Sammelstrang Maskulismus

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Billie Holiday
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Billie Holiday » Do 28. Mai 2009, 15:56

Anavlis hat geschrieben:
Weil Männer kaum bis garnicht zur Polizei gehen oder sich anderweitig Hilfe holen... das steht hier aber schon tausendfach mittlerweile... wird aber scheinbar gerne einfach übergangen! Man kann nunmal niemanden zwingen sich helfen zu lassen... wieviele Frauen zeigen auch heute noch Vergewaltigungen z. B. nicht an... da heißt es auch ruckzuck "selber schuld..." nur wenn die Männer das nicht machen - dann ist es ein Drama und die Schuld wird direkt bei den Frauen... ähm ach nee warte - Feministinnen gesucht...

Wenn die geschlagenen Männer Hilfe wollen, dann müssen sie sich diese holen oder sie zumindest auch annehmen, wenn sie ihnen angeboten wird... das gilt nunmal für Männer wie für Frauen auch... ansonsten gilt, was ich auch Frauen immer sage... wer Gewalt erfährt sollte die Beziehung schnellstmöglich beenden... das gilt selbstverständlich auch für Männer...


Stimmt, das fängt an bei dem Indianer, der keinen Schmerz kennt, und geht weiter beim hartnäckigen sich weigern, nach dem Weg zu fragen.

Frauenhäuser und Einrichtungen entstanden durch aufmuckende Frauen, die dafür gekämpft haben. Wenn Männer für andere Männer in gleicher Weise kämpfen würden, gäbe es Männerhäuser, ganz einfach, weil der Bedarf da wäre. Aber wenn Mann alles in sich hineinfrißt und nie um Hilfe bittet, wird es wohl nichts mit Einrichtungen für Männer.
Frauen sehen es nicht als lächerlich an, wenn jemand um Hilfe bittet, weil sie es selber oft genug tun, offenbar macht Mann sich ungern vor anderen Männern lächerlich.
Dabei sind Männer eigentlich sehr hilfsbereit und geben gern tatkräftig Hilfe...... :dunno:
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Tudddeldü
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Tudddeldü » Do 28. Mai 2009, 17:58

Billie Holiday hat geschrieben:
Stimmt, das fängt an bei dem Indianer, der keinen Schmerz kennt, und geht weiter beim hartnäckigen sich weigern, nach dem Weg zu fragen.

Frauenhäuser und Einrichtungen entstanden durch aufmuckende Frauen, die dafür gekämpft haben. Wenn Männer für andere Männer in gleicher Weise kämpfen würden, gäbe es Männerhäuser, ganz einfach, weil der Bedarf da wäre. Aber wenn Mann alles in sich hineinfrißt und nie um Hilfe bittet, wird es wohl nichts mit Einrichtungen für Männer.
Frauen sehen es nicht als lächerlich an, wenn jemand um Hilfe bittet, weil sie es selber oft genug tun, offenbar macht Mann sich ungern vor anderen Männern lächerlich.
Dabei sind Männer eigentlich sehr hilfsbereit und geben gern tatkräftig Hilfe...... :dunno:

So einfach ist leider nicht. In Deutschland existieren meines Wissens 2 Männerhäuser, wobei ich glaube das es inzwischen nur eines ist. Finanzielle Hilfen gibt es keine, da "... finanzielle Mittel endlich sind" (Begründung der Ablehnung finanzieller Hilfen für ein Männerhaus. Auch wenn sich mal ein Mann zur Polizei begibt, muss er da erleben, dass er nicht Ernst genommen wird. MANNdat e.V. hat diese Zustände in einem offenen Brief beklagt:
• Ein Mann, der sich über den Notruf 110 an die örtliche Polizeidienststelle gewandt hatte, bekam vom diensthabenden Beamten folgende Sätze zu hören: „Was bist du denn für eine Memme? Kommst du mit deiner Frau nicht klar? Geh mal ins Fitnessstudio!“
Eine andere Beamtin des Telefon-Notrufs behandelte den Mann wie einen Täter und legte ihm gegenüber einen betont aggressiven Tonfall an den Tag.
• Einer Opferschutzbeauftragten der Polizei waren die Verjährungsfristen für Gewaltdelikte offenbar nicht bekannt. Als der männliche Hilfesuchende von länger zurückliegenden körperlichen Angriffen durch die Partnerin berichtete, sprach sie von einer Verjährungsfrist von drei Jahren. Als der Mann jedoch zugab, die Frau auch schon einmal geschlagen haben, hatte sich die Frist plötzlich auf fünf Jahre verlängert.
Ein anderer Opferschutzbeauftragter sprach wiederum von einer Verjährungsfrist von zehn Jahren, was er allerdings erst auf mehrfache Nachfrage hin einräumte.
• Ein von seiner Frau körperlich angegriffener Mann wurde von einem Opferschutzbeauftragten an eine städtische Gewalt-Interventionsstelle verwiesen. Diese Einrichtung war jedoch nur für weibliche Gewaltopfer zuständig und konnte dem Mann daher nicht helfen. Gleiches galt für eine „Männer gegen Männergewalt“-Gruppe sowie ein Caritas-Mädchenhaus, an die er ebenfalls von Opferschutzbeauftragten der Polizei verwiesen wurde. Auf telefonische Anfrage bei der Polizei, wohin geschlagene Männer von ihr vermittelt würden, reagierten die Polizisten mit Hilflosigkeit und konnten keine Anlaufstellen nennen.
• Bei einem Mann, der zusammen mit seinem Kind vor der gewalttätigen Ehefrau geflüchtet war und sich an den Polizei-Notruf 110 wandte, erklärte der Beamte am Telefon: „Ich werde sehen, ob ich Sie irgendwo unterbringen kann“. Nach zwei Stunden rief der Polizist zurück und teilte dem Mann mit, dass man leider nichts Passendes habe finden können.
• Als eine häusliche Auseinandersetzung eskalierte, rief eine Frau die Polizei zu Hilfe. Als diese dann in der Wohnung eintraf, versuchte der Mann, sich gegenüber dem Polizisten zu verteidigen, indem er ihm den Ablauf der Geschehnisse zu schildern versuchte. Darauf wurde er vom Polizeibeamten barsch angefahren; er solle den Mund halten. Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, griff der Polizeibeamte dabei andeutungsweise zur Waffe.
• Ein Mann wurde auf offener Straße vor den Augen des gemeinsamen Kindes niedergeschlagen. Die herbeigerufenen Polizisten, die den Mann nur noch alleine antrafen, protokollierten den Vorfall und schickten den Mann zur Notfallbehandlung in eine Klinik.
Auf der Polizeidientstelle wurde der Vorfall erneut protokolliert. Als der Mann eine Tür mit der Aufschrift „Opferberatung“ sah und Anstalten machte, diesen Raum zu betreten, wurde er vom Polizisten nachdrücklich und mit den Worten „Lassen Sie das! Das bringt nur Ärger!“ vom Betreten des Büros abgehalten.Quelle
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Claud » Do 28. Mai 2009, 18:51

Tudddeldü hat geschrieben:So einfach ist leider nicht.


Es ist aber auch ein Teil des Problemes.

Worüber ich mich aber auch schon lange wunder, ist die mangelnde Aufopferungsbereitschaft der kritisierenden Seite. Während es bei zigst privaten Hilfeinstitutionen auch heute noch oft der Fall ist, dass diese sich aus Spenden und Eigenengagement finanzieren, beschränkt man sich hier anscheinend auf Forderungen an staatliche Stellen. Grundsätzlich sind die Forderungen nicht falsch, ich vermisse aber die prägenden Anfänge.

In Deutschland existieren meines Wissens 2 Männerhäuser, wobei ich glaube das es inzwischen nur eines ist. Finanzielle Hilfen gibt es keine, da "... finanzielle Mittel endlich sind" (Begründung der Ablehnung finanzieller Hilfen für ein Männerhaus.


