Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

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Alexyessin
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Alexyessin » Di 26. Mai 2015, 12:59

Dampflok » Di 26. Mai 2015, 12:12 hat geschrieben:
Nein.

Es gibt nur zwei Geschlechter. Was Du "Mischform" nennst sind Fälle, die bei milliardenfacher Normalität schon mal auftreten können. Manche nennen sie Unfälle, Abnormitäten et cetera.


Erzähl doch nicht immer so einen Bullshit.
Es gibt Hermanphrodite wie Geschlechtslose. Dumm gelaufen Dampfi - wie halt immer bei dir.
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Blasphemist » Di 26. Mai 2015, 13:00

Was steckt hinter dieser Theorie?
Warum muss es bei Menschen mehr als zwei Geschlechter geben?
Warum wird diese Frage in Verbindung mit den Nazis gebracht?

Ich vermute mal, dass 95% aller Menschen mit ihrem Geschlecht gut leben können. Sie fühlen sich als Mann oder als Frau und sind auch eindeutig an den äußeren Geschlechtsmerkmalen erkennbar.
Der Rest ist entweder ein Zwitter oder fühlt sich nur im falschen Körper. Bedauerlich für diese Menschen aber das Leben ist nicht gerecht.

Wieso will man aber der Mehrheit der Menschheit einreden, dass ihr Geschlecht nicht natürlich sei und wenn sie es doch so empfinden dann sollen sie zumindest ein schlechtes Gewissen haben, denn ihr Empfinden kommt von faschistischen Einflüsterern?
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Flat » Di 26. Mai 2015, 13:01

Dampflok » Di 26. Mai 2015, 11:12 hat geschrieben:
Du kannst ja mal anhand älterer (vor 1933) und ausländischer Quellen nachprüfen, ob es irgendwann vorher auch nur eine Zeitspanne gegeben hat, in der mehr als 2 geschlechter propagiert wurden. Bin sehr gespannt. :cool:




Moin,

das ist leicht dank wiki:

die antiken Griechen kannten als 3. Geschlecht die andrógynoi

Kastraten wurden im 19. Jahrhundert als Neutren gesehen

Und wann folgende Staaten angefangen haben, offiziell ein 3. Geschlecht anzuerkennen, weiß ich zwar nicht, aber es wird wohl oft auch historisch gewachsen sein:
Indien, Nepal, Neuseeland, Pakistan

http://de.wikipedia.org/wiki/Drittes_Geschlecht
_______
wer Rechtsradikales sagt und tut, ist rechtsradikal. Das hat nichts mit Nazikeule zu tun.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/inte ... 62231.html
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Adam Smith » Di 26. Mai 2015, 13:02

Alexyessin » Di 26. Mai 2015, 12:59 hat geschrieben:
Erzähl doch nicht immer so einen Bullshit.
Es gibt Hermanphrodite wie Geschlechtslose. Dumm gelaufen Dampfi - wie halt immer bei dir.

Die Fortpflanzung beim Menschen ist zweigeschlechtlich. Auch wenn es Menschen gibt, die sich nicht fortpflanzen können.
Zuletzt geändert von Adam Smith am Di 26. Mai 2015, 13:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Dampflok » Di 26. Mai 2015, 13:04

Adam Smith » Di 26. Mai 2015, 12:02 hat geschrieben:Die Fortpflanzung beim Menschen ist zweigeschlechtlich. Auch wenn Menschen gibt, die sich nicht fortpflanzen können.


Es gibt ja auch Kühe mit 2 Köpfen. Das ist kein Grund das als "normal" oder "natürlich" anzusehen. Es sind Ausnahmen die die Regel bestätigen.


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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Alexyessin » Di 26. Mai 2015, 13:11

Dampflok » Di 26. Mai 2015, 13:04 hat geschrieben:
Es gibt ja auch Kühe mit 2 Köpfen. Das ist kein Grund das als "normal" oder "natürlich" anzusehen. Es sind Ausnahmen die die Regel bestätigen.




Wer bist du denn, der du anderen Menschen das "normalsein" absprechen müsstest? Übersteigertes Selbstwertgefühl oder wo drückt dich dein Schuh?
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Nichtwähler » Di 26. Mai 2015, 13:14

Alexyessin » 26.05.2015, 12:59 hat geschrieben:
Erzähl doch nicht immer so einen Bullshit.
Es gibt Hermanphrodite wie Geschlechtslose. Dumm gelaufen Dampfi - wie halt immer bei dir.


