Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

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Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Zvi Back » Sa 11. Jul 2015, 12:25

Nach dem Ansehen eines alten Videos

möchte ich einmal eine Diskussion anregen, die weit über das
Schach hinausgeht.

Bei dieser Partie schlug die damals 14 jährige Judit Polgar den besten DDR-Spieler Knaack.
Polgar galt damals als Wunderkind und sie war in dem Alter durchaus und locker
zu vergleichen mit Bobby Fischer früher oder Magnus Carlson in seinen sehr jungen Jahren.
Vladimir Kramnick hat es aber später recht drastisch ausgedrückt, dass Frauen niemals
das Niveau der Männer erreichen werden "die Biologie holt sie irgendwann ein"
Leider(?) hat Kramnik recht behalten und Polgar hat es nie in die absolute Spitze geschafft obwohl
sie natürlich eine grandiose Spielerin blieb.
Auch heute gibt es natürlich sehr, sehr gute Spielerinnen, aber nach ganz oben schaffen sie es nie.
Deswegen meine Frage, kann eine Frau jemals Schach-Weltmeisterin werden?
http://www.zeit.de/sport/2012-12/Judit-Polgar-schach-frau-maenner
-----------------------------------------------------------------------------

Etwas abgekoppelt vom Thema, aber was ich noch dazu sagen wollte.

Mir ist klar, dass sich keiner ein 2h Video ansieht, wenn ihn Schach nicht interessiert.
Nicht nur bei diesem Video und Aufzeichnungen von späteren Jahren sieht man sehr schön, wie sich
die Computertechnik entwickelt hat und wie antiquiert vieles damals lief.
Das trifft auch natürlich auch auf Schachcomputer zu. Damals waren sie noch extrem primitiv im Vergleich
zu heute. Aber letztendlich ist es so, dass ein Rechner niemals so etwas wie Intuition haben wird.
Aber natürlich haben die Maschinen das Schach (der Menschen) schon relativ stark verändert.

Und als drittes finde ich es natürlich schade, dass es diese legendäre Sendungen nicht mehr gibt.
Selbst auf den 3. Programmen hat es keine Chance mehr.
Es gibt Millionen Schachspieler, aber im Fernsehen findet es nicht mehr statt.
Ist das gerechtfertigt?
https://de.wikipedia.org/wiki/Schach_der_Gro%C3%9Fmeister
Gerade Vlastimil Hort war mit seinem trockenen Humor immer wieder genial.
Zuletzt geändert von Zvi Back am Sa 11. Jul 2015, 12:29, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Brainiac » Sa 11. Jul 2015, 15:19

Zvi Back » Sa 11. Jul 2015, 12:25 hat geschrieben:Auch heute gibt es natürlich sehr, sehr gute Spielerinnen, aber nach ganz oben schaffen sie es nie.
Deswegen meine Frage, kann eine Frau jemals Schach-Weltmeisterin werden?

Da möchte ich mich nicht aufs Glatteis begeben ;)

Es gibt Millionen Schachspieler, aber im Fernsehen findet es nicht mehr statt.
Ist das gerechtfertigt?

Leider ja. Mit dem "Menschenschach" geht es bergab, seit einigen Jahren < 100.000 Vereinsspieler in D, Tendenz fallend. Der Siegeszug der Computerprogramme hat dem Schach ein wenig das Genick gebrochen. Ich selbst spiele immer noch gerne ab und zu ein Turnier, aber man muss lange suchen, bis man eins findet, dass terminlich und örtlich passt. "Damals" gab es Turniere wie Sand am Meer...

Auch der Sportstatus soll dem Schach aberkannt werden.

-> Der Markt wird immer kleiner, und Nicht-Schachspieler schauen sich sowas nicht an.
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Cloudfox » Sa 11. Jul 2015, 15:21

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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Zvi Back » Sa 11. Jul 2015, 15:43

Brainiac » Sa 11. Jul 2015, 14:19 hat geschrieben:Da möchte ich mich nicht aufs Glatteis begeben ;)


Warum Glatteis? Mich würde der Grund schon interessieren, warum dies so ist.
Kramnik ist ja nun kein dummer und auch nicht irgendwie als Macho bekannt.
Schach auf dem höchsten Level erfordert nicht nur eine gewisse Intelligenz, sondern
es ist brutales Training von täglich mehreren Stunden. Sind Frauen dazu nicht bereit, oder hat es eben andere Gründe?
Extreme Konzentrationsfähigkeit und Kondition gerade in Kandidatentunieren oder eben bei einem WM-Kampf.

