Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Moderator: Moderatoren Forum 8

Heinzpeter

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon Heinzpeter » Fr 10. Apr 2015, 12:32

straight one » Fr 10. Apr 2015, 11:28 hat geschrieben:
Ich weiß ja nicht, was Sie für Frauen kennen und wie sehr Sie sich blind stellen, aber das ist wirklich ein trauriges Bild, was Sie hier zeichnen. Wenn es wirklich so wäre, wie Sie behaupten, kann man sich nur die Kugel geben. Ich habe in meinem Bekanntenkreis einige erfolgreiche Unternehmerinnen. Die haben jetzt nicht unbedingt Hunderte von Angestellten, aber schon so zwischen 10-20 Mitarbeiter, die sie quasi ernähren. Also, ich verstehe nicht, warum Sie das nicht glauben wollen.

Das habe ich nie abgestritten. Selbstverständlich gibt es die.
Allerdings sind das gesamtgesellschaftlich so Wenige, dass ein 80 Millionen Volk davon niemals auf diesem Wohlstandsniveau leben könnte.
straight one
Beiträge: 48
Registriert: Fr 10. Apr 2015, 00:43

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon straight one » Fr 10. Apr 2015, 12:38

Billie Holiday » Fr 10. Apr 2015, 10:59 hat geschrieben:
Sex und Empfängnis haben nicht unbedingt was mit Risikobereitschaft zu tun. So weit haben unsere Vorfahren gar nicht gedacht, die haben es getrieben und 9 Monate später.......



in den 9 monaten ist dann aber einiges passiert, bis es mal da war. es mag sich tatsächlich um eine genetisch bedingte risikobereitschaft handeln, auf die frau nicht unbedingt stolz sein muss. aber das kind kann in den 9 monaten abgehen, die frau und/oder das kind können bei der geburt sterben. die kindersterblichkeit nach der geburt war damals extrem hoch. unter den widrigen bedingungen war es überhaupt schon ein glück, ein kind über die ersten vulnerablen jahre großzubekommen.
möglicherweise handelt es sich bei der viel gelobten höheren männlichen risikobereitschaft aber auch um eine genetisch bedingte. also auch nicht unbedingt etwas worauf man so stolz sein müsste. das wäre immerhin möglich.
Heinzpeter

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon Heinzpeter » Fr 10. Apr 2015, 12:42

Ohne die männliche Risikobereitschaft hätte es Fortschritt nie gegeben.

Aber das ist erstmal gar nicht das Thema.
Die entscheidende Frage bleibt nach wie vor, warum Frauen dasselbe Gehalt erwarten, wenn ihre Leistungsbereitschaft doch nie der eines vergleichbaren Mannes entsprochen hat oder entspricht?

Und ich darf auf die Strangüberschrift verweisen.
Es geht um Karrierefrauen, nicht irgendwelche m/w Strassenfeger oder Burgerbrater bei McD !!
straight one
Beiträge: 48
Registriert: Fr 10. Apr 2015, 00:43

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon straight one » Fr 10. Apr 2015, 12:47

Allerdings sind das gesamtgesellschaftlich so Wenige, dass ein 80 Millionen Volk davon niemals auf diesem Wohlstandsniveau leben könnte.[/quote]

aha, ohne die vielen selbstständigen männer geht es also nicht? ich sagte ja bereits, dass es eine entwicklung ist. das wird sich ändern. in 20 bis 30 jahren wird das ein ganz anderes verhältnis sein. nur weil etwas momentan so ist, heißt es nicht, dass es sich nicht verändern kann und wird. frauen mussten in den 50 ern noch die erlaubnis von ihrem ehemann bekommen, erwerbstätig zu sein. das ist evolutionstechnisch eine millisekunde, in der sie zeit hatten neue vorstellungen zu entwicklen. ich bin gerade mal die generation danach. natürlich gehen mehr männer im moment noch in die selbstständigkeit als frauen. aber was leiten sie daraus ab? dass es immer so bleiben wird oder bleiben soll und frauen es nicht können? die veränderungen beginnen doch gerade erst. alle müssen sich neu definieren. das wird einige generationen dauern, ja, aber es wird kommen.
Heinzpeter

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon Heinzpeter » Fr 10. Apr 2015, 12:50

Nochmals.
Das mag so sein, wer kann schon 20 Jahre in die Zukunft sehen.