Warum musst du immer aus der Rolle fallen? Kannst du nicht anders, wenn jemand nicht deiner Meinung ist oder bist du inzwischen so "abgehoben" das du glaubst solche Unter- oder Überschwelligen "dumme Formulierungen" ständen dir - ob deines Ranges - einfach zu?

Kannst du dich hier nicht genau so benehmen wie andere?
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Nichtwähler » Di 26. Mai 2015, 13:16

Alexyessin » 26.05.2015, 13:11 hat geschrieben:
Wer bist du denn, der du anderen Menschen das "normalsein" absprechen müsstest? Übersteigertes Selbstwertgefühl oder wo drückt dich dein Schuh?


So etwas meine ich. Für solche Antworten senke ich den Daumen ganz nach unten.
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Dampflok » Di 26. Mai 2015, 13:36

Nichtwähler » Di 26. Mai 2015, 12:16 hat geschrieben:
So etwas meine ich. Für solche Antworten senke ich den Daumen ganz nach unten.

Hast meine Antwort gelesen, gut. Dann weg damit. :)


Zuletzt geändert von Dampflok am Di 26. Mai 2015, 13:38, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Nichtwähler » Di 26. Mai 2015, 13:47

Dampflok » 26.05.2015, 13:36 hat geschrieben:Hast meine Antwort gelesen, gut. Dann weg damit. :)




Ja, diese

Es gibt ja auch Kühe mit 2 Köpfen. Das ist kein Grund das als "normal" oder "natürlich" anzusehen. Es sind Ausnahmen die die Regel bestätigen.


Antwort ist doch klar, verständlich und deutlich. Das kann man gar nicht missverstehen denke ich.
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Agesilaos Megas » Di 26. Mai 2015, 14:18

Alexyessin » Di 26. Mai 2015, 13:11 hat geschrieben:
Wer bist du denn, der du anderen Menschen das "normalsein" absprechen müsstest? Übersteigertes Selbstwertgefühl oder wo drückt dich dein Schuh?



Eben das ist das Erbe des NS, wenn es um die Geschlechter geht... Du kannst es hier 1:1 bei einigen nachlesen.

Natürlich hat der NS aber selbst Wurzeln, die diese Entwicklung begründen. Es ist mitnichten ein typisches NS-Phänomen, aber nichts war prägender jedenfalls für D.

Ein Bsp.: Linkshändigkeit im NS wurde als Vorstufe zur Homosexualität angesehen, deren Ursache: "Verweichlichung" (Verweiblichung durch Mutter, durch zu unstrengen Vater); ihre Therapie: Korrektur oder KZ, wenn unkorrigierbar. Dieses Denken hielt sich bis in die 80er Jahre (DDR).

Nur ein Bsp. von vielen (zumal es nur indirekt die Geschlechter betrifft).
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Beelzebub » Di 26. Mai 2015, 15:59

Alexyessin » Di 26. Mai 2015, 11:59 hat geschrieben:Es gibt Hermanphrodite wie Geschlechtslose. Dumm gelaufen Dampfi - wie halt immer bei dir.

Noch dümmer läuft's, wenn man vor dem Schreiben das Denken vergisst.

So wie die Aussage "Raben haben schwarze Federn" nicht dadurch falsch wird, dass ca. jeder millionste Rabe ein Albino mit weißen Federn ist, so wird die Aussage "Es gibt bei Menschen zwei biologische Geschlechter" durch das seltene Vorkommen von Mischformen - "Hermaphroditen" - nicht widerlegt. Zudem sind diese Mischformen mitnichten so was wie ein drittes, viertes, fünftes oder x-tes Geschlecht, sondern weisen immer Geschlechtsmerkmale auf, die entweder männlich oder weiblich zugeordnet werden können. Ein biologisches Geschlechtsmerkmal, das weder bei Männern noch bei Frauen vorkommt, gibt es bei keiner einzigen Mischform.

Und es mag menschliche Wesen ohne (sichtbare) Geschlechtsmerkmale geben, "Geschlechtslose" aber allenfalls in Märchen & Sagen.

