Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon imp » Di 26. Mai 2020, 18:47

Billie Holiday hat geschrieben:(26 May 2020, 18:38)

Richtig, deshalb kann man doch sagen, dass es ziemlich wurscht ist, ob besagte Dame in die Illegalität gezwungen wird oder nicht und dass ein Verbot höchstens lästig wäre für den schnellen Triebabbau zwischendurch.

Na, ganz so ist es nicht. Wenn das anbieten oder nachfragen solcher Putzdienstleistungen plötzlich kriminell wird, ist das nicht bloß lästig. Dann lässt man sich wissentlich mit Kriminalität ein, beim suchen und nachfragen, beim bezahlen, im Falle von Komplikationen und Konflikten. Solange man ein legales Angebot nachfragt, kann man sich schlicht im legalen wähnen, solange man es umständehalber nicht besser wissen muss - vergleiche mit der günstig angebotenen gefälschten Markenuhr. Damit gefährden die Nachfrager aktiv ihren eigenen Frieden im Falle eines Outings oder einer Anklage. Das kann durchaus Karrieren beenden. Es ist für alle besser, wenn es rechtlich sauber sein kann.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Billie Holiday » Di 26. Mai 2020, 18:51

imp hat geschrieben:(26 May 2020, 18:47)

Na, ganz so ist es nicht. Wenn das anbieten oder nachfragen solcher Putzdienstleistungen plötzlich kriminell wird, ist das nicht bloß lästig. Dann lässt man sich wissentlich mit Kriminalität ein, beim suchen und nachfragen, beim bezahlen, im Falle von Komplikationen und Konflikten. Solange man ein legales Angebot nachfragt, kann man sich schlicht im legalen wähnen, solange man es umständehalber nicht besser wissen muss - vergleiche mit der günstig angebotenen gefälschten Markenuhr. Damit gefährden die Nachfrager aktiv ihren eigenen Frieden im Falle eines Outings oder einer Anklage. Das kann durchaus Karrieren beenden. Es ist für alle besser, wenn es rechtlich sauber sein kann.


Die Menschen würden schon Wege und Mittel finden.
Für die Huren ist eine rechtliche und soziale Absicherung aber wünschenswert, deshalb halte ich nichts von Verboten.
Ich bin in meinem Beruf auch abgesichert, sollte was sein. Warum nicht die dienstleistende Hure?
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Dieter Winter » Di 26. Mai 2020, 19:12

Billie Holiday hat geschrieben:(26 May 2020, 18:45)

Ich finde schon, dass die Damen sich Krankenversicherung, soziale Absicherung und später eine Rente verdient haben - sozusagen im Liegen erarbeitet.


Ja, das sehe ich schon auch so. Zumindest versucht das der Gesetzgeber bei uns ja auch.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon imp » Di 26. Mai 2020, 19:17

Billie Holiday hat geschrieben:(26 May 2020, 18:51)

Die Menschen würden schon Wege und Mittel finden.
Für die Huren ist eine rechtliche und soziale Absicherung aber wünschenswert, deshalb halte ich nichts von Verboten.
Ich bin in meinem Beruf auch abgesichert, sollte was sein. Warum nicht die dienstleistende Hure?

Ja, warum nicht? Selbständig und frei versichert oder angestellt mit Urlaubsanspruch, Krankentagegeld und Rentenanwartschaft. Im Falle der Kündigung durch den AG Arbeitslosengeld. Bleibt natürlich netto keine Traumsumme mehr über. Verdi Fachbereich 13 Besondere Dienste übernehmen Sie!

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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Alpha Centauri » Di 26. Mai 2020, 21:03

Dieter Winter hat geschrieben:(26 May 2020, 18:02)

Das auch. Trotzdem sehe ich nicht ein, der Organisierten Kriminalität via Prostitutionsverbot ein Konjunkturpaket zu verschaffen. Gerade jetzt, wo die Wirtschaft ohnehin kräftige Einbußen zu verkraften hat, wäre es suboptimal diesen florierenden Zweig - und die daraus resultierenden Steuereinnahmen - lahm zu legen. Momentan scheinen die Verbotsfetischisten Aufwind zu spüren, Mopedfahren soll auch an Wochenenden und Feiertagen verboten werden. Super timimg.
Gerüchteweise soll es auch Frauen geben, die Spaß am Vögeln haben - nur der Vollständigkeit halber. ;)


So ist es,man siehe beim Thema illegale Drogen jeder Drogen Baron freut sich doch über das Geschäft, trotz oder gerade wegen des allgemeinen Verbotes, eine ähnliche Enteicklung dass droht dann auch im Falle eines Verbotes von Prostitution , wem soll damit geholfen seien?
Zuletzt geändert von Alpha Centauri am Di 26. Mai 2020, 21:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Alpha Centauri » Di 26. Mai 2020, 21:07

Billie Holiday hat geschrieben:(26 May 2020, 18:23)

Ich hab mich doch garnicht für ein Verbot ausgesprochen. :?:

Vollständigkeitshalber behaupte ich, Spaß am Sex haben die meisten Frauen, nur sind die Ansprüche andere. Sich gegen Geld von einem Unbekannten besteigen zu lassen, ist vermutlich nicht das, was viele Frauen unter Spaß am Sex verstehen, wogegen viele Männer kein Problem damit haben, eine Unbekannte gegen Geld zu vögeln. Ist doch ok, von mir aus.

