun." Er sagt, der Fall sei "stressig" gewesen und habe ihm Anwaltskosten von über 35.000 Dollar hinterlassen.
---
Das ist natürlich alles kein Zufall: die Mutter kam nicht einfach da vorbei und wollte mal eben ihrer Tochter die Haare schneiden lassen, sondern es war eine Aktion, genau wie das Mädchen, dass nun im Knabenchor mitsingen soll, in Wahrheit Teil einer feministischen Weltanschaungs-Aktion ist: Von Anfang an ging es schon darum und Zufall ist da gar nichts. Punkt.

Diese Klientel regt es einfach auf, wenn Frauen nicht immer und überall dabei sind und dabei nach deren Lesart nicht einfach nur dabei sind, sondern immer gleich "Männerdomänen erobern" :rolleyes: Ob nun beim Knabenchor-Fall oder hier: in Wahrheit geht es immer nur um die Befriedigung der psychischen Beklopptheiten durchgemurkster Feministinnen.

Du schreibst er hatte entsprechende Anwaltskosten. Gab es denn eine richterliche Entscheidung zu dem Fall? Es wäre ja interessant zu sehen was die Justiz dazu sagt.
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Re: Knabenchöre - dürfen (nur) Jungs gemeinsam singen?

Beitragvon Skeptiker » So 24. Feb 2019, 11:52

imp hat geschrieben:(24 Feb 2019, 06:23)

Man darf aus seinem Verein jeden ausschließen.

Ja? Auch alle Afrikaner? (Nicht dass ich es wollte, aber hier geht es ja um die Frage der pauschalisierten Gruppenzugehörigkeit)
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Re: Knabenchöre - dürfen (nur) Jungs gemeinsam singen?

Beitragvon imp » So 24. Feb 2019, 12:43

Skeptiker hat geschrieben:(24 Feb 2019, 11:52)

Ja? Auch alle Afrikaner? (Nicht dass ich es wollte, aber hier geht es ja um die Frage der pauschalisierten Gruppenzugehörigkeit)

Wenn du das möchtest und die übrigen Vereinsmitglieder es mitziehen, kommen zB Afrikaner, Frauen oder Nichtraucher gar nicht erst ein und im Änderungsfall schnell raus. Muss natürlich satzungskonform laufen.
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Re: Knabenchöre - dürfen (nur) Jungs gemeinsam singen?

Beitragvon Benutzername » So 24. Feb 2019, 13:48

Skeptiker hat geschrieben:(24 Feb 2019, 11:52)

Ja? Auch alle Afrikaner? (Nicht dass ich es wollte, aber hier geht es ja um die Frage der pauschalisierten Gruppenzugehörigkeit)


Klar. Man kann eine Vereinsmitgliedschaft nicht erzwingen. Deshalb darf der Präsident von der Frankfurter Eintracht auch lauthals verkünden, dass AfDler in dem Verein unerwünscht sind. Dieses Recht hat jeder Verein. Wäre ja auch irgendwo seltsam wenn nicht. Man kann doch Menschen nicht zwingen jemanden in ihrer Mitte aufzunehmen, den sie dort nicht haben wollen.
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Re: Knabenchöre - dürfen (nur) Jungs gemeinsam singen?

Beitragvon Nero » So 24. Feb 2019, 20:18

Skeptiker hat geschrieben:(24 Feb 2019, 11:50)

Du schreibst er hatte entsprechende Anwaltskosten. Gab es denn eine richterliche Entscheidung zu dem Fall? Es wäre ja interessant zu sehen was die Justiz dazu sagt.



Es gab keine richterliche Entscheidung, der Fall wurde ohne Urteil beigelegt.

Settling the case at mediation, ahead of its October court date, the now-relieved barber posted:“There has been media attention recently in relation to a sex discrimination claim instituted against me for declining to provide services to a girl who entered my barber shop.

“Regrettably, there was a misunderstanding between the parties.

“I am happy to say that the proceedings have now been resolved.”

Mr Rahim went on to say that “the girl is welcome in my barber shop any time and would be happy to provide the same service to her as I do for other customers, regardless of gender”.

