Abtreibungsumfrage

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Gesetzeslage: Abtreibung

Abtreibung sollte komplett verboten werden
34
8%
Die gesetzlichen Schranken für Abtreibung sollten verstärkt werden
52
13%
Die staatliche Finanzierung von Abtreibung ist pervers
63
16%
Spätabtreibung sollte verboten werden
47
12%
Die Gesetzeslage bei Abtreibung ist vollkommen ausreichend
103
25%
Die gesetzlichen Hürden müssen abgeschafft werden
38
9%
Der Staat sollte Abtreibung komplett fördern
25
6%
Weitere Verfahren zur pränatalen Kindstötung müssen erforscht werden
28
7%
Enthaltung
16
4%
 
Abstimmungen insgesamt: 406
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Billie Holiday
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Billie Holiday » Do 22. Aug 2019, 09:02

Ger9374 hat geschrieben:(22 Aug 2019, 08:13)

Nur das die ungewollten Schwangerschaften bei unter 18 jährigen seit Jahren wieder ansteigen.


Da müßten man genauer gucken, bei wem der Mädchen unter 18.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Selina
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Selina » Do 22. Aug 2019, 09:50

Billie Holiday hat geschrieben:(22 Aug 2019, 07:23)

Aufklärung verursacht Schwangerschaften.... :s


:D

Wie man diesen Schwachsinn von der angeblichen "Frühsexualisierung" glauben kann, ist mir schleierhaft. Kinder fragen selbst, und das auch schon recht zeitig, woher sie kommen und wie sie gemacht worden sind, was Sex ist und so weiter und so fort. Weiß eigentlich jeder. Wichtig ist es halt nur, kindgemäß und trotzdem sehr klar zu antworten. Das hat mit diesem propagandistischen Begriff der "Frühsexualisierung" nun wirklich nüscht zu tun.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Liegestuhl » Do 22. Aug 2019, 10:34

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(22 Aug 2019, 07:38)

Respekt und Chapeau! - Auch für den Mut zu so einem Post. :thumbup:


Ich halte das Konzept den Nachwuchs prophylaktisch abzutreiben, weil er ein schlechtes Leben haben könnte, für moralisch und ethisch inakzeptabel.

Möglicherweise wäre das im Einzelfall tatsächlich besser gewesen, können wir trotzdem nicht Gott spielen und für ein anderes Menschenleben entscheiden, ob es lebenswert ist, oder nicht.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Liegestuhl » Do 22. Aug 2019, 10:37

Alana4 hat geschrieben:(22 Aug 2019, 07:44)
Das mit den Trieben ist eben ne blöde Sache.....Wissen Hin oder Her, Verstand Hin oder Her, aufgeklärt sein Hin oder Her......mitunter setzt das alles aus, pure Lust gewinnt die Oberhand.....


Bei mir ist mal eine ohnmächtig geworden.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon space » Do 22. Aug 2019, 10:42

Es hat einen Grund, warum Missbrauchsfälle häufig dort gehäuft vorkommen, wo eine rigide Sexualmoral herrscht oder propagiert wird. Anders kann das eben auch Dauer nicht vertuscht werden, außer wenn man halt generell nicht über 'sowas' spricht. Und wenn Kinder im Zweifel beigebracht bekommen, dass 'sowas' dann in irgendeiner Form anstößig ist, führt das eben letztlich dazu, dass sie sich schuldig fühlen und es aus Scham nicht erzählen.
Es ist mir absolut unbegreiflich wie man so argumentieren kann und gleichzeitig denkt, man hätte dabei das Wohl der Kinder im Sinn. In den Auswirkungen ist es nämlich das komplette Gegenteil.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Billie Holiday » Do 22. Aug 2019, 10:51

Liegestuhl hat geschrieben:(22 Aug 2019, 10:37)

Bei mir ist mal eine ohnmächtig geworden.