Na klar ist diese Diskussion absolut vermintes Gelände, sonst hätte ich es ja nicht hier herein gestellt.
Und es hat ja auch nichts damit zu tun, dass Frauen "dümmer" sind.
Davon bin ich auch weit entfernt so zu denken. Nur erreichen sie eben dieses absolute Toplevel nicht. Warum?
Polgar war ja auch in ihren jungen Jahren durchaus auch so erfolgreich, weil sie durchaus "männlich" gespielt hat.
Nämlich ziemlich aggressiv.

Leider ja. Mit dem "Menschenschach" geht es bergab, seit einigen Jahren < 100.000 Vereinsspieler in D, Tendenz fallend. Der Siegeszug der Computerprogramme hat dem Schach ein wenig das Genick gebrochen. Ich selbst spiele immer noch gerne ab und zu ein Turnier, aber man muss lange suchen, bis man eins findet, dass terminlich und örtlich passt. "Damals" gab es Turniere wie Sand am Meer...

Auch der Sportstatus soll dem Schach aberkannt werden.

-> Der Markt wird immer kleiner, und Nicht-Schachspieler schauen sich sowas nicht an.


Naja, der Vereinsschach geht zurück-das ist richtig, trotzdem bin ich der Meinung insgesamt nimmt es durch die
Onlinemöglichkeiten durchaus wieder zu.
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Brainiac » Sa 11. Jul 2015, 16:10

Zvi Back » Sa 11. Jul 2015, 15:43 hat geschrieben:Warum Glatteis? Mich würde der Grund schon interessieren, warum dies so ist.

Also gut ;) Spitzenschach erfordert, sagen wir es so, eine spezielle Form von Intelligenz, technisch gesprochen mit besonders hohen CPU- und Arbeitsspeicheranforderungen, gepaart mit einem unendlichen Willen, alles aber auch alles aus sich für dieses eine Ziel, zu gewinnen, aus sichr herauszuholen und dabei letztlich eigentlich etwas Unproduktives zu tun ("Klötzchenschieben"). Ich würde mal sagen, Frauen haben eher andere Stärken und vor allem Motivationen.

Natürlich kann sich das irgendwann ändern - die Evolution kann alles. Nur, wie schnell? Dieses Jahrhundert wohl eher nicht mehr.

Zvi Back » Sa 11. Jul 2015, 15:43 hat geschrieben:Naja, der Vereinsschach geht zurück-das ist richtig, trotzdem bin ich der Meinung insgesamt nimmt es durch die
Onlinemöglichkeiten durchaus wieder zu.

Mag sein, wobei es auch Schachforen mit rückläufiger Tendenz gibt, ich kann hier die Entwicklung noch nicht so recht einschätzen. Interessant könnte es werden, wenn es irgendwann mal Cross-Community-Wettkämpfe geben sollte. Man muss aber das Cheating-Problem (Spieler lassen Engines mitlaufen) in den Griff kriegen. Ausser irgendwelchen unsicheren heuristischen Methoden gibt es dafür leider bislang keine befriedigende Lösung.
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Zvi Back » Sa 11. Jul 2015, 16:53

Brainiac » Sa 11. Jul 2015, 15:10 hat geschrieben:Also gut ;) Spitzenschach erfordert, sagen wir es so, eine spezielle Form von Intelligenz, technisch gesprochen mit besonders hohen CPU- und Arbeitsspeicheranforderungen, gepaart mit einem unendlichen Willen, alles aber auch alles aus sich für dieses eine Ziel, zu gewinnen, aus sichr herauszuholen und dabei letztlich eigentlich etwas Unproduktives zu tun ("Klötzchenschieben"). Ich würde mal sagen, Frauen haben eher andere Stärken und vor allem Motivationen.

Natürlich kann sich das irgendwann ändern - die Evolution kann alles. Nur, wie schnell? Dieses Jahrhundert wohl eher nicht mehr.


