Positionieren sich Feministinnen notfalls rechtsaußen?

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Billie Holiday
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Re: Positionieren sich Feministinnen notfalls rechtsaußen?

Beitragvon Billie Holiday » So 14. Jun 2020, 19:21

imp hat geschrieben:(14 Jun 2020, 19:09)

Wenn der scheidende Senior der Eigentümer ist, darf der auch gern schlechte Entscheidungen treffen oder solche, die sehr visionär sind und zunächst nicht verstanden werden - weil sie nach den aktuellen Regeln der Kunst als schlecht gelten. Ich bin nicht überzeugt, dass bei der aktuellen Debatte um "Farbengerechtigkeit" immer eine ansonsten gleiche Qualifikation die Grundlage stellt.


Natürlich darf er das.

Wenn die ausschließliche Qualifikation die Hautfarbe ist, bringt das aber niemandem Vorteile. Ein qualifizierter weißer Bewerber wird ausgeschlossen, weil ein Mitbewerber schwarz ist -Qualifikation unbekannt, da unwichtig. Wie soll das gehen? Das ist völlig unrealistisch.
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imp
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Re: Positionieren sich Feministinnen notfalls rechtsaußen?

Beitragvon imp » So 14. Jun 2020, 19:52

Billie Holiday hat geschrieben:(14 Jun 2020, 19:21)

Natürlich darf er das.

Wenn die ausschließliche Qualifikation die Hautfarbe ist, bringt das aber niemandem Vorteile. Ein qualifizierter weißer Bewerber wird ausgeschlossen, weil ein Mitbewerber schwarz ist -Qualifikation unbekannt, da unwichtig. Wie soll das gehen? Das ist völlig unrealistisch.

Das wäre ein klassischer Quotenansatz. Soweit ich das überblicke, bin ich nur noch in Vereinen tätig, die das nicht machen. Das war nicht immer so. Ich möchte das nicht im Geschäft haben. Meine persönliche Erfahrung geht dahin, dass man besser eine Stelle unbesetzt lässt als einen politisch opportunen Dummy einzufangen. Wenn man Pech hat, ist der auch noch fleißig und engagiert und kommt einem ständig in die Quere.
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Re: Positionieren sich Feministinnen notfalls rechtsaußen?

Beitragvon Umetarek » So 14. Jun 2020, 20:34

imp hat geschrieben:(14 Jun 2020, 19:52)

Das wäre ein klassischer Quotenansatz. Soweit ich das überblicke, bin ich nur noch in Vereinen tätig, die das nicht machen. Das war nicht immer so. Ich möchte das nicht im Geschäft haben. Meine persönliche Erfahrung geht dahin, dass man besser eine Stelle unbesetzt lässt als einen politisch opportunen Dummy einzufangen. Wenn man Pech hat, ist der auch noch fleißig und engagiert und kommt einem ständig in die Quere.

Nein, ich kenn die Quote nur so, dass bei gleicher Qualifikation jemand wegen Geschlecht, oder wegen was weiß ich bevorzugt wird, aber nicht irgendein dahergelaufener Hiwi.
//gleicher darf hier mit vergleichbarer ausgewechselt werden, die genau gleiche Qualifikation wird es selten geben.
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Re: Positionieren sich Feministinnen notfalls rechtsaußen?

Beitragvon imp » So 14. Jun 2020, 20:48

Umetarek hat geschrieben:(14 Jun 2020, 20:34)

Nein, ich kenn die Quote nur so, dass bei gleicher Qualifikation jemand wegen Geschlecht, oder wegen was weiß ich bevorzugt wird, aber nicht irgendein dahergelaufener Hiwi.

Ich kenne das aus einigen Vereinen so, dass teilweise überhaupt erst ein Block von Gremiensitzen gewählt wird, der ausschließlich Frauen offensteht und danach ein Block gewählt wird, der Frauen und Männern offensteht. Damit soll eine Mindestquote - zB 30% oder 50% - an Frauen erreicht werden. Teilweise gilt die Verschärfung, dass die "gemischte" Liste im Verhältnis zu kürzen ist, wenn die Frauenliste nicht voll besetzt werden konnte, etwa mangels Kandidaturen.

Das Ergebnis ist auf vielfältige Weise verheerend.

Einerseits werden Frauen gedrängt, für Gremien (wieder) zu kandidieren, die bereits amtsmüde sind oder aufgrund von Entwicklungen in ihrem Leben derartige Verantwortung aktuell nicht gebrauchen können. Andererseits werden ihnen oft Doppelbelastungen angetragen oder man ist froh, wenn überhaupt irgendwer kandidiert. Formal ist dann die Quote hergestellt. Als Mann erlebt man dann im Gremium ein Gefälle zwischen Männern, die sich manchmal einer sehr harten Wahlkonkurrenz stellen mussten und Frauen, unter denen einige wirklich brillant, gut vorbereitet, engagiert sind, aber andere nur der Form halber dabei sind oder Aufgrund von Überlastung mit mehreren Aufgaben weniger gut agieren als sie eigentlich könnten. Unbefriedigend für alle. Wie das helfen soll, Vorurteile über Frauen abzubauen oder mehr Frauen für die Arbeit in den Gremien zu gewinnen? Unklar. Hier kommt ein schlechter qualifiziertes Gremium zustande als möglich wäre. Unterstellt man, dass Frauen in einem Verein genau wie Männer vorrangig den Vereinszweck verfolgenm verlieren so alle.

Für den Fall, dass mehr sehr gute Frauen zur Wahl stehen als die Hälfte der Plätze hergibt, ist das ganze auch wieder Mist: Sich auf der Frauenliste nicht durchgesetzt zu haben gilt als Stigma, auf der gemischten Liste haben diese nur sehr selten Erfolg. Hier hat der Verein wieder einen schlechteren Vorstand oder anderes Gremium als er haben könnte.

Es ist meist ein ziemlicher Killer, solche eingeführten Quoten - insbesondere im Umfeld von Wahlen - zu kritisieren.
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