The barber said he was “mentally tired and exhausted” over the incident which took place in his shop back in December 2017.

At the time, Mr Rahim said he offered the woman, who works for a Sydney law firm ( :rolleyes: ), an apology and explained he was not qualified to cut women’s hair.

He tried to direct her to a salon up the road, but she stormed out in anger.

“We do welcome women; they are welcome to come. But it depends on my experience and if I can cut their hair or not,” Mr Rahim told news.com.au.

“I tell them I am not qualified, that I am not really good with females’ hair and they thank me when I point them to the salon near us.

“Unfortunately this lady wanted to take me to court.”

Settling the case at mediation, ahead of its October court date, the now-relieved barber posted:

“There has been media attention recently in relation to a sex discrimination claim instituted against me for declining to provide services to a girl who entered my barber shop.

“Regrettably, there was a misunderstanding between the parties.

“I am happy to say that the proceedings have now been resolved.

Mr Rahim said he could not change the law in Australia and, in future, if a male, female, transgender — or any gender — client came into his barber shop and would like a buzz cut, (a cut within his capabilities) “it would be against the law to say ‘no’”.

“These are the current laws in Australia and, at the moment, barbers have no exemptions like women-only gyms,” he said.
---
Einige sind wohl immer etwas gleichberechtigter als die anderen. Und jetzt kriegt sie also ihren Haarschnitt. Hurra. Übrigens:

News.com.au reached out to the mum who made the original complaint but a response was not received.
---
Das ist offenbar typisch für diese Kreise.
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Re: Knabenchöre - dürfen (nur) Jungs gemeinsam singen?

Beitragvon Skeptiker » So 24. Feb 2019, 20:29

Nero hat geschrieben:(24 Feb 2019, 20:18)
Es gab keine richterliche Entscheidung, der Fall wurde ohne Urteil beigelegt.

Settling the case at mediation, ahead of its October court date, the now-relieved barber posted:“There has been media attention recently in relation to a sex discrimination claim instituted against me for declining to provide services to a girl who entered my barber shop.

“Regrettably, there was a misunderstanding between the parties.

“I am happy to say that the proceedings have now been resolved.”

Mr Rahim went on to say that “the girl is welcome in my barber shop any time and would be happy to provide the same service to her as I do for other customers, regardless of gender”.

The barber said he was “mentally tired and exhausted” over the incident which took place in his shop back in December 2017.

At the time, Mr Rahim said he offered the woman, who works for a Sydney law firm ( :rolleyes: ), an apology and explained he was not qualified to cut women’s hair.

He tried to direct her to a salon up the road, but she stormed out in anger.

“We do welcome women; they are welcome to come. But it depends on my experience and if I can cut their hair or not,” Mr Rahim told news.com.au.

“I tell them I am not qualified, that I am not really good with females’ hair and they thank me when I point them to the salon near us.

“Unfortunately this lady wanted to take me to court.”

Settling the case at mediation, ahead of its October court date, the now-relieved barber posted:

“There has been media attention recently in relation to a sex discrimination claim instituted against me for declining to provide services to a girl who entered my barber shop.

“Regrettably, there was a misunderstanding between the parties.

“I am happy to say that the proceedings have now been resolved.

Mr Rahim said he could not change the law in Australia and, in future, if a male, female, transgender — or any gender — client came into his barber shop and would like a buzz cut, (a cut within his capabilities) “it would be against the law to say ‘no’”.

“These are the current laws in Australia and, at the moment, barbers have no exemptions like women-only gyms,” he said.
---
Einige sind wohl immer etwas gleichberechtigter als die anderen. Und jetzt kriegt sie also ihren Haarschnitt. Hurra. Übrigens:

News.com.au reached out to the mum who made the original complaint but a response was not received.
---
Das ist offenbar typisch für diese Kreise.

Naja, da hat die Dame dem armen Frisör großen Schaden bereitet. Offensichtlich aber auch ihrem Berufsstand. Ich kann mir vorstellen, dass sich soetwas nicht gut macht in ihrer Kanzlei. Aber vielleicht setzen die ja auch auf Schockwerbung ...

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