Auch wenn nicht jeder Mensch eindeutig einem biologischen Geschlecht zugeordnet werden kann, ändert das nicht das Geringste daran, dass es bei Menschen ganz genau zwei biologische Geschlechter gibt. Nicht weniger und nicht mehr.
Zuletzt geändert von Beelzebub am Di 26. Mai 2015, 16:33, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Agesilaos Megas » Di 26. Mai 2015, 16:01

Dampflok » Di 26. Mai 2015, 09:02 hat geschrieben:Wenn man meint, man habe schon jeden Unsinn der Genderideologen gelesen, kommt ein "Experte" wie Professor Voss dahergelaufen, der allen Ernstes behauptet,

Zweigeschlechtlichkeit käme quasi von den Nazis.

"Heinz-Jürgen Voss: “Bis in die 1920er Jahre sprach man von ­Geschlechtervielfalt. Mit den Nazis kam die Theorie einer weitgehend klaren biologi­schen Zweiteilung, die auch immer noch im Biologiestudium vermittelt wird, obwohl die aktuelle Forschung längst weiter ist.”"

Endlich. Es wurde auch Zeit, daß die ganz große Nazikeule ausgepackt wird, damit wir es alle begreifen.

Erhellend die Kommentare dazu, etwa:

"Normalerweise bezahlt man für gutes Kabarett hohe Preise für den Eintritt – hier wird die Realsatire frei Haus geliefert – nein . ich vergaß, den Preis dafür zahlen alle Bürger mit ihren Steuern und die junge Generation, der man diesen Schwachsinn in den Schädel kloppt."

Und Ihr? seid Ihr diesbezüglich "Nazis"?






Preußisches Landrecht, Zwitterparagraf?

Goldschmidt?

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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon frems » Di 26. Mai 2015, 16:32

Blasphemist » Di 26. Mai 2015, 13:00 hat geschrieben:Was steckt hinter dieser Theorie?

Nix. Nur der übliche Dampfi-Feldzug. Daß das Verhalten der Geschlechter nicht nur durch die Biologie, sondern auch das soziale Umfeld beeinflußt wird, ist nun keine so bahnbrechende Erkenntnis. Die Nazis haben versucht sämtliche Bereiche des Lebens durch Naturwissenschaften zu erklären. Das erkennt man auch an ihrer Sprache, wenn sie von "(Volks-)Schädlingen", "Parasiten", "(Volks-)Körper", "Lebensraum" usw. sprachen, was zuvor rein biologische Begriffe waren. (Ähnlich machten sie's, als sie aus der Physik bzw. Elektrotechnik Begriffe wie "Anschluß" und "Gleichschaltung" übernahmen.)

Der Professor hat offenbar auch keine Theorie aufgestellt, sondern nur eine Hypothese in einem Aufsatz, wo man sich einzelne Punkte herauspickte. "Nazi, Nazi!" hat er auch nicht geschrieben, sondern historisch über die Zeit des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts geschrieben, wo Biologie und Medizin noch andere Erkenntnisse hatten. In den 1920ern änderte sich dies, auch wenn das wenig mit Nazis -- sehr bedauerlich, ich weiß -- zu tun hatte und sie es später nur aufgriffen und für ihre "arische Wissenschaft" umkrempelten.

Die auf Vererbung orientierende Geschlechtsvorstellung erhielt erheblichen
Auftrieb mit der Beschreibung von "Geschlechtschromosomen".
Hermann Henking formulierte 1891, dass die Kernteilung (Meiose) zu
zwei verschiedenen Arten von Spermien führt, solche mit einem großen
Chromatinelement und solche ohne dieses. Clarence Erwin McClung
folgerte daraus, dass dieses Element in der Geschlechtsbestimmung
bedeutsam sein müsse. Edmund Beecher Wilson beobachtete 1905 bei
Insekten verschiedengestaltige Spermiozyten (Zellen, die zu befruchtungsfähigen
Samenzellen werden). In einigen dieser Zellen war ein
Chromosom vorhanden, das in anderen fehlte; in anderen Fällen differierten
Chromosomenpaare in der Gestalt. Nettie Maria Stevens beschrieb
ebenfalls im Jahr 1905 für Larven des gewöhnlichen Mehlkäfers,
dass bei männlichen Tieren ein Chromosom kleiner sei, bei weiblichen
hingegen nicht. Sie folgerte, dass dieses kleinere Chromosom für die
Ausbildung von Männchen notwendig sei. Später benannte Wilson das
kleinere Chromosom als "y", das größere als "X".

Diese Beschreibungen entstanden aus der Beobachtung an Insekten,
vergleichbare Betrachtungen folgten später für den Menschen. So
schrieb Theophilus Painter im Jahr 1923, dass beim Menschen alle
männlichen Individuen ein X- und ein Y-Chromosom hätten, wogegen
alle weiblichen Individuen über zwei X-Chromosomen verfügten. Die
Auffassung, dass ein XY-Chromosomensatz "typisch männliche" Menschen,
ein XX-Chromosomensatz "typisch weibliche" Menschen kennzeichne,
ist heute weit verbreitet. Das ist problematisch: Ein solches
Prinzip ist weder im Tierreich allgemein noch bei den Säugetieren universell
gültig. (3) [...]

Mit diesem Denken ging eine Fokussierung auf die Hoden einher,
denen eine vermännlichende Wirkung für die vor- und nachgeburtliehe
Geschlechtsentwicklung zugeschrieben wurde. Solche - androzentrisehen
(also den Mann zum maßgeblichen Zentrum erklärenden) -
Betrachtungen galten 1947 als experimentell bewiesen: Alfred Jost hatte
damals bei Kaninchen in der frühen Embryonalentwicklung die Keimdrüsen
entfernt und stellte daraufhin unabhängig von der Chromosomenkombination
eine stets "weibliche Entwicklung" fest. Er schlussfolgerte,
dass für die "männliche Entwicklung" Keimdrüsen, nämlich
Hoden, notwendig seien, für die "weibliche Entwicklung" dagegen
nicht. (4) [...]

Sich einem Denken der Prozesse zuzuwenden, bietet der Forschung zur
Geschlechtsentwicklung, die derzeit bei vielen Fragen auf der Stelle tritt
und nicht oder kaum über die (oft widersprüchliche) Beschreibung von
ein paar Genen und Genprodukten und gegebenenfalls deren Wechselwirkungen
hinaus kommt, neue Impulse. Eine Betrachtung von Prozessen
könnte dazu beitragen, die tatsächlich auftretende Variabilität an
Merkmalen wahrzunehmen und besser zu verstehen, wie sich Geschlecht
entwickelt.

http://dasendedessex.blogsport.de/image ... ickelt.pdf

Viel Lärm um nichts. Wahrscheinlich reibt man sich an ihm, weil er mal Pirincci, das Vorbild für Anstand und Vernunft, angezeigt hat (-> http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 13801.html). Und nun führen die Krakeeler im Netz ihren Feldzug. Das Übliche halt.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Alexyessin » Mi 27. Mai 2015, 20:53

Nichtwähler » Di 26. Mai 2015, 13:14 hat geschrieben:
Warum musst du immer aus der Rolle fallen? Kannst du nicht anders, wenn jemand nicht deiner Meinung ist oder bist du inzwischen so "abgehoben" das du glaubst solche Unter- oder Überschwelligen "dumme Formulierungen" ständen dir - ob deines Ranges - einfach zu?

Kannst du dich hier nicht genau so benehmen wie andere?


Oh, du meinst so wie du? Dann müsste ich ja Brauner Depp schreiben. Nein, das ist nicht mein Stil.
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Alexyessin » Mi 27. Mai 2015, 20:54

Dampflok » Di 26. Mai 2015, 13:36 hat geschrieben:Hast meine Antwort gelesen, gut. Dann weg damit. :)




Du willst halt Menschen die du nicht kennst das Normalsein absprechen. Ist aber nichts neues bei dir.
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Alexyessin » Mi 27. Mai 2015, 20:56

Beelzebub » Di 26. Mai 2015, 15:59 hat geschrieben:Auch wenn nicht jeder Mensch eindeutig einem biologischen Geschlecht zugeordnet werden kann, ändert das nicht das Geringste daran, dass es bei Menschen ganz genau zwei biologische Geschlechter gibt. Nicht weniger und nicht mehr.


Du meinst, weil du es behauptet ist es so? Keine Transsexuellen? Keine Hermaphroditen? Nein? Alles zuordenbar vom Belzebub?
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Beelzebub » Mi 27. Mai 2015, 23:29

Alexyessin » Mi 27. Mai 2015, 19:56 hat geschrieben:Du meinst, weil du es behauptet ist es so? Keine Transsexuellen? Keine Hermaphroditen? Nein? Alles zuordenbar vom Belzebub?


Na gut, extra für dich also noch mal:

1. Es gibt zwei biologische Geschlechter. Zwei, das ist die Zahl zwischen eins und drei.

2. Es gibt vereinzelt Individuen, die keinem dieser beiden Geschlechter eindeutig zugeordnet werden können, weil sie Merkmale beider Geschlechter aufweisen: So weit klar? Lies es vorsichtshalber noch zwei mal. Und dann noch mal.

3. Bei vorgenannten Individuen gibt es kein, nochmals: kein Geschlechtsmerkmal, das nicht entweder weiblich oder männlich ist. Noch mal lesen! Und dann noch mal!

4. Aus den unter 3. genannten Gründen sind besagte Individuen, auch wenn sie weder eindeutig männlich, noch eindeutig weiblich sind, eine Mischform aber kein eigenständiges drittes, viertes fünftes oder x-tes Geschlecht.

Die Natur hat vor ca. 300 Millionen Jahren die zweigeschlechtliche Fortpflanzung entwickelt, weil sie gegenüber der ungeschlechtlichen Fortpflanzung (Zellteilung) einen evolutionären Vorteil hat. Ein drittes, viertes, fünftes oder x-tes Geschlecht ist für die Fortpflanzung unnötig und daher auch nicht entstanden.

Es mag aus Gründen der politischen Korrektheit erwünscht sein, drei, vier, fünf oder 695.738 Geschlechter als eigenständig anzuerkennen. Biologisch gesehen ist und bleibt es absoluter Unfug, über den künftige Generationen aller Voraussicht nach ähnlich verständnislos den Kopf schütteln werden, wie unsereins heute über die "Erkenntnisse" der "Rassenforschung" in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Zuletzt geändert von Beelzebub am Mi 27. Mai 2015, 23:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Blasphemist » Do 28. Mai 2015, 10:02

[url]http://www.taz.de/Geschlechtertests-vor-Frauenfußball-WM/!5201157[/url]
Auch im Sport soll es in Zukunft mehrere Geschlchter oder kein Geschlcht mehr geben.

Das wäre dann wirklich lustig. Freakshows für politisch Korrekten und Sport für den Rest.
Zuletzt geändert von Blasphemist am Do 28. Mai 2015, 11:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Endlich: "Zweigeschlechtlichkeit stammt von den Nazis!"

Beitragvon Alexyessin » Do 28. Mai 2015, 10:57

Beelzebub » Mi 27. Mai 2015, 23:29 hat geschrieben:
Na gut, extra für dich also noch mal:

1. Es gibt zwei biologische Geschlechter. Zwei, das ist die Zahl zwischen eins und drei.

2. Es gibt vereinzelt Individuen, die keinem dieser beiden Geschlechter eindeutig zugeordnet werden können, weil sie Merkmale beider Geschlechter aufweisen: So weit klar? Lies es vorsichtshalber noch zwei mal. Und dann noch mal.

3. Bei vorgenannten Individuen gibt es kein, nochmals: kein Geschlechtsmerkmal, das nicht entweder weiblich oder männlich ist. Noch mal lesen! Und dann noch mal!

4. Aus den unter 3. genannten Gründen sind besagte Individuen, auch wenn sie weder eindeutig männlich, noch eindeutig weiblich sind, eine Mischform aber kein eigenständiges drittes, viertes fünftes oder x-tes Geschlecht.

Die Natur hat vor ca. 300 Millionen Jahren die zweigeschlechtliche Fortpflanzung entwickelt, weil sie gegenüber der ungeschlechtlichen Fortpflanzung (Zellteilung) einen evolutionären Vorteil hat. Ein drittes, viertes, fünftes oder x-tes Geschlecht ist für die Fortpflanzung unnötig und daher auch nicht entstanden.

Es mag aus Gründen der politischen Korrektheit erwünscht sein, drei, vier, fünf oder 695.738 Geschlechter als eigenständig anzuerkennen. Biologisch gesehen ist und bleibt es absoluter Unfug, über den künftige Generationen aller Voraussicht nach ähnlich verständnislos den Kopf schütteln werden, wie unsereins heute über die "Erkenntnisse" der "Rassenforschung" in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts.


Deswegen hat die Natur auch Zwitter vorgesehen, oder?

DU willst hier aus mir nicht näher bekannten politischen Gründen die Existenz eines möglichen dritten Geschlechts nicht anerkennen wollen. Gibs halt wenigstens zu.
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