Diese Antwort befriedigt mich nicht so richtig.
Diese Anforderungen sind insbesondere in der Eröffnungstheorie gefragt, die heute ohne Zweifel immer wichtiger wird und
ist. Aber gerade Carlsen, der amtierende Weltmeister, ist ein typischer Spieler, der keine lebende Datenbank ist,
sondern der schon oft und sehr früh aus der allgemeinen Theorie herausfliegt, sondern dessen Erfolg durchaus mit einer aussergewöhlichen Kreativität gepaart
mit dem penetranten Ausnutzen von kleinsten Fehlern seiner Gegner zu tun hat.
Und ich glaube auch nicht, dass die besten Frauen heute im Eröffnungswissen weniger gespeichert haben, als ihre männlichen
Kollegen. Ne, ich glaube an der "CPU" liegt es nicht ohne zu Wissen woran es nun liegt.
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon BingoBurner » Sa 11. Jul 2015, 17:25

Zvi Back » Sa 11. Jul 2015, 15:53 hat geschrieben:
Diese Antwort befriedigt mich nicht so richtig.
Diese Anforderungen sind insbesondere in der Eröffnungstheorie gefragt, die heute ohne Zweifel immer wichtiger wird und
ist. Aber gerade Carlsen, der amtierende Weltmeister, ist ein typischer Spieler, der keine lebende Datenbank ist,
sondern der schon oft und sehr früh aus der allgemeinen Theorie herausfliegt, sondern dessen Erfolg durchaus mit einer aussergewöhlichen Kreativität gepaart
mit dem penetranten Ausnutzen von kleinsten Fehlern seiner Gegner zu tun hat.
Und ich glaube auch nicht, dass die besten Frauen heute im Eröffnungswissen weniger gespeichert haben, als ihre männlichen
Kollegen. Ne, ich glaube an der "CPU" liegt es nicht ohne zu Wissen woran es nun liegt.


Habe keine Ahnung von Schach. Aber wenn man die Biologie bemüht um Unterschiede zwischen Menschen zu erklären
hat das immer ein Geschmäckle.

Warum gibt es so viele Spitzenköche obwohl die meisten Frauen doch Hausfrauen sind und täglich kochen.
War auch so Phrase vor 50 Jahren. Die Erklärung war dieselbe. Männer arbeiten härter, fanatischer.
Kein Wort darüber das Frauen zu dieser Zeit nicht ohne Unterschrift des Mannes überhaupt eine Arbeit annehmen durften.
Rabenmutter ist auch so Stigma bis heute.

Oder nehmen wir den Frauenfussball. Vor 30 Jahren war das wirklich ein Gekurke. Da hat wirklich alles gefehlt.
Wenn man sich aber die letzte WM anschaut hat man gesehen wie sehr sich dieser Sport entwickelt hat. War/ist bei den Männern
übrigens genauso. Und auch hier, die meisten DFB Damen arbeiten nebenbei. Nicht wie XY Mann der täglich 12 Stunden nichts
anderes macht als gegen einen Ball zutreten.

Und/Oder Rudi Völlers legendärer Ausraster nicht vergessen......Beckenbauer, Breitner, mal Schnauze halten, die haben doch Standfussballl gespielt und so.
Und er hatte recht.
Ergebnisse wie 5 zu 6 oder 6 zu 4 waren vor 40 Jahren in der Bulli keine Seltenheit.
10 Tore pro Spiel findet man heute eigentlich nicht mehr. Die selbe Entwicklung kann man auch in anderen Sportarten
beobachten. Wenn man beim Frauenschach eine ähnliche "Hype" entfachen würde gäbe es dort sicherlich auch eine Entwicklung.

Und das man überhaupt Männer gegen Frauen im Schach gegen einander antreten lässt spricht ja schon Bände. Die Unterschiede
scheinen wohl minimal zu sein, im Gegensatz zu einer körperbetonten Sportart, das eine Unterscheidung wohl keinen Sinn macht
.Aber wie gesagt habe keine Ahnung von Schach.
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

Sleep On The Floor https://www.youtube.com/watch?v=v4pi1LxuDHc
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Brainiac » Sa 11. Jul 2015, 18:15

Zvi Back » Sa 11. Jul 2015, 16:53 hat geschrieben:Diese Antwort befriedigt mich nicht so richtig.
Diese Anforderungen sind insbesondere in der Eröffnungstheorie gefragt, die heute ohne Zweifel immer wichtiger wird und
ist. Aber gerade Carlsen, der amtierende Weltmeister, ist ein typischer Spieler, der keine lebende Datenbank ist,
sondern der schon oft und sehr früh aus der allgemeinen Theorie herausfliegt, sondern dessen Erfolg durchaus mit einer aussergewöhlichen Kreativität gepaart
mit dem penetranten Ausnutzen von kleinsten Fehlern seiner Gegner zu tun hat.
Und ich glaube auch nicht, dass die besten Frauen heute im Eröffnungswissen weniger gespeichert haben, als ihre männlichen
Kollegen. Ne, ich glaube an der "CPU" liegt es nicht ohne zu Wissen woran es nun liegt.