Allerdings gibt es berechtigte Zweifel, zumindest im produzierenden Bereich, schlicht und einfach, weil bereits jetzt der interessierte Nachwuchs fehlt.
Und ich bin mir nicht sicher, ob man mit 20 Millionen Modeboutiquen Deutschland auf diesem Niveau wird halten können.
Irgendjemand wird ja auch noch was produzieren müssen.
straight one
Beiträge: 48
Registriert: Fr 10. Apr 2015, 00:43

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon straight one » Fr 10. Apr 2015, 12:56

Heinzpeter » Fr 10. Apr 2015, 12:42 hat geschrieben:Ohne die männliche Risikobereitschaft hätte es Fortschritt nie gegeben.

Aber das ist erstmal gar nicht das Thema.
Die entscheidende Frage bleibt nach wie vor, warum Frauen dasselbe Gehalt erwarten, wenn ihre Leistungsbereitschaft doch nie der eines vergleichbaren Mannes entsprochen hat oder entspricht?

das erwartet doch niemand. ich verstehe sie nicht. die leistungsbereitschaft ist auch nicht entscheidend, sondern die leistung selbst. wenn eine frau die gleiche leistung bringt, soll sie das gleiche geld bekommen, nicht mehr und nicht weniger. die bereitschaft selbst interessiert niemanden. die frage, die ich mir stelle, warum sie gottgleich behaupten, dass eine frau nicht die gleiche leistung erbringen kann. ich glaube nicht, dass es sinnvoll wäre, ihnen diese bewertung zu überlassen. wo kommen wir denn dahin? für so etwas muss es objektive und sachliche kriterien geben. das kann ja wohl nicht ein einzelner mann für die gesamte menschheit entscheiden.

Und ich darf auf die Strangüberschrift verweisen.
Es geht um Karrierefrauen, nicht irgendwelche m/w Strassenfeger oder Burgerbrater bei McD !!


Bitte erklären sie den begriff "karrierefrauen". gibt es ein männliches pendant dazu?
Heinzpeter

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon Heinzpeter » Fr 10. Apr 2015, 13:00

straight one » Fr 10. Apr 2015, 11:56 hat geschrieben:
Bitte erklären sie den begriff "karrierefrauen". gibt es ein männliches pendant dazu?

Karriere fängt für mich ab 80.ooo im Jahr an.
Für andere vielleicht ab 60.ooo, aber jedenfalls nicht drunter.

Reicht das?
straight one
Beiträge: 48
Registriert: Fr 10. Apr 2015, 00:43

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon straight one » Fr 10. Apr 2015, 13:02

Das sind ihre persönlichen Erfahrungen, ich habe da andere gemacht.[/quote]
Du hattest die Frage nicht beantwortet.

Du hattest meinen Wunsch nach dem Sie nicht akzeptiert. Also gut, duzen wir uns. Meine Frage hast du ebenfalls nicht beantwortet.

Allerdings schimmern auch hier zwischen den Zeilen bereits bestimmte Vorbehalte durch, die keine 90%-ige Leistungsbereitschaft erkennen lassen.

... und nun die alles entscheidende Frage:
- warum soll das Gehalt 100% des eines vergleichbaren Mannes betragen, wenn die Leistungsbereitschaft doch nur max. 50% beträgt??[/quote]
die beantworte ich so: wenn ich für 50% leistungsbereitschaft (wir reden hier ja noch nicht von der leistung, sondern nur über die bloße bereitschaft) 50 % dieses gehalts bekomme, also 50.000 € p.a., dann mache ich den job. und zwar sofort.
Heinzpeter

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon Heinzpeter » Fr 10. Apr 2015, 13:11

straight one » Fr 10. Apr 2015, 12:02 hat geschrieben: die beantworte ich so: wenn ich für 50% leistungsbereitschaft (wir reden hier ja noch nicht von der leistung, sondern nur über die bloße bereitschaft) 50 % dieses gehalts bekomme, also 50.000 € p.a., dann mache ich den job. und zwar sofort.

logisch :rolleyes:

War wohl dann doch nichts mit den angeblichen Karrierefrauen, die es da draußen im Überfluss geben soll.
straight one
Beiträge: 48
Registriert: Fr 10. Apr 2015, 00:43

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon straight one » Fr 10. Apr 2015, 13:30

Heinzpeter » Fr 10. Apr 2015, 13:11 hat geschrieben:logisch :rolleyes:

War wohl dann doch nichts mit den angeblichen Karrierefrauen, die es da draußen im Überfluss geben soll.


das war nur ein gedankenexperiment. ich persönlich sehe mich auch nicht als karrierefrau. mein beruf ist mir wichtig, ist aber eben nicht alles.
ich bin freiberuflerin und verdiene mit einem zeitlichen Einsatz von ca. 30 std. die woche etwa an die 60.000 p.a. allerdings nicht gleichmäßig verteilt, sondern mit Spitzenzeiten, wo außer arbeiten nichts anderes ist und phasen, wo ich entscheidungen abwarten muss oder auf neue aufträge warte. ich könnte theoretisch mehr arbeiten, möchte das aber nicht, da ich als einzelperson mit dem geld mehr als gut auskomme. wenn ein mann oder auch eine frau in dem bereich, in dem ich arbeite mehr verdient, weil er oder sie mehr arbeitet, finde ich das völlig in ordnung. der stundensatz ist allerdings für beide geschlechter von vornherein gleich. wer keine gute arbeit abliefert, wird eben nicht mehr beauftragt, so einfach ist. und so ist es auch richtig.
Heinzpeter

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon Heinzpeter » Fr 10. Apr 2015, 13:36

straight one » Fr 10. Apr 2015, 12:30 hat geschrieben:
das war nur ein gedankenexperiment. ich persönlich sehe mich auch nicht als karrierefrau. mein beruf ist mir wichtig, ist aber eben nicht alles.
ich bin freiberuflerin und verdiene mit einem zeitlichen Einsatz von ca. 30 std. die woche etwa an die 60.000 p.a. allerdings nicht gleichmäßig verteilt, sondern mit Spitzenzeiten, wo außer arbeiten nichts anderes ist und phasen, wo ich entscheidungen abwarten muss oder auf neue aufträge warte. ich könnte theoretisch mehr arbeiten, möchte das aber nicht, da ich als einzelperson mit dem geld mehr als gut auskomme. wenn ein mann oder auch eine frau in dem bereich, in dem ich arbeite mehr verdient, weil er oder sie mehr arbeitet, finde ich das völlig in ordnung. der stundensatz ist allerdings für beide geschlechter von vornherein gleich. wer keine gute arbeit abliefert, wird eben nicht mehr beauftragt, so einfach ist. und so ist es auch richtig.

Gut, fair enough.
Eigene Entscheidung.

Beantwortet aber immer noch nicht die Frage, warum dann gleiches Entgelt gefordert wird, wenn doch die Leistungsbereitschaft überhaupt nicht gleich ist?
Denn genau deine Antwort, dass eine Frau 1.000 Ausnahmeregelungen haben will und eigentlich viel kürzer treten will, ist die Standardantwort.

Und deswegen eben die Frage, auf die letztlich keine Antwort mehr kommt:
Wenn doch die Leistungsbereitschaft gar nicht gleich ist, warum soll es dann das Gehalt sein??

mal davon abgesehen, dass mit 1.000 Ausnahmeregelungen und "ich will eigentlich kürzer treten" kaum Karrieren zu vermitteln sind.
straight one
Beiträge: 48
Registriert: Fr 10. Apr 2015, 00:43

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon straight one » Fr 10. Apr 2015, 13:54

Beantwortet aber immer noch nicht die Frage, warum dann gleiches Entgelt gefordert wird, wenn doch die Leistungsbereitschaft überhaupt nicht gleich ist?
Denn genau deine Antwort, dass eine Frau 1.000 Ausnahmeregelungen haben will und eigentlich viel kürzer treten will, ist die Standardantwort.

Und deswegen eben die Frage, auf die letztlich keine Antwort mehr kommt:
Wenn doch die Leistungsbereitschaft gar nicht gleich ist, warum soll es dann das Gehalt sein??

mal davon abgesehen, dass mit 1.000 Ausnahmeregelungen und "ich will eigentlich kürzer treten" kaum Karrieren zu vermitteln sind.[/quote]

ich antworte ihnen gern. aber sie müssen die antwort bitte auch etwas genauer lesen. ich spreche nicht von leistungsbereitschaft, denn die ist uninteressant. unterm strich zählt was hinten raus kommt. also die leistung selbst. für die bloße bereitschaft etwas zu leisten, kann niemanden bezahlt werden. wir kennen doch alle diese leute aus der schule, die mit dem geringsten einsatz sehr gute noten geschrieben haben. und die leistungsbereiten, die stundenlang gebüffelt haben und trotzdem nicht besonders weit kamen. nur weil jemand etwas leisten will, heißt es nicht, dass er auch viel leistet.