:D :thumbup:

hauptsache, nicht schwanger.....
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Dark Angel » Do 22. Aug 2019, 12:52

Selina hat geschrieben:(22 Aug 2019, 09:50)

:D

Wie man diesen Schwachsinn von der angeblichen "Frühsexualisierung" glauben kann, ist mir schleierhaft. Kinder fragen selbst, und das auch schon recht zeitig, woher sie kommen und wie sie gemacht worden sind, was Sex ist und so weiter und so fort. Weiß eigentlich jeder. Wichtig ist es halt nur, kindgemäß und trotzdem sehr klar zu antworten. Das hat mit diesem propagandistischen Begriff der "Frühsexualisierung" nun wirklich nüscht zu tun.

Richtig, Kinder fragen von selbst und das zeigt eins - sie beschäftigen die Fragen, sie denken nach, also sind sie auch fähig, die Antworten zu verstehen.
Man sollte es allerdings unterlassen, Antworten auf Fragen zu geben, die gar nicht gestellt wurden.
Diese Antworten verstehen Kinder - insbesondere kleine Kinder - nicht, weil sie außerhalb ihres Verständnisbereiches liegen.
Sie interessieren sich schlicht nicht für unterschiedliche sexuelle Orientierungen und Partnerschaftsformen, sondern nehmen sie als gegeben hin, denken nicht darüber nach.
Erst wenn sie beginnen darüber nachzudenken und die entsprechenden Fragen stellen, sollten ihnen altersgerechte, wahrheitsgemäße Antworten gegeben werden.
Deshalb bin ich auch dagegen, bereits im Kindergarten etwas zu thematisieren, was das Verständnisfähigkeit der Kinder übersteigt.
Was als Vielfalt propagiert wird, sind tatsächlich Ausnahmen, mit denen kleine Kinder - insbesondere Kindergarten - sehr selten konfrontiert werden.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Alana4 » Do 22. Aug 2019, 13:40

Liegestuhl hat geschrieben:(22 Aug 2019, 10:37)

Bei mir ist mal eine ohnmächtig geworden.

petit mort! :thumbup:
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Selina » Do 22. Aug 2019, 14:40

Dark Angel hat geschrieben:(22 Aug 2019, 12:52)

Richtig, Kinder fragen von selbst und das zeigt eins - sie beschäftigen die Fragen, sie denken nach, also sind sie auch fähig, die Antworten zu verstehen.
Man sollte es allerdings unterlassen, Antworten auf Fragen zu geben, die gar nicht gestellt wurden.
Diese Antworten verstehen Kinder - insbesondere kleine Kinder - nicht, weil sie außerhalb ihres Verständnisbereiches liegen.
Sie interessieren sich schlicht nicht für unterschiedliche sexuelle Orientierungen und Partnerschaftsformen, sondern nehmen sie als gegeben hin, denken nicht darüber nach.
Erst wenn sie beginnen darüber nachzudenken und die entsprechenden Fragen stellen, sollten ihnen altersgerechte, wahrheitsgemäße Antworten gegeben werden.
Deshalb bin ich auch dagegen, bereits im Kindergarten etwas zu thematisieren, was das Verständnisfähigkeit der Kinder übersteigt.
Was als Vielfalt propagiert wird, sind tatsächlich Ausnahmen, mit denen kleine Kinder - insbesondere Kindergarten - sehr selten konfrontiert werden.