Wie ich sagte, ich glaub halt bloß nicht an die besonders große Sorgen der Freier um das Wohl der Huren, deshalb meine Aussage, die wollen halt bumsen. Wenn es weniger ums Bumsen geht als um den großen Wunsch, für Huren sozial tätig zu sein, soll mich der Blitz treffen. :D


Viele Frauen,,aber eben nicht alle Frauen.
Zuletzt geändert von Alpha Centauri am Di 26. Mai 2020, 21:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Alpha Centauri » Di 26. Mai 2020, 21:13

Dieter Winter hat geschrieben:(26 May 2020, 18:37)

Sorry, wenn es so rüber kam, als hätte ich Dich damit gemeint. War nicht beabsichtigt, sondern richtete sich an die Adresse der Retter der Enterbten.

Keine Ahnung, ob die Damen dabei Spaß haben. Wahrscheinlich mal so, mal so, wie in jedem Job. Bei einem George Clooney wohl eher mehr, bei einem Peter Altmeier dürfte der fun für die Ladies überschaubar sein.

Ich halte ein Verbot jetzt weniger deshalb für Blödsinn, weil ich das Angebot zu nutzen gedenke oder ich mich sonderlich um das Wohl der Betroffenen sorge (wobei Zwangsprostitution und Menschenhandel mich schon stören), mir geht es dabei einfach darum, dass ein Verbot nicht umsetzbar ist. Weder in Thailand, noch in den USA oder den ehemals real existierenden sozialistischen Staaten hat das Verbot irgend was daran geändert. Genau so wenig wie in Schweden. Wobei ich das nordische Modell sowieso für ziemlich schräg halte. Angebot legal - Geschäftsabschluss illegal, aber nur für den Kunden. Da muss schon ein reichlich idiotisches Weltbild zugrunde liegen.


Georg Clooney oder Peter Altmeier der war gut :D ja wahrscheinlich , es ist schon ( ich bin zwar keine Frau ) ein Unterschied denke ich, ob die Hure sich von einem jungen knackig schlanken gutaussehenden Boy oder einem kahlköpfigen, alten bierbäuchig hässlichen durchschnittsdeutschen Mann, a la Peter Altmeier gegen Geld besteigen lässt, verständlicherweise. :D
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Alpha Centauri » Di 26. Mai 2020, 21:25

Dieter Winter hat geschrieben:(26 May 2020, 18:37)

Sorry, wenn es so rüber kam, als hätte ich Dich damit gemeint. War nicht beabsichtigt, sondern richtete sich an die Adresse der Retter der Enterbten.

Keine Ahnung, ob die Damen dabei Spaß haben. Wahrscheinlich mal so, mal so, wie in jedem Job. Bei einem George Clooney wohl eher mehr, bei einem Peter Altmeier dürfte der fun für die Ladies überschaubar sein.

Ich halte ein Verbot jetzt weniger deshalb für Blödsinn, weil ich das Angebot zu nutzen gedenke oder ich mich sonderlich um das Wohl der Betroffenen sorge (wobei Zwangsprostitution und Menschenhandel mich schon stören), mir geht es dabei einfach darum, dass ein Verbot nicht umsetzbar ist. Weder in Thailand, noch in den USA oder den ehemals real existierenden sozialistischen Staaten hat das Verbot irgend was daran geändert. Genau so wenig wie in Schweden. Wobei ich das nordische Modell sowieso für ziemlich schräg halte. Angebot legal - Geschäftsabschluss illegal, aber nur für den Kunden. Da muss schon ein reichlich idiotisches Weltbild zugrunde liegen.


Du sagst es, dass von den Feministinnen und Befürwortern eines Verbots der Prostitution immer so gefeierte "schwedische" oder "nordische" Modell ist schon denkt man mal unaufgeregt drüber nach echt schräg, die Intention dahinter ist klar, der Sexkäufer also der Freier so kriminalisiert und bestraft werden und nicht die Hure die es ja anbietet, was dann wie du schon zurecht sagst zu der kuriosen Situation führt Sex gegen Geld anzubieten ist erlaubt während zugleich die inanspruchnahme dieses Angebotes bestraft wird.

Man stelle sich so eine verquere Logik in anderen Bereichen des Wirtschaftsleben mal vor? ( mal ganz davon unabhängig dass da die prekäre Situation der Frauen in dem Gewerbe kein Deut verbessert) so ein "MODELL" ist schon völlig Banane.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Billie Holiday » Di 26. Mai 2020, 21:38

Alpha Centauri hat geschrieben:(26 May 2020, 21:07)

Viele Frauen,,aber eben nicht alle Frauen.


Mit „die meisten„ meinte ich sehr viele, aber eben nicht alle. :cool: Es wäre vermessen, pauschal etwas über alle Männer oder alle Frauen zu sagen.
Dass Männer und Frauen unterschiedlich sind, darf man aber schon sagen?
Würde ich falsch liegen, und sehr viele Frauen würden gern für anonymen Sex bezahlen, gäbe es einen weitaus größeren Markt. Die Zahl der Callboys ist aber deutlich geringer, weshalb ich davon ausgehe, dass es weitaus weniger Kundinnen gibt.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Alpha Centauri » Di 26. Mai 2020, 21:47

Billie Holiday hat geschrieben:(26 May 2020, 21:38)

Mit „die meisten„ meinte ich sehr viele, aber eben nicht alle. :cool: Es wäre vermessen, pauschal etwas über alle Männer oder alle Frauen zu sagen.
Dass Männer und Frauen unterschiedlich sind, darf man aber schon sagen?
Würde ich falsch liegen, und sehr viele Frauen würden gern für anonymen Sex bezahlen, gäbe es einen weitaus größeren Markt. Die Zahl der Callboys ist aber deutlich geringer, weshalb ich davon ausgehe, dass es weitaus weniger Kundinnen gibt.


Na es gibt schon weniger Callboys ( wobei die nicht nur Kundinnen bedienen) aber ich denke das generell Sex gegen Geld ( Prostitution) weiter verbreitet ist als man bzw du so denkst in Wahrheit ( jenseits vom "professionellen Sexgewerbe" der Rotlichtviertel) ich sage nur die privaten Hausfrauschlampen , die Sugarbabes mit ihren Sugardaddys oder die Riege der sogenannten privaten "Taschengeldladies".
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon imp » Di 26. Mai 2020, 21:56

Ich vermute mal, dass sich für Frauen mit Notstand meist auch ein kostenloser Anbieter findet, soweit keine besonderen Ansprüche und Vorlieben bestehen.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Billie Holiday » Di 26. Mai 2020, 21:57

Alpha Centauri hat geschrieben:(26 May 2020, 21:47)

Na es gibt schon weniger Callboys ( wobei die nicht nur Kundinnen bedienen) aber ich denke das generell Sex gegen Geld ( Prostitution) weiter verbreitet ist als man bzw du so denkst in Wahrheit ( jenseits vom "professionellen Sexgewerbe" der Rotlichtviertel) ich sage nur die privaten Hausfrauschlampen , die Sugarbabes mit ihren Sugardaddys oder die Riege der sogenannten privaten "Taschengeldladies".


Lange Rede, kurzer Sinn...Verbote werden nicht das gewünschte Ergebnis liefern, sondern Prostitution verlagern.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Alpha Centauri » Di 26. Mai 2020, 22:00

imp hat geschrieben:(26 May 2020, 21:56)

Ich vermute mal, dass sich für Frauen mit Notstand meist auch ein kostenloser Anbieter findet, soweit keine besonderen Ansprüche und Vorlieben bestehen.


Ja, ach Frau müsste " Mann" sein :cool:
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Alpha Centauri » Di 26. Mai 2020, 22:01

Billie Holiday hat geschrieben:(26 May 2020, 21:57)

Lange Rede, kurzer Sinn...Verbote werden nicht das gewünschte Ergebnis liefern, sondern Prostitution verlagern.


Das sind wir uns zu 100% , ein Verbot der Prostitution ist nicht die Lösung der Probleme dieses Phänomens sondern nur deren Verlagerung.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Jessie » Di 26. Mai 2020, 22:03

Alpha Centauri hat geschrieben:(26 May 2020, 21:13)

Georg Clooney oder Peter Altmeier der war gut :D ja wahrscheinlich , es ist schon ( ich bin zwar keine Frau ) ein Unterschied denke ich, ob die Hure sich von einem jungen knackig schlanken gutaussehenden Boy oder einem kahlköpfigen, alten bierbäuchig hässlichen durchschnittsdeutschen Mann, a la Peter Altmeier gegen Geld besteigen lässt, verständlicherweise. :D

Du scheinst erstens sehr auf Äusserlichkeiten fixiert zu sein und zweitens keinen blassen Schimmer von Prostituierten zu haben. Kaum eine empfindet ihren Job als normal. Viele schämen sich, ekeln sich vor sich selbst und schaffen es bestenfalls, sich einzureden, dass sie einen ganz normalen Job machen. Einen Job, verstehst du? Und dann ist es völlig egal, ob da Clooney oder Altmeier vor ihr steht. Es ist einfach ein fremder, geiler Bock, dem sie für Bares das gibt, was er will.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Billie Holiday » Di 26. Mai 2020, 22:14

Alpha Centauri hat geschrieben:(26 May 2020, 22:01)

Das sind wir uns zu 100% , ein Verbot der Prostitution ist nicht die Lösung der Probleme dieses Phänomens sondern nur deren Verlagerung.