also, was ich sage ist, wenn eine frau genau genauso gute der auch schlechte arbeit leistet wie ein mann hat sie das gleiche geld dafür zu bekommen. wofür sie oder er theoretisch bereit wären ist uninteressant. wer karriere machen will, soll das tun. wer lieber etwas weniger arbeitet und damit auskommt, soll das auch tun. das ist aber keine frage des geschlechts, sondern wie man sich selbst defniert und was man vom leben will. jemand der extrem viel arbeitet und leistet soll dafür auch entsprechend entlohnt werden und zwar unabhängig von seinem oder ihrem geschlecht. etwas anderes sage ich gar nicht. niemand möchte etwas geschenkt bekommen. karriere oder nicht, jetzt mal egal wie man das nun definiert, ist für mich eine absolut individuelle entscheidung. ich habe in meinem bekanntenkreis mehrere Männer, die nicht in vollzeit arbeiten, obwohl sie es könnten und eher schwierigkeiten hatten das ihrem arbeitgeber zu erklären, weil sie es eben nicht müssen und damit sehr zufrieden sind. ich finde die auch keineswegs unmännlich.
Heinzpeter

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon Heinzpeter » Fr 10. Apr 2015, 13:58

wenn schon von Anfang an keine Leistungsbereitschaft da ist, und zig Einschränkungen/Ausnahmen für sich gefordert werden, kann auch hinten keine Leistung mehr rauskommen.
einfaches Gesetz der Logik.

Uninteressant so jemanden auf eine Karriereposition vermitteln zu wollen.

und um nochmals auf den Punkt zu kommen:
wer für sich von Anfang an bereits Einschränkungen in der Leistungsbereitschaft einfordert, muss eben damit leben, dass die Gegenseite dann auch Einschränkungen beim Gehalt einfordert und macht.

ebenfalls ein einfaches Gesetz
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 36738
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon JJazzGold » Fr 10. Apr 2015, 14:19

Heinzpeter » Fr 10. Apr 2015, 13:58 hat geschrieben:wenn schon von Anfang an keine Leistungsbereitschaft da ist, und zig Einschränkungen/Ausnahmen für sich gefordert werden, kann auch hinten keine Leistung mehr rauskommen.
einfaches Gesetz der Logik.

Uninteressant so jemanden auf eine Karriereposition vermitteln zu wollen.

und um nochmals auf den Punkt zu kommen:
wer für sich von Anfang an bereits Einschränkungen in der Leistungsbereitschaft einfordert, muss eben damit leben, dass die Gegenseite dann auch Einschränkungen beim Gehalt einfordert und macht.

ebenfalls ein einfaches Gesetz



Das ist kein Gesetz, sondern nennt sich Arbeitsvertrag. In diesem ist die Arbeitszeit (Leistungsbereitschaft) und die dafür vorgesehene Entlohnung geregelt.

Vielleicht bergreifen Sie ja irgendwann den Unterschied zwischen Leistungsbereitschaft und Leistung. Würde generell nur nach tatsächlicher Leistung bezahlt, könnten wir die Gewerkschaften abschaffen.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
straight one
Beiträge: 48
Registriert: Fr 10. Apr 2015, 00:43

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon straight one » Fr 10. Apr 2015, 14:28

Heinzpeter » Fr 10. Apr 2015, 13:58 hat geschrieben:wenn schon von Anfang an keine Leistungsbereitschaft da ist, und zig Einschränkungen/Ausnahmen für sich gefordert werden, kann auch hinten keine Leistung mehr rauskommen.
einfaches Gesetz der Logik.