In Berlin ist auch schon länger eins geplant und in Arbeit, scheiterte aber ebenfalls an mangelnder Förderung von Seiten des Senates, weil man dort noch nicht mal weiß, welche Behörde für sowas überhaupt zuständig währe.


Auch wenn sich mal ein Mann zur Polizei begibt, muss er da erleben, dass er nicht Ernst genommen wird.


Grundsätzlich sollte die Polizei sowas immer ernst nehmen. Es zeigt aber auch auf, dass es gerade Männer sind, welche anderen Männern hier das Leben schwer machen.
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Tudddeldü » Do 28. Mai 2009, 19:14

Claud hat geschrieben:
In Berlin ist auch schon länger eins geplant und in Arbeit, scheiterte aber ebenfalls an mangelnder Förderung von Seiten des Senates, weil man dort noch nicht mal weiß, welche Behörde für sowas überhaupt zuständig währe.

Welche Behörde ist denn für die Frauenhäuser zuständig? Das Für-alle-außer-Männer-Ministerium?
Zuletzt geändert von Tudddeldü am Do 28. Mai 2009, 19:14, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Claud » Do 28. Mai 2009, 19:27

Tudddeldü hat geschrieben:Welche Behörde ist denn für die Frauenhäuser zuständig? Das Für-alle-außer-Männer-Ministerium?



Finanzierungsantrag Männerhaus Berlin vom 21. Januar 2007

Zwischenbescheid vom 26.02.2007

Sehr geehrter Herr Thiel,

wie ich Ihnen im o.g. Zwischenbescheid mitgeteilt habe, hat Herr Senator Wolf ihren Antrag, der konzeptionell auf Ihren Ursprungsantrag aus dem Jahr 2002 zurückgeht, zuständigkeitshalber an mich weitergeleitet. Bereits mit Schreiben vom August 2002 hatte unsere damalige Staatssekretärin Frau Prof. Nickel darauf hingewiesen, dass die Zuständigkeit für das von Ihnen geplante Vorhaben nicht in der Abteilung für Frauenpolitik liegt und Ihnen empfohlen, sich an die damalige Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport zu wenden. Ich habe Ihren Antrag dennoch gründlich geprüft und auch die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie die Landeskommission gegen Gewalt um Prüfung und Stellungnahme gebeten.

Im Ergebnis wurde uns mitgeteilt, dass für Männer, insbesondere für Väter, die sich in einer problematischen Situation befinden, in Berlin mit den von den freien Trägern oder den Bezirken betriebenen Erziehungs- und Familienberatungsstellen bereits ein flächendeckendes Angebot zur Verfügung steht. Darüber hinaus wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung der Träger Mannege gefördert, der sich ausschließlich an die Zielgruppe der Väter richtet und Angebote der Familienbildung vorhält. Dieser Träger bietet Beratung an. Ein Ausbau dieser Angebote wird derzeit nicht für erforderlich gehalten. Zusätzliche Mittel stehen dort ebenfalls nicht zur Verfügung. Unabhängig davon hat die Landeskommission Berlin gegen Gewalt zugesagt, die von Ihnen angesprochene Thematik Männer und Väter als Opfer häuslicher Gewalt und Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen ihrer Arbeit aufgreifen.

Ich bedauere, Ihnen keinen positiven Bescheid geben zu können."


http://www.maennerberatung.de/maennerha ... eption.htm
Zuletzt geändert von Claud am Do 28. Mai 2009, 19:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Claud » Do 28. Mai 2009, 19:34

Tudddeldü hat geschrieben:Welche Behörde ist denn für die Frauenhäuser zuständig? Das Für-alle-außer-Männer-Ministerium?


Wo ist eigentlich nu das private Engagement in der Sache?
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Tudddeldü » Do 28. Mai 2009, 19:53

Claud hat geschrieben:
Wo ist eigentlich nu das private Engagement in der Sache?