Wenn eine erwachsene Frau selbstbestimmt diesen Beruf ergreift, dann sehe ich noch nichtmal ein Problem. Sie wird wissen oder ahnen, worauf sie sich einläßt. Ich wäre nicht in der Lage, Leidenschaft und Lust zu heucheln, wenn jemand außerhalb meines Beuteschemas mich..... Die Damen verdienen für ihre Leistung Anerkennung.
Ich muß gerade an einen Kollegen denken, der fortwährend seine Zähne bleckt und immer weiße Speichelreste in den Mundwinkeln hat. Vermutlich würde ich mich erbrechen, käme er mir mit Sexwünschen zu nahe. Oh je...nun ist aber Schluß für mich mit dem Thema. :dead:
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Billie Holiday » Di 26. Mai 2020, 22:17

Jessie hat geschrieben:(26 May 2020, 22:03)

Du scheinst erstens sehr auf Äusserlichkeiten fixiert zu sein und zweitens keinen blassen Schimmer von Prostituierten zu haben. Kaum eine empfindet ihren Job als normal. Viele schämen sich, ekeln sich vor sich selbst und schaffen es bestenfalls, sich einzureden, dass sie einen ganz normalen Job machen. Einen Job, verstehst du? Und dann ist es völlig egal, ob da Clooney oder Altmeier vor ihr steht. Es ist einfach ein fremder, geiler Bock, dem sie für Bares das gibt, was er will.


Redest du von ausländischen Zwangsprostituierten? Oder von freiwilligen Huren?
Die erste ist hilflos und steht unter Zwang Krimineller. Die zweite kann was anderes arbeiten.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Jessie » Di 26. Mai 2020, 23:01

Billie Holiday hat geschrieben:(26 May 2020, 22:17)

Redest du von ausländischen Zwangsprostituierten? Oder von freiwilligen Huren?
Die erste ist hilflos und steht unter Zwang Krimineller. Die zweite kann was anderes arbeiten.

Ich meine die Freiwilligen. Wobei Freiwilligkeit gerade bei den ausländischen Prostituierten oft darin besteht, aus familiären Gründen möglichst viel Geld ranzuschaffen und sie auch kaum eine Chance haben, auszusteigen, weil sie sich illegal in Deutschland aufhalten und ihren "Arbeitsvermittlern" Geld schulden.
Auf jeden Fall können so romantische Vorstellungen, dass die P. Ihren Job gern macht und sogar eigene, sexuelle Lust empfindet, nur von Männern kommen. Viele P. leben in festen, monogamen Beziehungen und trennen Job und Privatleben sehr säuberlich, schon aus Selbstschutz,.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon oga » Di 26. Mai 2020, 23:24

Jessie hat geschrieben:(26 May 2020, 23:01)

Ich meine die Freiwilligen. Wobei Freiwilligkeit gerade bei den ausländischen Prostituierten oft darin besteht, aus familiären Gründen möglichst viel Geld ranzuschaffen und sie auch kaum eine Chance haben, auszusteigen, weil sie sich illegal in Deutschland aufhalten und ihren "Arbeitsvermittlern" Geld schulden.
Auf jeden Fall können so romantische Vorstellungen, dass die P. Ihren Job gern macht und sogar eigene, sexuelle Lust empfindet, nur von Männern kommen. Viele P. leben in festen, monogamen Beziehungen und trennen Job und Privatleben sehr säuberlich, schon aus Selbstschutz,.
Das kann man bestimmt auch von anderen Jobs sagen. Es gibt viele, die lediglich des Geldes wegen arbeiten gehen und nicht weil es ihnen Spass macht.
I guess I should warn you, if I turn out to be particularly clear, you've probably misunderstood what I've said.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Jessie » Di 26. Mai 2020, 23:31

oga hat geschrieben:(26 May 2020, 23:24)

Das kann man bestimmt auch von anderen Jobs sagen. Es gibt viele, die lediglich des Geldes wegen arbeiten gehen und nicht weil es ihnen Spass macht.

Sicher, aber da kommt dann kein Dreibein daher und vermutet, dass es der Arbeitnehmerin vielleicht doch Spass bereitet, was sie tut.

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