Ja. Ich kann nicht so gut einschätzen, was diesbezüglich heute ganz aktuell in Kindergärten läuft. Für eine Überforderung wäre ich natürlich auch nicht. Aber falls Kinder danach fragen, warum ihr Spielgefährte zwei Väter oder zwei Mütter statt Vater und Mutter hat, würde ich das als Erwachsener dort auf alle Fälle beantworten. Und ich weiß, dass Kinder im älterten Kita-Alter schon durchaus danach fragen. Zumindest von den paar Kindern, die mir hier in meinem Umfeld und im Freundeskreis bekannt sind, weiß ich das. Und meine eigene Tochter hat auch immer alles rechtzeitig erfahren, was es dazu zu wissen gibt, sobald sie danach fragte. Und das war meines Erachtens ziemlich zeitig. Ich glaube, die Kinder sind gerade im Alter zwischen fünf und zehn Jahren enorm wissbegierig, was solche Fragen anbelangt. Da verläuft die Grenze nicht haarscharf an der Stelle, wo der Kindergarten aufhört.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Dark Angel » Do 22. Aug 2019, 14:48

Selina hat geschrieben:(22 Aug 2019, 14:40)

Ja. Ich kann nicht so gut einschätzen, was diesbezüglich heute ganz aktuell in Kindergärten läuft. Für eine Überforderung wäre ich natürlich auch nicht. Aber falls Kinder danach fragen, warum ihr Spielgefährte zwei Väter oder zwei Mütter statt Vater und Mutter hat, würde ich das als Erwachsener dort auf alle Fälle beantworten. Und ich weiß, dass Kinder im älterten Kita-Alter schon durchaus danach fragen. Zumindest von den paar Kindern, die mir hier in meinem Umfeld und im Freundeskreis bekannt sind, weiß ich das. Und meine eigene Tochter hat auch immer alles rechtzeitig erfahren, was es dazu zu wissen gibt, sobald sie danach fragte. Und das war meines Erachtens ziemlich zeitig. Ich glaube, die Kinder sind gerade im Alter zwischen fünf und zehn Jahren enorm wissbegierig, was solche Fragen anbelangt. Da verläuft die Grenze nicht haarscharf an der Stelle, wo der Kindergarten aufhört.

Ja, sobald sie die Frage(n) von selbst stellen. Das ist ein Zeichen dafür, dass sie über "diese Dinge" nachdenken und dann verstehen sie auch die Antwort(en), sofern sie ohne viel "Schickschnack" altergerecht gegeben werden.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder relativ kurze präzise Antworten - ohne viel Drumherumgerede - wollen.
Die Antworten verstehen sie. Mit irgendwelchen Geschichten drumherum sind sie überfordert.
Wenn meine Kinder mit Fragen zu mir gekommen sind, haben sie wahrheitsgemäße, altersgerechte Antworten bekommen und bei meinen Enkeln halten wir es genauso.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Selina » Do 22. Aug 2019, 15:06

Dark Angel hat geschrieben:(22 Aug 2019, 14:48)

Ja, sobald sie die Frage(n) von selbst stellen. Das ist ein Zeichen dafür, dass sie über "diese Dinge" nachdenken und dann verstehen sie auch die Antwort(en), sofern sie ohne viel "Schickschnack" altergerecht gegeben werden.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder relativ kurze präzise Antworten - ohne viel Drumherumgerede - wollen.
Die Antworten verstehen sie. Mit irgendwelchen Geschichten drumherum sind sie überfordert.
Wenn meine Kinder mit Fragen zu mir gekommen sind, haben sie wahrheitsgemäße, altersgerechte Antworten bekommen und bei meinen Enkeln halten wir es genauso.


Ja. Bestimmte Dinge klar, kurz und knapp zu beantworten, ist immer gut. Aber wir haben in unseren Familien zusätzlich die Erfahrung gemacht, also vor allem noch zu Omas Zeiten (eine ziemlich moderne Oma war das), dass das Geschichten-Erzählen dabei schon eine unterstützende Rolle spielen kann. Sie konnte wundervoll aus ihrem Leben und dem Leben allgemein erzählen. Und da waren auch immer - sehr interessant geschildert - so kleine Details drin verpackt, die man eben dann als Kind (und auch Enkel) mitlernte. Da kam auch der Humor nie zu kurz. Nichts ist blöder, als diese ganzen Dinge so bierernst zu vermitteln. Ich glaube, die Mischung ist wichtig: Mal kurz, knapp und sachlich - mal bildhaft und in lebendigen Geschichten verpackt. Ich weiß nicht, ob das Geschichten-Erzählen heute überhaupt noch so eine große Rolle spielt. Ich befürchte, nein.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Alana4 » Do 22. Aug 2019, 15:14

Selina hat geschrieben:(22 Aug 2019, 15:06)

...... Ich weiß nicht, ob das Geschichten-Erzählen heute überhaupt noch so eine große Rolle spielt. Ich befürchte, nein.