Uninteressant so jemanden auf eine Karriereposition vermitteln zu wollen.

wie schon gesagt, die bloße Leistungsbereitschaft und die letzendliche Qualität der Arbeit sind nicht automatisch identisch.

und um nochmals auf den Punkt zu kommen:
wer für sich von Anfang an bereits Einschränkungen in der Leistungsbereitschaft einfordert, muss eben damit leben, dass die Gegenseite dann auch Einschränkungen beim Gehalt einfordert und macht.

ebenfalls ein einfaches Gesetz


ja, das kann man so handhaben als arbeitgeber. eine garantie, dass bei einem arbeitnehmer dann automatisch gute arbeit hinten rauskommt ist das aber nicht. nur weil jemand bereit ist viele überstunden zu machen, permanent verfügbar zu sein etc., macht er noch keine gute arbeit. und nur weil jemand dazu nicht bereit ist, macht er noch keine schlechte arbeit.

grundsätzlich gebe ich ihnen recht, dass jemand der karriere machen will und zum Beispiel 100.000 oder mehr verdienen will, eine größere leistungsbereitschaft zeigen sollte. das ist doch logisch. keine frau erwartet ernsthaft ein derartiges gehalt und will nach 4 stunden wieder nach hause gehen.
wir wundern uns aber auch nicht, dass immer weniger akademikerinnen kinder bekommen. viele von denen entscheiden sich bewusst für eine karriere, die eben eine hohe leistungsbereitschaft voraussetzt. kinder sind da eher hinderlich. die können zwar fremdbetreut werden, aber so ein bisschen elternschaft brauchen die immer noch. Nur vom wem soll die geleistet werden, wenn sowohl der mann als auch die frau karriere machen wollen?
leute die von hartz4 leben, haben zwar kein geld, aber wenigstens die zeit sich fortzupflanzen und ihre kinder zu betreuen.
das sind ungünstige entwicklungen, auf die sich die arbeitswelt einstellen muss und lösungen entwickelt werden müssen. zurück zum alten rollenmodell, mann macht karriere, frau kümmert sich um die kinder wird definitv nicht mehr funktionieren. die zeiten sind einfach vorbei.
Heinzpeter

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon Heinzpeter » Fr 10. Apr 2015, 14:29

JJazzGold » Fr 10. Apr 2015, 13:19 hat geschrieben:

Das ist kein Gesetz, sondern nennt sich Arbeitsvertrag. In diesem ist die Arbeitszeit (Leistungsbereitschaft) und die dafür vorgesehene Entlohnung geregelt.

Vielleicht bergreifen Sie ja irgendwann den Unterschied zwischen Leistungsbereitschaft und Leistung. Würde generell nur nach tatsächlicher Leistung bezahlt, könnten wir die Gewerkschaften abschaffen.

Wir sind hier auf der Karriereschiene, und nicht mehr auf der reinen Befehls und Gehorsams Ebene.
So läufts vielleicht dann zwischen Filialleiter und Kassiererin.

Auf den Karriereebenen hingegen werden zwar ebenfalls noch Verträge geschlossen, aber das sind oft mehr Richtlinien, denn strikte Klauseln.
Insbesondere wird dort sehr viel Eigenengagement und Eigenverantwortung gefordert.
Und diese erkennt man alleine an der Leistungsbereitschaft.

Wer schon von Anfang an daherkommt:
"Grundsätzlich alles, nur nicht Dienstags zwischen 12 und 15 Uhr und nicht Donnerstags ab 16 Uhr, Wochenendes muss ich ebenfalls was anderes, und Dienstreisen länger als 5 Tage und auf gar keinen Fall in die und die Länder gehen auch gar nicht" vermittelt nun nicht unbedingt volle Leistungsbereitschaft und Karrierewillen.

Wie gesagt, alles ok, aber dann nicht das gleiche Gehalt fordern wie diejenigen, die volle Bereitschaft bringen.
Denn für jede dieser Ausnahmen muss ja ein Kollege einspringen, oder umgewurschtelt und herumgestrickt und herumgedoktert werden.
Ersatz gesucht, Reisepläne geändert, Umbuchungen vorgenommen werden müssen.

Oder anders gesagt ... die Leistungen sind am Ende des Tages ganz einfach dann doch nicht identisch !!
Und damit kann es auch nicht die Gehaltsforderung sein.
Heinzpeter

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon Heinzpeter » Fr 10. Apr 2015, 14:38

straight one » Fr 10. Apr 2015, 13:28 hat geschrieben:
ja, das kann man so handhaben als arbeitgeber. eine garantie, dass bei einem arbeitnehmer dann automatisch gute arbeit hinten rauskommt ist das aber nicht. nur weil jemand bereit ist viele überstunden zu machen, permanent verfügbar zu sein etc., macht er noch keine gute arbeit. und nur weil jemand dazu nicht bereit ist, macht er noch keine schlechte arbeit.