Gibt es, denn sonst würde es gar kein Männerhaus geben - und auch keine Vereine wie VafK oder MANNdat, die nicht staatlich gefördert werden. Ansonsten: Frauenprojekte werden auch staatlich gefördert, warum nicht Männerprojekte? Hier herrrscht eine Doppelmoral. Es gibt ein Heer von Frauenbeauftragten (fälschlicherweise als "Gleichstellungsbeauftragte" benannt), welches seine Pfründe sichert und Männeranliegen aktiv blockiert.

Wie siehts eigentlich mit deinem Engagement aus? Bist du Mitglied in MANNdat (kostet 20 Euro im Jahr)?
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Maria » Do 28. Mai 2009, 20:00

Claud hat geschrieben:Im Ergebnis wurde uns mitgeteilt, dass für Männer, insbesondere für Väter, die sich in einer problematischen Situation befinden, in Berlin mit den von den freien Trägern oder den Bezirken betriebenen Erziehungs- und Familienberatungsstellen bereits ein flächendeckendes Angebot zur Verfügung steht. Darüber hinaus wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung der Träger Mannege gefördert, der sich ausschließlich an die Zielgruppe der Väter richtet und Angebote der Familienbildung vorhält.


Wurde hier nicht behauptet, es gäbe keine Angebote an Männer?
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Claud » Do 28. Mai 2009, 20:01

Tudddeldü hat geschrieben:Hier herrrscht eine Doppelmoral.


Nicht wirklich. Es ist ein nüchternes Zeugnis darüber, wie sehr gemeinnützige Bewegungen an Finanzierungsproblemen leiden. Den Maskulisten geht es da nicht anders als zigst anderen Vereinen. All diese werden erst dann gefördert, haben sie einen entsprechenden Bekanntheitsgrad und Lobby.

Wie siehts eigentlich mit deinem Engagement aus? Bist du Mitglied in MANNdat (kostet 20 Euro im Jahr)?


Ich bin Mitglied einer Partei, kostet mich 90€ im Jahr. Ich bin Elternsprecher in einen Berliner OSZ und öfters ehrenamtlich tätig für mehrere soziale Vereine Berlins. Manndat interessiert mich nicht, da zu einseitig. Und sieht die Mitgliederstruktur so aus wie hier, dann wird sich daran nie etwas ändern.
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Maria » Do 28. Mai 2009, 20:03

Tudddeldü hat geschrieben:Ansonsten: Frauenprojekte werden auch staatlich gefördert, warum nicht Männerprojekte? Hier herrrscht eine Doppelmoral.


Lese noch mal richtig: In dem von Claud zitierten Zwischenbescheid wird ein Projekt erwähnt, dass gefördert wird und sich ausschließlich an Männer richtet.
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Claud » Do 28. Mai 2009, 20:05

Maria hat geschrieben:
Wurde hier nicht behauptet, es gäbe keine Angebote an Männer?


Mannege ist von den hier verlangten Angeboten weit entfernt und konzentriert sich größtenteils auf informieren und begleiten von Vätern. Stell es dir vor wie eine Krabbelgruppe für Männer.
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Tudddeldü » Do 28. Mai 2009, 20:11

Ach der Verein hilft Vätern, die von der Mutter ausgegrenzt werden? Kann ich mir nicht vorstellen.
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Claud » Do 28. Mai 2009, 20:15

Tudddeldü hat geschrieben:Gibt es, denn sonst würde es gar kein Männerhaus geben -


Es könnte aber auch mehr geben, währe die entsprechende Bereitschaft hierfür vorhanden. Warum kein Trägerverein? Warum keine Anerkennung als gemeinnützige Organisation, mit all ihren Spendentechnischen Vorteilen? Wo sind die freiwilligen Helfer, welche auch mal eine Bruchbude aufpäppeln und die Betroffenen ehrenamtlich betreuen?

In zigst anderen Fällen klappt es doch auch.
miss marple

Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon miss marple » Do 28. Mai 2009, 20:17

Tudddeldü hat geschrieben:Ach der Verein hilft Vätern, die von der Mutter ausgegrenzt werden? Kann ich mir nicht vorstellen.




junger mann, man muss sich durch kämpfen und fordern, sonst kommt man zu nichts.

auf den putz haun, leute vom rundfunk bestellen, redakteure, dann geht was - sonst geht nichts. kämpfen und fordern, nicht zögerlich dort stehen und sagen "das kann ich mir nicht vorstellen".

veränderungen leben davon, dass man vorantreibt, was eben unvorstellbar ist.

kämpfen und fordern, anders gehts nicht...
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Maria » Do 28. Mai 2009, 20:37

miss dschei hat geschrieben:junger mann, man muss sich durch kämpfen und fordern, sonst kommt man zu nichts.

auf den putz haun, leute vom rundfunk bestellen, redakteure, dann geht was - sonst geht nichts. kämpfen und fordern, nicht zögerlich dort stehen und sagen "das kann ich mir nicht vorstellen".

veränderungen leben davon, dass man vorantreibt, was eben unvorstellbar ist.

kämpfen und fordern, anders gehts nicht...


Auch Frauenhäuser sind nicht einfach so vom Himmel gefallen

frauenhaus in Köln hat geschrieben:In Köln machten im Sommer 1976 Studentinnen der Fachhochschule Köln unter Anleitung von Prof. Dr. Maria Mies, Fachbereich Sozialpädagogik, das Thema öffentlich, initiierten Straßenaktionen und gründeten den Verein Frauen helfen Frauen. Nach zähen Verhandlungen mit der Stadt wurde Ende 1976 das erste Kölner Frauenhaus eröffnet...


oder hier:
Mannheimer Frauenhaus hat geschrieben:1980 erkennt der Gemeinderat die Notwendigkeit eines Frauenhauses an. Er bewilligt Gelder für neun Personalstellen und stellt dem inzwischen gegründeten Mannheimer Frauenhaus e.V. ein Gebäude mietfrei zur Verfügung.

1977 untermauert die Familienfürsorge die Notwendigkeit eines Frauenhauses in Mannheim mit dem Ergebnis einer Befragung der Sozialarbeiterinnen, wonach 178 Frauen und 328 Kinder sofort hätten untergebracht werden müssen; zusätzlich weisen sie auf eine hohe Dunkelziffer hin. Die Stadträtin Inge Nikitopoulos (FDP) beantragt die Einrichtung eines Frauenhauses, der Antrag wir abgelehnt.

1976 fordert der Verein "Frauen helfen Frauen" ein selbst verwaltetes Frauenhaus und legt dafür eine Konzeption vor.


Naj, googeln kannst du ja sicher selbst.
miss marple

Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon miss marple » Do 28. Mai 2009, 20:43

Maria hat geschrieben:
Auch Frauenhäuser sind nicht einfach so vom Himmel gefallen



oder hier:


Naj, googeln kannst du ja sicher selbst.



natürlich fliegt weder was vom himmel noch kommt aus dem nichts - deshalb kämpfen und fordern, sonst hätten wir vermutlich noch kinderarbeit und leibeigenschaft.

ja, wenn ich mag, kann ich die suchmaschine google bedienen :)
Maria
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Maria » Do 28. Mai 2009, 20:58

miss dschei hat geschrieben:
ja, wenn ich mag, kann ich die suchmaschine google bedienen :)


Miss dschei, ich meinte nicht dich mit meiner Googel-Aufforderung, sondern die Maskulisten, die nur fordern "auch" etwas zu bekommen - in diesem Fall ein Männerhaus - aber nicht daran denken, dass die gegen vielerlei Widerstände auch erst erkämpft werden mussten.

Dass es anscheinend schwer ist, so ein Männerhaus durchzusetzen hat meiner Meinung nach nichts mit Männerbenachteiligung zu tun, sondern damit, dass für soziale Projekte immer gekämpft werden muss und die Finanzierug stets schwierig ist.

Nur dann stimmt die Argumentation - Polizisten und Richter wären alle immer und ausschleißlich auf Seiten der Frauen und würden Männer grundsätzlich als Täter sehen, dies würde belegt durch das Fehlen von Männerhausern - nicht mehr.

Das wollen Dampflok und Tuddeldü aber nicht sehen.

Dass unabhängig davon Männerhäuser genauso staatlich finanziert werden sollten, wenn ein Bedarf nachgewiesen wird, halte ich für richtig.
miss marple

Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon miss marple » Do 28. Mai 2009, 21:05

Maria hat geschrieben:
Miss dschei, ich meinte nicht dich mit meiner Googel-Aufforderung, sondern die Maskulisten, die nur fordern "auch" etwas zu bekommen - in diesem Fall ein Männerhaus - aber nicht daran denken, dass die gegen vielerlei Widerstände auch erst erkämpft werden mussten.

Dass es anscheinend schwer ist, so ein Männerhaus durchzusetzen hat meiner Meinung nach nichts mit Männerbenachteiligung zu tun, sondern damit, dass für soziale Projekte immer gekämpft werden muss und die Finanzierug stets schwierig ist.

Nur dann stimmt die Argumentation - Polizisten und Richter wären alle immer und ausschleißlich auf Seiten der Frauen und würden Männer grundsätzlich als Täter sehen, dies würde belegt durch das Fehlen von Männerhausern - nicht mehr.

Das wollen Dampflok und Tuddeldü aber nicht sehen.

Dass unabhängig davon Männerhäuser genauso staatlich finanziert werden sollten, wenn ein Bedarf nachgewiesen wird, halte ich für richtig.




genau das hab ich vor jahren schon im alten pf geschrieben.

<<Dass unabhängig davon Männerhäuser genauso staatlich finanziert werden sollten, wenn ein Bedarf nachgewiesen wird, halte ich für richtig.[>>

natürlich sollte bei männerhäusern ebenso die öffentliche kasse aufkommen - der bedarf ist mit sicherheit da, sonst gäbe es ja die impulse nicht. die schande, wenn ein mann vertrimmt wird usw., die gehen mit ihrer geschichte nicht leicht ans licht - weiß ich ja als kind vom land schon vor jahrzehnten, wenn gemunkelt wurde, dass dieser oder jener mann es öfters mit dem nudelholz seiner frau übergezogen bekommt usw.

es wäre an der zeit, dass wir wirkich, was soziale fähigkeiten anbelangt, aus dem neandertal heraus kommen - anstatt dessen müssen im 3. jahrtausend in der ersten, zivilisierten welt häuser her, um menschen, die vorher ein miteinander hatten, voreinander zu schützen, das ist doch maßlos traurig.
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Claud » Do 28. Mai 2009, 21:06

Maria hat geschrieben:Dass es anscheinend schwer ist, so ein Männerhaus durchzusetzen hat meiner Meinung nach nichts mit Männerbenachteiligung zu tun, sondern damit, dass für soziale Projekte immer gekämpft werden muss und die Finanzierug stets schwierig ist.



Genau so ist es!
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Re: Sammelstrang Maskulismus

Beitragvon Tudddeldü » Do 28. Mai 2009, 21:32

Maria hat geschrieben:Dass es anscheinend schwer ist, so ein Männerhaus durchzusetzen hat meiner Meinung nach nichts mit Männerbenachteiligung zu tun, sondern damit, dass für soziale Projekte immer gekämpft werden muss und die Finanzierug stets schwierig ist.

Claud hat geschrieben:
Genau so ist es!

So ist es nicht. Überall finden wir Nur-für-Frauen-Projekte, aber keine für Männer. Es gibt keine Nur-für-Männer-Projekte um etwa Obdachlosigkeit oder Selbstmord gezielt geschlechtsspezifisch zu bekämpfen. Sind Frauen Opfer, wird gefördert; sind es Männer, wird ignoriert. Gipfel des Hohns: Obwohl die Mehrheit der Obdachlosen Männer sind, gibt es Projekte, die sich ausschließlich an Frauen adressieren - staatlich, wohlgemerkt.

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