Doch! Zwar verändern sich die Geschichten im Laufe des Älterwerdens der Kids, aber erzählt werden sie. Am Liebsten sitzen die nun "großen" Kinder im Kreis der größeren Familie....also mit Tanten,Onkel usw. und lauschen den Geschichten aus der Kinder- und Jugendzeit ihrer Eltern. Man muss da echt höllisch aufpassen, was da so zum Besten gegeben wird....das macht einem ja die ganze bisherige Erziehung kaputt :D :D
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Selina » Do 22. Aug 2019, 15:32

Alana4 hat geschrieben:(22 Aug 2019, 15:14)

Doch! Zwar verändern sich die Geschichten im Laufe des Älterwerdens der Kids, aber erzählt werden sie. Am Liebsten sitzen die nun "großen" Kinder im Kreis der größeren Familie....also mit Tanten,Onkel usw. und lauschen den Geschichten aus der Kinder- und Jugendzeit ihrer Eltern. Man muss da echt höllisch aufpassen, was da so zum Besten gegeben wird....das macht einem ja die ganze bisherige Erziehung kaputt :D :D


:D :thumbup:
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Dark Angel » Do 22. Aug 2019, 15:51

Selina hat geschrieben:(22 Aug 2019, 15:06)

Ja. Bestimmte Dinge klar, kurz und knapp zu beantworten, ist immer gut. Aber wir haben in unseren Familien zusätzlich die Erfahrung gemacht, also vor allem noch zu Omas Zeiten (eine ziemlich moderne Oma war das), dass das Geschichten-Erzählen dabei schon eine unterstützende Rolle spielen kann. Sie konnte wundervoll aus ihrem Leben und dem Leben allgemein erzählen. Und da waren auch immer - sehr interessant geschildert - so kleine Details drin verpackt, die man eben dann als Kind (und auch Enkel) mitlernte. Da kam auch der Humor nie zu kurz. Nichts ist blöder, als diese ganzen Dinge so bierernst zu vermitteln. Ich glaube, die Mischung ist wichtig: Mal kurz, knapp und sachlich - mal bildhaft und in lebendigen Geschichten verpackt. Ich weiß nicht, ob das Geschichten-Erzählen heute überhaupt noch so eine große Rolle spielt. Ich befürchte, nein.

Doch Geschichten erzählen ist immer noch wichtig, egal ob Märchen/Fantasy nacherzählt oder selbst erfunden, mit den Kindern zusammen "entwickelt" oder auch Erlebnisse aus dem eigenen Leben. Spielt keine Rolle, regt aber die Phantasie der Kinder an und damit auch deren Imaginations- und Abstaktionsvermögen.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Fliege » So 25. Aug 2019, 02:22

Fliege hat geschrieben:(16 Aug 2019, 16:35)
Was würde ein Schwangere, die ihr Kind nicht haben möchte, dazu bewegen, es doch auszutragen, damit es an Adoptiveltern weitergegeben werden kann?
Dark Angel hat geschrieben:(16 Aug 2019, 19:10)
GAR NICHTS!
Ab dem Zeitpunkt, ab dem eine Frau Kindesbewegungen verspürt, entwickelt sich aufgrund eines sich ändernden Hormonhaushaltes eine sehr intensive Bindung zu dem Kind.
Nichts - gar nichts - kann eine Frau (wenige Ausnahmen ausgenommen) dann noch dazu bringen, dieses Kind zur Adoption freizugeben, völlig unabhängig davon, ob das Kind gewollt war oder nicht.

In beiden Fällen, ob nun die Frau austrägt und abgibt oder austrägt und behält, ergibt sich ein Schutz vor Abtreibung (wobei nach meinem Modell nicht nur die Frau, die austrägt, staatlich gefördert wird, sondern im Anschluss auch die Frau, die das Kind groß zieht).
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Alana4 » So 25. Aug 2019, 07:13

Fliege hat geschrieben:(25 Aug 2019, 02:22)

......wobei nach meinem Modell nicht nur die Frau, die austrägt, staatlich gefördert wird, sondern im Anschluss auch die Frau, die das Kind groß zieht).


und das soll -in deinem Modell-nur für die gelten, die eigentlich abtreiben wollten? Eine "Belohnung" dafür also, dass sie es nicht tun?
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Fliege » So 25. Aug 2019, 15:26

Alana4 hat geschrieben:(25 Aug 2019, 07:13)
und das soll -in deinem Modell-nur für die gelten, die eigentlich abtreiben wollten? Eine "Belohnung" dafür also, dass sie es nicht tun?

Nein, diese Vorbedingung mache ich nicht. Doch bei abtreibewilligen Frauen besteht ein expliziter Förderbedarf.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Alana4 » So 25. Aug 2019, 15:34

Fliege hat geschrieben:(25 Aug 2019, 15:26)

Nein, diese Vorbedingung mache ich nicht. Doch bei abtreibewilligen Frauen besteht ein expliziter Förderbedarf.


Das verstehe ich nicht. Als "abtreibungswillig" werden ja nur die Frauen erkannt, die zu einer Beratung gehen (müssen).

wie stellst du dir denn dein Modell in der Umsetzung vor? die Frau, die abtreiben möchte, soll irgendwas "bekommen", damit sie es nicht tut. Habe ich das richtig verstanden? Und gleichzeitig soll diejenige, die das Kind dann nimmt (falls es auch nach der Geburt noch zur Adoption frei ist), auch etwas bekommen....was auch immer.....als Belohnung oder Unterstützung.

Mhm.....wenn die zunächst abtreibungswillige Frau das Kind dann behält? Kriegt die auch die Unterstützung?

Was ist mit denen, die zwar erst "abtreibungswillig" sind, es sich aber- ohne Beratung- anders überlegen? Dürfen die sich die "Unterstützung" für ihren Entschluss auch abholen in deinem Modell?

Und dann....wenn man es genau betrachtet: es gibt Unterstützung- für Schwangere, für junge Mütter, vor der Geburt, nach der GEburt.....alles da.

Du merkst selbst, dass dein Modell irgendwo nicht funktioniert, oder?
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Dark Angel » So 25. Aug 2019, 15:37

Fliege hat geschrieben:(25 Aug 2019, 15:26)

Nein, diese Vorbedingung mache ich nicht. Doch bei abtreibewilligen Frauen besteht ein expliziter Förderbedarf.

Achja, welcher denn?
Abtreibungswillige Frauen haben schwerwiegende Gründe für ihre Entscheidung und nur die betreffende Frau selbst in fähig einzuschätzen, ob ihre Gründe tatsächlich ausreichend sind, ob ihre Opfergrenzen überschritten werden, wenn sie das Kind austragen würde/müsste.
Das kann und darf kein Dritter beurteilen und schon gar nicht entscheiden.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Fliege » So 25. Aug 2019, 16:13

Alana4 hat geschrieben:(25 Aug 2019, 15:34)
Das verstehe ich nicht.

Du brauchst nicht rätseln.
Fliege hat geschrieben:(25 Aug 2019, 02:22)
[N]ach meinem Modell [wird] nicht nur die Frau, die austrägt, staatlich gefördert, sondern im Anschluss auch die Frau, die das Kind groß zieht.
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".

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