grundsätzlich gebe ich ihnen recht, dass jemand der karriere machen will und zum Beispiel 100.000 oder mehr verdienen will, eine größere leistungsbereitschaft zeigen sollte. das ist doch logisch. keine frau erwartet ernsthaft ein derartiges gehalt und will nach 4 stunden wieder nach hause gehen.
wir wundern uns aber auch nicht, dass immer weniger akademikerinnen kinder bekommen. viele von denen entscheiden sich bewusst für eine karriere, die eben eine hohe leistungsbereitschaft voraussetzt. kinder sind da eher hinderlich. die können zwar fremdbetreut werden, aber so ein bisschen elternschaft brauchen die immer noch. Nur vom wem soll die geleistet werden, wenn sowohl der mann als auch die frau karriere machen wollen?
leute die von hartz4 leben, haben zwar kein geld, aber wenigstens die zeit sich fortzupflanzen und ihre kinder zu betreuen.
das sind ungünstige entwicklungen, auf die sich die arbeitswelt einstellen muss und lösungen entwickelt werden müssen. zurück zum alten rollenmodell, mann macht karriere, frau kümmert sich um die kinder wird definitv nicht mehr funktionieren. die zeiten sind einfach vorbei.

Wie gesagt steht dem Allem doch nichts im Wege und ist völlig akzeptabel,

solange, und ich habe es jetzt gefühlt schon 25-mal gesagt, solange nicht dasselbe Gehalt gefordert wird, wie diejenigen bekommen, die das eben alles erbringen !!

Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit ist auf diesen Ebenen jedenfalls eine Chimäre.
Wenn dann muss es gleiches Gehalt für gleiche Leistung heißen.
Und die ist eben nicht gleich, oft bei Weitem nicht.
straight one
Beiträge: 48
Registriert: Fr 10. Apr 2015, 00:43

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon straight one » Fr 10. Apr 2015, 14:42

Heinzpeter » Fr 10. Apr 2015, 12:50 hat geschrieben:Nochmals.
Das mag so sein, wer kann schon 20 Jahre in die Zukunft sehen.

Allerdings gibt es berechtigte Zweifel, zumindest im produzierenden Bereich, schlicht und einfach, weil bereits jetzt der interessierte Nachwuchs fehlt.
Und ich bin mir nicht sicher, ob man mit 20 Millionen Modeboutiquen Deutschland auf diesem Niveau wird halten können.
Irgendjemand wird ja auch noch was produzieren müssen.



es gibt auch andere bereiche, wo bereits jetzt der interessierte nachwuchs fehlt. zum beispiel den pflegerischen. wir müssen immer mehr ausländische mitarbeiter an land ziehen, damit diese aufgabe gestemmt werden kann. die leute werden nun mal immer älter und müssen gepflegt werden. daran führt kein weg vorbei.

was die produktion angeht: es handelt sich zumindest stellenweise um ein krankes system, da dinge im übermaß produziert, die niemand wirklich braucht. oder glauben sie, dass ich mit einem s5 deutlich besser telefonieren kann als mit einem S3. es handelt sich um künstliche bedürfnisse, die die illusion von ewigem wachstum aufrechterhalten sollen. technische geräte geben nach bestimmten zeiten automatisch ihren geist auf, damit neue produziert werden können. es wird mit absicht schrott produziert um die maschine am laufen zu halten. um arbeitsplätze zu schaffen, die keinen sinn ergeben, um damit kaufkraft zu erzeugen. damit kann man dann dinge kaufen, die man nach kurzer ersetzen muss, weil sie kaputt gegangen sind oder es etwas neueres gibt. das ist kein wohlstandsnivaeu, sondern ein krebgeschwür. also etwas das unkontrolliert wächst.
das gilt keineswegs für alle produzierenden bereiche, aber auf jeden fall für einige.

im übrigen ist die textilbranche eindeutig eine männerbranche. die selbständigen frauen, die ich kenne machen nicht in modeboutiquen. sondern malerbetrieb, kfz betrieb, Lektorat, Anwältinnen.
Heinzpeter

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon Heinzpeter » Fr 10. Apr 2015, 14:47

straight one » Fr 10. Apr 2015, 13:42 hat geschrieben:

es gibt auch andere bereiche, wo bereits jetzt der interessierte nachwuchs fehlt. zum beispiel den pflegerischen. wir müssen immer mehr ausländische mitarbeiter an land ziehen, damit diese aufgabe gestemmt werden kann. die leute werden nun mal immer älter und müssen gepflegt werden. daran führt kein weg vorbei.