Sehe ich anders. Die "CPU" ist im Mittelspiel und vor allem im Endspiel wichtig, wo Carlsen ein Gigant ist. In der Eröffnung kommt es vor allem auf die Festplatte und ein gutes Ablagesystem (=Erinnerungsvermögen) an, Rechenleistung spielt eine eher untergeordnete Rolle.

Und allein mit Kreativität gewinnt niemand im Schach auch nur einen Blumentopf. Carlsen, um bei dem Beispiel zu bleiben, ist eben auch ein extrem schneller Rechner.
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Zero Credibility
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Zero Credibility » Sa 11. Jul 2015, 18:35

Frauen haben einfach nicht so gerne stundenlang ein Brett vor dem Kopf. :)
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Blockhead » Sa 11. Jul 2015, 18:35

Deswegen meine Frage, kann eine Frau jemals Schach-Weltmeisterin werden?


Das kann niemand wissen.
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Shlabotnik
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Shlabotnik » So 12. Jul 2015, 22:51

Zvi Back » Sa 11. Jul 2015, 11:25 hat geschrieben:Nach dem Ansehen eines alten Videos

möchte ich einmal eine Diskussion anregen, die weit über das
Schach hinausgeht.

Bei dieser Partie schlug die damals 14 jährige Judit Polgar den besten DDR-Spieler Knaack.
Polgar galt damals als Wunderkind und sie war in dem Alter durchaus und locker
zu vergleichen mit Bobby Fischer früher oder Magnus Carlson in seinen sehr jungen Jahren.
Vladimir Kramnick hat es aber später recht drastisch ausgedrückt, dass Frauen niemals
das Niveau der Männer erreichen werden "die Biologie holt sie irgendwann ein"
Leider(?) hat Kramnik recht behalten und Polgar hat es nie in die absolute Spitze geschafft obwohl
sie natürlich eine grandiose Spielerin blieb.
Auch heute gibt es natürlich sehr, sehr gute Spielerinnen, aber nach ganz oben schaffen sie es nie.
Deswegen meine Frage, kann eine Frau jemals Schach-Weltmeisterin werden?
http://www.zeit.de/sport/2012-12/Judit-Polgar-schach-frau-maenner
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Etwas abgekoppelt vom Thema, aber was ich noch dazu sagen wollte.

Mir ist klar, dass sich keiner ein 2h Video ansieht, wenn ihn Schach nicht interessiert.
Nicht nur bei diesem Video und Aufzeichnungen von späteren Jahren sieht man sehr schön, wie sich
die Computertechnik entwickelt hat und wie antiquiert vieles damals lief.
Das trifft auch natürlich auch auf Schachcomputer zu. Damals waren sie noch extrem primitiv im Vergleich
zu heute. Aber letztendlich ist es so, dass ein Rechner niemals so etwas wie Intuition haben wird.
Aber natürlich haben die Maschinen das Schach (der Menschen) schon relativ stark verändert.

Und als drittes finde ich es natürlich schade, dass es diese legendäre Sendungen nicht mehr gibt.
Selbst auf den 3. Programmen hat es keine Chance mehr.
Es gibt Millionen Schachspieler, aber im Fernsehen findet es nicht mehr statt.
Ist das gerechtfertigt?
https://de.wikipedia.org/wiki/Schach_der_Gro%C3%9Fmeister
Gerade Vlastimil Hort war mit seinem trockenen Humor immer wieder genial.


Ich habe Hort mal getroffen in Baden-Baden, er hatte eine Bundesligapartie kommentiert.
Horts Humor gepaart mit seinem tiefen Sachverstand war immer wieder sehr interessant und unterhaltsam zugleich. Wie er mit seinem tschechischen Akzent "nicht die Dame zu früh exponieren, ist wie wenn junges Mädchen zu früh in Disko geht" gesagt hat, oder mit Pfleger um ein Bier gewettet hat, wie der nächste Zug sein wird, herrlich.

Kortschnoj hatte ich mal in Saarbrücken getroffen, er schaute zu, als ich gegen einen anderen Spieler spielte, und er zeigte mir nachher, wie ich das Springerendspiel hätte gewinnen können. Kortschnoj war auch gegenüber neuen Dingen aufgeschlossen (wie dem "Janusschach", einer Erfindung eines Saarländers).

Ich spiele auch Turnierschach, habe auch schon gegen einige starke Frauen verloren. Mein persönlicher Eindruck ist, dass Frauen, wenn sie überhaupt spielen, nicht unbedingt schlechter als Männer spielen, aber dass einfach sehr wenige Frauen Interesse haben, ernsthaft Schach zu spielen. Eine riesige Diskrepanz besteht zwischen der Anzahl männlicher Vereinsmitglieder und weiblicher Vereinsmitglieder. Das alleine ist schon Grund genug für die Unterschiede, da muss man nicht mal die Biologie bemühen.

Die derzeitige Weltmeisterin, Mariya Muzychuk, Марія Музичук, kommt aus der Ukraine, ist 22, ihre Schwester spielt auch sehr gut Schach.

S.
Виден сокол по полёту.
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Zvi Back » Mo 13. Jul 2015, 08:04

Danke für den Beitrag. :thumbup:
Mir ist auch egal, wenn ich gegen eine Frau verliere.
Ich ärgere mich prinzipiell nicht wenn jemand besser ist, sondern nur
wenn ich Fehler mache.
Wobei ich eben der typische Cafe-Haus Schachspieler bin und nur als
Kind im Verein war.
Aber Hort ist wirklich klasse, stimmt.
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Nathan » Mo 13. Jul 2015, 08:17

Zvi Back » Sa 11. Jul 2015, 12:25 hat geschrieben:Nach dem Ansehen eines alten Videos

möchte ich einmal eine Diskussion anregen, die weit über das
Schach hinausgeht.

...Vladimir Kramnick hat es aber später recht drastisch ausgedrückt, dass Frauen niemals
das Niveau der Männer erreichen werden "die Biologie holt sie irgendwann ein"
Leider(?) hat Kramnik recht behalten und Polgar hat es nie in die absolute Spitze geschafft obwohl
sie natürlich eine grandiose Spielerin blieb.
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"Die Biologie holt sie irgendwann ein"...ich reg mich nur deswegen nicht auf weil ich genau weiß, dass dich die Biologie irgendwann einholen wird und die Welt wieder einen Rassisten weniger zu ertragen hat. Wahrscheinlich wachsen bis dahin aber wieder zwei neue nach...

---

Ich habe aufgehört Schach zu spielen, als es mir nicht mehr gelungen ist ein auf einem normalen PC lauffähiges Schachprogramm zu schlagen. Ich mags nicht, von Maschinen vorgeführt zu werden... :mad2:
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Brainiac » Mo 13. Jul 2015, 08:49

Nathan » Mo 13. Jul 2015, 08:17 hat geschrieben:Ich habe aufgehört Schach zu spielen, als es mir nicht mehr gelungen ist ein auf einem normalen PC lauffähiges Schachprogramm zu schlagen. Ich mags nicht, von Maschinen vorgeführt zu werden... :mad2:

Das ist der Punkt. :|

PS Du hast Zvi Back m.E. völlig missverstanden.
Zuletzt geändert von Brainiac am Mo 13. Jul 2015, 08:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Zvi Back » Mo 13. Jul 2015, 09:00

Brainiac » Mo 13. Jul 2015, 07:49 hat geschrieben:Das ist der Punkt. :|

PS Du hast Zvi Back m.E. völlig missverstanden.


Er will mich provozieren, das ist alles.
Es gibt Leute die wollen jedes Thema schreddern.
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Nathan » Mo 13. Jul 2015, 09:40

Brainiac » Mo 13. Jul 2015, 08:49 hat geschrieben:Das ist der Punkt. :|

PS Du hast Zvi Back m.E. völlig missverstanden.

Die Neue Rechte rückt überall da zusammen, wo ich auftauche. Ich werte das stets als Kompliment...hrhrhr

Ich befürchte, ich habe diesen Herrn sehr genau verstanden. Es ist ja nicht er der erste rassistische Beitrag von ihm sondern mindestens der hundertste. Die Kernaussage ist, Frauen wären aufgrund ihrer biologischen Struktur nicht so gute Schachspieler wie Männer. Der User hat einen fremden Autor genau dahingehend zitiert und sich in keiner Weise von der Aussage distanziert, was allein den Schluss zulässt, er würde sich diese Aussage zu eigen machen.

Aber das lässt sich ja ganz leicht aufklären. Wie isses den nun, Herr Zvi Back?
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Zvi Back » Mo 13. Jul 2015, 09:59

Nathan » Mo 13. Jul 2015, 08:40 hat geschrieben:Die Neue Rechte rückt überall da zusammen, wo ich auftauche. Ich werte das stets als Kompliment...hrhrhr


Verfolgungswahn ist heilbar. Notfalls medikamentös

Ich befürchte, ich habe diesen Herrn sehr genau verstanden. Es ist ja nicht er der erste rassistische Beitrag von ihm sondern mindestens der hundertste. Die Kernaussage ist, Frauen wären aufgrund ihrer biologischen Struktur nicht so gute Schachspieler wie Männer. Der User hat einen fremden Autor genau dahingehend zitiert und sich in keiner Weise von der Aussage distanziert, was allein den Schluss zulässt, er würde sich diese Aussage zu eigen machen.

Falls du nur einen rassistischen Beitrag von mir findest, spende ich 100 € ans nächste Flüchtlingsheim,
wenn nicht dann du- wie wäre es?

Aber das lässt sich ja ganz leicht aufklären. Wie isses den nun, Herr Zvi Back?


Wenn ich dieses Thema nicht diskutieren wollte, hätte ich es nicht eingestellt.
Nur, sorry du bist schlicht zu primitiv und zu einfach gestrickt.
Und wenn du schon an Programmen wie "Chess Titan" scheiterst, welche auf den meisten Rechnern vorinstalliert ist,
dann bist du halt-hmmm, wie soll ich es sagen- ....für Schach halt irgendwie weniger geeignet und solltest weiter MauMau spielen.
Ansonsten würde ich dich bitten wo anders herum zu spamen.
Zuletzt geändert von Zvi Back am Mo 13. Jul 2015, 10:06, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Brainiac » Mo 13. Jul 2015, 10:28

Nathan » Mo 13. Jul 2015, 09:40 hat geschrieben:Die Neue Rechte rückt überall da zusammen, wo ich auftauche.

Bitte was? :s :D
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Blockhead » Mo 13. Jul 2015, 10:48

Nathan » Mo 13. Jul 2015, 09:40 hat geschrieben:Die Neue Rechte rückt überall da zusammen, wo ich auftauche.


Stimmt, Nate.
In der Fascho-Hochburg "Politikarena" hast du sie ganz schön aufgescheucht. BK war nur noch am abkotzen. :)
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Re: Wird es je eine Schachweltmeisterin geben?

Beitragvon Nathan » Mo 13. Jul 2015, 11:18

Zvi Back » Mo 13. Jul 2015, 09:59 hat geschrieben:
Verfolgungswahn ist heilbar. Notfalls medikamentös


Falls du nur einen rassistischen Beitrag von mir findest, spende ich 100 € ans nächste Flüchtlingsheim,
wenn nicht dann du- wie wäre es?



Wenn ich dieses Thema nicht diskutieren wollte, hätte ich es nicht eingestellt.
Nur, sorry du bist schlicht zu primitiv und zu einfach gestrickt.
Und wenn du schon an Programmen wie "Chess Titan" scheiterst, welche auf den meisten Rechnern vorinstalliert ist,
dann bist du halt-hmmm, wie soll ich es sagen- ....für Schach halt irgendwie weniger geeignet und solltest weiter MauMau spielen.
Ansonsten würde ich dich bitten wo anders herum zu spamen.


Ne klare Aussage ist das natürlich nicht. Herumgeschwurbele, ad personam und ansonsten kein Inhalt. Mehr war nicht zu erwarten. Es ist auch weiterhin nicht zu erwarten, dass wir uns auf eine Definition von "Rassismus" einigen könnten und es ist auch nicht zu erwarten du würdest bei Vorliegen aller Merkmale gemäß Duden-Defi in deinen Beiträgen zugeben, rassistischen Müll zu schreiben. Deswegen verzichte ich auf den Wettbewerb. Ich werde dich aber darauf hinweisen, wenn ich wieder klare rassistische Inhalte in deinen Beiträgen finde (und das ist nicht schwer).

Frauen aufgrund ihres Frauseins als schlechtere Schachspieler als Männer hinzustellen ist jedenfalls rassistischer Unsinn.

Der aktuellste Rassismusbegriff wird übrigens so formuliert:


«Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.» (Albert Memmi, Rassismus, Frankfurt a.M. 1987, S.164)
Zuletzt geändert von Nathan am Mo 13. Jul 2015, 11:19, insgesamt 1-mal geändert.

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