was die produktion angeht: es handelt sich zumindest stellenweise um ein krankes system, da dinge im übermaß produziert, die niemand wirklich braucht. oder glauben sie, dass ich mit einem s5 deutlich besser telefonieren kann als mit einem S3. es handelt sich um künstliche bedürfnisse, die die illusion von ewigem wachstum aufrechterhalten sollen. technische geräte geben nach bestimmten zeiten automatisch ihren geist auf, damit neue produziert werden können. es wird mit absicht schrott produziert um die maschine am laufen zu halten. um arbeitsplätze zu schaffen, die keinen sinn ergeben, um damit kaufkraft zu erzeugen. damit kann man dann dinge kaufen, die man nach kurzer ersetzen muss, weil sie kaputt gegangen sind oder es etwas neueres gibt. das ist kein wohlstandsnivaeu, sondern ein krebgeschwür. also etwas das unkontrolliert wächst.
das gilt keineswegs für alle produzierenden bereiche, aber auf jeden fall für einige.

im übrigen ist die textilbranche eindeutig eine männerbranche. die selbständigen frauen, die ich kenne machen nicht in modeboutiquen. sondern malerbetrieb, kfz betrieb, Lektorat, Anwältinnen.

Das sind alles interessante Fragen, haben letztlich aber in diesem Strang nichts verloren.

Hier geht es um Karriere und den Vergleich von Karrierefrauen und Karrieremännern.
Jede Altenpflegerin ist wirklich aller Ehren wert und ich möchte den Job nicht machen, aber wenn wir anfangen diese zu Karrierefrauen zu erklären können wir den Strang in der Tat hier zumachen und abhaken.

Dann driftet das nämlich ins Lächerliche ab.
straight one
Beiträge: 48
Registriert: Fr 10. Apr 2015, 00:43

Re: Ichglaubesnet: Frauen verzichten freiwillig auf Karriere

Beitragvon straight one » Fr 10. Apr 2015, 14:59

[

solange, und ich habe es jetzt gefühlt schon 25-mal gesagt, solange nicht dasselbe Gehalt gefordert wird, wie diejenigen bekommen, die das eben alles erbringen !!

Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit ist auf diesen Ebenen jedenfalls eine Chimäre.
Wenn dann muss es gleiches Gehalt für gleiche Leistung heißen.
Und die ist eben nicht gleich, oft bei Weitem nicht.[/quote]

nun, wir wiederholen uns beide. sie sprachen aber bis dato immer nur von der leistungsbereitschaft und nicht von der leistung selbst. aber gut, lassen wir das mal dahingestellt. dass sie als arbeitgeber einen arbeitnehmer brauchen auf dieser hohen ebene, der zu vielem bereit ist sehe ich ein. wie sie aber dazu kommen, dass die frauen die diese hohe leistungsbereitschaft zunächst gezeigt haben, dann aber schlechter waren als ihre männlichen pendants will mir nicht ganz in den kopf. die qualifikation und die leistungsbereitschaft müssen ja gleich gewesen sein, sonst hätten sie es mit diesen frauen ja wohl erst gar nicht versucht. dann stellte sich aber im laufe der zeit heraus, dass die frauen dann doch nicht so gut waren, wie zunächst von ihnen gedacht. aha. dann sollten sie an ihrem personalauswahlverfahren vielleicht etwas ändern, anstatt hier alle "karrierfrauen" über einen kamm zu scheren. ich habe in meinem berufsleben schon viele männliche vorgesetzte gehabt, die in einer 50 std. woche ungefähr so effektiv waren wie die studentische aushilfe in 20 std. zu einem stundenlohn von 8 €.. dies ist aber meine persönliche einzelfallerfahrung. ich komme nun nicht auf die idee das zu generalisieren und zu behaupten, dass dies grundsätzlich bei männern auf der ebene immer der fall ist. da habe ich einfach pech gehabt. so wie sie anscheinend mit ihrer personalauswahl pech gehabt haben. oder worauf stützen sie ihre annahmen, außer an einzelfällen ausgerichtet. es gibt bestimmt auch arbeitgeber, die ganz zufrieden mit ihren "karrierfrauen" auf höchster ebene sind. oder halten sie das für ausgeschlossen.

Zurück zu „82. Gender“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste